Ausgabe 
7.7.1905 Zweites Blatt
 
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Nut 3 ihrcr französischen Gesinnungsgenossen entfernt ist. Unter solchen Umständen wurde auch die Sache der deutsch-französischen Verständigung durch den voraussichtlichen Verlauf der Versammlung nichts gewinnen.

Ich halte es daher für richtig, daß das öffentliche Auf­treten des Herrn Jaurös in Berlin unterbleibt.

Euere Durchlaucht wallen int Sinn' dieser Ausführungen Herrn Jaurös auf dem Ihnen angemess n erscheinenden Wege ersuchen, seine Reise nach Berlin zu unterlassen, aez. Bülow."

Diese ausführliche Begründung einer höflichen Um­kleidung des Redeverbots läßt also den persönlichen und rednerischen Eigenschaften I'aurös alle Anerkennung wider­fahren, ja, sie ist sogar liebenswürdig und schmeichelhaft für den Franzosen. Tlber sie legt das Schwergewicht auf die Verwertung der geplanten Kundgebung durch die deutsche Sozialdemokratie, der Fürst Bülow ausdrücklich dieprak­tischere und patriotischere Richtung ihrer französischen Ge­sinnungsgenossen" gegenüberstellt. Run wird man vielleicht nicht allenthalben der Auffassung des Kanzlers beistimmcn, datz die deutsche Sozialdemokratie die Anwesenheit des Herrn I'aurös in Berlin lediglich dazu ausnutzen wollte, ihre staatsfeindlichen Bestrebungen gegen die nationalen Interessen zu fördern. Ernster erscheint uns die vom Reichs­kanzler erwähnte Gefahr, das; die Veranstaltung, durch irgendwelche ungeschickten Worte von der einen oder anderen Seite, die mit vieler Mühe angebahnte deutsch- französische Verständigung über Marokko aufs neue st ö r e n könnte. Die Folge des Redeverbots für Jaurös dürfte sein, daß auch der Äbg. Bebel von der fran­zösischen Regierung gehindert werden wird, den n-abstchtigten Vortrag in Paris zu halten.

Vorläufig mutz also die Berliner Sozialdemokratie ohne berühmte Gäste auswärtige Politik erörtern oder den Par­teitag mit diesem Thema bereichern. Nützt es nichts, so wird es wenigstens nicht schaden.

Es verdient noch erwähnt zu werden, daß auch ein Londoner Blatt, diePall Mall Gazette", der Ansicht Aus­druck gegeben hat, es sei im Interesse Deutschlands und Frankreichs, daß Jkurös nicht gestattet würde, seinen an­gekündigten Vortrag zu halten. Der Einfluß von Jaurss sei ein Unglück für Frankreich.

Das Interessanteste aber an der ganzen Sache ist, daß Herr Jaurös sein Vorhaben, am Donnerstag abend nach Berlin abzureisen, nicht ausgeführt hat. Entsprechend der Haltung der deutschen Negierung und auf Empfehlung Rouviers hat er definitiv auf seine Berliner Reife verzichtet. Jaurös teilt selbst diesen Entschluß in der heutigenHumanste mit, indem er betont, daß die Maßregel nicht gegen den Franzosen, sondern gegen den Sozialisten ge­richtet ist.

Kus Stadt und Land.

Gießen, 7. Juli 1905.

** Druin prüfe . . . . Die Zeit der Reisen ist ge­kommen. Wer es nur irgend ermöglichen kann, be­gibt sich in einen Badeort oder wenigstens in eine Sommerfrische. Dem einen dient der Kuraufenthalt zur Festigung seiner Gesundheit, jenem zum Vergnügen, und diesem oder dieser wieder dazu unverheiratete Töchter an den Mann zu bringen. Solchem Zwecke müssen dann vornehmlich die Reunions dienen, die all­wöchentlich selbst im kleinsten Badeort stattfinden. Auf ihnen kommen häufig gar rasch Verlobungen zu stände. Ob ein leichtsinnig schnelles Knüpfen fester Bande aber stets vom Glück für die Beteiligten ist, das erscheint mehr als fraglich. Damen und Herren, die sich im Verkehr des Badelebens kennen und lieben gelernt haben, sollten beide erst längere Zeit verstreichen lassen, ehe sie sich öffentlich verloben Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet; der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang! Jeder Mensch ist mehr oder minder Schauspieler. Jeder erscheint daher in der Geselligkeit anders als zu Hause im Alltags­leben. Da man nun aber in der Ehe den größten Teil des Lebens zu Hause verbringt, so darf nicht der Eindruck, den eine Dame oder ein Herr auf uns in der Gesellschaft macht, maßgebend sein. In der Gesellschaft gefällt einer jungen Dame ein Herr recht gut, in der schnell geschlossenen Ehe aber muß sie dann mitunter erfahren, daß er ein recht ge­wöhnlicher Erdenbürger, ein Grobian, ein Zänker oder noch etwas Schlimmeres ist. Die Folge ist dann, daß das Mädchen, das selbst in ihrem Elternhause Fremden als ein Engel erschien, im Hause des Gatten sich als tückische Kratz­bürste und voller unleidlichen Eigensinns zeigt. Die Tugenden, die das Haus schmücken und angenehm machen, auf denen das wahre Glück einer ehelichen Liebesgemeinschaft beruht, können sich im Gesellschaftskreise nicht zeigen. Wer sich daher jetzt zur sommerlichen Zeit für jemand interessiert, der suche ihn oder umgekehrt sie erst gründlich kennen zu lernen und zwar nicht nur, wenn ein größerer Kreis geladener Gäste da ist, sondern im alltäglichen Gange des Lebens. Wie sich jemand da gibt, sei es Mann oder Weib, so wird er auch im großen Ganzen in der Ehe sein. Ist z. B. das Auf­treten bescheiden und ungezwungen, ist das Benehmen gegen die Angehörigen und Dienstboten herzlich und gütig, die Unterhaltungsweise nicht langweilig und ungebildet, so sind einige Bedingungen zu einer glücklichen Ehegemeinschaft vor­handen. Die wichtigste ist natürlich, daß man gegenseitig wirklich ernste Liebe empfindet. . . .

Butzbach, 6. Juli. Ein hiesiges 12jähriges Mädchen ist vorgestern abend aus Furcht vor Strafe wegen eines begangenen kleinen Diebstahls aus dem Eltern­hause entschwunden und noch nicht zurückgekehrt. Auch ein L ehrj unge hat sich seit 8 Tagen von hier entfernt, und Eltern und Lehrmeister wissen nichts über seinen Ver­bleib. (B. Ztg.)

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In T r e i s - H o rl o ff ist, wie man uns berichtet, am Mittwoch abend der 22 jährige Bergmann Wilhelm M i ch e l beim Baden ertrunken. Obwohl es streng verboten ist, in den Teichen der Brikettsabrik zu baden, wagten sich dennoch eimge junge Leute hinein. Ter junge Mmm verschwand, als er sich an einer der tiefen Stellen befand, plötzlich und konnte nicht gerettet werden; wahrscheinlich befiel ihn ein Krampf- oder Schlag- an?a^~ Kreisassi st enzarzt stelle der Kreise Marburg und Kirchhain, mit dem Amtssitz in Marburg, ist neu x ü besetzen.

verinNchleA.

Paris, 6. Juli. Nach einer hierher getangieit Meldung stieg heute vormittag 8 Uhr das lenkbare Luftschiff Le- b a u d Y s in Lafertö-souS-Jouarrc auf und passierte bei heftigem Wind Chateau Thierry um 8 Uhr 50 Min. Als das Luftschiff

Epernav um 10y2 Uhr erreichte, wurde ba# Wetter besser. Um 11*6 Uhr landete das Luftschiff im Lager von Chalons, wv er kurz darauf explodierte. Personen wurden nicht verletzt.

* Unwetter. Nachrichten über Unwetter, Hitzschläge usw. liegen heute aus so vielen Gegenden der Welt vor, daß wir sie unmöglich alle registrieren fvnnnt. Schwere Gewitter sind in der Dortmunder Okgcitb niedergegangen, namentlich im Ruhr­gebiet. An vielen Stellen schlug der Blitz ein. Die Getreidefelder sind wie gewalzt. Die Obsternte ist an vielen Orten ganz vernichtet. Das Proviant-Magazin in Spandau ist durch Blitz­schlag in Brand gesetzt worden und total niedergebrannt. Die Aufräumungsarbeiten beschäftigen die Feuerwehr den ganzen Vormittag. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Ein furchtbarer Orkan hat in der Umgebung von Mai­land große Verheerungen angerichtet. In der Nähe, des Kirch­hofes von Musacco stürzte ein hoher Fabrikschornstein ein und zerchörte das Dach der Fabrik. 12 Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. 5 waren sofort tot, die übrigen schwer verletzt. In einem Ort bei Mailand wurde durch den Sturm ein Gebäude zerstört, wobei ein Arbeiter getötet, drei, verletzt wurden. In Gintano explodierte während des Sturmes ein Gas­behälter und stürzte zusammen, wobei 7 Personen schwer verletzt wurden.

* Der Kaiser am Ostseestrande. Ueber den Schluß der Kieler Woche schreibt man aus Travemünde: Eine schone, breite, von hohen Bäumen bestandene Straße ländlichen Charakters ist es, die der Kaiser entlang gehen sott, und jetzt lagern die Schatten dcS Abends sich über sie, fast schon in Dunkel sie hüllend. Nur hier und da versucht ein Lübecker Schutzmann mit höflichen, ruhigen Worten, ohne jede Nervosität, den Weg ganz frei zu halten. Aber es gelingt ihm nicht recht und er scheint sich darüber denn auch weiter nicht aufzuregen. Da plötz­lich hört man Hurra- und Hochrufen aus frischen JungenSkchlen vom Strande her und nun naht in der Mitte des WegeS eine kleine Gruppe, die in der Dämmerung erst zu erkennen ist, als sie unmittelbar an uns vorbeischreitet. Zuvörderst der Kaiser im weiten Mantel über der Jachtklubtracht. Unter der dunkel­blauen Mütze erscheint sein Antlitz noch tiefer gebräunt, als es sonst im Sommer zu sein pstcgt, und er unterhält sich in heiterster Stimmung mit dem links von ihm gehenden Staats­oberhaupte der freien Lübeckischen Republik, dem Bürgermeister Eschenburg, einem würdigen, aber nicht eben großen Herrn mit grauem Patrziiervollbart. Hinter seinem kaiserlichen Bruder Prinz Heinrich, dem wir heute nachmittag schon begegneten, als er im gelben Staubmantel selbst sein Automobtt von Lübeck nach hierfür lenkte, die Herren der Begleitung des Kaisers, unter ihnen der Marinekabinettches Freiherr v. Senden, einige yldju- tanten, und dann drängt sich dem Herrscher beinahe bis au: die Fersen die Travemünder männliche Schuljugend nach, umgibt ihn von allen Seiten mit fröhlichen Zurufen und Absingen des ...Heil Dir im Siegerkranz", in dessen Weisen nun auch die Kür- kapelle mit einer kühnen Wendung ausCarmen" übergeht. Am Kurhaus steigert sich "der Empfang zu stürmischer Begeister­ung. Auch hier muß der Kaiser sich fast seinen Weg bahnen und er tut es, indem er links und rechts die Hände faßt und drückt, die sich ihm entgegenstrecken. Und dann verschwindet er im Innern des .Hauses. Von der Preisverteilung kann nur verraten werden, was uns nachher die Damen darüber berichten, denn ihnen allein war der Zutritt und das Zuschauen gestattet. Und sie erzählen, wie gut der Kaiser aussah, wie fröhlicher Laune er war, und wie er für jeden, der aus seiner Hand einen Preis erhielt, ein ftcundliches Wort und ein Lächeln hatte. . . Ungefähr eine Stunde hielt der Kaiser sich dann noch zum ge­mütlichen Bierabend inmitten des Vereins auf, und sein Ab- schied, der sich diesmal zu Wagen vollzog, gab zu erneuten, noch lebhafteren Ovationen statt.

* Derausgegeben. Der bekannte Chirurg T. wird in. die Residenz berufen, wegen plötzlicher Erkrankung des Thron­folgers. Auf dem Bahnhofe trifft er mit dem Oberpräsidenten der Provinz zusammen und wird von der Exzellenz leutselig herab­lassend ins Gespräch gezogen, das mit der Bemerkung endet: Nun, Herr Geheimrat, wir müssen uns wohl jetzt trennen. Sie fahren wohl Zweiter." Und die Exzellenz bestieg die Erste. Auf dem Bahnsteig der Residenz trifft man sich bon neuem. Draußen erwartet den Professor eine Hofequivage! Und die um drei Wärmegrade leutseliger werdende Exzellenz wendet sich an seinen Begleiter:So ist es also wahr, was ich gehört habe, Herr Geheimrat. Se. knöigl. Hoheit ist wirklich ernstlich er­krankt?"Wahr ist es leider, Exzellenz", versetzt der Pro­fessor,aber ich wußte nicht, daß das Gerücht schon unter das Volk gedrungen sei." (Münch. Jug.)

* Unter dem Verdacht des fünffachen Kindes­mordes wurde die in Wilkvwischken (Ostpreußen) in Arbeit stehende Lvsmannsftau Gennat verhaftet und dem Gerichtsgefang- nis in Mehlauken zugeführt. An den fünf exhumierten Kindes­leichen ist inzwischen der Verdacht bestätigt worden; es handelt sich um Vergiftung mit Arsenik. Infolge des häufigen Wohn­ungswechsels der Frau lassen sich, wie weiter gemeldet wird, die Begräbnisstellen von noch zwei anoeren Kindern nicht mehr genau angeben, doch kann mit Sicherheit angenommen werden, daß auch in diesen Fällen die Kinder durch die Hand der entmenschten Mutter beiseite geschafft worden sind.

* Ein Juwelendiebstahl im' Eisenbahnznge. Einen empfindlichen Verlust erlitt, wie wir schon kurz mit­teilten, eine Frau Bonn, geb. Oettinger, die am 3. ds. Mts. abends 10.37 Uhr mit dem Schnellzuge von Frankfurt a. M. in einem Abteil erster Klasse nach Hamburg reifte. Während der Fahrt kam ihr eine Handtasche aus Krokomlleder mit grauem Bezug, gezeichnet A. B. auf unerklärllche Weise abhanden. Die Tasche, die wahrscheinlich gestohlen wurde, enthielt Reiseuten­silien, wie Damewvasche, zum Teil A. B. gezeichnet, und Schmuck­sachen, Ringe, Broschen, Ketten usw. Mle diese Gegenstände sind reich mit Edelsteinen besetzt und repräsentieren einen Gesamtwert von etwa 50 000 Mark. Frau Bonn ist imHamburger föof" in Hamburg abgestiegen; sie hat von ihrem Verluste sofort der Polizei Mitteilung gemacht.

* Kleine Tageschronik. Auf bent Militärschießplatze bei Mannheim ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Der Musketier Freck wurde während des Scheibenschießens durch einen Schuß in den Unterleib tödlich verletzt. Er war während des Schreßens über die Bahn gelaufen. Bei Ferrh- ville (Tunis) ist ein franzöf. Unterseeboot mit einer Be­satzung von 13 Mann gesunken.

Kunst und Wissenschaft.

In Cronbera i. T. starb in der Nacht vom Mitt­woch auf Donnerstag der Professor An ton Burger ftn 81. Lebensjahre. (Burgers kleine intime Bilder aus Mkfrankfurt, von denen mehrere da? Frankfurter Städelsche Kvnstinstitut be­sitzt, zeichnen sich durch eine so schlickte als subtile Technik, ein liebevolles Sichversenken ht den Geist einer vergangenen, ruhigeren und naiveren Zeit, durch ungeschminkte Naturtreue, durch kraftvoll herzhafte Eigenart aus. Der alte Burger, der Begründer der MalerMonie Cronbera ist, wo er auch eine Reihe von tüchtigen Taunuslandschaften geschaffen hat, wird in der Geschichte der Malerei des 19. Jahrhunderts stets einen Ehrenplatz behaupten. D. Red.)

Aröeiterßewequng.

Halberstadt, 6. Juli. Infolge der Weigerung -weier Zimmerleute, zu der neuen Kasse für Arbeitslose beizu­steuern, ist es hier zu einem andauernden Streik zwischen den Aickeftgckbern und Arbeitnehmern gekommen, der dcnnft endete, daß gestern die Zimmerleute in allen Beiwieben entlassen wurden.

Nürnberg, 6. Juli. Die hiesige» Metallarbeiter erklärten sich -ei der heutigen Abstimnmng mit großer Mehrcheit für die Annahme der Einigungsvorschläge. Da auch die Münchener und Augsburger Arbetter den Vorschlägen bereits zugestimmt haben, kann die Bewegung als beerrdet onge- ehrn werben«

Kerichlslaak.

Berlin, 6. Juli. Ein großer Heiratsschwindel- Prozeß gegen b<n Agenten Ferdinand Gombert wurde gestern vor der 1. Strafkammer zu Ende geführt. Es gelangte eine ganze Reihe Betrngsfälle zur Sprache. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzten versuchten und vollendeten Betruges zu 9 Monaten Gefängnis und 1000 Mk. Gelö­st r a f e ev. noch 100 Tage Gefängnis. Von der Aberkennung der Ehrenrechte wurde abgesehen.

Landwirlslfnft

D e r B e z i r k s z u ck t v e r e i n G i e ß e n f ü r S i m men­tal e r Vieh beschloß auf seiner Generalversammlung in Ober- Hörgern, in den Orten des Bezirks Langsdorf, Lich, Steinbach, Illbach, Eberstadt, Muichenheim, Hungen, Birklar, Bellersheim, Obbornhofen und Ober'Hörgern, demnächst Stallschauen mit Prämi­ierungen abzubalten. Tie Ausstellung in Mainz soll gut beschickt werden.

Kirckticke Dachrickten.

Evangelische Gemeinde.

Am 3. Sonntag nach Trinitatis, den 9. Juli: Hcfttcsdftnfi.

In der Stadtkirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vormittags 9V Uhr: Pfarrer Schwabe.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Psarrassistent S a t t l e r.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johanncsgemeinde.

Vormittags 9'/, Uhr: Professor D. Trews.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Euler.

Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Kon» firmandensaal der Johanneskirche. Text: Apostelgeschichte, Kap. 9, 1-9.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 8. Juli 1905.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 9. Juli 19 0 5.

4. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in der« selbe»! Austeilung der heil. Kommunion.

0 UM 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.

um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 21/, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

Splrlpsan

des Grotzherzoglichen Knrtheaters Bad-Nanheim.

Direktion Hermann Steingoetter.

Montag den 10. Juli:Goldfische." Lustsviel von Frank v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Mittwoch öen 12. Juli: Unter vier Augen." Lustspiel von Ludwig Fulda. Hierauf:In Zivil." Schwank von Gustav Kadelburg. Dazu: Balleteinlagen oon Fräulein Emma Dathe und Fräulein Lucie D e r tz vom Erfurter Stadttheater. Freitag den 14. Juli:Der Zigeuner­baron." Operette vor» I. Schnitzer. Musik von I. Strauß. Barinkay . . . Herr W. v. Haxthausen, Czipra . . . Fräulein Else Jüngling vom Hoftheater in Darmstadt. Samstag den 15. Juli:Der Bibliothekar." Schwank von Gustav v. Moser.

Kandel urb MerKefir. Aotkswirischaft.

Berliner Börse vom 6. Juli 1905.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2 Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Oest. Kredit .... 206.80 206.40

Deutsche Ban? . . . 238.90 238.87

Darmstädter Bank . . 141.80 141.80

Bochumer Guß . . . 247.90 247.25

Harpener Bergbau . . 212.00 212.50

Tendenz: still.

Neue portugiesische Anleihe. Das portugiesisch« Tabak Monopol wurde an ein Konsortium auslänbischep Banken codiert; die Einnahmen aus dem Tabakmonovol sollen als Garantie für eine neue portugiesische Anleihe in Höhe von 12 000 000 Pfund Sterling ä 4 Proz., amortisierbar innerhalb 60 Jahren, dienen. Die Aufleguna dieser neuen Anleihe zur Zeichnung wird auf dem ausländischen Markte erfolgen.

SCursbericM.

Frankfurt a. IT.

8/a% Reiohsanleihe . . 101.40 8»/n do. ... 90.25 N/,°/o Konsola .... 101.40 8% do. 90.25

372% Heesen .... 100.45 3% 56 Oberhessen . . . 99.30 456 Oesterr. Goldrento . . 101.90 4l/6% Oesterr. Silberrento . 101.00 456 Ungar. Goldrente, . . 99.00 4% Italien. Rente , . .. 4% Portugieser I . . . 66.95 37 Portugiesen. HI . . 67.25 15ä Unit Türken . . . 88.30 Tttrkenlose......134.80

4% Grieoh. Monopol.-An! 54.00 41A°/o äussere Argöntiner 44.35

Tendenz;

6. Juli Offizielle Schlusskurse.

3°/0 Mexikaner .... 67.85

Chinesen .... 96.80

Electric. Sohuckert . . . 134 70 Nördd. Lloyd . . . . 121.60

Kreditaktien ..... 207 20 Diskonto-Kommandit. . . 189.20 Darmstädter Bank . . . 141.70 Dresdener Bank .... 155 20 Berliner Handelsges. . . 169 40 Oesterr. Staatsbahn . . . 143.80 Lombarden.....18.30

Gotthardbahn......

Laurahütte.....261.00

Bochum ...... 247.00 fl arponer......212 70

Staatschatzscheine . . . 100.55 schwach.

Schiffsnachrichteir.

Norddeut sch er Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl L o o S, Kirchenplatz.

Bremen, 5. Juli. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-SchnellpostdampferKaiser Wilhelm II.", Kapitän D. vögemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

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