Ausgabe 
18.9.1905 Zweites Blatt
 
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WintersahrplanS oa nichtige Verschiebungen statt: üge ab Frankfurt 12.15, n Frankfurt 1.60 bleiben auch iie Züge Friedberg-Front. d. 10.37 abends Frachrt FrankfurtAscha/M,

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erlihschool soll nächste: zstraße 30, eröffnet werde, n denen Erwachsenen einzeli! nterricht eckilt wird. Fed«; lche- r , ien Gemarkungen heuchel- i man zur Zeit oft w > be bevorzugen hauptsäW n Gemüsestlder bei ,hn> affenS hat man Noch feinet ckwürdigerweise sind es « die schönsten Krauthauptr ,beit fand, wie uns gt m Snmätag auf 6»"* ' "

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bewerte sich in fester Haltung.

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4% 40/r 3K 3°/

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Ungar. Goldrente Italien. Rente , Portugieser I . Portugiesen. III Unif. Türken

3% Mexikaner U/o'7- Chinesen Electric. Sch ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandil Darmstädter Bank Dresdener Bank .

Berliner Handelsgeg Oesterr. Staatabahn Lombarden . . Gotthardbahn . , Lanrahütte . .

Bochum . . . 11arpener .

Stsatschatzscheine

Reichsanleihe do.

Konsole . do . .

Hessen Oberhessen

3Vao/o 3"/° 3*/t% »°/o 37?% 37, %

Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4®/0 äussere Argentiner

Die heutige Börse

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Kunst und Wissenschaft.

R. B. Darmstadt , 17. Sept. DaS neu gestaltete Ho f- Theater hat Sonntag labend seine Weibe erhalten durch eine zur Geburtstagsfeier unserer Groh Herzogin Eleonore verunstaltete stcestaufsiihruna in PerrTidVr Festbeleuchtung er­strahlende HauS war vollsiändia ausverk'"ft und die reich be­stickten Uniformen und die präebtigen (7"fellscs"-ftKtoilett-'n der Damen gaben dem Oi^nzen ein ungemein glanzvolles Bild. Als das Ö'rasther'-oglicbe Baar in der groben Hallige erschien der Grostherzog trug Oleneralsuniform. die Großherzogin ein Kostüm auS hellblauer Seide mit Tüllüberwurf und ein kost­bares Diadem im Haar erhob sich das Publikum und Herr Oberbüraermeister Morneweg svrach dem Osrobherzog Glückwünsche zur glücklichen Vollendung des neuen Hauses und der Frau Grostherroain die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag aus. Das Publikum brachte dann in freudiger Begeisterung ein drei­faches Hoch auf das Großherzoospaar aus und die Musik spielte die Nationalhymne. In der Hoflage hatten auch Prinz und Prinzessin Franz Josef und die übrigen Batteuberg'scheu Herr­schaften, sowie Fürst und Fürstin von Erbach-Schönberg, das Sck'önberg'sche Erbprinzenpaar u. a. Plast genommen. Tie Fest- vorsteNung wurde mit einem von Frl. Eicheis heim in voll­endeter Form voraetragenen Prolog des Herrn Prof. Karl Keil eröffnet. Dann kam derfliegende Holländer" unter Herrn Hofrat de H a a n's Leitung sehr sorgfältig und dank der mo­dernen Bühnenmaschinerie auch sehr effektvoll zur Auffiihrung, wobei die bewährten Opernkräftc, Frau K' a s ch o w s k a (Senta), Herr Weber (Holländers Herr Wo l f (Steuermann) und Herr Spemann (Erik) ihr Bestes leisteten. Als Daland führte sich der neue Bassist vom Magdeburger Stadttheater, Herr Ste­phani in glücklichster Weise ein. Zahlreiche Hervorrufe zeich­neten Darsteller und Musik aus.

Aus Frankfurt a. M., 17. Sept., wird uns geschrieben: Wenn das StückDer Graf von Cbarolais" von Paul Heyse wäre, dann könnten wir ganz gewiß wieder von der Kritik das oft gebrauchte Schlagwort von dem Epiker serviert bekommen, der keine Dramen schreiben solle. Dem Drama Bcer-Hof- manns war einmal die Etikette eines großen Erfolges angcheftct und derartiges übt immer suggestive Wirkung aus. Und doch ist manches in dem Stück von der Mhne herab kaum zu verstehen, so die verschiedenen so ganz plöstlichcn Ucbergänae, der Entschluß des Präsidenten für den Olrafen einzutreten, die Liebe des Grafen zur D6sir6e, der schnelle Sieg Philipps. Dieses, das alles könnten wir verstehen, wenn es uns in epischer Darstellung begründet und vorbereitet würde. Wie wir cd auf der Bühne sehen, macht es den Eindruck des aus der Pistole Geschossenen. So verhielt sich denn das Premierenpublikum der stellenweise Ivrisch schönen Dichtung gegenüber kühl, zum Teil abweisend. Die Inszenierung durch Wolfgang Quincke war, bis auf die der Gerichtsszene, sorgfältig. Don den Darstellern mißfiel Herr Kirch in der Titelrolle durch das ganz Aeußerliche seiner Künst, und vollends im Schlußakte zeigte er statt Ivahnsinnige Raserei brutale Kälte, in striktestem Gegensätze zu der außerordentlichen Weichheit des Charakters in den ersten Akten. Frl. Rabitow war nament­lich im Schlußakte gut. Fein ziselierte Leisttmgen waren der Wirt des Herrn Bolz und der Jude des Herrn Bahrhammer. Sehr störend wirkte es für die Aufnahme, daß die Handlung der beiden letzten Akte etwas ganz anderes bringt als die der drei ersten, daß das Drama förmlich aus zwei willkürlich aneinander gefügten Stücken besteht, von denen das erste von feiner Zartheit, das zweite von abstoßender Brutalität ist. Im Residenztheater trat Ernst v. Wolzogen gleichzeitig zum ersten Male imHilfs- bremser auf. Seine schauspielerische Leistung war sehr inter­essant. Das Stück fesselte in dem gutgemachten ersten Akte, während die späteren so abficlen, daß sich in den nur schwachen Beifall zum Schluß heftiges Zischen mischte.

Frankfurt a. M., 18. Septbr. 1905 . 100.85 I ......

Für kleine Kinder SB«

Ich bin mit der erhaltenen Herba-Seife sehr zufrieden, dieselbe M für kldfüf Kinder äusserst zuträglich und wirkt Wunder bei Hautausschlägen.

, Frau Jda Erichsen, Flensburg.

Z. h. L a. Apoth., Drog. u. Pari p. St. P'~. u. 1 Mk. Obcrmeyer & Co., Hanau.

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256.00

. 225.40

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Handel und Verkehr. Dolkswittschast.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 18. Sept. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Frnchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.2500.00, Kurbessischer Mk. 17.2500.00, La Plata Mk. 18.5019.00, Kanias Mk. 18.5019.25, Roaaen lbiesiger) Mark 15.0015.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.5017.00, Jranken- felber Mk. 00,0000,00, Haier Mk. 14.0015.00, MaisMk. 13.2513.50 Weizenmehl 0 Mk. 26.7527.75, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.5023.00, Roggeumebl 0 Mk. 22.7523.25, 1. Qualität Mk. 20.2520.75, Weizenkleie 9)1 f. 10.00 bis Mk. 10.50, Noggenkleie Mk. 11.5012.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 18. Sept. (Teleqr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.*f. Amtliche Notierungen der beutigen Piebmarkt- vreise. Zum Berkau'e standen: 418 Ochsen, 246 aus Oest­reich, 77 Austen, 4 aus Qestreicb, 787 Küße, Fersen, Stiere und Binder 0 gus Oestreich, 213 Kälber, 456 Schale und Hänunel. 1632 Schweine, 0 Zieaen, o stiegen-, 0 Scbnflämmer. Bezahlt wurde st'ir 100Astmd Cchlachtaenücht Qchieul. Qualität 7882 Mk., 2. Qual 7173 Mk., Qual. 6769Mk.: Bullen I.Qual. 63 bis 65 M?.. 2. Qual. 6062 Mk.: Kühe I.Qual. 7071 Mk., 2. Qua'. 6668 Mk 3. Qual. 5153 Mk, 4. Qual. 4050 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber: I.Qual. 86909?^., Lebendgewicht 52- 54 Pst, 2. Qual. 8488 Big., Lebendaeuncht 5152 Psg., 3. Qua! 00- 00 Psg., Schlachtgewicht 00-00Pkg., Schale: I.Qual. 72-74, 2. Qual. 6466 Psg., ?. Qual. 0000 Psg.: Schweine 1. Qual 7-z00 Psg., Lebendaew. 58.50 Pka.,2. Qual.74 00 P'g., Lebeudaeiv. 58.0000 Big., 3. Qual. 6870 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg. Geschält: bei Hornvieh gut, Ueberstnnd unbedeutend, bei Klein- vieb gut, kein Neberstand

Sport.

Der Nadfahrerverein Großen-Linden veran­staltete am Sonntag, dem 17, d. Mts. ein kleines W e t t f a h r e n unter seinen Mitgliedern auf der Strecke Großen-Linden, Hörns­heim, Hochelheim, Dornholzhausen. Nied-rkleen, Poblgöns, K:rcki- göns. Langaöns, Großen-Linden (20.6 Kilometer). Den 1. Preis erhielt L 'Broun (42 Min 55 Seist, den 2. Pr. Otto Wah (43 Min. 5 Sekst, den 3. Pr. Wilh. Faber (44 Min. 55 Sekst, den 4. Pr.' Wilh. Weigand 1. (45 Min. 15 Sek.), den 5. Pr. Wilh Weigand 2. <45 Min. 55 Sekst. Bei geselligem pnfanunen« fpin wnrdm die tftrcKc itn firrrn 9 Muhl verteilt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Doransstchtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den> 19. September 1905: Heiter und trocken, später zunehmende 93e* wölkung, etwas wärmer.

___________Näheres durch die Gießener Wetterkarte^^^^^^^

(Origtnaf-Dratjimdhiinflcn.

Homburg, 17. Sept. Die Kaiserin reiste nach Plön ab, der Kronprinz zu den Manövern des Garde-- korps

Stockholm, 17. September. SvenSka Telegram» byran meldet: Es verlautet auS bester Quelle, daß in Nor­wegen, wie aus übereinstimmenden Berichten von Reisenden herv "-gehe, in der letzten Woche auSg ed e Hute militärische Ma if) men getroffen worden sind. In dem Gebiets zwischen den strittigen Grenzfestungen und an der Grenze sind energische Operationen zum Bau neuer zeitweiliger Be- sestigungen im Gange. Bauern werden zum Holzfällen und zum Verbarrikadieren der Straßen herangezogen. Fast alle Trupvcn im mittleren Norwegen und in den Bezirken gegen die schwedische Grenze zu scheinen mobilisiert zu ein und werden nach der Grenze gebracht.

London, 18. Sept. Nach Meldungen aus Petersburg soll Präsident Roosevelt die Einladung des Herrn Witte, Petersburg im nächsten Frühjahre zu besuchen, angenommen haben. Das amerikanische Geschwader, welches den Präsidenten begleiten werde, soll in Kronstadt während der ganzen Dauer des Aufenthaltes des Präsidenten in Rußland verbleiben. Die Nachricht entbehrt jedoch noch amtlicher Bestätigung.

Earpentras (Deport. Baucluse), 17. Sept. Bei bet Autom obilsahrt, dem sogenannten Montventoux-Rennen, stieß ein Wagen 2 Kilometer vor Earpentras gegen. ein Hindernis und stürzte um. Von den Insaffen wurde einer, der Photograph eines Pariser illustrierten Blattes getötet, der Rennfahrer Eoccomb wurde schwer, der Mechaniker leicht verletzt.

Budapest, 17. Sept. Der Verteidig er ZiganyS, des Verfosjers der 3ehftg»$rPfn"rre. stldvokat Dr. Elemer Halmab, wurde unter dem Verdachte verhaftet, im Bunde mit Ziaanv sich der Majestätsbeleidigungj schuldig gemacht zu haben.

Petersburg. 17. Sept. Das Kaiserpaar ist mit den keiserlichen stind^m txou d"m finländischen Archipel, bei W i b o r n ^dg"reist.

Tokio, 17. Sept. Die Gesellschaft für elektrisches Licht und die Kohlengrubenbabngesellschast in Hokkaide verhandelten mit Erfolg über die Aufnahme von Anleihen im Aus­lande. Erstere nimmt drei, letztere zehn Millionen Hen auf.

Die Cholera.

Marienburg, 18. Sept Amtlich wurde hier ein neuer Eholer^fall verzeichnet und zwar handelt es sich um den Arbeiter Schoinacki.

Graudenz, 18. Sept. Hier sind drei ^amilren als choleraverdächtig nach den Ebolera-Baracken gebracht wor­den. Die llntersuchung ergab, daß anscheinend bereits seit Wochen in diesem Hause ein Eboleraherd bestand, zumal in den Vormonaten einige Kinder an Brechdurchfall gestorben sind.

B e rl i n , 18. Sept. Am Sonntag wurden vier cholera- verdächtige Personen nach den Baracken des Moabiter Krankenhauses überführt. Im Ganzen sind es vier Fälle, bet denen aber erst die bakteriologische Untersuchung abgewartet wer^ den mutz. ,

Marienburg, 18. Sept. Im hiesigen Landkreise wurden durch eine Verfücna des Landrates sämtliche Tanzlokale wegen Choleragesahr geschlossen. ,

Posen, 18. Sevt. Ber dem 17 wbrtgen Schiffer Wolf und einem Kinde des Schiffseigners Scheffler ist Cholera fest­gestellt worden. Beide Erkrankte wurden in die ^f)o^era93aracE* überführt. _______ _

Telephonischer Kursbericht.

O Laubach, 18. Sept. Heute morgen halb 4 Uhr . wurden die hiestgen Bewohner durch Feuerlärm aus dem - Schlafe geweckt. Es brannte in der sogen,oberen Lippe", in der Wohnung des Händlers H. Braun. Bald loderten die Flammen so hoch, daß Funken die ganze Stadt bedeckten. Durch einen inS Feld fahrenden Mann wurde der ' Brand in der Scheune zuerst entdeckt. Das Feuer griff so , schnell um sich, daß die Insaffen des angrenzenden Wohn­hauses stch nur mit Mütze retten konnten. Das Feuer er­hielt hauptsächlich Nahrung dadurch, daß Braun, der auch Heuhändler ist, große Vorräte in der Scheune aufgespeichert hatte. Menschen und Vieh konnten gerettet werden. Dagegen verbrannte das gesamte Mobiliar. Obwohl das Haus von drei Seiten eng durch die Nachbarbauten begrenzt wird, die zum Teil drei- und viermal brannten, konnten doch die benachbarten .Häuser vom Feuer freigehalten werden. Die Feuerwehr war sehr pünktlich zur Stelle; doch trat bald Waffermaugel ein, da das Reservoir des nahe gelegenen Porter Brunnens leer war. Als um 5 Ntzr die telephonisch herbeigerufencn Wehren aus Wetterfeld, Ruppertsburg, Gon­terskirchen und Freienseen cintrnfen, war das Feuer bereits auf seinen Herd beschränkt. Abgebrannt sind das Wolmbaus bis auf den Grund und die ganze Scheue, auch die Giebel der Nachbarhäuser haben starke Beschädigungen erlitten. Die Bewohner waren umlomehr erschreckt, als dies der cr|te größere Brand seit 1874 ist.

§ Friedberg, 17. Sept. Die Stadtverordnetenver­sammlung hat stch dieser Tage mit dem Plane der Errichtung einer städtischen Festhalle befaßt. Das Projekt fand bei den Stadtverordneten viel Sympathie. Die Verhandlungen wurden bis zu einer späteren Versammlung vertagt; inzwischen sollen Erhebungen angestellt und Pläne eingefordert werden. Der hiesige Turnverein, einer der ältesten des Gaues Hessen, feiert am 24. September fein 60jähriges Be­stehen. Nach einem Festzug durch die Stadt stndet in der Turnhalle Schau- und Wetturnen und abends im Hotel Trapp Hauptfeier statt.

N. B. Darmstadt, 18. Sept. (Eigener Draht- berrcht.) Anläßlich des gestrigen Geburtstages Ihrer K. Hoh. der Großherzogin war unsere Stadt außerordentlich mit Fahnen geschmückt Die Freude dar­über. zum ersten Male seit langer Zeit wieder den $c=- burtstag der Landesfürstch beg?hen zu kmnen. fand ihren Ausdruck in den vielen blaugelven Falmen. den Farben der fürstlich Solms-Lichschen Famili^. Im Schloß Wolfs­garten fand gestern mittag aus Anlaß des Festtages F-u- milientafel statt. Am Nachmittag kamen die hohen Herr­schaften mittels Automobils hierher. Der gestrigen Eröff­nungsvorstellung wohnte auch die E^rostberzogin bei, die zur Freude aller wieder sehr wohl aussah. Nach, der Be­endigung der Vorstellung fand im B ffdenzschloß kleine Gala­tafel zu 14 Gedecken statt, an welcher neben den fürstlich Battenbergschen Herrsch^schn euch Fürst und Fürstin von Erbech-Schönberg und das erbprin'liche Paar teilnahmen. Der Großherzog und seine Gemahlin werden heute nach Schloß Dolfsgarten zurückkehren. Aus Anlaß der Fest- vor stell ring des Hoftheaters wurden folgende Ordensauszeichnungen verliehen: Oberbaurat Herrn. Helmer erhielt das Ritterkreuz 1. Kl., Architekt Aug. Friedl-Wien das Ritt"rkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Phil, des tzwoßmütigen. Von der hessischen Bauabteilung er­hielten Geheimrat Prof. Dr. Kittler die Krone zum Komturkreuz 2 Kl., Baurat Wolf Paul hier das Ritter­kreuz 1. Kl.. Bauinspektor Walter Knapp den Eharakter als Baurat.

Homburg v. d. H., 17. Sept. Gellern fand im könig­lichen Schlosse Frühstückstafel statt, zu der u. a. auch Prinz Friedrich Karl von Hessen geladen war, den der Kaiser zum Oberstleutnant befördert hat. Heute wohnte das Kaiserpaar dem Gottesdienst in der Schloßkapelle bei und machte eine Automobilfahrt nach dem Kastell auf dem Feld­berg. Um 7 Uhr reifte der Kaiser von hier ab nach Hubertusstock zu zweitägigem Aufenthalt.

'KleineTageschronik. In Berlin wurde Graf Otto Mandelsloh aus Treben in bewußtlosen Zustande und schwer- verletzt int Solzengrunde bei Wehlen aitfqefimben. Er war bei einer Radtour gestürzt. In Kohlscheid bei Aachen wurde ein 11 jähriges Mädchen über die belgische Grenze verschleppt. Bisher war eine Spur des Kindes, das seit acht Tagen verschollen ist, nicht aufzuflnden. In Leipzig gab der Schlosser Hartmann aus offener Straße auf seine getrennt von ihm lebende Frau vier Revolverschüsie ob und verletzte sie dadurch lebensgefährlich. Tas Motiv der Tat war Eifersucht. Der Täter wurde verhallet. Ein Automobil, in dem sich der Sohn des früheren spanischen Finanzministers Urzan und drei andere Insassen befanden, stieß in der Nähe von Bayonne (Südsrankreich gegen einen Baum. Alle Personen wurden verletzt, davon der Chauffeur schwer. Au? der Hohe von T ö n s b e r g (Norwegen) sand ein Zusammen­stoß zwischen einem Minenschiff und einem Torpedoboot statt. Ein A r t i l l e r i e h a u p t m a n n und zwei Mann sind u m q e - k o in men. Eine Mordtat wird aus E s ch in Luxemburg gemeldet. Dort schoß der Rausbold Purer aus bloßer Mordlust den harmlosen italienischen Arbeiter Marioni tot. Zwei Stunden später traken die Frau und die beiden Kinder des Ermordeten nach zweijähriger Trennung aus Italien ein. Bei Heidelberg im Bergkanal wurden die Frau des Nlilchhändlers Sauer und deren kleines Kind zusammengebunden als Leichen gelandet.

Von der Reise zurück

G. Tra&itmarm

Universitäts-Musikdirektor

Sprechstunden (äusser Mittwoch und Sonntag) täglich 12'/, Ur Moltke'-trasse ß. 4834

Von der Reise zurück.

Dr. Zinsser.

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