Ausgabe 
8.3.1905 Zweites Blatt
 
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an Rheumatismus leiden.

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JuHunderten d onAnnouce« Heft man täglich diesen Schlußsatz, ein Beweis, wie man ffch' mehr und mehr, selbst tci flehten Anzeigen, wie Gesuchen und An- geboten aller Art der An- noncru-Expedition Rudolf Moste bc Dient Den Inse­renten erwachsen hierdurch mancherlei Vorteile, wie koftensteiesachmännischc Be­ratung mit Bezug auf zweck- mätzigL Abfassung und Aus­stattung der Annonce, richtige Wahl der Blätter, strengste Diskretion (ein- Ät Offerten werden seren ten mreröffnet zugestellt), sowie eine Er­sparnis an Kosten, Zeit und Arbeit

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Die Konservierung ber Eier. Die Zelt tft heran­gerückt, ba unsere Hühner fleißig im Eierlegen sind und manche Hausfrau ihren Vorrat an Eiern auf eine spätere Zeit auf­bewahren möchte, wo ihre Lieblinge eine Pause machen und bte Eier ein begehrenswerter Artikel sind. Jedoch wie aufbewahren, so daß sie frisch bleiben? Seit Jahren habe ich, so schreibt H. Franke-Nordhausen in derGeflügelbörse", die. Konser­vierung der Eier auf verschiedene Weise versucht und ich denke, nunmehr die beste Aufbewahrungsmethode herausgefunden z-u haben. Ich habe die frischen Eier mit Wasserglas überzogen, jedoch erhielten diese einen Beigeschmack von dem Ueberzuge. Ferner habe ich die Eier einige Sekunden in kochendes Wasser gehalten. Diese Eier haben sich von Frühjahr an über 7 Monate gehalten, jedoch ist hierbei zu bemerken, daß die genaue Zeit zu treffen, wie lange die Eier ins Waffer gehalten werden müssen, beim

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w. Wetzlar, 30. März In diesen Tagen fand unter sehr reger Beteiligung die Schlußprüfung an der hiesigen Landwirt- l ich en Winter sch ule statt Der 18 Schüler starke Kursus wurde geprüft in Düngerlehre, Ackerbau, Pflanzenbau, Obstbau, im Feldmessen, Rechnen und deutscher Sprache Die Prüfungskom- misiion war mit den Leistungen der Schule sehr zufrieden. Mit diesem Kursus schloß das 13. Schuljahr der Landwirtschaftlichen Winterschule: die Schüler besuchten am Nachmittage unter der Leitung ihres Direktors den Hof Alteberg, wo Herr Bene in liebenswürdigster Weise die Führung und Erklärung seines hoch­interessanten Betriebes übernahm .

§ Aus dem Ohmtal, 29. März. Die Wintersaat: hat vortrefslich überwintert. So haben Klee- und Wintersamen (Raps) lange nicht gegrünt wie gegenwärtig. Da der Mause­fraß im verflossenen Herbie besonders stark beim Klee austrat, hegte man für ihn Befürchtungen. Sie haben sich glücklicherweise iiicht bestätigt. Korn und Weizen stehen gleichfalls in üppigster Bestockung. Die Hauptbedingungen einer guten Ernte sind, mithin im gegenwärtigen Frühlinge gegeben. Die seitherigen Fruh- lingctage haben schon die ersten Veilchen gebracht; Marzveilchen nennt man sie und deutet damit an, daß sie nicht jedes Jahr gepflückt werden können. , . _ , .

Landwirtschaftliche Landes- und Inbi - l ä u m s - A u s st e l l u n g z u M a i n z. Das bereits feit einiger Zeit in vorläufiger Ausgabe erschienene Programm dieser Aus­stellung ist ein sehr reichhaltiges. Es umfaßt sieben Abteilungen In Gruppe A der Abteilung 1 Tiere, welcye 14 Klassen umfaßt, können sowohl Pferde des Wagenschlages zur Ausstellung und Prämiierung gelangen. Für die Vornahme der Prämiierung ist festgesetzt, daß in allen Gruppen auf eine bestimmte Anzahl Tiere ein Preis zur Ausgabe kommen kann, sodaß auf diese Weife vermieden wird, daß in einzelnen Abteilungen, bei welchen eine geringere Anzahl Tiere zur Ausstellung gelangt, die Aus­sichten für die Erlangung eines Preises eine größer e ist wie dort, wo erheblich größere Anmeldungen vorliegen und somit die Kon­kurrenz eine weit schärfere sein würde. Die Festsetzung der Höhe der zur Ausgabe gelangenden Preissumme kann daher erst nach Vorlage Anmeldungen stattfinden. In den einzelnen Klassen können außer Stuten noch Fohlen sowohl des Wagenschlages wie des Arbeiterschlages zur Ausstellung gelangen.

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Ueber Futterpflanzen.

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In den Zeitungen werden jetzt in allen Tonarten Grünfutter­pflanzen angepriesen, die durch Schnellwüchsigkeit sich .auszeichnen und schon im zeitigsten Frühjahr reichliches Futter bieten toUen. Die Auswahl ist eine so mannigfaltige, daß jeber denkende Landwirt sich zu überlegen hat, welche Futterpflanze für ferne Wirtschaftlichen Verhältnisse die passendste sei.

Ms eine schnell wachsende Pflanze gilt der weiße Senf Sinapis alba). Der Sens wächst so ziemlich auf redem Boden. Gegen Frost ist er jedoch 'sehr empfindlich; die Aussaat kann in­folgedessen nicht vor Mitte Mai erfolgen, denn bei dem gelin­desten Frost erfriert er. . , m

Seradella Ornithopus savitus hat eine zu lange Vege­tation und gibt erst im Juli Grünfutter.

Oelrettig und Buchweizen sind auch gegen Frost sehr empfind­lich, aber im Gemenge mit Senf Ende Mai bestellt, geben alle drei Pflanzen ein schnellwüchsiges Futter. Zur Aussaat nehme man ein Drittel der Vollsaat. Will man nach dem Abernten des Gemenges auf gleicher Stelle schon eine zweite Futterpflanze stehen haben, so menge man zu der oben erwähnten Mischsaat noch 120 Kilogramm Zottelwicken (vicia villoso) pro Hektar zu. Nach dem Abernten der anderen Pflanzen gedeiht diese Pflanze aufs beste und gibt ein vorzügliches schmackhaftes Futter.

Wer im Herbst vorsorglich war, hat jetzt sein zeitiges Grün- tutter schon aus dem Felde stehen. Die Zottelwicken, verschiedent­lich mit Johannisrogqen, Inkarnatklee auch mit Raps und Winter­erbsen ausgesäet, sind gut durch den Winter gekommen. Wo nicht Kraft genug int Boden ist und im Spätherbst nicht Thomas- schlacke und fchwefelsaures Ammoniak gestreut wurde, rate ich dringend, sofort mit Superphosphat und Chilisalpeter, nötigen­falls wiederholt, in kleinen Gaben nachzuhelfen. Dieses Mittel hat sich zum Erzielen eines zeitigen Grünfutters und das gebrauchen wir dieses Jahr immer bewährt. Mit Chilisalpeter komme man nicht zu spät, nicht erst im April. Die Düngung könnte sonst, falls nicht reichlich Niederschläge fallen, bei der Vcrfütterung des Grüns, schädlich auf die Tiere wirken.

' n Teichwirten, die in ihren Teichen Rohr und Schilf habempfehl e ich, dies zeitig unter Wasser zu schneiden.

lau erhält ein nahrhaftes Futter und dient den Fischerei- * Zum Schluß weise ich darauf hin, daß es zur Aufbesserung der Wiesen, Weiden, Klee- und Luzerne-Schläge jetzt Zeit ist, diese durch leichtlösliche Düngemittel wie Superphosphat und Salpeter aufzubcssern. Wenigstens ist es auch hier geratener, die 0'aben Ende März zu geben als damit bis in den April hinein 5'i warten. Man kann etwas später mit dieser Düngung n. als bei der Zottelwicke, da diese die früheste Futterpflanze < Pr. L.)

ersten Versuch nicht einem jeden gelingt. Dann habe ich fdt drei Jahren folgendes Verfahren versucht und ein glänzendes Resultat damit erzielt. Ich habe für 10 Pf. Dextrin in Wasser aufgelöst, jedoch 'so dünnflüssig damit nicht zu viel davon an den Eiern haften bleibt und habe die frisch gelegten Eier in diese Flüssig* feit gelegt, bann auf einen dazu angefertigten Drahtrost gelegt, um abzutrocknen. Dann habe ich sie nochmals in die Flüssigkeit getaucht, damit auch die Stellen überzogen werden, welche vorher auf dem Rost gelegen haben. Sobald nun die Eier abermals ge­trocknet waren, habe ich, um ein späteres Zusammenkleben zu verhüten, jedes einzelne löse in Zeitungspapier gewickelt, dann in eine Kiste verpackt und, ohne sie später nochmals zu drehen oder zu wenden, in einen kühlen, frostfreien Raum gestellt. Diesen Versuch habe ich auf 10y3 Monate ausgedehnt, von Anfang April bis zum Februar des folgenden Jahres. Alle vier Wochen wurden Eier zur Probe geöffnet und sämtliche waren ohne Aus­nahme so gut wie frische. Bei den letzten, welche 10 Monate alt waren, war der Dotter noch von der Haut eingeschlossen und eS chmeckte so rein wie ein frischgelegtes El. Will man diese Eier pater hart kochen, so legt man sie vorher in warmes Wasser und ann dann den Dextrinüberzug mit Leichtigkeit abwaschen. Mit 10 Pfg. Dextrin kann man, wenn er nicht zu dickflüssig ist, 100120 Stück Eier überziehen; der Ueberzug braucht nicht stärker zu sein, als wie der Klebstoff unter einer Briefmarke. Jedoch ist es ratsam, daß man am Tage des Legens, oder wenig­stens den folgenden Tag dieses Verfahren vornimmt, damit nicht erst schädliche Keime durch die Poren der Schale eindringen.

Konservieren von Kartoffeln, Rüben und dergleichen in Feldmieten. Zum Konservieren von Kar­toffeln, Rüben n. dgl. in Feldmieten soll eine kürzlich patentierte Einrichtung vorzügliche Dienste leisten. Sie dient zur Durch­lüftung der Miete und kann leicht bei schon bestehenden Mieten angebracht werden, ohne daß man gezwungen ist, die Früchte umzulagern. Zu dem Zwecke wird em beliebiger Luftbewegungs- apparat, z. B. Kompressor, Exhaustor auf beliebige Weise mit einem kurzen, möglichst nur durch die Wandung der Miete gesteckten Rohre verbunden, während an einer geeigneten anderen Stelle der Miete eine beliebig gestaltete Austrittsöffnung vor­gesehen wird. Das kurze Rohr erhält an einem Ende eine tellerförmige ober konische Erweiterung, um der Röhre unter der Erddecke festen Halt zu geben und ein Verstopfen des Rohr­endes zu verhindern. (A. d. Techn. Korrespondenz v. Rich. Lüders, Görlitz.)

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