VJr* 13$> Zweites Blatt. 155» Jahrgang Donnerstag 8.Juni 1905
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»Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der O M U UH E K N SO f|L, N Redaktton, Expedition u. Druckerei: Schulstr.K.
«^rspfch» Laudwirt" erjcheinl momttüch einmal. ® H v v Lei. Nr. 6L Telegr^-Adr.; Anzeiger GieH«.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Die Trennung Schwedens und Norwegens.
Gestern mittag kurz nach Fertigstellung unseres Blattes erhielten wir folgende Depesche, die wir alsbald durch Aushang bekannt gaben:
Chriftiania, 7. Juni. 1.45 Min. Das „Storthing" er- klärte, da der König aufgehort habe, als norwegischer König zu fungierten, die Vereinigung mit Schweden unter einem König für aufgelöst, übertrug die Negierungs. gewalt dem bisherigen Kabinett nnd ersucht den König, dahin mitzuwirkeu, daß ein jüngerer Prinz des Hauses Bernadotte den norwegischen Thron besteige.
Dieser Beschluß ist, wie uns heutige Telegramme melden, z)on der norwegischen Nationalvertretung einstimmig gefaßt worden. Staatsminister Michelsen nahm namens der Negierung die schwierige Aufgabe an, die ihm der Storthing übertragen hat. Weiter wurde gegen 5 Stimmen der Sozialisten eine Adresse an den König angenommen.
In der Adresse heißt eS:
Ta sämtliche Mitglieder des Staatsrats heute im Storthing ihre Aemter niedergelegt haben und da Ew. Majestät im Protokoll vom 27. Mai offiziell erklärt haben, daß Ew. Majestät sich nicht imstande sehen, dem Lande eine neue Negierung zu verschaffen, ist diekonstitutionelleKönigsmachtinNorwegen somit außer Wirksamkeit getreten. Es ist daher Pflicht für das Storthing als Vertreter des norwegischen Volkes gewesen, unverzüglich die Mitglieder des abgetretenen Staatsrats zu ermächtigen, als norwegische Regierung bis aus weiteres die dem Könige zustebende Macht ouszuüben, in Uebereinstimmuug mit oer Verfassung des Königreichs Norwegen und den geltenden Gesetzen mit Aenderungen, die dadurch notwendig werden, daß die Vereinigung mit Schweden, welche einen gemeinsamen König voraussetzt, als Folge davon aufgelöst ist und daß der König aufgehört hat, als norwegischer König zu fungieren. . . . Der prinziptelle Gegensatz in der Auffassung über den Ch-arakter der Union hat viel Mißverständnis zwischen den Völkern hervorgerufen und manche Reibungen veranlaßt. JU der Auffassung, welche während der letzten Verhandlungen zwischen den beiden Reichen von der schwedischen Negierung gegenüber Norwegen geltend gemacht wurde, hat das norwegische Volk eine Kränkung seines verfassungsmäßigen Rechts und der Selbständigkeit der nationalen Ehre sehen müssen. . . . Aber über der Union steht für uns Norweger unser norwegisches, für die Schweden das schwedische Vaterland und wertvoller als die politische Verbindung sind das Soli da ritätsgefühl und das freiwillige Zusammenhalten beider Völker. . . . Als Zeugnis dafür, daß die Arbeit und der Kampf des norwegischen Volkes für die volle Selbständigkeit des Vaterlandes nicht in irgendwelcher Mißstimmung gegen d as Königshaus oder das schwedische Volk begründet gewesen ist und keine Bitterkeit gegen einen von diesen hinterlassen hat, ersucht das Storthing ehrerbietigst um Ew. Majestät Mitwirkung, daß einem Prinzen aus Ew. Majestät Haus gestattet wird, unter Aufgabe seines Erbrechtes an dem Throne von Schweden die Wahl zum König von Norwegen anzunehmen. Der Tag, an dem das norwegische Volk seinen eigenen König erhält, um den alten Thron Norwegens zu besteigen, wird eine Aera ruhigerer Arbeitsbedingungen für Norwegen, eines guten utto herzlichen Verhältnisses zum schwedischen Volk und des Friedens, der Eintracht und des treuen Zusammenhaltens im Norden zum Schutz der Kultur der Völker, ihrer Freiheit und ihrer SelbständiKeit einleiten. Hiervon überzeugt, tragt das Storthing, die sichere Hoffnung auszusprechen, daß, was jetzt geschehen ist, sich zum Guten für Alle wenden wird, auch für Ew. Majestät, für dessen Ptzrson das norwegische Volk Hochachtung und Ergebenheit bewahren wird.
Das Storthing beschloß ferner in einer Abendsitzung gestern eine Proklamation an das norwegische Volk, in der es nach einem historischen Ueberblick über die bisherigen Vorgänge heißt:
Wenn der Gang der Entwicklung, der mächtiger war als die Wünsche und der Wille des Einzelnen, Schritte gefordert hat, die der Storthing getan hat, so ist es unsere sichere Hoffnung, daß das norwegische Volk das Glück haben werde, in Frieden und gutem Einvernehmen mit allen Völkern und nicht zum wenigsten mit dem schwedischen zu leben, mit dem wir durch so viele natürliche Bande verbunden sind. Jii der sicheren Ueberz-eugung, daß das norwegische Volk sich mit dem Storthing und der Regierung vereinigen wird zur Festhaltung der vollen Selbständigkeit des Reiches unter Bewahrung der vollen Selbständigkeit des Reiches unter Bewahrung derselben Festigkeit Besonnenheit und würdigen Ruhe, die bisher unser Auftreten gekennzeichnet hat, ünd daß es willig die Opfer tragen wird die verlangt werden sollten, erwartet das Storthing, daß jeder Untertan sich vollständig nach den Anordnungen und Vorschriften richtet, ebenso, daß alle Beamten, zivile, militärische und geistliche in leder Hinsicht der Regierung Gehorsam zeigen, den zu verlangen sie auf Grund der Gewalt, welche ihr das Storthing im Namen des norwegischen Volkes überttagen, das Recht hat.
Die unmittelbare Folge der Adresse an den König war baß dieser von Stockholm aus sofort dem Präsidenten des Stotthings sowie dem Staatsmimster Michelsen telegraphisch seinen bestimmtesten Protest gegen die Handlungsweise des Staatsrates rote der Regierung em-
verlautet, der Handelsminister Arctander werde die Leitung der Auswärtigen Angelegenheiten, Hagerup-L)ull das Justiz- und Bothner das Revisionsdepartement uber- "^Sämtliche Blätter Norwegens stellen die Ruhe und Würde fest, mit der das Storthing und die Regierung den wichtigen Schritt unternommen haben, und sprechen ihre £eube darüber aus, daß der Beschluß des Stör hmgs emjtimmia erfolgt ieü ste erkennen die Loyalität des
Stotthings gegenüber dem König an durch das Anerbieten des norwegischen Thrones an einen Prinzen aus dem Hause Bernadotte und hoffen, daß die loyale Rücksichtnahme verstanden und gewürdigt wird. Die Blätter geben der Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, daß Norwegen von heute an ein völlig unabhängiger und souveräner Staat sei. In C h r i st ia n a herrscht ruhige Stimmung. Vor dem Storthingsgebäude war gestern den ganzen Tag eine große Menschenmenge angesammelt, welche die Mitglieder der Regierung und den Präsidenten des Storthing Berner beim Verlassen des Gebäudes mit Hurrahrufen begrüßten. Als Verner die Johannstraße passierte, wo eine Militärkapelle spielte, wurde die Nationalhymne intoniert. Die Menge bildete, die Häupter entblößend, Spalier und grüßte den Präsidenten.
Die schwedischen Blätter, welche noch in der Lage waren, Besprechungen über die Begebenheit in Norwegen zu bringen, stellen fest, daß eine Revolution ausgebrochen sei und behaupten, daß die Union nicht allein durch den Beschluß Norwegens aufgelöst werden könne; dazu gehöre auch die Zustimmung Schwedens.
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Die berechtigte Forderung der Norweger nach selbständiger Auslandsvertretung in Ehren! Es fragt sich aber wohl doch, ob dieser Konfliktsgegenstand groß genug ist, um die Umwälzung einer fast hundert Jahre bestehenden Verfassung zu rechtfertigen. Nicht ganz verständlich ist eS andererseits, warum Schweden dem Bruderland durchaus keine Konzessionen machen wollte. Das pangermanistische Interesse wird durch diesen Zwist zweifellos geschädigt.
Wie gerüchtweise verlautet, soll der Kronprinz von Schweden, der bei der Hochzeitsfeier in Berlin weilte, im Namen des Königs Oskar den Kaiser gebeten haben, wegen des schwedisch-norwegischen Konfliktes, der sich immer kritischer gestaltet, in diesem Jahre von einer Nordlandreise Abstand zu nehmen. Darauf sei es zurückzuführen, daß der Kaiser, wie bereits gemeldet, seine diesjährige Sommerfahtt nicht über die Ostsee hinaus ausdehnen wird. Die Darstellung der „Dtsch. Tagesztg.^, als ob die internationale Lage den Kaiser veranlasse, die Entwicklung der Dinge auZ der Nähe zu beobachten, ist jedenfalls unzutreffend. Der folgenschwere Beschluß des Stotthings, daß die Union mit Schweden in aller Form als gelöst zu betrachten sei, mag den Kaiser um so tiefer bewegt haben, als dadurch der Lebensabend de§ von ihm hochverehrten Königs Oskar getrübt wird. Im übrigen dürften sich die durch den Fortfall des Sommerbesuchs Kaiser Wilhelms den Norwegern erwachsenden wittschaftlichen Nachteile sehr bald bemerkbar machen.
Irr Krieg.
Ein Zwischenfall auf hoher See.
Nagasaki, 6. Juni. (Reuter.) Der von der Mitsur Bursan Gomei Dampfschiffsgesellschaft in Nagasaki gechartette englische Dampfer „ßiburnum* wurde am Freitag 80 Seemeilen vor Wusung durch den russischen Hilfskreuzer „Rion" angehalten und durchsucht. Die Luken wurden geöffnet und darauf 411 Sacke Bohnen, 125 Ballen Baumwolle und 12 Kisten mit Antimon über Bord geworfen. Dann roitrbe das Schiff wieder verlassen. Der so plötzlich befreite Dampfer erklärt dies damit, daß der „Rion" durch drahtlose Telegraphie die Annäherung der Japaner erfahren habe.
Die Russenreste auf den Philippinen.
Manila, 7. Juni. (Reuter.) Heute vormittag 11 Uhr wurde dem General Enquist die Verfügung des Präsidenten Roosevelt übermittelt, nach welcher er entweder in 24 Stunden von heute mittag ab gerechnet, Manila zu verlassen hat oder interniert wird.
Togo.
London, 7. Juni. Aus Tokio wird gemeldet, daß Admiral Togo in der Seeschlacht dem Tode knapp entging. Ein junger Offizer, der dicht neben ihm stand, wurde von einem Geschoß getötet. (Berl. Ztg.)
Der russische Schlachtplan.
Petersburg, 7. Juni. Nach Berichten von Teilnehmern der Seeschlacht hat in der ganzen Flotte niemand die Pläne Roschdjeftwenskis gekannt. Da der Admiral ziemlich bald nach Beginn des Kampfes verwundet wurde, ging alles weitere aus russischer Seite ohneLeitung durch Signale vor sich.
Aus der Mandschurei.
Petersburg, 7. Juni. Vergebens versucht man dem Heere in der Mandschurei die vernichtende Niederlage der baltischen Flotte zu verheimlichen. Die Japaner verbreiten die Nachttcht tm russischen Lager. Der Eindruck auf die Truppen läßt sich nicht beschreiben. Einzelne Abteilungen warfen die Gewehre fort und erklären, nicht weiter kämpfen zu wollen, da ein Sieg der Russen ausgeschlossen sei. Auch der Offiziere hat sich eine tiefe Entmutigung bemächtigt.
Einberufung der russischen Neserveu und Mobilmachungen.
Petersburg, den 7. Juni. Wie gerüchtweise verlautet, steht die Einberufung der letzten drei Jahrgänge der Reserve unmittelbar bevor. — Hier liegt der Beschluß vor, die russische Westgrenze von Militär völlig zu entblößen. Die Mobilisation zweier Armeekorps, die jetzt vor sich geht, verläuft reich an Zwischenfällen. Ein sehr hoher Prozentsatz von Soldaten desertiert, wird aber vor kein Kriegsgericht gestellt, sondern eingefangen und gebunden in die Waggons verladen. Auf der Moskau-Kasan-Bahn sind zahlreiche Soldaten aus den Zügen desettiett.
Krieg oder Frieden?
JttZarskojeSelo hat am 6. d. M. unter dem Vorsitz des Zaren eine KvnferenL der höheren Milttärbeamten über
die Fortführung des Krieges oder einen Fttedensschluß stattgefunden. Das Befinden und das Aussehen des Zaren ist vortrefflich. Alle gegenteiligen Meldungen sind falsch. Graf Lambsdorff und die übrigen Minister sollen bestrebt sein, den Frieden herbeizuführen, und es sei Hoffnung vorhanden, daß diese Bewegung nicht fruchtlos bleibt Aus zuverlässiger Quelle verlautet aber, ein baldiger Friede liege nicht im Bereich der Unmöglichkeit.
Lenewitsch der Zuversichtliche.
Petersburg, 7. Juni. Nach einer Meldung aus Guntschuling äußerte sich Linewitsch in einem Gespräch über die Frage, ob der Krieg fortbauern oder Friede geschloffen werden soll. Er rief ohne Bedenken:
„Natürlich Krieg' Ich bin Soldat imb werde natürlich alle Befehle meines Zaren ausführcn. Doch meiner Meinung nach muß der Krieg fortgesetzt werden. Unsere Verluste auf dem Meere können meine Pläne nicht im geringsten ändern. Ich fühle mich jetzt so stark, daß ich nicht allein keinen Angriff fürchte, sondern selbst offensiv werten kann. Ich bin kein Prophet, will es auch nicht sein: doch persönlich glaube ich, daß wrr die Japaner schlagen und aus der Mandschurei hinaustreiben können. Schade, daß uns nach dem Verlust der sAotte die Möglichkeit genommen ist, den Krieg aus javanisches Territottum ln nüberzuführen."
Die Mächte und die gelbe Gefahr.
Es soll Stimmung vorhanden sein, einen internationalen Kongreß einzuberufen zu dem Zweck, nach Beendigung der Feindseligkeiten im Interesse der weißen Rasse Japan an der vollen Ausnutzung seines Sieges zu hindern, wie seinerzeit am Schluß des° chinesisch-japanischen Krieges. Einer Koalition von Mächten werde sich Japan diesmal ebensowenig widersetzen können.
In der „Times" ist dieser Tage aber erklärt worden, daß einem ebenso ungerechten wie unsinnigen Vorhaben, Japan um die Früchte seiner Siege zu bringen, von England der entschiedenste Widerstand entgegengesetzt werden, und was die deutsche Reichsregierung betrifft, so hat sie während des ganzen Krieges zur Genüge bewiesen, daß ihr eine Stellungnahme gegen die gelben Nationen fern liegt. Die deutsche Neutralität ist auch von Japan! und China anerkannt worden. Wenn sich Deutschland an einer Knebelung Japans beteiligen wollte, bann würbe es einfach ben Ast absägen, auf bem es in Ostasien sitzt. Tenn es ist mit Hänben zu greifen, baß ein Versuch, Japan um die Früchte seiner Erfolge zu bringen, bie Empörung her gesamten gelben Welt entfesseln unb zu Wirren führen müßte, weit verhängnisvoller als bie chinesischen des Jahres 1900. IN ber Koalition würben bann also zurückbleiben^ Frankreich unb bie Vereinigten Staaten. Sie hätten aber kaum bie Macht, Japan in ben Arm zu fallen, selbst wenn sie geneigt ba#u wären. Ein engerer Zusammenschluß ber weißen Nationen mag später geboten sein, um bie Gelben nicht zu groß werben zu laffen. Für jetzt aber wirb wohl Rußlanb ben .Kelch- bis zur bitteren Neige leeren müssen, wie es Japan hätte tun müssen, wäre das Kriegsglück nicht bei seinen Fahnen gewesen. Allerdings ist den iVersicherungen oer Engländer durchaus nicht zu trauen. Ihre heutige dicke Freundschaft mit Jch-cm wird felbstverständlich nur solange dauern, als sie felber Vorteil davon haben. Sobald ihnen die Erfolge Japans bedenklich groß erscheinen, werden sie sich keinen Augenblick besinnen, mit Frankreich und Amerika int Bunde den Herren Japanern nach Kttiften etwaige Großmanns.gelüste zu vertreiben. Schon hettte geben sich mit Recht die europäischen Mächten er nicht geringen Besorgnis hin, daß unter jccha- nischer Führung ganz China sicher in ben nächsten Jahren reorganisiert werben würbe. Schon rüstet sich Japan, bie chinesische Armee burch Instruktoren zu reorganisieren. Tie nächste Etappe wirb jein, baß, bank ben billigen Arbeitskräften in Japan unb China, die europäische Industrie durch ben j apan isch err Vorstoß von Ostasien abgebrängt werben würbe. Es gibt eine „gelbe Gefahr" für Europa, wohl nicht in dem Sinne, daß eine Bölkerlvanderung ostasiatischer Horden gegen Europa &bt; sich vorbereitet, aber auf dem Gebiete des Handels im$> oer! Industrie.
Rußland in Sturm und Drang.
Die Dumen von Samara und Kasan haben einstimmig beschlossen, durch Vermittelung des Ministers des Innern, um die unverzügliche Einberufung einer Volksvertretung nachzusuchen. — Die Einberufung soll indes erst nach der nächsten Landschlacht erfolgen. Den Seeoffizieren in Petersburg wurde verboten, Vergnügungslokale zu be^ suchen.
Während des Gottesdienstes in der lutherischen Kirche in Groß-Wüzzei unweit Riga stürzten sich auf einen in der Kirche anwesenden Polizeileutnant drei Arbeiter, warfen ihn' zu Boden und feuerten darauf mehrere Revolverschüsse auf ihn ab. Der Polizeileutnant wurde tätlich getroffen und starb nach einigen Augen« blicken. Die Mörder entkamen.
Der König von Spanien in London.
London, 7. Juni.
Bei dem gestrigen Galadiner brachte König Eduard einen Trinkspruch auf König Alsonso au§. Er begrüßte zlmächst seinen Gast und fuhr dann fort:
Ihr Erlauchter Vater studierte in unserer Mlitärfchule in Sandhurst; er trug die Uniform eines Kadetten. Ich bin stolz in bem Gedanken, daß Ew. Majestät den Rang und die Uniform eines britischen Generals angenommen haben. Spanien und England sind oitV er bün d e t e gewesen. Mögen sie dies immer sein und vor Allem zusannnengehen zum Besten des Frieden, des Fott- schrittes und der Zivilsatioin
König Alfonso erwidette:
In Sandhurst bega,rn der König, mein Vater, feine mllttättfchL Erziehung. Dort wnrde er mit den Pflichten eines konstitutionellen Monarchen vertraut gemacht, indem er stets das erhabene Beispiel der Königin Viktoria vor Augen batte. Die Herzlichkeit de4 Gefühls gegenseitiger Zuneigung, das unsere beiden königlichen Familie»! vereint, tritt auch hervor in dem Einvernehmen, das glück- licheriveise znüschen Spani > und unb dem Britischen Reiche besteht unb sich künftig im Interesse und zum Vorteil der beiden bekreuz


