Aie Wehrkraft Italiens.
Rom, 10. Mai. Tie beiden Sitzungen deSSen « ts gestern ^nb heute haben eine folgenschwere Bedeutung sirr den morgigen Wiederbeginn der Arbeiten oer Kammer. Der durch die unter* drückung der Mailänder Unruhen 1893 bekannt^ General Bavo Veccaris hatte «Testern im Settni die augenAickliche m t l i - tLris^O Ea ge JtalienA s» pessinnftifch geschildert, daß die IteeieruAi nur durch die Nn-undigung einer neuen Armee- »• t!< e< beruhigend wirken konnte. Die heutige Rede dcS Minister- deß Aeußeren hetr. DriyoliS gipfelte im Grunde Mich nur Tn der GrklaruNA, daß eine Vermehrung notig sei. Ham befriedigt war der Sottrt übrigens nicht von der Rede Tittanis. obschon dieser versichert', das; Italien bet der event. -iauidativn bet Türtei ferner Macht erlauben würde, stch in frf^ufefcen, du- gtir Erhaltung deS Gleichgewichts im Mittelmecr Stillten zufaNen tnüffe.
() eit en.
gegen ftand-
Dnträges Cara
Mazedonien und die Hä Lei
UNgstclearamm gesandt.
aus bat des
Vei dem Trinkspruch, den der Prinzregcnt bei der heutigen Hostasel ausbrachte, hieß er den König von Sachsen in ferner Residenz willkommen, dankte ihm für die Thre seines Besuche», knüpfte an die bestehende Verwandschaft der Häuser Wettin und WittelSbach an, und wünschte dem König, seinem hohen Verbündeten, eine lange und gesegnete Regierung. König Friedrich August dankte dem Prinz- regenten zunächst für den glänzenden und herzlichen Empfang, den er und die Stadt München ihm bereitet haben. Die seit alierSher bestehende Freundschaft seines Hauses mit dem bayerischen König-Hause zu erhalten und noch fester zu knüpfen, werde sein Bestreben sein. Der König sprach ferner dem Regenten seinen Dank au- für die Verleihung des 15. Infanterie-Regiments; der bayerischen Armee anzugehören, sei ihm eine hohe Ehre. Der König schloß seinen Toast mit einem Hoch auf den Prinxregenten und das königliche Haus
Zinn Kamp? um die akademische Freiheit.
Der „Nordd. Allgem. Zig/' wird mit Bezugnahme auf die in der „Deutschen Zeitung" vom 9. Mai veröffentlichte Eingabe der Hallenser Rektorenkonferenz vom 10. März mitgeteilt, das; diese Eingabe dem Kultusministerin m " n o ch nicht zugegangen und ihm auch ihrem Inhalte nach erst aus dieser Veröffentlichung bekannt geworden ist.
Die Hallenser Rektorenkonferenz hatte am 10. März eine Eingabe an den Kultusminister beschlossen. Diese hat nach der „Deutschen Zeitung" folgenden Wortlaut:
1) Verhand^uncim mit der Studentenschaft prinzipiell nur durch di? akademischen Behörden fuhren zu lassen und erft bet deren vollständigem Versagen einen Eingriff durch andere Beamte anzuordnen. ,
2) Die Studentenausschüsse ferner generellen Regelung zu unterbieten, sondern den einzelnen Universitäten die M5hertge Freiheit der Ausgestaltung gu belassen, im besonderen auch eine prinzipielle Mgrenzung der Kompetenz der Ausschüsse nicht Vor* y.ndircibcn. .
die Delegierten einer persönlichen Einladung des Großherzig- gefolgt und wohnten der Festvorstellung im Hofthcatcr bei.
Den Vorsitz führte heute canb. jur. Stah l-Bonn (Alemania). Vertreten sind alle deutschen Universitäten, Technischen Hochschulen! und Bergakademien bis auf Freiburg i. B. und Greifswald. Von Freiburg sind zwar Studierende erschienen, haben aber nicht rechtzeitig mehr bevollmächtigt werden können. Greifswald ist nicht vertreten, weil der dortige Studentenausschus; sieb in der vergangenen Woche aufgelöst hat. Der Hochschultag wird sich im Lause seiner weiteren Beratungen mit dieser Auflösung noch beschäftigen. „ „ ,, r
An die Göttinger und Marburger Professorenschaft wurde wegen ihrer bekannten Eingaben an das preußische Kultusministerium folgendes Begrühungstelegramm gesandt:
„Durch das Eintreten der Göttinger und Marburger Pro» fessorenschaft für die altüberlieferten Rechte der deutschen .Hochschulen ist das Vertrauen der akademischen Jugend zu ihren Professoren neu gestärkt worden. Der außerordentliche Ver- bandstag der deutschen Hochschulen spricht der Göttinger und Marburger Professorenschaft für diese Tat seinen Dank ans." Eingehend besprochen wurde die vom preußischen Kultusministerium für den 10. Juni nach Berlin cinbcrufeite Rektor e n - Ko n f e r e n z. Nack" langer Debatte faßte der Ver- bandstag dazu folgenden Beschluß:
„Der Verbandstag deutscher Hochschulen ^bat die feste . Zu» verficht, das; die Rektoren der deutschen Hochschulen auf ihrer demnächst statt finden den Rektoren-Konferenz zu Berlin das altüberlieferte Recht d'r Studentenschaft, ihre Angelegenheiten im Rahmen der akademischen Gesetze sellfft zu ordnen und zu diesem Zwecke sowohl innerhalb der eigenen Hochschule, als auch von Hochschule zu Ho'schule in ungeh'nder^"p Verkehr zn treten, geschlossen verteidigen werden. Sie erblickt in der Llbstcht des Kultn'Ministeriums, für alle Hochschulen einheitliche Normen zu schaffen, sowohl einen Eingriff in ihre überlieferten Rechte, als auch eine Verkennung der historischen Entwicklung unseres deutschen Studentenlebens, die auf feixr Hochschule zu eigenartigen, von denen der anderen abweichenden Formen und Gebräuchen geführt hat. Eine Uniformierung dieser Gebräuche würde die resche Individualität der deutschen Hochschulen, die ihnen ihr eigenartiges, von der ganzen Welt bewundertes Gepräge gibt, vernichten. Erkannt und gewürdigt werden kann diese Eigenart jeder Hochschule nur von ihren Professoren, die mit ihr und ihren Ueberligerungen verwachsen sind und mit den Studenten das untrennbare Ganze der uni- versitas litterarnm bilden. Zu ihnen haben wir das Vertrauen, das; sie im Geiste der Ueberlieserungen nicht nach schematischen Begriffen auf uns einwirken werden. Wir bitten, an den altbewährten Formen, nach denen jede Hochschule frei und selbstständig ihre Gestaltung bestimmen durfte, nicht rütteln zu wollen." t „
Die Nachmittagssiimng wurde mit der Beratung der Verbandssatzungen ausgefüllt.
Kußerordentl. Ieröandstag deutscher Hochschulen, 'n.
S. u. H. Weimar, 10. Mai.
Unter ungemein zahlreicher Beteiligung aller deutschen Hochschulen begannen heute früh in der „Erholung" die eigentlichen aeschästlichen Beratungen des Verbandstages. Gestern abend waren
Ausland.
London, 10. Mai. (UnterhauS.) Sadler (kons.) fragt, welche Haltung die Regierung tm Hinblick auf die Wirkung be§ neuen deutschen T arifes auf die englische Eisen- und Stahlindustrie zu nehmen gedenke. Bonar Law, Unterstaatssekretär des Handelsamts, erwidert: In Uebereinstimmung mit dem Berichte des Com- mereial-Jntelligenee-Committee find bei der deutschen^ Regierung Vorstellungen in Bezug auf den Einstus; des neuen deutschen Tarises einschließlich des Zolles auf Ellen und Stahl aus den britischen Handel gemacht worden, aber ich fürchte, daß weitere Vorstellungen nicht angebracht wären.
Paris, 10. Mai. Der Minister des Aeußern, Del- c a f f 6 begab sich heute vormittag in das Finanzministerium und beriet etwa eine Stunde lang mit dem Ministerpräsidenten Rouvier über auswärtige Angelegen -
Zollämter befinden, zu besetzen. C.w ----- - - _ .
Kastie, östlich von Rethvmno, besetzt: in dem dortigen Depot befindet sich etne große Ladung für eine Triester tfirina. Em englischer Kreuzer ist dahin abgegangen.
^entlches Reich.
Berlin, 10. Mai. In einem Erlas; des Kultusministers an mehrere Regierungspräsidenten heisst es: „Es ist mir ausgefallen, daß von den Herren Regierungspräsidenten bei der Ausschreibung von Konzessionen für Apotheken mehrfach die Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen auf preußische Staatsangehörige beschränkt worden ist. Ich mache darauf aufmerksam, das; eine solche Beschränkung dem Artikel 3 der Reichsverfassung widerspricht."
__ Die amtliche Uebersicht über die Geschäftstätigkeit der Schiedsgerichte für Ar beiter Versicherung im Kalenderjahr 1904 gibt ein Bild von dem außerordentlich großen Umfang, den die Tätigkeit dieser Gerichte allein in Preußen angenommen bat. Bei den hier bestehenden 60 Schiedsgerichten (einschließlich der EisenbahndireltionS- bezirke und Knappschaftsvereine) sind im Ganzen 83 293 Streitsachen eingegangen. Davon konnten 68 437 erledigt werden, teils durch Urteil, teils durch Vergleich, Anerkenntnis, Zurücknahme der Klage ober auf andere Weise. 14 008 blieben unerledigt und 848 waren nicht anrechnungsfälstg, weil sich nach dem Einträgen in die Prozeßliste die örtliche ober sachliche Unzustänbigkeit des Schiedsgerichts ergab. Es betrug im Durchschnitt daS Verhältnis der unerledigten 511 den eingegangenen Anträgen 16 Prozent.
von Bayern.
Der Prinzregent hat, wie aus dem Trinkspruch des Königs hervorgeht, dem König von Sachsen bas 15. Infanterie-Regiment verlieben. Der König von Sachsen ließ dem Staatsmmister v. Pobewils eine prachtvolle Base
Meißener Porzellan überreichen. Prinzregent Luitpolb dem sächsischen Gesanbten v. Friesen bas Großkreuz Michaelorbens verliehen.
Botschaftssekretär Dr. Scheller-Steinwcrrtz betonte das Gefühl der Freundschaft, das durch die gemeinsame Verehrung Schillers 'wischen Deutschland und America gezeitigt werde. 2Lu den König von Württemberg wurde ein Huldig-
Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen.
Petersburg, 10. Mai. Wie der „Petersb. Telegr.- Agentur" aus JSphatan (Persien) unter dem 9. d. M. gemeldet wird, werden in den im Mittelpunkte fruchtbarer Gebiete gelegenen Städten Achwas imb Schuschter englische Konsulate errichtet. Der Bau einer Straße von Achwas nach Teheran, von welcher von Teheran an5 bereits ein Drittel sertiggcstellt ist, veranlaßt, daß große Fahrzeuge auf dem Schcst-e'l-Arat und dem Karun nach AchwaS kommen.
Schanghai, 10. Mai. Eine große Versammlung einflußreicher chinesischer Kausteute, welche' heute hier statt- gefunben hat, erhob gegen den neuen chinesisch-amerikanischen Vertrag lebhaften Einspruch. Einstimmig wurde deschloffen, die anierikanischen Waren zu boykottieren, bis der Vertrag geändert sei. Die Kaufmannsgilben im ganzen Reiche würben aufgcfordert, bis zur Erreichung dieses Zieles sich den Bestrebungen der Schanghaier Kaufmannschaft anzuschließen.
Washington, 10. Mai. Die American Rail- way Association gab den Delegierten bei dem Inter- na ti0 na(en Eisenb ahnkongreß gestern abend ein Bankett. Ter stellvertretende Staatssekretär Taft hielt eine Rede, in der er energisch betonte, das; eine Tarifgesetzgebung kommen müsse, und baß bic amerikanischen Eisenbahnleute klug sein würben, wenn sie eine solche unterstützen würden, nicht aber sie hindern wollten. Er sei entschieden gegen die Verstaatlichung, sehe aber keinen Grund, weshalb incht ein richtig zusammengesetztes Tribunal zuständig sein sollte, die höchst zulässigen Preise sestzusetzen. In seiner Antwort stellte sich Stuyvesant Fish auf den Standpunkt, daß die gegenwärtige ^Gesetzgebung völlig ausreichend sei, und verlangte eine bestimmte imb strenge Durchführung der jetzt geltenden Gesetze.
Washington, 10. Mai. Der russische Botschafter Graf Cassini ist nach Madrid versetzt worden und hat den dortigen Posten, der ihm schon vor 2 Monaten angeboten worden war, inzwischen angenommen. Er wirb im nächsten Monat nach Mabrib abrcisen. Sein Nachfolger auf bcm hiesigen Posten ist der frühere Gesandte in Tokio
Baron v. Rosen.
Die Veranstaltungen £um Gedächtnisse Schillers in Chicago fanden in eir-w eindrucksvollen Feier ihren AbsMuß, bei »e* Generalmajor a. D. v. Pfister die Grüße dos Köni'as von Württemberg und des Schwöb. Schillervereins überbrachte und der Bedeutung Schillers als «1«» «a m.Xm. H-aS Sov* Wa4-i ahdeutsche
Wien, 10. Mai. Anläßlich einer gestern abend in Floridsdorf abgehaltenen christlich-sozialen Versammlung wurden von Sozialisten große Stra ß ende Monstra' Konen verursacht. Tie Demonstranten zertrümmerten Fensterscheiben und demolierten die GeschästSlaben. Die cin- schreiteude Polizei würbe mit einem fürchterlichen Steinhagel empfangen, wobei 2 Polizisten schwer und 15 leichter verletzt wurden. 6 Pferde der berittenen Polizisten wurden durch Messerstiche verwundet. Erst als bic Polizei energische Maßregeln ergriff, konnte die Ruhe roicbcr hergestellt werben.
DetttlH-Liidwcstafrika.
Berlin, io' Mai. Ein Telegramm aus W i n b h u k tnclbcl: An Typhus ftnb gestorben: Reiter Zohaimes Kaveu, geb. 23. Sept. 18S1 zu LüberSdorf, am 7. Mai im Lazarett Wasserfall; Reiter Otto K r e l l i g , geb. 7. April 1883 zu Leipzig, am 7, Mai im Lazarett Swakopmund. ____ _____________
Wom Hestcrreichischcn Akgcordnetenöaus.
Bei Beginn der Sitzung des M^-ordnetenhauses am ZO. d. M. stellte der Minister des Intern, in Deantwortung der Interpellation Pern er st or s s c.r S, deren Gegenstand die angeb licheinz-elnenGroßindu st vielen gegen Geldleistung angetragene Berufung ins Herrenhaus ist, auf Grund amtlicher Erhebungen mit größter Bestimmtheit folgendes fest: Die frühere Negierung perhandelte weder direkt noch indirekt mit irgend einem her genannten Großindustriellen wegen seiner. Berufung ins Irrenhaus. Es kann also von Geldleistungen für Regierungszwecke nicht die Rede sein. Namentlich weist der Minister des Innern die Behaust.ungen der Jnter- peNatron sowie die im Zuiammenhemge mit dieser gegen einzelne Beamte erhobenen ?Cngriffe als vollkommen grund
los zurück.
In der Spezialdebatte über den Zolltarif weist der Ackerbauminister auf die maßlos anwach - sende Konkurrenz der überseeischen Staaten hin, namentlich Kan adas und Arsentiniens bezüglich ber Getreideprsdukte, aus deren in den letzten 30 Jahren a sinkenden Preise, sowie auf die Verbilligung der
Ssrachten, wodurch bt» Notwendigkeit eines Schutzzolles für d«S Getreide hinreichend erwiesen sei. Der Zweck de- richtigen ZoNschutzsystems liege nicht in der Erhöhung des GetreidrpreiseZ, fortbent in einer gewissen Stabilisierung derselben. Dir markanteste Erscheinung des neuen österrerchisckxn Zolltarifs sei die Einführung von Mrnimalsatzen bei dem Getreide.
Im weiteren Laufe seiner Rede führte der Ackerbauminister aus, daß die Getreideminimatzölle einige ganz wesentliche Erhöhungen der Positionen der alten. Tarife enthalten und daß sich in dem neuen Tarif zahlreiche Getreidepositionen finden, die dem früheren vollkommen fehlten. Auch die Viehzölle zeigten in einzelnen Posten Erhöhungen. Wenn auch der Zolltarif nicht ein alle befriedigendes Ideal bedeute, so könne doch wohl behauptet werden, das seine sandwirtschaftlfch* Abteilung eine wesentliche Besserung darstellt. Ter Minifter spricht sich unter Hinweis auf seine Ausführungen im Zallausschuß gegen den Antrag P e schmr- und empfiehlt von seinem Standpunkte aus eine rasche, unveränderte Annahme des Zolltarifs, welcher Sez-lveckt, bte heimische Gesamtproduktion gegen die fremde Produktion zu schützen. (Beifall.)
In der Spezialdebatte wird die erste Gruppe des Zolltarifes und des Zolltarisgesetzes erledigt. Tie betreffenden Positionen gelangen unter Ablehnung des pich (Pole) betr. die Einfuhr von Vieh b den Balkcrnstaaten in der von dem Zoll-
Gießen, 11. Mai 1905.
" Ein Betrüger. Mit gefälschten Bescheinigungen von Behörden hat in letzter Zeit ein Betrüger eine Gelbsammlung für ein Asyl für alte und ge'brechlichs Leute veranstaltet. Der Mann ist etwa 60 Jahre alt, 1,70—1,75 Meter groß, hat meliertes Haar und^gleichcn Vollbart und geht gebeugt. Er trägt Brille ober Zwicker unb ist gut gekleidet. Vor dem Betrüger wirb gewarnt.
♦* EinbruchSversuch. In verflossener Nacht üer* suchten Einbrecher in ein hiesiges Gold- und Silber- warengeschäft einzubringen. Sie hatten die Haustüre sich erschlossen unb versilchten burch Bohrungen bie Füllung einer vom Hausflur nach dem Laben fübrenben Türe herauSzu ne hm en, wobei sie aber infofern auf Wiberstand stießen, als bie Tür innen mit starkem Eisenblech beschlagen war unb so ber Anschlag mißlang.
** Wettbewerb zur Erlangung rauftet giftiger Baupläne für Arbeiterw0hnhauset. Aus Darrasta bt wirb unS geschrieben: Der von dem Ernst-Ludwig- Verein, hessischen Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen hier, ausgeschriebene Wettbewerb, zu welchem Arbeiten bis zura 1. Mai einzureichen waren, hat eine außerordentlich große Beteiligung gefunden. Es sind 287 Llrbeiten mit mehr als 5000 Entwürfen unb zahlreichen Modellen eingelaufen. Schon jetzt kann gesagt werben, daß eine große Anzahl der Entwürfe bein von dem Vereine seinerzeit aufgestellten Programm durchaus entsprechen, so daß das Ergebnis des Wettbewerbes hoffentlich dazu beitragen wirb, ben KleinwohnungS- bait auf ein höheres künstlerisches trab ästhetisches Niveau zu heben. DaS eingelaufene Material unterliegt jetzt der Prüfung des Preisgerichts. Die Entscheidung wirb bemnächst bekannt gegeben werden, auch beabsichtigt bet ^erc/n' gekrönten unb angekauften Entwürfe in ntögltchst weiten Kreisen zu verbreiten. .
(:) Friedberg, 11. Mai. (Eigener Lwcchtbertcht des Gieß. Anz.) In verflossener Nacht gelang e~, stoet C in - brech er auf frischer Tat zu ertappen. Der eine wurde verhaftet, dem anderen gelang cs, zu entfliehen. Man glaubt btejelbcn Tater zu haben, bie auch vor einigen Tagen in einer Villa in -oad-Nau heim Einbru^chsdiebsta h l begingen.
Offenbach, 8. Mai. Das Hochzeitsgeschenk bet Stabt Offenbach für das Großherzogliche Paar, ein prächtiger Iagdwagen, geht nunmehr nach seiner völligen Fertigstellung nach Darmstadt ab. Dem Geschenk ist eine große, kunstvolle Hulbigungsadresse in Lebereinbanb beigegeben; sie ist von Professor Schurig entworfen trab gezeichnet unb in ihrer Gesamtheit ein bewunbernswertes Meisterwerk des Offenbacher Kunstgewerbes.
SWK. Mainz, 10. Mai. Wie bestimmt verlautet, wird der Kaiser auf der Rückreise von Wiesbaden, wo er am 17. Mai den Festjpielen beiwohnt, in Gejellschuft des Gr 0 ß-
von Rußland und ucn Juaiiunjiauicii m uct uuu vuu ausschuß genehmigten Fassung zur Annahme. Abge- kehnt wird der denselben Gegenstand behandelnde weitgehende Antrag Peschka (deutsche Bauernpartei). Nächste Sitzung am 11. Mai.
Der östreichifch-ungarifcbe BvtsHafter überreichte der Pforte Alte von den scchtz Botschaftern unterzeichnete Kollektivnote, «eiche mitteilt, daß die Großmächte bereit seien, das türkische Finanzreglement für Makedonien anzunehmen unter der Bedingung, daß dasselbe ergänzt werde durch die Bestimmung, daß die Ucberwachuna ber Einnahmen und Ausgaben ber Dilajets durch eine Kommission bestehend aus hept Gencralmspe- teur und den Zivilag-nten einerseits und vier Finanzbelegiertl-n, nämlich Deutschlands, Frankreichs. Cnalands und Italiens, an- dererscitK statt-ufinden habe. Kürzlich ist in O r p h a n t im Wtla- jet Saloniki eine auS 150 Mann bestehende, von Offizieren kommandierte griechische Bande gelandet. Sonntag hatte sie einen ^nkammenstvß mit Truppen nahe bei Kassandra. Einzelheiten 'Bei Blaeakasa-Katzlar lMlaiet Monastierf wurde ein Lrupvendetachemcnt von einer 100 bis 200 Mann starken griechischen Bande am 5. Mai überfallen, wobei 15 Tote und « Verwundete ans dem Platze blieben. Die Bmtbe stand unter dem Befehl eines ariechifchen Offiziers. Infolge der.letzten Schritte der Ententebotschafter bei der Pforte wurde Hilmi Pascha beauftragt, energisch daS Unwesen der gricchisckpen. Banden zu verfolgen. Die Gefangenen werden durch ein Gericht, das nur aus Billaaren besteht, abgeurteilt. Die S i t u a t i 0 n a u f £ r e t a Hut' sich verschlimmert. Die Konsuln der Garaullemachte beantragten Truppen Verstärkungen Gendarmericpostcn, welche von den Insurgenten bedroht oder die exponiert sind, werden Mnick- gezogen. Die Dufstänoischcu planen die Küstenpimkte, wo 11a) Schillervercins übervrächte unö Der Jöcoeuimw Sie haben das Zollamt in c;ne§ (raten Geistes der Nationen gedachte.


