Ausgabe 
28.10.1904 Zweites Blatt
 
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tionspartei erheblich weniger. < .

über die ablehnende Haltung der Zentrumspresse nicht aufzuregen. Er weiß, daß Dr. Spahn ihmkommen" muß. Kommt er nicht, so hat das zunächst wohl eine parla-

VolMsthe Tagesschau.

Die Lebensfähigkeit der städtischen und ländlichen Bevölkerung.

Die Sterblichkeit in den Großstädten ist bedeutend höher als die auf dem Lande, sie ist für die männliche Bevölkerung um 16 Prozent, für die weibliche um 6 Prozent höher, wie Dr. phil. Ballod in einem Buche gewissenhaft sestgestellt hat. Würden die Großstädte nicht aus dem Jungbrunnen der Landbevölkerung schöpfen, so würde die ursprüngliche Vevölke-

Einzelne fähig werde, die einfachcu Grundsätze einer natür­lichen, physikalisch-diätetischen Hoilweisc zur rechtzeitigen Be­kämpfung entstehender Krankheiten anzmoendeu. Ohne diese notwendige praktische Erziehungsarbeit zu persönlicher Hygiene muß alle Sozialhygiene in Stadt und Land Stückwerk bleiben.

Aus AM und Ltv'd.

Gießen, den 28. Oktober 1904.

berget wird bei Gelegenheit der nächsten Herbftverticter- versainmlung am Sonntag, den 6. November, vormittags 10 Uhr, in Darmstadt (Kaisersaal) abgehalten werden. Die Prüfung besteht in der Aufnahme und Uebetragung eines Diktats von 10 Minuten Dauer. Diktiert wird in zwei Ab­teilungen von 180 und 240 Silben in der Minute, der ! ersten Abteilung wird ein Zeugnis als Geschästsstenograph, | m der zweiten ein solches als praktischer Stenograph aus-

lüai, rissen sie die übrigen HercroS mit sich fort W Die 2. Feldkompaanie nach dem Süden aufgebrochen liKir, wurde hier und da, wie schon so oft, dies und jenes erzählt, aber nichts Sicheres. Kurz darauf um Neujahr sagten nur Deutsche von Waterberg, es ginge unter den Hereros etwas vor, aber lvaS es sei, könne niemand erfahr en, und als die Nachricht eintraf, Hereros hätten am Nosop Ochsen von Weißen weggetrieben, warnte ich Samuel und Assa nocb am 5. Januar in Okahaudja ernstlich, sie möchten ihre Leute am Nosop besser im Zaume halten. Mer niemand Hal auch nur geahnt, daß in lvenigen Tagen ein solch grailsanier Ausstand ausbrechen würde.

serieren wird.

» Stenographisch-Prüfung. Die zweite Prüfung

macht. Endlich wirkt die Großstadt nachteilig auf die Frucht­barkeit der Frauen ein. Die eheliche Fruchtbarkeit ist ans dem Lande um 21.8 Prozent höher als in der Stadt. Das hygienische Schuldkonto der Großstädte ist also enorm. Welches sind nun die Gründe für daö Dahinsiechen der Groß­stadtbevölkerung? Ballod meint: /Mangel an Lust und Licht, Arbeit in geschlossenen, oft stark beengten Räumlich­keiten. Daneben, aber weniger ins Gewicht fallend, größere Unsicherheit der Existenz trotz höheren Verdienstes, häufigere Aufregungen und Sorgen, der stürmischere Verlauf des Stadt­lebens, häufigerer Wechsel von Wohlleben und Entbehrung (bei eintretenden Wirtschaftskrisen)". Viel wichtiger i|t aber das ausschweifende Leben, verbunden mit Alkohol­en brauch der Jugend, infolge des Mangels hygienischer Aufklärung bei der Erziehung, ferner die durch dieses Leben frühzeitig eintretende Nervenschwäche und Anfälligkeit für die typischen Kultur-Krankheiten: Schwindsucht, Krebs, 91cn* rasthenie. Als Heilmittel empfiehlt der Verfasser eine durch­greifende WohnungSresorm und planntäßige Ver­mehrung der landwirtschaftlichen Bevölkerung durch die Förderung landwirtschaftlicher Tätig» feit. Dazu muß aber treten planmäßige Erziehung des Volkes für vernünftige, hygienische Lebeusführung und Krank- heitSverhütung. Die Pflicht zur persönlichen Gesundheit gilt eS aufzustellcn. Gleichzeitig ist dafür zu sorgen, daß jeder

Scheingefechte.

R. Berlin, 27. Okt.

rrrng der Großstädte un Deutschen Reiche seit 1816 stationär geblieben oder sogar eher um etwas zurückgegangen sein. Die, ------ö_r....

heutigen Großstädte würden, je nach der Schnelligkeit ihres für Geschäftsstenographen und Praktlker^deS System^ Gabels Wachstums, nur em Viertel oder gar nur ein Achtel dessen " ' '

fein, was sie heute sind. Eine weitere Eigentümlichkeit der Großstädte ist, daß sie spezifisch .männermordend" sind.!

Nicht nur, daß die Männersterblichkeit, wie die obigen Zahlen zeigten, größer ist, auch die Männererzeugung ist ringer. Der Knabenüberjchuß bei den Geburten ist m oer Stadt wesentlich niedriger als auf dem Lande. Aus beiden Momenten ergiebt sich ein Frauenüberschuß in----- - - . . -

bet Großstadt, der au? 1000 hundert und mehr aus->gestellt. Die Prüfung ist für Mitglieder desDeutschen

Dentber statt.

Berlin, 27. Okt. Tie K a n a l k o m m i s s i o n beriet heute die Vorlage betr. die Verbesserungen an der oberen und mittleren I Oder. Ter Berichterstatter befürwortete statt der Regulierung einer Probestrecke von 10 Kilometern, die Regulierung dreier I solcher Sttecken. Die schlesischen Mitglieder verlangten hierauf I die gesetzliche Fixierung der Schlesien zugesagten Verbesserungen und regten Kompensationen für Schlesien an, weil durch den großen Schiffahrtsweg Berlin-Stettin die schleiische Kohle von Berlin verdrängt werde. Minister v. d. Budde weist die Be­fürchtung zurück, daß Schlesien durch den Großschiffahrtsweg ge­schädigt werde, ohne die Schlesier überzeugen zu können. xer Fi­nanzminister tritt dem Minister v. Budde bei und erklärt, sollte eine Schädigung Schlesiens ein treten, so werde die Regierung Abhilfe schafien und empfiehlt "den Antrag des Berichterstatters | zur Annahme.

Im weiteren Verlauf der Verhandlung hob ein Komnniums- mitglieb hervor, Stettin werde durch den Kanal aus seiner Jw- lierung herausgebracht. Taß die englische Kokste ein preisregu­lierender Faktor sei, sei kein Schade. Ein schlesisches Mitglied erklärte-. Wenn die Kommission unb die Regierung statt gesetz­licher Festtegung von Kompensationen eine entsprechende Resolu­tion annehmen wollte, werde er damit persönlich zufrieden sein. Ein anderer Schlesier bestand demgegenüber auf einer gesetzlichen Fixierung. In feinem Schlußwort betonte der Be­richterstatter, seine Bedenken gegen die Vorlage seien nicht be­hoben, Schlesien erhalte mehr Entschädigung, als es einbüße, weshalb man weder den Antrag noch die Resolution annehmen tonne. Mit Rücksicht auf den Entwurf der Resolution wird die Abstimmung auf Morgen vertagt. Außerdem stehen auf der Tagesordnung die Oder- und Weichselregulierung.

Stenographenbundes Gabelsberger" tmcntgcltlicy, andere Bewerber haben in der ersten Abteilung 5 Mk., in der zweiten 10 Mk. zu zahlen. Anmeldungen sind an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Lehrer I. Thierolf in Offen­bach a. M., Friedrichstraße 5, zu richten.

** Prüfung der Kreisamtsgehilfen. Am Mon­tag, den 5. Dezember, nimmt die diesjährige Prüfung der KreisamtLgehilfen und KreisamtSburcanvorsteher im Sitzungs­saale der Zentralstelle für Gewerbe in Darmstadt ihren Anfang.

** Dienstbotenschlauheit. Ein bei dem letzten Dienflbotenwechsel in die Stadt gekommenes Dienstmädchen kam in eine Konditorei und verlangte für 50 Pfg. Backwerk. Auf die Frage des Konditors: ob das Backwerk zum Tee oder Kaffee bestimmt sein soll, meinte cs naiv:Nee, für se esse!"

g. Büdingen, 26. Okt. Heute fand die diesjährige KreiSleflirerkonserenz im hiesigen Rathaussaal unter dem Vorsitz des Kreisrats Boeckmann statt. Zum erstenmal waren in der Versammlung 4 Lehrerinnen anwesend. Die Bautätigkeit in unserem Städtchen ist zur Zeit sehr rege. In den letzten 2 Jahren sind hier über 20 Neubauten entstanden. Von öffentlichen Gebäuden befinden sich zur Zeit im Bau: der BezirkSkassenncubau und das Kassengebäude der Kredit­kasse. Neuerdings entwickelt sich die Bautätigkeit besonders am Abhange des PfaffemvaldeS; hier dürste mit der Zeit eine prächtige Villenkolonie entstehen.

RB. Darmstadt, 27. Okt. Unter dem Vorsitz deS

Tie Zentrumspresse macht mit ihrer scharfen Stellungnahme gegen jede Steigerung der M i -li t ä r l a st e n ans die Regierung keinen Eindruck. Letz­tere weist in denBerL. Pol. Nach,^" gelassen daraus hin, daß fie nicht mit der ZentrumSvresse, sondern mit der Zentrumsfraktion zu tun habe, und daß letztere noch stets, wenn eS zur Entscheidung drängte, eine Verständigung ermöglichte, Insofern besteht in der Tat bei keiner anderen | Partei ein so ausgeprägter Gegensatz, wenigstens dem An­schein nach, zwischen Presse und Fraktion als beim Zentrum. Ein loser Zusammenhang wird allenfalls bemerkbar in der Rede, die der Vertreter der ZentrnimSsraktion zur ersten Lesung irgend einer belangreichen Vorlage hält. Bei den LwmmissionSverhandlungen aber ändert sich das Bild. Wäh­rend die Zentrumsblätter draußen weiter protestieren, tun sich die Zentrumsdiplomaten mit den Rcgierungsvertretern zusammen, und der überraschten Oeffentlichkcit wird als­bald ein Kompromiß in Gestalt einerlex Spähn" oderlex Müller-Fulda" präsentiert. Bleibt die Sache aber trotz der Kompromißverhandlungen in einem kritischen Stadium, dann greift Dr. Spahn zu seinem nach- grade zu historischer Berühmtheit gelangten Zylinderhut und begibt sich zum Reichskanzler. Das Resultat ist schein- bar ein Erfolg des Zentrums. Tatsächlich aber ist es für diese Partei ein Gebot der politischen Selbsterhaltung, mit der Regierung auf gutem Fuß zu stehen. Denn das Zen­trum bedeutet als Regierungsi-artei sehr viel, als Opposi-

BürgermcisterS Dr. Glässing hielt gestern abend der Gesamt­ausschuß für die im nächsten Jahr hier stattfindende allge­meine Deutsche Gartenbauausstellung eine Sitzung ab, in welcher weitere Vorbereitungen für die unter dem Protektorat des Groß Herzogs stehende Ausstellung ge­troffen wurden. Diese soll sich über daö ganze Terrain des Großh. Orangerie-Gartens erstrecken, den der hohe Protektor für diesen Zweck in dankbarster Weise zur Verfügung stellte. Die Stadt wird große elektrische und Wafferleitungsanlagen schaffen; so soll, wie der Direktor deS städtischen Elektrizitäts- iverkes mitteilt, das zu benutzende Terrain mit 70 großen und GO kleineren Bogenlampen, sowie einer Anzahl Gasglühlampen erleuchtet werden. Im Ausstellungsgarten soll ein großer Terrassenbau errichtet, sowie Blumenbeetanlagen und Hallen für abgeschnittene Blumen und Obstverkauf, ferner Teich- und Bassin-Anlagen zur Ausführung gebracht werden, dazu im Orangcriehauö Wintergärten. Das kleinere Gerätehaus dürste zu Restaurationsräunien hergerichtet werden und daneben ist auch die Erbauung eines Cafäs geplant. Da zur Zeit der Ausstellung auch der Jahreskongreß deutscher Forstleute j hier stattfindet, wird ailch eine forstwirtschaftliche Ausstellung I arrangiert werden. Gleichzeitig wird auch der Verein deutscher Gartenkünstler hier tagen und wahrscheinlich auch die Dahlien- Gesellschast und der deutsche Pomologenverband sich an der Ausstellung beteiligen. Zur Sicherung des ganzen Unter­nehmens wird mit Beihilfe der Stadt ein größerer Garantie- sondS geschaffen werden. Als Termin für die Ausstellung wurde die Zeit vom 19. August biß 10. September festgesetzt. I Im weiteren Verlauf der Sitzung gab noch Prof. Olbrich v.., die Versicherung ab, daß die Ausstellung auch bei den Mlt-

Gras Bülow braucht sich gliedern der Darmstädter Künstlerkolonie große Sym- ' r Jr1 pathien errege und sie gern bereit sein würden, dem Unter­

nehmen ihre Kräfte zur Verfügung zu stellen. So dars wohl -i- r . mit Recht die Erwartung gehegt werden, daß die Gartenbau-

mentarische Niederlage der Regierung zur owlge, aber der ^lsstelluna im nächsten Jahre unter allseitiger Mitwirkung

Ä &» ÄWää* «** a Parteien zur Unterstützung l>er RcgierungSpolitik zusammen- Eisenbahnverwaltungen, um über Die Bauart eier t ri ] a) iuführen. Auch im liberalen Lager würde man dem Grafen beleuchteter Wagen Vereinbarungen und über Er- Bülow gern Gefolgschaft leisten, sofern er seiner Politik Höhung der Betriebssicherheit durch Ueberprüfung einen liberalen Einschlag gibt. Mso das Zentrum brcuicht Vorschriften, Zahl und Beschaffenheit der Bremsen m die Regierung ungleich mehr, als die Regierning das Zen- bcn beraten. Beteiligt sind außer deutschen

trum, und die ^efechrc der Zentrumspresse gegen die (z.f^hnoberbeamten solche von österreichisch-ungarischen Regierung sind Schemgefechte. holländischen Eisenbahnen.

Kleine M i 11 c 11 u n g c n aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Dorfgill wird am Sonntag, den 30. d. M. ein neues Schulhaus eingeweiht.

Fartamcntarisches.

R. B. Darmstadt, 27. Okt. Die heutige Sibung deS Fi­nanzausschusses sand nrieber in Gemeinschaft mit Regier- ungsvertretcrn, den Herren Staatsminister R o t h e, Finanz- Minister Gnautl), Geh. Staatsrat Krug von Nidda und Mnisterialrat Becker statt. Tie Beratung drehte ftch haupt­sächlich um die anbeuveile Regelung der Mietßcnt]d>dbiQ*| ung für Dienstwohnungen der Staatsbeamten, eine Angelegenheit, die ftl>on wiederholt die ftühercn ^.andtmze beschäftigte, aber an dem Widerstand der Regierung scheiterte. In I dem Antrag Häusel und 28 Genossen wird eine Blenderung deS I Art. 17 des Gesehes über die Besoldungen der Staatsbeamten dahingehend verlangt, daß die im Absatz 2 festgesetzten Werte der Tienstwohnungen auf 16, 12 und 8 Prozent der Besoldung I erl)öht werden: daS würde im allgemeinen iine Erhöhung bei I Tienstwohnungsgelder um 60 Prozent bedeuten. Ui» <ne)ultcit I der heutigen sehr gründlichen Debatte ergab sich die Memung, daß man am besten tue, sämtliche Staatsbeamten in Mer Klüften I einzuteilen, sodaß die Beamten der sieben größten Städte uicl. I Bingen zur ersten, alle übrigen zur zrveiten Klasse gerechnet werden. Bon den Beamten der ersten Klasse sollen 16, von beiten der zweiten Klasse 12 Prozent ihreö Ticnstgehalts als Entfchädtgttng für Tienstwohnungen in Anrechnung kommen, jedoch nur bei den Beamten mit mehr als 2000 Äiark, wahrend für alle Beamten mit weniger als 2000 Mark nur die Hälfte dieser Sätze, also 8 bezw. 6 Prozent als Wohnungsmiete angerechnet werden. Aus bei Besprechung dieses Mänderungsvorschlages ergab sich zwar noch keine UÜbereinstimmung mit dem Finanzminister, aber unser Ge­währsmann nlaubi doch, daß eine solck>e auf dieser Basis zu er­reichen sein wird. Tie Vorbedingung einer Vereinbarung in dieser Richtung würde sein, daß die Kammer dem Wunsche der Regierung beistimmt, daß die sich aus der Durchführung dieser Vorschläge ergebenden Mehreinnahmen nicht an die Staatskasse abgegeben, sondern für den Fonds zwecks Entschädigung von Staatsbeamten ohne TiensUvohnung reserviert werden. Eine Entscheidung über die ganze Angelegenheit soll erst in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. Eine sehr lebhafte Tebatte, deren Kosten namentlich der Abg. Molthan trug, entspann sich auch nock über die Beseitigung der Brückengelder. Ter Aus­schuß hatte sich sckwn in der vorigen Sitzung, in welcl)er allgemein eine Vertagung dieser Sache verlangt wurde, dahin ausgesprochen, baß das Ziel der Gesetzgebung barauf gerichtet sein müfte, so bald wie möglich eine Ablösung aller Brückenzölle herbcizufthrcn, da diese im gesamten Verkehr als eine unbillige Belästigung empfunden werden. Man ist im Ausschuß der Ansicht, daß der Staat mit der Erhebung der Brückenzölle unter keinen Umstan­den ein Geschäft machen dürfe. Taim wurde aber auch darauf hin gewiesen, daß man z. B. das letztjahrige Erträgnis der Mainz- Kasteler Brücke nicht als Norm annehmen dürfe. Gerade hier zeige sich ichon jetzt eine bedeutende Verminderung der Frequenz, hervorgerufen durch die neue direkte Bahnlinie Mainz-Wiesbaden. Es müsse indessen an einer Verzinsung und Amortisation der Brücken festgehalten werden. Sei diese erreicht, so müsse die Brückenzollerhebung unter allen Umständen in Wegfall kommen. Tie jetzige finanzielle Lage sei nicht so, daß der <staat bie nahezu 200 000 Mark, die sich aus der Gesamteinnahme von über 400 000 Mark als Ueberschuß ergaben, entbehren könne. Ta aber die Verzinsung und Amortisation noch 37 Jahre dauern würde, so empfehle sich, daß die drei fast ausschließlich intercftierten Ge­meinden Mainz, Kastel und Kostheim sich über die Auchnngung einer größeren Amortisattonssumme verständigten. Nähme der Kreis Mainz die Sache in die Hand, so wäre der Ellekt Taft derselbe, da die Stadt Mainz dasür 84 Prozent aurzubnngen hat. Vielleicht könnte das Brückengeld auch id»n aufgehoben werden, wenn ein größerer Teil der Amortisationsbeträge vorhanden wäre. Tcr Ausschuß richtete s.chließlich an das Finanzministerium das Ersuchen, eine nähere Berechnung darüber anzultcllen, welche Beträge für die Erledigung Der Bruckengelderfrage in diesem Sinne erforderlich sein würden. Eine Fortsetzung der Berat­ungen des Finanzausschusses findet am Tienstag, den 1. No-

abends 8-/4 Uhr, im Neuen Saalbau vormals Siems Großen-Linden and Mrtt

Garten) vorbereitet. Als Festredner des Abends t|t Pfarrer auf Grund von Nehcmm 4, 17 «k « ««'J

Sic. Dr. Diehl von Hirschhorn gewonnen, der wegen scmcS an dem Reiche Gottes" vor, ,nne ire besteh-1.

Vortrags un vergangenen Winter über .Sonnenschein und Grund ba ockgt tjt 2^ Sampf^bcr tze ^nnde, dreses Sturm in Gießen während des 30 jährigen Krieges- noch in Z^ßung l^r^^ueinsctrttmeu Mitglieder. ©ausen warn kester Erinnerung steht. Sem Thema- »Was ÜCtbantt Bu

dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen?« wird sicher d,e Pfarrer H epding von GroöM'Lttchen uud^Vürgerm rst^ weitesten »reise interessieren. Der Verein wünscht und bcab. ®Jahr 1903 erstattete Pfarrer Glück sichtigt daher den Abend zu einer allgemeinen Feier der wnatsaEu,^ erledigte der Dekau-tsausschuß sem-

hiesigen Evangelischen auszugcstaltcn, und eS steht zu ^r- ^schäfte in zehn 2ichmgen. Tre preußische Gemeinde <-ich«ts- warten, daß, dieselben mit ihren Familien sich in groB« «g ^Ä>oÄextei

Zahl bei dieser Feier emsindcn werden.-cul,werden. Es fehlte aber auch nicht au altcr-

" Der Oberhessische Verein sur innere Mission ^r-euua>co^ ^Mnungm des sittlick>cn Lebens, besonders

wird sein Jahresfest m gewohnter Weise am 8. und 9. No- to. 3ugcnb. Den ösfentlichen Gottesdienst bq'Ecn 97955 Lenibcr hier feiern. Vormittags 11 Uhr wird der Vcrband I meinMied^ Männer

der Oberhessischen Erzichungsveicme tagen, *}?^nuttQL33^ec unb 95036^Tauen, insgesamt 37^69 Gemeinöeglieber (376 we- Vorstanb mit den Synobalveitretern unb Mitgliedern über . CT" 1902). Die Zahl der Trauungen, Taufen, Konpirma- SLLTLLTSrtB

gesangvcrein bei einer liturgisch-musikalischen Feier Mitwirken, 47006 "m iu' 1902? darünter"än Kirchenkoltekteu

Die Hauptverhandlungen am Mittwoch werden sich nut ber 9^35 an Opfern für Arme 6521 Mk., an sonstigerl Kolletten

Fraae (Sbrificntum und moderne Literatur" beschäftigen, 54^ besondere Gaben für venschiebene Zwecke 3a Lv2 Mark

ILL-'W ««--- **» - * »ettÄSS

i'crem Dekanat auf bcn Kopf ca. 6,5 Pfg. betragen. Das ent- preche ungefähr bem Turchfämitt für bas ganze Großherzogtum, nämlich 6,6 Pfg., sei aber sehr wenig gegenüber dem großen Be- burftfts, unb iiamentlich im Vergleich zu den 44 Mark, bie auf bcn Kopf bet Bevölkerung für Verbrauch an Alkohol komme, ^ax Anteil ber einzelnen Gemeinden daran ist sehr veychiebni: in Lang-GönS betrug er 29 Pf. auf ben Kopf, in Beuern 24 Pf., in Klein-Linbcn 10 Pf., unb geht von ba bis auf V2 Pf. herunter. Angesichts ber schiveren Bebrängnis unserer Misswnsgesell^chaftcn, bei den en bie Aufgaben stetig wachsen, währenb bie Einnahmen zurückbleiben, sei bas zu wenig. Tw Gemelnben Mssett inimer wehr für biesc große Sache erwärmt werben. Rach bcn Mit teilungen beS Synobalvcrtretcrs für unsere Mission, Pfarrers Weber von Lang-Göns stehen in der Pflege bes Erztehungs-

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Ter 'N Beuern .va g bli 17 diesen Antti uns-« ftimmia flllL gerichtet, dessynode v der 'Mulur beschlofen, wird, ev w betr. das 7' dem W) geben, * für bie nähme und

Bei bi Mich" zum weäl zu Skel Mbürgcr muhte di des Volke erwachsen' muß auck Tekanatss geistlichen^

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