Nr. 306
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Donnerstag 39. Dezember 1904
• tlOttet «»glich oufoet Sonntag*.
fcem siebener Anzeiger werden im Wecbiel mit dem Hessischen Landwirt die Gtehener Kamillen- VlüNei viermal m bet
Woche beigelegL
fltolaltonÄbrud u. Verlag bet Brühl schen Nnwers.-vuch-a. Stetn- bruderei, 8t ?anjt ÄÄMfttzm, Ernedmo« and Trudet et.
Gchalgrabe I.
ßldresie tfii 4eveichen: Auzeige, «tehen.
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General-Anzeiger
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Amts- und Anzeigeblatl für den Kreis Gießen
Ve»og«pret-i monaluch7b Ps^ otertel* jährlich MI. 8.20; durch Ab ho le- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dtePoft Mk.2.— wt eitel» jährt ausscht. Bestellst. Annahme von Anzeige« iür bte TageSnummer bis vormittags 10 Uhr, Zeilenprei» lokal 12
«uSroärtÄ 20 Psg. Verantwortlich tüt den poltt und allstem, le»! V. Wittko. füt ,etabt und 2önb* und
GerichlSjaaf: August Goetz. tüt den An* zeigenteil- Hans Beck.
Die Keutige Kummer umlaßt 8 Seiten
Ktlranntmachimg.
Der Landespferdeznchtverein im Großherzogtum Hessen beabsichtigt mit den im Frühjahr und Herbst 1905 in Darmstadt abzuhaltenden Pferde-- und,. Fohlenmärkten eine Verlosung von Pferden, Fohlen, Pferdegeschirren und anderen den Zwecken der Pferdebesitzer und Landwirte dienlichen Geräten, sowie sonstigen Gegenständen zu verbinden.
Großb. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 50 000 Lose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und einschließlich der Reichsstempelabgabe mindestens 70 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind.
Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet.
Gießen, den 28. Dezember 1904.
Großh. Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr Wagner.
Bekanntmachung.
Im Staatsverlag ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zum Preise von 50 Psq. zu beziehen:
Gesetz, die Gesinde-Ordnung betreffend, oom 28. April 1877, in der Fassung der Bekanntmachungen vorn 3. August 1899 und vom 23. Juli 1902, nebst der zur Ausführung der Gesinde-Ordnung erlassenen Bekanntmachung vom 11. Juni 1877, mit Erläuterun g en und einem Sachregister. Amtliche Handausgabe 3 Bogen 8° in Umschlag broschiert.
Gießen, den 28. Dezember 1904.
Großyerzogliches Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr. Wagner.
Gießen, den 28. Dezember 1904.
Betr.: Die Gesinde-Ordnung.
Das Großkierzoalicke Kreisamt Gießen
an Grotzherzogliches Polizeiamt Gießen
und die
Grotzherzogl. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Sie wollen binnen acht Tagen angeben, wie viel Exemplare dec in der vorstehenden Bekanntmachung erwähnten amtlichen Handausgabe, welche für Ihren Dienstgebrauch kaum entbehrlich ist, Sie wünschen.
F. V - Dr Wagner._________
Bekanntmachung.
Qur VerkMunci von Ruhestörungen und Unqlückssällen während der Ncnjahrsnacht und nm Reujahrstaqe bringen wir in Erinnerung, daff das Schicken, sowie das Abbrennen von Feucrwerkskörpern innerhalb der Stratzen und Hosraitcn der Stadt verboten ist.
Zuwiderhandlungen sind in § 367 und § 388 des Reichs- Straf.AcsehbucheS mit Geld- oder Haftstrafe bedroht. Auch tritt Wegnabme der Schußwaffe ein.
Gleichzeitig machen wir die Händler mit explosiven Stoffen, Fenerwerkskörpern re. darauf aufmerksam, daß das Abgeben solcher Stoffe an Personen, von welchen ein Mißbrauch zu befürchten ist, insbesondere au alle Personen unter 16 Jahren verboten ist (Verordnung für das Großherzogtum Heffen, betr. den Verkehr mit Sprengstoffen, vom 21. Dezember 1893, § 26) und daß Zuwiderhandlungen gegen diele Vorschrift nach § 367 des Reichs- Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 100 Äl> vder Haft bestraft werden.
Gießen, den 27. Dezember 1904. _
Großberzvg! ' «' usi'iaint Gießen.
Herberg. __________
Volkstümliche Kunstausstellung
in Deu-Alenöura.
Am Morgen des ersten Weihnachtssei-rtages Een die Fahnen vom Stadthanse Nen-Jsenbura und lud n zum B^nch einer volkstümlichen Ausstellung für bildende Kunst em. ^em Rhein-Mainisckien Verband für Dolksvorlesnngen war es ge- hingen, hier in kurzer Zeit etwas zusammenzustellen, das jicl) vor einem kunstverständigen Publikum sehen lassen kann
Treten wir in den Sitzungssaal im ersten Stockwerke em, so fallen uns hier einige Origmalwerke auf bte der ^Märtner Begas zur Verfügung gestellt hat. Besonders das Selbstbildm^ seines Großvaters Karl Vegas, ein frisc^s, lebentngesOel- gemätbe aus den 40 er Jahren des vorigen Jah^underts ist em guter Vertreter der Kunst jener Tage. Mer noch andere Ongi- uale treten cm§ dem Nahmen des Ganzen hervor ^r allem die luteres anten Skulpturen und Kleiuplasstken des Mitgliedes der Darmstädter .Kiinstlerkolouie Dr. Daniel Greiner. Tie Düste ein-r asten Frau, „Resignation" genannt, und das muntere Knabenköpfchen ilw gegenüber legen Zeugnis von )?^m Können ob. Außerdem sind eine Reihe von Plaketten dieses Künstlers, so die gut ausgeführte auf den kürzlich gefeierten 400 Ge- wirt^tag' Philipps des Großmütigen und die beiden aus diesem Anlässe nei'r"gtcn Gedenkmünzen in dem Raume zu leiyeii
Tas Werk Greiners führt uns zu dem Hauptgegenstand der Ausstellung, den Kunstblättern. Seine bunten^.oder ge.bnten Halzschnitte die Gegenstände aus der deutschen sage darstellen, find wilbrc Volkskunst unb sprechen dnrch ehre tief empfundene
Dstanntmachnng.
Als allgemeiner Amtstag, sowie als ordentlicher Gerichtstag gemäß Z.-P.-O. tz 500 ist wöchentlich der Donnerstag, vormittags 8—12 Ntrr und nachmittags 2—5 Uhr festgesetzt.
Zur Aufnahme von Im Mobiliarverträgen, sowie zur Entgegennahme mündlicher Anträge und Erklärungen in Grundbuchssachen ist ausschließlich für jede Woche der Dienstag, vormittags 8'/^—12 Uhr, und nachmittags 2—5 Uhr bestimmt.
An den übrigen Werktagen ist für die Nechtssuchenden die Geri chtsschreiberei während der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags geöffnet.
Dringliche Anträge und Erklärungen werden auch zu anderer Zeit entgegen genommen.
Lich, den 17. Dezember 1904.
Großherzoglickies Amtsgericht.
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereimgung in der Gemarkung Langsdorf.
In der Zeit vom 4. bis einschließlich 7. Januar k. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Langsdorf folgende Akten und Karten zur Einsicht der Beteiligten offen:
1. Die Entscheidungen des Schiedsgerichts vom 5. Dezember l. Js. über die gegen die Arbeiten des II. Abschnittes erhobenen Einwendungen,
2. diejenigen Bonitierungskarten, in welchen nach schiedsgerichtlicher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung eingetreten ist.
Diese Offenlegung ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Entscheidungen des Schiedsgerichts an diejenigen von den Entscheidungen betroffenen Beteiligten, insbesondere auch an solche, welche gegen die Arbeiten des IL Abschnittes nicht reklamiert haben.
Friedberg, den 24. Dezember 1904.
Der Großh. Feldbereinigungskommissär.
S p a m e r , Kreisamtmann.
Aer Fartettag der pr^uß. Sozialdemokratie.
Berlin, 28. Dez.
Im Gewerkschaftshause begannen heute vormittag die Verhandlungen des Parteitages. Es sind etwa 150 Delegierte und Delegiertinnen erschienen. B e L e l ist auf dem Parteitage nicht erschienen, vielmehr zu seiner Tochter nach St. Gallen gereist.
Z u b eil-Berlin eröffnete im Namen des Berliner Lokalkomitees den Parteitag, indem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß der Parteitag nicht blos für die Arbeiter Preußens, sondern für die Arbeiter Deutschlands, ja der ganzen zivilisierten Welt reiche Früchte tragen werde, öierauf begrüßte Singer den Parteit-ag im Nanren des Parteivorstandes. Durch Zuruf wurden alsdann Singer- Berlin und Schütz-Breslau zu Vorsitzenden, Dr. Erdmann-Köln, Dr. Adler-Kiel, Leopold-Zeitz, Hoch-Berlin, Welz-Prenzlau und Frau Schulz-Frankfurt a. M. zu Schriftführern gewählt. Schrader-Hannover schlug vor, die Organisation der Sozialdemokratie Preußens noch auf die Tagesordnung zu setzen. ADg. Pfannkuch ersuchte, den Antrag abzulehnen. Die Organisation der deutschen Sozialdemokratie habe die Einberufung von Parteitagen in Preußen vorgesehen, eine Organisation der Sozialdemokratie Preußens sei daher vollständig überflüssig. Der Antrag Schrader wird darauf fast einstimmig abgelehnt.
Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet der Wohnungs-Gesetzentwurf. Der Berichterstatter Stadtv. Buchhändler H. Heimann-Berlin kritisierte die Verhandlungen des Wohnungskongresses und entwarf ein Bild von den Wohnungsverhältnissen in den großen Städten. Der Redner erörterte darauf die einzelnen Bestimmungen des Wohnungs-Gesetzentwurfes und unterbreitete einen sehr langen, ins einzelne gehenden Antrag. In der Diskussion wies Frau Dr. Wevl-Berlin auf die große Kinder sterblichkeit hin, die in den weitaus meisten Fällen eine Folge der schlechten Wohnungsverhältnisse sei. Eine unumgängliche Forderung sei, die
Poesie an. Sie eignen sich vor allem auch durch ihre Billigkeit zum Zimmerschmuck weiter Kreise.
In hervorragendem Maße gilt dies auch bon den nach Künstler-Steinzeick'irungen hergestellten Original-Litlwgraphieen. Der pflügende Bauer" von Walther Georgi, dem Zeichner des diesjährigen künstlerischen Wandkalenders der Brübl'schen Druckerei in Gießen, ist ein Prachtwerk kräftiger deutscher Malerei. Wie er mit den beiden Tieren in der Herbstlandschaft seiner schweren Arbeit nachgeht, das muß jeden ergreifen, der sich den Sinn für die Schönheit des Lebens in der Natur bewahrt hat. Daneben Bilder wie das , Wogende Kornfeld" und „Die Sonn' erwacht von Hans v. Volkmann, das „Vergland int Schnee" von Gustav Kampmann, die „Sonntagsstille" von Otto Leiber und anoere zeigen, mit wie geringen Mitteln man große künstlerische Wirkungen aus den Motiven deutscher Landschaft erzielen kann. — Auf einem Tische" sind hessische Tonwaren ausgestellt, auch echte Volkskunst, die schöne Form mit praktischen Zwecken verbindet. , c
In den Räumen des oberen Stockwerks sind werter eme große Reihe hervorragender Lithographien zu selten, neben Blat- tem der Schwarz-Weiß-Kunst, vielfach Reproduktionen nach den besten Werken vergangener Zeiten die jetzt der ,.Kunstwort für weite Verbreitung herstellt. Wir möchten besonders auf die eindrucksvollen Blätter aus der ,.D ü r e r m a v P e" und die Nachbildungen R e m b r a n d t'scher Radierungen hier Hinweisen. Auch einige ergreifende Ho-schnitte aus der Rethel'schen Sotcntan.V folge hingen dort. Silber wird jeder mit angenehmen Eindrücken und mancherlei künstlerischer Anregung diese Räume verlassen, die noch bis 1. Januar geöffnet bleiben. *$• E.
J-rauen zur Wohnungsinspektion hcranzuziehen. — Stadtv. Bo g th er-Stettin bemerkte, ein wirksames gutes Wohn- ungsgesetz werde nicht früher geschaffen werden, bis die besitzenden Klassen durch eine K'rankheitskatastrophe iut eigenen Interesse dazu gezwungen werden.
Schließlich wurde die Resolution einstimmig angenommen. In dieser werden als politische Vorbedingungen zur Bekämpfung der Wohnungsnot von der Regierung der! Erlaß eines umfassenden Reichswohnun-gsgesetzes, die Schaffung eines Reichswohnungsamtes, Einführung des allgemeinen Wahlrechtes für alle Einwohner der Gemeinde und völlige Selbstverwaltung der Gemeinden verlangt.
Der nächste Punkt der Tagesordnung war das Schulkompromiß, Leo Arons gab ein zweistündiges Referat über die Schulsrage, dessen Tendenz die folgende Resolution! erkennen läßt, die er dem Parteitage vorgelegt hatte:
Der Parteitag fordert als Mindestmaß zur Hebung des Volksschulwesens in Preußen: 1. die Trenn ung der Schule von der Kirche, d. h. die gänzliche^ Beseitigung des Einflusses der Geistlichkeit in der Schule und der Ausscheidung jedes religiösen Unterrichts aus dem Lehrstoff der Schule; 2. die Einheitsschule für alle der Schulpflicht unterworfenen Schüler, neben der! Unentgeltlichkeit des Unterrichts auch die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, Beschränkung der Schülerzahl auf ein Maß, das dem Lehrer die volle Unterweisurrgj seiner Schüler ermöglicht. Bessere Ausbildung und Besoldung der Lehrerschaft; 3. Schaffung von Schulräurnent und Lehrmitteln, die den Anforderungen der Hygiene und der vorgeschrittensten Pädagogik entsprechen; 4. Ernährung und Bekleidung aller hilfsbedürftigen Schüler., Tie Resolution hat außerdem eine Einleitung, in der Mängel des heutigen Volksschulwesens auf die Jnter- efsenpolitik der besitzenden Klassen zurückgeführt werdens und das Schulkompromiß als ein Akt namenloses Feigheit einer sich liberal nennenden Bourgeoisie bezeichnet wird. Bei seiner Schilderung der Mißstände wandte sich Dr. Arons besonders scharf gegen die Ueberfüll- ung der ländlichen Schulem. Der König vo^ Preußen, so führte er aus, hat vor einiger Zeit gesagt/ daß der Unterricht von 70 Kindern durch einen Lehrer Menschenquälerei sei. Ich bin neugierig, wann der König! von Preußen Ernst machen wird mit der Bekämpfung der Menschenquälerei. Für die Ueberfüllung nur eins Beispiel: In Koschneien unterrichtet ein Lehrer 200 polnische Kinder. Er hat aber auch eine gewisse Uebung darin, denn er steht im 54. Tienstjahr. (Hort, hört!) Ich erwähne das, um die infame Heuchelei zu brandmarken, die mit der Germanisierungspolitik in den Osd- marken getrieben wird. (Stürmische Zustimmung.) Arons erörterte weiter die s ch l e ch t e L a g e d e r Le h r e den rückständigen Geist, der sich in allen möglichen Verordnungen der Schulverwaltung äußere, imb1 ging in diesem! Zusammenhang besonders auf die Raumerschen Regulative von 1854 ein, die zwar seit 1872 aufgehoben seien, aber' heute noch nachwirken, und jedenfalls dem Geiste auch der gegenwärtigen Schulverwaltung entfprechen. Ueber die Stellung der Sozialdemokraten zu den Lieberalen in dieser Frage äußerte sich Arons folgendermaßen: Die fortgeschrittensten Liberalen vertreten zwar in der Schulfrage ganz vortreffliche Forderungen. Die Sozialdemokratie könne sich aber nicht auf die Unterstützung dieser Forderungen!, beschränken, sondern müsse eine eigene Mion unternehmen/ da die Liberalen und unter ihnen selbst Männer wie Naumann nicht wagten, die völlige Trennung von Kirche und- Schule und damit die Entfernung des ReligionsunterrichtL aus der Schule zu verlangen. Naumantt vertage diese Forderung auf eine bessere Zukunft. Die Sozialdemokratie inüsse sie aber mit aller Entschiedenheit für die Gegenwart stellen.
In der Diskussion, die sich anschloß, beantragte Heine, daß nicht lediglich die Beseitigung des Religionsunterrichts, sondern seine Ersetzung durch Unterricht in Religionsgeschichte, Moral und Kunstpflege gefordert werden solle. Er begründete diesen Antrag in einer Rede, in der! er seinen Parteigenossen den Unterschied von Kirchenlehre und Religion klar zu machen suchte. Ter Parteitag hörte; diese Ausführungen mit eisigem Schweigen an4
Morgen wird die Diskussion fortgesetzt.
IM-MW 'JfMM—lll IM NI I'J WltliWMi—8M—
Berlin, 29. Dez. Zu Ehren von Prof. Ludwig P i e t s ctz fand gestern abend ein Bankett statt, an dem Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, die Minister Frhr. v. Rheinbaben, Graf Posodowsky und Moller sowie zahlreiche MnUer usw. teilnahmen. Herzog Ernst Günther feierte Pietsch als Journalisten, Menschen und Künstler und brachte ein Kaiserhoch aus. Pietsch wurde zum Ehrenmitgliede des Vereins Berliner Künstler ernannt.
R. B. Darmstadt, 28. Dez. Im H 0 f t h e a t e r erzielte die Novität „Alma Mater" von Viktor Stephan y trotz der iubelreichen Atlfnahme der Urvremiere in Hamburg heut abend nur einen mäßigen Erfolg. T>ie Handlung des „Studentenstückes", wie.es der Autor in weiser Voraussicht selber nennt, ist so dürftig wie nur deukluir. findet aber einigermaßen Erfolg durch das ziemlich glückliw durchgesührte Beheben, das studentische Leben und Treiben in Urwüchsigkeit unb Ertsche auf die Bühne zu bringen. Tie Herzeilsgeschicbte der „Sun , bte sich als simple Kellnerin offenbart und durch ihr rntrigitrnhaftrS Spiel zwischen ihrem Verlobten und ihrem wirkliäien Liebhaber den eigentlichen Konftikt veranlaßt der bann ztt einem „falschen Ehrenwort" und schließlich zum Untergang Susis utid des wirklich Geliebten führt, interessiert ben Zuhörer herzlich Ivemg Von der Regie waren die Effefts-enen her musikalische Frühschoppen sämtlicher Eorv^ die Antrittsknet'pe der „Helvetia" unb die näcbt- siche l ' ■ ; g arbeitet. In
knecklenburgischen uno o''öcitb!,.rgifu,.’ii Provinzßabtchen mag daä- Stück toirmi, nicht aber bei uns.


