Ausgabe 
29.9.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

154L Jahrgang

Donnerstag LS. September 1904

Gietzener Anzeiger

w General-Anzeiger v

monat!

Milt kotertt!»

Nr. NÄN

U,tzchsr«s tagte»

super Sonntags.

Dem Gietzener Anzeiger rocrben im Wechsel mit dem NeMschen Landwirt die Gieveuer Kamttien» Hälfet viermal in der Woche beigeregt.

Rotationsdruck u. Bv>

iäbrsich Mk. L20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 66 M.; durch die Post Mk.2.viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« inr die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr.

LellenpreiS: lokal 12 auswärts 20 Psg.

ML Amts- und Anzeigeblatt für den «reis Sichen MG

----------.... zetgenteU: danS Beck.

M« heutige Kummer umfaßt 8 Seiten.

bewinigung in der Ge-markmtg Mtwredarnrus zwecknraßig, [ein imitbe, den. godachtzen Wiesenstreifen ntit der angrenzen­den GentarTnng Mkwiedernrns zu vereinig en, ist. die Großh.

AllSlanö.

i;5..Le b eri sjahr zur ii ckg e le gt Hai, als int Wi der- spruch stehend mit den ^Vorschriften der §§ 6 und 8 des

die Gajns bntki Basel, 28

Kolonialpost.

Berlin, 28. Sept. Wie dieNatz Zvg." erfiähtt. wird Gouverneur Leutwein Ansang Oktober mit einer ihm von ßkmcrnf von Trothir zur Vcrftgi'ng ßcffcHtni Ersatzkompagnie netto dem Süden T-entsch-Südwi-ftafrikas in d.is O^ro^Nama-Land abrücken.

Ter Kaiser b-wM§tc Mr da» mt ^>Ladttheater zu Thorn 10 000 Mark jährlich ftr Jret Jahre. Staatssekretär v. Tirpitz und der Chef des MisitLv- llMinetts v. L>enden-Bibran sind ^rute in Ronrinteu ein* getvoffen.

Ein Brief deS Fürsten Meschtscherski.

_ _ 4t* Berlin, 28. Sept.

Fürst Meschtscherski, der Herausgeber desGrasckdmnn", hat während seiner Anwesenheit in Bettin an dieVoss. Ztg." einen interessanten Brief gerichtet über seine Stellung zum ost- ssiatischen Krieg. VomGraschdanin" mar in diesen Tagen die Rede, toeil, das risssische Matt mit Eifer für den Gedanken eines baldigen Frieden sschln sses eintrnt Fürst MescA- schcrssi betont nun, daß er sich stets gegen alle auf den Zugang zum Stillen Ozean gerichteten Bestrebungen der nach Ostasien blickenden Politiker ausgesprochen habe. Nach seiner innersten Ueberzeugimg hatte Rußland nichts verlieren können, Menn es diese ganze Angelegenheit aufgeschoben hätte, bis m vollständi­gen Herstellung der Ordnung und der nationalen Wohlfahrt im europäischen Rußland Es ist ein freimütiges Bekenntnis, das der Herausgeber desGraschdanin^' ab legt. Aber wir bezweifeln, daß in Petersburg dieser Offenherzigkeit Wohlwollen entgegen­gebracht wird. Vor dem Ausbruch des Krieges hat nahezu die Üksvnrte russische Preffe von demAbenteuer" nichts' wissen wollen. ,,0/eheu wir nach Hause", schrieb eine führende Zeitung: ja, es ^uAe der kühne Vorschlag auf, die mandschurische Bahn, die Rußland nur Unglück bringen könne, in die Luft zu sprengen. Ähnlich sagt Fürst MescÄschersÜ, er habe die Rolle eines Rück- sck rittlers gespielt, indem er sich gegen die sibirische Bahn aus­sprach, weilindieser die erste Ursache zur ostasiatischen Frage lag.

Regrerrmg mit der preußischen Negierung zum Zwecke der Herbeifühnmg eines GebietNan.stausche's int Wege des Staatsvertrags in Verchcmdllmgen erwgetreten, welche zu. dem Ergebnis führten, daß das Königreich Preußen diesen Gelände streifen an das Gro ßherzo gtn m (G^ merkung Altw-iedermus) a b t r i t t und zum Austausche dagegen von dem Gwßherzogtum (Gemarkung Altwieder- mus) eine gleich große Fläche erhält. Diese Fläche grenzt an die preußffche Gemarkung Hüttengesäß-Neuwieder>- muS. 'Müßendem wird die hessische Gemeinde Alb- wiedermns an die preußischen Gemeinden Hütten- gesäß-Nntwiedermus zur Entschädigrmg für den 'Ausfall an Grrmdsteuer eine einmalige Mbfintmntz von 98.75 Mck. zahlen. Dieselbe hat darin ihren Gründ, daß die an Hessen fallenden Gebietsteile nach der gemeinschaftlichen Bonitier­ung den an Preußen tretenden Olrurrdstücken gegenüber einen Mehrwert von 3774 M repräsentieren.

Der Hessische Nichterverein hat bei seiner dies­jährigen Tcrgrmg einmütig luffchlossett: 1. Der Hessische Richtervercin erachltet die BcstimMung des 8 16 Z. 3 (Art. 1 a Ziff. 1) des den Ständen dos Grosiherzogtmns zur ver­fassungsmäßigen Beratung mrd Beschlußfassung vor gelegten Gesetzentwurfs, die Dienstverlstiltnissc der Staatsbeamten betr., wonach auch ein Richter jederzeit in den R n h e st and versetzt werde n Fa n u, w e u n e r d a s

Aer Besuch der Awctten Kammer in Rad-Wauyeim.

(Origmalbericht desGieh. Anz")

)( Bad-Nauheint, 29. Sept.

Obwohl der HimMel schon sott einigen Tagen eine recht betrübte Miene macht und die Lust zu weiteren Ausflügen nicht gerade sonderlich! entfacht, fanfr die vom Herrn F^- nanMinister ausgcgangenc Anregung zu einer gemeinsamen Besichtigung Bad-Nauheims durch die Mitglieder unserer zweiten .Kammer so allgemeinen Beifall, daß die in diesem Jarre gerade nicht erforderliche verfassungsmäßige Zwei­drittelmehrheit prompt erreicht wurde. Die Teilnehmer­liste wies gestern 35 Abgeordnete auf, darunter solche aus den entferntesten Gegenden Hessens, und dazu kamen noch zahlreiche Vertreter der Regierung und der Lokalbehörden Nauheims, sodaß sich die Gesamtzahl der am Mittag im Kurhaus bei der Tafel zu vereinigenden Festteilnehmer wohl auf etwa 60 Personen belaufen wird. .Von Darm­stadt aus erschienen mit Sr. Exz. dem Herrn Flnauzmim'ster Dr. Gnauth an der Spitze als Regierungsvertreter noch Ministerialrat Milbrand für die Forst- und Kamerad abteilung, Ministerialrat Dr. Friss. v. Biegeleben als Vorsitzender der Tauabteilung, Geh. Oberbergrat Braun, Geh. Oberbaurat Hofmann, Oberbaurat Schin i ck als Haup!referent im Ministerium für Bad-Naubeiw, dann von der Gesundheitsabteilung des Ministeriums des Fnueru die Herren Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhardt und Geh.

Warlamentarifches aus Kesten.

Eine neue Regierungsvorlage, die soeben der zweiten Kammer vorgelegt worden ist, betrifft einen Staatsver- trag zwischen Heissen und Preußen über die Aender ung und Feststellung der zwischen den Ge­markungen Altwiedermus und Hüttengesäß^- Neuwiedermusim Kreise Mi dingen verlaufenden Lan­desgrenze. Zwischen den hessischen Gemarkungen Rmrne- burg-Hof und Mtwiedermus dehnt sich eine schmale Wiesen-' flache der preußischen Gemarkung Hüttengesäß-Neuwieoer^ mus aus, welche sich zum größten Teile int Besitze von An­gehörigen der Gemeinde -Mtwiedermus (Kreis Büdingen) befindet. Nachdem sich bei der im Jahre 1895 im Gange ge- wesenen Zusammenlegung in der Gemarkung Hütteugiesäß- NeutoiederMLts heraus gestellt hatte, daß eine Emb eKiehung dieser schmalen Fläche in die Zusa-nmrenlegung umvirb- chastlich erscheine, und es bei einer deuwächstigen Feld-

Vstttrsche Tagesschau.

Neue Schahscheine.

R. Berkin, 28. Sept.

L umfangreiche Finanz-Attraktion wird sich demnächst

dollzrehen: bte Begebung von rund 150 Millionen Mark ckr/2 proz. Schatzanweisungen durch das Reich und durch drevhen.^ Der Geldbedar f ist hier wie dort so dringlich, vast selbst die Rücksicht auf den in das kommerzielle Leben KWiünbvrJ euch bei der Reickisbank tief einschneidenden Onartals- tüecljel beiseite gestellt werden muß. Tie Reichssincmzverwaltung zum ersten Mal zu dem Mittel der Ausgabe feil* verzmÄtcher ^chatzscherne. Vor einigen Jahren wurden 80 Mil- S0115?). ^lcher BonW, allerdings zu 4 Prozent verzinslich, nach bereinigten Staaten begeben. Mit der Enrtttierung kurz- wlierger ^chatzcrmveisungen die Laufzeit für die neue Auslage wU f ^wre betragen ist ein gleitendes Element in dre ^E^w^oinanzwrrtschaft gekommen, das den eigenllichen An- le^yemaE entlastet und zur Stabilisierung der Kurse dort bei* to&St* SSjtrbe zur Teilung des staatllchen Geldbedarfs immer eme feste Anleihe nach der anderen an den Markt gebracht, dann würden die Rentenkurse eine noch unerfteulick>ere Entwicklung ^bmen, als ohnehin der Fall ist. Beim Publikum sind die cmv-«Staats anleihen bekanntllch dadurch einigermaßen m Mißkredit geraten, well der Besitz dieser Papiere infolge der stände sinkenden Kurse einen Kapttalverlnst herbeifühtte, wie JJ®1 vur bei ausländischen Anleihen oder Industrieaktien für moglvch hielt, Tast beispielsweise dreiproz-entige Staats- wm-), oie al pari gekauft wurden, in absehbarer Zeit diesen Kursstlmd wieder erreichen, muß als ansgeschloffen gelten. An* dererse'ts kann der Regieruna, namentlich der preußischen, nicht nachgasagt werden, daß sie rin besonderes Geschick in der Wahl des ^emmus für die Begebung der Anleihen bekundete. Auch die dre Emission bewirkenden Großbanken haben in die Kurs- entwicklmrg <rm Markte der deutschen Fonds nicht in wünschens- werter Weise stützend eingegriffen. Tie Londoner und Pariser vrnanz^auser lassen sich die Kontrolle des Marktes der ein- pe-kmischeu Staatsanleihen mehr angelegen sein. AN' das fiihrt zur vorläusigen Abkehr vom Wege der festen Anleihe und zur erneuten Begebung von Schatzscheinen, die nicht in die breite Masse DubsikumS gelangen. Bei dieser Transaktion bleiben das Reicmschatzamt beziehungsweise die Staatsfmanzverwaltrmg imb M Bcmkcnkonforttumunter sich", und es bat sich auch in den Parlamenten gegen ein derartiges Tarlehnsgeschäft kein Bedenken ererben, well es außerhalb des Rahmens der besonders vom Reichstag scharf getadttten organisierten Pumpkoirtschast siegt. T°e leitenden Fincmzbeamten freiTid) Traben Sorge zu tragen, vm.Ende der Laufzeit der Schatzscheine Geld vorhanden ist zur WiederhevgnnahTNL der Bonds. Tie Reichssinanzverwallung komplrsiert sich immer mehr und kommt in immer engere Be­ziehungen zur Hochsin-anz, zrrm Großbankentum. Das Reich rann inianziell nie in Verlegenheit geraten, demr es erhält bei Bedarf vom Bankenkonsortium an jedem Tage jede beliebige Sumrne, wie denn auch die 150 MiMonen neuer Shatzanweffungen sofort gezcickmet wurden. Abträglich sind solche Transaktionen am grünen Tisch allerdings für die Börse, die als Vermittlungs­und Vertriebsstelle ausgeschattet wird.

c Grneralverf«mutlima der intcr* nng für gesetzlichen A r b e i - lmisslon'll'rrichte entgegen. DaS 91c*

Deutschen Gerichts verfassungAgesetzes uuv erblickt in ihr einen schweren und gesetzlich unznläffigen An­griff in die gewährleistete UnabhängigMt und Unabsetzbar feit des Richters. Der .Verein erwartet sowohl von der Regierung als auch von den Ständen des GroßherzogtmnL daß von dieser Besttntnrmrg die Richter ausgenommen toet> den. IL Diesen Beschluß mit Begründung alsbald zur Kennt- nis des Großh. Minifferiums der Jufttz und der Stande des Großherzogtttms zu bringen." 3nr Begründung bet vorstehenden Resolutionen ist ein ausführlicher S^iftsatz dem hessischen Landtag vorgelegt worden.

In neuerer Zett sucht, so äußern sich Vertreter vmti 16 oberhessischen ©emeinben, eine Gruppe von KapitallfherL und Interessenten aus Alsf <Xb überall den Anschein xu er­wecken, als ob aus dem sogenannten Dogelsverge irgenid ein bedeutender Berckehr oder Handel nach dieser Stadt be­stände, der die Erbauung einer lokalen Nebenbahn von Als­feld über Ulrichstein nach Schotten nötig mache.. Die wegeu dieser Bahn frage versanrmelt gewesenen Vertreter erklären in Uebereinsttmmung mit dem Eisenbahnlonritee Ulrichstein, ein derartiges Bedürstris auf Grund sorgfältigster Prüf­ungen vorerst verneinen zu müssen, sind dagegen der festen Ueberzeugung, daß dem Bogelsberg uudseineU Bewohnern, deren ganzer Handel und Verkehr mit vier Fünftel seiner Menge einzig in der Richtung nach Gießen und Frankfurt geht, nur durch eine zu erbauende Nebenbahn ^Mücke-Ulrichstein-» Rixfeld^" geholfen werden fann.

Oberwedizmalrat Dr. Hauser und auf besondere Ein­ladung auch der Bureaudirektor des Abgeordnetenhauses Schenk In Nauheim kamen noch hintzu: Kurdirektor von Grolman, Bauinspektor Kaibel, Bergrat Hentschel und Fortstassessor Dr. Weber.

Das erste Rendezvous war der Bahnhof von Bad- Nauheim, wo die Herren aus der Richtung Gießen um 1t Uhr 2 Mn., h'ie Herren von der Linie Darmstadt-Frank- firrt um 11.13 Uhr ein trafen, von dien Nauheimer Teil­nehmern aufs srermdlichste begrüßt. Bon dort girrg-s zu­nächst rrach einem Blick auf das hübsche Stadtbild nach dem neuen Inhalatorium, dessen architektonisch sehr interessante Anlage urrd tnit allen Mitteln sanitär-moderner Technik ausgestattete innere Einrichtung ungeteilten Bei­fall fand; es ist in der Tat eine der vollkommensten An­stalten ihrer Art. Hier wurde auch zur Stärkung des leib­lichen Wohls ein kleiner Ambiß eingenommen. Dcurn führte der Weg an dem Neubau der int gotischen Stil gehaltenen katholischen Kirche vorbei nach dem Salinengebäude, vorbei au dem schmucken Nertbau der ReichjsPost, ein prächtiges Werk in deutscher Renaissance, und zum Karlsbrunnen. Er hat seit feiner vor zwei Jahren erfolgten neuen Fassung ganz außerordentlich auch an, sagen wir, europäischem Re- nonrmö gewonnen, und wird von den Aerzten allgemein mit großer Vorliebe als stärkende Heilquelle verordnet, denn die Wirkung hat sich als ganz ähnlich uttd gleichwertig dem Kissinger Rakoczybrunnen erwiesen. Ern längerer Aufenthalt wurde an der eifern en Wanoelhalle beim Kur­brunnen genommen, wo die Pläne für den Neubau der Saline auf dem Goldstein gegenüber dem Bahnhof, die Pläne der neuen Zentral-Maschrnen-fiürla ge, der n e u e n DamPfwLfcherfti, der Bebauungsplan für die Äns- nntzung des jetzigen Salinengeländes und die Pläne für die neuen Kolonnaden am Kurbrunnen ausgelegt waren und von den Regierungsvertretern des Näheren er­läutert wurden.

Wetter führte der Weg an der neuen protestantffchen Kirche ^vorüber nach den Badeanlagen, zur Besichttgung der Badehauser II, HI und IV. 'Allgemeines Interesse fand der sogen. Sprudelkanall, in welchem der obere Teil der Fassungen für die einzelnen Sprudel und die Lettung des Sprudelwassers nach den Sammelbehältern an der Ludwig- st^aße liegen. Von den Badeanlagen gings zur Besichtiguirg nach dem Kurhaus, in dessen großem, neu hergerich- tetem Festsaal fya«? gemeinsame Mittagessen stattfindet.

Nach dem Essen, bei dem es nattirlich nicht an Toasten und Ansprachen fehlen wird, sollen auch die andern neu hergerichteten Säle (im Kur Hause besichtigt und die dort ausgehäugten Pläne für die neuen Bade anlag en und die Terrassenenveiterung erläutert werden. Für den Nach?- mittag ist ein Spaziergang nach dem Deichhaus und allge­meines Kaffeeschlürfen tu Aussicht genommen, dann folgt, notabene wenn das Wetter, was kaum zu hoffen ist, es erlaubt, ein Gang durch die neuen, ganz besonders schonen Anlagen int Donners graben vielleicht auch, noch ein kleiner Marsch über d«en Donnersberg selbst Die Mckfahrt der vom Süden g-eEontmencn Teilnehmer dürfte alsdann ntit dem Zug ab 6.24 nach Frankfurt und für die sich der Gießener Mchtung Zuwendenden um 6.40 Nhr abends erfolgen.

Haag, 28. Sept. In brr zrvciten Krmmer Unterzogen die Sozialisten V^tnderzwaag mtd v<nt Kvl bic miliiärifcbc Expcdi - tivn in den LaEinsttn Gaia intb Ala.Z, bei nxWr 1007 Frauen und Kinder getötet wurden, aitcr den Bespreämng. Tvr Ptiuisterpräsidettt bc Kiivvcr ernnherte, *- - - -ro bcmttzt.

nationalen V terschutz nahm

beabsichtige Anfang 1905 wieder eine MittelmeerrerkS zu unterirehmen.

Die Mitteilung, wonaw die Vernrählnng deS Kro»- r 1 uzcder Prinzessin Cäcilie von Mecklenburg-Schiwerju^ : Februar, denr HoclMttstage des deutschen Kafferpaares^ stattsinden soll, wird derNat-Ztg." von unterrichteter SeitT cH. unzutreffenid bezeiget. Der Tag der EbeschsieHuny ist noch nnüt bestcmnrt. Jedenfalls kommt aber ein späteres Datum als! der 27. Februar in Betracht.

Wie in Kolonialkreisen verlautet, soll die AbsikK be- iuhcn, die deutsche diplomatische Vertretung ix Tanger zu verändern. In erster Linie kommt für dew Posten als autzerordeittsicher GLfcrndter und bevollmächtigter Mi-i mster der bisherige Gouverneur von Kamerun von Puttkamer tn Betracht-

..c2V>e^n£?' 28-'S* Ter 29. Landtag wurde gestern eroMet. Tie Thronrede verweist besonders aus die Regelung der Erbfolgefrage. Sre sagt, der Protest des Her- $A ^?r^enbu?9 hinfällig und die ev_ des Glücksburgers durchaus den Gesetzen des Landes entsprecheiü». Ein liberaler Abgeordneter reichte einen auf Einführung des direkten Wahlrechts anstelle der Wahlmännerwähl sibr den Landtag ein.

?,re5^,StI" 28- Sept. Im Befinden des König- t>»tt wachsen ist gestern nacknnittag eine weitere Derfchliur- merung eingetteten. Der Kräfteversall hat zuge-

nommen. Tie Famllienmitgtteder fritb in Pillnitz verscnnmelt.

Homburg v. b H., 28. Sept. Ministerpräsgdent GiolittL vEßt heute Homburg und begibt sich nach Schloß Racconigi. Gestern abend fand bei dem Reichskanzler fflr Giositti ein. Druer in kleinerem Kreise statt. Am gestrigen Nachmittag unter­nahm Giotttti mit dem ReickEruzler, der Gräfin Büttso und dem hier rocilenden Senator Blaserna einen Auslug nach dem -Maunus. Heute vormittag fand wiederum eine längere Konferenz zwischen beiden Ministern statt. Tie Ausstreunngen, wonach cs sich bei dem Desitche des italienischen ?Niüisterpräsideutew mich nm die Vermittelung im russisch-japanischen.- Kriege handeln soll, sind, derNat.-Ztg." zufolge abqe- _ TavBett. Tgbl." meint über Äf-E.vsswn Giottttis: Man habe Grund, anzunehmen, daß Gwsitll sich imt dem Reichskanzler ins Einvernehmen zu setze» wünsaite, um zu erfahren, ob aus Erwägungen rein vositischw Natur der deutsche Finanzmarkt snh bereit finden lasimv Fell des für die Verstaatlichung der ita* h enrschen Eisenbahnen, die ungefähr eine Milliarde^ Francs m Anspruch nehmen dürfte, notwendigen An lebens zu übernehmen. ______

Kirche und Schute«

- «Wtz daß die Meldung deS M-

uckhen BlattesLett", in der Provinz Posen solle das latei­nische Alphabet in den Volksschulen nicht mehr gelehrt werden, völlig ersunden sei.

x- *en, 28. Sept. Nachdem Saarbrücken ein pari-

taMcs Lehverlmren-^cininar erhalten bat, genehmigte daS Mi- ncstcrium die Errichtung eines katholischen Lehrerinneu- eminars in St. Johann mit dem 9lnschlutz an das Nr- ulcmernmen-Klofter. Direktor des Seminars wird ein Kaplan'

(F-rkf. 8te.)