Ausgabe 
8.5.1905 Erstes Blatt
 
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daZ Jahr 1905 und über die im Allerhöchsten Auftrage der Kurkaperle. Dienstag nachm. auf der Terrasse

Dr.

den

zwei Rollwagen, auf demn Schränke und

exkorticrt von

Der neue Ausschuß, der

Schubladen der Studenten lagen.

die Stände gelangten Nachträge und Verichtigungen zu diesem Hauptvoranschlag, sowie die gelegentlich der Budget-Ver­handlungen beschlossenen gemeinschaftlichen und einseitigen ständischen Wünsche zu Allerhöchster Entschließung. Die Großh. Regierung richtete an die Stände des Großherzog­tums das Ansinnen: zuzustimmen, daß die Gehalte der vor dem 1. August 1902 von den Kreisen dekretmäßig an­gestellt gewesenen Geometer 1. Klasse, welche nunmehr im Staatsdienst angestellt sind, rückwirkend von dem Tage ihrer Anstellung im Staatsdienst an so bemessen werden, daß diese Beamten gegen die ihnen von den Kreisen dekretmäßig zuge­sicherten Gehaltsbezüge eine Verkürzung nicht erleiden.

Konzert der KurkapMe. Abends von 89 Uhr im Saale musikalisch Soiree von Solisten der Kurckapelle. Mittwoch nachm. und abends auf der Terrasse oder im Saale des Kurhauses Konzert der Kurkapelle. Donnerstag nachm. und abends auf der Terrasse oder im Saale des Kurhauses Konzert der KurkapMe. Freitag nachm. und abends auf der Terrasse oder im Saale des Kurhauses Konzert der Kurkapelle. Samstag nachm. und abends auf der Terrasse oder im Saale des Kurhauses Konzert der Kurkapelle. Sonntag, 14. Mai Konzert der Kapelle des Hessischen Jn- fcmterrc-(Leib-Gardc-)Regimcnts Nr. 115 aus Darmstadt. Montag, 15. Mai (50jähriger Gedenktag der Friedrich Wil­helms-Quelle Sprudel 12) im Saale Prolog und Theater­vorstellung, nachher bei gutem Wetter großes Feuerwerk vor der Terrasse und bengalische Beleuchtung des Sprudels.

§ Fried berg, 7. Mai. Bis jetzt ist es der Polizei noch nicht gelungen, die jugendlichen Uebeltäter aus-

Grödel von Bad-Nauheim.

** Personalien S. K. H. der Großherzog haben Bauinspektor des Hochbauamts Gießen, Geh. Baurat

sich inzwischen förmlich gebildet hatte, mietete übrigens in dem Lokal die ganze untere Etage unter der Bedingung, daß die katholische Verbindung, die mit dem Wirt keinen festen Vertrag hat, die von ihr jetzt noch innegehabten Räume verlassen müsse. Die Studenten beabsichtigen, der Schiller­seier, die in der großen Kuppelhalle der Hochschule abge­halten wird, fern zu bleiben. Anstatt Schiller zu feiern, wollen sie einen Ausflug zum Spandauer Bock unternehmen.

Karl Neuling zu Gießen auf sein Nachsuchen, unter An­erkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Dienstnach- solgers an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen verliehen. Der Finanz­aspirant Irle aus Darmstadt wurde zum Hauptsteueramts­assistenten bei dem Hauptsteueramt Darmstadt, der Finanz- aspirant Wolff aus Mümlina-Crumbach zum Hauptsteuer­amtsassistenten in Mainz, der Finanzaspirant Hartherz aus Darmstadt zum Hauptsteueramtsassistenten in Mainz, der Finanzaspirant Eckhardt aus Nidda zum Hauptsteueramts­assistenten in Mainz, der Finanzaspirant Rübe aus Bingen­heim zum Hauptsteueramtsassistenten in Offenbach ernannt. Ernannt wurden ferner dee Assistent bei der Landes-Hypo­thekenbank Kreth und der Bankbeamte Seipp aus Büß­geld zu Direktions-Assistenten bei der Landes-Hypothekenbank.

** Die Frühjahrs-Bezirks-Vertreterver- / ammlung vom Hessisch-Nassauischen Ver­band Gabelsberger Stenographen tagte am Sonntag nachmittag auf dem Windhvf. Der provisorische Vorsitzende des neuen Bezirks, Armenamtssekretär Loh, eröffnete die Verhandlungen. Vertreten waren die Steno- graphengesellschaft-Gießen, der Stenographenverein-Gießen, Tamenkränzchen-Gießen, Damenverein Marburg, Verein Marburg, Schotten, Heuchelheim, Klein-Linden. Fried­berg und Wetzlar; es fehlten Lich und Bad-Nauheim, lieber die Benennung des Bezirks waren die Meinungen geteilt, einige schlugen den Namen Gießen, andere Ober- Hessen vor. Schließlich einigte man sich auf den Namen Oberhessen. Punkt 2 bildete die Wahl des Bezirksvorstands und des Vororts. Der Vorschlag Marburg, Gießen alsVorort im Mittelpunkt des Bezirks zu wählen, wurde einstimmig angenommen. Bei der Vorstandswahl wurden einstimmig gewählt W. Loh-Gießen zum 1. Vorsitzenden und H. Bickel-Gießen zum 2. Vorsitzenden. Die übrigen Vorstandsmitglieder werden aus i>en Vorständen der beiden Gießener Vereine gewählt. Der Vorsitzende gibt dann die Preisverteilung zu dem am 30. Okt. v. I. in Gießen stattgehabten Preisschreibens bekannt. Darnach erhielten Preise: Max Wolf, Georg Fritz sch, Wil­helm Senßfelder, lobende Anerkennung Th. Keß­ler, Karl Plank, Wilhelm Kalweit, August Loos, lobende Anerkennung Friedrich Roth, sämtlich von Gießen. An die mit Preisen bedachten Herren wurden Tiplome.verteilt. Der Vorsitzende forderte für das demnächst beabsichtigte Preis-Schön- und Richtigschreiben und das Wettschreiben zu recht zahlreicher Beteiligung auch von aus­wärts auf. Darauf wird die Wahl der drei Preisrichter vorgenommen; als solche werden einstimmig gewählt: Lehrer Kling-Gießen, Kuhl-Heuchelheim und Lebrer Müller-Friedberg. Nachdem der Vorsitzende noch oem Verein Heuchelheim für die freundliche Aufnahme gedankt hatte, schloß er die Verhandlungen mit einem Hoch auf den neugegründeten Bezirk Oberhessen und die Gabelsbergersche Stenographie. Darauf kam die Fidelitas zu ihrem Rechte, bis dasBieberlieschen" die Teilnehmer abends wieder nach Gießen brachte.

Bad-Nauheim, 6. Mai. Unterhaltungen vom 7. bis 14. Mai: Frühkonzert der Kürkapelle täglich von 71/2-8V2 Uhr vormittags am Kurbrunnen. Montag, 8. Mai, nachm. auf der Terrasse oder im Saale des Kürhauses

zrtr vom 9. d. M. ab die Reform der Personentarife cinzuleiten hätte, so genannt werden. Das wird die Reform populär machen."

Frhr. v. Rheinbaben:So sympathisch mir vom Stand­punkt der Finanzverwaltung dieser Vorschlag ist, halte ich doch eine allgemeine Schillerlotterie für angebrachter. Wodurch könnte man den Reichsaedanlen mehr festigend" (Pod:Durch Nieten!")

Studt:Mir will scheinen, als ob hier fiskalische Erwäg- mgen zu sehr mitsprechen. Es fehlt Schiller immer noch an Denkmälern; es gibt eine gro^e Zahl von Städten, in denen kaum eine Gipsbüste des Dichterheros vorhanden ist. Berlin A. B. hat nur eins. Wie wäre es mm, wenn man im Tiergarten eine ganze Mlee mit lauter Standbildern Schillers schmückte: Schiller als Karlsschüler, Schiller als Regimentsmedikus, Schiller neben Laura am Klavier, beim Dichten seiner verschiedenen Dramen, als Professor in Karlsbad auf einem Esel reitend, faule Aepfel in seinen Tischkasten legend, kurz in allen, möglichen Phasen seines ruhmreichen Lebens! Mit Leichtigkeit könnten hier 6080 notleidende Bildhauer Beschäftigung finden, und die Reichshauptstadt wäre um ein Schaustück ersten Ranges be- michert."

Einmütig wurde dieser Vorschlag angenommen, und die Sonne Homers, siehe sie lächelt.

Madrid, 7. Mai. Heute begannen mit großem Gepränge die Festlichkeiten aus Anlaß der Dreihundertjahrfeier der 1. Veröffentlichung desDon Quij 0 te". Zu der Feier entsandter: Deutschland, England, Frankreich, Italien und Ruß- land sowie die mittel- und südamerikanischen Republiken offizielle Vertreter. Tie Stadt ist reich geschmückt und in Feststimmung. Zahlreiche Fremde sind eingetroffen. Eine Blumenschlacht am Tage und abend* ein militärischer Zapfenstreich leiteten dre fest­lichen Veranstaltungen ein.

Christiania, 6. Mai. Das von dem Herzog von Orleans gemietete Polar schiffVelgica" ist mit der Expedition des Herzogs heute von Sandefjord nach Bergen, wo der Herzog selbst an Bord geht, gbgegangen. Von Bergen geht hie Fahrt nach Spitzbergen, Franz Josefs-Land und Grönland, wo Meeresuntersuchungen vorgenommen werden sollen, dann weiter nach den Shannon-Inseln, wo der Herzog die Depots der amerikanisch^.'. Zieglercxpedition untersuchen. und eventuell die tort befindlichen Mitglieder dieser Expedition aufnehmen will. Die Rückkehr des Herzogs nach Ostende wird Mitte September er­wartet.

Mainz, 5. Mai. Der unter dein NamenAutomobilmaycr" befnnntc frühere Weiubäudlcr Franz Maria Maye r aus Treckt- lmgshausen hatte Rachsucht seine frühere Verlobte fälschlich wegen gewerbsmäßiger Unzucht denunziert. Er wurde zu 10 Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust verurteilt.

Leipzig, 6. Mai. D-e von Mittnoch auf heute vertagte Verhandlung des Königsberger Hochverrats -und Ge­he imbundsprozesses wird heute fortgesetzt. Reichsanwalt Treutlein-Moerdes meinte, dem Revilion-antrage des Staatsanwalts werde bezüglich aller Angeklagten, mit Ausnahme des Kögst, jfnifmrqphcn sein. Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Hei­nemann (Berlin» führte aus: Eine Straftat aus § 249 des russischen Strafgesetzbuches li^ge nicht vor, d^nn dieser Paragraph schrnbt in Rußland ganz direkt die Todesstrafe vor: er spricht von tätlichen Haudlnnc.ni. nickt aber von Handlungen mittels Druckschriften. Da eine Gegenseitigkeit mit» Rußland tn keiner Weise in gesetzlicher Weise verbürgt sei, so könne eine Bestrafung auf Grund des § 102 des Reichsstrafgesetzbuches nicht erfolgen, die Revision des Staatsanwalts sei daher zu verwerfen. Ver­teidiger Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht (Berlin): In den beschlagnahmten Schriften sei nirgends von . einer bestimmten, fest umgrenzten Aufforderung zum Zarenmord die Rede. Das russische Gesetz verlange aber ausdrücklich den Anschlag aus das Leben deS Kaisers. Unter größter Spannung der zahlreichen Zuhörer verkündete schließlich der Vorsitzende Senats-Präsident Dr. von Bülow das Urteil: Der Senat hat dahin erkannt, daß sowohl die vom Staatsanwalt wie auch die von den Angeklagten ein­gelegte Revision zu verwerfen sei. Der Gerichtshof er­achtet die Zusicherung des russischen Botschafters vom 22. No­vember 1903. daß dem Deutschen Reiche in analogen Fällen die Gegenseitigkeit verbürgt sei, nicht für aus^ reichend. Der Sinn des § 102 des Reichs-Strafgesetzbuches kann nur dahin verstanden werden, daß die Gegenseitigkeit rur

vernri-chSes.

Studentische Ulkdem 0 nstrati 0 n. Die Kom­militonen des Eand. rer. Seck, des früheren Vorsitzenden des aufgelösten Studentenausschusses der Eharlottenburger Tech­nischen Hochschule, der das erste Verhör vor dem hohen Senat zu bestehen hatte, zogen bei seinem Wiedererscheinen mit ihm unter großem Auflauf des Publikums durch die Berliner Straße. Etwa tausend Studierende beteiligten sich an dem Zuge, dem die umhüllten Fahnen der einzelnen Verbindungen vorangetragen wurden. Die Studenten hatten sich mit Bier­seideln, Stiefeln, Reißbrettern 2c. bewaffnet und vollsührten einen lebhaften Spektakel. Erst marschierten sie geschlossen durch den Altenburgschen Saal in der früheren Sternberg- schen Villa, die jetzt in ein Restaurant umgewandelt ist, um gegen die dort tagende katholische Verbindung 311 dem onstrieren. Dann begab sich der Zug nach der Hütte,

findig zu machen, welche in das Automobil des Großherzog­lichen Paares den Stein schleuderten. Die Tat fand hinter der Burg in der Nähe der Walterschen Badeanstalt statt, und man sucht die Täter unter den Schulbuben der Vorstadt.

t La uterb ach, 7. Mai. Die Gaszentrale betr. wird bekannt, daß dieSüddeutsche Gasgesellschaft" auch weiter entfernt gelegene Orte heranziehen will. Ihr In­genieur Heil hielt in den letzten Tagen Vorträge in Hom­berg a. d. Ohm und Nieder-Ohmen: der letztgenannte Ort hatte sich des Besuchs von etwa 150 Personen zu erfreuen. Die ganze Angelegenheit ist jetzt so weit gediehen, daß die mit den Gemeinden abznschließcnden Verträge dem Großh. Ministerium zur Prüfung vorliegen.

m. Homburg v. d. H., 7. Mai. Die V 0 rkur hat be­gonnen, und bereits eine beträchtliche Anzahl von Heilungs­und Erholungsbedürftigen findet sich morgens am Elisa- bethenbrunnen ein, um bei den Klängen einer schönen Morgenmusik das erfrischende, an Kohlensäure reiche Mineralwasser zu schlürfen. Erfrischend und stärkend ist zurzeit aber auch die von herrlichstem Blütenduste gewürzte reine Gebirgsluft, welche neben Triukquellen und Mineral- wie Sprudelbädern unser wirksamster Heilfaktor ist. Das berühmte Taunusobst beginnt zu blühen. Bei einem Spazier­gang über den herrlichen Kurpark hinaus nach Seulberg oder Dillingcn entzückt ein Vlütenmeer von Kirschbäumen das Auge, welches sich an diesem nicht endenwollenden Blütenmeere nicht satt zu sehen vermag.

Marburg, 6. Mai. Die Gründung eines Mar­burger Arbeitgeberverbandes ist geplant und zwar' sollen den Satzungen des Vereins folgende Leitsätze zu Grunde gelegt werden: 1. Das Wohl der in den Mar­burger Betrieben beschäftigten Arbeiter fortgesetzt werktätig zu fördern. 2. Unberechtigte Bestrebungen der Arbeitnehmer, welche darauf gerichtet sind, die Arbeitsbedingungen ein­seitig vorzuschreiben und insbesondere die zu diesem Zweck geplanten oder veranstalteten Ausstände gemeinsam abzu­wehren und in ihren Folgen unschädlich zu machen. 3. An­dere wirtschaftliche, die gemeinsamen Interessen berührende Fragen zu beraten und die Anschauungen des Verbandes in geeigneter Weise zur Geltung zu bringen. 4. Anschluß an den Hauptverband deutscher Arbeitgeber in Berlin. 5. Den Mitgliedern wird zur Pflicht gemacht, keinem Arbeiter, wel­cher ordnungswidrig seine Stellung verlassen hat, Anstellung zu gewähren; für die Folge ist bei jeder Entlassung dem Arbeiter eine Entlassnngsbescheiniguug zu erteilen. (O. Z.)

Aus Stadt Md Land.

Gießen, 8. Mai 1905.

** Empfang. S. K. H. der Großherzog empfingen Mn 6. Mai u. a. den Amtsrichter Gläser von Grünberg, den Forstmeister Hoffmann und den Medizinalrat Pros.

Zeit der Tat verbürgt sein muß. Eine solche Bürgschaft war aber nicht vorhanden. Professor Dr. v. Reußner hat erklärt, daß nur durch Staatsvertrag oder Gesetz im Deutschen Reich die Gegenseitigkeit verbürgt fern kann, daß aber Beides tn Ruß­land nicht existiert. Was die Revision der wegen Teilnahme an einer geheimen Verbindung verurteilten Angeklagten anlangt, so hat der erste Richter festgostellt, daß die Tatbestandsmerkmale des § 128 des Str.-G.-D. vorhanden waren. Es ist festgestellt worden, daß die Angeklagten Mitglieder einer Verbindung waren, die sich einem Gcsamtwillcu unterordneten, daß Dasein. Verfassung und Zweck vor der Staatsregierung geheim gehalten werden sollte und daß diese Verbindung bezweckt hat, Einffuß auf öffent­liche Angelegenheiten 511 getvinnen. Die prozessualen Rügen! der Angeklagten sind hinfällig. Es ist dahtzr, wie geschehen, erkannt worden.

S t r a ß b u r g, 6. Mai. J»l dem A u s r u b r p r 0 z e s s e gegen nenn Ulanen be5 15. Ulancnregiments in Saarburg wurden von beni Oberkriegsgerichte sämtliche Angeklagte von der Anklage ber Anstiftung zum Aufruhr, des tätlichen Angriffes gegen Vorgesetzte, der Zusammenrottung und des militärischen Aufruhrs f r e i g e s p r 0 ch e n. Von dem Kriegsgerichte waren dieselben zu teilweise schweren Zuchthausstrafen verurteilt worden.

Landwirtschaft.

Vom Hessischen Landwirtschaftsrat in Darmstadt erfahren wir, baß neucrbings zu ©unftcn ber Laubw. Landes- unb Jubiläums-Ausstellung in Mainz folgende Zufchüsse und Ehren­preisstiftungen gegeben worden sind: Provinzialausfchuß der Pro­vinz Rheiuheffeu 2000 Mk., Preisvusschuß des Kreifes Mainz 760 Mk., Kreis Alzey 200 Mk Landwirtschaftliche Genossenschafts» bank Darmstadt 600 Mk., Landwirtschaftliches Kränzchen Alzey 100 Mk., Oefonoinieral Lichtenstein-Winbhäuserhof 300 Mk.; des" gleichen haben ber Rheinhefsifche Bienenzüchterverem unb die Rk)einhessische Honigverkaufsgenoffenfchaft sowie der Starkenburger Bienenzüchterverein Ehrenpreise gestiftet.

Kande' und WerKelir. MolLswirkschaft.

Berliner Börse vom 6. Mai 1905.

(Mitgeteilt von ber Bank für Hanbei und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 23/8 Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Oest. Kredit . .

. 209.10

209.25

Deutsche Bank

. 237.40

237.37

Darmstädter Bank

. 141.25

141.30

Bockumer Guß .

. 245.50

244.90

Harpener Bergbau

. 214.90

214.75

Tendenz:

abgcschwächt.

Erz-Kuxe.

Feruie. Angebot, Nachfrage 3450. büßen, 1903: 225; 1904: 300.

Ausbeuten und Zu»

P 0 l x t i f 11 n b 93 ö r f e. In den letzten Wochen war die fog^ große Politik nicht ohne mehr ober minbereinschneibenden Einfluß auf die Börsentenbenz imb bic Kursgestaltung. Die zache Wiberstands- fähigkeit, welche bie Börse seither gegenüber ben politischen Fragen: bie ben ostasiatischen Krieg, inneren Unruhen in Rußland, gleichen Unruhen in der ungarischen Monarchie unb manchem an berent gegenüber hielt, scheint allmählich schwinben zu tvollen. Schon bie marokkanische Frage regte sie stärker auf. Auch bie kriegerischen Auslassungen bes ehemaligen englischen Admirals Fitzgeralb würben wenigstens vorübergehenb ziemlich ernst genommen. Gerüchte über ein Entlassungsgesuch Delcasses verstimmten in Lonbou, würben in Berlin jedoch beinahe gut aufgenommen. Ernster erregt wurde bic Börse von derartigen Fragen mehr und mehr, weil erstens die politische Lage durchaus nicht mehr so sehr wie früher von allen Friedensgeistern beschützt betrachtet wirb unb bann, weil der Umfang der Börseiwerpflichtungen gegenwärtig doch ein großer ist und noch von Tag zu Tag zunimmt, sodaß die Spekulation befürchtet, daß sie allen Stürmen nicht mehr gewachsen ist.

Spielplan brr vereinigten Frankfurter Stabttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 9. Mai''): Zu Schillers Gedächtnis: Das Eleusifche Fest/ Hierauf:Die Zauberflote/ Mitt­woch den 10. Mai, abends halb 7 Uhr: Wagner-Zyklus, 1. Abend. Rienzi/ Donnerstag ben 11. Mai:Violetta" Freitag den 12. Mai: Wagner-Zyklus, 2. Abeub.Der fliegenbe Holländer." Samstag den 13. Mai.Samson unb Dalila." Sonntag den 14. Mai:Don Juan." Montag den 15. Mai, abends halb 7 Uhr: Wagner-Zyklus, 3. Abeitb.Lobenqrin."

Schanfprelhans.

Dienstag ben 9. Mai*): Schiller-Zyklus, 7. Abend. Todstag Friedrich Schillers.Demetrius". Hierauf:Das Lied von ber Glocke." Zum Schluß:Epilog zur Glocke" von Goethe.Lebenbes Bilb." Mittwoch ben 10. Mai:Don Carlos." Donnerstag beit 11. Mai:Demetrius." Hierauf:Das Lieb von ber Glocke." Zum Schluß:Epilog zur Glocke" von Goethe. Lebenbes Bild. Freitag den 12. Mai: Schiller-Zyklus, 3. Abend:Die Braut von Messina." Samstag den 13. Mai: Wiederholung des Vortrags-Abends. Gedichte von Friedrich Schiller aus 3 Epochen. Sonntag den 14. Mai, nachmittags halb 4 Uhr:. Wiederholung des Vortrags - Abends. Gedichte von Friedrich Schiller. Abends 7 Uhr:Demetrius." Hierauf:Das Lieb von der Glocke." Zum Schluß:Epilog zur Glocke" von Goethe. Lebendes Bild. Montag den 15. Mai:Don Carlos."

) Anfang, wenn nickt anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Fannlirn-Nnchrichtcit.

Verlobte: Fräulein Emmy v. Münckom, Gießen, mi* Herrn Dr. med. Ludwig Krieg, Arzt in Stockheim (Unterfranken)' Fräulein Bertha Heß, Schotten, mit Herrn Ludwig Liebmanw. Gießen (z. Z. Weinheim a. d. B.).

Gestorbene: Herr Andreas Dreut in Griebel. Fran Philippine Carlebach, geb. Cahn, in Mainz. Herr Leo Gottscho in Bingen.

Telephonisches1 Kursbericht»

Frankfurt a. )I.

3Vgfl/ö Re.iohfc<tnle)he , , 101 30 3 'n do. ... 90.20

Konsole . . 101.30

°'n do ..... 90.50

U«8&en , . . . 100.10 3*z, % Oberhoßsen . . . 99. 4 % Oesterr. Godrovto . . 101.95 4* 5 % Oesterr. SilberrAnfo . 101.20

4% Unerar. Goldrento 99.85

4° haben Rente ult 106.60

4 % Portugieser I . , 67.30 3° Portugiesen UI . . 67.50

1 % Unif. Türke» . . . 88.50 Pürkenlose . . . . . 135.00

6. Mai. Offizielle Schlusskurse.

Mexikaner . . 34 80

4*/tV Chinesen .... 96.15 Electric. Schuckort . . . 134 50 Nordd Lloyd . . . . 122.50

Kreditakfien . . 209 20

Disken to-Kommandit 186 70

Darmstädter Bank bz 141.20

Dresdener Bank . . 154 90

Berliner Handeleges bz. 167 50

Opsterr Staab«bahn . 142 90

Lombtiriler......16.00

Gotthar-ibabn .....**»

Lanrahütte . « . . 26R.5O

Bochum ..... 245.25

4 % Grieoh. Monopo' - An! 52.40 !larp«m«r . 215 20

4l/1°,0 äussere Argentiner. Staatschatzscheine . bz 100.65

Tendenz: fest.

TL« ä-Io iiGfirrzf wird es bestätigen, baß es für die zar- J.H1 le tlUrklil Zit) teste Haut der Frauen und Kinder nichtz wteict Myrrhelinseife.