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26.2.1904 Erstes Blatt
 
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(Erstes Blatt

154. Jahrgang

men. Infolgedessen reift Graf Stzögy6ny auf einige Tage

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Freitag 26. Februar 1604 vezngSpretSr monatlich/bPi., viertel-

Notitilche Tagesschau.

Justizmiuister Schönstedt über die Slrafprozetzrefor«.

R. Berlin, 25. Februar.

Mehrere Fragen der Rechtspflege von allgcttieinem In­teresse sind in der heutigen Sitzung de8 preuß. Abgeordneten­hauses berührt worden. Nachdem Abg. Gasse l (Frs. Volksp.) eingehend die Mängel deS geltenden Strafverfahrens kritisiert hatte, mit besonderer Bezugnahme auf den bekannten Kindesunterschiebungsprozeß Kwilecki in Berlin, äußerte Iustizminister Schönstedt, er hege keinen Zweifel, daß die in Vorbereitung befindliche Strafprozeßreform den Beschul­digten im Vorverfahren etwas weitere Befugnisse einräumen würde, als sie zurzeit genießen. ,Gtroa6 weitere Befugnisse4, klingt nicht eben verheißungsvoll. Man hat in weiten Kreisen als sicher angenommen, daß das SysÜem der Voruntersuchung eine Aenderung von Grund auS erfahren werde, in dem Sinne der Einführung öffentlicher Voruntersuchung, größere Rechte der Verteidigung u. s. w. Von solcher Reform im Großen scheint keine Rede zu fein, sondern man scheint kleine Verbesserungen der Stellung deS Angeschuldigten für ausreichend zu halten. Es ist aber die Reform der Voruntersuchung die Grundlage für eine befriedigende Neugestaltung des Strafverfahrens. Die anderen notwendigen Fortschritte im Hauptverfahren folgen dadurch gewiffermaßen von selbst. Ehe der Beschuldigte auf die Anklagebank kommt, muß ihm jede nur mögliche Ge- legenheit zur Rechtfertigung geboten werden. Der Justiz­minister hat durch seine heutige Erklärung der Oeffentlichkeit einen wichtigen Fingerzeig gegeben. Man wird die Vor­bereitung der Strafprozeßreform sorgfältig im Auge zu be­halten und bei Zeiten die Stimme zu erheben haben. Die Entgleisung des Staatsanwalts Müller im Kwilecki-Prozeß (der Freispruch ein Todesurteil über die Schwurgerichte) gab Herr Schönstedt rückhaltlos preis. Es sei eine Rektifikation deS soweit tüchtigen Beamten eingetreten.

Nr. 48

IrfAeltH täglich außer Sonntag«.

Dem Gießener Anzeiger werden un Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in der

Woche beiflelegt Rotationsdruck u. Ver­lag bet Brüh l'schen Umverl.-Buch-u.Stem- bruderet. R. Lange. NedalNon, frrvtbuum und Druckerei:

Schulstraße 7.

Adresle für De Deichen: Anzeiger Gießen.

FerniprechanichtlißNr 51.

jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch diePost Ulf.2. üiertel- tährl. außschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen iür bie DageSnnmmer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenvrelS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pig.

Verantwortlich für den poltL und allgenr. Teil: P. Witt ko: für Stadt und Land^ und Genchlssaal*: August Goetz; für den An­zeigenteil: LansBeck.

GietzenerAnzeig

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

Deutsches Reich.

Berlin, 25. Febr. Der Kaiser unternahm heute den gewohnten Spaziergang im Tiergarten, sprach beim Reichskanzler Grafen von Bülow vor, empfing im Königl. Schloß den Kunstmaler Schöbel und hörte die Vorträge des Kriegsministers v. Einem, des Chefs des Generalstabes der Armee Grasen v. Cchlieffen und des Chefs des Militär­kabinetts Grasen v. Hülsen-Häseler. Heute mittag sand an­läßlich des Geburtstages des Königs von Württemberg bei dem Kaiser eine Tafel statt. Heute abend nahm der Kaiser an einem Diner bei dem großbritannischen Bot­schafter teil.

Ter österreichische Botschafter Gras Szögy6ny- M ar ich erhielt gestern abeno, während der Kaiser bei ihm zum Tiner war, ein Telegramm des Ministers deö Auswärtigen Grafen Goluchowsky, in dem er aufgefordert wurde, an den vorbereitenden Konferenzen für die Han­delsvertragsverhandlungen in Wien teilzuneh-

zurück.

Ein dem Generaldirektor der chinesischen Eisenbahnen zugegangener amtlicher Bericht sagt, daß der mandschu­rische Bahn st rang bewacht werde. Jede Meile be­finde sich an geeigneter Stelle ein mit dreißig Kosaken belegter hoher Wachtturm. Die Russen stellten ferner eine bewaffnete Wache an der Eifenbahnstatton Jingkau auf. 300 Russen stehen mit zwei Kanonen außerhalb Hain-rnin- tun, wie die Chinesen behaupten, mit der Absicht, 7

nach Wien.

Auf dem Familientage derer v. Bülow gedachte, derKreuzig." zufolge, der Vorsitzende, Reichs­kanzler Graf Bulow der langen Reihe hervorragend der Generale, ausgezeichneter Beamten, tüchtiger Land­wirte und gottbegnadeter .Künstler, die das v. Bülowsche Geschlecht in den sieben und einem halben Jahrhunderten hervorgebracht habe; die Familie sei stolz darauf, daß kein anderes deutsches Adelsgeschlecht dem Vaterlande so viele Offiziere liefere, sie sei auch stolz auf die Ritter vom Geist, die aus ihr hervorgegangen seien. Daß dies auch fürder­hin jo bleibe, dazu müsse jeder Bülow stets dem Motto nachleben, das auf dem alten F-amilienbuche vom Jahre 1780 steht:

besehen.

Ein Telegramm aus Söul (sprich: Schaul) meldet, russische berittene Posten hätten die Telegra phen - braßte zwischen Andschu und Phjöngjang durchschnit­ten. Ferner wird gemeldet, daß der frühere korea­nische Minister Jiyongkik auf einem japanischen Kriegsschiff nach Japan geschickt sei.

Der Korrespondent desDaily Croniele" telegraphiert aus Tokio: Von Pingyang (Nord-Korea) wird gemeldet, daß die japanischen Ingenieure fieberhaft daran arbeiten, bie Stellung der Japaner zwischen Ping Yang und Gensan uneinnehmbar zu machen, damit die ja­panische Armee im Falle eines etwaigen Mißerfolges am Jaluflusse auf diese Stellung zurückgehen kann.

Die japanischen Behörden beschlagnahmten eine große Menge Pökelrindfleisch, daS für Rech­nung der russischen Regierung mit dem DampferKorea" von San Franzisko und Wladiwostok gehen sollte.

Tie Angelegenheit betreffend daS vor Schanghai liegende russische KononenbootMond schür" ist noch nicht erledigt Ter russische Gesandte Lesfar sucht die chinesische Regierung einzuschüchtern, indem er auf die geringe W schcinlichkeit eines japanischen Erfolgs gegen die 600 000 Mann starke russische Armee hinweist. Der Hof in Peking schwankt noch. Rußland drängt auch China, die Neutralität bezüglich des von Rußland bereits besetzten Teils derMund- schurei zu erklären.

^Chinesische Rebellen stürmten daS Arsenal kn Fu tschau und nahmen 10000 Kg. Pulver weg. Ein chinesischer General wurde getötet

7 Nach, einer Meldung aud Petersburg wurde der Ge­neral Duzyrewski, der frühere Lehrer des Zaren Ni­kolaus in der Taktik, zum Chef des großen Gene- r a l lt a b e s ernannt.

2er frühere japanische Minister des Auswärtigen, Baron Suyemsatsei, ein Schwiegersohn des Marquis Ito, Ut auf der Reise nach London in Victoria (Britisch Kolum­bien) angekommen. Es verlautet, daß der Zweck seines Besuches die Aufnahme einer japanischen Knegs- ° n ^edinerRätter veröffentlichen einen Aufruf des Ber­ber Öilssausfchusses des Petersburger evangelischen Feld­lazaretts der zur Pflege der Verwundeten im Kriege Gaden für diesen ZwÄ zur Übermittelung nad), Petersburg er­bittet

nach englischen Quellen heraus, daß es sich um drei japa­nische Offiziere handelte, nämlich um den Plonitrobersttn Afsai, den Torpedoleutnant Zonki Ascha und den Sapeur- teutnant Kaourata. Die drei Offiziere gehörten dem japa­nischen Generalstab an. Sie hatten sich bei ihrem gewagten Unternehmen als Kulis verkleidet. Sofort narlibem sie er­griffen worden waren, und man ihre Personalien festge­stellt hatte, wurden sie an demselben Bogen aufgehängt, deren Zerstörung ihnen beinahe gelungen wäre. Dafi das Land des Harakiri namentlich in Kriegszeiten und unter stärkster Anregung des sonst schon in Japan so lebhaften Patriotismus zahlreiche Beispiele von Todesverachtung zei­tigen werde, war vorauszusehen. Die Hinrichtung bet drei japanischen Offiziere an oer Sungaribrücke ist nach Kriegs­recht erfolgt Wenn sich japanische Offiziere als Kulus verkleidet mitten im feindlichen Lande befinden, so hat der Gegner das Recht, sie als Spione zu betrachten und zu behandeln, selbst dann, wenn sie nicht die Absicht gehabt haben sollten, die betreffende Brücke zu sprengen. Die große Anzahl japanischer Offiziere, die bei Ausbruch der Borer­unruhen plötzlich in Peking auftauchten, während man die­selben Leute vorher für japanische Barbiere und Kulis ge­halten hatte, beweist, daß Japan eine sehrregeSvio- nage betreibt Die Herren, die sich zu dieser Spionage hergeben, wissen recht wohl, daß sie damit ihr Leben auss Spiel setzen, aber das schreckt diese tapferen Männer nicht. Daß die Tatsache, daß japanische Offiziere als Kulis ver­kleidet, Spionage versuchen, auch manchem wirklichen armen Kuli den Hals kosten wird, ist kaum zu bezweifeln.

Englischer OderhanS.

London, 26. Febr. Der erste Lord der Admiralität Earl of Celbom erklärt, daß ein an den englischen Konsul in Genua gerichtetes Gesuch, nach dem die japanischen SchiffeNishin" undKasuga" die GrlaubniS erhalten sollten, auf der Fahrt nach Japan die e n g l i s che F l a gg e zu führen, sofort abgeschlagen worden sei. Earl of Selborne widerspricht auch der Behauptung, daß bezüglich deS Dockens russischer Torpedobootszerstöuer in Malta die Courtoisie verletzt sei. Die Behauptung, daß die I a p a n e r Weihaiwei als Operationsbasis benutzt hätten, sei eine böswillig verbreitete Unw ahrheit und in die Wett gesetzt, um die russische öffentliche Meinung gegen England zu entflammen Redner betonte die sympathische Aufnahme, die die russischen Matrosen nach dem Gefecht von Tschemulpo an Bord des englischen SchiffesTalbot" gefunden hätten.

Urovinztat-Ausschnß.

Gießen, 25. Febr.

Mittwoch, den 24. l. M., vormittags 9 Uhr fand unter dem Vorsitz deS Provinzialdirektors Tr. Breidert eine öffent­liche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Ober­hessen statt. Ten ersten Punkt der Tagesordnung bildete der Rekurs der Eheleute Johannes Eckhardt zu Staufenberg gegen einen Polizeibefehl des Gr. KreiS- amts Gießen, welchem folgender Sachverhalt zu gründe liegt: Der Gemeinderat beschloß in seiner Sitzung vom 2. April 1903, daß den Eheleuten Eckhardt die Lagerung von Mist auf b er Orts st raße (Hintergasse) ru unter» sagen sei. Gegen diesen Beschluß führten die Eheleute Be­schwerde bei dem Kreisausschuß mit dem Anträge, der Kreis-- ausschuß wolle den Beschluß des Gemeinderats vom 2. April 1903 aufheben und den Beschwerdeführern gestatten, auch fernerhin den ian der Ortsstraße (Hintergasse) gelegenen

Gehängte japanische Offiziere.

Vor einigen Tagen meldete Admiral Alexejew, daß Hasanet, die beim Versuche, eine Brücke über ben ©ungati fmabrfcbtinticb die Bahnbrücke bei Charbln) zu sprengen, mbM wuÄen, gehängt worden seien, es stellt sich jetzt

Der ist nicht flugs ein Edelmann, Der geboren ist aus großem Stamm; Oder der Geld und Reichtum hat, U,d tut doch keine redl'che Tat. Die Tugend und die Höflichkeit Adelt den Menschen allezeit."

Der sozialdemokratische Redakteur Aug. Müller hat demVorwärts" zufolge dieser Tage nach dreijährigem Studium an der Universität Zürich sein Dok­torexamen summa cum lande gemacht. Seine Doktor­schrift behandelt Arbeiterf"kretariate und Arbeiterversichev- ung in Deutschland. Müller hat von Haus aus nur eine Mittelschule besucht und dann Gärtner gelernt. Sein Name wurde allgemein bekannt durch den Magdeburgs scheu Majestätsbeleidigungsprozeß, in dem er, da er die Schuld des betreffenden Verfassers auf sich genommen hatte, zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und nach 13 Monaten im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde.

Die Wgg. Felisch und Hammer haben im preuß. Abgeordnetenhause einen Antrag eingebracht, wonach die Staatsregierung zu ersuchen sei, eine Neuregelung des Submissionswesens nach der Richtung herbei- ruführen, daß dem Mindestbietenden nur ausnahmsweise oer Zuschlag erteilt werde, die Arbeiten und Lieferungen möglichst nicht an Generalunternehmer, sondern in getrenn­ten Losen vergeben, auch angemessene Ausschreibungsfristen innegehalten werden.

DerReichsanzeiger" veröffentlicht die Gesetze be­treffs Verlängerung des Friedenspräsenz- gesetzes und betreffs Aenderung bet Reichsschulden- o ronung. »

Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten hat Ne wasserwirtschaftliche Vorlage fertiggestellt. Die Einbringung im Abgeordnetenhause steht nahe bevor, damit die erste Lesung vor der Osterpause stattfindet.

Kiel, 25. Febr. Ueber das Befinden des jungen Prinzen Heinrich wird berichtet, daß gestern abeni> ein neuer Einstich in den Wirbelkanal ausgeführt worben fei, der einen geringen Nachlaß der jrarten Be­nommenheit bewirkt hat. Der Kräftezustand hat sich nicht verschlechtert.

Gleiwitz, 25. Febr. Oberschlesischen Blättern zufolge haben infolge einer im Rudaer Kr reger verein her­vorgerufenen großpolnischen Hetze sämtliche Vor­standsmitglieder, darunter Bergrat Pielei als Vorsitzender und Reichstagspräsident Graf Ballestrem als Ehren­vorsitzender, ihr Amt niedergelegt. Auch eine größere Anzahl von Mitgliedern erklärte ihren Austritt aus dem Verein, der seit 30 Jahren besteht.

Leipzig, 25. Febr. Zur Kandidatur Göhres im 20. Neichstagswahlkreis veröffentlichen das Zentral- aaitationskomitee für Sachsen und die DgitattonskomiteeS für Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau folgende Er- flärung: Die von den Genossen des 20. Kreises beschlossene Kandidatur Goehre widerspricht nach den bekannten Vorgängen mit dem Genossen Goehre allen Grundsätzen der Parteidisziplin und Parteitradition nach allen Richtungen hin. Sie ist deshalb im höchsten Grade geeignet, Zwist und Uneinigkeit in die Reihen nicht nur der sächsischen, sondern auch der deutschen Parteigenossen hineinzutragen. Ein Parteiskandal erscheint als die nächste Folge nach Lage der Sache als absolut sicher. Daß ein solcher aber das Ansehen der Partei außerordentlich «en würde, ist ohne weiteres klar. Die einzige Möglich- lese Dinge zu vermeiden, erblicken die Unterzeichneten in der Ablehnung der Kandidatur durch den Gcnossen Göhre. Sie rechnen daher bestimmt darauf, daß Genosse Göhre auf die ihm vom 20. Kreise angetragene Kandidattrr verzichtet. Sollte er wider Erwarten zu diesem im Interesse der Gesamtpartei dringend gebotenen Schxitte sich nicht veran­laßt fühlen, so werden die Unterzeichneten die weiteren Kon­sequenzen ihrer hier niedergelegten Anschauungen unter allen Umständen ziehen und diese Anschauungen auch in bet Oeffentlichkeit vertreten.

Ser zwischen Japan und Ynßtand.

Der Angriff der Japaner auf Port Arthur

kn der Nacht zum 24. d. M. hat sich als ein äußerst geringfügiges Ereignis herausgestellt. Die Erwähnung des brillanten Widerstandes" desRetwisan" war eitel Re- nommage. Ter am 9. Februar von den Japanern arg be­schädigte ..Itttwisan" hat allerdings vielleicht unerwartet viel geleistet, denn von ihm war eigentlich überhaupt kaum mehr etwas zu erwarten. Alexejew tat so, als ob er der japanischen Kriegsflotte einen gewaltigen Schaden angetan hätte, indem er sagte, er habe drei Kreuzer zu ihrer Ver­folgung ausgeschickt, waS doch nur Sinn hätte, wenn diese paar Kreuzer Aussicht besaßen, den Japanern noch empfindlich zuziisetzen. Ganz llar den Verlauf jener Vor­gänge zu Überblicken, ist jedenfalls noch ein Ding der Un­möglichkeit. Der russische Generalstab bat inzwischen ein neues Telegramm über daS Gefecht bei Port Arthur er­halten, das jedoch noch nicht dechiffriert fein soll. Das läßt tief blicken! Trotzdem heißt es, der Z ar habe Admiral Alexejew sowie dem gesamten Gesch>wader seine Glück­wünsche ausgesprochen. Nach einer Meldung aus Tschifu wurde bei Kommandant des PanzersRetwisan" für eine hohe Au Szeichnun g vorgeschlagen. Das Schiff leibe immer noch an den Folgen ber am 9. b. M. erlittenen Veschäbigmg, so daß es vorläufig nur zur Verteibigung des Hafers Verwendung findet. Die japanische Flotte müsse drei ihrer Kreuzer, welche st ar k reparatur- be bürftig seien, heimsenden.

Daß diesem vereitelten Angriff ber Japaner ein zwtiterin der Nacht darauf gefolgt ist, wird von verschiebmen Seiten bestätigt. Der beutsche Dampfer Gouverreur Jäschk^, der am Abend des 25. von Tsching- wangtao in Tschifu eintraf,hörte", wie es heißt,früh- morgens zwischen 1 und 4 Uhr bei Port Arthur lebhaftes Gesa>ützfeuer und beobachtete eine emsige Tätigkeit von Scheinwerfern auf der dortigen Reede. Offenbar machten bie Japaner einen abermaligen nächtlichen Angriff auf den Hasen." Der Sonderberichterstatter desDaily Chron." braßtet ous Charbin vom 25. Februar: Ein weiterer An­griff auf Port Arthur soll ebenfallsmißlungen sein. Die Japaner bereiten Die Blokade der Stadt vor.

Weitere» -ur Kriegslage.

DerStandard" meldet aus Tokio: Tie GesinntsCärke 6er zurzeit in Korea stehenden russischen Truppen übersteige nicht 1000 Mann. Die Russen wichen vor dem ja­panischen Vormarsch allmählich nach dem Jalu