Nr. 50
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Dem Gießener ^lnzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Eichener Zamilien- blätter oiemxal in der
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Erstes Blutt.
154. Jahrgang
Montag 29. Februar 1904
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
vezugäpret»: monatlich 75 Pt., oiertet- iähriid) Mk. S.20-, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.^-viertel- jährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen jur die TageSn»,mrner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal!2Pf^ ausivärtS 20 Pjg.
Verantwortlich tür den poltL und allgem. Teil: P. Witt ko- Mr »Stadt und Land* und „Genchlssaatt: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck.
Der tfuicg zwischen Japan unb Außlaud.
Die Kriegslage.
Ten letzten NachrickNen vom Kriegsschauplatz zufolge fft die Sie llung b er russischenTrupven folgende: Tie Infanterie besetzte den Weg von Soeul nach Peking Zwischen Lansang an der mandschurischen Eisenbahn und bem Ialufluß. Tie Front und die Flanke der Truppen- anssiellung ist stark befestigt. Tie rechte Flanke befindet sich in Katunghou in der Nähe der koreanischen Bey, die linke unweit Widschu. Tie Kavallerie hat den Ialufluß zwischen Nndschu und Iongampo überschritten und den Teil des Weges besetzt, welcher nach Soetschuon führt. Tie Kosaken besetzten alle Wege und befinden sich bereits 10 Meilen östlich von Poengyang.
Tie „Muss. Tal.-Ag." meldet aus Port Arthur vom 28. d. M.: Man versichert mit Bestimmtheit, daß bei dem in der Nacht vom 25. Februar vom „Netwisan" zu- rückgeschlagenen Angriffe der japanischen Torpedoboote nach der ersten von der Batterie eines Forts abgegebenen Salve auf einem der japanischen Schiffe eine Explosion stattfand. Seit den beiden letzten Tagen sind keine Veränderungen eingetreten. Deute wütete ein Unwetter mit Sturm aus Norden. Ter Seegang ist sehr hoch und nmcht jeden Versuch einer Landung unmöglich.
Tie japanische Gesandtschaft in London veröffentlicht ^ine amtliche Tcpesche aus Tokio, nach der feindliche Reiter vor Pingjang erschienen und von der japanischen Infanterie zurückgeschlagen wurden.
Japanische Ingenieure sind nach Tfchemulpv ab» gegangen, um den dort gesunkenen russischen Kreuzer „23 a r i a g" wieder flott zu machen, derselbe soll alsdann der japanischen Flotte einverleibt werden.
Sämtliche interessierten Mächte sollen darin überein- gekominen sein, den Kreuzer „Mandschur" zu entwaffnen, die Mannschaft nach Peking zu bringen und dort so lange zu behalten, bis der Krieg beendet ist. Vier Eiscnbahnzüge verließen seit Tienstag Paotingfu, um Truppen nach der nordöstlichen Grenze zu bringen. Tas letzte Kontingent wird heute abgehen. Tie Gesamtzahl der von dort abgegangenen Truppen beläuft sich auf 10 000 Mann. Alle regulären Truppen in Paotingfu werden durch solche ersetzt, die aus Tetschau (Provinz Schändung) kommen.
Aus glaubwürdiger Quelle wird ge meldet, daß r u s - fische Kriegsschiffe im Golf von Suez zwei englische und ein norwegisches Schiff mit Kohlenladungen beschlagnahmten.
Tem „Newyork Herald" wird gemeldet, daß die russischen Detachements in Nordkorea 6000 Mann mit 54 Kanonen stark sind.
In deutschen Regierungskreisen ist man darüber erstaunt, daß England gegen den japanisch-koreanischen Vertrag und die Besetzun g Koreas durch Japan nicht protestiert hat. Cs wird erklärt, daß England hierdurch das Recht verloren habe, Protest einzulegen, falls Rußland nach Unterwerfung Japans Korea besetzen würde.
In diplomatischen Kreisen wird dem Bündnis zwischen Korea und Japan große Bedeutuna beigemessen und vor allem besorgt, daß im Hinblick auf das stetige Anwachsen der russenfeindlichen Stimmung in China nunmehr auch China sich Japan anschließen werde. An Wiener informierter Stelle wird erklärt, daß, falls Rußland nicht bald einen entscheidenden Erfolg erringe, das chinesisck-e Volk von einer aktiven Teilnahme geaen Rußland nicht abzuhalten sein werde. Tie Mächte werden zu der Haltung Koreas jedenfalls Stellung nehmen, da diese das Signal zu bedeutenden Komplikationen in Ostasien geben könnte.
Russische KriegSbestimmungen.
Eine Ausgabe der russischen Gesetzsammlung veröffentlicht die am 27. Febr. vom Kaiser bestätigten Bestimmungen, welche Rußland während des Krieges mit Japan zur Richtschnur nimmt. Wir erwähnen daraus folgendes: Den javanischen Untertanen wird gestattet, unter dem Schutz Der Gesetze während des Kriegszustandes in Rußland zu verbleiben und friedlichen Beschäftigungen nachzugehen; ausgenommen sind die zum Bestände der Statthalterschaft im fernen Osten gehörenden Gebiete. Hinsichitlich des n e u - traten Handels sind folgende Bestimmungen zu beobachten: a) Die neutrale Flagge deckt die feindliche Ladung
mit Ausschluß von Kriegskontredande. b) Neutrale Waren unter feindlick)er Flagge mit Ausschluß von Kriegskontre- bande unterliegen keiner Beschlagnahme, c) Damit die Blockade obligatorisch sei, muß sie faktisch sein, das heißt, sie muß durch genügende Streitkräfte den Zugang zum feindlichen User faktisch abschneiden. Kriegskontre- bande bilden: a) Handwaffen jeder Art und Geschütze, sowohl montiert, wie in ihren einzelnen Teilen, ebenso Panzer, b) Zubehör zu Feuerwaffen, Munition, wie Geschosse, Zünder, Kugeln, Kapseln, Patronen, Potronenhülsen, Pulver, Salpeter, Schwefel, c) Gegenstände oder Zubehör für Explosionszwecke, wie Minen, Dynamit, Pyroxilin, verschiedene Sprengsubstanzen-Leitungen, alle zur Minensprengung nötigen Vorrichtungen, d) Zubehör der Artillerie-, Genie- und Truppentrains, wie Lafetten, Protzen, Patronen- Ladungskasten, Feld-Patronen-Ladungskasten, Feldschmieden, Feldküchen, Jnstrumentenwagen, Pontons, Vrückcn- böcke, Stacheldraht, Pferdegeschirre für Trains usw. e), Gegenstände der Truppenausrüstung und Bekleidung, wie Patronentaschen, Tornister, Säbelkoppeln, Kürasse, Schanzzeug, Trommeln, F-eldkessel, Sättel, Pferdegeschirr, Uniformen, Zelte usw.). f) Nach b”n feindlichen Düsen gehende Seeschiffe, selbst unter neutraler Handelsflagge, wenn sie nach der Konstruktion ihres Rumpfes, nach der inneren Einrichtung und anderen Kennzeichen augenscheinlich für kriegerische Zwecke erbaut sind und zum Verkauf oder zur Uebergabe an den Feind nach einem feindlichen Haken gehen, g) Jede Art Schiffsmaschinen, Kessel, montiert und in Teilen, h) Jede Art Brennmaterial, wie Steinkohlen, Naphta, Spiritus usw. i) Gegenstände und Materialien für Telephonleitungen, Telegraphen, Eisenbahnen, k) Ueberhaupt für den Land- und Seekrieg bestimmte Gegenstände, ebenso Reis, Lebensmit'kel, ferner Pferde, Lasttiere und andere Tiere, welche Kriegszwecken dienen können, wenn sie auf Kosten oder an die Ordre des Feindes befördert werden.
Nußland und Deutschland.
Im Offiziers-Kasino zu Charkow brachte der Korps-Kommandeur des Stabes General Zurikow während des Abschiedsmahles der Offiziere des Bataillons des 10. Schützen-Regiments, welches nach dem Osten abgeht, einen Toast auf zwei anwesende deutsche Offiziere aus, die er als Vertreter einer Rußland be- freunderen Nation feierte, mit der Rußland in jahrhundertelangem Frieden gelebt habe. Ein deutscher Offizier antwortete in russischer Sprache mit einem Toast auf die russische Armee, worauf die deutsche Nationalhymne gespielt wurde.
Vorbereitungen.
Die russische Negierung Beauftragte die Wien-Warschauer Eisenbahn, unverzüglich sieben komplette Personenzüge samt Bedienungspersonal auf die Sibirische Eisenbahn zu dirigieren. Gleiche Befehle gingen an die übrigen russischen Bahnen. Im Bereiche der Festungswerke von Warschau und Zabrze wurden alle Bauernhäuser nieder- aerissen, eine Maßnahme, die nur getroffen wird, wenn bie Festungswerke in Kriegszustand versetzt werden.
Deutsches Deich.
Berlin, 28. Febr. Ter Kaiser unternahm gestern einen Spaziergang, hatte eine Unterreduna mit dem Reichskanzler, besichtigte in der Bildergalerie Des kgl. Schlosses Fahnen und hörte die Vorträge des Staatssekretärs des Reichs-Marine-Amts und des Chefs des Marine-Kabinetts. —- Morgen abend um 10 Uhr setzt der Kaiser die Reise von Kiel nach Oldenburg, Wilhelmshaven, Helgoland, Bremerhaven und Nordenham fort und trifft am 5. März morgens wieder in Berlin ein.
— Ter Chef des Großen Generalstabes, Graf von Schlieffen, feiert heute seinen 70. Geburtstag.
— Eine Spaltung der freisinnigen Vereinigung oder, richtiger gesagt, dieser uno der nationalsozialen Elemente, die sich ihr angeschlossen haben, ist in Hamburg erfolgt. Tort sind nach der „ftreif. Htg." aus dem „Liberalen Verein", einem von der Freisinnigen Vereinigung gegründeten Verein, vier Vorstandsmitglieder ausgeschieden. In der Generalversammlung des Vereins wurde ein Schreiben dieser Vorstandsmitglieder verlesen. Sie erklärten darin: Es habe „sich herausgestellt, daß die Herren Naumann, v. Ger lach
und Genossen auch nach ihrem offiziellen Anschluß an die Freisinnige Vereinigung eine sozialistische Politik mit Nachdruck verfolgen, welche unserer Ueberzeug- ung nach geeignet ist, die Freisinnige Vereinigung zu kompromittieren und von den übrigen liberalen Parteien zum Schaden des Gesamtliberalismus zu trennen." Sie mußten befürchten, daß unter der Firma des Liberalen Vereins eine nationalsoziale Politik betrieben wird, „geeignet, das bisherige freundschaftliche Verhältnis zu den übrigen bürgerlichen Parteien hierselbst zu stören." Von den vier ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern gehörten drei zu den Gründern des Vereins.
— Tie rechtzeitige Fertigstellung des Etats bis zum 1. April im Plenum des Reichstages wird in parlamentarischen Kreisen als aussichtslos bezeichnet. Bis zum Beginn der Osterferien sind noch etwa 20 Plenarsitzungen anzunehmen und es ist die Turchberat- ung des Etats von vornherein ausgeschlossen, wenn noch die erste Lesung der Novelle zum Börsengesetz eingeschoben werden soll.
— Wie verlautet, beabsichtigt die Regierung, Deutsch- lands Außenhandel mit Schlachtvieh, Fleisch und Fetten in den letzten zehn Jahren übersichtlich dar- zustellen, und hiermit eine Darstellung der Schlachtungen in den 34 deutschen Großstädten, sowie der Schlachtvieh- und Kleinhandelspreise zu verbinden.
Karlsruhe, 28. Febr. Wie die Blätter melden, ist das Befinden des Großherzogs in letzter Zeit unbefriedigend. Tie Aerzte sind nicht ohne Besorgnis. Ter Großhenog steht im 78. Lebensjahr.
parlamentarisches.
Berlin, 27. Febr. In der heutigen Sitzung der Budgetkommission des preuß. Abgeordnetenhauses hat sich der Minister der öffentlick)en Arbeiten auf eine an ihn gerichtete Anfrage über das Ergebnis der Konferenz über die in der ersten Sitzung bereits behandelte Angelegenheit der Umleitung des Güterverkehrs dahin geäußert: Für die Verkehrsleitung soll in Zukunft die wirtschaftlich vorteilhafteste Route gewählt werden. Für die Auswahl ist aber die äußerste Grenze des Umwegs gegen den kürzesten Weg 20 Prozent festgesetzt worden.
Kirche und schule.
— Studentenkrawalle in Jena. Der „Reichs-» Bote" bringt unter Berufung auf Thüringer Blätter Mitteilungen über bedenkliche Reibereien in Jena zwischen der farbentragenden katholischen Verbindung „Sygambria" und anderen farbentragenden Verbindungen, die zuletzt dahin ausgeartet seien, daß Vertreter der letzteren in das Verkehrslokal der „Sygambria" eindrangen und unter „unerhörten Herausforderungen" und Skandal Hausfriedensbruch und Sachbeschädigungen begingen. Man frage, so heißt es tveiter, was eine in provozierenden Farben auftretende katholische Verbindung in dem alten urprotestantischen Jena zu fud>en habe, dessen Universität, wie es in der Stiftungsurkunde heiße, eine „Burg des echten Luthertums" fein solle. Was würde aber geschehen, wenn eine spezifisch protestantische Korporation sich an einer rein katholischen Hochschule auftun wollte? In der gesamten Jenaer Studentenschaft herrsche Erbitterung gegen die „Sygambria". Der „Reichsbote" bemerkt dazu: Die Sache hat Aveifellos einen ernsten Hintergrund. Deshalb sollten aber auch die akademischen Behörden nach genauer Untersuchung des Falles mit einer „authentischen Darstellung" desselben nicht hintanhalten, damit es klar gestellt wird, wodurch die Studenten zu solchem unbesonnenen Vorgehen veranlaßt wurden, denn Die katholischen Studenten sind jedenfalls gesetzlich berechtigt, sich zu Korporationen zusammenzutun, wie alle anderen. Der lutherische Charakter der Universität Jena ist sonst so stark durclch rochen, daß er hier mit Erfolg nicht geltend gemacht werden kann.____________________
Ausland.
London, 28. Febr. TaS Deeresbud get für 1904/05 wird auf 28 900 000 Psd. Sterl. beziffert (die Verminderung beträgt 5 600 000 Psd. Sterl.), der gesamte Effek- tivbestand auf 227 000 Mann (Verminderung 8761 Mann.) Tie ständige Besatzung in Südafrika soll 21500 Mann betragen. Tie vollständige Neubewaffnung der Artillerie soll Ende März 1907 beendet fein. Indien soll
Kammermusik.
Gießen, 29. Febr.
Ter gestrige dritte Kammermusikabend der Herren Trautmann, Nebner, Hegar war ein würdiger Schluß dieser Konzerte. Das Trio opus 100 in ES-dur von Franz Schubert eröffnete die Reihe der Vorträge, und die ausführenden Künstler zeigten wie immer, so auch gestern ihre große Meisterschaft im Ensemblespiel. Die Auffassung in der Wiedergabe der Sätze Allegro-Andante con moto — Scherzo, Allegro moderato — Allegro moderato ließ an Feinheit nichts zu wünschen übrig, und die musikalischen Schönheiten ber einzelnen Sätze wurden in befannnter Güte zu Gehör gebracht. Daß bei dieser vorzüglichen Leistung das leider nicht allzu zahlreich erschienene Publikum lebhaft applaudiert, ist nicht zu bertuunoern. Eine weitere Musterleistung boten die Herren Trautmann und Hegar mit der Sonate opus 102 für Klavier und Violoncell von L. van Beethoven, der im ganzen 5 derartige Sonaten geschrieben hat. Bei der gestern zum Vortrag gelangten Sonate hatten wir den Eindruck, als ob sie mit den beiden Sätzen Andante, Allegro vivace — Adagio, Tempo b’anbante, Allegro vivace sich eine technisch sehr schwierige Aufgabe zu lösen unternommen
hätte». Das ist nun im höchsten Maße gelungen und beide Herren wurden am Schluß durch großen Beifall ausgezeichnet. Das Trio Nr. 1 von Haydn fand in den drei Sätzen Andante — Povo adagio cantabile — Finale (Rand all' Ongarese) Presto gleichfalls eine vorzügliche Interpretation durch die geehrten Künstler. Sie können mit Stolz auf die Erfolge in der letzten Saison zurückblicken.
Eine angenehme Abwechslung zwischen den Kammermusikwerken bildeten die Gesangsvorttäge der Mezzosopranistin Frau Th6o Drill-Orridge, die mit dem Vortrag von fünf Liedern das Publikum zu stetig sich steigerndem Applaus veranlaßte. Die Dame ist eine vorzügliche Sängerin, d,ie ihr schönes, klangvolles Organ in allen Nüancen des Vortrags vorteilhaft verwertet. Dabei wird sie unterstützt von einer sehr deutlichen Textaussprache, die das Verständnis ihrer Gesänge wesentlich erleichtert. Das Einzige, was wir an der geschützten Sängerin aussetzen, ist ihre Neigung zum Tremolieren, die aber das Publikum nicht hinderte, ihr nach dem letzten Lied eine Zugabe von Cornelius abzujubeln. Die 5 Lieder, mit denen Frau Theo Drill-Orridge das Publikum entzückte, waren „Alte Liebe" op. 72 Nr. 1 und „Sehnsucht" op. 112 Nr. 1 von Brahms, „Friedlich bekämpsen Nacht sich und Tag" von Cornelius,
„Schmerzen" von Richard Wagner undder Campagna" von Richard Strauß. Pr.
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— Eine „Schlaftänzerin" erregte kürzlich in München in einem Kreis von Gelehrten, Schriftstellern und Künstlern großes Aufsehen. Madeleine G, eine junge Russin, bringt in der Hypnose den Gefühlsinhalt eines Musikstückes pantomimisch zum Ausdruck. Der Pariser Magnetopath Maanin entdeckte diese rätselhafte Eigenschaft bei der jungen Dame, die vorläufig nur in geschloßenen! Zirkeln auftritt
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— Auf der Saalburg erhält Theodor Momm» fen, der sich um die Limesforschung in so hervorragender Weise verdient gemacht hat, auf Veranlassung des Kaisers jetzt ein Denkmal, das dem großen Forscher schon zu seinen Lebzeiten zugedacht war. Bildhauer Götz hat die llassi- schen Züge des Gelehrten in erhabenem Relief aus einer Steinplatte herausgcarbeitet, deren Sockel eine lateinische Widmung des Kaisers, die von Prof. Hirfchfeld abgefaßt wurde, enthält.


