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Vom Kriege»
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Telephonischer Kursbericht,
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9. Januar.
4% Oesterr. Goldrente .
4*/6$o Oesterr. Silberrente 100.25
Schatzscheine
Tendenz: fester.
B7/k
132.00
49.40
45.40
. 101.80
. 90.05
. 101.90
. 89.90
. 100.20
. 99.80
. 101.75
. 99.95 . 104.70 . 63.90 . 63.40
1L
11.
4% Unpar. Goldrente , .
Italien. Rente . . .
Portugiese!? . , . R°/ Portugiesen. . . . . 1 % C. Türken . . . , Türkenlose......
4% Griech. Monopol.-Anl. 4‘/»% äussere Argentiner
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8°/o Mexikaner 4,/o% Chinesen . , Electric. Sehuekort . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank .
Berliner Handelsges.* Oesterr. Staatsbahn . Lombarden Gotthardbahn . * * Lanrahütte . .
Bochum . ,
Darpener . *
zweier englischer Dampfer am SamStag sank der Dampfer „Winington" Zehn Personen ertranken. Ein Glasgower Dampfer stieß bei Holyhead mit einem spanischen Dampfer zusammen. Beide sanken. Die Besatzungen wurden gerettet.
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Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
BoranHsichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 10. Januar 1905: Trüb, zunächst milder, später wieder etwas kälter, stürmisch, vielfach Niederschläge (meist Regen).
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
. 32.90 . 92.40 . 131 50 . 104.70 . 21400 . 194.50 . 143.10 . 158.90 . 165.30 . 139.80 . 17.30 . 194.50 . 257.00 . 241.00 . 210.20
Weizenmehl 0 Mk. 20.75—27.25, 2. Qualität Mk. 24.75
bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.75, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.00,1. Qualität Mk. 19.50—20.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Roggenkleie Mk. 11.25—11.50, Maiskeime Mk. 10.25 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 9. Jan. (Tclegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz/). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 463 Ochsen, 181 aus Oestreich, 41 Bullen, 2 aus Oestreich, 742 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 auS Oestreich, 319 Kälber, 227 Schafe und Hammel, 1808 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 72—75 Mk., 2. Qual. 67-70 Mk., 3. Qual. 60-63Mk.: Brillen l.Qrial. 62 bis 64 Nit., 2. Qual. 57—59 Mk.: Kühe 1. Qual. 66—68 Mk., 2. Qual. 60—62 Mk., 3. Qual. 51—53 Mk, 4. Qual. 41—43 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber.: 1. Qual. 81—83 Pfg., Lebendgewicht 72—76 Pf., 2. Qual. 72—76 Pfg., Lebendgewicht 42—46 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg., Schafe: 1. Qual. 66—67 2. Qual. 54—56 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual 59—60 Pfg., Lebendgew. 47 Pfg., 2. Qual. 58—00 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Pfg., 3. Qual. 52—54 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, bei Kleinvieh gut.
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Eparzeuen ü
dienstlichen Werkes die Erfahrungen 5« Autze, die m Pferchen Ne öenen Groteiend r.nd Eretschmar gemacht r.nd beachtet haben, urteilt die ,,Frks. Ztg."___—s -----
Krieflrasten der Redaktion.
(Anonvme Anfragen bleiben nnberücksichtigt.)
r H- Ihr Urteil über die „Gesetzsammlung für das Groß- herzogtrmi Hetzen" deckt srch rnrt denr, das soeben die Frkir Ata" iänt. Diese rühnrt die sorgfältige Bearbeitrnrg, konstatiert aber auch als „recht wesentlrchen Mangel", daß sie „so rmübersrchtlich in der Anordnung gehalten ift wie nur möglich. Die Sammlung ist rein chronologrsch angelegt, ohne Einteilung in Materien. Der Benutzer ist also gezwungen, arr der Harrd des in einem besonderen Bande geplante,r Sachregisters die zri einer bestimmten Materie gehörenden einzelnen Gesetze und Verordnungen sich mühsam aus den ver- schiedenen Banden zusammenzusuchen .... Hoffentlich ,nachen sich dre Herausgeber für eine etwaige Neuauflage ihres sonst sehr ver
Neueste Mcldunnen.
Berlin, Ian. DaS üblich vollendete neu, NmtSqcrichtSgebäudc in der Neuen Friedrich, nnd Grunerltraße wurde in der Nacht von Bubenhnndcnbc. schädigt. An etwa dreißig Stellen wurde die Fassade mit Sammer und Meisel verwüstet, teilweise wurden Hand- große Stücke ab gehauen. An den Haupteingangen wurden säst sämtliche Ecken der Postamente, auf welchen die runden Sandsteinpseiler ruhen, abgeschlagen. Von den Katern 'ehlt jede Spur. Auch am Polizeipräsidium wurde em Steinpfeiler mit einem Hammer beschädigt.
Berlin, 9. Jan. Das „Kl. Journ." verzeichnet Gerüchte, wonach die deutschen Verluste in dem letzten 50stündigen Gefechte bei Groß-Nabas sehr bc- deten d gewesen sein sollen. Deutscherseits betrage der Verlust fünf'Offiziere und 50 Mann.
Allenst ein, 9. Jan. Die Strafkammer verurteilte die Schaffner Friedrich Berger und Paul Krüger, die Gepäck von Reisenden aufgebrochen und geplündert haben, zu je anderthalb Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust.
Kapfenberg, 9. Jan. Ein Zug der Lokalbahn 'kürzte infolge des Wirbelsturmes in der Nähe der Haltestelle Margaretenhütte in den Thorlbach, wobei ein Passagier tätlich, sechs andere leichter verletzt wurden.
London, 8. Jan. Bei einem Zusammenstöße
Tokio, 8. Jan. (W. B.) Es verlautet, daß demnächst eine vierte innere Anleihe in Höhe von 100 Mill. Pen unter den gleichen Bedingungen wie die dritte Anleihe zur Ausgabe gelangen soll.
London, 9. Jan. Das Reutersche Bureau meldet auS Port Arthur über Fusan: Bei der Zusammenkunft der Generale Stössel und Nog i sagte ersterer, die wahre Ursache des Krieges sei die russische Unkenntnis der japanischen Soldateneigenschaften. Er Habs kapituliert, da die Garnison nur noch wenige Tage unter großen Opfern den Platz hätte halten können. Das Eintreffen der japanischen elfzölligen. Geschütze sei der Wendepunkt in der Belagerung gewesen. Stöffel war erstaunt, von Kuropatkins' Niederlage zu hören. Er sagte, es sei unnütz, daß die baltische Flotte noch herauSkomme.
Tokio, 8. Jan. (Reuter.) Admiral Kataoka melbet,; ein Kreuzer und ein Zerstörer, sowie ein Torpedoboot feiert den nach Tschifu und ein anderer Kreuzer und ein Kanonenboot sowie eine Anzahl Zerstörer seien den nach Kiautscham geflüchteten ruffischen Schiffen gefolgt. In beiden Häfen feien, die russischen Schiffe zur Abrüstung gezwungen worden.
Tokio, 8. Jan. (Reuter.) Die Japaner beabsichtigen Port Arthur zu einer bedeutenden Flottenstation zu machen. Nach dem Abmarsch der ruffischen Gefangenen wird nur noch eine kleine Garnison in Port Arthur bleiben. Die Flotte ist eifrigst mit dem Auffischen von Minen beschäftigt, trotzdem wird die Schiffahrt noch lenge unsicher sein. Nur Regierungsschiffe haben Zufahrt. Dalny wird bem» nächst für den neutralen Handel eröffnet werden.
Tokio,, 8. Jan. General ©löffel tft ohne betrt. Mikado einen Besuch äbgestattet zu haben, nach PeterS- b u r g a b 'g e r e i st.
Vrt Pen ANlljestand das Silberne Kreuz, ver Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Schaffner in dieser Gemeinschaft Buchert zu Daumstadt das kfigemetne Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue pfctenfte", dem Gütrrbodenarbeiter in dieser Gememschäft feer$ert zu. Arhcllgen und dem VahnhofSarbeiter in ptefer Gemeinschaft Trinkaus zu Bischofsheim das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für freue Arbeit" — sämtlich aus Anlaß ihres Ai^scheidens aus dem jStaatseisenbahndienst, verliehen.
** Folgende Lehrer-Personalien werden uns auS Darmstadt drahtlich mitgeteilt: Am 4. Januar wurde dem Lehrer Hildmann zu Bannenrod (Kreis Lauterbachs >die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crainfeld, dem Schulamtsaspiranten B r e i t e n b a ch aus Kirchhain die Stelle an der Gemeindeschule zu Obersorg (Kreis Alsfeld), dem Schulamtsaspiranten KlooS aus Oppenrod die Stelle ander Gemeindeschule in Oberoffleiden (Kreis Alsfeld) übertragen. Bestätigt wurde in seiner Stelle der von dem Fürsten zu Menburg-Büdingen auf die Lehrerstelle an der Gemeinde« ffchule zu Lorbach (Kreis Büdingen) präsentierte Lehrer Karl feeusohn zu Frischborn (Kreis Lauterbach).
K ofdorf, 7. Jan. Gestern nachmittag wurde unser 'fo jäh auS dem Leben geriffener langjähriger Gemeinde- sörster Lucas zur letzten Ruhe geleitet. Von nah und fern waren aus diesem Anlaffe die Kollegen des Verstorbenen herbeigeeilt, um ihm das letzte Geleite zu geben. Der Kreiskriegerverband, zu deffen Vorstand der Verblichene seit seiner Gründung gehörte, war durch den Vorsitzenden, Hauptmann Hardt, und die beiden Vorstandsmitglieder Aug. Kitterle und Förster Weckmüller vertreten. Auch das Bezirkskommando schatte Vertreter entsandt. Ebenso war die Behörde der Bürger- । !meisterei durch die ersten Beamten vertreten. Den langen kLeichenzug eröffnete der hiesige Kriegerverein, _ dessen Be- sgründer und beständiger Vorsitzender der Veritorbene ge- , wesen. Dem Leichenwagen folgten nach den nächsten An- : -verwandten zahlreiche Forstbeamte. Auf dem Friedhöfe hielt Pfarrer Knieper die Grabrede. Als letztes Geleit ertönten J dann drei Salven über das Grab, abgegeben von einer Ab- « Teilung des Kriegervereins. Jnr Namen de§ Jagdschutzver- t Landes Atzbach-Launsbach und des Vereins ehemaliger Jäger , und Schützen wurden prachtvolle Kränze am Grabe nieder-- ’ gelegt. \
z. Schotten, 7. Jan. DieDeutsch-Amerikanische * Petroleum-Gesellschaft beabsichtigt, am hiesigen Bahnhofe einen Petroleum-Tank anzulegen, die Genehmigung soll bereits erteilt sein. Man ist hier nicht gerade sehr entzückt davon, sowohl wegen des Platzes, den man nicht für geeignet hält wegen de§ üblen Geruches, der von pem Tank zu erwarten ist, gerade beim Eintritte in unsere Stadt, als wegen der schweren Konkurrenz, die unseren Kaufleuten dadurch erwächst.
Darmstadt, 8. Jan. Unter dem Vorsitz des Re- yierungsrctts Dr. Kratz-Darmstadt tagte hier gestern eine Versa.mmlung der PoliKeiverw-altungsVorstände der hessischen Städte, um über die Frage der Errichtung einer gemeinsamen Schutzmannsschulc zu beraten. Der Sitzung wohnten Vertreter der Regierung und der Kommunal- Lehörden bei. Der Erfolg, den ein seit mehreren Monaten für die bei der hiesigen Polizei provisorisch an gestellten Schutzleuten versuchsweise eingeführter Unterricht bereits ru verzeichnen hat, ivurde durch eine mündliche Prüftmg, die man in Gegenwart der Versammluwa vornahm, bestätigt. Darauf beschloß die Konferenz, für die zwölf Städte des Großherzogtums, in denen eine militärisch organisierte ^Schutzmannschaft besteht, in Darmstadt eine gemeinsame Schutzmannschule =u begründen. (F. Z.)
w. Darmstadt, 8. Jan. Der hessische Landwirt- M^aftsrat beschloß in seiner heutigen Sitzung, mit der kn diesem Jtzhre in Mainz stattfindenden landwirtschaftlichen Landesausstellung eine Feier des 75jährigen Bestehens der landwirtschaftlicheir Vereine des Großherzog- ^mns .Hessen zu verbinden und diese Aüssttllung als Jubiläumsausstellung 'abzuhalten. Die Großh. Regierung loll ersucht werden, einen Zuschuß von 10000 M k. zu den Kosten der Ausstellung und einen Beitrag zum Prämienfonds durch Stiftung einer Staats medaille zu gewähren.
ä. Mainz, 9. Jan. Spurlos verschwunden ist seit einigen Tagen das 19 Jahre alte Dienstmädchen Therese Mühlbauer aus Hohenwart, das bei einer Familie auf dem StefanSberg hier bedienstet war. Das Mädchen wurde vor einigen Tagen vor dem Amtsgericht als Zeugin vernommen; seit diesem Ausgange kehrte es nicht mshr zurück. Nach den Ermittelungen beim Amtsgericht wurde es dott vernommen und sofort entlassen. Die Dienst- Herrschaft vermutet, daß sich das Mädchen ein Leid angetan tzat; sie soll vorher Selbstmordgedanken geäußert haben.
Bingen, 6. Jan. Gegen 11 Uhr in der letzten Nacht ertönte die Feuerglocke. In dem Lager des Terrazzo- imtternehmers Bia^izzto in der Gerbhausstraße war ein tz-oßer Brand aus gebrochen, der ein benachbartes sehr kumsangreiches Holzlager und auch Wohnhäuser bedrohte. Kmrshoch schlugen die Flammen gegen den nächtlichen 5)im- tmet und flüssige Massen von brennenden Stoffen (Teer, Pech, Dachpappe) flössen brennend in die Nahe. Das Lager ift gänzlich ausgebrannt. Der Schaden ist groß. — freute Morgen ertönte wiederum die Sturmglocke. Ties-
Kerichtssaak.
Serfurth-Fr-mhurt wurden vnito vou bet M?*iina der fÄTaEäS ätiSw vA «.">
wird grmcldet: Drr Protoß gcgcn Fr au N ibto s ,bic Je
war, dur» ihre Naturhcilmothadr des tö tun gen
fahrlanig dctchetgrfüdrt zu haben, endete schwarcu
führte aus, daß btc Ange klagte imer Iwweren, groben Versehen, sowohl vom rein medizinischen >^tandpunkt, wi duck iu ihrer Naeusch-st alS N-tnrärztm begangen baß t-.efe Verfehlmiaen aber nicht kansal seren mit dem .rode der _
KrSeitervewkgung.
Di e Veraarbeiterbewegun g im. Vuhrrevier. Tic Allgemeine 'Stimmung der Bergarb'itersHast desRuhrgechets •.*!< r. r.*L „ r r.; f t r r t der mcb ndlgerl Belealchaite---L>er-
r!in,inhm\ dch Medie Serkules" am mntag in Essen herrschte
bei der 'Mehrzahl der Anwesenden ausgesprochene Neigung zum Sireii Nur mit Mül>e gelang es dem Reichstagsabg. Hue die Votierung des sofortigen Streiks zu verhiuderu. würde eine S ol i d ari tä t ser kl är un g mit den Geuc^, en von Bruchstraße" angenommen und eine Resolutwn. welch, ü^rall dE r^n Streik fordert, wo die Arbeitgeber Sch.chtver- längeruugen durchzudrücken versuchten. Ferner wird bem ^or- lmigen nach einer sofottigen geietzlichen Regelung der ^eilfahrt^- zeiten Ausdruck gegeben. Die Einberufung einer allgememen Dele- aiertenveffammlung aller Verlande wird angeregt. Reichstagsabg. frue erklärte, dass er, int Fall die Regierung nicht w^vemere, in einigen Wochen einen allgemeinen Berg ar bet er- a u ° st a n d int Ruhrrevter vor aus sehe. Einigkett der'organisierten Arbeiterverbaude der verschtedeueu Rtchtuugeu ist vollständig. - Falls die Arbeitersthast, wie das Oberbergamt annimmt, die Einsetzung eines Einigungsamtes bemttragen sollte, wird dieses in Witten zusammeutreteu. Tte Ar b e 11 g e b e t werden ihren Standpunkt darlegen, doch waren pe, wte an.^u- nehmen ist, nicht bereit, sich auf ein Schtedsgertcht etn- zulassen, schon deshalb, weil es sich nach threr Anstcht nicht mehr um die Aufklärung eines speziellen Falles, sondern um eine ganze Liste von Gegensätzen handeln werde. ' .
Zcitz, 7 Jan. 18 0 0 0 Bergleute tm Meuselwttz-4.hu- ringischen Bräuukohlenrevier beschlossen in einer gestern abend abgehaltenen Vertreterkonferenz selidarische U n t e r st ü tz u n g und Förderung der B e r g a r b e i t cr b e w e g un g im Ruhrgebiet. t,
Rom, 7. Jan. In Salentio verlangen btc Lokomotivführer und fr ei a cr unter Androhung sofortigen Ausstandes vom Präfekten die Freilassung des infolge eines EisenbalM-Un- salles verbafften Lokomotiosübrers. ___________
Handel und Hlerkclir. ^ollrswirts«iiact.
Deutsche Tabakindustrie in 1904. Die Lage der Zigarrenfabrikation Deutschlands hat nach dem Jahresbericht der frandelskammer für den Kreis Mannheim sich im Jahre 1904 wesen lich gtünstiger gestaltet. Nach wie vor sieht aber die Zigarreniudustrie ihren Nutzen durch die wachseuden Ansprüche der Kundschaft hinsichtlich der Farben, Fassons und Atlsmachungen stark beeinträchtigt; namentlich die Vorliebe für die fahlen, grauen Decktabake, die der Fabrikant nur mit enormen Kosten beffiedigen kann, zehrt am Geschäffsnuhen. Dazu kommen neben der wachsenden Konkurrenz der Zigarette die ungebührlich langen Zahlungsfristen und die Zunahme der Konkurse unter der frändlerkund- schaft. Tie Rauchtabakindustrie konnte nur mit Anspannung aller Kräfte dem weiteren absoluten Rückgang des Umsatzes Einhalt gebieten, eine der Vermehrrmg der Bevölkerung entsprechende Erhöhung des Verbrauchs gilt als gänzlich ausgeschlossen. Auch hier drücken vergrößerte Geschäftsunkosten und Vermehrte Llnsprüche der Kundschaft an Qualität und Ausstattung den Nutzen.
Zur neuen russischen Anleihe. Während die beteiligte deutsche Bankwelt bei einer neuen Reichsanleihe im besten Falle ein ganzes Prozent verdient, meist jedoch nur zwei Drittel bis drei Viertel, sieht es bei den Auslandsanleilwn und speziell bei der neuen Russen anleihe doch ganz anders aus. Ist der Abschluß von 19V2 Prozent richtig (sicher ist nur der Emissionskurs von 95 Proz.V so ergibt dies 41/2 Proz. Profit oder auf die vor- lanftgen 324 Mill. Mark Objekt mehr als 14 Mill. Mark Verdienst. Daß sich die Bankwelt um einen derartigen fetten Bissen ganz anders ins Zeug legt, als für armselige 2/3 oder 8/4, Proz. ist leicht zu begreifen, aber die Sache kann auch nicht immer allzu alatt ablausen. So glauben Berliner Blätter zu wissen, daß das Bankenkonsortium, welches vor einiger Zeit 20 Mill. Francs serbische Rente übernommen hatte, nichts nennenswertes davon lvsgewordcn tft und jetzt den Teilnehmern diesen Block einzeln zuteilen muß.
Neue Russen-Anleihe in Frankreich. Der Zeitpunkt der neuen Anleiheausgabe wird jetzt dahin festgesetzt, daß dieselbe kurz nach der Auflage in Deutschland an den französischen Markt kommen wird.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 9. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 18.25—00.00, Kurhessischer Mk. 18.25—00.00, La Plata Mk. 18.00—19.25, Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mark 14.50—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.25, Franken- ielderMk.18,25—18,50,Hafer Mk. 14.50—15.50,MaisMk. 12.00—12.50,
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Bekan«tmaÄunq.
das KautmamisgcMt^Gichcn ?5a,,t ber Beisitzer für
Wen recfitscitiq eiHqeqaitqe , „nb ?enbrc brci Dorschlags-
a) Vorschlagsliste Iiir L na-. . 811 beanstanden:
1. Georg Emil Mök,l „breü selbständigen Kaufleuten:,
2- Ängust Noll, ZaÄtVr 3n'ma 3o6‘
4" OToriis 51- bol,erhoff Söhne
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3 »-inVgwerk?°" ^^°'kschgst Sietzener Brann-
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hnal galt es, gegen das Wasser anMgvhen. Das int hiesigen Hafen verankerte W o h n s ch i f s des Andreas Engel- nttrt war tnr Sinken. Da «Tte Hilfeleistnngen der Nachbarschaft nichW fruchteten, wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen ^jedoch auch sie formte nichts ausrichten, das Schiff sank votlsrändig; das Mobiliar konnte gerettet werden. Die Ursache liegt darin, daß das Wohnschiff schon älteren Da- ftmrs ist und anscheinend infolge der Ein- und Ausfahrt der wä'hrend der Eisgefahr den Hafen aussuchenden Dampfer Leckage erlitt.
Marburg, 7. Jan. An der gemeinsamen Hoch- zeitsgabe der mittleren preußischen Städte für das Kronprinzenpaar wird sich die Stadt Marburg nichv beteiligen. (Oberh. Ztg.)
STteiwe Mitteilungen an5 fressen und den ctTtiiteUrt. ß'm Kreise Schlüchtern will man em Ke Errichtung eines Korn Haus es herantreten. Eine Versammlung des landwirtschaftllchen Kreisvereins beschlo ; ettsskimmig, Erhebungen über die Rentabilität eines derartigen Kornhauses vornehmen 'zu lassen und dann weitere Schritte zu unternehmen.
(jrugior. uw Cpmzetzm t immer nur bv
$3. M gelten Baät« gehörm und ^oridmittn ii geidjnebtnr. - ÄtMtnma. bann, wenn in ifi, bas btt Al; Serniquna ar.’eJ


