machten wiederum Blockade zu bre_, -
andere wurde gleich vor der Hafen aus fahrt wcgge-
verbindung steht.
g. Dauernheim, 29. Tez. In einer der letzten Nächte entstand zwischen zwei verheirateten Männern von hier in einem WittSlokale Streit. Ans dem Nachhanseweg wurde der Streit fortgesetzt und einer vom anderen durch. Messerstiche erheblich im Gesicht verletzt.
w. Birklar, 28. Dez. Der Winter, welcher seit einigen Tagen seinen Einzug gehalten hat und nun dem von mühevoller Arbeit erschöpften Landmann eine Zeit der Ruhe und Erholung bietet, kann leider die Bewohner unserer Gemeinde nicht erfreuen. Diese muffen von früh morgens bis spat abends tätig sein, um das nötige Wasser für die Familie und das Vieh zu besorgen. Die Wassersrage ist schon seit Jahren akut, hauptsächlich leidet der nord- und östliche Teil unseres Dorfes sehr darunter not. Obwohl sich hier 5 Gemeindebrunnen befinden, sind 4 davon f a st st et s ohne Wasser und wo nun Wasser hernehmen? Mit diesem Gedanken geht mau abends zu Bette und morgens wacht man wieder damit auf. Am SamStag wurde der Brunnen auch noch leer, aus dem man seither mittelst Wagen und Faß das Wasser für das Vieh sich geholt hat. Schließlich muß man am Sonntag noch mittels Fuhrwerk Waffer herbeifahren. Wie stände c§, wenn ein Brand auSbräche? Es wäre der Wunsch vieler Bürger, wenn die Regierung sich dieser Notlage annehmen und die Gemeinde zum Anschluß an das projektierte WafferleitungSnetz veranlaffen würde.
g. Büdingen, 29. Dez. In verflossener Nacht wurde der Damm des zum Sandhof gehörigen großen Eisweihers durchstochen und sämtliches Wasser abgelassen. Der Besitzerin entsteht dadurch ein Schaden von ca. 300 Mk. Die Täter sind ermittelt. Der eine war früher Knecht aus
dem Sandhof.
RB. Darmstadt, 29. Dez. In der heutigen Stadt- Verordnetensitzung wurde u. a. mitgeteilt, daß der städtischen Sparkasse noch auS dem Jahre 1903 ein Heber- schuß von 27,300 Mk. zur Verfügung steht. Von diesem Betrag sollen 25,000 Mk. der Armenkaffe überwiesen und der 9ieft für Beschaffung warmen Frühstücks für bedürftige Schulkinder verwendet werden. — gu Mitgliedern des Ausschusses für die erste Wahl zum neuen Kaufmannsgericht wurden Kaufmann Philipp Jung mann, Hofuhrmacher Karp und für die Handlungsgehilfen die Herren Franz Brun und Karl Münch gewählt. Vorsitzender dieses Aus- schnffes ist Herr Oberbürgermeister Morne weg und deffen Stellvertreter Stadtrat Kalbfuß. — In der nichtöffentlichen Sitzung werden für Decoration der Straßen und Plätze der Stadt gelegentlich der Hochzeitsfeier deS Grobherzoglichen PaareS 20000 Mk. bewilligt. — Dem Pächter des städtischen Saalbaues wurde auf seinen Antrag die Miete für das letzte Geschäftsjahr nut Rücksicht auf die starke Konkurrenz sehr zurückgegangenen Geschäfte um 1000 Mk. ermäßigt.
sd. Darmstadt, 30. Dez. (Telegramm des .Gieß. Anz.") Heute nacht um Vt3 Uhr brach in dem Kohlen- und Holzlager der Firma Groh nahe dem Güterbahnhof und dem städtischen Lagerhaus ein bedeutendes Schadenfeuer auS, das den größten Teil des Lagers vernichtete. Die umliegenden Lager und Gebäude konnten durch das energische Emgreisen der Feuerwehr vor allem Schaden geschützt werden. Erst heute früh um 9 Uhr rückte die Feuerwehr von der Brandstätte ab.
WormS, 29. Dez. Daß der Heldenberger Raubmörder Oskar Hudde seiner Zeit auch schon als gewalttätiger Mensch von sich reden machte, dürfte wohl nicht allgemein bekannt sein Gelegentlich eines Maskenballes versetzte nämlich Hudde,
Konzert, Gesangs- und komischen Vorträgen. DaS Matenal zur Metzelsuppe in Gestalt von zwei wohl gemästeten Borstenieren nebst dem vorzüglich numdenden „Stoff" des Gießener Brauhauses hatten die Geburtstagskinder „geschmissen". Ein großer Ehrisibaum trug der weihnachtlichen Stimmung Rechnung und launige Ansprachen halfen über das Fehlen der m letzter Stunde infolge Verhinderung des Theatcrpersonals abgesagten Theatervorstellung hinweg. Mit dieser Feier sind die diesjährigen 50er am Schluffe ihrer Festkampagne an- gelangt.H^ssis^or Landwirtschaftsrat. Am 5. Jan. eventuell am folgenden Tage findet im Gebäude der Großh. Zentralstelle in Darmstadt eine Gesamtsitzung des Hessischen LandwirtschustSrats statt. Auf der Tagesordnung stehen u. A. folgende Punkte: Festsetzung der AuSstellungs- Ordnung und deS Preisbewerbsplans der Landwirtschaftlichen Landes- Ausstellung. Die Deckung eines etwaigen Fehlbetrags event. die Verwendung eines etwa entstehenden Rechmmgs-Ueber- chuffeS der Landwirtschaftlichen Landes-Ausstellung 1905. Beschickung der Wander-Ausstellung der Deutschen Landwirt- chafts - Gesellschaft in München 1905. Anfrage deS Großh. Ministeriums, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, betr. den Entwurf eines Gesetzes, die Aenderung deS Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 betreffend. Rückäußerung des Groß. Ministeriums deS Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, auf den Antrag des ßanbroir?» schastsratS wegen Einführung einer Betriebs- und Umsatzsteuer für Großmühlen. Ergebnisse der Berufszählungen von 1882 und 1895 für die landwirtschaftliche Bevölkerung des Deutschen Reiches. Die Erweiterung deS Landwirtschaftlichen Instituts in Gießen. Abänderung der Tarifbestimmungen für Beförderung lebender Pflanzen (Obstbäume). Festsetzung von einheitlichen Mustersatzungen für die Zucht-Vereine. Erlaß einer Prüfungsordnung für Tierzuchtinspektoren. Neuregelung der Prüfungen landwirtschaftlicher Maschinen.
*• Wie die preußisch-hessischen Staatsbahnen ihre Zeitangaben erhalten, dürfte nur wenig bekannt sein. Die Zentrale, die die Richtighaltung sämtlicher Bahnhofs- uhren zu bewirken hat, befindet sich aus dem Berliner Schlesischen Bahnhofe. Die Zentral-Sekundenuhr, die dort angebracht ist, hat die Ausgabe, durch Abgabe von Signalen an die einzelnen Stationen die Regulierung der Zeitangaben zu vermitteln. Es geschieht dies mit Hilfe eines von der Eisenbahnverwaltung höchst sinnreich hergestellten automatischen Vermittelungsapparates, durch den jeden Morgen ein Zeitsignal aus sämtlichen Eisenbahnstationen mit der Genauigkeit einer Viertelstunde aufgenommen werden kann. Die Richtighaltung der Zentral-Sekundenuhr auf dem Schlesischen Bahnhof wird durch die Gesellschaft .Normal-Zeit" reguliert, die wiederum mit der königlichen Sternwarte in direkter Kabel-
Verdacht klären wird.
Der hiesigen Staatsanwaltschaft ist, nach unseren Erkundigungen, nichts davon bekannt. Jedenfalls ist der in Worms Verhaftete nicht der gesuchte Hudde.
•• (£tn Selb st Mörder. Gestern abend entfernte sich aus der Kaserne ein Soldat der 6. Kompagnie tzes hiesigen Regiments im Drillichanzug. Nach Eingang des letzten Zuges von Fulda fand der Bahnwärter an der Licherstraße die auf den Schienen weithin total zerriffene Leiche des Soldaten vor dem Walde auf dem Bahngeleise. Er hatte I sich vor den Zug gelegt und sich überfahren lassen. Das Motiv der Tat war jedenfalls, wie man aus bei der Leiche oorgefundenen blutbesprihten Briefen glaubt schließen zu sollen, Heimweh. Der junge Mann hatte die Weihnachtstage wegen eines kranken Fußes in der Kaserne zubringen müssen und deswegen auch keinen Neujahrsurlaub erhalten können. Seine Angehörigen daheim aber hatten ihn sehnlichst erwartet.
e. Ein Wechselfälscher. Bei einem hiesigen Bankier I erschien gestern Nachmittag ein Handwerker aus einem benachbarten Dorfe und erhob gegen einen Wechsel 200 Mk. Als er sich mit dem Gelde entfernt hatte, stellte sich heraus, daß der Wechsel gefälscht war. Der Fälscher wurde noch am Bahnhof betroffen und verhaftet.
*• Die 50er (1854 — 1904) feierten am Donnerstag abend im Beisein ihrer Frauen in Leibs Saal die Geburts- läge der in den Monaten November und Dezember 1854 I geborenen Altersgenossen in Form einer Metzelsuove mit
finh Darnach würde auch der lwlländffche Markt in Betracht kommen. An Geld fehlt es ja den Holländern nicht. aber die Stimmung den Russen günstig ist, und ob nicht gerade die lwlländischen Kapitalisten und Kaufleute, von Alters her bc- riibnrt durch ihre kühle Vorsicht, cur Riscko wittern, das muß der Erfolg lcltren. Nach dem „Berl. Tagebl/.' beziffert man den Betrag der Arüeihe auf ungefähr 12000 M rllr on en #y r c 5., von denen 400 Millionen in D e u t s,ck l a n d imter?nbnngen sein würden. Endgiltig abgeschlossen ist »kdoch bic Anleihe noch nicht. _______——r-
Lreu^rg Abschnitt in der Nordfront der )restung. Es hegt | zwischen den .»^mansch an-Werken und dem .etwas Aurückgescho- denen Fort Tsciwsuisau. Ta letzteres ssch seit dem 26. Nov. mlmrire — and) der Hauptnmll — in spanischem Bentz befmdit w wird die völlige (Simtahnte auch dieses Werkes und damit die Durchbrechung der nördlichen Verteidigungslinie itt größerem Umfange nnnmebr sehr erleichtert werden . .
Tschifv, 29. Dez. (Reuter.) Das Ergebnrs des allgemeinen Angriffes auf Port Arthur, der am 25. Dez. begonnen halte, ist, daß die Japaner ihre ^iinen bedeutend näher an Liautischan heranziehem — Ehrnefeu, die gestern von Bort Arthur abgefahren sind, berrmtert, daß eine an Zahl dem Feinde bedeutend unterlegene rmssifche Abteilung die Gräben drei Tage lang bis aufs äußerste verteidigte und sich Kurückzog, als es der japanischen 2lrtillerie gelang, ihre Stellung zu bestreichen, ^tc Russen hätten sich dann nach Tschingkakoa zurückgezogen.
Aus Dalnp hier eingetroffeite Japaner berichten, die Belagerer hätten nach einer Reihe von Nachtangriffen einen Hügel Namens Yangthuban genommen, dessen Besitz sie in den Stand setzte, die Landverbrn- dungen zwischen Liautischan im Süden und Itzcschaw und Äntschan im Norden zu stören. Während der nächtlichen Angriffe war bei den Japanern Verwirrung em- getreten, sodaß sie aufeinander feuercken. Ste hätten sich schließlich zurückgezogen, als der Mond auf- ging, und ihren Jrrtmn erkannt. In der letzten Zett machten wiederum zwei Dampfer den versuch, dte en, der eine mit Erfolg, der
Ans Sübwcftafrifta I
Francois und Leutwem.
Nachdem Hauptmann v. Francois am 23. N^ar nach einer Auseinandersetzung mit Major Leut wie r n> die Tntppe verlassen hatte, ließ letzterer dieselbe antrvten unb teilte bett Mannschaften mit, daß er. (entgegen dem Man des Hauptmanns v. Francois, der ein solches Vorgehen nach den bisherigen Erfahrungen für unausführbar hielt) die N au kl u ft mit Sturm nehmen werde. Ms. er darauf Freiwillige aufforderte, vorzutreten, hat nur ein Mann vor. Ein llttterofsizier erklärte dann tm Namett der Mannschaft, daß die Truppe keine zum deutschen Heeresverbattde gehörige, sondcint eine Privattruppe der Deutschen Kolonialgesellschaft sei. daß die Mann.chaften ohne sonstige militärische Verpflichtungen ledtgltch durch schriftlichen Kontrakt mit der Detttschen Kolonralgeselsichaft auf die Person des Hauptmanns v. Francois verpfltchtet seien, daß sie daher in einer Abberufung des .vmupt- manus v. Francois und dessen Ersetzung durch Motor Leutwein einen Eingriff tu ihre kontrjaktltch fefd- gelegten Rechte sahen und den Major Leutwein nicht als Führer anerkennen könnten. Es kam zu einer erregten Szene, in der Major Leutwein unter anderem drohte, die Geschütze auf die Sieute jtt richten und sie als Meuterer nL e d er s ch r e ß e n zu lassen. Schließlich gab er aber doch das Kommando wieder an den zurückgerufenen Hauptmann v. Francors ab Den Vorwurf der F-eigheit, der aus der Schilderung der „L N. N." herausgelesen werden tann, verdienen die alten' Francois-Soldaten, die mit ihrem tapferen Führer ! unter den härtesten Entbehrungen durch dick und dann gegangen waren, nicht. Es war allein die Liebe zu dem bewährten und allseits verehrten Führer, die die Mannschaften gegen eine in ihren Augen ungerechte Abberufung oesselben protestieren ließ. Es scheint, daß man versäumt I hatte, Major Leutwein in Berlin vor seiner Abreise über die Organisation der von ihm in Südwestaststka zu übernehmenden Truppe genügend aufzuklären, nnb daß dadurch sein nicht ganz geschicktes Auftreten geizen Francois unb dessen Truppe sich erklären läßt, daß dre als Meuterei erscheinende Widerspenstigkeit der Mannschaft zur Folge hatte. Die bald danach von der Walfischbai hier em- trefrenben 400 Mann Kavallerie waren eine kaiserttche Truppe, im Gegensatz zu der Francoisschen Privattruppe. Was Francois' viel zu schlvache Truppe — nur etwa 250 Mann — geleistet hat, ist vielfach unterschätzt worden Man bedenke nur, daß diese Trrrppe zum größten Terl unberitten war und zu Fuß dur'ch die sübwestafrikanrschen Steinwüsten und Sandsteppen die gutberittenen scharen Witbois zu verfolgen hatte. Trotzdem waren Witbois Kräfte schon ziemlich erschöpft, als die vom Major Leutwein erbetene Verstärkung von 400 Reitern eintraf. Es wäre ungerecht, das von Francois Ge-lcistete nicht anerkennen zu wollen. — Der Gewährsmann be5 erwähnten Blattes schließt feine Darlegungen mit einer kritischen Gegenüberstellung der Eingeborenenpolitik Francois' und Leutweins. Er sagt: Der große OZegensatz Mischen der Francoisschen Taktik gegen Witboi und der von Leutwern befolgten war der, daß Leutwein, seinen vom grünen Tisch erhaltenen Jnstruktioneri gemäß, Frieden um jeden. Preis haben woNte. Francois dagegen den begonnenen Kampf mit der völligen Niederwerfung der Witbois beenden wollte. Francois' Eitigeborenenpolittk war die allein richtige, die der gewaltsamen Niederwerfung jedes» Widerstandes: die ein Jahrzehnt lang für bewährt gehaltene Leutweinsche dagegen die der Nachgiebrgkert, Mrlde und Versöhnlichkeit. Francois hätte Witbor hängen lassen; Leutwein machte ihn zu einem „Freunde" des Deutschen Reiches.
nomm en.
Aus bet Mandschurei
Tokio, 29. Dez. Das Hauptqnarner der Mandschurer- Armee meldet: Am Dienstag um 3 Uhr nachmittags beschossen russische sckpvere und Feldgeschütze dre Eisenbahnbrücke und denSchaho und die Umgebung der Statton. Die russischen Geschütze m^Talientun _ beschossen Ebihsiangtun unb Schulintzu. Die ru, sr sch c Kavallerie griff Heilintun bei Sonnenuntergang bev- selben Tages au, wurde jedoch durch japanische Kavallerie zurückgeworfen. Um Vs9 Uhr abends umzingelte die russische Kavallerie die japanischen Vorposten, die aber, nachdem sie Verstärkungen erhalten hatten, die Russen vertrieben. Unsere Verluste sind unbedeutend.
Petersburg, 29. Dcz. Nach einer Meldung aus Peking hat Japandort vorgeschlagen daß die südliche „t an- j dschurei von chinesischen Truppen beietzt werbe, da Japan wünscht, seine Feldarmee vom EtappendienN zu ent lassen. China oerlmgte herauf Garantien dasur, daß die Provinz dauernd in seinem Besitze verbleibe. m.-
e t er bu r a , 29. Dez. Der Korreipvnbent der Nowoie I Wremja telegraphiert aus Charbin, daß der erbliche Ehrenbürger Staroschenski auf Befehl Kuropatsins aus der Mandschurei aus gewiesen worden ist. ^tarowwnskc sollte den Transport der Med^amente für die Lazarette be-> „Jwten Kreuz" südlich von Charbin besorgen. Durch einen Zufall kam man daraus, daß die von ihm transportierten Kisten n t d) t Medikamente, sond ern Branntwein enthielten. Starosck>enski soll diese Art von Schnmggel längere Zeit betrieben und sich dabei ein ic6r grobes Vermögen erworben haben. I
, Zapanffche Verluste.
Tokio, 29. Tez. Deute wurde wiederum eine VerlnAiste derösfentlicht, nach welcher 49 Offiziere, vom Ebcrft, ab- zvärts, gefallen und 58 ebensolche Offiziere verwundet und.
Von den Eeschwaderu.
London, 29. Dez. Einem bei Lloyds erngegangenen Telegramm aus Batavia zufolge wurde heute nachmittag bei Anger I an der Sundastraße ein Kriegsschiff gesichtet, welches die spanische Flagge führte.
» aag, 29. Dez. In der ersten Kammer eriuäitc van Nierop den Minister der Kolonien um Mitteilungen hinsichtlich der von dem „Times"-Korrespondeuten in Tokio gchr^chten betreps bei baltischen Flotte und des DafenS von Sabang. Er fügte hinzu, obwohl er diese Nachricht für falsch halte und er in den Zeitungen bereits, ein wahrscheinlich halbamtliches, Dementi geleien baue, erscheine ihm doch eine amtliche Erklärung wünschenswert, -i-cr Minister wird die Antwort morgen erteilen.
Tas dritte baltische Geschwader.
Seit Anfang- Dezember herrscht auf der Libaucr Staats-, /verft. wie unser G. K.-Mitarbeiter über Kiel von vorzüglich unterrichteter Seite erfährt, eine fieberhafte Tätigkeit. Eine große Anzahl unter vorteilhaffn Bedingungen engagierter deutscher Techniker, Schlosser, Dreher und anderen gelernten Arbeiter, die früher auf den Kieler Germania- .vonxlldt- und kaiserlichen Werften beschäftigt waren, ist bemüht, die Ausbesserungsarbeiten an den noch auf der Heimatsstation verbliebenen einigermaßen kriegstauglichen Schiffen nach Möglichkeit zu fördern: es gilt, die Ausrüstung des sogenannten „dritten , dem Befehl des Vizeadmirals Birilew unterstelllen Geschwaders so zu beschleunigen, daß die Ausreise nach Oitasien spätestens Mitte Februar angetreten werden kann. Wenn auch zu dem genminten Termin erst eine Hälfte der zur Verstärkung Admiral RosAtest- wenskis bestimmten Ergänzungsgeschwaders seebereit sein durste, so sind doch bereits alle verfügbaren Marinereserven, wwie, neben einer beträchtlichen Anzahl unausgebildeter Rekruten, viele ältere Mannschaften der Schwarzen Meerflotte in Libau zusammengezogen worden.
Stuiil iinii La»»d.
Gießen, den 30. Dezember 1904.
*• Unser künstlerischer Wandkalender für da§ 3abr 1905, ein Werk des bekannten hervorragenden Karlsruher Kunstmalers Prof. Franz Stein, wird heute durch unsere Träger und Zweigstellen den Stadtabonnenten übermittelt. Unsere auswärtigen Leser werden den Kalender zu Anfang der nächsten Woche erhalten.
^Raubmörder Hudde verhaftet". Unter dieser Spitzmarke lesen wir in der „Wormser Ztg." :
Gestern abend wurde hier in Worms ein Mann verhaftet und wieder freigelassen, aber heute vormittag auf der Westhofener Cchanssee von neuem verhallet, da man hinter dem Unbekannten den Raubmörder Hudde vermutet. Das Aenßere des Mannes soll der Beschreibung und seinem Bilde entsprechen. Heute nachmittag wird der Mann einem Verhör unterzogen, dessen Verlauf den
Diese erste Division wird bestehen aus:
Dem 1882 vom Stapel gelaufenen 1897/99 rekonstruierten Panzerkreuzer 1. Kl. „Wladimir Monom ach" (Deplacement 5754 I Tons, Geschwindigkeit 15 Knoten. Kohlenfassungsvermögen 400 Tons), den 1893, 1894 und 1896 gebauten Kustenpanzerschisten „Admiral Uschakoff", „Admiral Sfenjawin" und „General-Admiral I Apraxin", (je 4126 Tons; 16 Knoten; 400 Tons), dem 188.) > gebauten Linienschiff 2. M. „Imperator Nikolai L", <'9672 Tons; I X5,9 Knoten; 1200 Tons^, dem aus dem Jahre 1895 stammenden Hochfeekanonenboot „Chrabri", (1735 Tons; lljhtoten; 200 T.Y | den kürzlich erst fertiggestellten Torpedobootszerstörern „Gromki", „Gromjcschtschi" uiü> „Grofsni", (je 350 Tons groß, Geschwindigkeit 27 bis 30 Knoten), drei Hochseetorpedobool"n und einer Anzahl von Transportschiffen, worunter sich auch die süns. durch I Vermittelung des russischen Vizekonsuls Diederichfen in Kiel an Rußland verkauften Dampfer der Bremer Gesellschaft „Hansa" befinden dürsten. Tie Armierung dieser Schiffe ist zum Teil fehl minderwertig, doch liefern Krtipp und die französische Geschützfabrik von Canet noch andauernd größere Schiffsgeschütze für das dritte Geschwader, die meistens über Antwerpen verschifft werden, wahrend die Putilowsche Fabrik für die llein- kalibrige Bestückung in Anspruch 'genommen wird.
Die zweite Division wird frühestens Eirde April austaufen türmen. Es ist möglich, aber trotz der russisch-offiziösen Behaupt^ ung kaum sehr wahrscheinlich, daß bis dahin eines der viel- geÄhmten 16 500 Tons Linienschiffe — entweder „Andrei Per- vvzzanni" oder „Imperator Paul" soweit fertig ist, um nach notgedrungen kurzer Probefahrt nach Ostasien abzugehen. Jeden-1 falls aber wird diese zweite Divsswn umfassen: Tas 1903 vom Stapel gelaufene Linienschiff „Slawa" (13156 Tons, 18 Knoten, 12 500 Tons Kohlenfas'!ungsvermögen), den 1885 gebauten geschützten .Kreuzer 2. Kl. „Rynda", (3o08 Tons, 15 Knoten, 700 T.), 8 bis 10 Hochseetorpedoboote, einige Hilfskreuzer der freiwilligen Flotte und wahrscheinlich 5 bis 6 Unterseeboote vom verbesserten ^T<ewtsky"-Typ nebst einigen Transportschiffen.
Zur neuen russischen Anleihe.
lieber die kommende russische Anleihe zeigte sich am Donnerstag die Berliner Börse wenig entzückt. Die unfreundliche Begrüßung kam in einer Herabsetzung der russischen Wette zum Ausdruck. Es heißt, daß außer deutschen dcesmal «rch holländische Emissivnshäuser an der Anlerhe beteüiat


