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155. Jahrgang
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Gießener Anzeiger
V^chrtrü LßNÄ mtt «uSnahm» bet Sonntags.
Die „Mehrner FamMenblätter" werden dem -Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der E^jstjch« kavdwtrt- «icheint moaaiuch einmal.
Freitag 7. Juli 1 SOS
Rotationsdruck und Verlag der Vrühllche» UnwersttälSdruckerei. R. Laag«, Dietz«»
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Seneral-Anzeiger. Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Sieben.
zu dieser Frage ganz Stellung nehmen zu können, müssen wir die Art der Ueberlieferung und die Arbeit der neu- testamentlichen O,uellenforschung kennen lernen imd bringen so in das Verständnis eines wichtigen, wenn nicht deS wichtigsten Teiles der Bibel selbst ein. Gleichzeitig damit erfahren wir auch, wieviel wir von Jesu wissen können untr durch welche Methode wir dieses Erkennen festzustellen vev- mögen. Vor unserem Auge aber ersteht Christus in seinen schlichten Größe, und wir gewinnen einen tiefen Einblick in' das Seelenleben dieses Dichters und Propheten. Einer be-t sonderen Empfehlung dieser prächtigen Arbeit bedarf eS n<M$ dem Gesagten wohl kaum.
Billetsteuer wird man keine besondere Bereicherung für die Gemeinden erwarten dürfen, doch soll mit der Einführung derselben den Wünschen mancher Gemeinden Rechnung getragen werden.
Entgegen der Tendenz der Negierung wünscht der Ausschuß, die Billetsteuer auch auf „Konzerte und Musik- aufführungen" auszudehnen. Die Motive erklären zwar, die Ausdehnung auf Konzerte sei deshalb nicht empfehlenswert, weil Konzerte vielfach gelegentlich anderer Peranstaltungen stattfänden, die einen volkstümlichen Charakter trügen; auch mit Rücksicht auf meist niedrigen Eintrittspreis sei eine Steuer nicht angezeigt. Die gleiche Erwägung stehe einer Billetsteuer bei Musikaufführungen ernster Art entgegen.
Demgegenüber vertritt der Ausschttß die Ansicht, daß die Erwägungen der Motive in den einzuführenden Ortsstatuten beachtet werden könnten. Man darf erwarten, daß !die Kammer den diesbezüglichen Antrag des Ausschusses annehmen wird, freilich werden wohl die sozialdemokratischen Abgeordneten dagegen stimmen, denn der Abgeordnete Ulrich ist der Ansicht, daß die Vergnügungen des Volkes überhaupt nicht besteuert werden dürften, und er verwirft daher Billet- wie Tanzsteuer.
Jedenfalls wird sich die Beratung des Gesetzes rasch vollziehen, zumal die Regierung mit ziemlicher Sicherheit auf die Abänderungsvorschläge des Ausschusses eingehen wird.
Gießen, den 4. Juli 1905.
Betr.: Die Feuerstättenrevision pro 1905.
Das Großherzogliche Kreisamt Gietzeu
« Die 9^ nr(Tf*r meisteret en bc# &ret6t41
Soweit Sie noch mit Erledigung unserer Auflage vom 1. Februar l. Js. im Rückstände sind, werden Sie hieran erinnert.
I. V.: Hechler.
Per Keseheniwurf die Erhebung von Gemeindeabgaben Mr. und der Ausschuß.
Wir haben in Nr. 152 bereits die allgemeine Stellungnahme des 8. Ausschusses der zweiten Kammer zu diesem Gesetzentwürfe kurz charakterisiert unter besonderer Hervorhebung, daß der Ausschuß im großen und ganzen auf dem Boden der Regierungsvorlage steht.
Die Regierung hat bekanntlich als „neue Erwerbsquellen^ für die Gemeinden die Wertzuwachssteuern und Vergnügungssteuern vorgesehen.
Die Einführung der ersteren hat der Ausschuß in richtiger Erkenntnis, daß die Gemeinde ein Recht daran habe, sich den Gewinn aus dem Besitzwechsel dienstbar zu machen, vollkommen gebilligt. Er hat daher die Annahme des Art. 2 empfohlen, gleichzeitig mit der Weiterung, dem Gesetze in dieser Hinsicht rückwirkende Kraft bis zum 1. Oktober 1904 zu verleihen und zwar deshalb, weil seit dem Herbst vorigen Jahres, seit man von dem Plane einer Wertzuwachssteuer erfuhr, eine gewisse Tendenz nach einer anticipierten Umgehung des Gesetzes bemerkt worden sei. Da hierdurch den Gemeinden Einnahmeverluste entstehen könnten, so empfehle sich die Rückbeziehung des Gesetzes auf den 1. Oktober 1904. Doch soll diese Rückbeziehung keine unbeschränkte sein, sondern nur den Gemeinden gestattet sein, die in verständiger Erkenntnis des Wertes einer Zuwachssteuer alsbald ihre Einführung beschließen. Der Ausschuß sah daher als spätesten Termin für diese alsbaldige Beschlußfassung den 1. Oktober 1906 an, hielt aber auch nur dann die Rückbeziehung für berechtigt, wenn der Wertzuwachs 20 Prozent betrage.
Daß zur Feststellung des Wertzuwachses nicht die einfache Vergleichung des früheren und des letzten Erwerbspreises genügen soll, ist selbstverständlich.
Gewisse Aufwendungen während des Besitzes müssen dem Erwerbspreise zugerechnet werden.
Die Regierung hatte vorgesehen Aufwendungen für Unterhaltung und sonstige Zwecke. Der Ausschuß 'indessen hält — und darin hat er wohl recht — die Unterhaltung als durch den Genuß des Objektes konsumiert und beantragt den Zusatz zu Umbauten: „und sonstige Herstellungen, soweit sie nicht der laufenden Unterhaltung dienen." Dabei sollen auch solche Herstellungen, die nur Liebhaberwert für den Besitzer haben, zugerechnet werden, weil sie eben den Veräußerungsgewinn vermindern.
Mit der Festsetzung der Wertzuwachssteuer auf 20 Proz. war der Abg. Ulrich nicht einverstanden, aber der Ausschuß lehnte seinen Antrag auf 33, bezw. 25 Prozent (nach ibem Beispiele Frankfurts) ab unb zwar mit Rücksicht barauf, 'weil eS sich hier für -Hessen um einen gesetzgeberischen Anfang hanbele, ben man im Interesse der Einführung und Gangbarkeit des Gesetzes vorsichtig halten müsse. Ebenso billigt auch der Ausschuß, daß bei weniger als 10 Prozent Wertzuwachs die Steuer nicht zu zahlen sei, mit Rücksicht .auf die Schwierigkeit der Berechnung des Veräußerungsgewinnes. Auch darin geht der Ausschuß mit der Regierung einig, daß in zulässiger Weise der Erwerber dem Veräußerer den Ersatz der Zuwachssteuer versprechen darf (Art. 8), dagegen ist er bei Art. 9 der Ansicht, daß bezüglich der durch Abgang erfolgenden Erwerbungen die spätere Weiterver- außerung nicht nach diesem Erwerb hinsichtlich des Wert« zuwachseS beurteilt werden soll, auch bann nicht, wenn der „Erwerb später als 2 Jahre nach dem Tode des Erblassers erfolgt". Da heutigen Tages alle Erbteilungen möglichst beschleunigt werden, so erscheint es dem Ausschüsse weder nötig, noch billig, bei Ueberschreitung einer 2jährigen Fri t besondere Nachteile eintreten zu laffcn.
Nicht so sympatisch wie der Wertzuwachssteuer steht der Ausschuß der Vergnügungssteuer gegenüber. Vor allem erklärt er sich für den Wegfall der Tanz steuer, besonders da derartige „Volkserholungen" schon durch die staatliche Stempelabgabe genügend beschwert seien. Man tvtrb diese Ansicht ohne Bedenken teilen können, zumal die ev. Einnahme eine recht geringe fein würde. Auch von der
Kirche und schule.
— Die Gleichnisse Jesu. Von W. Weinel, a. o. Professor in Jena. („Aus Natur und Geisteswelt.^ Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 46. Bändchen.) Zweite verbesserte Austage. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. [VI tt. 136 S.j Geb. Mk. 1.25. — ES ist nicht zu verwundern, daß dieses Bändchen nach kurzer Zeit in zweiter Auflage erscheinen konnte, gehört eS doch zu jenen Veröffentlichungen, bei denen Inhalt und Form sich z« einer, jeden Leser erfreulichen Harmonie verbinden. S-8 ist eine wunderbare Klarheit, Einfachheit, Kraft und Schönheit der Sprache und Darstellung, über btc der Verfasser verfügt. An Hand einer feinsinnigen Analyse der Gleichnisse Jesu und unter Heranziehung der modernen Dichtung als Vergleichsmoment führt unS Weinel, der übrigens in Gießen fein theologisches Studium absolviert hat, in das richtige wö-tliche Verständnis der Gleichnisse ein und zeigt, zu welch falsa Auffassung die bisher so beliebte Allegoristerung geführt hat. Um aber
Rußlands zeigen. ,
Die Sozialdemokratie will ihren ganzen artet* nationalen Nnflnß daransetzen, den Frieden zn be* wahren, und zu diesem Zweck sehr aufmerksant bert Diplomaten auf die Finger sehen. Rußland ist von den sozialdemokrcttischen Friedensbestrebungen feierlich ansae- schlossen. Eine Waffenerhebung Deutschlands gegen Rußland würde, wie wiederholt zum Ausdruck 'äm, mit Jubel begrübt werden von der beut-
flfllitifdjf Tagesschau.
Die Fleischtenerung und der Deutsche Fleischerverband.
Der Deutsche Fleischerverband hat auf seinem in Freiburg i. Br. abgehaltenen Verbandstage, wie der „Atlgem. Fleischerztg." gemeldet wird, einstimmig folgende Reso- ution gefaßt und dem Reichskanzler telegraphisch übermittelt :
Der in Freiburg versammelte 28. Verbandstag de§ Deutschen Fleischerverbandes hat im Hinblick aus die augenblickliche, alles bisher Dagewesene übersteigende Teuerung des Schlachtviehes den Verbandsvorstand beauitragt, das Augenmerk Eurer Durchlaucht aus diesen Umstand zu lenken und um Maßnahmen zur Besserung dieser ungewöhnlichen Zustände zu bitten. Wie die Regierung zu Zeiten der Mißernte außerordent- liche Maßnahmen zur Linderung der Not trifft, so glaubt der Deutsche Fleischerverbandstag, auch für die Zeit der abnorm hohen Viehpreise solche beantragen zu sollen; dies um so mehr, als infolge der für nächstes Frühjahr bevorstehenden Einführung des neuen Z o l l t a ri s e s die größten Befürchtungen für eine weitere Verteuerung bestehen. Euere Durchlaucht bitten Unterzeichnete deshalb im Namen des Deutschen Fleischerverbandes, schleunige Maßnahmen in der Richtung veranlassen zu wollen, damit die Einfuhr lebenden Viehes unter Beobachttmg des notwendigen Schutzes des heimischen Viehstandes erleichtert wird.
*
Zentrums-Politik.
Von einem Parlamentarier w ird uns ge- chrieben:
Der Kampf um die Verfassungsrevision in Württemberg, über die Sie wiederholt berichtet haben, erregt mit Recht das Interesse aller politischen Kreise des Reiches, und das Verdienst daran gebührt in erster Linie dem Zentrum. Die Haltung der auf dem Gebiete der Reichspolitik ausschlaggebenden Partei dieser so überaus wichtigen einzelftaatlichen Verfassungsfrage gegenüber ist ja auch zu eigenartig, um nicht über Württemberg hinaus bemerkt zu werden. Man sollte meinen, die Vorlage der württembergischen Regierung müsse ftcherltcy nicht zuletzt dein Zentrum sympathisch sein, das auf seine Eigenschaft als Volkspartei bei jeder Gelegenheit stolz hinweist. Nun zeigt sich aber bei der Verfassungsreform in Württemberg, daß, soweit die Neugestaltung der ersten Klammer in Frage steht, das Zentrum konservativer sein will, als die Ultrareakttonare. Es wirkt befremdend, wenn einer der Wortführer des demokratischen Flügels der Zentrums fraktion des Reichstags, Abg. Gröber, dem württembergischen Landtag aiiseinandersctzt, daß der Gesetzentwurf der Regierimg den Staat beträchtlichen Gefahren ausliefere, weil er der Volksvertretung die konservative Grundlage entziehe. Herr Gröber wird sich nicht wundern dürfen, wenn die Gegner seiner Partei sich den handgreiflichen Widerspruch zunutze machen, den die Zentrums-Politik aufweift. In Württemberg ängstliche Sorge um Erhalttmg der konservativen Staatsgrundlage — in Bayern Wahlbündnis mit den Sozialdemokraten, an dessen Zustandekommen ein hoher Geistlicher, Wg. Dr. Schädler, imbestritten wesentlich m'twirtte. Im Reichstag aber macht es auch nicht dm mindesten Unterschied aus, ob Gröber oder Schädler als Wortführer des Zentrums auftritt. Sv vollkommen decken sich dort die politischen Ansichten beider Herren. Die bayerischen Liberalen können für den bevorstehenden Wahlkampf nirgend wertvollere Argumente ftnden als in den Reden der württembergischen Zentrnmsmanner zur Berfassun^reviston. Die württembergische Regierung dagegen wüwe eS denselben Zenttumsmännern zu danken haben, wenn die Vortage über die Verfassungsreform scheitern sollte. Es ist also sicherlich die „interessanteste" Parteipolitik, die des Zentrums.
chen Sozialdemokratie. Hätte heute Bebel zu fegen, o würde vermutlich die Mobilmachung an geordnet, unt beirr Zarenreich den „Rest zu geben". Der sicherste Weg allerdings,; um den deutsch-französischen Krieg zu bekommen, den M vermeiden man doch beflissen ist. Denn der russisch-fran» zösische Bündnisvertrag ist noch nicht zerrissen.
Gewissermaßen zur Einführung einer größeren Beteilig« intg der Sozialdemokratie an der auswärtigen Politik sollte am Sonntag der bekannte französische Politiker Jau^röZi nach Berlin kommen und die Einigkeit der und deutschen Sozialisten in der Friedenssehn'
Fürst Bülow hat einen Strich durch den Plair gemacht. Er hat an den deutschen Botschafter Fürsten Radoliu in Paris folgenden Erlaß gerichtet:
„Berlin, den 5. Juki.
Die Presse hat für den 9. Juli das Auftreten des Herrn Jaurös in einer sozialdemvkratsschen Versammlung nt Berlar angekündigt. Gegen die Persönlichkeit des Herrn Jaures würd^ ich an sich nichts einznwenden haben. Ich schabe Herr« Jaurss als Redner: ich achte seine Anschauunge« in der auswärtigen Politik und stimme nicht selten mit ihnen überein; ich freue mich, daß er wehrfach freundliche Beziehungen zwischen DeutschlaDd' und Frankreich eingetreten ist.
Es handelt sich hier aber nicht um den Grad der persönli^n Wertschätzung des Herrn Jaurös, sondern um che pvllösche Rolle, die ihm zugeschvben weiden soll. Das führende Organ der Sozialdemvkratte in Deutschland, der „Vorwärts, hat angekündigt, daß mit der geplanten Versammlung der Anfang eines unmittelbaren Einflusses der Sozialdemo
kratie auf die auswärtige Politik gemacht und der Klassenkampf auf i nternatiwn al er Grundlage proM-i giert werten soll. Noch deutlicher kommt ine verhetzend-« Wicht der deutschen Veranstalter der Versammlung in eurem Organe des sogenannten wissenschaftlichen Sozialismus, bet „Neuen Gesellschaft", zum Ausdruck. Hier hecht eS n.
Revolution hat das russischJranzösiscktt Bündnis dManntterttM ist es die historische Aufgabe der deutschen Sozmldemottatt^ der französischen Republik zu leisten, was sie bet den russischen Machthabern vergebens zu finden hoffte: Schutz vor Provokationen und übertriebenen M a chtaussftrüchen einep imperialistischen deutschen Politik.' , __
Damit ist ausgesprochen, nt welche Richtung bte in Aussicht genommene Kundgebung geleitet werden soll. Die deutsch^ Sozialdemokratie würde bte Anwesenheit deS Herrn J tfeg in Berlin lediglich da zu ausnutzen, gedeckt durch seine Person ihre staatsfeindlichen Bestrebungen gegen bte nationalen Interessen zu fördern. Dte Kaiserliche Regier- trog kann nicht darauf verzichten, hiergegen die thr zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden. Sie würde sonst dazu vertragen^ die Heb erHebung enter Partei zu steigern, weiche dte M Deutschland verfassungsmäßig bestehenden Zustände Umstürzen!
Die Regierung der französischen RepMik fort1® immer das Recht gewahrt, ausländsscheu Rednern, sobald ihr wes geboten oder opportun erschien, das Wort zu verbieten. Sie hat seinerzett die deutschen Reichstagsabgg. Bebel und Bueb verhindert, auf französischem Stoben über ihre politische Tätigkeit in Deutschland zu sprechen. Sie hat u» vev- gangetten Jahre dem deutschen Reichstagsabg. Delsor ver^ boten, in Limeville auftutreteu. In betden Fallen hat französische Volksvertretung das Vorgehen der ftonzossschen Re^ gierung qutgeheißen. Insbesondere schienen tm Falle des Mb6 Delsor, wenn mich mein Gedächtnis ntcht täuscht,, die französischem Sozialisten das Verfahren ihrer Regierung nutzt verwerflich giti ft^Wenn auch von dem Takt des Herrn Jaurds zu erwarM wäre, daß er seinerftiks^ alles v er meid en würde, was berj deutschen oder der ftanzösischen Regiertmg Nnannehmlich^ ketten bereittm könnte, fp ist die gleiche Zuversicht! gegenüber den den tschen Veranstaltern der Versammlung' leider nicht gestattet. Herr $mre5 hat sich selbst vor bald einem Jahr in Amsterdam davon überzeugen können, tote weit in ihrer rein negierenden, doktrinären und rückständigen Haltung die deutsche Sozialdemokratie von der praktischeren und patrioti.sAe'Ve.nLLchch^
&err James und die Ariedk'nsbeftrebuugen dev deutschen Sozialdemokratie.
Iw „V o r w ä r t s" wird der Vorschlag gemacht, die. Tagesordnurrg fozialdemokrertischer Parteitage- durch die Behandlung allgemein politsscher und sozraley Angelegenheiten zu bereichern. Das ZentralorMM hält den! Parteitag für verpflichtet, zu den Wandlungen der Wel^ Politik Stellung zu nehmen. Also, es soll einmal scharfe auswärtige Politik auf dem Parteitage gettteben werden, nachdem ein „sachkundiger Referent" den Gang bet. weltpolitischen Ereignisse geschildert hätte. Eine derartige. Diskussion wird manchen Genossen auf ein ihm ungewohntes Terrain führen. Was selbst Führer der Partei, wie Bebe^ im Reichstag bei den Etatsdebatten zur auswärtigen PolttiL beigesteuert haben, das toar mehr phantastischer und krauser Art, als der Wirklichkeit entsprechend. In solchen Fällew konnte die Erwiderung für den Reichskanzler keine schwere Aufgabe sein. Bei einer Gelegenheit meinte der Kanzler, wenn es nach Bebel ginge, daun müsse eigentlich Deutschland überall mit der gepanzerten Faust dreinschlagen besonders überall d<r, wo sich die Spuren des verhaßtere
Kekanntmachung.
Unter dem Schweinebestand des Ph. Sommerlad VII. zu Beuern ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden.
Gehöftsperre ist verhängt.
Gießen, den 5. Juli 1905.
Großherzogliclles Kreisamt Gießen.
I. V.: Hechler.
KekanntmachMg.
ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreife, einschließlich eines Aufschlages von Fünf vom Hundert, pro Monat Juni 1905 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen:
Hafer Mk. 17.85, Heu Mk. 7.35, Stroh Mk. 5.80.
Gießen, ben 6. Juli 1905.
Großherzogli^l- K eisamt Gießen-
Dr. B r e i d e r t.


