Ausgabe 
11.5.1905 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

155. Jahrgang

Donnerstag LI. Mar ISOZ

Amts- und Anzeigeblaü für den Kreis Sietzen

Z>ie öeutige Wummer umfaßt 8 Seiten.

5U verurteilen. Dadurch würden die Gegensätze noch schärft werden. Die etwa gefällten Richterfprüche kör

der-

Gchulstratze 7. flbreffe für Deveschar: Anzeiger Gtetzeu. Kernsprechanschluß Nr. 51.

. - . o ,-----------,'prüche könnten!

nrcht vollstreckt werden. Dann würde die Regierung Straf­erlaß eintreten lassen itnb sich so als Retterin der Bauern! aus den Mauen der habgierigen Gutsbesitzer aufspielen. Die Kommission Gorernykin müsse daher durch ordentliche Gerichte ersetzt werden, freute diene sie bloß zur Vorbereit­ung der Gegenrevolution.

Man mag sich vielleicht über die Worte des Marschalls Oyama, mit welchen dieser seinen Sieg bei Mukden dem Mikado anzeigte, amüsiert haben, indem er seinen Erfolg den großen Tugenden" de§ Kaisers zuschreibt. Als Admiral Togo die russische Flotte vernichtete, brauchte er in seiner Siegesdepesche dieselbe Redewendung, und es liegt in diesen Worten viel mehr wie Höflichkeit oder Bescheidenheit. Die große Popularität des kaiserlichen Hauses von Japan ist be­kannt. Der Mikado Mut-Suhito ist jetzt 52 Jahre alt. Als er den Thron bestieg, befand sich sein Land in äußerst ge­fährlicher Situation, aber es gelang ihm durch seine muster­hafte Taktik, Japan von den bedrohenden Elementen zu säubern und die Bewegung der modernen Kultur in Gang zu setzen. Nachdem die Shogun-Nevolution von ihm unter­drückt worden war, sandte er seinen Bruder Prinz Sanjo an die europäischen Höfe, um die Regierungsformen und sozialen Zustände der verschiedenen Länder kennen zu lernen. Vom Tage seiner Rückkehr an kam das moderne System zum Durchbruch, bis zum heutigen Tage ift nicht ein wichtiger Schritt unternommen worden, ohne daß ihn der Kaiser unter­stützt hätte.

Wir betrachten ihn daher als den Erretter und Be­gründer des modernen Japans, denn jeder gebildete Japanese weiß, daß seit dem Bestehen der Dynastie das Land nie eine gefährlichere Periode durchzumachen hatte als wie zurzeit seiner Thronbesteigung. Der Mikado ist von unserem Ge­sichtspunkte aus ein idealer Mensch und ein idealer Herrscher. Er erhebt sich schon früh um 5 Uhr morgens und reitet als­dann spazieren. Nach seiner Rückkehr frühstückt er und geht nach seinem Arbeitspalast, dem Gakumonjo, wo er die Mi­nister und Parlamentskomitees zum Vortrag empfängt. Dort erledigt er auch seine schriftlichen Arbeiten, und kaum ein Dokument geht durch feine Hände, ohne daß er seine Rand­bemerkungen darauf setzt. Nachdem diese Arbeit getan ist, widmet er sich Empfängen oder besucht Schulen, wo er manchmal die Schüler selbst examiniert und tut im allge- meinen alles, was in seiner Macht steht, den kulturellen Fortschritt Japans zu unterstützen. Die Kaiserin ist ihm eine intelligente Gehilfin und wird von ihrem kaiserlichen Gemahl deshalb vergöttert. Er äußerte sich jüngst über diesen Punkt wie folgt:Ich bin das Komitee der Politik und sie ist das Komitee vom Glück."

Es kommt sehr häufig vor, daß der Kaiser sich des Nachts erhebt, um auf den Wällen seines Schlosses zu wan­deln, um irgend etwas wichtiges zu überlegen, und es ist häufig vorgekommen, daß die Kaiserin an seiner Seite wan­delte, ohne ein Wort mit ihm zu reden, damit sie seine Ge­danken nicht unterbreche. Eine Hauptbesorgnis de§ Kaisers ist die Behandlung seiner tapferen Soldaten, welche so viel für den Ruhm Japans getan haben. Als vor einiger Zeit ein neues Gewehr cingeführt werden sollte, ließ sich der Kaiser ein solches in den Palast kommen und fuhr damit auf sein Jagdschloß. 24 Stunden lang marschierte er mit dem Ge­wehr auf seiner Schulter oder in seinen Händen, nur um sich zu überzeugen, ob eS nicht für seine Soldaten zu schwer zu tragen sei. In derselben Weise probierte er eine feldmarsch­mäßige Ausrüstung mit schwerem Tornister auf seinem Rücken ' und dicken Soldaten-Stiefeln an seinen Füßen, bis seine I Schultern geschwollen waren und seine Füße Blasen bekamen, i Er weiß daher ganz g^nau, was seine Soldaten durchzu- ' machen haben. Seine Söhne schickte er um unter Togo und ! Oyama zu kämpfen. Dieselben sind in der einfachsten Weise I erzogen worden und sind wie alle Japaner gute Ringer und > Turner. Der Kronprinz nahm eines Tages in seiner Schule i

nn Ringkämpfen teil und hesiegte sämtliche Gegner, bis ei« Bauernsohn auf der Bildfläche erschien. Nach einem kurzen Kampf wurde der Prinz geworfen. Dec Kaiser ließ den Bauernsohn sofort kommen. Der Knabe ging in den Palast, fürchtend, daß er zu dreist gewesen sei; der Mikado bat ihn jedoch, eine Stellung als Begleiter seines Sohnes anzunehme« und ribernahm sämtliche Kosten seiner Erziehung.

Nr. 110

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außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem SeMschen Landwirt die Girhener Kamillen« Hütet viermal in der Woche beigelegt.

KotationSdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Stein- druckerei. 8t Lange.

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger ®

Anh and in Sturm und Drang.

Die Maifeiern in Rußland, die noch gefeiert werden sollen, scheinen neues Unheil heraufznbeschwören. In einet üon 1000 Fabrikarbeitern besuchten Versammlung in Re- v a I, an welcher Delegierte aus Petersburg und maSfiertv Personen teilnahmen, wurde beschlossen, anläßlich der Mm- feier <1-/14. Mai) einen dreitägigen AuSstand veranstalten und an die F-abrikanten abermals Forderun­gen zu stellen, deren Nichterfüllung innerhalb zwSY Stunden Brandstiftungen in den Fabriken nach sich ziehen würde. Die Versammlung sang nach der Melodie Ein feste Burg ist unser Gott" das Lied:Nicht vom Kaiser, nur aus eigenen Kräften kommt uns Hilfe". Um die Ver­sammlungsstätte waren Radfahrer aufgestellt, um die An­kunft der Polizei zu signalisieren. Diese war jedoch durch falsche Mitteilungen irregeführt worden und suchte die Ver­sammlung in einer ganz anderen Gegend.

Für den 9. d. M. nachmittags war im Petrowskipard in Petersburg eine Arb e i t e r v ersam mlun g ongeFün- digt, ljat jedoch dort nicht stattgefunden. DenNowosbi" zufolge wäre fciiefe Versammlung an einem anderen Orte abgehalten worden. Teilnehmer sollen einige Tausend ge­wesen sein. Es sei beschlossen worden, die Maifeier durchaus friedlich zu begehen, damit die Polizei keine Gelegenheit gegeben werde, einzuschreiten. Die Versammlung soll fried­lich verlausen sein.

ausgeübt, die vorher unter russischer Verwaltung standen. Tatsächlich ist sie auf Liautung beschränkt. In dem besetzten chinesischen Gebiete bleibt die Militärverwaltung werter bestehen unter Anerkennung der chinesischen Sou­veränität. Jshikuza, der erste Rat der Verwaltung auf Formosa, soll zum Verwalter von Liautung ernannt und dre Art der Verwaltung im großen und ganzen nach dem System der Verwaltung auf To'-mo^a eingerichtet werden.

Kuropatkin unb Alexejew.

Ter Petersburger Korrespondent desVetit Parisien" meldet, die Rückkehr Kuropatkins vom Kriegsschau­plätze werde amtlich bestätigt. Andererseits verlautet, daß Admiral Alexejew demnächst wieder in das öffentliche Leben zurücktreten werde. Man erwartet, daß er wieder nach Ostasien gesandt wird.

Russische Unterschlagungen.

Aus Petersburg wird gemeldet: Ein Kontrollausschuß habe zahlreiche Unterschlagungen der Kriegs- Intendantur entdeckt. Es handle sich um große Sum­men. Man erwartet nmfanareiche Verhaftungen.

Ein französischer Spion.

A. E. B o u g o u i n, ein angesehener Franzose, und sein Stiefsohn F. Strange, der englischer Untertan ist, wurden in Tokio unter der Anschuldigung der Spionage verhaftet.

Begeisterung in Ungarn.

Eine große Deputation ungarischer Bürger beabsichtigt unter Führung des Grafen Erich y und des Abg. O e t v ö s eine Reise nach Japan, um dem Marschall Oyama eine Adresse und einen Ehr en säbel zu überreichen.

Ter Mikado in japanischer Beleuchtung.

Ein äußerst interessanter Artikel über den japanischen Herrscher befindet sich in der laufenden Nummer derTit- Bits". Er ist von einem höheren Beamten verfaßt und lautet wie folgt:

.Die Polizei in Baku fahndet auf Revolutionäre. Auf dem Bahnhofe wurden,110 Pfund Lettern für eine Ges l) e i:n d r u ck e r e i k^o n f i s z i e r t. Einige Personen wurden ver­haftet, welche die Soldaten aufreizten zu desertieren und ihre Gewehre an die Agitatoren ausz-uliefern.

... Ueber I u d e n m e tze l e i e n in S h i t o m ir, Gouvernement Wolhynien melden die Petersburger Blätter einige Einzelheiten. Die Katastrophe soll von langer frnnb vorbereitet gewesen und auf­reizende^ Flugblätter .sollen massenweise verteilt ivorden sein. Tie geängstigte jüdische Einwohnerschaft wandte sich an das Stadthaupt um Schutz. Dieses beruhigte sie aber mit dem Hinweis, d- alles Einbildung sei uno nichts geschehen ivürde. Die Administration legte ebenfalls den Hetzereien fetne Be­deutung bei, und so wurde nichts getan, die Katastrophe zu ver­hüten.

In verschißenen Gegenden an der Westrrrcnze wie hti Amern des Landes tritt die Genickstarre auf. Auch in Tiflis ist die Krankheit ausgetreten. Dort wurden in den letzten Monates 30 Fälle beobachtet.

per König von Sassen in München.

München, 10. Mai. Au§ Anlaß der heutigen An» fünft des Königs von Sachsen prangt die Stadt in dem reichsten Flagqenschmuck. Am Bahnhöfe ist eine prächtig« Ehrenpforte errichtet. Der König, dem der Regierungs­präsident von Oberbayern, der sächsische Gesandte in München, der bayerische Gesandte in Dresden und die Herren des Ehren­dienstes bis zur LandeSgrenze entgegenfuhren, traf um 4.15 Uhr ans dem Hauptbahnhofe ein, wo ihn der Prinzregent mit den Prinzen, die im aktiven Heeresdienste stehen, dem Minister­präsidenten, den obersten Hoschargen, dem Bürgermeister und den Vorständen des Gemeindekollegiums erwartete. Auch Prinz Ernst von Sachsen-Meinigen war am Bahnhofe an­wesend. Beim Eintreffen des Zuges ertönten Salutschüffs. Die Kapelle der Ehrenkompagnie spielte »Heil Dir im Sieger­kranz'. Nach äußerst herzlicher Begrüßung schritten der König und der Prinzregent gemeinsam die Front der Ehren- kompagme ab, worauf Parademarsch erfolgte. Nach der Vor­stellung des beiderseitigen Gefolges fuhren der König und des Prinzregent in einem offenen Wagen, geleitet von einer Es­kadron Jäger zu Pferde und von dem Publikum mit leb­haften Hochrufen begrüßt, in die Residenz, wo zum Empfang die übrigen Prinzen und sämtliche Prinzessinnen anwesend waren.

Moskau, 9. Mm. Der Kongreß der Semstwo» Vertreter wurde um 5 Uhr abenos gesrb'kossen. Die Der* anstalter sind mit deut Verlauf zufrieden, oa sie crnnehmen, die Propaganda sei nun io stark organisiert, daß die Re­gierung damit werde rechnen müssen, es werde nach ihrer Ansicht schon in wenigen Wochen 'nötig sein, den Wünschen der S ernst wo durch Berufung von Delegierten zur Kom- i-l'.ssiou Bulygin Rechnung zu tragen. Der Kvngreß fordert von der Regierung die sofortige Einberuftmg einer aus ge­wählten Vertretern bestehenden .Versammlung, deren Auf­gabe es wäre, alle in diesem Augenblick besonders wichtig erscheinenden Fragen zu beraten. Ferner sollen die Provmz- semstwo aufgefordert werden, an den staatlichen Kommisiio- nen zur Vekämpsung der Cholera und au der Kommission Goremykin zur Untersuchung der landwirtschaftlichen Miß­stände und der Agrarunrn.heu nicht teilzunehmen. Letztere habe den Zweck, die bereits gegen die Grundbesitzer er* bittcrten Bauern noch mehr zu reizen. Die Kommisiion wolle die Semstwoleute veranlassen, die Bauern zu hohen Strafen!

Bekanntmachung.

Be tr.: Gesuch des August Gabriel II. von Gießen um Ge­nehmigung zur Erbauung eines neuen Ziegelbrenn- ofenS in der Gemarkung Heuchelheim.

August Gabriel II. zu Gießen beabsichtigt auf den Grundstücken Fl. IV. Nr. 449, 450, 451, 452, 453 der Gemarkung Heuchelheim einen kontinuierlichen Ziegelbrenn­ofen zu errichten.

Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, zom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung, bezw. im KreiSblatt für den Kreis Gießen an gerechnet auf dem Bureau der Großh. Bürgerrueisterei Heuchelheim zur Einsicht der Jntereffenten offen. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürger­meisterei Heuchelheim vorzubringen.

Gießen, den 10. Mai 1905.

Großherzoaliches Kreisamt Gießen.

I. B.: Dr. Wagner.

3>er Kriest.

Der NeutralitätSkonflikt.

Daily Telegraph" meldet aus Tokio vom 9. Mai: Mitglieder der hiesigen Handelskammer stellten heute den Antrag, rückstchtlich der Neutralitätsbrüche alle Han­delsbeziehungen mit Frankreich aufhören zu laffen. Wenn dieser Antrag durchgeht, wird ein gemein­sames Vorgehen aller Handelskammern dcS Landes eingeleitet werden.

Der Spezialkorrespondent desJournal^ berichtet aus Tokio über eine Unterredung, die er mit dem dortigen französischen Gesandten Harmand über die Neu­tralitäts-Angelegenheit gehabt hat. Harmand habe erklärt, daß er die durch die jüngsten Zwischenfälle geschaffene Lage als sehr ernst ansehe. Eine kategorische Lösung der Frage müsse unverzüglich erfolgen. Die Ungewißheit, in der sich die Japaner in Betreff des Aufenthaltsortes der Flotte des Admirals RoschdjestwenSki befinden, das absichtliche Stillschweigen der französischen Telegramme über die Bewegungen dieser Flotte habe von Stunde zu Stunde die Erregung der Japaner vermehrt, eine Erregung, die einen tiefen und dauernden Eindruck zurück­lassen werde.

Die Haltung Englands in der Neutralitätsfrage ruft in Zo f id starke Verstimmung hervor. So richtet derTemps" an Englands Adresse bitterböse Worte und bemerkt, es könne ein Augenblick kommen, da Britannien bereuen werde, die gesamten europäischen Interessen im äußersten Osten so schwer geschädigt zu haben. Im großen Publikum spricht man über das sogenannte herzliche Einvernehmen weit weniger diplomatisch.

Tie englische Presse sucht indesien die öffentliche Mein­ung von der kritischen Lage Englands in der Neutralitäts- srage abzulenken und meint, Marokko schließe viel größere Gefahren für den Frieden in sich als der sranzösisch- japanische Konflikt. Dazu kommt die Meldung aus London, daß der englische DampferMinnesota" mit einer enormen für Japan bestimmten Ladung Pro­viant und Munition unterwegs sei.

Wie aus Paris gemeldet wird, leugnet der Kon­zessionär des Kamranhstrandes, daß er dem M- miral Roschdjestwcnski Kohlen geliefert hat. Dagegen behauptet er, die Russen hätten in Saigon Baugrund ge­kauft, dort große Schuppen errichtet und mit Kohlen ge­füllt. Diese Kohlen seien bann von russischen Dampfern abgeholt und der Kriegsflotte zugeführt worden.

ließet den Zustand de? Wladiwostok-Geschwaders sind folgende Mitteilungen eingegangen:Rossija" undGro- moboi" sind wieder ausgebessert;Bogatyr" befindet sich noch in unbrauchbarem Zustande. Außerdem befinden sich dort neun Torpedoboote und Material zum Bau dreier Tor­pedobootzerstörer, doch ist nicht bekannt, ob letztere schon ge­baut sind. Der Bau von fünf Unterseebooten ist beendet. Das französische Geschwader wird an der Küste von Annam zusammengezogen. Augenblicklich liegen 2 3 englische Kriegsschiffe in Hongkong. Die Annäherung an die Pescadores-Jnseln auf zehn Meilen im Umkreise ist gefähr­lich, da in den Gewässern Minen gelegt sind.

Die russischen Geschwader.

In Petersburger Marine kreisen ist man überzeugt, daß )is jetzt den beiden russischen Geschwabern im fernen Osten kein Unfall begegnet ist. Nebogatows Division führt eine Geschwinbigkeit von 7 Knoten regelmäßig burch. Der M- miral ist von ber Zuversicht erfüllt, baß er bie Lösung ber ihm übertragenen Äufgabe burchsühren wirb. Es jinb An­zeichen dafür vorhanben, baß bie Bereinigung beiber Ge- schwaber tatsächlich schon stattgefunben hat ober jebe Siunbe stattsinben muß. Beibe Flotten stehen schon mittels braht- loser Telegraphie in Verbinbung.

Ein russischer Einfall in Korea?

DieTimes" melbet aus Tokio, bie russische Absicht, Xiten Einfall in Korea zu unternehmen, scheine sich zu be­stätigen. Aus Mabiwostok seien zu biesem Zwecke zahl- | reiche Truppenaoteilungen nach ber koreanischen Grenze ge- sanbt worben.

Von den Japanern . .

xt)irb, wie aus Tokio gemeldet iuirb,J die Zivilverwal- 1 tung bes von ihnen besetzten Gebietes nur in ben Teilen :