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Samstag 8. April 1905
Nr. 84
Drittes Blatt
155. Jahrgang
Gießener Anzeiger
Urlchetnt ttgltfl) mit Ausnahme der Sonntags.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
RedakNon. Expedition ».Druckerei: Schulftr.I« Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. i Anzeiger Gieß«,
Rotationsdruck und Verlag der Brühl Ich« Unwersitätsdruckerei. R. Lange, Gieß«.
Die ^Giehener LamiNendlStter" werden dem ^An^tger viermal wöchentlich beigelegt. Der vStffUdjt Landwttf erscheint monatlich einmal.
Aie Deutsch-Amerikanische ^etrofeum- Kesllschatt.
Von der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft haben wir unseren Lesern schon zu wiederholten Malen erzählt und das Publikum Gießens sowie ganz Oberhessens vor deren gefahrvollem Vordringen dringend gewarnt. Still und unauffällig hat die Gesellschaft Kreis um Kreis eingenommen, indem sie die Großhandlungen mit Petroleum durch hohe Summen ablöste, eigene Niederlagen errichtete und nun die Kleinkaufleute und Konsumvereine auch bei uns in Gießen dadurch zu ködern versuchte, daß sie ihnen das Petroleum um einen Pfennig pro Liter billiger als von der anderen Seite offerierte und Meßapparate und Standsäffer beistellte unter der Verpflichtung, kein anderes Petroleum zu führen oder zu verkaufen, als das ihnen von der Gesellschaft gelieferte. Alle Schererei hat nun für den kleinen Kaufmann des Dorfes oder der Städte ein Ende. Der eigene Wagen der D. A. P. Gesellschaft fahrt vor das Haus und füllt, selbsttätig abmessend, die Lagertonne. Der Kaufmann hat nur im Laden den Hahn zu öffnen und seinen Kunden, allen sichtbar, das gewünschte Quantum des lichtspendenden Oels zuzumessen. Monatlich wird abgerechnet. Nein, es ist zu schön, und wie reinlich ist das Hantieren mit dem stinkenden Naß — gegen früher der reine Segen! Es ist gar nicht zu begreifen, wie einzelne Städte, z. B. Hainau in Schlesien, allenthalben bekannt du8h seine Tierfallen, unser Gießen usw., so begriffsstutzig sein können und der segenspendenden Gesellschaft kein Terrain zu einer Niederlage abtreten wollen; oder daß einzelne Kaufleute so rückständig sind, keine Lagersäffer an ihrem Hause eingraben zu lasten. Es ist einfach unbegreiflich.
Und wenn nun die D. A. P. G. mit der Einführung ihrer Apparate und Niederlagen an der russischen Grenze angelangt, wenn ganz Deutschland des Segens teilhaftig sein wird, der von der Standard Oil Company ausgeht, was dann?
Dann legt der Trustkommandeur Nockefeller seine Hand an die Schraube und dreht sie nach Belieben und nach Laune an, um einen, um zwei, um fünf, um zehn Pfennig für das Liter. Wer will ihn hindern?
Man braucht sich nur einmal zu überlegen, wie viele Liter Deutschland täglich von dem unentbehrlichen Petroleum verbraucht, und man weiß, um wie viele Millionen Mark jährlich dieser gefährliche Milliardär das deutsche Volk zu besteuern in der Lage ist.
Was kann das Deutsche Reich einwenden dagegen, wenn dieser Vernichter des deutschen Kolonialwarenhandels seine Tätigkeit ins Werk setzt? Wettbewerb gibt es nicht mehr, der ist abgeschafft, und zum Talglicht und Kienspahn zurückzukehren, ist auch nicht so leicht getan, als geraten.
Vorläufig bleibt uns denn, wie da§ „Bert. Blatt" sehr richtig hervorhebt, nur übrig, zu zahlen, wenn auch schimpfend und zähneknirschend. Es sind ja nur ein, drei, fünf oder zehn Pfennig mehr in der Woche, was die Lampe kostet, wenn es auch die blutigen Pfennige einer armen deutschen Näherin oder des darbenden deutschen Handwerkers sind, welche in die Taschen des großen Nockefeller, des Staatenbeherrschers fließen. „Non ölet“, sie riechen nicht so übel, als andern danach werden kann, tröstet sich der!
Daß dies das beabsichtigte Endziel der Unternehmung ist, geht aus gewissen Anzeichen unstreitig hervor. Neulich haben Beamte der Gesellschaft die schon seit zwei Jahren bestehenden Detailverkaussstellen besucht, die Apparate revidiert und dabei darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Gesellschaft große Auslagen habe und deshalb nächstens eine Preiserhöhung von einem halben bis einen Pfennig werde ein- treten lasten müssen!!!
Wir müssen wohl acht geben. Wir in Deutschland wollen und dürfen nicht der Allmacht Rockefellers überantwortet werden. Es ist sehr die Frage, ob wir uns gegenwärtig von seinem Einfluste ganz frei machen können; da wir in der Hauptsache immer noch auf die amerikanischen Petroleumfelder angewiesen sind, ist diese Frage fürs erste zu verneinen. Immerhin wäre es notwendig, daß unsere Regierungen sich im Interesse der Bevölkerung mit dem Rocke- feller-Monopol etwas näher befasten. Auch würden wir es für richtig halten, wenn die Einführung rumänischen und russischen Oels, soweit ihre Produzenten nicht mit Nockefeller verbündet sind, nach Möglichkeit erleichtert würde.
Speziell in unserer Gegend liegt es im Interesse jedes Kaufmannes, seine Beziehungen zu den hiesigen Grossisten aufrecht zu erhalten, deren Energie es allein zu verdanken ist, wenn die Amerikaner ihre Forderungen nicht willkürlich — wie an so vielen anderen Orten — erhöhen können.
Die landwirtschaftliche Landes- und Jubiläums- Ausstellung in Mainz.
Nach den gemeinsamen Satzungen der drei landwirtschaftlichen Provinzialvereine des Großherzogtums Hessen hat mindestens alle fünf Jahre eine Generalversammlung derselben stattzufinden. In der Regel soll mit dieser eine landwirtschaftliche Landesausstellung verbunden werden. Für beide Veranstaltungen ist dem Hessischen Landwirtschaftsrat als der gemeinsamen Vertretung der drei land- wirtschasilichen Provinzialvereine die Anordnung und Leitung übertragen. Hiernach sind Landesausstellungen abgehalten worden
1882 zu Darmstadt, 1890 zu Mainz, 1895 zu Gießen und 1900 zn Darmstadt. Diesem Rundgange entsprechend kommt nunmehr für 1905 wiederum die Provinz Rheinhessen an die Reihe und die diesjährige Landesausstellung foll demgemäß in Mainz abgehalten werden.
Da in Verbindung mit der Abhaltung der Generalversammlung und der Ausstellung die landwirtschaftlichenVereine die Feier des fünfundsiebziqsten Jahres ihres Be- ft ebene begehen, wird die geplante Ausstellung eine Jubiläums- Ausstellung sein, und hierdurch eine erhöhte Bedeutung erlangen. Nach der vorläufigen Ausstellungsordnunq und dem Preisbewerbsplan umfaßt die Ausstellung alle Gebiete der Landwirtschaft und der einschlägigen Gewerbe und Industrie, und zwar tu folgenden Abteilungen und Gruppen: I. Tiere (Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Gesiüqel, Bienen, Fische); II. Erzeugnisse des Pflanzenbaues (Ackerbau, Obstbau, Weinbau, Gemüsebau, Gartenbau), HI. Forstwirtschaft und Jagd; IV. Landwirtschaftliche Hilfsstoffe; V. Landwirtschaftliche Nebengewerbe und Molkereiwesen; VI. Landwirtschastliche Maschinen und Geräte; VII. Wissenschaftliche Abteilung. Für die Prämiierung stehen Preise iin Betrage von zirka 40 000 Mk. zur Verfügung. Dazu voraussichtlich Staatsmedaillen und zahlreiche Ehrenpreise. Zugelassen werden in den Abteilungen Landwirtschaftliche Hilfsstoffe, Maschinen und Geräte und in der Wiffenfchaitlichen Abteilung auch außerhessische Aussteller, in allen übrigen nur Aussteller aus dem Großherzogtum Hessen.
Die Dauer der Ausstellung muß wegen der geringen Haltbarkeit zahlreicher auszustellender Erzeugnisse und wegen der Schwierigkeit und Kostspieligkeit der Haltung der Tiere in der Ausstellung auf 5 Tage beschränkt werden und zwar auf die Zeit vom 14—18. September. Eine große Schwierigkeit bereitete die Platzfrage in Mainz. Man kam zu dem Aushifsmittel, als Er- gänzungsplatz zu dem an und für sich sehr geeigtteten Geländekomplex der Stadthalle mit Meßplatz, Brückenplatz, Anlage, Rheinquai und Rheinpromenade einen Teil der diesem Platz schräg gegenüber über dem Rhein gelegenen Marxau zu wählen. Aus letzterem Teile soll die sehr umfangreiche Ausstellung der Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen, sowie der große Vor- führungsrtng mit der Tribüne, ein Musiktempel, ein Teil der Restaurationen und die Rennbahn für die Veranstaltung eines landwirtschaftlichen Rennens untergebracht werden. Alle anderen Ausstellungsabteilungen kommen auf die Stadthalleseite unter aus- gibiger Beitutzung der Stadthalleräumlichkeiten. Beide Ausstellungsteile werden durch einen eigens hierzu von der Ausstellungsleituna einzurichtenden flotten Tampfschiffverkehr verbunden und betde Ausstellungsplätze, für deren Besuch die Lösung einer Eintrittskarte genügen wird, als eine einheitliche Ausstellung betrachtet werden. Tas ganze hiernach in Ausicht genommene Ausstellungsgelände wird 30 Morgen umfassen.
Es wird nach den bereits getroffenen Vorbereitungen und den Erfahrungen bei früheren Ausstellungen angenommen, daß die Ausstellung allein von zirka 150 Pferden, 5 — 600 Rindern, 200 Schweinen und 100—150 Schafen und Ziegen beschickt werden wird.
Auch die Maschinen- und Geräteabteilung wird allein Anzeichen nach sehr stark beschickt werden. Desgleichen dürfte die Abteilung „Erzeugnisse des Pflanzenbaues" mit ihren zahlreichen Preisbewerbsgelegenheiten, namentlich auch die Gruppe „Obstbau" auf eine reiche Beschickung mit Sicherheit rechnen können.
Kisenkagn-Zeitung.
— Eine der neuen Zugverbindungen des nächsten Sommer- Fahrplanes ist ein Nacht-Schnellzuqspaar zwischen Berlin und Frankfurt a. M. über Belzig—Güsten - Kassel— Gießen. Es soll mit diesen Zügen eine neue beschleunigte Verbindung der Reichslande, der Schweiz und Italiens mit Norddeutschland dadurch hergestellt werden, daß die zwischen Bafel und Frankfurt a. M. über Straßburg verkehrenden Züge D 179 und D 180 nach und von Berlin Fortsetzung finden. Die neuen Züge werden nach und von der Berliner Stadtbahn verkehren. Entgegen einer früheren Meldung werden trotz der Einlegung der netten Züge D 179 und D 180 die Züge 43 und 44 nicht fortfallen. Im Einschluß an den neuen Zug von Berlin wird auch ein neuer Schnellzug von Gießen über Koblenz nach Metz befördert, wodurch auch für diese Richtung eine nette Nachtverbindung mit nur etwa 15stündiger Fahrzeit bis Metz geschaffen wird. Für bte Richtung von Metz finden bestehende Schnellzüge Anschluß in Gießen an den neuen Zug D 179 nach Berlin. Zwischen Frankfurt a. M. und Berlin werden die netten Züge 1. und 2. Klaffe, bie Anschlußzüge zwischen Gießen und Metz dagegen 1. bis 3. Klasse führen. In den Zügen 179 und 180 werden die Durchgangswagen nach Genf und St. Moritz, ein Schlafwagen und zwischen Gießen und Berlin auch noch ein Durchgangswagen für Metz Beförderung finden.
— Am 1. Mai tritt dieEisenbahnbau-undBetriebs- ordnung für die deutschen Haupt- und Nebeneisenbahnen in Kraft. Die wesentlichsten Neuerungen sind: Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit attf Hauptbahnen bis zu lOO Ktlo- inetern, bei besonders günstigen Verhältnissen bis zu 1 2 0 Kilometern, auf Nebenbahnen bis zu 50 Kilometern, Zulassung einer größeren Achsenzahl bei Personen- und Schnellzügen, Erhöhung der Bahnsteige bis zu 0.76 Meter Bahnhöhe, Weglassung des Achtungssignals bei allen Zügen, Verzicht auf die Zugleine, Zulassung einer größeren Fahrgeschwindigkeit bei Stadtbahn-- und Vorortzügen auch ohne Vorhandensein eines Schuhwagens u. s. f. Bemerkenswert ist der vom Bundesrat tn die Erläuterungen aufgenommene Satz, wonach ausgedehnte Versuche gezeigt haben, daß der neuere Oberbau der deutschen Bahnen wesentlich höheren Geschwindigkeiten gewachsen ist, als sie bisher gestattet waren und daß Fahrzeuge gebaut werden können, die bei einer höheren Geschwindigkeit als 100 Kilometer sicher fahren. Mit Genehmigung der Bundesaufsichtsbehörde und unter besonders günstigen Verhältnissen können sogar noch höhere Geschwindigkeiten zugelassen werden; hierzu gehört besonders das Vorhandensein von außergewöhnlich kräftig wirkenden Bremsen.
AniVersttäts-Aachrichten.
— Unter dem Vorsitz des Geheimrats Erb aus Heidelberg findet vom 12.—15. Avril der 22. Kongreß für Innere Medizin in Wiesbaden statt. Die Verhandlungen des ersten Sitzungstages gelten dem derzeitigen Stande der Vererbungslehre in der Biologie sowie der Bedeutung der Vererbung und der Disposition in der Pathologie mit besonderer Berücksichtigung der Tuberkulose, worüber die Professoren Ziegler (Jena) und Martins (Rostock) die Referate übernommen haben.
Bardel und Do^rswirtschast.
§ Gedern, 5. April. Gestern und heute ftmb unser „O ster- markt" statt. Der Schweinemarkt war gut befahren, der Handel- ging flott bei ziemlich hohen Preisen. Ferkel, 6—8 Wochen alt, kosteten durchschnittlich 43—45 Mark, solche 10 Wochen alt 57—60 Mark, Einleger 75—80 Mark. Der heutige K'rämermarkt war unbedeutend.
DieDeutsch-AmerikanischePetrvleum-Gesell^ schäft Hamburg weist nach 550 533 Mk. Abschreibungen (t. V. 657 723 Mk.) auf Gebäude und Betriebsanlagen, nach 1181 234 Mark (620 974 Mk.) Abschreibungen auf Transportmittel einen; Reingewinn von 828184 Mk. (i. V. 2 253 525 Mk.) auf, beb 9 Mill. Mk. Aktienkapital. W^s mit dem Reingewinn gemacht wird, erfuhr man vorläufig nicht.
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Aufgebote.
März 23. Karl Schneider, Bahnarbeiter in Haufen, mit Karolins Vonderheid dahier. — 28. Hugo Kaestner, Kaufmann in Hamburg, mit Frieda von Münchow dahier. — 29. Karl Krämer, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Wisker Hierselbst. — 30. Wilhelm Fillmann, Bautechniker dahier, mit Elisabeth Müller Hierselbst.
Eheschließungen.
März 25. Josef Link, Feuerwehrmann in Franksitrt a. M., mit Paula Gerhardt dahier. — 27. Ludwig Haubeil, Schausteller dahier, mit Emma Walldorf Hierselbst. — Friedrich Christian Gerhard, Privatmann dahier, mit Marie Katharine Damm, geb. Schlttt Hierselbst. — 30. Gustav Adolf Muller, Metzger dahier, mit Elisabethe Schönhals Hierselbst.
Geborene.
März 4. Dem Taglöhner Gerhard Schepers ein Sohn Wil«« Helm Konstantin. — 21. Dem Kanalarbeiter Heinrich Reuel eine Tochter Elisabeth. — 22. Dem Schutzmann Johannes Schwarz ein Sohn. — Dem Former Ludwig Weber ein Sohn Hugo Gottfried Christian Philipp. — 23. Dem Maschinenmeister Wilhelm Bayer eine Tochter Katharine Margarethe Gertrude. — Dem Lehrer Adam Kneipp ein Sohn. — Dem Gerichtsschreiberaspiranten Anton Roth eine Tochter Antonie Wilhelmine Johannette. — 24. Dem Schreiner Johannes Kampf eine Tochter. — 25. Dem Schlaffer Emil Steck ein Sohn Heinrich. — Dem Steuerkontroleur Johann Justus Reimherr ein Sohn. — 26. Dem Kutscher Heinrich Schaub eine Tochter Marie Sophie. — Dem Bahnmeisterdiätar Max Kienbichl ein Sohn Ernst Erich. — 27. Dem Zementarbeiter Ludwig Koch eine Tochter Christiane Elisabethe Lina. — 28. Dem Schreiner Johannes Vogel eine Tochter. — Dem Hauptmann und Kompanie^ ches Robert Giese ein Sohn.
Gestorbene.
März 25. Louis Kauffmann, 67 Jahre alt, Fabrikant dahier. — Wilhelm Leicht, 65 Jahre alt, Maurer dahier. — 26. Margaret« Stoll, geb. Reibert, 73 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners. Johannes Stoll dahier. — Aron Katz, 67 Jahre alt, Kaufmann dahier. — 27. Elisabethe Wendland, geb. Winnecker, 47 Jahre alt,' Ehefrau des Heizers Heinrich Wendland dahier. — Christins Laichinger, geb. Briegel, 43 Jahre alt, Ehefrau des Schuhmachern Meisters Gustav Laichinger dahier. — Martin Melcher, 62 Jahre alt, Ofensetzer dahier. — Emma Helene Bötz, 23 Jahre alt, ohn« Beruf dahier. — 30. Lini Bötz, 8 Monate alt, Tochter des Kani- manns Gerhard Bötz dahier.
Habt acht!
■ Folgenden Ruf der Warnung an die studierende Jugend oetx öfferrtlicht die neueste Münchener „Jugend":
Habt acht, Ihr preußischen Studenten Und seht Euch vor — der Fuchs geht um Mitsamt dem Hochschulreferenten Im Kultusministerium!
An Eure Freiheit nie zu rühren,
Versprach man Euch, jedoch mir scheint, Was s i e dabei im Sinne führen, Ist kaum die Freiheit, die Ihr meint!
D t e Herr'n und Freiheit! Nichts ttuf Erden Ist ihnen so wie die ein Graus!
Die Freiheit, die sie meinen werden, Sieht höllisch — akademisch aus!
Ihr Frevler, die Ihr Euch erfrechtet Und jene schwarze Schar gekränkt, Die jetzt im Land die Geister knechtet — Glaubt Ihr, das bleibe Euch geschenkt?
Daß Ihr nicht flink und stramm pariertet, Daß Ihr gesiegt sogar im Zwist Und den Herrn Althoff so blamiertet — Glaubt Ihr, daß man Euch das vergißt?
Habt acht! Und laßt Euch nicht beschwatzen, Lernt fest und treu zusammensteh'n — Sonst, wenn im Herbst die Schoten platzen. Sollt Ihr die blauen Wunder seh'n.
Für Kleine Kinder &ebÄ
v. . Ich bin mit der erhaltenen Herba-Seife sehr zufrieden, dieselbe ist für Meta») Kinder äusserst zuträglich und wirkt Wunder bei Hautausschlägen.
~ . . , „ „ „ Frau Jda Erichsen, Flensbare.
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