Ausgabe 
2.10.1905 Erstes Blatt
 
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Handel

Frankfurter Börse. 2. Okt., 1.15 Uhr.

Reichsanleiho

3% Portugiesen

III

. 116.25

Prince-Henri-Eisenbahn .

Börse, 2. Okt., Anfangskurse.

Marktplatz 18 Marktplatz 18

Bedeutendstes Werk dieser Branche in Mitteldeutschland.

Ch em.Wa scha nsta It G e b r. Röve r. rbe rei.

Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . .

Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. .

Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tiirkenlose . . .

Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . .

Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn .

Hamburg - Amerik. Paketf. 174.20

Harpener Bergwerk. . . 225.00

. . 170.00

. . 213.80

189.-

21.70

144.00

128.20

Laurahütte......

Nordd. Lloyd.....

Oberschles. Eisen-Industrie

4 Oesterr. Goldrente. . 4*/ ?.< Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 4?6 Portugiesen Serie I .

do.

Konsols . do.

Hessen . .

Oberhessen

2. Qual. 6264 Psg., 3. Qual. 0000 Vfg.; Dchweme i. jQtai 74-00 Psg., Lebendgew. 58.50 Psg., 2. Qual. 73-00 Big., Lebendem 57.5000 Psg., 8. Qual. 69-00 Pfg., Lebendgewicht 7200 <r Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberstaud unbedeutend, Schafe un Schweine aut, Kälber gedrückt, kein 11 eberstand

.. 244.00

. 186.90

. 195.60

Berliner

Canada E. B.....

Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . .

Dortmunder Union C. .

Dresdner Bank . . .

Tendenz: fest.

261.00

147.00

. 148./V- . 136.75 . 287.00 . 253,76

Elektnz. Lahmoyer .

Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk .

Gelsenkirchen Bergwerk

Eisenbagn-Deilung.

N a ch Worms. Die Eisenbahndirektion Mainz hat an­geordnet, daß die Fahrkarten WormS-Franksurt a. M. hierfür neben den Wagen über Bensheim-Darmstadt und Biblis-Goldstein anch über Gernsheim ° GrieSheim -Darmstadt ohne Zuschlag benutzt werden können.

Die {freier her Cinweihmin der Bahnstrecke Stockheim-Heldenbergen.

(l.) Stockheim, T. Okt.

Die Eröffnungsfeier der Bahusriccke Stockheim-Heldenbergen sand gestern unter grober Beteiligung der Bevölkerung statt. Ms Vertreter der Regierung war Ministerialrat Süffcrt er­schienen, die Eisenbahndirektion Frankfurt und Bauabteilung war vertreten durch die Herren Regieruugsbanrat Wolpert und die Vauräte Drescher und Wallol. Diese Herren trafen mit K'rcisrat Böckmanu Büdingen und Landrat von Beckerath-Hanau um 11,30 Uhr mittels Sonderzug über Büdingen in Stockheim ein und wurden hier von den Vertretern der Provinz Oberhessen, Meis- amtmarm Dr. Mauzbühler und Baurat Diehm, beide aus Gießen, begrüßt. Das Bahnhofsgebäude war schön geschmückt, die Schul­klassen und Einwohner von Stockheim hatten Aufstellung ge­nommen. Pfarrer K' ö h l c r hielt die Begrüßungsrede und führte darin etwa folgendes aus:Für unsere Osegcnd und Gemeinde ist beute ein bedeutungsvoller Tag, das langersehnte Werk der Niddertalbahn blickt heule auf seine Vollendung zurück. Schon kin den 60 er Jahren tauchte das Projekt aus, aber unüber­windliche Schwierigkeiten stellten sich entgegen; erst nach dem Zustandekommen der Preußisckr-Hessischen Eisenbahngemeinschaft sand das Projekt die nötige Unterstützung und ihr nebst der Re- giernng und den Landständen verdankt es seine heutige Ver- iuirklichung. Dies ist für die gesamte Gegend, Wetterau und Vogelsberg, ein neuer Zeitabschnitt in der Geschickte des Verkehrs­wesens. In erster Linie gilt aber unser Dank dem Großherzog, der allezeit bestrebt ist, Handel und Verkehr zu fördern. Er lebe hoch!" Darnach spielte eine Musil'kavelle die Hessenlwmne. Ministerialrat Süsse rt dankt namens der Regierung für die herzliche Begrüßung uud wünscht, daß alle Hoffnungen, die man an die neue Bahn knüpft, in Erfüllung gehen möchten zum Segen der werktätigen, fleißigen Gegend. Hierauf überreichten Mädchen den Vertretern der Regierung und Bahndirektion Mumenslräuse. Dann wurde der Festzng, bestehend aus zwei

. 101.20

. 89.60

. 101.15

. 89.50

. 176.90

. 152.80

. 243.80

. 104.10

. 170.10

** Diebstähle. 'Htm vorigen Samstcrg! ftitir der erst ITtfr^c Zeit gemietete Kn e cki t eines hiesigen Fuhrwerks- Desitzers Vers ch w u n d e n. Später bemerkte man, daß eine jSkube erbrochen und daraus ein Fahrrad, ein Anzug, ein Ucberzicher und ein Gchlicßkörbchen mit diverser Wäsche verschwunden waren. Da alsbald Anzeige erstattet und die Personalien des Diebes auch bekannt sind, so wird er sich wohl kaum lange der schönen Sachen erfreuen können. Wiederum wurden nachts aus einem offenen Hausgarten tim LudwigSplatz eine Au zahl Wäschestücke gestohlen. Aller­dings wird ja auch gerade bei Wäsche den Dieben die schönste »Gelegenheit geboten.

** Sn chbeschä d i g it n g. In der Nacht zum Sonntag svurde an einem Hause in der Lindengasse eine Fenster­scheibe eiugeschlageu. Hoffentlich gelingt es, den Täter zu ermitteln und ihn zur Rechenschaft zu ziehen.

** B ü rger v e r e i n. Mit dem beraunahenden Winter KBrd auch der Bürgervere'.u seine Tätigkeit wieder auf­nehmen. Zunächst beabsichtigt der Borstand, etwa Mitte Oktober eine Mitgliederversammlung abzuhalten, in der' eine Besprechung über den Verkehr im hiesig-en Güt erb ah uho f srattfindeu soll. Sodann ist für Ende November eine größere öffentliche Versammlung mit der Tagesordnung: Städtische Verhältnisse, insbesondere Ka­nalisation, K a n a l g e b ü h r, A nschlüsse usw. ge­plant. Weiter wird im Januar ein Vortrag mit Licht­bildern und eine Besprechung über das Thema:Vom «guten u n b schlechten Bauen" stattfinden. Ms Vor­tragender ist Herr Karl Meißner von Dresden gewonnen worden. JUr Februar wird eine weitere Versammlung statt- «finden, und es ist hier ebenfalls ein interessantes Thema in Aussicht genommen. Wenn Breitere, die Interessen der Bürgerschaft berührende Tagesfragen auftauchen sollten, wird dem Verein ebenfalls Gelegenlwit zur Stellungnahme geboten werden. Ms weitere beachtenswerte Neuerung hat der Vorstand die Aufstellung eines Wunschkastens im Gasthaus zum Löwen beschlossen, in dem Mifragen, Wünsche und Beschnwrden betr. Sachen, die allgemeine städtische Interessen berühren, niederaele.gt werden können.

"Die freiwilige Sanitätskolonne führte am Sonntag wieder eine interessante Hebung aus. Der Hebung lag die Idee zu Grunde, daß in beut Steinbruche an der Hardt ein Zusammenrutsch von Gestein stattgefunden hatte, wobei mehrere Steinbrucharbeiter verschüttet und teils schwer verwundet worden waren. Der Abmarsch der Kolonne vom Depot erfolgte pünktlich 9,15 Hhr norm. In liebenswürdiger Weise hatte Herr Brauereibesitzer Bichler einen Leiterwagen der Kolonne entgegen gesandt, welcher die Mitglieder alsbald an die gedachte Hnfallstclle brachte. Nach erfolgter Ankunft wurde sofort mit der Bergung der Verwundeten begonnen, die erforderlichen Verbände angelegt und mittelst Kranken­tragen auf den inzwischen zum Krankentransportwagen her- gerichteten Wagen verladen. Die Hebung in diesem Stein­bruche war mit vielen Schwierigkeiten verbunden, da die Ver­wundeten teils in einer Höhe von 8 Meter herunter zu bringen waren. In 20 Minuten waren alle Verwundeten transportfähig verbunden und verladen und es konnte als­dann der Rückmarsch erfolgen. Die Sanitätskolonne kann mit Stolz auf ihre Tätigkeit in der kurzen Zeit ihres Be­stehens zurückblicken und es wäre im Interesse der guten Sache angebracht, wenn sich die Zahl ihrer Mitglieder recht bald vergrößern würde. Dies dürfte um so mehr zu er­warten sein, als die Hebungsstunden ohne jegliche Kosten sind und ein Mitgliedsbeitrag nicht erhoben wird.

Homburg, 30. Sept. Der Kronprinz reiste heute abend über Friedberg nach Thale ab.

** Kleine Mitteilnu g e n ans H e s se n und den Nachbarstaaten. Ein in weiten Kreisen bekannter Künstler der Darmstädter Hosnmsik, Herr Kammermusiker Bruno O e I § - ncr, der sich auch als Komvonist einen Namen aemacht hat, beging am 1. Oktobber die Feier seines 25 jährigen Dienstjubiläums. Der Verleger des Wormser Tagebl. Heinrich Fischer sen., ist in B a d - N a n h e i m, wo er sich einige Wochen der Erholung gönnen wollte, unerwartet infolge Herzlähmung gestorben. Aus der Frankfurter Gold- u n d S i l b e r s ch e i d e a n - stakt wurde vor kurzen, ein Packet mit Gold im Werte von 8000 bis 1 0 000 Mark entwendet. Ter Täter ist jetzt entdeckt worden. ES ist der Postgehille Schmitt aus Laugenschwalbach, der vor kurzem wegen Diebstahls von Briefmarken zu einer Ke- fängnißstrafe verurteilt worden war.

223.7i

273.0»

21.7)

138.3)

140.4)

Gothaer Lebensverficherungsbank

auf Kegenstitlstkeit.

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W/c 3% 3%7c 3% 3W 3^°/,

Hriainas-Pratiimekdungen.

Berlin, S. Okt. Ein s ch we. r e r E inb r u ch sd ieb stc> l>' in der Kasse dcS Steglitzer Hauptpostamtes ist durch -i Wachsamkeit der Polizei verhindert worden. Nach hartnäckig^ Kampfe mit einem Einbrecher, wobei ein Kriminal- K o n - Missar eine Schußwunde an der Hand und der Einbrecher einen Schuß a m Kopfe davontrug, gelang die Festnahme des Ein brechers. Ein Zusa in m e n st o ß zweier Güter- ü g e er­folgte auf dem Svandauer Güter Bahnhöfe. Verletzt wurde nie­mand. Dagegen ist der Materialschaden sehr bedeutend. (Jfo-» Puosadvwskp hielt bei der Einweihung des nach ihm le nannten Wohlfahrts-Institutes eine bedeutsame fouof politische Rede. Er führte u. a. aus, daß die Art dc Wohnens für die körperliche und sittliche Gesundheit b?'; Familie von großer Wichtigkeit sei. Auf der Familie berühr der Bestand des Staates und seine Zukunft und so ergebe sich von selbst, von welchem Gewicht das für die breiten Volst schichten bestehende Wohnungswesen für die Nation sei. Deshalb habe das Wohnungsproblem eine so hohe Bedeutung. Es gebc aber eine Partei, die von allen allgemeinen Bestrebungen nichtß wissen wolle. Diese Partei stehe _ auf dem Standpunkte, das Rettung nur von ihrem Zukunftsstaate erwartet werden Tonne' Auch die Regierung glaube an einen Zukunftsstaat, wenn auch in anderem Sinne. In der Entwicklung, die die Zukunft bringen werde, liege der Zuknnftsstaat.

Helsingfors, 1. Okt. Der MeuzerAsia" fand aus einer Insel in der Nähe von Komi 17 Gewehre und zwei Kisten mit Revolvern und Explosivstoffen.

Bern, 1. Okt. Minister Tittoni ist beute nachmittaa hier eingetroß'en. Er stattete dem Bundespräsidenten Rucket einen Besuch ab; am Abend setzte er die Reise nach Italien fort.

Prag-, 1. Okt. Trotz deS Verbotes einer von den Tschc« ckischnationalen und den Sozialisten beabsichtigten Volksversammlung versammelten sich heute etwa 1500, bic sich in Schmähungen ergingen. Polizeibeamte und Wachleute, die intervenieren wollten, wurden verhöhnt und mit Stöcken geschlagen. Die Angesammelten, die hieraus ausemandergetriebeu wurden, zogen nach teilt Wenzelsvlatze, wobci sie in deutschen Häusern, u. a. in der Retehalle und im Turn­verein die Fensterscheiben eiuscklugen. Schließlich wurden bit Straßen gesäubert, nackdeM 14 Personen verhaftet worden waren.

Petersburg,- 1. Okt. Der Kaiser ist mit Familie heute nachmittag in Peterbof eingetroffen.

Warschaus. Okt. Auf das in der Wola-Vorstadt stehende russische D e n km a l zur Erinnerung an die Einnahme von Marschau im Jahre 1830 wurde eine Bombe gc- s ch l eudert. Es erfolgte eine heftige Explosion. Die Grund­pfeiler des Denkmals wurden erschüttert. Am benachbarten Inda lwenhaus sind alle Scheiben zertrümmert. Verletzt wurde nie­mand. Der Täter ist entkommen.

Newhork,2. Okt. Die Newyork Times meldet aus Kw u- stau^tinopel: In gut in formierte« Meisen werde behauptet, der Sulla« habe Deutschland die Erlaubnis erteilt, auf der Insel Thasos eine Marinestation zu errichten Außerdem soll er sämtliche Minen-Mnzessionen an deutsche Gesell« ichafteu gegeben haben. Es sollen ferner Unterhandlungen zwischen bet Pforte und ter anatolifcken Bahn gepflogen werden betreffend Gewährung eines Vorschusses von einer halben Million Dollar an den Sultan, woraus die Kosten für die Jubilänmsfeste be­stritten und den Beamten ein Monatsgehalt ausgezahlt wer den soll.

Herciilesa-Baleine-Corsets.

Bequem! Hochelegant! Gesund!

Man achte auf den StempelHercuksa-Baleine.

99.90

99.80

101.50

101.30

97.10

105.70

68.90 68.50

98.60

96.40

9100

140.00 54.80 90.70 68.70

97.95

4 J4°/n mss. Staat sank 1905 4%0/ japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose'......

4% Griech. Monopol-An!.. A% äussere Argentinier . 3°/n Mexikaner . . . . 4%°/o Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss.....

Buderus E. W.....

Tendenz: fest.

273.25

137.80

142.00

176.25

152.70

Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr nnd Industrie, Giessen.

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Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 2. Okt. (Orig.-Telcgr. desGießen. Anz.") dlmtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 17.5000.00, Kurhessischer Mk. 17.5000.00, La Plata Mk. 18.5019.25, Kansas Mk. 18,5019.25, Roggen (hiesiger) Mark 15.2515.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.7517.25, Franken- selber Mk. 00,0000,00, Hafer Mk. 14.2515.25, Mais Mk. 13.2513.50 Weizenmehl 0 Mk. 26.7527.75, 2. Qualität Mk. 24.75 bis Mk. 25.25, 3. Qualität Mk. 22.5023.00, Rogqenmchl 0 Mk.23.5024.25, 1. Qualität Mk. 20.00-21.75, Weizeukleie Mk. 10.50 bis Mk. 10.50, Roggenklcie Mk. 11.5012.00, Maiskeime Mk. 10.75 bis Mk. 11.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 2. Okt. (Telegr. Orig.-Bericht de§ Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehnrarkt- preise. Zum Verkaufe standen: 466 Ochsen, 165 aus Oest­reich, 51 Bullen, 0 aus Oestreich, 797 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 214 Kälber, 418 Schafe und Hämmel, 1211 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 8085 Mk., 2. Qual 74-76 Mk., 3. Qual. 68-72Mk.; Bullen l.Qual. 66 bis 68 Mk., 2. Qual. 63-65 Mk.; Kühe 1. Qual. 7173 Mk., 2.Qual. 6870 Mk., 8. Qual. 5254 Mk, 4. Qual. 5051 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber: 1. Qual. 8690Psg., Lebendgewicht 5354 Ps., 2. Qual. 8386 Psg., Lebendgewicht 4951 Psg., 3. Qual. 0000 Psg., Schlachtgewicht 6367 Psg., Schafe: l.Qual. 7072,

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DieReichstc w Zentttimskaiidl

Wagitcitton nach 3e den WahM Sc die Liberal «ehre wie alle Wc Honen nicht zu erlcü Met, fortbai ivttden, wenn der gegenüber den gro irmns, der Sozial Nittelschicht des L rüstung schaffen. - Mete überall

Wie stets hat a Politik in feinet einzelnen leider nie chafts- und sozial; Henschaftlichen $ bet 'Ansichten über cm zweckentspreche' Hutsche Volk vor Ähren. Wie unan lägt jetzt wieder her Berline r Äevorstehen des T tzmrnngen, die . werden 65 000, vo Weiter betroffci 'Milse, aus sozi Münchener Proft ProsessorS Schni oiim Staat gipse Brentanoschen for von Tarifverträ^ tiartenfragc beffi blem§ in einer M

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Kapital von 75 s Staat soll gesetzli Leitung und des Frage dabei ist fc fall, bie zur Bese weiteren schlägt undMicngeselssc die Reichs- tejiy. schlag wird der ( falberem Interesst

vtlcichmätzig durchwärmte Wohnräume Tag uub Nackt zi erhalten, ist ein Erfordernis, dessen Bedeutung für die Gesimdhri und Behaglichkeit int Hanse viel zt» wenig onerfnimt wird. Diese! zu erreichen, ist nur möglich, wenn die Wohnrätune mit Oefen versehen werden, welche den gattzeit Wittter über mit mäßigen Brennstoffverbrauch im Brand gehalten werden Immen. Oefen die in dieser Hinsicht weitgehendsten Anforderungen entsprechen, ßni, die bekanntenPatent-Germanen-Oesen" vott der Firma Qscak Wittter, Hannover, vott dettett über 350 000 Stück verkauft werdet tonnten. Wir empfehlen daher, bei Bedarf eines Ofens sich übet dieses vorzügliche Spstem dttrch Bezug der Origittal-Berkausslist! vott einer besseren Ofenhandlung oder direkt votn Fabrikanten ein- gehend ztt orientierett. ss/n

schöü dekorierteu Mascknncn, zwei Salonwagen und 1"2 Wngcn für bic Festteilnehnrcr aus den Gemeinten, bestiegen. Unter leb­haften Hurrarufen der Bevölkerung setzte sich der Zug um 11,50 Uhr in Bewegung und traf um 12 Uhr in Glauberg ein. Ein prächtiges, geschmackvolles Stationsgebäude, im Fest­schmuck praugeud, winkte schon von Weitem entgegen. Vor ihm stand die Schuljugend, der fiticfjcrBercin mit präsentiertem Ge­wehr und eittc große Menschenmenge. Pfarrer Schuster toastete auf die Vertreter der Regierung. Festteimen reichten den Herren Wein. Weiter filterte der Zug durch die gesegneten Fluren der Wetterau nach Ensheim, einem Dörfchen von nur 150 Ein­wohnern. Weiter ging es nach Lindhei m; berühmt durch feine Haushaltungsschule und den Hexenturm. Hier gestaltete sich die Feier etwas größer: nach 'der Begrüßungsrede durch Pfcrrrcr Bär und der Erwideritng seitens des Ministerialrats <5 ft f f e r t; welcher der Zähigkeit, Opferwilligkeit und des Ent­gegenkommens der Gemeinden gedachte, itntrbc den Herren Ver­tretern ein Frühstück mit Champagner gegeben und an die Schul­jugend Brezeln verteilt. Nachdem viele Einwohner den Zug bestiegen teilten, ging eS weiter nach der größten und wichtigsten Station Altenstadt. Der Flecken hat 1250 Einwohner und ist Sitz eines Amtsgerichts. Eine große Menschenmenge begrüßte den Festzug mit frohem Jubel. Pfarrer Heu scl feiert in seiner Ansprache die hohe Bedeutung des Schienenstranges für Land- Wirtschaft, Handel und Industrie. Ein Schulmädchen übergab Ministerialrat Süffcrt ein prächtiges Bouguett in roten und weißen Blumen. K'reisrat Böckmann hob daS hervorragende Verdienst Altetrstadts um den Bähnbau hervor. Schulkinder und Gesangverein trugen Lieder vor und dann hieß es?,Abfahrt". An den Orten Oberatt und Engeltal ging cs vorüber bis zur Station Höchst a. N. Der Einschnitt durch den Höchster Berg und die mächtige Vri'icke. über die Nidder sind gewiß ein schweres Stück Arbeit gewesen. Höchst zählt ca. 500 Einwohner. Reichstagsabg. Graf Oriola hatte sich zur Begrüßung hier eiugefunden und bestieg den Festztig. Der Zug siilw nun über die Laudesgrenze in preußisches Gebiet und erreichte bald die einzige preußische Statioit Eichen.' Lehrer Stoppel sprach über die Bedeut­ung der Bahn und trug dann ein selbftv erfaßt esEisenbahn­lied" mit seinen Schülern vor, welches lebhaften Beifall fand. Landrat von Beckerath toastete auf die Eisenbahilgemeinschafl. Nun setzte sich der Zug nach der letzten Station Helden- bergen in Bewegung, hier hatte sich Kreisrat F c v - Fric^berg zur Begrüßung eiugesimden, namens der Gemeinte sprach Pfarrer Schreiber. Um 2.30 Uhr verließ der Zug mit seinen Gästen wieder Heldenbergen und trat die Rückfahrt über Eichen und Höchst nach Altenstadt an. Hier fand im Holzapfel'schen Saale bas Festessen statt. Am Eingang des Ortes war eine Elwenpforte errichtet, der ganze Flecken prangte in Festschmuck. Beinr Festessen eröffnete Ministerialrat Süffert die Reihe der Festreden durch ein Hoch auf Kaiser und Olroßherzog, die er als Fnetensfürsten und Förderer von Industrie, Handel und Kunst feierte. Die Musik spielte -Heil, Dir im Siegerkanz". Amtsrichter Hohmeier-Mteustndt toastete namens der Gemeinfc>en auf die Regierungen von Hessen und Preußen. KTeiSrat Böck- Mann verlas die Glückwünsche des Staatsministers Rothe und brachte ein Hoch aus die Vertreter der Bahndirektion, die In­genieure, Unternehmer und ?lrbeiter aus. Regierungs- und Bau­rat Wvlpert toastete auf die Gemeinden, Landrat von Becke- rath auf den Kreis Büdingen: Kreisrat F e p - Friedberg wünschte die Erbauung der Bahn Vilbel-Homburg. Graf O r i o l a brachte die schon früher projektierte Strecke Lindheim^Büdingen- Oberseemen in Erinnerung. Darnach spr'achen noch über die Geschichte des Bahubaucs Landtagsabg. Bär, Ockouomierat Westernacher und Dekan Ellenberger. Um1 6 Uhr war bic schöne Einweihungsfeiet beendet und der Sonterzug brachte die Teilnehmer nach Heldenbergen, bezw. Stockheim zurück. Heute begann der fahrplanmäßige Verkehr auf der Strecke, täglich verketern acht Züae mit ie einer Stunde Fahrzeit.__________'

* Kleine Tageschronik. In einem Dorfe bei Chalons (Frankreich) starb im Alter von 80 Jahren August Person, welcher einst als dlngestellter eines Pariser Modegeschäftes das Patent der von ihm e r f u n d e n e n K r i n o l i n e um 4000 Francs verkaufte. Ein schweres Automobil-Unglück ereignete sich auf der Straße zwischen Barntrup und Alver­dissen (Lippe-Detmold). Das mit 5 Personen besetzte Fahrzeug rannte gegen einen Baum und zerschellte. Sämtliche Insassen wurden schwer verletzt.

Äerichlssaat.

Hannover, 30. Sept. Das hiesige Schwurgericht ver­urteilte hellte nachnrittag nach sechstägiger Verhandlung beit früheren Postschaffner Klans B ü t h e r wegen Ermord u n g der Erna Schaare ziltn Tode, ferner wegen Totschlages an der mehrere Jahre verschollen gewesenen Else Kassel und wegen Sistlichkeitsverbrechens in einem anderen Falle zu einer Gesamtstrafe von 12 Jahren Zuchthaus, ferner wegen Sittlich- keitsverbrechens, begangen an Erna Schaare, zu einer besonderen ZllchthanSstrafe von 5 Jahren, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre. Der Angeklagte P a u I wurde dem Schuldspruche der Geschworenen gemäß wegen Begünstigllng in zwei Fällen unter Mtrechmmg bereits gegen ihn erkannter Strafen wegen SittlichkeitSverbrechen zu einer Gesamtstraße von 21/. Jahre n Gefängnis verurteilt.

B