Ausgabe 
18.9.1905 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

werden, sei ein Narr. Geiv- seien in der Partei Gegen­sätze vorhanden, der Parteitag werde «Ler den Gegnern nicht den Gefallen tun, es durch diese Gegensätze zu einem Miß tone, geschweige zu einer Spaltung kommen zu lassen, sondern, eingedenk des großen gemeinsamen Zieles, die Gegensätze in ruhiger, fach rr 'T-cifc aus zu gleich en suchen. In diesem Sinne erkläre er namens des Partei­vorstandes den Parteitem er"ffuet. (Stürm. Beifall.)

Vorstandswahl.

Es wurden danach »Jjg. Singer- Berlin und Schlosser Heber-Jena mit gleichen Rechten zu Vorsitzenden und außerdem neun Schriftfi'hrer und danach eine Mandats- prüfunaskomminion aewäblt.

Dcutsch-Ostafrika.

Gouverneur Gras Götzen telegraphiert unter dem 16. September: Die Marine-Infanterie ist aus dem Dampfer Körber" heute in Dar-es-Salaam gelandet. Zur Beruhigung der Bezirke Lindi, Kilwa und Morogoro werden größere Detachements der Schutztruppe vorgeschoben, die einen Rück­halt in einer kleineren Abteilung der an den festen Punkten bleibenden Marine-Infanterie haben werden. Die Stationen im Innern, die vorläufig sich selbst überlassen bleiben müssen, erscheinen auch zu Offensivvorstößen stark genug. In den Bezirken Mahtugc und Jringa sind einzelne Decke der Be­völkerung aufständisch. Die in Jringa stehende Kompanie der Schutztruppe hatte unter Hauptmann Rigmann in den Usshungsoe-Randbergen ein siegreiches Gefecht. Die Wahehe-Häuptlinge befinden sich bei Hauptmann Rigmann. Die Station Jringa selbst ist gesichert.

In St. Ottilien traf aus Dar-es-Salaam folgende De­pesche ein:Die Missionsstationen Ryango und Luc ule di (drei Tagereisen voneinander entfernt im Bezirk Liodi) wurden zerstört. Die vermißte Schwester Walburga ist ermordet, Schwester Aoia tot. Die Missionare von Kigoasera (Landschaft Ungoni, Bezirksstation Songea) sind nach Wiedhafen (Ryasiasee) geflüchtet. Von den übngen Missions- stationen ist in Ottilien keine Rachrickteingetroffen.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Sept. Ter Kaiser hat an den Ober­präsidenten der Provinz Hessen-Rassau den nachstehenden Dankerlaß gerichtet:

Ich nehme am Schluß der diesjährigen Manöver vor Mir gern Veranlassung, Ihnen erneut zum Ausdruck zu bringen, wie wohltuend Uns der glänzende Empfang, der Mir und der Kaiserin, Meiner Gemahlin, in Homburg bereitet worden ist, und die vielen Beweise treuer Liebe und Anhänglichkeit berührt haben, die Uns während Unseres Ausenthalts in dcr Vrovinz aus allen Kreisen der Bevölkerung entgegengebracht worden sind. Im Besonderen erwähne Ich noch, daß es Mir eine hohe Genugtuung gewährt hat, bei der Parade am 8. September die zahlreichen Abordnungen der Kriegervereinc begrüßen zu können, die zum Teil aus weiter Ferne herbcigeeilt waren, um ihrer treuen patriotischen Gesinnung Ausdruck zu geben. Ich beauftrage Sie, dies zur Kennt­nis der Provinz zu bringen, und säge gern hinzu, daß Ich auch die vortreffliche Aufnahme, die den Truppen überall zu teil geworden ist, dankbar anerkenne.

Der Staatssekretär des Auswärtigen Freih. von Richt Hofen empfing gestern den Besuch des französischen Deputierten und früheren Handelsministers Millerand

Dresden, 17. Sept. Rach dem Ausfall der gestern geendeten Wahlmännerwahlen im Königreich Sachsen hat die nationalliberale Partei einen bedeutenden Erfolg errungen. Von sechs Mandaten, die zu verteidigen waren, find allerdings nur fünf behauptet worden. Zwickau geht an die freisinnige Volkspartei verloren. Da­gegen haben die Nationalliberalen Leipzig-West, Meerane- Limbach und Tnren-Langenfeld erobert. Im letzteren Wahl­kreis wurde der Führer der Konservativen, Geh. Hofrat Opitz, geschlagen.

Ausland.

Bordeaux, 16. Sept. (Havas). Der erste Teil der unter Befehl des Majors Moll stehenden Mission, die be­auftragt ist, gemeinsam mit der deutschen Mission die Grenze zwischen dem Kamerungebict und Franzö­sisch-Kongo zu bestimmen, schiffte sich gestern abend nach Matadi ein. Der Aufenthalt der Mission am Kongo dürfte mindestens zwei Jahre dauern.

Budapest, 17. Sept. Das RegierungsblattAz Ujsag" wird heute einen Artikel veröffentlichen, in dem aus­geführt wird, Graf GoluchowSki habe das allgemeine Stimmrecht nur als Vorwand benützt, um Feyervarp zu stürzen, weil er in Verbindung mit Andrassy und Panffy einen Plan feststcllte, der die Lösung der politischen Wirren ermöglichen soll.

Petersburg, 17. Sept. Die englische Diplo­matie, mit derTimes" verbündet, sucht hier eine Ver­ständigung bezüglich Persien und Mittelasien. Ruß" tritt warm für die Annäherung an England und Japan ein und siebt in deren Bündnis eine Friedens­gewähr, währendRowojc Wremja" darin eine Kriegsgefahr erblickt. Aus der Haltung der Blätter läßt sich erkennen, daß Graf Lamsdorff sich noch in keiner Richtung entschlossen hat, daß eine Entscheidung aber durch Witte erwartet wird, der mit England unterhandeln soll.

Tanger, 15. Sept. Die deutschen, englischen and französischen Kuriere wurden auf dem Wege nach Fez am 14. September in der Nähe von Burran beraubt.

Generalversammlung der drei landwirtschaftlichen Provinzialvereine des Großherzogtnms Hessen.

Mainz, 16. Sept.

Zur gestrigen Generalversammlung der brci landw. Pro- vinzialvereine des Großherwatums waren u. n. erschienen: Staats­minister Rothe, Geh. Roth Braun. M-nifterialrat Dr. B e ck er. Reg.-Rat Dr. Starck, Präsident Geh.-Rat Haas, Geh. Rat Frhr. v. Gagern, Kreisamtmänner Dr. Gaßner und Tr. Merck, Gendarmerie-Kommandeur Oberstleutnant Frhr. v. N o r - mann. Auch der Vorsitzende des Bundes der Landwirte war er­schienen: ebenso Vertreter der Deutschen ^andwiris-k'osisgesell- schaft und des Deutschen Weinbanvercins. Von den Mitgliedern waren ca. 150 anwesend. Präsident Haas eröffnete die Ver­sammlung im Namen des Landwirtschaftsrates. Die General­versammlungen der drei Provinzen werden alle fünf Jahre- gehalten; bei der letzten hätten, führte Redner weiter aus, ernste Befürchtungen für die Landwirtschaft bestanden. Jetzt sei viel gebessert. In einem Staate, der nicht reiner Agrarstaat sei, müßte die Landwirtschaft auch dem Gewerbe und der Industrie Rechnung tragen. Durch die neuen Zölle habe die Landwirt­schaft gewonnen: nickt alles, was erwartet, aber dock ziemlich vsel. Man müsse sich damit begnügen. Die Verhältnisse der Landwirtschaft seien jetzt zufriedenstellend. Betr. der Land-

wirtschaftskammeiUn betonte der Vorsitzende, daß diese unbedingt auch für die Landwirtschaft geschaffen werden, wie solche schon , für den Handel und das Gewerbe beständen. Er­reiche man die Errichtung der Landwirtschaftskammern, so brauche man die Provinzvereine nicht fallen zu lassen. T-er Redner weist auf das heutige 75 jährige Jubiläum der Vereine hin. Während dieser langen Zeit hat die Grvßh. Regierung die Landw. Vereine nach jeder Richtung unterstützt. Die Grvßh. Regierung hätte der Landwirtschaft schon Beträge zur Verfügung gestellt, wie es in gleicher Höhe kein deutscher Staat getan habe. Heute sei der Regierung der wärmste Dank auszusprechen. Die Vereine nrüßten aber trotzdem immer mehr suchen, au eigene Füße zu kommen. Mit dem WunscheGlück und Segen der Landwirtschaft in Hessen, Glück und Segen den Land­wirten und Erfüllung von deren Wünschen", schloß Redner seine Ansprache.

Staatsminister Rothe führte aus: Das 75jährige Be­stehen der Landw. Vereine verdiene die vollste Veacktung der Regierung. Die geplante Vertretung der Landwirtschaft, die sich in absehbarer Zeit vollziehen wurde, bedeute einen Abschnitt in der Geschichte der L^ndw. Vereine. Was die drei Landw. Vereine in den abgelaufenen 75 Jahren geleistet, verdiene die rückhaltloseste Anerkennung der Regierung. Zum Jubiläum wurde den Landw. Vereinen als solche, wie auch den Herren, die in den Vereinen gewirkt hatten, der Dank b~r Regierung in vollstem Maße ausgesprochen. Seine K°gl. Hoheit der Großherzvg habe in Würdigung der Verdienste der Landw. Provinzialvereine eine Reihe von Ordensdekorationen an verdienstvolle Mitglieder der Vereine verliehen. Er, der Herr St^atsministcr, freue sich, diese Auszeichnungen verlesen und überbringen zu dürfen.

Der Vertreter der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft Stock- m a v e r-Stuttgart überbringt Grüße aus Württemberg und von der Landwirtschaftsgesellschaft. Die jetzige hiesige Ausstellung sei nur zu loben: sie biete viel Neues und Beachtenswertes. Er wünsche der Ausstellung gute Erfolge.

Der Vertreter des Bundes der Landwirte, Lucke-Paters- hausen. begrüßte ebenfalls die Versammlung und wendete seine ganze Beredsamkeit auf, für die Gründung von Landwirtschafts­kammern zu agitieren.

Namens der Stadt Mainz wurde die Versammlung durch den Beigeordneten, Kvmm.-Rat Haffner, begrüßt. Für den deut­schen Weinbau sprach v. B u o l - Geisenheim, der dasgüld'ne Mainz" lobte und den Vereinen zum Jubiläum Glück und Segen wünschte.

Das Referat über den BerichtEntwickelung der hessischen Landwirtschaft und ihrer Organe" hatte Generalsekretär Oekono- mierat Dr. Müller-Darmstadt. Ter in allen Teilen ge­schickt und klar ausgearbeitete Berickt fand großen Beifall.

Oekonomierat Dettweiler-Laubenheim, der schon seit 1860 Mitalied des Landw. Vereins und seit 1871 Mitglied des Aus­schusses ist, , erklärte, die hessische Landwirtschaft stehe auf der Höhe der Zeit und der Kampf ums Dasein sei ihr heute etwas leichter gemacht. , Die jüngere Generation müßte aber einen anderen sozialpolitischen und nationalökonomischen Standpunkt in der landw. Gewerbetechnik einnehmm, dann würde für die Landwirtschaft eine noch bessere Zeit kommen.

Der Vertreter des Bundes der Landwirte Lucke- Patters- hausen, sprach über die sog.Fl ei sch not". Der Landwirt­schaft würde vorgeworfen daß sie die Verteuerung der Fleisch­preise veranlaßt habe. Vom Großhandel würden nur die Preise künstlich in die Höhe geschraubt, nicht von der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft habe das Nachsehen. Nur wenn die Landwirtschaft einmal eine ganz schlechte Ernte gehabt hätte, würde sie ein Aequivalent in etwas angezogenen Viehpreisen suchen. Er beantragte eine Reso­lution.

Präsident Haas hat Bedenken gegen die Votzbringung, Be­ratung und Abstimmung der ein gebrachten Resolution. Der An­trag stehe nicht auf der Tagesordnung und komme auch "voll­ständig unvorbereitet. Dem Antragsteller rote er, die Angelegen­heit dem Landwirtschaftspate zur Bearbeitung zu überlassen.

Nachdem der Präsident des Hessischen Bundes der Landwirte Fritzsch selbst dazu riet, den Antrag seines Dundeskollegen dem Landwirtschaftsrat zu überweisen und auch 'Oekonomierat Dettweiler-Laubenheim dasselbe beantragte, zog der An­tragsteller die Resolution zurück und war mit Beratung durch den Landwirtschaftsrat einverstanden.

Prof. Dr. Gisevius-Gießen sprach in einstündigem Vor­trage überMaßnahmen zur Förderung des Ackerbaues im Großherzogtum Hessen". Im Pflanzenbau, so führte er aus, ist der Landwirt noch zurück. Verbesserung der Pflanzenernährung, Verbesserung des Bodens durch Maschinenbearbeitung seien er­forderlich. Die Prüfling der Pflanzensorten sei ebenfalls von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Nur gutes Saatgut solle der Landwirt verwenden. Man müsse die Pflanzensorten dem Landes­teil entsprechend wählen, wo sie gebaut werden sollten. Auch den Wetterdienst müßte der Landwirt benützen, wie er in Gießen und anderen Orten eingerichtet fei.

Präsident Haas dankte dem Redner für seinen trefflichen Vortrag. Mit dem Wunsche, daß die Zukunft der hessischen Land­wirtschaft eine glückliche sein möge und mit einem dreifachen Hoch auf unser schönes Hessenland schloß der Präsident die Versammlung.

Im Anschlüsse fand im Prunksaale des Kasinos ein Fest­mahl statt, bei dem etwa 200 Couverts auflagen. Staats­minister Rothe und Präsident Haas nahmen nicht daran teil. Dagegen waren sehr viele Stadtverordnete und hiesige Mitglieder der verschiedenen Ausstellungs-Kommissionen hinzugekommen. Pro­vinzialdirektor Geheimrat Frhr. v. Gagern brachte das Groß- herzogs-Hvch aus. Der stellvertretende Vorsitzende des Land- wirtsckwftsrates, Oekonomierat Dettweiler toastete auf die Großh. Ministerien und den anwesenden Geheinrrat Braun. Däeser erwidert m längerer, fesselnder Rede und widmet sein Hoch dem Blühen und Gedeihen der hessischen Landwirtschaft und der Landw. Vereine, der nie versagenden und nie verzagenden Landwirtschaft.

Der Vorsitzende des Oberhess. Provinzialvereins, Herr S ch l e n k e - Friedberg, auf die Stadt Mainz, deren Frauen und Mädchen. Beigeordneter K'omm.-Rat Haffner auf die Aus­steller, Landtagsabg. Dr. Heidenreich -Darmstadt auf die Mit- glfeder der Kommissionen und die Preisrichter, uff.

Kus Stadt imö Kavö.

Gießen, 18. September.

" Dank des Kaisers.Von allerhöchster (Seite ging derDarmst. Ztg." folgendes Handschreiben zu:

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter und Bruder!

Am Schluß der vor Mir abgehaltenen Manöver empfinde Ich es als eine angenehme Pflicht, Euerer Königlichen Hoheit Meine hohe Befriedigung über die vortreffliche Haltung unb den ausgezeichneten Zustand aller Truppen­teile der Hessischen Division zum Ausdruck zu bringen. Auch war es Mir eine ganz besondere Freude, bei der Parade am 8. September die zahlreichen Vertreter der K r i e g e r v e r e i n e des Grobherzogtums Hessen begrüßen zu können. Euerer König­lichen Hoheit würde Ich zu besonderem Danke verpflichtet sein, wenn Dieselben allen Beteiligten von Meiner lebhaften Genug­tuung über diesen Beweis treuer patriotischer Gesinnung Kenntnis geben möchten. Empfangen Euere Königliche Hoheit die Versicherung der wahren Hochachtung unb Freundschaft, womit Ich verbleibe

Euerer Königlichen Hoheit sreundwilliger Vetter und $3ruber gez. Wilhelm.

Coblenz, den 15. September 1905.

An des Großherzogs von Heffen und bei Rhein Königliche Hoheit.

Den Dank für dieses Schreiben, so fügt dieDarm, städt. Ztg." hinzu, hat S. K. Hoheit dem Kaiser auf dem Manöverfelde mündlich ausgesprochen.

3m hiesigen Jnfanteri eregiment sind autz Anlaß der Manöver folgende Ordensauszeichnungen und Beförderungen erfolgt: Seine Majestät der Kaiser verlieh dem Oberstleutnant v. Conta den Kronenorden 3. Klaffe, dem Hauptmann Rücker den Roten Adlerorden 4. Klaffe mit Königl. Krone, dem Ober­leutnant Stephan den Kronenorden 4. Kl. und dem Zahl­meister-Aspiranten Zörb daS Allgemeine Ehrenzeichen. Hauptmann Loerbroks wurde zum überzähligen Major, Hauptmann v. dem Busch zum Major befördert uub als Lehrer zur Kriegsschule nach Potsdam versetzt. Hauptmann Schröder wurde zum Kompaniechef ernannt, Oberleutnant Stephan zum Hauptmann und Kompaniechef befördert. Hauptmann v. Kamecke vom Jnf.-Regt. Nr. 120 wurde ins hiesige Regiment versetzt.

"Reserve hat Ruh. Nach den Anstrengungen des Manövers ist die Freude der Reservisten, die heute früh ent­lassen worden sind, doppelt groß. Wir haben heute das ge­wohnte alljährliche Bild: fröhlich singende, zu ihren bürger­lichen berufen zurückkehrende Baterlandsverteidiger. Im hiesigen Regiment sind heute ca. 600 Leute zur Entlassung gekommen. Schon in der Frühe sind lustige Scharen unter den Klängen einer eigenen Musik an die Bahn gezogen. Im übrigen ist daran zu erinnern, daß die Mannschaften am Tage ihrer Entlaffung noch im Bereiche der Militärgerichte stehen.

" In den Ruhestand versetzt wurde der Schaffner Wilhelm Bartholomae zu Darmstadt und der Bremser Anton Stock zu Frankfurt a. M. mit Wirkung vom 1. November.

*' Die Pläne zum Theaterneubau, die zur Zeit im Sitzungssaal der Stadtverordneten öffentlich ausgestellt sind, werden jeden Beschauer davon überzeugen, daß wir auf unserem prächtig gelegenen Platz auf der Anlage ein interessantes, nach jeder Richtung hin schmuckes Theater­gebäude erhalten werden. Nach den ausgestellten Plänen kann man sich ein genaues Bild machen über das äußere Aussehen sowie auch über die innere Einrichtung, die Dank der vielen und eingehenden Vorarbeiten der dazu erwählten Kommission allen Ansprüchen auf Zweckmäßigkeit und Be­quemlichkeit gerecht wird. Ein hübsches Schaubild, daS eine Ansicht von der Ecke der Loge aus auf die beiden Seiten des Hauses nach der Südanlage und Neuenbäne zu gewährt, wird besonderes Interesse finden. Wir machen darauf auf­merksam, daß die Pläne nur noch heute und morgen vor­mittag ausgestellt bleiben, nicht mehr morgen nachmittag, da in dieser Zeit im Saale eine Sitzung stattfindet.

"Mit Einführung des Winterfahrplans am 1. Oktober finden u. a. folgende wichtige Verschiebungen statt: FrankfurtGießen: Die Züge ab Frankfurt 12.15, in Vilbel 12.45, ab Vilbel 1.19, in Frankfurt 1.50 bleiben auch für den Winterfahrplan, ebenso die Züge FriedbergFrank­furt und zurück 4.235.31 bezw. 10.37 abends Frankfurt ab und 11.43 Friedberg an. Frankfurt Aschaffen- burg: Schnellzug 162 AschaffenburgFrankfurt-Hauptbahn­hof wird 16 Minuten früher gelegt zur Herstellung des An­schlusses in Frankfurt an Zug 81 nach Gießen unb er­hält ab 1. Oktober folgenden Fahrplan: Aschaffenburg ab 5.46 früh, in Frankfurt 6.40; Zug 81 nach Gießen geht 6.55.

"Die Schulen haben heute nach den sechswöchigen Sommerferien den Unterricht wieder begonnen.

" Eine Filiale der Berlitzschool soll nächsten Freitag in unserer Stadt, Ludwigstraße 30, eröffnet werden. Die Berlitzschools sind Institute, in denen Erwachsenen einzeln

z' (rai'boch' 6.',

! in . stloniuc Durch tll

I W Li Leiter flni« Don . Teil d> I sirb' b,eJLn Hau!

* t f.»r I *rf"frn,eb ün, t I gasscru'-nrnel "

S ®' Urbmemf«'1"

' H* b-rd'b» B «f

U*« "T/ ' grigert '

§ striedbera, fmmlm-I bat «di Sri bmertMO* Iurbrn bis zu-MN II sollen Erhebungen an _ Ter hiesse Tun Mn, feiert am sjehen. Nack, einem Turnhalle Schau- ui i Tropv Hauptfeier ftal

51.8. Tarmstc bericht.) MliM i Ihrer 5 Hoh. de mißerordentlill' mit über, zum erüen 9 [ burlslaji der Lander s Ausdruck in den vi ; 6er fürstlich Solms- garten fand, gestern üilientofel statt. A Kosten mittels Br mnasvorstcllung tr zur Freude aller N endigung der Vorstc tatet zu 14 Gedeck, Batter.bcrgichen flc Erbeck-Lchänberg Ter Großherzog i Lctzlotz Dolfsgartei Vorstellung bi Ordensauszei Herm. Helmer erh ffriedl-Mcn das M des Großmütigen. Wien Geheimrat WmXw. 2 §1, lmtz 1. U, als bautet.

Homburg r fidjen Schlosse Fr Friedrich Kar Kaiser zum Obe da§ Kaiserpaar her

oder in Zirkeln neusprachlicher Unterricht erteilt wird. Jeder Lehrer lehrt nur seine Muttersprache.

" Felddiebstähle. In den Gemarkungen H euchel- heim und Klein-Linden hört man zur Zeit oft von Krautdiebstählen. Die Krautsreunde bevorzugen hauptsächlich die nach der Lahn zu liegenden Gemüsefelder bei ihren nächtlichen Raubzügen. Trotz AufpaffenS hat man Noch keinen der Diebe erwischen können. Merkwürdigerweise sind es die Krautfelder kleinerer Leute, denen die schönsten Krauthäupter entnommen worden sind.

" Ein Akt größter Rohheit fand, wie unS ge# schrieben wird, in der Nacht vom SamStag auf Sonntag statt, indem direkt vor dem Eingänge eines HauseS der Kanal-Rost beiseite geschafft worden ist. Wäre ein Hausbewohner in der Dunkelheit heimgekehrt, hätte er ver­unglücken müffen. Hoffentlich findet der Schuldige seine Strafe.

" Eine Landesversammlung der hessischen Geflügelzüchter fand am Sonntag nachmittag, wie unS berichtet wird, imHeiligen Geiste in Mainz statt. Herr Müller-Bingen, Vorsitzender des Rheinh. Geflügel- und Vogelschutz-Verbandes, eröffnete mit Begrüßungsworten die Versammlung. Der zahlreiche Besuch beweise, daß Jntereffe für die Gründung eines Landesverbandes vorhanden sei. Herr Wundermann-Offenbach betonte, daß dem Herrn Müller das Verdienst gebühre, zum Zusammenschluß der drei Provinzialverbände alles getan zu haben. Der zu gründende Landesverband sei von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, damit werde in allen Kreisen auf den großen Wert der Ge­flügelzucht die Aufmerksamkeit gelenkt. Alle Berufsstände, der Bauer wie der Städter, der Arbeiter wie der Beamte, eien in dieser Vereinigung gleich wichtig. Herr Kranz- bühler-WormS wies auf den wichtigen Umstand hin, daß demnächst die Landwirtschaftskammern in Tätigkeit treten, hier müsse dann mit dieser Einrichtung auch der hessische Geflügelzuchtverband in Wirksamkeit treten. Oberhessen möge endlich dem Verbände seine Sympathie zuwenden und in denselben eintreten. Der Redner empfahl die Annahme einer Resolution, die ausspreche, daß die drei Vorsitzenden der Provinzialverbände zusammentreten zur Beratung der Satzungen. Es wurde hierauf einstimmig folgende Resolution beschlossen:

Durch Zusammenschluß bet in Heffen bestehenden drei Pro vinzial-Geflügelzuchtverbcinde wird ein Landesverband hessischer Geflügelzucht fonfiituicrt. Die Vorsitzenden der drei Provinzial­verbände übernehmen die Ausarbeitung des Arbeitsprogrannns und der Satzungen und veranlassen die Zuwabl von je 3 bis 6 Mitgliedern aus den Provinzialverbänden in den Vorstandsverband, der dann von dem Provinzialverband gewählt wird."

machte eine Wutotr berg. Ilm 7 Uhl Hubertusstock zi m 'Kleiner^ Mandelsloh aus m, Hosienani! eme( Radtourae jnirte ein ll jahriqesü SLroö7i,,e Sour J. nicht autznfinden. - offener clraüe m.i & w?' "b «»d «"» »er Snl ,Mt ( ;n J U10 m 0 b i ( in ß»>anznwmiers Urzan

Nahe von Au Knen wurden ffob ÄevonTön- Artjtt'?-" tncm

yon dei