Vertret»ng ihrer gcmeinfamtn Irrte rossen zu einem festen Zusammenschlüsse zu -bringen, hierdurch wieder um einen wesentlichen SchrÄt ge- ’förbert worden. Das Zusammenwirken der vereinigten weiten -Kreise der Arbeitgeber wird zwar dazu beitragen, der Industrie in erster Linie freundschaftliche und friedliche Beziehungen zu ihren Arbeitern zu ermöglichen und zu erhalten. Sofern dies aber nicht möglich sein; sollte, wird diese bedeutsame Vereinigung ein festes Bollwerk bilden gegen unberechtigte übermäßige Machtsorderungen dersozialdemokratisch organisierten Arbeiter. Somit wird der abgeschlossene Kartell- Vertrag zum Besten der deutschen Arbeitgeberschaft und damit zum Besten der gesamten deutschenzWohlfahrt dienen, die ganz wesentlich mit vom Gedeihen des deutschen Unternehmertums nnd der deutschen Industrie abhängt.
*
General v. Trotha
Hat sich neuerdings zu den Beschwerden über das angebliche Verbot derKriegsberichterstattung für die Mitglieder de§ südafrikanischen Expeditionskorps geäußert. In einem Briefe an ein rheinisches Blatt stellt der General fest, ec, habe selbst dahin Sorge getragen, „daß alles, was sich auf dem Kriegstheater ereignet, sei es eine kriegerische Aktion, eine Verschiebung der Kräfte, Nachrichten über die Eingeborenen oder der Tod eines jeden Reiters, sofort und zwar tele- -graphisch gemeldet wird." Dann fährt er fort:
„Ich habe nur den in der preußischen und wohl auch in den ' /anderen deutschen Armeen für Frieden und Krieg zu Recht be^ stehenden Grundsatz wieder in Erinnerung gebracht, daß kein Aktiver Soldat ohne Erlaubnis seiner Vorgesetzte,i etwas in dcie Presse bringen darf. Daran habe ich angekmipst, daß »LH alle meine Untergebenen aufgefordert habe, sich m ihren Briefen an Angehörige der g r ö tz t e nW a h r h e i t zu befleißigen, imd nichts zii schreiben, worüber sie und ich bei Veröffentlichung su erönen hätten. Auf die Nichtveröffentlichung von Briefen burci) Ke Angehörigen habe ich weder einen Einfldtz ausüiben wollen, Noch steht dies in meiner Aiacht. Ich kann unmöglich annehmen, Laß dem deutschen Publikum mit einer Wiederholung der für die .deutschen Truppen so beschämenden, saft durchweg aus groben Lügen bestehenden Hunnenbriefe aus Ehina gedient sein tonne. Als irur ganz verschwindend Veröffentlichungen ans der sTruppe heraus eriolgten, mar ich für meine Person hocherfreiit 'darüber und hoffte, daß sich die Truppen die Worte unseres Nationalsten Dichters, Friedrich Schiller, die ich jeder Kompagnie i'u. s. w. bei Besichtigungen zugerufen, zu eigen gemacht hätten, 'nämlich die aus Wallensteins Lager oder Tod; „Die Tat ist sHu mm."
Mit der sofortigen und ausnahmslosen telegraphischen Mitteilung der Vorgänge im Aufstandsgebiete hat es denn (doch wiederholt stark gehapert, und gar manche wichtigen Dinge hat man erst nachträglich aus Briefen von Kriegsteil- ^hmern erfahren.
Kttche und SaMe.
a Evangelische Vereinigung. Die „National- Mitung" veröffentlicht den Entwurf einer programmäßigen Erklärung, mit der die evangelische Vereinigung (kirchliche Mittelpartei) heroorzutveten beabsichtigt. An der Aus- arbeiümg beteiligten sich die Professoren Kahl und Scholz und Abg. Hackenberg. Im Entwurf heißt es:
Wir scheiden uns einerseits von denen, die den Inhalt des evangelischen Glaubens an einmal gegebene Fornien und Formeln gebunden erachten, andererseits von denen, welche in Glaubensaussagen früherer Jahrhunderte nur em belastendes Erbe der Vergangenheit^ sehen. Wir treten für eine Kircheiiverwaltung ein, welche die Selbständigkeit des evangelischen Pfarramts zu voller Geltung kommen laßt. Wir hallen jede rechtliche Einschränkung der F r e i h e i t der theologischen Lehre un eigenen Interesse der evangelischen Kirche für ausgeschlosseii, widersprechen namentlich der Beteiligung des Generalsynodalvorstandes an der Berufung der Professoren. Tie sogenannten Lehrprozesse der Gelstlicheii dürfen nicht int Rahmen des gewöhnlichen Disziplinarverfahrens entschieden werden; vielmehr ist ein selbständiges Verfahren zu eri'ircben, wonach Geistliche ihres Amtes enthoben werden fönnen, ohne daß ent sittlicher Makel auf sie fällt. Unsere Abgrenzung gegen die römische Kirche suchen wir n t eh t durch Angriffe festzustellen, sonderii durch positive evangelische Arbeit, namentlich durch die Bekämpfung eines katholisierenden Wesens innerhalb unserer eigenen Kirche.
Ate Hess, ^anoesverfammlung des Itunves der Landwirte.
Alsfeld, 8. Jan.
Heute nachmittag sanden sich zahlreiche Landwirte im Saale des Gasthofes zum beutsch-en Hause ein, indem sie der Einladung des, Landesvorsitzenden des Bundes der Landwirte, Abteilung Hessen Gutsbesitzer Karl Frttsch-Tilshofen, folgten. Ter große Saal^war buchstäblich bis auf den letzten Platz gefüllt.
2>cr Vorsitzende eröffnete kurz nach 3 Uhr die Versammlung. Er begrüßte den Direktor des Bundes der Landwirte Tr. Karl Hahn-Berlin, den stellvertretenden Vorsitzenden des Bundes Karl Lucke-Patershaufen, ferner das jüngste Mitglied des Bundes, den Reichstagsabgeordneten Kreisrat xx. Wallau - Lauterbach, tie zahlreich erschienenen Landtagsab geordneten Köhler, or c Ü Hirschel und die übrige Versammlung. Am Schlupe feiner Begrüßungsworte brachte der Vorsitzende ein Hoch aus auf Se. Mas. den Kaiser und auf Se. Kgl. Hoheit ■ den Groß Herzog, das begeiferten Widerhall fand.
Dann erhielt Tr. Hahn das Wort, der in glänzender Rede U&er die tnnerpolitische Lage mit besonderer Berücksichtigung der Handelsverträge sprach Selten vohl hat man in unseren landwirtschaftlichen Kreisen einer Rede mit solcher Spannung und mit solchem Interesse gelauscht Der : Redner schilderte die Entwickelung der Industrie- und der 'später auftommenden Getreidezölle. Wie der Altreichskanzler vom Freihandel zur Schutzzollpolitik überging, immer als praktischer Mensch den Zeitverhältnisfen und der Eutwickelung des Handels und der JnbufttiC im Vaterlande und den konkurrierenden Ländern folgetid. Unter dem Schutzzoll für die Eisenindustrie entwickelte sich besonders die Eisenindustrie in Amerika und Deutschland Beche Länder hatten großen eigenen Bedarf, ihre Eisenindustrie überflügelte die bis dahm alles beherrschende Industrie Englands Tie Produktion bei uns bildete sich zu einer Ueberprodnttioti aus, daraus entstand im Jahre 1890 der Ruf der Jnduprie nach Handelsverträgen. Die bekannten .Handelsverträge wurden so führte Tr. Hahn aus, abgejchlosfen aus Kosten der Landwirtschaft, die Ni jener Zeit Mißernten hatte und infolgedessen eine Steigerung der Gctreideprefte, von der man kurzerhand annahm daß sie dauern würde, und die Herabsetzung der Getreibezölle daher ohne Rachteil für die Landwirtscha,t geschehen könne Für die deutsche Landwirtschaft war der östr.-uug. Handelsvertrag in hohem Maße nachteilig, in ähnlichem Maße der russische und noch schlimmer wirkte die Zubilligung der Meistbegünstigung für Amerika mW Argentinien, ohne da» man von diesen Staaten eine Gegenleistung forderte. Zum Dank dafür erhöhte Nordamerika seine Zollschranken für Industrie artittl fort und fort Durch die Handelsverträge wurde der deutschen Industrie reichlich gegeben, der Landwirtsckjaft genommen. Die Jndustriezolle tarnen den Industriellen voll zugute, indem die Industrie int Julande 3oUl’an auf ihre Waren schlug. Sie exportierte uud tonnte un Auslande konkurrieren, indem sie den Zollsatz in Abzug brachte
ftüt die Landwirtschaft kann der Zollsatz, well zu itiebng, fetten uun Aufdruck durch den um den Zollsatz höheren Preis. Tazu kamen zum Nachteil der Landwirtschaft die immer bebeutenber werdenden Verkehrserleichtertmgen. Vergleicht man die Unter- cksiede der Probuktioiiskosbcn von Jnduftrieerzeugnissen ftemder Lünber mit benen Deutschlands, so stellt sich heraus, baß jene mckst lvesentlich auseinandergehen. Dagegen sind bie Probuktionsrosten landlvirtschaftlicher Erzeugniffe zwischen Deulschlanb unb ben freni- ben konkurriereiiden Landerm gerabezu ungeheuer, ^cr Viehzüchter in Amerika braucht, um tausenbe von ^Lindern sett zu wciben, um große Fleisckjmasseti zu produzieren, nur einige Hirten. Ähnliche Verhältttisse greifen Plcft; bei der Getreideprobnktion. Ter Redner bedauert, baß der von den beutschen Lcuibwirten im Weftcn unb Osten geforderte 7,50 Mk.-Zoll fallen gelassen würbe, baß man für Weizen auf 5,50 Mark Ijcräbging, ein Zollsatz, der bereits entwertet ist durch die immer billiger werbenden Verfrachtungsgel egenheiten. Der deutsche Landwirt sei daher gezwungen, intensiv zu wirtschaften. Die höhere Produktion gestalte sich aber immer teurer durch hohe Löhne unb die sozialpolitische Gesetzgebung nsw. Schließlich könne boch ernst- lich nicht verlangt werden, baß der Konsument weniger für bie laiidwirtschaftlilljen Erzeugnisse bezahle, als die Gestehungskojlen betragen. Der Groß- und Kleinbesitz flehen sich nicht im Wege, ie haben gleiche Interessen, und die Landwirte mochten sich hüten, sich gegeneinander Hetzen lassen. (Lebhafter Beifall.) s))Uu habe Leiber zu fürchten, daß bie neuen Hanbelsverträge bie Wünsche der deutschen Landwirte nur zum kleineren Tell erfüllen würden. Man solle sich daraus gefaßt machen, daß man weiter kämpfen müsse für die berechtigten Wünsche der Laubwirtsckjaft. Die 'Richtkündigung des öft|treicijifd>=ungarifefjen Handelsvertrages am 1. Januar d. I. sei ein Fehler unb lasse schlimmes ahnen. Der Redner schließt mit der Riahnung an die hessischen Landwirte, fest zusamnienzustchen unb sich in dieser Beziehung ein Beispiel zu nehmen an der Organisation der Arbeitnehmer. Diese setzten der Reichsregierung gegenüber ein Verlangen nach dem anderen durch uud lvürden von allen Bundesregierungen beachtet unb gehört, während bie Landwirte, oft uneinig unter sich selbst, in ben wichtigsten Lebens- unb Existenzfragen wenig oder nichts durchzusetzen vermöchten. Nur fester Zusammenschtutz unb eifrigste Agitation tonne die wichtigsten Forderungen der Landwirte cuuiid) zur Geltung bringen. Der Redner sprach außerordentlich sa. stich, vermied atte Schlagworte. Man hörte so gekannt zu, bui; nur bei wenigen Gelegeicheiten Beifall laut werben konnte. Als er geendet hatte, brach ein Beifallssturm los, der sich einigcmale wiederholte unb Zeugnis gab, baß bie Worte bes Redners bic Herzen seiner Hörer gepackt unb sie überzeugt hatten.
Daraus nahm bas Riitgiied bes Bundes, Reichstagsabgeorb- neter Kreisrat Dr. SB al lau bas Wort. Tie Rebe des Direktors Hahn sei nach Form und Jnyatt gleich vortrefflick) gewesen. Er 0 o f f e, bie Hanbelsverträge würben günstig a u ch s u r üic Landwirtschaft ausfacken. Die Reichsregierung werde es nicht wagen für bic Landwirtschaft ungünstige Handelsverträge abzuschließen. Sollten sie es boch tun, fo würben er unb seine Fveunbe solche Hanbelsverträge ablehnen. Komme es barüber zur Auflösung deS Reichstages, so würbe baS Land der Rcichs- regierung bic gebührende Antwort geben. Es sei tiesvedauerlich, baß ber östr.-ung. Hanbelsverkrag von der Reichsr^gicruug am 1. Januar 1905 nicht gekündigt sei. Unsere Viehbestuube müßteii unbedingt vor ber Einsajleppung von Seuchen aus dem Auslanbe geschützt werden. Aua) diese Worte fanden lebhaften Beifall. Ter Wahltteis Alsfeld-Schotten-Lauterbach und ber Bunb der Laub- wirtc können sich zu diesem Vertreter im Reichstage gratulieren, Der in so überzeugender Weise sein Interesse für bie Wünsche ber Landwirte zum Ausbruck zu bringen weiß und von bent auch jeder überzeugt sein muß, daß er gegebenenfalls feine Worte in Taten umsttzen wird.
Run ertjiett der stellvertretende Vorsitzende bes Bunbes Karl Lucke-Patcrshausen das Wort zur Erörterung der Gesetzesvorlage betr. die Einführung der Landwirt- fchaftskammer im Groß Herzogtum. Seine Ausführungen gipfelten darin, daß die Gesetzesvorlage in dieser Form in einigen wichtigsten Punkten unannehmbar sei. Die Art der Wahl zur Lcmdwrrti'ch-aftskammer sei durchaus zu beanstanden. Tie Bezirtsoerbände hätten nach dem Entwurf allein die Macht in Händen, die Provinzialverbände unb die Lanbwirtschaftskammer elbst seien machtlos, letztere habe die unangenehme Aufgabe, die Erhebung der Beitrage zur Landwirtschaftskammer zu beschließen. Auch die Aufnahme der Freunde der Lcmbwirtschaft in bic Kammer gegen einen Beitrag von fünf Mark fei untunlich. Man könne voraussehen, welche Freunde der Lanbwirt- chaft bann an bie Spitze der Bezirtsverbandc gelangen würben. In die Kammer gehötten nur Landwirte. In viel schärferer tfonn äußert sich der Abg. Köhler, welcher auch eine Resolution einbringt, die er auf lebhaftes Zureden des Direktors Karl Hahn zurückzieht zu gunften der Resolution Lucke. Reichs- tagsabgeordnetcr Wallau gibt dem Kollegen Köhler Recht in ber Bemängelung ber Gesetzesvorlage für bie Lanbwirtschaftskammer. Der Schwerpunkt müsse in der Kammer selbst, bann in ben Provinziaiverbänben unb nicht in ben BezirkSverbänben liegen. In demselben Sinne sprechen sich die Abgg. Hirschel und Brauer, die sich außerdem vor der Versammlung beklagen über die Vertreter ber Regierung in der Kammer, etwa in dem Sinne, baß in der 2. Kammer bie Sozialdemokraten Trumpf seien. Rebe ein Sozialdemokrat, so hörten bie Regierungsvertreter achtungsvoll zu, prechc einer von ihnen, so sei man am Regierungstisch oft so laut, daß man auch mit einem guten Organ nicht immer burch- b rin gen könne.
Schließiich bespricht Pfarrer Schick von Burggemüubcu bic Nachteile, die dem hessifchen Staate erwachsen durch den Bau der preußischen Kanäle. Durch diese würden bie Bahnen leiben, ihre Rentabilität würbe finken unb damit auch der Anteil, den Hessen durch die preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft habe.
Tr. Hahn-Berlin bringt darauf folgenbc Resolution ein, die einstimmig angenommen wirb:
„Tie in Alsfelb tagenbe Lanbesversammlnng des Bunbes der Lanbwirte für bas Grobherzogtum Hessen spricht bas lebhafteste Bedauern darüber aus, baß bie Kündigung bes ö st reichisch -ungarisch en Handelsvertrages wiber alles Erwarten am 1. Januar 1905 nicht erfolgt ist.
Sie fürajtet, daß das Ausbleiben der Kündigung ein Mangel an Energie in ber Geltenbmachung unserer berechtigten natürlichen wirtschaftlichen Interessen bedeutet und sieht mit schwerer Sorge den kommenden neuen Handelsverträgen entgegen.
Tic Lanoesverjammlung erwartet von ben Rciajstagsabgeordneten des Großherzogtums, baß sie ben neuen Handelsverträgen nut bann ihre Zustimmung geben, wenn barin ein im Sinuc bes Bunbes ber Lanbwirte ausreichenber Zollschutz für ihre wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte unb ein vollkommener Schutz der Gesundheit unserer Viehbestände gegen Einschleppung von VichseuaMi aus deyi Auslanbe gewährleistet sei." Lucke-Patcrshausen bringt folgenbc Resolution ein, welche gieiaffalis einstimmig angenommen wirb:
„Ter hessischen Staatsregierung spricht bie Lanbcsvcrsamm- lung bes Bundes ber Lanbwirte im Großherzogtum Hessen ben Tank der Hessischen Lanbwirte aus für bie Einbringung eines Gesetzentwurfes in bie zweite Kammer ber Stäube, betreffenb bic berufsstänbige Vertretung der Landwirtschaft. In dem Bestreben, das historisch Geworbene zu erhalten, bittet die Lanbesvcrsanimlung die hessische Staatsregierung, die landwirtschaftlichen Organisationen aller Art ht ihrer bisherigen Verfassung besteheii zu lassen ohne Einordnung in bas Gesetz als wertvolle Hilfskräfte der zu errichtenben Landwirtschafts kämmet, schon um beSwillen, bannt auch ferner bie Freunde bet Lanbwirtschaft ihre cr- fpießliche Tätigkeit zum Besten betselben ausüben können. Eine gesetzliche Einordnung dieser Organisationen in die berufsstän- dische Vertretung wurde diesen Körper ungewöhnlich schwerfällig und unbeweglich gestalten und einem miliebsameu Bureau- ltatismus in_bic Arme treiben. Tie Versammlung bittet daher bic hessische Staatsregicrung, bic Lanbwirtschaftskammet bahin auszugeftalten, baß die Landwirte, welche ciu Vermögen von 30uU Mk., luic vorgeschlagen, an (Üruud und Boden besitzen, ober als Pachter als Betriebskapital, in jedem Amtsgcrichtsbezirt
einen Vertreter in He »u
haben. Ms Wahlmodus wird al l 9 1 gelten, wer irt
S’ÄÄ’Äln-ative ttk auf sich vercuugt" «„„„„nünben wird bic Rcsolu. » .............
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1 pruch gegen bic PjeuBj'• ? .„jt geschlossenen Lerirag bieie unvereinbar Em?En Lisenbaünen, 'unb der so geeignet betr. bie preubnch-hcfiiscsen U-tlcnoaflnc , . Ijd JU £iiricn/. ist, bic hessifchen ivnenbaln den von auswärts
Oekonomicrat Manien/bpr Lanbesversammlung
erschienenen Rednern unb lebbart ausgeuommenes Hoch
herzlichen Dank ^^ unb bti g ein Patershausen erwidert Lui7 und b“r Sorii^nbe schließt bic ungewöhnlich angeregt verlaufene Versammlimg. ——■———»
vermijcyres.
. Unwetter Tie leisten Tage der vergangenen Wocht , , ,nro “J fiberhriien fast dem gesamten Mitteleuropa Ä Stürme gebracht 2« d» ^eud von^^s f^ ging /. ^anuar ein I) c rt i ge » zo 1 n 1 1 . < n E
lTi-iil-patiiaem Sicaeu und furchtbarem ^turm nuaei. ~n^jrran
«roßen Schaden an. In Wilhel m s h o 1) c mürbe eine Buchen entwurzelt. Stu« bet lonjhge «chaben ist bedeuL Tie Fulba fuhrt Waller Schnee-
schmel-'.e iuib auhaltenbem Regen finb p r e c mw H a v e 1 sttllen veiieüber bie Ufer getreten und haben wette strecken über- chwemmt - Von ben deutschen Stuften liegen Nachrichten über eine Sturmflut vor Ter Elbdeich bei Twrebenfleth brohte zu burchbrechen Im Augenblick der höchttm Not trafen^ 400 Mauu MUitär aus Stabe ein und dichteten provtfotnch Hu ^etch, sodaf; bie Gefahr bes völligen Unterganges des -rorfe^ ^wr<.oc.L- fteth abgciucnbct sein dürfte. Mehrere Ewer wurden bei ber Hochflut vom Sturm so rocit. auf den straub geworsen^ daß fie neben den Bauernhäusern zwischen ben -oaumen liegen -pre Lan- bnngsbrücke von Helgoland i|t größtenteils ^^öllofchlagen, bre Düne stark beschädigt. Selbst bic Poftdampser haben hier ben Hafen nicht verlassen. Auch schwere ^rckjisfsunfatte haben fich creignct. Aus Borkum erfährt man, daß das FC u er] epi t T „Borkumriff" mit 14 Mann Besatzung abgetrieben fei. Rach einer Melbuiig aus Bremen ist der 9teptundampfer „Merkur , von Iiotterdarn nach Bremen^ uittcrwegs, auf Texcl geftrandet. Die Mannschast bcsindet sich nock> an Borb. -— ^61 ^)y ine* münbe ist der norwegische Dampfer „Adlcrgrunb gesunken. Ter Kapitän und vier Aiann sind ^c r t r u n E e n. Ein Schiffbrüchiger wurde von einem Harnvurger Schleppdampfer auf* genommen. — In Rotterdam wurden in kurzer Zeit ganze Stadtteile unter Wafser gesetzt. Im Hasen rissen sich Dampfboote los. In ea>eoeningeu droht das Tenrmai zur Erinnerung an die Ausschiffung König Wilhelms I. in das Meer zu feürzen. Bei Egmonb hat bic Flut eine Billa weggerissen. Mehrere Hotels beginnen dort au 3 ein a nb ct?, u f al Ten und werben eiligst geräumt. Im Zuibersce ist ein Schiff gesunken; bie sJJiannid}aft ertrank. Bei Tclfzyl straudelen zwei Schleppdampfer. Ter englische Tampfer „Emma" ist fcstgciahren und konnte bis jetzt nicht freigemacht werden. — In Toulon zerstörte der Sturm mehrere Gebäude unb richtete beträchtticyen Schaben an. Zahlreiche Familien sind ohne Obbach; mehrere Hanbelsschifsc find in gefährlicher Lage, einige Menschen wurden verletzt. — Aus ben Alpen unb ans Oberöfterreich, Wien > T i r o 1, Galizien nsw. laufen Melbungeii über enorme Niederschläge ein. Es herrscht Regen mit orkanartigem Sturm und Gewitter. Zahlreiche Trahtlcituugen sind zerstört. In vielen Gegenden besteht Hock)- wassergefahr. In den Tiroler Alpen gehen Lawinenstürze nieber. Tic Llrll>ergbahn mußte auf mehreren Strecken den Verkehr einstellen. Einige Züge sind überfällig unb cmfcheinenb im Schnee stecken geblieben. Tas Stäbtchen Glarus steht unter Wasser. — Zwiscyen Audcrmaunb Goschent.en ist der Posiverkehr unterbrochen infolge der Lawinenstürze. Ter Fluelpaß ist voll-' ständig unpassierbar. Es fahren keine Poften.
* Kleine Tages chronik. In Unna erschoß bei Landwirt Habdes sein 18jähriges Küchenfräulein unb bann sich selbst. — Ter Bürgermeister Wiesinger von Ischl erschoß f i ch aus Kränkung wegen Tiffcrenzeii mit der Gemeindevertretung. — Am 7. Januar stieß auf dem Bahnhof Wietstock (Ponimern) der von Stettin kommende Personenzug mit einem von Swinemünde kommenden Zuge zusammen. Ein Eisenbahii- bcamter wurde gelötet »brei Reisenbe verletzt. Tie Maschinen beider Züge wurden stark beschäbigt. Mehrere Wagen entgleisten Von Stettin ging ein Hilfszng mit Rcttungspersonal ab — In London trug sich ein entsetzlicher Unfall in dem neuen Ver- gnügilngsetablissemeirt Kollofeum zu. Es lvurbe ein Terbyrcnnen auf der Bühne dargestellt, wobei zwei berittene Pferbe zu jammen-. stießen. Das eine Pferd fiel in den Orchcstcrraiim, loobei ber Reiter unter das Pferb zu liegen kam. Er würbe derartig ne* quetscht, daß er auf ber Stelle vor den klugen bei entsticken Zuschauer verschieb. Tas Pferb mußte getütet werden. Der Reiter bes anberen Pferbes würbe schwer verletzt. — In ber Station guHein iheß ein ausfahrender Perfonenzng auf mehrere leere’ Waggons, wobei a Reisende verletzt wurden. — Jii Ebrzanoni entwendeten auf dem Posmmte iniMmuite Täter zwei Postsäcke welche außer Briefen unb Wertstnbungcn auch eine Barsumme von IdOOtt Kronen enthielteii. - In Paris fand man in eiX Sacke eine Frauenlciche. Die Ermorbcre ist 20-4
Brust .imÄ Unterleib fehtten. Der Gcrichtsar t ist bc"r Ansicht tzak /er Mord vor einigen Tagen begangen worde.i ist In dem Hote^„Änglcterre" rn Rom wurde der Direltor Berthold Eisman^ xw Teutscher, von emem italienischen Kellner, ben er attS butte durch einen Me,,erstich lebensgefährlich verletzt Ter
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schleckst. Tas Publikum blieb uuhi«. Borhaug fimftiomeiTi
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Kirchliche -.achrtHist'
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gpielplaK der vereinigten Frankfurter Ztadttheater.
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/Blondelfcheii". Abends 7 Uhr- 3um ^alb 4 Ul^v
hierauf: vßa cabrera/’ Sonntag den iä A I ci c; »Helena", halb 4 Uhr: „Blondelfchen. Abends 7 ))^ ' ^^"lar, nachmittags „La cabrera." Pchntag den 16. herauf.
Dienst«-, dm 10. , ...
den 11. Januar: „Minna von' Logenbrrcher." Mittwock 12. Januar, abends halb 8 Upr- An”1* f -Donnerstag der 13. Januar: „Faust", 2 Teil' '^^mnuluS. Freitag den „Tie Biederleute." ^oxmtaa L bcu 44' ^anuarl
Uhr- „Sie Logenbttider." Abends '?'n 11,."°^^'
2. -teil. Alontag den Iß 1. / tihr. Faust/
dm 17. Jannnr: „F a u \i‘‘, 2? J e“ L i'EÄbmd"^'" Dlenrlaj - '' 'Nch-^nnders bm.erkt, abmds mn 7 Uhr.


