Ausgabe 
31.10.1904 Zweites Blatt
 
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Bekanntmachung. ____

Die von der Mrztokamnter ftir DraiidÄwura-Berutt Emgesetzte Kommission zur Bekämpfung der Kurpfuscherei hat die nachstehende beherzigenswerte

Warnung vor Kurpfuschern deräffenblicht: / 4

Während die vom Staate geprüften und approbierten ÄfetÄte bie öffentliche Anpreisuna Lhrer Leisritngen o!5 stanocSlmtvürdig ver schmähen, suchen Zahlreiche Personen ohne gründliche Kenntnisse das leidenoe Publikltm durch Zeitungsinserate, auf den Straßen verteilte Reklamen oder von Agenten kolportierte wertlose Bücher mrzulocken, svvbei sie sich trügerische Titel beilegen, unerfüllbare Versprech­ungen machen oder gefälschte, erkaufte oder erschwuidelte Tanksagungen veröffentlichen."

Tre Unsummen, die für diese Reklamen gezahlt werden müssen, beweisen, wie gewinnbringend dieses Geschäft ist. AuS dem Erlasse des Herrn Kultusministers vom 6. März- 1899 ergibt sich andererseits, daß üt den acht Jahren 1890 bis 1897 in Preußen nicht weniger als 177 Verurteilungen nicht approbierter Heilkünstler ivegen fahrlässiger Körper­verletzung oder fahrlässiger Tötung zu insgesamt 63 Jahren^ 3 Monaten, 1 Tag Gefängnis erfolgt sind. DaS zkurier- verbot für nicht approbierte Personen ist 1869 vom Nord­deutschen Bundestage aufgehoben worden, weil die Mehr­heit der Volksvertreter annahm, daß das Publikum bereits aufgeklärt genug sei, sich vor schwindelhaften Spekulationen auf die Leichtgläubigkeit Kranker selbst zu schützen."

Möge demnach das Publikum die Vorsicht, die cs im geschäftlichen Per kehr zu. üben gewohnt ist, auch da an­wenden, wo es sich um feine Gesundheit und sein Leben handelt. Nur der Titel Arzt garantiert dafür, daß der Staat den Besitzer dieses Titels geprüft hat. Alle anderen Titel betrachte man mit Mßtrauen. Alle Heilungsver- sprechen sind wertlos, denn wenn sie nicht erfüllt werden, kann die Schuld immer den Leidenden zugcschoben werden. Allen veröffentlichten Tanksagungen mißtraue man, ivenn man die Tanksagenden nicht als Hrenwerte Personen kenm und feöft befragt hat." ' 1

Gießen, den 27. Oktober 1904. . _LJ

Großherzogliches Polrzeiamt Gießen.

________________Herberg._________________

Bekanntmachung.

Der unter dem 12. November 1897 bezügna) der Berbin- -uugHstraßc zwischen Frankfurtcrstratze und dem Bahnüber­gang der Lbcrhcffifchcrr Eisenbahn genehmigte Fluchtlinteuplau soll insofern eine '.aenbenmg erfahren, als nun durch Beschluß der Stadwerordneten-Bersammtung vom 20. Oktober 1904 die Straße ohne Vorgärten zur Durchführung gebracht werden soll. Der Ent­wurf des neuen Fluchttunenplans liegt bis zum 16. November ds. J4. auf unserem Diefbauaint offen. Einwendungen gegen denselben sind binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Bw/10

Gießen, den 27. Oktober 1904.

Großherovgliche Bürgermeisterei Gießen Mecum.

Aus der Landrichter Dr. Müller'schen Stiftung zu Darmstadt sind durch die unterzeichnete Behörde drei llnterstützungslegate von jährlich 500 Mk. an bedürftige elternlose Studierende der Rechtswiffenschaft aus den Pro­vinzen Starkenburg und Oberhessen zu vergeben. Bewerb­ungen um diese Legate sind binnen vier Wochen bei der unterzeichneten Behörde einzureichen.

Darmstadt, den 27. Oktober 1904. Dsi/io

Großherzogliches Ministerium der Finanzen

Abteilung für Finanzwiffenschast und Eisenbahnwesen. Emmerling.

Wimmenauer.

Bersteigerrmg.

Dienstaa de« 1. November d. versteigere ich gegen Bar­zahlung:

1. Neustadt 55 dahier nachmitt. 2 Uhr: ca. 30 Mille Zigarren, 1 Billard, 1 Schwein, 100 Sack dement, ea. 60 Psd. Kaffee, 1 Fahrrad, 1 Nähmaschine, 2 Biersäulen, 6 Handelswagen mit Schalen, Plüsch u. andere Möbel.

2. Nordaulage 111mHofraum nachmitt. 6 Uhr: 70 Gerüst- Öen, 20 Dielen, 1 neuer wagen, 8 Speißkasten und 6 Bütten.

Die Versteigerung zu 2 findet bestimmt, zu 1 teilweise statt. 8172s Born, GerichtSvollziel)er. Mtmch ökll2.M. I.J., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale, Sleuftobt 65:

L 1 Kann? Leinöl, 1 gr. Faß Deckweitz, 1 Fatz OelgrÜn, 1 Katz Ocker.

IL 2 Zugpferde, 1 Wagen mit eisernen Rungen, 1 Pianino, 1 eich. Sekretär, 2 Fahrräder, 1 Tafelwaae mit Marmor­teller, 1 Theke mit Marmor- platte, 6 Mille Zigarren, Sosas, Kommoden, Kleider­schränke u. a. m.

Die Versteigerung snb I indet bestimmt statt.

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Bekanntmachung.

Betreffend . Wassergenossenschast Inheiden.

Donnerstag den 17. November d. I., nachmittags 8 Uhr, findet eine General - Versammlung der rubr. Waffergenoffenschast bei Wirt Eichelmann dahier mit fol­gender Tages-Ordnung statt:

1. Neuwahl des Genoffenschaftsvorstehers.

2. Neuwahl der vier Beisitzer und zweier Stellvertreter.

So lange Vorrat, offeriere ich: Erbsen, billigste, l»Pfd.«Dose25H

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Inheiden, am 30. Oktober 1904.

Der Vorsteher der Wassergenoffenschaft.

Reitz. 8183

Lieh.

Mobiliar-Versteigerung.

Mittwoch den 2. November l. I., von vormittags 9 Uhr au, sollen in der Hosraite des Büryenueisters Heller zu Lich nach­folgende tiegenftänbe öffentlich meistbietend versteigert werden:

4 vollständige Letten mit Matratzen, 6 Bettkolter, 3 Küchen­schränke mit Aufsätzen, 1 runder Tisch, mehrere kleine Tische, Sessel, gepolsterte und Rohrstühle, 1 neuer amerit. Füllofen bester Konstruktion, Küchengeschirr und sonstige Hausgeräte, Metzgerei-Utensilien (Fleischhack- und Füllmaschine), mehrere kleine und 1 große Waschbütte, verschiedene Altertümer, darunter eine reich eingelegte, geschweifte Kommode, ein selten schönes Nippschränkchen, llupsersachen, Zinn, Leuchter, Spinnräder u. dergl. mehr. 8184

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Erster Vortrag ¥-V10

Donnerstag den 3. November 1904, abends 8*/4 Uhr in der großen Aula der Univerfität (stollegiengebände).

Herr 0re Georg Wegener (Berlin): Ueber Tibet" (mit Lichtbildern).

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