Zer UrSstdent von Arankrcich in Yom
Rom, 25. April.
Präsident L o u b e t begab sich beute vormittag 11 Uhr nach bcm Pantheon und legte Kränze auf den Särgen der Könige Viktor Emanuel und Humbert nieder. Msdann besuchte der Präsident die Königin-Mutter Margherita. Nach diesem Besuche begab sich der Präsident nach der französischen Botschaft beim Quirinal, wo ihm zu Ehren ein Frühstück stattfand, an welchem die Botschafter Barriöre und Nifard, die Mitglieder der Botschaft mit ihren Damen, sowie hervorragende Persönlichkeiten der französischen Ko- tonie teilnahnien. Er empfing nach dem Frühstück im Botschaftshotel die französische Kolonie, sowie mehrere Abordnungen und kehrte im Laufe des Nachmittags nach dem Quirinal zurück.
Der Trinkspruch des Königs.
Heute abend war int Quirinal zu Ehren des Präsidenten Loubet G a l a t a s e l, bei der der König folgenden Drinkspruch in italienischer Sprache ausbrachte:
Herr Präsident! Das Herz ganz Italiens schlägt mit dem meinigen, indem ich in Ihnen, den willkommenen Gast, die hochherzige französische Nation, begrüße. Unsere Regierungen haben sich leicht in Uedereinstimmung gefunden, indem sie gemeinsam arbeiteten an der Aufrechterhaltung des Friedens, des höchsten Gutes, das alle Staaten immer mehr zu befestigen erstreben, und indem sie einen Schiedsgerichtsvertrag und Ar- beitsvertrag unterzeichneten, haben sie dem politischen Frieden die Kräftigung des sozialen Friedens garantiert. Italien mit) Frankreich sind beide hervorgegangen aus dem alten latinischen Rom. Sie haben sich durch Jahrhunderte die Traditionen unauslöschlicher Verwandtschaft bewahrt und heute bekräftigen sie von neuem ihre Freundschaft int ewigen Nom, von dem der nationale Geist der beiden Völker so viele Einwirkungen erhalten hat. Herr Präsident! Indem ich Ihnen die Hand drücke, erfüllen die ruhmreichen Erinnerungen meine Seele und bewegen sie sehr. Mit diesen Gedanken und Gefühlen erhebe ich das Glas und trinke auf das Wohlergehen Frant- reichs und sein würdiges, edles Oberhaupt.
Nach dem Drinkspruch, den die Gäste stehend anhörten, spielte die Musik die Marseillaise.
Der Trinkspruch des Präsidenten Loubet.
Loubet erwiderte:
Sire! Es wird mir schwer, meine Rührung und Dankbarkeit auszudrücken, die ich dieser schmeichelhaften und edlen Sprache Ew. Majestät uno diesem großartigen, unvergleichlichen Empfange gegenüber empfutden muß, bei dem ganz Italien sich mit seinem erlauchten Souverän vereinigte, um Frankreich zu ehren. Die Worte Ew. Majestät werden morgen in allen fianzösischen Herzen wiederklingen. Zwar erwarteten Frankreich und Italien nicht diesen Tag, die verwandtschaftlichen Beziehungen, welche sie einander nähern und von welchen sie wünschen, daß sie zu ihrem Glücke stets freundschaftlich feien, laut zu vertünden, aber wie Ew. Majestät ist es auch mir eine große Freude, die Freundschaft beider in dem ruhmreichen Nom bekräftigen zu hören, in welchem Franzosen und JtaUener ihre gemeinsame Mutter und diejenige verehren, ioel^e sie zu ihren großen Taten begeistert. Unsere Negierungen erkannten, von wie großer Bedeutung es ist, die unteres,eu ihrer Länder mit den Sympathien in Eiiillang zu bringen, die sie einander nahebrachten. Aus dem gtüulichen Zusammenarbeiten beider i|t erst kürzlich das Schiedsgerichtsübereinkommen und der Arbeitsvertrag hervorgegangen, worin ich gleich Ihnen ein neues Unterpfand des politischen Friedens und ein fruchtbares Werkzeug des sozialen Fortschrittes erblicken darf. Sire! Erfüllt von den großen gemeinsamen Erinnerungen vereinige ich in meinem Drinkspruch auf die Größe und das Wohlergehen Italiens mit den Wünschen, die ich für das Glück seines erhabenen Herrschers hege.
Nach dem Trinkspruche Loubets spielte die Musik den Königsmarsch.
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Die römische „Tribuna" kommentiert in einer Extraausgabe die heutigen Toaste wie folgt: Sie scheinen die Wärme des Volksempfanges zu reflciticren und ein jebei die Paraphrase des anderen zu sein. Beide Regierungeii arbeiten für den Frieden Europas, dessen erste Basis Frankreich und Jtalieu durch den Schiedsgerichtsvertrag und Arbeitsvertrag legten. Beide Toaste,, die feierlich die auf alte Traditionen begründete Freundschaft preisen, bilden einen würdigen Epilog zur Wiederherstellung der guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
Die römische „Patria" hebt hervor, daß bei den Festen sich etwas noch nie Dagewesenes ereignet habe. Au den Festen hätte nämlich entgegen allen Herkommens auch die Bevölkerung teilgenommen.
Der französische Minister Delcasse hatte wichtige Unterredungen mit dem italienischen Minister des Auswärtigen D ittoni. Zweck und Inhalt dieser Unterredungen werden geheim gehalten.
2>er Krieg zwischen Aapan und Aukland.
Ein japanischer Meuchelmordversuch.
Aus Petersburg meioet vom 25. d M. Reuter: Zwei als chinesische Bettler verkleidete I a p a n e r versuchten den General Kuropatkin bei dessen jüngstem Besuche in Niutschwang zu ermorden. gelang ihnen, jich Kuropatkin zu nähern. Einer der beiden Kosaken in Küropatkins Begleitung bemerkte, wie einer der Männer seine Hand ins Kleid |tedte, worauf er ihn zu Boden schlug. Man durchsuchte die Männer, welche falsche Zöpfe trugen und fand in ihrem Besitz Messer.
Der Hafen von Wladiwostok
ist fast vollkommeit eisftii. eine große Anzahl japanischer Panzer und Kreuzer bereiten den Angriff gegen den Platz vor, bei dem vier russische Kreuzer und Torpedoboote zur Verteidigung bereit sind. Ter ^rp attische Plan soll darin bestehen, daß das Wladiwostok-Geschwader selbst um den Preis großer Opfer verhindert werde irgend eine Rolle zu spielen, bevor die vier Tivisionen des Generals Kuroki, des Momnianbanten der 1. Armee den Iain überschritten haben. General Oku, der Kommandeur der 2. Armee, die bisher 3 Divisionen zahlt, erwartet noch Verstärkungen besonders von Artillerie.
Es geht das Gerücht, das Geschwader von Wladiwostok habe zwei japanische Transportschiffe, denen es begegnete, beschlagnahmt. Tie Japaner hatten großen Widerstand geleistet. Ein japottisches Schlacht-Geschwader sei zu Hilfe gekommen, die Rusten hätten aber die Transportschiffe niedergefeuert. Der größte Teil der -Mannschaft habe sich au, Boote gerettet, einige seien ertrunken.
Streik in Ungarn.
Budapest, 25. April. Namens des Komitees der Aus ständig en wird an die Eisenbahnangestellten eine Proklamation gerichtet werden, sofort die Arbeit wieder aufzunehmen, um nicht eine weitere Verschärfung der Maßregeln der Regierung herauf zu beschwören. — Wie von kompetenter Seite verlautet, verkehrten schon heute sämtliche Eisenbahnzüge fahrplanmäßig mit Ausnahme einzelner Nachtschnellzüge. Tie Staatsanwaltschaft erhob gegen sieben der verhafteten Mitglieder des Streikkomitees Anklage wegen Aufforderung zur Verweigerung der Amtspflichten. Ingenieur Komlofsi, welcher Mitglied des Streikkomitees ist, stellte sich selbst. Der Beamte Potincze wurde verhaftet, ferner wurden 39 Beamte des Rakospalotaer Rangierbahnhofes, welcher den Ausgangspunkt des Ausstandes bildete, der Staatsanwaltschaft vorgeführt.. Das Abgeordnetenhaus wurde durch ein königliches Handschreiben vertagt. (Wahrscheinlich, weil die Regierung befürchtet, daß die Reden der heißblütigen Opposition im Parlament die Aufregung im Lande vermehren könnten.)
Großwardein, 25. April. 15 000 organisierte Arbeiter traten heute in den Ausstand und zwangen die Ladenbesitzer, die Läden zu schließen. Die Ausständigen bezogen ein Lager, das von Militär umzingelt ist.
Aarlauurrtarisches.
Berlin, 25. April. Im Abgeordneten hause teilte Minister Budde heute mit, daß eine Depesche des Königs eingegangen sei, in welcher der Finanz Minister und der Eisenbahnminister ermächtigt wird, dem Hause eine Vorlage zu machen, durch die den Eisenbahnen d r e i M i 11 i o n e n gegeben werden, um auf dem Gebiete der Arbeiter-Wohlfahrt weiter vorzugehen. Die dritte Etatsberatung wurde heute fortgesetzt beim Etat für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Im Abgeordnetenhause sieht man einer langen Debatte über die wasserwirtschaftliche Vorlage entgegen. Es wird angenommen, oaß die Verhandlungen diesmal im Gegensatz zu den Beratungen in früheren Sessionen einen sehr fachlichen Charakter tragen werden. Wenn der Minister- präsidettt überhaupt das Wort ergreift, so wird es voraussichtlich nur sein zu einer kurzen sachlichen Ausführung. — Auf Veranlassung von Abgeordneten aus dem Mosel- und Saar-Revier fand heute im Abgeordnetenhaus eine Besprechung über die Frage der Kanalisierung d er M o f e l un d Saar statt, an der sich der Verband für Kanalisierung der Mosel und Saar und die wirtscha,tljchen Körperschaften des Mosel- und Saar-Gebietes beteiligten. Die Besprechung wurde v n Abgeordneten der ve.schieden- sten Parteien besucht. Es wurde der Vorschlag behandelt, in b er Kommission folgenden Antrag einzub lugen: das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die königliche Staatsregierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf betr. die Kanalisierung ber Mosel und Saar dem Landtage fo- bald vorzickeg u. buy c Förderung des Mosel- u d Saar- Kanals gleichzeitig mit der Fertigstellung des Hannover- Rhein-Kanals gewährleistet ist.
* Wlannfyetm, 25. April. Bei der am 21. April stattgehabten Reichstagsersatzwahl im 14. badischen Wahlkreise wurde Landgerichtspräsident Z e hn ter- Offenburg (Zentrum) mit 9840 von 9924 Stimmen wiedergewählt.
Keer und LioUe.
— Das Militärwochenblatt meldet: Major v. Claer, kommandiert als Mrlitärattachee zur Gesandtschaft in Peking, von seinem Kommando zur russischen Armee enthoben. Generalleutnant v. Linde, Kommandeur der 4. Division zum kommandierenden General des 11. Armeekorps ernannt; v. Bock und Polach, Generalleutnant, beauftragt mit der Führung des 9. Armeekorps zum kommandierenden General dieses Armeekorps ernannt. Zu Generalleutnants sind befördert: 21 Generalmajore, darunter v. Hoepsner, Kommandant von Berlin, v. Loewenfels, General a la suite beauftragt mit der Führung der ersten Gardedivision, unter Ernennung zum Generalavjickauten des Kuisers und zum Kommandeur der ersten Divistou, v. Pawlowski, Kommandant von Straßburg (Elsaß), v. Dresky, Kommandant von Metz, v. R o h r s ch e i d t, aus der ost- asiatischen Besatzung ausgeschieden, in der Armee wieder angeftellt und zum Kommandeur der zehnten Jnfgnterie- brgiade ernannt. Zu Generalmajoren sind befördert: 23 Obersten, darunter v. Pritzelwitz, bisher Flügeladjutant des Kaisers, Sommanbeur der vierzigsten Jn- fanteriebrigabe; Oberst Kettler, Kommandeur des Infanterieregiments Nr. 60, zum Kommandanten von Mainz ernannt. Oberst v. Ballet des Barres, beauftragt mit den Geschäften des Direktors des Vorsorgungs- und Justizdepartements im Kriegsministerium und v. Wachs, Oberst, beauftragt mit den Geschäften des Direktors des Zentratdepartemcnts im Kriegsrnmisterium, zu deren Direktoren ernannt. Der Rang eines Brigadekornmandeurs wurde verliehen 9 Obersten; zu Obersten wurden befördert 23 Oberstleutnants; zur Disposition gestellt 15 Generalmajore in Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche.
c.ii'j Aladt und Land.
Gießen, 26. April 1904.
* * Person alien. S. K. H. der Großherzog haben dem Wasserbauasseffor Bauinspektor Wilhelm Becker zu Mainz den Charakter als „Baurat" erteilt. — Der Oberförster der Oberförsterei Wahlen, Ludwig Schreher zu Wahlen wurde in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Seligenstadt versetzt. — Am 8. April d. I. wurde der Stellenanwärter Kanzleigehülfe Julius Pick zu Darmstadt zum Ministerialkanzlisten bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. — Der Bauassessor Bauinspektor Burkhardt Kaibel zu Bad-Nauheim rourbe unter Belastung des Titels und Rangs eines Baulnspektors zum Technischen Assistenten bei der Badedirektion und dem Tiefbauamt Bad-Nauheim ernannt. — Der Ministerlaikanzlist bei dem Ministerium der Finanzen, Georg Schneider zu Darmstadt, wurde auf fein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. — Am 19. April ds. Js. wurde der Brückenwärter zu Oppenheimer Fahrt, Mathias Kissel, in gleicher Diensteigenschaft an die fliegende Nähe bei Gernsheim versetz!.
: * 3 ur £ a 1) n f a na i i j a t i o n äußert sich ein Artikel ves „Rü K." folgeildermaßen: Ter Lahnkanal-Vereiu hatte am 17. _.iai 1903 zu Limburg seinem Vorstände durch eine einstimmig angenommene Resolution folgende Direktive ge
geben: „Die Selbsterhaltung der im Gebiete, der Lahn und Dill angesiedelten industriellen Unternehmungen fordert gebieterisch auch die Kanalisierung der Sahn. Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß eine Nichtberücksichtigung dieser Forderung bic 23er ni d) tun g der Iahr» Hund erte alten Industrie des Lahngebiets und damit die Verödung eines blühenden Landesteiles zur Folge haben muß, gibt die Versammlung einmütig der Erwartung Ausdruck, daß die hohe Staatsregierung die Berechtigung dieser Forderung anerkennt und das Projekt der Laynkanalisation nachträglich in den Plan der wasserwirtschaftlichen Vorlage auf» nimmt." Seitdem scheint dem Vorstände diese Richtschnur etwas abhanden gekommen zu fein, weil er in seiner Sitzung vom 5. d. M. sich der Ansicht des preuß. Land- tagsabg. Eahensly angeschlossen zu haben scheint, die dahin ging, man möge um Gotteswillen die große Kanalvorlage nur ja nicht noch mit der Lahn bepacken. 'Weshalb, weiß keiner. Tie Zeiten ändern sich und mit ihr die Ansichten, aber wir sind anderer Meinung. Die Lahn ist ein kanalisierter Fluß, allerdings ein mangelhaft kanalisierter. Die preußische Staatsregierung hat die Pflicht, ihn auszubauen, und aus dieser Erkenntnis heraus hatte sie schon vor 30 Jahren 6% Millionen in den Etat eingestellt, die leider wieder gestrichen wurden. Diese Summe, seitdem verzinst, genügt für den Ausbau der ganzen Lahn. Deshalb muß diese ganze Summe in die große wasserwirtschaftliche Vorlage hinein, sonst ist die ganze Kanalisierung der Lahn „ad calendas graecas* verschoben. Sache der nassauischen Abgeordneten ist es nun, dafür zu sorgen, daß die Lahn vor diesem Schicksal bewahrt bleibt. Schon rühren sich die Interessenten aller Orten selbst, und Petitionen und Eingaben an das preußische Abgeordnetenhaus und dessen Mitglieder smd in Vorbereitung und zirkulieren in Menge zur Unterschrift. Möchten diese Bemühungen einer rührigen Gruppe von Erfolg begleitet fein. — Der Gewerbeverein zu Ems hat für die Ende Mai in Nassau pattsindende Generalversammlung der nassauischen Gewerbevereine den Antrag eingebracht, man möge sich für die Dringlichkeit der Lahnkancllisterung aussprechen und den Zentralvorstand um eine sofortige Eingabe an das preußische Abgeordnetenhaus ersuchen.
R -B. Darmstadt, 25. April. Von behördlicher Seite aus St. Goarshausen wurde heute an die zuständige Stelle hier die telegraphische Mitteilung gemacht, daß im Rheine in der Nähe des Ortes eine Leiche gefunden worden fei, auf welche das Signalement des flüchtig gegangenen Bankiers Schade passe. Der Trauring, den die Leiche trug, und die Wäschezeichnung C. 8. bestätigten diese Vermutung. Da die Leiche schon lange im Wasser gelegen hat und starke Spuren der Verwesung trug, so erscheint es sicher, daß Sch. alsbald nach feiner Flucht von hier im Februar dss. Js. das seiner Gattin von Mainz aus mitgeteilte Vorhaben, den Tod im Waffer suchen zu wollen, auch ausgeführt hat. Die Leiche ist dann von Mainz aus vermutlich bis St. Goarshausen den Rhein hinunter getrieben worden und jetzt durch einen Zufall dort gefunden, resp. ans Tageslicht getrieben worden. Der zweite, nicht verhaftete Sohn Sch.'s rst heute nachmittag zur Rekognoszierung seines Vaters nach dem Fundorte abgereist.
vermitzchte».
• Kattowitz, 25. April. Als der Arbeiter Wozniak ohne Paß die Grenze bei Myslowitz nach Preußen überichreiten wollte und sich schon inmitten des Grenzflusses Przemsa befand, wurde er von einem russis chen Grenzposten durch drei Schüsse getötet
H.richtssaal
® l o g a u, 25. April. Graf Pückler begab sich beute aus dem hiesigen Gefängnis auf das Gerichts wo er sich vor der Stra'kammer wegen Beleidigung des Stationsvorstehers in Klein-Tschirne zu verantworten batte. .Graf Pückler hatte u. a. gejagt : In ganz Deutschland wurde man über die Behandlung, die ihm in Glogau zu Teil wurde, reden. Hunderttausend Reichsfeinde wurden mehr entstehen. Er ziehe jetzt mit scharfem Schwert gegen Regierung und Behörden los. Graf Pückler wurde zu 50 Mk G e l d st r a f e verurteilt.
Gießen, 26. April. Der Fehlbetrag, den die land« w i r ts ch a i t l i ch e A u S st e l l u ti g un verflossenen Jahre ergeben hat, beträgt nach endgültigem Abschlüsse 'Ulf. 9830. Auf welche Art das Deflzit gedeckt tverden soll, ist noch nicht entschieden; es soll in erster Linie die Regierung ersucht tverden, einen Teil zu decken.
Markte.
fo. Frankfurt a. M., 25. April. (Orig.-Telegr. des „Dietzen. Anz.") AmtlicheNotierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Alk. 17.50—00.00, Kurhessischer All. 17.75—00.00, La Plata Mk. 17.50—18.50, Kansas Alk. 17.50—18.50, dioggen (hiesiger) Mark 13.75—14.00, Gerste (Wetterauer) 9)IE. 14.50—15.00, Franken. Selber Alk. 00,00—00,00, Hafer Alk. 13.00—14.50, Mais Mk.0 12.0-o0.00, Weizenmehl 0 Alk. 26.75—27.25, 2. Qualität Alk. 24.75
bis All. 25.25, 3. Qualität Alt. 22.75—23.25, Roggenmehl U Alk. 22.50—23.00,1. Qualität Alk. 20.00—20.50, Weizenkleie 'M 8.7o bis Alk. 9.00, Noggenkleie Alk. 9.25—10.00, Matskeime All. 10.50 bis All. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried All. 00.00-000.0. AlleS pei 100 Kg. ab hier.
tc. Frankfurt a. M., 25. April. (Tetegr. Orig.-Bericht bet „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarki- preise. Zum Verkaufe standen: 483 Ochsen, 188 aus Leitreich, 49 Bullen, 5 aus Oestreich, 680 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, aus 1 Oestreich, 210 Kälber, 149 Schafe und Hämmel, 1628 L-chweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 71—73 'M, 2. Qual. 64-67 Alk., 3. Qual. 59—63All.; Bullen 1. Qual. 01 bis 63 Alk., 2. Qual. 58-60 Alk.; Kühe 1. Qual. 61-63 Alk., 2.Qual. 58—60 Alk., 3. Qual. 45—47 All, 4. Qual. 42-44 Alk., 5. D-uaL 00-00 All. Kälber: 1. Qual. 87—88Pfg., Lebendgewicht 51-o3'N-, 2. Qual. 80—84 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pfg., 3. Qua. 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 64—66 Pfg., Schafe: 1. Qual. 68- 2. Qual. 60—62 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.; Schweine 1. uuf. 53-00 Pfg., Lebendgew. 42 Pfg., 2. Qual. 51-52 Pfg., Lebeubgemicyl 41—00 Pig., 3. Qual. 44—46 Pfg., Lebendgewicht ü0—00 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, unbedeutend; Geschäft ve Kleinvieh gut, kein Ueberftanb. __________
Briefkasten der Ukdalilian.
(Unouyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
L. Ter § 8 des Kirchengesetzes über die Vornahme bei kirchlichen Trauung vom 24. Dezember 187o bestimmt. T'rauung geschieht im Gotteshaus und in Gegenwart von mmo 1 -
zwei Zeugen. Dispensationen von der ^l^ren Beil hat das Großh. Oberkonsistorium S".^b>len. Vorbeha nachträglichen Anzeige an dasselbe bars ber Geistliche m Haus traun ng ohne vorherige Dispensation vornehmen.
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derlin, 2K Mi Venedig: $PoifeIA 5 ssr« s-"äs Dege Blose M venezimilsüenPm foflüTnterten Noftt und die MnsckMmenge ve llbr an der Voje Salut der SescdH vaZ md das Hand stand auf dem Obe kostbare Mmenar Ter Kaiser böcke f)i labinetles Grafen ! der Mer in der ff der Gräfin Morosi reich beflaggt. Vo riesige italienische \ und an den ilfmi' pfang in Venedig b der schönen Re und da aus ber gc und auf Sizilien, m der liebenSwüi dem ©erlaufe sein finden und s- Gestern besichtigte und SkiWn, die Fahrt gemalt hat orden vierter Kl zollern" waren fy Komtesse Morosim Liotti, Sindaco un „Friedrich fall" u Sine TlufiffaptUe t ’crbigm 2ampn ff renade dar, möhren zollern" umfuhren.
- Ter Reichst, dieses Monats zun ruhe begeben. , ~ Der „Mix Haftbefehl gege: Jomagrahfi ur Mutwn aufgeho
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