Ausgabe 
29.12.1904 Zweites Blatt
 
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Dertnifcbtce.

vermögen- überlassen wurde.

Kolonialpost.

Nach einer Meldung aus London hatte der in Liver­pool eingetroffene DcnnpferSokoto" z-wei französische Ma­rineoffiziere an Bord, welche von einer Reise nach dem Tschadsee zurückgekehrt sind. Sie waren nach ihrer Aus­sage von Brazeville (rufgebrochen, um aus dem Landwege auf dem Tschadsee vorzudringen, worauf sie über Britisch- Nigeria zurückgekehrt sind. Tie Reise dauerte IV2 Jahre und hatte den Zweck, die Behauptung des Hauptmanns Lenfant zu prüfen, daß der Tschadsee durch einen Wasser­lauf gespeist werde. Beide Offiziere erklären, keinerlei Spuren eines solchen entdeckt zu haben. Der Tschadsee nehme übrigens in jedem Jahr an Umfang ab, sodaß er schließlich völlig Verschwinden würde.

Aus Stadt und Sand.

Gießen, 29. Dezember 1904.

Denkmalrat. Mit Allerhöchster Ermächtigung S. K. H. des Großherzogs wurde der Domkapitular Tr. Ludwig Bend ix in Mainz auf sechs Jahre zum Mitglied des Denk- malrates bestellt.

DaS Gr0 ßh. Regierungsblatt, Beilage Nr. 30, enthält: I. Oefferckliche Anerkennung einer edlen Tat. S. K. H. der Großherzog haben dem Realschüler Karl Balz Häuser aus Gimbsheim, in Anerkennung der von ihm am 3. August l. Is. mit Mut imb Entschlossenheit unter eigener Lebensgefahr vollzogenen Rettung des Realschülers Willi Biegler aus Dorn-Dürkheim vom Tode des Ertrinkens, die Rettungsmedaille zu verleihen geruht. II. Be- kanntmachung, die Abänderung der Arzneitaxe für die Apotheken int Großherzogtum betreffend. III. Ordens­verleihungen. IV. Ruhestandsversetzungen. V. Kon- kurrenzeröffnungen. Erledigt sind u. a.: die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Lich. Dem Fürsten zu SolmS-HohensolmS- Lich steht das Präsentationsrecht zu ihr zu; die mit evange­lischen Lehrern zu besetzende 1. und 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Grüningen. Mit der 1. Stelle iit Organistendienst verbunden. Dem Ortsvorstande zu Grüningen steht daß Präsentationsrecht zu ihr zu; die mit einem evange­lischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Büßfeld, Kreis Alsfeld. Mit der Stelle ist

des deutschen Liedes widmen. m I

Der Verband der Kun stsrettnde in den Län­dern am Rhein sandte unS die Gewinnliste der unlängst in Darmstadt vollzogenen Verlosung zu. Danach habett u. a. I gewonnen: Ein Gemälde von R. HoelSchen (WasscrholcndcS Mädchen) LandgerichtSvräsident Kull mann in Gießen ; eine Farbenradierung von Cosomati (Frühling a. d. Nidda) Frei-1 srau von Edelsheim in Darmstadt; ferner einen Handschuh- kästen Oberamtsrichter Baur in Darmstadt; eine Radierung von Seebach Karl Hilß in Darmstadt; eine getönte Litho­graphie KreiSamtmann GermeS in Offenbach a. M.

Gemütlich. Ein Herr will nach Kl.-L. reiten, er kennt aber den Weg nicht und reitet bei einer Gabelung der Straße atifS Gradewohl den Weg, der rechts ab führt. Nach I kurzer Zeit begegnet ihm ein Landmann.Sagen Sie mal/ I fragt der Herrkomm ich hier recht nach Kl.-L.?" des es nett richtig!"So, da muß ich wohl wieder rück­wärts reiten?"Na, des brauche Se getab nett, Se müsse nor be Gaul erumbrehe nn hernochend kenne Se wirrer rück­wärts reite; do kumme Se aach noch Kl.-L."

* Einheiteres Zwiegespräch" ist folgendes: Ein Knecht, der täglich mit dem Esel Milch zur Stadt fuhr, mußte eines Tages, weil der Esel erkrankte, ein Rind ent­spannen. Dieses, weniger an die Halteplätze gewöhnt, machte dem Knecht viel Arbeit, wodurch er zwei Stunden später nach Hause fmn. Der Gutsbesitzer, darüber erzürnt, machte bem Knecht grobe Vorwürfe, worauf dieser erwiderte:Ich habe mich zu einem Esel verdingt und zu keinem Rindvieh".

-t- Lich, 27. Dez. Die Köchin Helene Schiefer­stein auS Ober-Bessingen im Palais Prinz Ludwig feierte heute ihr 50-jähriges Jubiläum im Dienste der Herr­schaft. Die hier anwesenden Mitglieder des fürstlichen Hauses gratulierten unter Ueberreichung von Geschenken persönlich. Unter den Gratulanten befand sich auch S. Königl. Hoh. der Großherzog nebst hoher Braut. Die alte Dame steht im 71. Lebensjahr und ist noch sehr rüstig.

() Lich, 28. Dez. Unser Bahnhof soll demnächst eine Ausgestaltung erfahren. Es ist eine Glashalle xiber dem Bahnsteig vorgesehen. Hier bemüht man sich jetzt eifrig darin, das neue Hess. Lehrerseminar sowie da8 neu zu bildende Bataillon des 168. Regiments zu erhalten- Bei der heutigen Wahl eines KreiStagSmilgliedeS wurde der seitherige langjährige Vertreter des Bezirks, Bür- germeiiter Heller mit 11 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat, Beigeordneter Dünner, erhielt 8 Stimmen. Die Vertreter der Landgemeinden traten bis auf einen für

Organistendienst verbunden.

** Warnung vor Hudde. Man schreibt uns aus Rheinhessen: Eine große Aengstlichkeit: für seine Geist­lichen legt das bischöfliche Ordinariat zu Mainz an den Tajg Zwei Tage vor Weihnachten hat diese Krrchenbehörde an sämtliche katholische Pfarrämter der Diözese ein Rund­schreiben mit dem doppelten Bildnis des des Raubmordes an dem katholischen Pfarrer Thöbes zu .Heldenbergen ver­dächtigen Metzgcrgesellen Oskar Hudde erlassen und mahnt darinnen zur größten Wachsamkeit und Borsicht vor diesem gefährlichen Mörder, der den Einbruch in katholischen Pfarrhäusern sich zur Spezialität ausersehen zu haben scheint Eingehende Vorsichtsmaßregeln waren insondert- heit für die beiden Weih nachts tage vorgesehen, da zu be- fttrchten stand, daß der Einbrecher diese ihm günsfige Zeck benützen werde. Doch hat man von einem erneuten Einbruch bis jcöt noch nichts m r ommen. Vorsicht ist allerdings nötig, oenn es fleht fest, daß Hudde nicht allein vor seinem Raubmord in .Heldenbergen mit einem Genossen, der kürz- lich zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt wurden ist, einen nächtlichen Einbruch in dem katholischen Pfarrhaus zu

Bürgermeister Heller ein.

(*) Lauterbach, 28. Dez. Eme für Mittwoch hier einberusene außerordentliche Generalversammluny des hie­sigen Bienenzüchter Vereins beschloß einstimmig nachdem der Vorsitzende, Lehrer Loch-Wallenrod, die Gründe auseinandergesetzt hatte, den A u s t r i t t a u s d e m Verbände des Oberhessischen Bienenzüchtervereins. Man vertrat die Ansicht, daß der hiesige Zweigvercin, seck Auf­hören der Subvention durch den Hauptverein von seiner Zugehörigkeit zu diesem keinerlei Vorteile genießt, son­dern nur Beiträge zu zahlen habe. Auch habe das Honig­depot in Gießen, wie der Bezug von Bienenwohnungen zu ermäßigten Preisen für die hiesigen Mitglieder wegen der großen Entfernung und der damit verbundenen Umständlich­keiten und Kosten geringeres Interesse, zmncck geeignete Bienenwohnungen auch In hiesiger (hegend (Schreiner Schmelz-Maar) zu gleichem Preise hergeste'llt werden. Ein Entwurf neu et Vereinsstatuten wurde nach eingehender Be­ratung angcittMninen.

R. B. Darm st ad t, 28. Dez. Eine seltsame Aus­zeichnung ist dieser Tage einem unserer Mitbürger, Ober­stabsarzt Dr. Vollbrecht, zuteil geworden. Er wurde vom Kaiser zum Mitglied der a b e s s h n i s ch e u Gesandt- schajt ernannt, welche im Auftrag des Kaisers dessen

* Köln, 28. Dez. Eine n e u e" M 0 rbt a t, die dritte innerhalb einer Woche, wurde heute nachmittag hier voll­führt. Ein junger Arbeiter namens Johann Nau tötete auf einem Spaziergang seine Geliebte, cw 18 nilnmes Mäd­chen von lüer, durch mehrere Messersticke. Wie der gleich nach der Tat verhaftete Mörder angibt, tooUen beide aus ungluc^ licher Liebe beschlossen haben, aus dem Leben zu sanden, ckboch will der Mörder durch hinzukommende Arbeiter gehinoert wordm fein, sich nach der Ermordung des Mädchens selbst den Todes­stoß zu versetzen. w

* Paris, 28. Dez. Die Professoren Magnau and Gar­nier haben gestern mit ihren Beobachtungen zum Zwecke der Untersuchung des Geisteszustandes der Prinzes­sin Luise von Koburg begonnen. Sie haben tne Dnnzessm im Hotel Westminster ausgesucht und mehrere Stunden tm Gespräch mit ihr zuqebracht. Wie es heißt, soll die Untersuchung em^ge Monate dauern. Bei der gestrigen Untersuchung unterhielten sich die Aerzte zunächst über gleichgiltige Fragen, erst späterhin wurde von einem Gegenstand zum anderen schnell ü berge gangen Die Prinzessin gab immer flare Antworten und Sagte eilte (f) sehr gesunde Ansicht. _

* Eine Million Frauen. Tas Ucbergewicht der H-rauen über die Männer in Berlin wenigstens der Zahl nach tritt jetzt besonders deutlich zutage, da die Stadt weben zwei Millionen Einwokmer erreicht hat. Schon vor bald drei Jahren hatte Berlin einmal über 1 Million Frauen. Es war dies im Februar 1902. Für das Ende dieses Monats war deren Zahl beim Statistischen Amt der Stadt auf 1000 476 berechnet worden. Die Zahl der Männer hatte damals nur wenig über 900 000, genau 903 717 betragen. Es gab also beinahe 100 000 Frauen mehr als Männer. Die Zahl der Bevölkerung imb damit auch der Frauen ging dann in den folgenden Monaten des Wahres 1902 wieder zurück. 1 Million Z-rauen gab es erst wieder im Laufe des Ziehmonats Oktober 1902; an dessen Ende wurde die weibliche Bevölkerung auf 1 005 178 berechnet, während es nur 908 805 Männer gab. Seitdem bat der Uebersckmß Wecker nach­gelassen und betrug z. B. Ende Oktober 1904 88 977. Man wird auch jetzt kaum einen größeren Ueberichuß annehmen dürfirt Von den zwei Millionen Berlinern dürften somit rund 911000 Männer und 1089 000 Frauen fein.

* Vom Pokern in Oldenburg. Tie Wirte von Barel und llmgegend, die seinerzeit wegen Tuldung des Pokerns ver­urteilt worden waren, haben beschlossen, eine Eingabe an den Justizminister Ruhstrat zu richten, um die damaligen Strafgelder wieder zuruckzuerhalten. In diesem einen Punkte hat mitbm der letzte Rulfftrat-Prozeß doch wenigstens schonaufklarend gewirkt. Ob den Wirten ihr Vorgehen etwas nützen wird, bleibt freilich abzuwarten

* Eine östreichische Kwilecki-Affäre. Die Mit­glieder einer gräflichen Familie, die in Oesterreich ihren Wohnsitz hat. ist um ein bedeutendes Erbe in heftige Fehde geraten. Der (Vfrcf des Hauses hatte in den 60 er Jahren eine wegen ihrer Schönheit und ihres Reichtums berühmte imb vielumworbene junge Tarne aus fürstlichem Hause geehelicht und mit ihr bei der Verheiratung einen Ehevertrag geschlossen, der volle Güter- qemeim'dyaft zwischen den beiden Ehegatten begründete. Zeh" Jal>re blieb die Ehe kinderlos. Ta ergab es sich, daß eine Krank­heit der Gräfin die Uebersiedelung in ein südliches Klima nötig machte. Es wurde Kairo gewählt. Noch im selben Jahre -7 anfaugs der 70 er langte aus Aegypten die Nachricht ein, daß die Gräfin einem Sohne das Leben geschenkt habe. Natürlich wurden durch diese Tatsache die Hoffnungen der Famllienange- hörigen auf das reiche Erbe vernichtet. Im Herbste des vorigen Jahres, nachdem kurze Zeit nach der Geburt des Sohnes die Gräfin ihrem Lungenleiden erlegen war, starb der Graf in hohem Alter. Sein Testament enthielt die Einsetzung seines einzigen Sohnes zum (frben des gesamten Vermögens. Jetzt erst traten die übrigen Familienmitglieder des gräflichen Hauses mit der dezidierten Behauptung ltervor, der Sohn des verstorbenen Grafen sei ein untergeschobenes Kind. Die Kindesuntersaneb- ung sei in Ausfüllung eines zwischen bem gräflichen Ehepaare verabredeten Planes lediglich bem Zwecke geschehen, um Die Angehörigen der Seitenlinie von ber Erbfolge auszuschließen. Ein Mitglied dieser Seitenlinie begab sich nach Kairo, um an Ort und Stelle das erforderliche BelveiSmaterial zu fammeln. Nach monatelangem Anfentlmlte dortselbst kehrte das Familien­mitglied mit der Versicherung zurück, es sei ihm gelungen, den vollen Beweis für die obige Behauptung herzustelleu: eS sei die Hebamme, die bei ber Geburt intervenierte, imb aiidi die ägyptische Amme eruiert worden, die nuniuehr bereit seien, auS- zusagen, daß der angebliche Sohn der verstorbenen Gräfin ein Kind jener Amme gewesen sei. Tie Erbprätendenlen wendeten sich an einen Wiener Rechtsanwalt, um gegen den Gatten Klage zu führen. Tiefer Tage kam jedoch zwischen den Parteien ein Ver­gleich zustande, durch welche die Legitimität des Erben anei'annt, den Verwandten des Erblassers jedoch ein Dritteil des Nachlaß

vrcMtcnbeim <l b D. und zu Herford in WestfalenIGInckloünschc und Geschenke an König Mcnelik üverbrtng^ herilbt Im fonbent and) nachher einen solchen zu No- wird. Tr. Vollbrecht ist bereits nach Berlin ab gereist. Ep ratb ckn ^HunSrück Unser rhemhessischer Mitarbeiter begleitet die Gesandtschast als Arzt, lvird aber and} bclwnvtet dann daß Stubbe sich zurzeit in Rheinhessen gleich sanitären Studien ui A^essynren obliegen und M bettelnd mnlicrtrcibc imb am Mittivoch vor Weihnachten diesem Zwecke etwa 5> Monate dort bleiben. Unser Mck- iu Svrcndlinaeii bei Worms gesehen lvorden sei. Dem bürger bat übrigens schon wiederholt besondere Missionen gegenüber misisen wir, nach authentischen Erkundigungen, zn erfüllen gehabt. So befand er sich,auä> als Arzt auf bemerken daß diese Angaben zweifellos falsch sind. Hudde dem LazarettschiffGera , das seinerzeit^ wahrend des dyv ist -um ersten und letzten^Male'seit dem Heldenberger Mord nesischen Feldzuges deutsch-erseits zur Pi^ge der Kranken am 13 und 14 d M. in St. Goar am Rhein und Um- und Verwundeten ausgerüstet wurde und 0 erfolgreiche aeaend gesehen und sicher erkannt worden, hat am 14./15, Dienste tat. Für später ist Dr Vollbrecht von der urki- SässÄS'.;r sisss

Der neue Tarif für Telegramme,für den! Mit st er zu r e or g'an is ier ett. . .

schienen und wird am Nc»,ahrStagc tn Kraft treten. nacht total nieder. Dic Familie Faulhaber tvar,

ES gehört schon ein förmliches etubuim dazu, die tn lo ^euer auskam, nicht zu Hanse. Faulhaber Der* *

(ausgerechnet: dreizehn) Nummern eingeteiltenVorbemerkun- eine Kassette mit 1700 Mk. Die gewaltsam

gen" sich anzueigcken. Zum Glüch ist nicht alles neu, was erbrochene Kassette wurde, ohne das Geld, später in der bn steht, aber die vielen Abkürzungen, die L?v,?0?>irX?. Waschküche gesunden. Man nimmt deshalb an, daß ein XPT uiro Und dann er ftWorttaxe"! Deutschland mit Dieb die Äblvesenheit der Familie benutzt, um emzu- 5 Pfg. pro Wort läßt sich noch hören, aber das liebe AnS- brechen und dabei den Brand gelegt hat.

land Da summen sich die Beträge ,u Nickeln und gar Franksurt. 28. Dez. W.e w,r m der Kl. Press.« Markstücken an. Arncrika, Nord und Süd, geht noch an, lesen, bringt als Gegcnschlag liegen die ^Errichtung einer das Wort kostet .nur- eine, zwei, drei Mark und darüber. Vichmarktbank der Vorstand desMitteldeut,cheii> Vieh. Aber Afrika! Hier schnellt die .Worttaxe" vielsach auf eine Händler-Vereinstm Namen sämtlicher, den Vtehmarkt Krone hinauf. Wer'S nicht glaubt, gebe nur einen .Herz- in Frankfurt besuchender Viehhändler und Komm. Nonare

liehen Glückwunsch zum Jahreswechsel- an Herrn Schulze in zur öffentlichen KenntmS, dah ste vom Q

Moffamedes auf und er wird - pro Wort 10,90 Mk. ge- lamIltch-S p°rn°tch atff dem hies tfler

rechnet am Schalter bare 76,30 Mk. zu erlegen haben Hof ohne jede gesetzliche Wahrschaft verkaufen, für sieben schlichte Worte. Ist das aber teuer! Ja, die Ein Opfer der Uebermudung u« Nachtdienst wurde der Fuhr. Depeche gehtvia Suer, Aden, Durban, Kapstadt", sonst maunn Konrad Frisch, cm Familtenvater in den besten

kostet sie noch mehr. Und wer weist, ob ste ankommen odec Mannesjahren. Er war beim städtischen Fuhrpark beschastidt

bestellt ivcrdcn ivürde. Wir habcu das Adrestbuch vo» und stand mit seinem Wagen unmittelbar an der Matn-Kat. Moffamedes nicht zur Hand und vielleicht wohnen dort mauer ant Fahrtor. Gegen Morgen schlief er ein, wurde mehren» Sckulres^ aber von bem Bahnbediensteten Schwarz geweckt. Der Schlaf

Dem Gesangverein Liederkranz (gegr. 1837) scheint ihn jedoch wieder übermannt zu haben. Nach ü Uhr war es vergönnt, seine WeihnachtS.Festlichkeit dadurch beson- hörte Schwarz, der am .vahrtor Dienst hatte, gellende Httse- ders zu verherrlichen, daß er zweien seiner Mitglieder eine rufe. Er e.lte herbe, und sah den Fuhrmann nut den Wellen wohlverdiente Ehrung zu teil werden lasten konnte. Sind er ringen. Er war tm Schlaf vorn Wagen ,n en®«« doch 40 Jahre, daß Spenglermeister Carl August Faber, gestürzt. Noch cmmal tauchte er aus. Ehe ,-doch Hilfe z. Zt. erster Präsident und Zahntechniker Christian Frutig, kam, war er ,n den Wellen venchwunden. D,e Leiche wurde z. Zt. zweiter Präsident, in säst ununterbrochener Aktivität in heute früh gefunden. Der Verunglückte war 27 Jahre alt dem Mannerchor dieses Vereins Mitwirken. In einer An- und hinterlästt eine Witwe mit drei Kindern. Die Frau war spräche verstand cS der Schriftführer des Vereins, die ton., erst vor kurzem im Wochenbett.__,

und taktfesten Iubilare gebührend zu feiern und überreichte ihnen alsdann die von den Mitgliedern gestifteten Rmge und Diplome. Die GesanaSveteranen können hoffentlich noch lange Jahre in ungeschwächter Stimmenkrast sich der Pflege

frisiert ein ecktes Testament, in welchem S. seine Fran als Univerialerbin cinsetzt. , v , ...

(K amme r.) Bei ber Debatte über das Budgetprovrionum richtete Ribot an ben Minister beS Aeußeren eine Anfrage über die marvkkanisd>cn Ereignisse. Er will nicht glauben, baß die biesbezüglichen Meldungen richtig sind imb baß der frart- lösisckx- Gebinbte gezwungen würde, hi Tanger zu blecken, wal>° mrb seine Anwesenheit in Fez notwendiger sei denn ie. Es sei seltsam, baß seit dem Mscklntz beS englisch'lrauwllsckm Ab­kommens die ft^nzöfifckn: Negiermm sich 'mit der Regierung des Sultans von Marokko nickt in Berbinbung iwietzt Ixibe. Die Kammer nahm den E^fetzcutwurf 'betreffend die Dennlligung bc>? prvvisoriscken Zwölftels an. 3 . . .. ax

Madrid, 28. Dez.Liberal" behauptet, es sei die Ver­lobung des Königs mit einer Tochter des Herzogs von (Sonn au gbt in Aussicht genommen.

Sofia, 28 Tez. Heute nacht Tain cs tn der Sobramc während der Beratung des Budgets zu einer stürmischen Szene, weil die Opposition die Kotierung eines geheimen Fonds um jeden Preis verbindeni wollte. Nach ber Aus­schließung der oppositionellen Deputierten gelang es der jxc- gicrilngsmehrheit, die 2lbßimmung durckzufußren.

f: et er 8 bürg, 28. Dez. In seiner lyeutigcn Sitzung ve- ber Stadtrat, um Einberufung einer Versammlung hon Vertretern der St abträte aanzRu ßla nds vor­stellig zu werden Ter Stadtrat nahm ferner einen Antrag der Stadträte Rechtsanwälte Schitnikow imb Kebrinc an, wonach es notwendig sei, baqeaen Beschwcrbe zu führen, baß die Poli­zei lief) der Hausmeister (Tworniks^ bedient, um gegen Personen, die an Straßenunruhen teilnahmcn, vorzugchen, da bic^ ben Vorschriften bttrcfsenb die HauSmeifter wibcrsprecbe, ^er Stadt­rat beschloß sodann über den Gegenstand ber Beschwcrbe einen Bericht erstatten zu Iaffen. . a

Odessa, 28. Tez. In zahlreichen Städten bed Gouveimc- mentS Kisckinew herrscht Hungersnot. Tie allgemeine Lage ist trostlos Fast alle Fabriken haben ben Betrieb eingestellt. Tausende von Arbeitern sind brotlos. Tic Situa­tion ist bedrohlich, denn falls die Arbeiter von ber Regierung nicht bald ausgiebige materielle Unterstützung erhalten, imb Ex­zesse zu befürchten. . .

Schuscha (Kaukasus, 28. Tez. Ter Polizeimeister Sacharow mürbe in einer Hauptstraße durch i i c b c n cf) ü i f e aCtTtaCnger, 28 Tez. Mit Ausnahme der Franzosen und Eng­länder bleiben die Vertreter und Untertanen der übrigen Na­tionen in Fez. In der vergangenen Nacht wurde unweit ber Stadt ein spanischer Arbeiter eines hiesigen Engländers m dessen Garten von Arabern getötet. Diese raubten ferner Vieh und verwundeten eine Frau.

Keer nnb Isiotte.

Die Kaiser-Manöver werden im nächsten Jahre mit dem 8. (Eoblenz) und dem 18. Armeekorps (Frank­furt a. M.) unter Hinzuziehung der 4. bayrischen Kavallerie- Brigade ftattsinden.

Berlin, 28. Dez. Nach mehr als siebenjährigem Auf­enthalt im Auslande wird in nächster Zeit der kleine Kr e u z er Geier" nach der Heimat zunickkehren, um einer notwendig gewordenen Grundreparatur unterzogen zu werden. Der Geier" verließ im Herbst 1897 die Heimat, um eine ost- amerikanische Station zu besetzen, er ging daraus nach einer westamerikanischcn Station und wurde im Sommer 1900 anläßlich der Chinawirren nach Ostasien beordert, wo das Schiff bis jetzt stationiert blieb.