Ausgabe 
23.7.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

26

Kaplan

Die verehrliche Kundschaft

Franko-Ldefer.

NB. Ein grosser Teil dei

dritten: daß (Wnje bei Wasser unb le ter, gesünder und leist-

Weide viel abgeh

t

1

Ganz besonders wird darauf e Divans, Sophas, Verti

Kckannlmachu

Wegen Vornahme von Kanalisati Neustadt zwischen Tiefenweg un von heute an biß auf weitere- für Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 22. Juli 1904.

Grötzyerzog^iu c?

Herberg.

Dir und iqr< Z cht

von Eduard Opprl, Frankfurt o. M.

Schlub.*)

§ 2.

Zuwiderhandlungen werden nach Neichsstrafgejetzbucheö mit Geldstrafe bit Hast bis zu 14 Tagen bestraft.

Gießen, den 13. jjuli 1904.

Groß he rzoglicheS Polizei, Herberg.

werbe. Damit besonder« tn jedem kinderreichen Haushalte ein Schrank mit hundert selbstgeMten Konservengläsern al- beste Hausapotheke seinen Platz erhalte.

Wer nicht Gelegenheit nehmen kann, einen der drei, tägigen .ObstverwertungSkursuS sllr Damen' an bet Groszh. Obstbauschnle in Friedberg zu besuchen, bie alljährlich im September stattsinden, der lasse sich doch eine Partle Gläser von einem ober mehreren der genannten Systeme kommen. Die Fabrikanten geben belehrende Gebrauchsanweisungen über die richtige Verwendung, die Kochzeiten, da« ?lns» bewahren u. s. w. gratis und Probieren geht anch hier über Studieren!

Damit glücklichen Erfolg allerseits!

Bckannlmachll

Nachstehende Polizeiverordnung b iichen Kenntnisnahme. _____

Aolizeiverordn

bttreffaib das Vefahrcu des Gäs Häuser» 17 und 19 der f Auf Grund des Art. 66 der Sta Anhörung der Sladtoerordneten-Verjo migung des Großh. Ministeriums des ; 1904 zu Nr. M. d. I. 19194 für bi Gießen verordnet, roic folgt:

§ 1.

TaS zwischen den Hausern Nr. 1 Anlage hinziehende Gäßchen darf nur höchstens 1,7 m Brette einschließlich werden.

Bekanntmach

Tie Einteilung der zum Jugendfcft ang der höheren und erweiterten Mädchensch. führenden Damen findet

Samstag den 23. Juli, nachrr. tot tzof der höhere« und erweiterten L Tie Elterii dieser Rin ö er werden geb zur angegebenen Zett zu veranlassen.

Gießen, den 22. Ktti 1904.

Großherzocru^ Bürgermeister

I. V.: Eurschmanr

" K* .'s L

^Der Gänseall ist ebenso wie der Hühnerstall sehr rein zu halten. Gänsekot ätzt und riecht scharf, muß also sorgfältig entfernt werden. Der Stall darf weder dunkel, eng und nieder, noch luftdunstig feucht und kalt sem. Ratten dürfen nicht in den Stall eindringen; sie sind tue gefährlichsten Nückenräu-er. Im Winter soll der «Vtall mög­lichst gleichinäßig trocken und warm sein. Locher und Ritzen an Wänden und Dach sind mit Lehm zu verstopfen. Schilf, Stroh, Schichten von Pferdedünger oder Laub schützen gegen ben TVroft. Den Stallboden aus hochkantig nebeneinander stehenden Backsteinen, Lehm- oder Tannenschlag überdeckt man mit Torsstreu und Stroh, das man alle acht Tage er­neuert. Zugluft ist gefährlich Jede GanS beansprucht we- iligsteus eilten halben Quadratmeter Platz.

Zur Zucht sind einerlei, welchem Gäuseschlag man den Vorzug geben will vornehmlich nicht einander ver-

) Bgl. Nr. 6 desHess. Landw." 1

(Orig.^lrtikel desHess. Landwirt".)

Die Karinalbedingung für eine erfolgreiche rentable Gänsezucht ist das Bor yan den sein guter Weide­plätze u u d natürlicher Gewässe r. Bor Durch­führung der Grundstücks-Sepaia! ionen war in Deutschland wie in Frankreich die Gänsezucht weit allgemciner. Je mclir durch die Gruudstuckoregulierungeii Weiden, Anger, Raine, Triften, Brüche uilv. verschwanden, wo die Gänse früher bis Aiir Ab.r.utung der Getreide-, Futter - und Rüben^ selber reichliches G'nnfulter und qutert Auslauf hatlen, je mehr Teiche und Gräben und andere natürliche Gewässer trockengelegt wurden, umsomehr nahm die Gänsezucht an Ausdehnung ab. Ausgiebiger Werdegang fördert Wohlbe- finben und ProduktiouSvermögen der O^auS in jeder 2Äei,e. Ohit ist es deshalb, die CKinfe aus die Weide zu treiben. Läßt man während der etwa 6 bis 7 Monate dauernden Weibeperiode SO bis 100 Gänse von einer Hirtcnper.on zusammen hüten, so wird gewiß kein großer Kostenaufwand erwachsen Okljutet müssen die Gänse werden, weil ste sonst in die Gärten gelangen, Saat- und Pflanzbeetbestande verwüsteii, junge Feldsaaten und KUnstlvteswachs bcfilid- t>i($en, aiich größere 0>wächse and dem Boden reißen usw. Auch die scharf ätzendeu Exkremente werden dem Gepslänz oft schädlich. Jrn Mittelalter war es deshalb verboten, Otänfc aus Weiden zu treiben, die auch von anderem Vieh benutzt wurden Wo das natürliche Ckuxiffer fehlt, muß den Gänsen umsomehr reine« Sausn»asser gegeben »veroen, am besten in einem möglichst großen, in bin Erdboden des Gänse Hoss eingegrabeuen Bottich. Jedenfalls wird durch das Vorhandensein naküriichcn (Gewässers unb reichen Weiüe. auölauss die Zucht wesentlich g-sürdert und wesen tl'ch billiger. Es ist nach langen Beobachtungen cnuittelt worden, daß zum ersten: vorzugsweise aus grüner, auf Stopp^'lweide, sowie auf Wasser gehaltene und speziell groß- erogene Gänse schon nach dem erste» Lebensjahr sich uter bis zehn P sund im Durchschnitt schwerer und belfer in den Federn zeigen, als Gänse, die ohne Wasser imb A^idcgang ausgewachsen sind; zum zioeiten: daß bi» von Gänsen nut Vorliebe auf dem Wasser vorgenommenen Begattungen weit fruchtbarer sind als die zu Lande I ausgesuhrtcn, und zum dritten: daß Gänse bei Xii,a|[er und

zusammen. Ist nun ein derartiges Glaß mit Deckel und | i Gummiring versehen, fo würde bie Erscheinung die gleiche < fein nur daß dann die über dem Inhalt befindliche Lust I beim Erhitzen zwischen Teckel unb Ring mißtreten unb beim Erkalten wieder eintreten würbe. Daß Letztere wirb aber bei I her Handhabung unserer Einrichtungen verhindert unb soll I verhindert werden, da der Inhalt eben unter Luftabschluß I auf bewahrt werben muß.

Hier greift nun der Apparat ein in Verbindung nut dem I Verschluß.' Die gefüllten Gläser kommen unter Jederdrnck, I rote schon auSgeführt, in den Apparat. Bei der Erhitzung I bebnt sich der Glaßmhalt anß, durch ben entstehenden Druck I wird der Druck der Feder aufgehoben, und die über dem I Inhalt befindliche Lust entweicht. In dem Augenblick aber, I ivo bie Spannung zwischen Glaßinhalt und Feder aufgehoben I ist, wirkt der Federdruck in Verbindung mit dem Glasverfchluß I als Rückschlagventil, drückt ben Deckel wieder aus den Gummi- I rin# und verhindert so daß Wiedereindringen der Außenlu't I in die Gläser, und zwar soll er dieß so lange tun, biß an I Stelle deß Federdruckß beim Erkalten der Gläser der äußere I Luftdruck tritt. Beim Erkalten kann keine Außen lüft eintreten, I da die Glaser unter Federdruck, wie geschildert, stehen, der | Glaßmhalt zieht sich zusammen, über dem Glaßmhalt entsteht I ein luftleerer ober boch annähernd luftleerer Raum, und neben I dem Federdruck unb später statt ferner arbeitet dann nach dem | bekannten Naturgesetz der äußere Luftdruck, fo daß bie Gläser I ruhlg anß dem Apparat heransgenommeu werden können, I ohne daß man befürchten muß, daß der Deckel sich lockert. I

Allen Gläsern ist auch die Art deß Ccffnenß gemeinsam. I Die Gummiringe haben einen Ansatz, der die Oeffniing | der Gläser erleichtert. Man zieht an Öhr des Ringe«, bis I bie Außenluft ins Glaßmnere dringt. Dann ilt daß Glas osten. I

Die verschiedenen Bedürfnisse der Küche haben zur Her- I stellung sehr verschiedener Gläjerformen und Gläsergrößen I geführt. Es gibt Gläser mit enger unb weiter Oesfnnng, I Glaser konischer Form, namentlich für GelLe, Flaschen mit I Psropfendeckel u. f. w. Neuerdings ift auch daß Thermometer mit einseitiger Gradskala und gegenüberstehendem Verzeichnis der wichtigsten unb am häufigsten zu sterilisierenden Nahrungs­mittel, deren Namen bei den für ihre Sterilisierung durchweg richtigen Gradzahlen vorgedruckt worden.

Apparat und Topf sind für alle Zwecke verwendbar, bedarf daher nur einer einmaligen Anschaffung. So kostet beispielsweise em Apparat mit Kochtopf für Obst, Gemüse, Eäfte, nebst 9 Gläsern, Veilchlußdeckeln und Dichtungsringen Ml. 19,50. Interessierte Einlegerinnen wollen Prospekte und Preislisten von der Firma verlangen. Diese werden viel Neue- und Lehrreiches bieten. Die Gesellschaft gibt and) eine monatlich erscheinende Zeitschrift »Die Frischhaltung* heraus, welche auS der Praxis für die Praxis tätig ist. Weck-Apparate werden bei fall allen, jetzt üblichen Obst- verwertnngskurfen, schon ihrer einfachen Inbetriebsetzung halber, benutzt.

Konservenglas Westfalia, miß der Glasfabrik Marschallßhagen, Post Lichtenau, Westfalen (Inhaber Victor Breustedt), ist ein weiteres empfehlenswertes Fabrikat der Glas­industrie. Der Verschluß ist garantiert luftdicht. Da durch Nachgeben der doppelten Feder die i Dämpfe beim Kochen entweichen können, ift ein Platzen der Gläser ausgeschlossen. DieVerschluß- febern finb miß vernickeltem Stahlband gefertigt. Die Gläser, miß beftgeglühlem Glase hergestellt, können bei guter Haltung Jahrzehnte ihren Zweck im Haus­halte erfüllen. In paßenden, einfachen Kochgestellen in ein Kochgefäß gestellt, geht daß Erhitzen bequem vor sich. Komplette Gläser kosten je nach Größe 86 biß 64 Mark per 100 Stück.

Unb nun frisch cm'S Werk! Damit eine so einfache und schöne Sache, eine fo vortreffliche Kunst immer mehr all­gemeine Verbreitung finde, und daß Konservieren von Obst und Gemüsen in guten, luftdicht schließenden Gläsern auch bei unseren sorgsamen Hausfrauen auf dem Lande mehr Brauch

Die

» Wieder-Eröffnung«

des

Ughglfghrilffanarc * Alioofatfiinnonaonknffno

9lr.1

»sndtt -

FR fr! utr, m vctbci

str x

3»

ir.i- S:l l- ßspl

unfi 6 Sol? nicht brni IN i Etüt Teil tngi ferr iuu ti« odei

kni E* mit Tie PuL-I bifr trnrr

ttuti

xii ttber

bw toi

bn 3 - foi?

btoi e<*L bari es i

M Sio b

Ci'u:

dewen nir toern;

Q1

Üh,;

Irooin

Arbe

Die«

Zubmission.

Ter Transport der Wäsche

von der chirurgischen unb Augenklinik in bie Zentral* Waschanstalt für die Gr. Um- verfitätsklmiken unb zurück soll auf dem Submissionsweg ver­geben werden. Angebote sind mit entsprechender Aufschrift, verschloßen, bis 80. Juli 1904, mittags 12 Uhr, an die Ver­waltung der neuen Kliniken emzureichen, wo auch die Be­dingungen emzufehen find. [8zn ^itfertn, ben 21. Juli 1904.

Großh. DerwaltungSdirektion der neuen Kliniken.

laufenden Unterhaltung oer Aliceschule soll

Mittwoch ben 27. Juli d. I., vorm. 11 Uhr, östentlich vergeben werden.

Arbeitsbeschreibung und Be­dingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhält­lich, sind biS zum genannten Zeitpunkt an unß einzureichen. Zujchlagsfrist 14 Tage. [62$1 Gießen, den 21. Juli 1904. StaduscheS Hochbauamt.

I. D.: Altvater.

Betreffend: Wie oben.

In der Zeit von Toniierstag den 21. d. Mts. bis Mittwoch den 27. d. Mts. einschließlich liegen auf der Großherzogl. Bürger­meisterei Heuchelheim zur Einsicht der Beteiligten offen;

1. Die Entscheidung des Schiedsgerichts vom 28. v. Mts. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des zweiten Abschnittes in dem zur Feldbereinigung Gießen, rechts der Lahn zuge­zogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim,

2. diejenigen Bonttierungskarten, in denen nach schiedsgericht­licher Entscheidung eine Aenderung der Bonitierung einge­treten ift.

Diefe Offenlegung ersetzt zugleich die besondere Zustellung der Entscheidungen des Schiedsgerichts an diejenigen von den Ent» scheidungcn betroffenen BeieUigien, die gegen die Arbeiten beü zweiten Abschnitts nicht reklamiert haben.

Friedberg, den. Juli 19u4.

Der Großherzogliche FeldbereinigungSkommifsär: gez. Spam er, Kreisamtmann.

Die Verdingungsunterlagen liegen bis zum genannten Termin auf Großh. Bürger­meisterei BerSrod offen. (6200

Grünberg, b. 17. Juli 1904. I. A.: Förster, Kreiöstraßenmeister.

Karloffcln.

Größte AuSivahl. Beste Sorten.

Billigste Preise. 6214

<rik

^»nt , unb<rr, Unb Pi bo*rrf^

Wni r.

Nh,®*

Ein heller

verwendet (Backpulver

DF. IVanlllln-Zuoker

Oetker,s|Pud4dll"oe-^ve' Fructin

1 Pfd. ivr 4b Ptv. Kieht

>100 (Timm feinsten tlfal-Honlg Millionenfach brwlhrte Reiepte rretie von den beeten G«»chlhe»