Ausgabe 
8.9.1905 Erstes Blatt
 
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Kaiser Wilhelm II. trug, begrüßte während deS Abschreckens der Front die Offiziere des Regiments, welche auf dem linke« Flügel der Ehrenkompagnie Aufstellung genommen hatten. Hierauf fand großer militärischer Empfang statt. Sodann fuhren der Kaiser und die Kaiserin in einem offenen Wagen, eskortiert von einer Eskadron deS 1. Bayerischen Ulanen-Regiments Kaiser Wilhelm II., nach dem König, lichen Schloß. Die kronprinzlichen Herrschaften und dir übrigen Prinzen und Fürstlichkeiten folgten in weiteren Wagen. Im inneren Schloßhof erwies eine Ehren­kompagnie des Infanterie-Regiments Kaiset Wilhelm (Großh. Hessisches) Rr. 116 an§ Gießen die Honneurs. Im Schlosse fand sodann der große Empfang der Spitzen der Ziv il be h örd e n der Provinz Hessen-Nassau statt.

Auf der Saalburg und im Schloß Friedrichshos.

Der Kaiser fuhr um 2 */, Uhr im Automobil nach der Saalburg über die neue Altstadt-Ueberbrückung, welche dann dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde. Die Kaiserin war mit dem Prinzen Eitel Friedrich in einer Equipage vorauS- gefahren. Dem Kaiser folgten in einer Reihe von Automobilen die anderen Fürstlichkeiten und das Gefolge.

Der Kaiser ließ sich auf der Saalburg verschiedene Donatoren vorstellen, so Mr. Roß Winans aus Baltimore, den Stifter der porta sinistra, Dr. v. Henrichs, den Stifter der porta prätoria, Kommerzienrat Aschrott, den Stifter der porta dextra. Kominerzienrat Albert aus Wiesbaden, den Stifter des Mithraeums, ferner den Großbritannischen Konsul Niesten aus Köln, den Stifter einer Sammlung römischer Glasgefäße, Verlagsbuchhändler PeterS auS Heidelberg, der einen Band der RcichslimeSschrift für das Saalburgmuseum, und Direktor Blümlein, der sein Buch .Der Kampf um die Saalburg" überreichte.

Auch Prinz Harald von Dänemark besuchte heute nachmittag die Saalburg.

Von der Saalburg begab sich der Kaiser mir dem Prinzen Heinrich nach Schloß Friedrichshos im Automobil und kehrte' gegen 6 Uhr nach Homburg zurück.

Die Tafel.

Am Abend fand eine Tafel bei den Majestäten statt, zu der die hier anwesenden Fürstlichkeiten, darunter außer ren schon genannten hohen Herrschaften die Prinzen Arthur v. Großbritannien und Leopold v. Bayern, Großfürst Georg Michaelowitsch von Rußland, die Umgebungen und daS Gefolge, General v. Eichhorn, Oberpräsident v. Windheim und Earl of LonSdate geladen waren.

Gießen, 8. September.

Der Ev angel. Arbeiterverein veranstaltet an Sonntag eine Besichtigung der Klärbecken-Anlageo unter Führung des Stadtbaumeisters Braubach. Die Zu- ammenkunft ist um 3 Uhr an der Margaretenhütte. Freund- des Vereins können sich anschließen.

]. Nidda, 7. Sept. Die Wirtschaft und Metzgerei zum Hessischen Hof", Inhaber Wilhelm Preusch, wurde für 48 000 Mark an den Gastwirt Vöcher in Oberlais verkauft,

Friedberg, 7. Sept. S. K. H. der Großherzog raf gestern nachmittag kurz nach V,6 Uhr mit Automobil )ier ein. Zum Empfang war Kreisrat Fey im Schlöffe an­wesend. In Begleitung befanden sich Obersthofmarschall v. Westerweller Exz., Oberstallmeister Frhr. v. Niedesel Ex-, Generaladjutant Generalmajor v. Wachter, die Jlügeladjm tanten Rittmeister Kraemer und Oberleutnant Frhr. vov Mastcnbach. Heute empfing S. K. Hoheit die Herren Kreis- rat Fey, Oberstleutnant Mootz, Oberstleutnant Zahn vom Großh. Gendarmeriekorps, Bürgermeister Baurat Stahl, Schriftführer des Komitees für das Erinnerungsgeschenk der Frauen des Kreises Friedberg, ferner die Damen diese« Komitees: Frau KreiSrat Fey, Frau Oberamtsrichter Böttcher (Vilbel), Frau Geh. Kirchenrat Kalbhenn (Burg-Gräfenrode), Frau Stadtv. Damm, Frau Bürgermeister Dr. Kaiser (Bad- Nauheim), Frau Melchior (Butzbach). Morgen wird sich S. K. Hoheit mit Automobil auf das Paradefeld begeben und dort zu Pferd steigen. Die Rückkehr hierher erfolgt morgen abend.

(k.) Friedberg, 7. Sept. Die hessische MissionskonferaA hielt heute in unserer Stadt ihre 11. Jahresversammlung Nach einer Sitzung des Vorstandes unter dem Vorsitze des PsirrnnL i. P. Leydheckev-F-rankfurt, imirde in der Burgkirche die Haupt- Versammlung, bitrdj Ansprache und Gebet des Direktors Prof. Dr. Wurster vom Predigerseminar eröffnet. Dann sprach der Leiter der Rheinischen Mission, MissionÄnspektor Hausleiter über Die Mission und den Her c ro a u fstan d". Die Empörung wurde nach seiner Meinung veranlaßt durch Dürre, Rindnpest, Teuerung und nicht zum mindesten bnrd) den Länderwucher, ben gewissenlose Weiße trieben. Auch die Ausbeutung vei> a r m't e r N e fl e r hat diese zum Vertragsbruch und zur Empörung gegen Deutschland getrieben. Man hat nicht verstanden, den schwarzen Mann zu behandeln. Jetzt ist das He- rervvolk größtenteils vernichtet, die Rinder her - den sind zusammengeschmolzen und die W a s s erstell«' durch Tier und Mensch vernichtet. Auch die früher blühende Tätigkeit der Mission ist auf Jahre hinaus unterbunden. Miß sionsinspektor Schreiber aus Bremen sprach über:Die Stellung der deutschen Kvlonialregierung zu den Missionsschulen . Der geplante Anschluß der Geistlichen der Provinz Rhemhesser an die hessisckw Missionskonferenz kam nicht zu stände uno wurde auf nächstes Jahr vertagt. Heute abend fand ein; öffentliche Versammlung im Saalbau statt. Professor D. Wurster begrüßte die Konferenz. Der evangel. Kirchenchor trug untei Leitung des Pfarrers KleebergerEhre sei Gott in der Höhe vor. Missionsinspektor Schreiber schilderte seineErfahrungen und Erlebnisse auf einer Inspektionsreise in Deutsch-Togo . In höchst interessanter Weise beschrieb er das religiöse, kirchliche, soziale, wirtschaftliche unb intellektuelle Leben der Neger. Dar« nach erfolgten Lichtbildervorführungen über die Mission auf Sw matra und Gesangvortrage des Kirchenchors. Die Versammlung war von den Bewohnern Friedbergs und vielen Geistlichen stari

B. Darmstadt, 7.Sept. J!n der heutigen Stadt» Verordnetensitzung wurde bekannt gegeben, daß de^ kürzlich verstorbene O b e r s ch u 1 r a t Wagner in seinem Testament die Darmstädter Schulen mit einem g to < ßeren Legat bedacht hat. Er fyat bestimmt, daß jede bet städtischen Volksschulen und der Mittelschulen für Knaben sowohl, wie für Mädchen je 500 Mk. und die höheren Schule^ je 1000 Mk. erhalten sollen. Später beschäftigte sich di- Versammlung mit einem Antrag auf Regelung der Ge" haltsvcrhältnissc der Schutzmannschaft uw>. angemessene Erhöhung der Gehälter der unteren Beamten Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters wurde der Antrag dem zuständigen 'Ausschuß überwiesen, nachdem er die Zw

Deutsche, »eich. Kaisermanöver 1905.

Berlin, 7. Sept. Der Kaiser empfing gestern den L

Bildhauer Martin Wolf. Heute vormittag auf der Fahrt Homburg v. d. H., 6. Sept. 1005.

nach Homburg v. d. H. hörte der Kaiser den Vortrag deS Der Landgraf und brandenburgische General der Kavallerie i Chefs deS Zivilkabinetts, Wirkt. Geh. Rats Dr. v. Lucanus. Friedrich II. von Homburg, mit dem silberneu Bein, der das 1 DerTägl. Rundschau" zufolge ist der Militär- Schloß zu Homburg erbauen ließ und auch sonst dem Städtchen ;

schriftsteller Generalleutnant v. Boguslawski heute gc- nach dem großen Kriege nach Möglichkeit aufzuhelfen suchte, starben. würde seine Freude haben, wenn er es heute sähe. Nicht 1

DieTägl. Rundschau" bestätigt, daß unter den nur, daß Fahnen und Banner wehen allenthalben, deutsche Kolonialvorlagen, die dem Reichstage bei seinem Zusammen- und auch viel fremde Farben, dem internationalen Bade­tritt zugehen werden, auch eine Vorlage über den Bau einer Publikum entsprechend nicht nur, daß dasSalve im- Eisenbahn von Lüdcritzbucht bis Ku bub sich 6c» perator von reichen Triumphbogen und Ehrenpforten herab­finden wird. winkt, daß Tannengewinde und Rosenguirlanden sich von

Leipzig, 7. Sept. Der Zentralvorstand deS evang. Fenster zu Fenster ziehen, auch sonst wächst und rührt sich -Vereins der Gustav Adolf-Stiftung macht bekannt, die Stadt: die neue evangelische Kirche geht ihrer Vollendung daß die diesjährige Hauptversammlung deS Gesamt- entgegen, und die neue Brücke, die in der Verlängerung der vereinS in Brom berg nicht stattfinden kann. (Wegen Luisenstraße über die Häuschen der Altstadt hinweg zur Dorn- der Cholera in jener Gegend?) Holzhäuser Chaussee und damit direkt in die Berge führt, ist

" '----------- ----------" ----I fertig, und man nimmt an, daß der Kaiser sie benutzen wird,

Ausland. Iwenn er auch diesmal zur Saalburg hinauffährt.

London, 7. Sept. Zu der Entdeckung einer Ver schwör - Das Kurhaus, die Stätte für das Militär- und das ang in Sm'yrnn wird aus Konstantinopel gemeldet: Vor Ziml-Diner, den Zapfenstreich und andere Veranstaltungen, etwa vier Monaten sind zwei Armenitt nnd E Frau nach um seiner Bestimmung als Vize-Schloß würdig

W ÄÄÄ intt'W* «Meinen; nach den Pa.ktorrasf-N hinaus harrt ein Prunk,

plosion und sahen einen Mann blutüberströmt auf die zelt der hohen Gälte, m den Nebenraumen wirken und schaffen Straße eilen. Der Polizei sagte er, er habe fick selbst nnt einer Küchenmeister. Der alte, aber unermüdliche Pro-

Piswle verletzt. Die Polini überwachte das Haus Aid nahm emcJrc«ot Noßlwrg exerziert seine Musikermassen, und draußen aus £££ ÄJbnfbllen- den, ParadeMh zi-h-n die 1«. Paniere D°°btzäune Für Maschinen und 700 Dynamitpatronen wurden gefun- die Automobile ist em besonderer Weg nach dem Paradefeld den, ferner zahlreiche Miefe und Pläne, ans denen hervvrgeht, sehen.

daß es sich um ein lange vorbereitetes Komplott handelt. - be§ 18> Armeekorps, daS gegen das 8. Korps

eSt bb?nm Eni" ?l8mbi8 Tu den'^an? gelben wrbJ bie diesjährigen Kaisermanöaer durchsühren soN, sind bereits sollten. Der 10. -Swtember sollte der Tag des Attentats fein, zusammengezogen, lieber 7000 Mann liegen m Frankfurt, Die Verschwörer erhielten viel l^eld aus dem Auslande. überall in den Dörfern ist Einquartierung, als uns der

Haag, 7. Sept. Rach9/J ^ug hierher führte, sahen wir die Mannschaften zum Appell griff mtf holläudischc^ Patrouillen zwei Unteroffiziere und fünf antreten, in Drillichanzug mit Helm, die vierte Hose m der Soldaten getötet, und zwei Offiziere und 14 Soldaten verwundet. Hand ober sonst m einem verschmitzt zusammengestellten Auf- Der Feind verlor 41 Tote. . zug und hier in Homburg liegt auch schon die Leib-

^s^,?erdam, 7. Sept. De Zionisten nendarmerie, die LohcngrinS zu Pferde, deren Anblick eben

n« 0 ti nnm. SleOira.nn batum den Berlinern bei der mehrfach verlchabenen Parade

soll sich bereit erklärt haben, pachtweise ein größeres Gebiet entgehen mußte. Sehr schmuck und iM Vollbewußtsem Ihrer -abzutreten. , Bedeutung durchrasen die -Herren vom freiwilligen Aiitomobil-

P ans, 7. Sept. Das Sekretariat der Pariser P^otfe be^l. , ihren Kraftwaaen die cnaen Straßen, schloß gestern den Antrag des Direktors enter amerikanischen I rorps aus iyren 5tra|i g g «

Versicl>eriingsgesellschast dahingehend, einer internationalen Das Wetter ist warm tmd schön, die Aepfelbaume und Subskription für ein Roosevelt-Denkmal zu vep- Rosensträuche glänzen m der Abendsonne, und so ist zu anstalten, nicht stattzugeben. ^ffen, daß uns beffere Manövertage bevorstehen, als jene

Wie aus C a rr a c a s berichtet wird, traf iMsEt 8 Jahren mit ihren furchtbaren Regengüssen, wo kotbespritzt Castro alle Vorsiwtsmaßregeln bezüglich oer erwarteten LsaMte-1 s»« 1 q q

riflteiten mit Frankreich. Der Präsident bat große Posten von und durchgemeicht die Mannschaften deS 18. und 8. Korps Munition augekausi angeblich zur V e r t e i di g u n g der v en e ff, der Schlacht bei Hanau gegen die Bayern kämpften. Heuer

z-iolanischen Küste. Alles deutet darauf hin, daß die fran- sicht nuc KorpS gegen Korps, und der Boden der kriege- zösische Regierung eine,rlotteu-D'« monstra t.on v^nch> I ... ^jgniffe wird ostrheinisch, nach der Lahn hinauf & wo fo manche, Wirtshaus einen Guien schänken soll, jetzt ersichtlich 'ist, ht Teincr Weise protestieren oder zu Gunsten Die Ankunft des Kaiserpaares.

Venezuelas intervenieren, da auch amerikanische Interessen von ^ie Stadt hat reichen Flaggen- und Guirlandenschmuck i?SS N..l° Eduard ist heute nach. "Ng-legt Bi- in bi- Nebenstraßen hinein sind alle Häuser mittag nach England abgereist. durchgehend hübsch dekoriert. Am Bahnhofe m der ^usen-

Belgrad, 7. Sept. Seit gestern erhält sick das Gerücht, straße bis zum Zlömglichen Schlosse hin sind schöne Ehren­km Palais habe zwischen dem bisherigen ersten Adjutanten pforfen errichtet. Das Kurhaus ist besonders reich geziert. ÄÄÄÄ den-"WH"d"Die Einwahnerschast und bie überaus -pichen Fremden

Säbel gezogen hätten. Ein Duell sei unausbleiblich. I sammeln sich m der Litisenstraße. <lm Bahnhofe nimmt die

Konstantinopel, 7. Sept. In Sivas fanden neue Ar Ehrenkompagnie vom Füsilierregimentvon Gersdorff" (Kur- menicr 'M etzeleien statt: «0 Armenier wurden ,ge- h^sischeS) Nr. 80 Aufstellung.

tötet. - Bei polizcilicln-r Durchsuchung emeS hier emgelaufenen Vünktlick um 10 30 Uhr trafen der Kaiser und die Gllterzuges fand man in einem nut Melonen beladenen Wagen I .. 111 *7 . 1y 1. , ... . .

einen Armenier versteckt und unter den Melonen vierBomben. iKatfenn hier em. Sämtliche Glocken der Stadt lauteten. Der Armenier, der berfraftet wurde, soll erklärt haben, daß Zur Begrüßung der Ntajesläten waren auf dem Bahnhof an- e.r daS Attentat gegen den Sultan habe wiederholen I rocfenb: der Kronprinz, die Kronprinzessin, die Prinzen Eitel wollen und daß noch'Ü00 sein er Landsleute das Gleiche ^^rich, Adalbert und Heinrich von Preußen, sowie die ~1' ' 1 1 I iibriiicii hier anwesenden ftemden Fürstlichkeiten, darunter der

Zur Aleischteuerung. Kronprinz von Griechenland. Ferner waren zum Empfange

Berlin 7. Sept. Die Stadtverorditeten-Ver- erschienen die Umgebungen, die Herren deS kaiserlichen Haupt- /a mml ung' beriet die Anträge zur Fleischnotfrage. Nachdem guartierS, der komm General des 18. Armeekorps v. Eich- Bürgermeister Dr. Reite den NtagistratSantrag begründet hatte, Horn und dw gesamte Generalität. Unter den Klangen deS auf Einsetzung einer gemischten Kommission, die beraten soll, Präsentiermarsches deS Füsil.erregunentv v. Gersdorff (Kurh. mit welchen Mitteln auf eine baldige Herabminderung der Nr. 80), deS alten DeffauerS, schritt der Kaffer, welcher große nohen Fleifchpreise hingewirkt ,verden könnte, und nachdem GeneralSunfform mit dem Ntarschallttab trug, die Front der indere Redner weitcrgehende Anträge begründet hatten, wiirde von diesem Regiment gestellten Ehren!ompagme ab und -instimmigbeschlossen, der Magistrat solle einen deutschen nahm deren Vorbeimarsch etttgegen. -bet Kronprinz, Sjäbtetag einberufen, der gegen die Fleischnot pro-lwelcher die Uniform daL 1. -bayrischen Ulanen-RegimeniS

iitKüflU !testieren und bei den Reichs- und Landesbehörden auf eine

D>- surchivaren ^apvtavmnv- tn ^a«u ' Aushebung her Einsuhrv°rb°t° für fle. 'Kaukasien) dauern fort. Deta.llierte Benchte fehlen da d,e unb®aui eine Ermäßigung der Vieh.

Telegraphen- und ^lephon-Verbindungen mit den emzelnen - hsnwirken fall. Di- übrigen Anträge zur Fleifchnat- Plätzen gestört sind. Die e pH - y einstimmig einer gemischten Deputation über­schrecklich. Leute, die gestern noch Millionäre waren, 1 ö

sind heute an den Bettelstab gebracht. Die Hauptschuld Charlottenburg, 7. Sept. Die Stadtoerordneten- trifft die ständige Gesetzlosigkeit, die im ^p^age ie herrschbeschäftigte sich in ihrer gestrigen Sitzung mit wo Raub und Mord auf Tagesordnung sh- F^ischteuerung und nahm nach längerer Debatte einen Der Generalgouverneur fft machtlos und den^ en I n bec freisinnigen Fraktion gestellten Antrag an, den um Schutz gar nicht entsprechen, da nicht gmügend Militär ' f , . Petitionswege geeigneten Ortes

v-handen ist. Auch die ^ e I3 et e. e n 3 n, x^e n ar e n ^gtot 3«^^ Behufs zeitweilige? Aufhebung

und Armeniern dauern foiä Ueber ganz RußlandI Schlachtvieh unter Wahrung

bringen diese urchtbaren Raphtabrande neue Not ®mI ^terinären Vorsichtsmaßregeln. Eventuell wildes Chaos herrscht unterdesien m Baku, wo, wahrend tue o Q;cer acaanaen werden.

Kämpfe zwischen Armeniern und,Tataren fortdauern, Tau- Darmstadt, 7.9<5epL Der Gastwirteverein für sende von streikenden Arbeitern bxe inbl^tneacn.^ ben Stadt- und Landkreis Darmstadt hat an die Staats- durchziehen. Die ganze Stadt ist durch den Brand m bidjte ba§ Ersuchen gerichtet, angesichts der hohen Fleisch-

Rauchwolken gehüllt. Em starker Sturm1 begünstigt die^Aus- 6 welche die gedeihliche Existenz zahlreicher Gastwirte

dehnung der FeuerSbrrmst, durch die auch viele Tausende von I machen, und in Anbetracht, daß ein entsprechender

Arbeitern brotlos werden. , Ausschlag der Speisenpreise nicht durchführbar ist, alsbald die

Auch Schuscha brennt unt> wird vonTataren-Band^^ tun/ ba.nit ein Herabgehen der der-

amlagert, Truppen werden aus Tiflis, Baku und Elisabeth- enorm Fleischpreise baldmöglichst erzielt werde,

pol abgesandt. Erne Hungersnot erichemt unvermeidlich. Hanau, 7. Sept. Eine gestern abend abgehaltene Ver-

Viele Häuser, darunter das Milstär-Hospital, sind abgc- \ *on Männern und Frauen faßte eine scharfe Pro-

brannt. e testresolution gegen die fortdauernde Aufrechterhaltung der

SS Ä

Sie Panik ist grab Man b-sürch.-t d-n Ausbruch non Un- stch-n^ Sl.'I^^chst°u« b^-ft,g Stadtkall-gium b-. ruhen rn anderen Städten. schloß eine Eingabe an das bayerische Ministerium mit dem

schiffe gebaut werden.