Ausgabe 
5.12.1905 Drittes Blatt
 
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Montag 5. Dezember 190o

Drittes Blatt

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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

chwarzbrot 2 Kg. 48 Pfg

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Gd)ulftx.f.

XeL Nr. 61. Te1egr.-Adr. i Anzeiger ®ufr*.

155. Jahrgang

Vt'lilische Tagesschau.

Tabakernte und Tabakbesteuerung.

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die GiePencr Fleisch- und Brotpreise am 4 Dezember 1905.

scheint »glich Ausnahme de« Sonntags.

CkeÄletjener Lamllienblätter- werden dem ,Anzeiger viermal rodtheniHd) beigelegt. Der ^.rjfljch« CanööUt** er>cheuU monaUich einmal.

Wetzen 100 Kg. 18.70 ü'tt.

Roggen 100Kg 17 25-00.00 Mk.

c2er Papa sagt,

* bn sollst schnell eine Schachtel Fap'S ächte Sodener Mineral- Pastisten holen lagen. Dann sollst du ihm eine Tasse heiß« Tiilch machen unb 6 Pastillen hinein tun. Papa sagt, er null endlich feine» Katarrh los sein, und die Pastillen würden damit schnell ein Ende machen. Unb dann be­komme ich auch welche, mein Muttelchen, ja? Ich hab bodj immer den bösen Husten. Tie Schachtel kostet nur 86 Psg.

wobei bald der eine, bald der andere unten zu liegen kam. Rach beendetem Zweikampf vermißte Schmidt einen Geld­betrag von zirka 15 Mk , den er vorher noch in seiner Westen- tasche gehabt hatte. Ter Angeklagte gab vor den Ge­schworenen zu, daß ihm beim Ringen mehrere farte Taler in die Hände gefallen seien, die seinem Gegner wobl aus der Tasche gefallen sein müßten, er bestritt aber entschieden, daß er als Bäckerbursche Geld unterschlagen hat und man ihm wohl zutrauen kann, daß e5 ihm bei der Affäre hauptet, das Geld habe er später auf dem Kampfplatz ge­sunden, als Schmidt denselben bereits verlassen gehabt habe. Ter Dragoner Schmidt erklärte, er habe bei der Rauferei nicht das geringste gemerkt,^ daß es dabei auf seine Bar-

sprechung des Hauptmannes. Auch die Urteilsbegründung war nicht öffentlich. o

Jena 4. Dez. Der 3. Zivilsenat dos Obcrlandesgerichts beschäftigte'sich heute in fünfstündiger Sitzung mit der Berufung der Prinzessin Luise von Koburg gegen W UrW des Landgerichts Gotha, das sich in dem (F b e f (b c t b u n g 5 r prozeß der Prinzessin für »ustündg erklärt hatte. Lie Be­rufung bestritt die Avmpeten» eines bcutfdx» Gerichtes. Bewc Parteien roar-n zur Verhandlung nicht erfdnenen. Rach längerer Beratung verkündete der Senat, daß die Bersung kosten­pflichtig zurüäzuweiseu sei. Damit ist das Landgericht

His-nbaün-Ikitung.

Karlsruhe, 3. Dez. Zn einer stark besuchten Eisen­bahnerversammlung erklär.e Abg. Fruhauf, daß er bei der Interpellation über die Fl e i sch t e u er un g, ber welcher der Schwerpunkt in Berlin liege, den Antrag stellen werde, den st a a t l i ch e n A r b e t t e r n eine s o s o r t t g e T e u e r- ungszulage von zehn Prozent zu gewähren. Er hoffe, der Antrag werde eine Mehrheit in der Kammer finden.

Ter Vorstand be§ preußischen Eisenbakm-Fahrbeamten- Dereins hat an den Minister eine Eingabe um Bewilligung von Teuerungszulagen gerichtet. Ebenso haben die Arbeiter- ausschusse das gleiche Ersuchen an die Eisenbahnbirektion gelangen lasten.

iirb Woläswirlschafl.

Vom Russenmarkt- Tie Baissestimmung für die Ruffen- werte halt fortgesetzt an unb immer schwieriger und ungewisser gestaltet sich die Beantwortung der Frage nach der wetteren Ent­wicklung bet Tinge im Nachbarreich, da nach aUem die Regiev- ung den Ereignissen machtlos gegenübersteht. Zu weiteren ev- maßigtcn Kursen haben sich gestern sowohl an der Berliner wie an der Frankfurter Börse starke Umsätze m russischen Staats», papieren und Prioritäten vollzogen. Bei schärferem Hinsehen gewinnt mawimehr und mehr die Ucberzeugung, daß es sich weniger um Angebote aus Kapitalisten kreisen handelt, als um das Spiel der Eontremine, die eine starke Position annimmt und an Kraft gewonnen hat, nachdem sie auf Erfolge zurückblickt, der Lon­doner und der Pariser Platz unterstützt sie. Tas deutsche Prrvat- publikum interessiert sich bei gewichenen Kursen wieder für russische Eisenbahnprioritäten. Alle anderen Gebiete sind von der Baisse­strömung mehr oder weniger mitgerissen.

WHatonen Stück Doering's Eulen-Seife lind bis Ende 1904 zilm Verland aelangt. Keine andere Toilette-Seife Hai einen solchen Erfolg aufzuweisen' Dieser Verbrauch ist der beste Beweis st'ir die Güte und die vorzügliche Wirkung des Fabrikats. Man weise minderwertige Nach­ahmungen zurück und verlange nur Doering's Eulen-

Leise, welche unn Vrei'e v. 40 Pf. v. Stück in eleganten Weihnachts- Cartoils ohne Preisanfichlag überast zu haben ist. !'/.

^tnivcrfttäts-'Nachrilüten.

Jena, 4. De,. Die Entscheidung d's Senats der Universität in der Ausländerfrage geht dahm, daßden Inländern beim Belegen von Plätzen für Vorlesungen und Hebungen m den Instituten bis drei Tage nach dem tatsächliAen Beginn der Vor- lesungen der Vorzug eingeräumt, andererseits den Ausländern ein Zusammenschluß zu Verein m nicht untersagt wird, sondern nur b^s Farbentr"gen. Ueher die weiteren die Immatrikulation unb die höhere finanzielle Belastung betreffenden Forderungen ;u erttscheideu, erklärt sich der Senat für unzuständig, da dies Sache der bette ff-nb^n Regierung fei. Der ^nat erklärt zum Schluß, die deutschen Universitäten sind nationale Anstalten, tn denen neben der Wiss-nsch-st deutsche Gesinnung und Gesittung gepflegt werden soll. Wer die Wissenschaft als solch« 'st mter- national und fall geistige Anregung geben unter den Völkern hin­über imd herüber._____________ _

§pirlplaK der meiinqtrn .frankfurter ßtadtthealer.

Opernhaus.

Dienstag den 5. Dezember'): -,Aida. Mittwoch den 6. Dezember: 3 Abonnemenis-Konzert. Donnerstag den 7. De­zember : .Die verkaufte Brant." ftreitag den 8. Te^mbw: .Undine." Samstag ben 9. Dezember, abenbs halb 7 Uhr: Rienzi. Sonntag ben 10. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: .Hänsel und Gretel." dibends 7 Uhr:Garmen/ Montag den 11. Dezember, abends halb 8 Uhr:Der Waffenschmied/

Schauspielhaus.

Dienstag ben 5. Dezember*):Der Grostknecktt. Mittwoch den ß Dezember:Die Brüder von St. Demhard/ Doimer-tag den 7. Dezember:Don Earlos/ Freitag den 6 Dezember: Was ihr wollt/ SamStaq den 9. Dezember: Zu Dunsten Der notleidenden Opfer in Rußland. Neu einstudiert:Die Macht der Finsternis/ Sonntag den 10. Dezember, nachmittags halb 4 Uhr: Stein unter Steinen/ Abends 7 Uhr: »Die Journalisten. Montag den 11. Dezember:Der Großknecht/

') Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

pW allgemeine Wahlrecht vor dem o^erreichischen SidlUJUrflfridiL

_ ... r.^ th. Gießen, 5. Dez.

Als" der*Wiener" Reichsra? im Spätsommer zum ersten Gestern flal wieder zusammentrat, da stellten Kundige ihm die becher dte der

-i innfr er merhe keine NNlibiNe Arbeit leisten sondern I Provinz Oberhessen. Veri^andelt wurde swgen ben bereits M^M^ndat-positik und wieder Mandatspolitik treiben, dreimal wegen ^'.«^'^^hen vorbestrasten19 >ahre - , Sntahnfif'T mnr es denn niirf* maß sich bei vielen in Iasten Arbeiter Heinrich Berg, geb. zu Bad'Nanheim, z L kund, lew in Butzbach wohnest, welch« des St raße nr ° u b e s

»b Herr von Terschatte fand damals das hübsche Wort, angeklagt ist. Sie er Reichsrat habe wie eine alternde Kvkette ein wen-.g bald, wahrend Rechlscm^lt Arnold die Berteidlgung WSUWsSSWss- NKMMMWSSMWW elmbaufcS sich fiir das allgemeine Wahlrecht erNarte. ehe er von Bnchbach sart^, noch seme Pr^el d b

anVnn Ä?f?i!b mi^^Usenbeit^das ^rerk der Rach? der ihn erwartende Schwager des Dng?klagten den Schmidt

: SÄÄ W auf r«"^eMtÄgU^^nSub°\F^^t- Lg

lpricht für den staatsmännischen Blick des Herrn v. Gautsch, daß er voraussah: wenn einmal das Schlagwort des allae- mfinen Wahlrechts in Ungarn auSg^geben sei, werde die Deutliche Meinung sich au' in Oesterreich nicht länger hallen lassen. Es spricht 'ür seinen staatsmännischen Mut, daß er, als einmal die Würfel in Ungarn gefallen, seine örkenntnis in politisches Gondeln umsetzte. Was aber am meinten für ihn und sein Können spricht, ist die Art, wie er sich der dornigen Aniaabe entledigt hat, ein Wahl- tescirmProgramm zu schaffen, das dem Gedanken des all- aemeinen Wahlrechts nichts vergibt und sich doch schmreg» jam den spezifisch österreichischen Bedürfnissen, vor allem j.-nmn höchsten Bedürfnis Schuhes nationater Mmo-. --- ^esehe^''getL'sen"ivLre." In der Beweisaufnahme Molfen anpaßt, von dem d e PolttischeCristenz { Ä Urbe festqestellt, daß der Angeklagte nicht gern arbeitet Ichen m Oesterreich abhangt. Mich Graf Taaffe hatte emst i i Dückerbursche Gelder unterschlagen hat und

dm Reichsrat ein allgemeines Wahlrecht vorgelegt, aber b rutrauen kann daß es ihm bei der Affäre

'in solches, das den deutschen Besitzstand ^ ^Er slawischen Schmidt von vornherein darauf ankam, sich in den

W,». >«. ...W y.K.

SSÄmÄg«'te i!"S!"?L"LLÄS»" Eltern die ^^^fTnbnerXn°S Ten Geschworenen wurde die Sckfuldfrage nach Straßen-

Mtnisfe den Ausschlag geben ^d sichert den deutschen unb ben ^ll der Bejahung die Frage nach mildern- Jcs. tzstand und den' deutschen Einflug auch rm künftigen , Umständen nörgelest. Auf Antrag der Verteidigung 1 nmcl1t des allgemein.n ^nbfrerft.. | rourbc bie Fragestellung noch dahin ergänzt, ob Körperver­

letzung und einfacher Diebstahl vorliegt.

Oberstaatsanwalt Theobald plädierte im Sinne der AnNage; nach der ganzen Sachlage handle es sich um das ,e v K, .Verbrechen des Raubes, das unterliege keinem Zweifel, doch Tas 4. VierteljahrSheft zur Statistik des Deutschen man dem "Lngeklaglen mildernde Umstände zubilligen, cbt eine Statistik der Tabakernte b^r spreche die Jugend desselben, sowie die Geringfügig- -utschen Zollgebiet für das Ernte-1 fe{t ber gestohlenen Seiche. Man müsse den Angeklagten vor dem Zuchthause bewahren, vielleicht sei es möglich, ihn noch auf den rechten Weg zu bringen, wenn er Soldat wird. Rechtsanwalt Arnold trat für Verneinung der Frage wegen Raubes ein. ES sei in der Verhandlung nicht nachgewiesen, daß sein Klient von Anfang an die Msicht hatte, Schmidts Barschast zu stehlen. Es war lediglich seine Absicht, den Schmidt zu verhauen, und erst später mag er den Gedanken bekommen haben, den Diebstahl aus- zufuhren. Ter Bestohlene selbst habe ja erklärt, er habe nichts davon gemerkt, daß jener es auf seine Barschaft ab­gesehen gehabt habe. Es liege einfache Körperverletzung und Diebstahl vor. In diesem Sinne bat er die Geschwo­renen, ihren Wahrspruch zu fällen.

Diese folgten der Lnsia,-t des Vertreters der Staats­behörde und erkannte auf das Vorliegen eines Raubes, billigten aber dem Angeklaaten mildernde Umstände zu.

Ter Gerichtshof erkannte darauf auf eine Gefängnis­strafe von 1 Jahr und 2 Monaten unter Abrech­nung von 2 Monaten Unterfuchungshaft. Begründet wurde das Strafmaß damit, daß auf Straßenraub, selbst bei Zu- | billigung mildernder Umstände als Minimalstrafe ein Jahr

/SSW O Sfr W fRotartonebrutf unb ©erlag bet Vrübl'fckre»

KUniDerfuäiäbruderet R. Lange, Diebe«.

«cicches, Jahrgang 1905, aivt eine Statifttk oer Lavarernu und Tabalbesteuerung im oeutschen Zollgebiet für das Ernte> jo^rr 1904 (1. Juli 1904 bis 30. Juni 1905) und einen vor­läufigen Nachweis über den Tabakanbau im Jahre 1905.

Mit Tabak bebaut unb abgeerntet wurden im Jahre 1904: 15 583 Lektar gegen 1903: 16 552 Hektar, 1902: 17 325 öeftar, 1961- 16 963 Hektar. Tie Ernte an trockenen, dachreisen Blattern frrrug 34 381 Tonnen (1903: 33 072 Tonnen, 1902: 37 698 T-. 1901: 40 013 T.). Tie angebaute Fläche war also 669 fceftar Iriner, die geerntete Tabakmenge dagegen 1309 Tonnen größer 15 im Vorjahre. Von 1 Hektar wurden durchschnittlich geerntet ?1,7? T.-Ztr. gegen 20 T-Ztr. im Vorjahre, 21,8 D-Ztr. im 3-brt 1902 unb 23.6 T.-Ztr. in den Jahren 1901/1900. In iirt einzelnen Direktivbezirken schwanken die (Erträge ä^TJiTtryen ] 10,3 D.-Ztr. in Sck'lesien und 32,4 D.-Ztr. in Wesstneußen: ^mnachisl hatten Elsaß-Lotbringen mit 27,4 T-Ztr und Hessen- 9rHau mit 25,9 T.-Ztr. auf 1 Hektar die höchsten TnichschntttS- rrige. Ter mittlere Preis für 1 D.-Ztr. dachreifen Tabak ^rechnet sich einschließlich bet Steuer durchschnittlich ans 77,5 rk gegen 82,6 Mark in ben Jahren 1903 und 1902 Verhalt- 'Smäßig gute Ernten hatten Ostpreußen und daS Grvßherzogtum ffen: befriebigenb war die Ernte in Hessen-Nassau. Der un- iföhnlich heiße unb trockene Sommer 1904 hielt faft überall

Tabakpflanzen mehr oder weniger im Wachstum ?imia. Tie Witter blieben häufig dick und schwer, so bah d^r.T'abak »vohl r?er ins Gewicht fiel, aber an Güte zu wünschen übrig ließ, ^rr inormiert fei ' ^nxir sei der Angeklagte bereits

- /.k wurde m.r I* batoif au» dir Unt^sch" MNg und Tirbstatzls breimti »oibeftraft,

1 «06anbeUanr im^»orUegtnben M-° gemein und. hinter-

--NI Geschmack. Oserilch und Brand ergeben hoben, bereich weme listig gehandelt. Der Gesetzgeber habe den ^raßenraub r Signrcttenfabrif'tion, besser zu Schneid- und ebinntabaf mit hoher Strafe belegt, es sei aber zwetfeklos dabei an einen rlg neu soll, auch hierzu erst nach längerer Lagerung. I fo milde liegenden Fall wie den vorliegenden nicht gedacht

9Ln Tabaksteuer wurden im Emteiahr 1904 erhoben 11,4 Mm morden. Aus diesem Grunde hat der Gerichtshof trotz vor- iUtf, an Zoll vom Tabak 59,0 Millionen Mark. Nach Abzug straferschwerender Momente nicht erheblich über

vr gezahlten Ausfiihrvergütungen l363 467 Mkl verblieben al? » geringste zulässige Strafe erkannt. Ter Staatsanwalt

m

Trrr Verbrauch an fabrikationsreifem Rohtabak berechnet sich erkannte die Rechtskraft des Urteils an. jTrtrr Berücksichtigung der Ein- und Ausfuhr auf 1,56 31110= --- -

m nm filr den Kovf. Ter vorläufige Nachweis Übiw den Tabak- A;ti4Ulaat.

irboau im Jahre 1905 ergibt als Gesamt-Flächenmhalt der 'm r,

'intfcben Zollgebiet mit Tabak bepflanzfm Grundstücke 14 451 Thorn, 3. Dez. Dm dem hiesigen S^iegsgericht hatte sich ü^r aeaen 15 883 Hektar im J^bre 1904. der Hauptmann a. D. von Sckmieterlöw aus Wiesbaden.

' ' früher Platzmajor der Thorner Kommandantur, wegen Beleidig-

ötTtfie und Hchule. ung und Nötigung, begangen in einem Gisenbahnwagew.

w w Mtteil 2 Klasse gegenfiber einem Mitreisenden, einem StationS-

Wie die ,.Köln. Ztg *' aus Berlin von sicherer Quelle otssistenten aus Danzig, zu verantworten. Tie unter Ausschluß Mhrt, enthält der neue preutz. Schulgesetzentwurf^ OefseMlichkeit gejährte Verhandlung endete mit der Frei- jbexr die Lehrer gehälter keine Bestimmungen, auch' nmd die Einbringung des Gesetzentwurfes über die Regel- Mi der Lehrergehälter in dieser Session dem Landtage ncttt zugehen, sondern die gesetzliche Erledigung der Frage iortn im Anschlüsse an das jetzt vorgelegte Schulgesetz später chhlgen. Aber um als berechtigt anerkannten Wünschen frn Lehrer schon vorher entg-genzukommen, werden in den tia-rjährigen Etat einige MilU'^en zur Erhöhung der Lehrer- zrUälter eingestellt.

G-?'ha endgiltig für zufoi.id.g crll rt. Eine mündliche Begründ. nng wurde dem Urteil nicht beigegcben. ,

^ iterlcrocgung.

Rüsselsheim, 3. Dez. Die d r o hende SchN e ß u n g der Lpelschen Werke ist in letzter Stunde glücklich ver- hütet worden. Zwilchen der Oberleitung der Fabrik und den Streikenden wurde am Freitag ein Euioernetzmen erzielt infolge­dessen die Schleiferabteiliing nachmittags die Jrbcit n5.ieöft aui- nabm. Die angedrobte allgemeine Aussverrung ist damit glücklich verniieden worden. Die Lage schien vier schon ihre unangenehmen Seiten zeigen zu wollen, denn halbwüchsige Jungen versuchten schon roährenb der letzten Tage zu demonstrieren, indem sie ,ohlmd und spefiakulierend uinherzogenauch schwere Exzesse wurden befilrchtet, weshalb man rechtzeitig die tzlendarmerie durch Zuzug von aus­wärts verstärkte. (M. Journ.)

Höchste Schlachtviehpreise in F r a n f f u r t a. 9)1.

Fleischpreise in Gieße»

Achsen

kalber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht

80 -83 Mk.

', Kg. Schlachtgew. 86 90 Pf.

, 78-00

'/, Kg- 72-82 Psg.

»/, _ 7080 , »4 80 90 ,

Getreidevreise in Mannheim

Brotpreise in Gießen