Aus Südwestafrika
Alis £ihiM und Lmch.
Buren dankten Lord Milner für diesen Vorschlag, haben ifa-t aber nicht endgültig angenommen. Die Konferenz verlief ergebnislos, aber es fällt auf, daß die Beziehungen zwischen beiden Teilen weniger förmlich und kalt sind als bisher.
uvavu.vvu» Ferner wurde die Bill betreffend die 3 u sah ft euer und andere finanzielle Maßnahmen angenommen. — Tie japanische Regierung stimmte der Berband* luitg betr. den Schiedsgerichtsvertrag mit den Bert
Gießen, den 29. Dezember 1904.
** Die kaufmännischen Angestellten, welche auf Einladung des Kaufmännischen Vereins gestern im Vcreinshause tagten, einigten sich für dieWahl zu m Kauf- manns geeicht auf folgende Vorschlagsliste: Hugo Engel, H. W. Horst, Karl Ho sch und Hermann Will. Der Wahlvorschlag ka.n unter Mitwirkung der Gehilfenverbände zustande. Diese treten also für den Stimmzettel ein. Diese Einmütigkeit der kaufmännischen Angestellten ist freitbig zu
einigten Staaten z u.
Dem baltischen Geschwader entgegen.
Hongkong, 28. Tez. (Reuter.) Ein großer , japanischer Kreuzer ist gestern in Amon eingetrosfen. Zwei ta^nhche Kreuzer wurden heute auf der Höbe von Hongkong gesichtet.
Neutralität.
Politische Cagesschmi.
Sozialreform und Tabakmonopol
nnrrbcn in einem Leitartikel des „Berl. Tagcbl." seltsam verquickt. Auf Chnnb von ZustimmZustellungeu verschiedener ZeikungSäußerungen mit brr bckannteii Reichstaasrede des Grafen Posadorvsky über Staatshilfe und Selbsthilfe wurde die Vermutung fonftruicrt, die Regierung wolle audeuten, baß die Fortführung der Sozialreforin abhängig von der Erschließung neuer Einnahmequellen durch das Tabak- mouopol sei. Du heutzut-age alles geglmibt wirb, was schtnarz auf weiß in die Wett geht, wollen wir nicht unter- lassen, mitzuteilen, daß nach den Erkundigungen des „Hamb. Korresp." an den vermuteten oder behalkpteten Zusammenhängen auch nicht ein wahres Wort ist. tzstaf Posa- bonH5!n stebt weder mit jenen Zeitungsartikeln in irgend einer Verbindung, noch denkt irgend jemand überhaupt an bas T ibakinoiiopol.
Der ungarische WeiLstag.
Budapest, 28. Tez.
begrüßen.
** Neujahrs nacht. Wir machen auf die an bev Spitze unseres heutigen ersten Blattes veröffentlichte Polizei
„Zesarewitsch" und „Askold".
London, 29. Dez. „Daily Mail" meldet ans Tokio: Die Zeitung „Assaki" erfährt aus Kiantschan, daß 4 Offiziere des russischen Kriegsschiffes „Zesarewrtscw ent-
Haag, 28. Tez. Zur Aufrechterhaltimg der PbuiralM von Nicderlandisch-Jndieii sind in Sabaug zwei ^mienlchiffe,
liche Bekanntmachung aufnurksani.
** Was als Neujahrsgruß z u l ä s s i g i st. Zrim Neujahrsbriefverkehr sei auf die wichtigsteii Bestimmungen für Versendung von Postkarten iind Trucksacheii aufmerksam gemacht. Formulare.zu Postkarten, die von Privaten her- gestellt sind, dürfen in Große, Papierstärke und FoniH nicht wesentlich von den Formulareu der Post abweicheir. Als wesentliche Abweichungen gelten für die Größe mehr als 5 Millimeter in einer Richtung, für die Stärke eine Ueberschreitmig des doppelten Gewichtes oder 6 Gramm der amtlichen Formulare. Richt zulässig sind gegen die Postkartentaxe Postkarten mit erheblich abgerundeten Eckens Postkarten aus Büttenpapier, deren Ränder stark von der I geraden Linie abweichen, Postkarten mit ausgestanzten Oefp
"Schanghai, 28. Tez. Meuter.), Ter hiesige Tavtai er. teilte dem Hafenmeister von Schanghai und den K^^gsschiffeu vor Wufung gemesscucii Befehl, jeden Fluchtversuch des „u^kold und des „Grosovoi" zu verhindern. Es sollen noch mehr chinesische .Kreuzer hier ein treffen.
Weihnachten in der Mandschurei.
Petersburg, 28. Tez. Wie General Ssachcrrow dem Generalstab unterm 27. Tez. meldet, wurden bei dem Schar - in ü bei, das eine Kavallerie-Streifwache auf dem rechten Ufer des Hunho beim Dorfe Beitsiagu am 25'. ds. hatte 17 Za- pauer getötet. Auf russischer Sette wurde ein° Offizier getötet und einer verwundet, fünf Manu getötet-und fünf verwundet. — Am 25. Dez. stieß auf dem rechten russischen Flügel eine russische Streifwache in einem Doru auf eine berittene japanische Patrouille von 22 Mann., Es kam zum Handgemenge: die I a p a ne r wurden teils g e t ö t e t, teils fluchteten sie. An demselben Tage fand im Dorfe L in s chi u P u em Kampf um die Trümmer einiger Häuser statt, die in der aa)t zum
Kirche und schule.
— Schulstatistisches ans Hessen. DaS Groß- herzogtmn zählte im Frühjahr 1904 9 8 7 Volksschulen, i ron denen nach dem Bekenntnis 900 gemeinsam (Simultan- : schulen), 44 evangelisch und 43 katholisch waren. Besondere israelitische Schalen gibt e§ in Hessen nicht. Ausschließlich Simultanschnlen befinden sich in den Kreisen Darm- stabt, Gießen, Alsfelb, Bübingen und Schotten. Die Zahl der getrennten Schulen ist in allen brei Provinzen bei beiben Konfessionen fast gleich: Starkenburg hat neben 322 Simultanschulen 25 evangelische und 23 katholische Schulen; Oberhessen neben 406 Simultanschnlen 3 evangelische nnb 4 katholische, Rheinhessen neben 172 Simultanschnlen je 16 evangelische unb katholische. Nach bem Geschlecht ber Schuler georbnet sinb 902 Schnlen ganz gemischte, 62 znm Teil gemischte unb 23 ganz getrennte; 468 sinb einklassig, 244 zwei- klassig, 110 breiklassig, 81 vierklassig unb 84 mehrklassig. In 723 wirb kein Sckmlgelb erhoben. Die Zahl ber Lehrkräfte betrug im Frühjahr 2994, barunter 317 weibliche; die Zahl ber Schulkinber 178 078 (88 112 männliche unb 89 966 weibliche; 119 699 evangelische, 55 726 katholische, 1861 israelitische und 792 sonstige). Auf 1000 Einwohner kommen darnach 151,2 Schüler unb auf eine Lehrkraft 59,5 Schüler. — Von ben sieben größeren Stäbten Hessens besitzt Mainz 168 Lehrkräfte unb 8739 Schulkinber, sobaß also auf eine Lehrkraft 52,0 Schüler entfallen; Darmstabt 115 Lehrkräfte unb 5042 Schüler (53,8); Offenbach 110 Lehrkräfte, 6240 Schüler (56,7); WormS 109 Lehrkräfte, 6096 Schüler (55,9); Gießen 45 unb 2239 (49,7); Kastel 18 unb 1214 (67,4); Bingen 17 unb 985(57,9). Dabei ist aber zu beachten, baß in Darmstabt, Offenbach unb Gießen erweiterte Volksschulen bestehen, unb zwar unterrichten an bieten: in Darmstabt 56 Lehrkräfte 2131 Schüler, burch- schnittlich also eine Lehrkraft 38,1 Schüler; in Offenbach 32 Lehrkräfte 1450 Schüler (45,3); in Gießen 9 Lehrkräfte 245 Schüler (27,2). Berücksichtigt man biese Zahlen, so kommen auf je eine Lehrkraft in Darmstabt, bas weitaus am günstigsten bastelst, nur 41,9, in Gießen 46,0, Offenbach 47*1, Mainz 52,0, WormS 55,9, Kastel 67,4 Schüler. In ben 731 Fortbildungsschulen des Landes, deren Besuch für Knaben obligatorisch ist, nehmen 23 280 Schüler am Unterricht teil. In den vorhandenen 4 0 Privat- lehranstalten werden insgesamt 4056 Schüler (darunter 2928 Mädchen) von 192 Lehrkräften unterrichtet. Ausfallend ist der starke Anteil der katholischen Kinder an den Privatlehranstalten; ihre Zahl beträgt 2071, die der evangelischen dagegen nur 1637, obwohl die Zahl der Katholiken HeffenS zu derjenigen der Protestanten sich wie 1: 2 verhält. Auch die jüdischen Privatlehranstatten sind relativ sehr stark, nämlich von 316 Schülern besucht.
— Die Realgymnasialkurse für Mädchen in Frankfurt a. M. eröffnen Ostern eine neue fünfte Klasse (Obertertia) unb führen bie bestehenben Klassen als vierte (Unterfekunba), britte (Obersekimba), zweite (Unterprima) nnb erste (Oberprima) weiter. Die Ausnahme in bie unterste Kwffe ist burch eine Prüfung bebingt, in welcher sich bie Schülerin barüber auszuweisen hat, baß sie sich ben^Lehr- stoss ber höheren Mabchenschule angeeignet hat. TaS Schuljahr beainnt am Dienstag nach ber Osterwoche. Die Au- inelbungen haben bis zum 31. Januar 1905 zu erfolgen und werben von bem Leiter bet Kurse, Herrn Oberlehrer Tc. Mann, im Schullokal, Nene Mainzerstraße 76, I., Montags unb Donnerstags von 10—11 Uhr, ober auch schriftlich entgegengenommen.
Port Arthur. - , ,r,
Tokio, 28. Tez. (Reuter.) Nach einffcgangencn Nachrichten i machen die Japaner mit dem Bau von S au f g r a ben gegen Westen nun gute Fortschritte Auch der rechte Flügel der BelagerungSarmee geht erfolgreich gegen die iüd- lichen Stellungen vor. Tie Vorarbeiten für den neuen Angrin sind fertiggestellt und ber Angriff f 3° cc Osten gleichzeitig erfolgen, um auf btefe Werse den Widerstand der Verteidiger zu schwachen. .
London, 28. Tez. Reuter meldet ans Tsclnsu: Immer wieder tauchen Gerüchte auf, daß verschiedene russische Zerst" rer auf Port Arthar n a ch W l a d i w o ft o k entko m- m cn s nd. Tie Offiziere des Tamyfers „Eldamy", der am 28. ^ezemd-r von Wladiwost.l in Tsclnfu eiutras, bezeichnen diese ^ei-ochte als unzutreffend, sie ernaren aber, daß dre ruf- fifrfvrn ü-reiner in Wladiwostok in nut cm Zustand seien. Es wird berietet, daß die Javaner 28 Zcntimctcr-G.schüfe auf den 203 Meterhügel in Steuung gebracht haben.
Nach einer Meldung General v. Trothas vom 27. Dezember mürben durch Patrouillen am 11. Tez. südwestlich von Otjihangwe und am 22. Tez. in den Bergen östlich von Brakwater Hererobanden überfallen. Mehrere Hereros fielen; zwei Gewehre würben erbeutet. Am 22. n '“‘v 1,1 » <
Tez. griff Oberleutnant Streitwolf mit Leutnant v. Usedom Ltoei geschützte und ein ungeschützter Kreuzer, sowie vier Torpedo- nnd 12 Mann eine H er er o wer f t b e i O ka t ji v i7 o an. hoote stationiert: außerdem im Archipel drei Linienschiffe. Ter Feind eröffnete das Feuer. Tie Werft wurde darauf Im Hafen von Nicuwediep werden zwei Kreuzer segelfertig gemacyr, erstürmt, Nwbei 16 Herero fielen. I die das Geschwader in Indien verstärken sollen.
Nach einem Telegramm aus Windhuk ift an Typhus Russische Reservistenunrnheu.
gestorben: Reiter Ernst Esser. — Im Gefecht bei Koes Wie polnische Blätter aus Lodz berichteii, tttzur ^ e r- am 15. Tez. aefallen: Gefreiter Mois Ke ml er. - binberuna vo « M. l - t ° r - Transv orte n die E i s e«. Im Gefecht am Schuch amt 21. Tez. gefallen: Reiter bab»brücke bei T»biamce u5^b'cn LSuri& Die Ferdinand Gnstus. - Verwundet: Reiter Ferdinand d,ekr Mmmrp^ad^-rt^^e Mine Mehr mann. — Rc ter Jol'ann Lettner totrb )ttt bem rinfm güI)Itlviirtcr rechtzeitig entdeckt unb unicbäNi*
17. Tez. in Okosondusu vermtßt. ... mmacht Die ganze Eiseichabnstrecke wirb von Militär besetzt.
Hauptmann Franke, der Befrmer lion Lmarnru, ist I' bcr ^xhe ber Heiligkreuzkirche in Lobz erplobi-rte telegraphisch vom Kaiser zur Audienz für heute eine Bombe und eine weitere wurde gefunden Rach .Rew- (TolmerStag) nach Berlin berusen worden. uugen aus Czenftochau wurde dort auf das ^enkmat o
- Zaren eine Bombe gLzchleudert, welche den Sockel
Keer und Alotte.
„Ein fideles Gefängnis." Unter dieser Ueber- schrist veröffentlicht die sozialdemokratische „Leigz. Volksztg." einen Artikel, der wie ein Aprilscherz klingt. Dem Artikel vorangestellt ist ein Bild, da§, wie das Blatt behauptet, die genaue Wiedergabe einer Photographie ist, die sich im Besitz eines rheinischen Sozialdemokraten befinde. Die Aufnahme sei gemacht im Zimmer eines Gefängnisses aus der Festung Ehrend reiten st ein, unb zwar um 12'/z Uhr nachts. Das Bilb zeigt brei Gefangene, bie sich bei gefüllten Gläsern hinter einer Batterie geleerter Flaschen wohl sein lassen. Am wohlsten von ben Dreien ift es einem Jüngling, der, wie die „Leipz. Bolksztg." behauptet, der Fähnrich Hüssener ist, der Ostern 1903 wegen Nicht- grüßens ein-n Einjährigfreiwilligen nieberslach, zuerst zu 4 Jahren Gefängnis unb Degrabation, bann in ber Berufungsinstanz zu 2 Jahren Festung ohne Degrabation verurteilt wurde. Die „Lcipz. VolkSztg." behauptet, daß Hüssener als Festungsgefangener in einem Eoblenzer Hotel in der Nabe deS Bahnhofs als sonntäglicher Frühschoppengast bekannt ist unb gegenwärtig wieber seit Wochen sich auf Urlaub be- finbet. TaS auf bem Vilbe roicber§egcbene Weingelage hat in einem Zimmer ftottgefimben, baS mit Palmen unb einem Bilde geschmückt ist, sicherlich nicht ben Einbruck eines Ge- fingnisseS hervorruft unb schon beshalb ben Verbacht einer Mystifikation erweckt.
Kolouialpost.
(5apstabt, 28. Tez. Weiner. Wie versichert wirb, hat Lorb Milner bei der Konferenz der Btircm'ührer nach derB-ffehung des Präsidenten Krüger eine repräfentative Regierung in Vorschlag gebracht, für welche 25 Mitglieder gewählt und 12 ernannt werben sollen. Tie Vertreter der
' • zertrümmerte.
ÖHM Die Petersburger Liberalen.
A Petersburg, 28. Tez. Tie hiesigen Liberalen veranstal-
Schlimme Nachrichten auS Port Arthur. teten gestern abend ein Bankett, das bis 3 Uhr morgens an-
Tokio 28 Tez. (Reuter.) Meldungen aus gtaubhastei dauerte und eine Protc ftv ersammlun g ^egenden Quelle bestätigen die Nachricht vom Tode des Generals Krieg war. Fast 1000 Perwuen nalpnen ‘^u^bug »unb’et ift1“™ t,at Wb bQ6 ®e"elaI emirU°rt’ 8 E11 «n W Cbe?$rof^rlbeS $crflinrtot5 SuVu^n WuVstabt- Tokio 28 Tez (Reuter) Nachrichten aus Port Arthur rat Kedrin vor, zur Fassung einer Reiolittion
besagen, da^ die'Besatzung der Zuversicht ist, daß En t s atz v o r aus zwei Punkten " DcätcnA cC§ntoor^t
dem 1. Marz eintreffen wird. Ungeachtet der schweren Verluste den .Krieg, der ohne den: W ttlen. de» B o l k c s begönne wow bei den Gefechten am 203 Meterhügel vom 26. November iftMet und für dieies den völligen Ruin^.b^ntte da dke G a r n i s o n f e st e n t s ck l o s s e n , d e u K a m v f bis auf seinen Interessen absolut entgeglngesctzl sei. öwettens der Aorb den lebten Mann fortzuführen. Es heißt, die Armee ung, daß es dem Volke überlassen bleiben solle, ans der habe ausreichende Vorräte bis zum 1 Februar und fteheridcn schwierigen Lage selbst heranszukommen durch Tret L Me Marine Ue Frortant für einen M onat. Wahl seiner Vertreter DeRewlutton
Petersburg, 28. Tez. Im Norden und Nordosten von genommen und mit den Uuttrickrttten famtlicher AweTen^
Port Arthur stnb nach einer Tepefche aus Tschifu bie Fort« 3 versehen. Tiefe tragen rotweifte Schier en w°s 'rrerhett
und 12 gänzlich Zerstört. Sie wurden während des Friede'( bedeuten soll. Die Versammlung wurde durch reinen
Kampfes wiederholt von den Japanern erobert und von den, voli-'-tttcheit Elugrttt 'Klloit Russen zurückgewonnen, bis sie schließlich von keiner Partei mehr besetzt wurden. Admiral Wiren ist stets in der Forut, um persönlich zur Förderting der Verteidiaungsarbeiten beizusteuern. Tas Feuer auf der Südweftfront verlstndert die Javaner andauernd, auf den früher genommenen Höhen groß-kalibrige Geschütze auf« zupflanzen. Augenblicklich istStille eingetreten, die dem Mangel an Munition und dem großen Menfchenverlust auf japanischer Seite zuZufchreiben ist. Täglich sollen bis zu 60 Wagcu mit Verwundeten nach'Talny befördert werden. Tie moralische Haltung der Japaner ist sehr gesunken. Viele Falle von Auflehnung sind vorgekommen. Einige Dutzend japanische Soldaten mürben deswegen erschossen, 3 Obersten wurden vom Dienst entfernt.
Tokio, 28. Tez. Tic Militärbchorde veröffentlichte heule abend eine weitere Verlustliste, nach welcher 18 Offiziere gefallen und 86 verwundet sind, vermutlich vor
Tie heutige letzte Sitzung des Abgeordnetenhauses uahm einen resultatlosen Verlauf. Tie Er- bitt er ung der Parteien gegeneinander war womi>qltcy noch gesteigert. Die Sitzung begann mit der Verlesung des königlichen Handschreibens. Unter riesigem Larm erhob sich Graf Tisza, um die Opposition nochmals zu ersuchen, zur Vornahme der Wahlen ein kurzfristiges Budget- Provisorium zu bewilligen, um die Gefahren des Exlex- Zustandes, der dem Lande fdiou so viel geschadet, zu ver- mcibcu. Tie Aufforderung Tiszas Wurde von der Opposition mit dem Rufe: „Ihnen uicmals! beantwortet.„batiken £ne ^ruinmcr einiger d“«ii‘ vlv -l“ WV4' •'™** °r”*
Sie ab!" Nach kurzer Tebatte erklärte Graf ^lsza, baß, 23 bon bcll Russen in die Luft getrennt joorben ba weitere Reden unnütz wären, die nächste Sitzung am mn‘rcn Unter heftigem Kreuzfeuer gelang es ben Russen, die 3. Januar stattfinde, nur zum Zivecke der Eutgegeuuahme Häuserrefte zu besetzen. Ein Offizier unb zwei Mann wurden der Bestimmungen über die Auslösung des Hauses und der verwundet. — Nach völlig glaubivürdigeu Nachrichten, gibt es Feststellung des Termins der Anhörung der Auflösungsthron- unter den japanischen Truppen, die dem lmken rupifchenRingel L Auf der Oppositionsseite erschallen Rufe: ,,F ü l sch - gegeuüberftehen, organisierte Ehu n ch ns e n B an b en bie bon una! ftönifllifh£r ^^br-u ch!^, stücken^ unb Notizbüchern,^ die bei den im'Kampfe am Taipinling-
applaudicrt. Gras ^isza schließt Uiit den Worten. „ n gefallenen Ehunchnsen gefunden wurden, geht hervor, daß aiideres Mittel bleibt nicht mehr. Das ^-and muß ent- , Chunchusen in javanischen Tiensten standen, und zwar er- scheiden!" . hielten: Der Szotnien-Kornmandeur 200 Rubel, der Wachtmeister
Graf Julius Andr assy erklärt daun in längerer ^0 Rubel, der Unteroffizier 18 Rubel unü der Gememe l3Rube) Rede, ein Teil des Landes sei überzeugt, die Politik Tiszas monatlich. f f .
schade der Tyuastte, Tisz-a möge, wenn er wirklich zu Petersburg, 28. Tez. Ww l^neral Kaul har s dem Opfern bereit sei die Konsequenzen ziehen, worauf Tisza Kaiser uuterm 27. Dezember meldet, beendete er r<ÄiI"ert man möqc nicht »nailsgcsetzt die Krone in die eine Besichtigung der Borhntstellunge» der br.tten Armee, und der Opposition, daß der Entwurf einer Hausorduung, wel-1 ^,^^^ichnet. Die Leute scl>en frisch und gesund chen ihm Andrassy Vorgelcat habe, unbrauchbar war. au$. Nahrung sei gut mW die Erdhütten genügend warm.
Im weiteren Verlauf der Sitzung ergingen sich die London, 28 Tez. S ch w e r e K ä m p f e haben neuerdings oppositioiicllen Redner in den heftigsten Ausfällen gegen in t>eT Rahe von Mukdcn stattgefunden. Hier vorliegende Meld- die Regierung. Am ilngeberdigsten benahm sich der klerikale langen wollen wissen, daß die Russen aus ihrer geschützten Rakoväzkn .der Tisza zurief, er treibe das Land mit seiner Position zwischen Saimatsi und Kaoliymg am Unken Ufer des Politik auf dm Wcq der Revolution. Tem Abg. Taitse-Flusscs b i n a u 3 g c l r i eb c n worden .und Tre Zahl Eoetvoes imrrdc bad "Wort entzogen. Die Majorität be- ber Toten unb Verwimbeten auf beiben Seiten ist noch rcht fest,
schloß fobann, bie nächste Sitzung am 3. Januar abzu- m.thtid]t,n ou8 «alian
halten. Zrum Schlüsse gab cS noch «ne erregte De- Togo wirb heute in
batte über die Art, tote ^mMo nar^h e‘Begleitung Admiral Kami mura3 unb anberer Offiziere in Neujahrsgratulationen uberrerch-t werben sollen. crlDaTftt kfir kommt voraussichtlich am F-rertag morgen Die Opposition beantragte, die Glückwünsche durch eine \na^ Xofio, um die Glückwünsche und den Dank des Teputatron zu entbieten oder protokollarisch zum ^lilsoruck I r $ entgegenzunehmen. — Tas Haus ber Pairs nahm zu bringen, keinesfalls dieselben jedoch Uffe bisher bura> I [jeute einstimmig das Kriegsbubgel an, wie es ursprüng- bas Präsidium des HanseS überreichen zu lassen, da das Uch aufgestellt wurde, sowie das übrige Budget, wie es vom Ab- ^räsidium mit Perezjcl an der Spitze sich hierzu gcordnetenhause abgeäubcrt wurde, f--■ unwürdig erwiesen habe. Tie Majorität beschloß jedoch, ‘*"^**k °«***fc
bei der letzteren Form zu bleiben.


