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Nr. 171
Glichet»« «Laktch aufter Sonntags.
Dem Grehener Anzetger werben nn Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Siebener Zamiiien» llätler viermal in der Woche be,gelegt.
Rotationsdruck u. Der- lag bet Brühl 'schen Umverl.-Buch-u. Steindruckerei. 0t Langs.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
LrnulNrabe 7.
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Samstag 23. Juli 1804
veingstzeeiA, M0nall»ch7KP1^ vierteljährlich Mr. 2.20, durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährt ausscht Beslellg. Annahme von Anzeige» für die TageSnumwer bi- vormUlag- 10 Uhr. LeUenpreis: lokal 12PL.
auswärts 20 Pfg. verantwortlich füt den poltt und allgem. Teil U Wittko: für »Stadt und ßanb' und .GerichtSfaaf: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck.
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Monats-Beilage
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c a*. Dieses ging darauf am 21. d. M. nglische Kreuzer,93enu5* ist in und sofort in den Kanal eingelaufen telmeer-Geschwader ist in Alexandria erhaus erklärte, nach einer Londoner *Tt., auf eine Anfrage Premierminister ung habe keinerlei Mitteilung amt- e ^Malacca"-Angelegenhett zu machen, ich nach der neuesten Meldung deS >ch nicht geklärt. Wettere Nachrichten en.
des Aeußern, Lord LanSdowne, .chmittagS Audienz beim Könige.
heAllgemeineZeitung^ schreibt: des deutschen Konsuls in Aden Vorgang bei der Beschlags stücken auf dem ,Prinzen n „SmolenSk* folgendermaßen7 auf offener See auf der Höhe von 2 Offiziere und 20 Mann von dem ’ Bord. Die gesamte Poft wurde .äcke für Japan mitgenommen. Nach rpitänS des , Smolensk* an den Ka-
Krüge iinb Kläser zum Konservieren von Höst, Kemüse, Aleischwaren etc. im Kausvalte.
Von Obstbautechniker H. Wiesner-Friedberg. (Originalartikel für den Hessischen Landwirt.)
Die Weck'schen Einrichtungen zur Frischhaltung aller Nahrungsmittel stellen ein eigenes System dar. Hiermit werden nicht nur Obst und Gemüse konserviert, sondern alleS: Wild, Geflügel, Fleisch, Fisch, Milch, fertig gekochte Speisen. Die eigens zu diesem Zwecke für den Haushalt geschaffenen Einrichtungen bestehen 1) in dem Apparat (Frischhälter) nebst Federn. 2) den Kochtopf mit Thermometer-Einrichtung.
Suppe
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3) den Deckeln ringen anderen
Der Sterilisier- Apparat (F ris ch - Halter) ist verstellbar. Er besteht aud einer runden Platte mit vier Füßen. In der Mitte der Platte ist eine Röhre angebracht, welche mit _ vielen Löchern versehen ist und an der sich zwei
Gläsern mit und Gununi- und einigen Hilfsgeräten.
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Frischhalter mit verschiedenen Gläsern. ^uf- und abschiebbare Tellerchen befinden. Am oberen Ende befindet sich ein Griff, um den Apparat bequemer handhaben zu können. Ferner gehören zu dem Apparat 6 Federn.
Durch die Stellteller wird erreicht, daß man Gläser der verschiedensten Höhen in den Apparat einstellen kann. An ihnen befindet sich ein Ansatz, der über die lange Röhre greift und der mit dieser überein- stilnmend durchlöchert ist. Es wird ein Stellstift eingesteckt, wodurch die Teller in jeder beliebigen Höhe festgehalten werden können. An den Stelltellern befinden sich Schlitze, in welche die Federn mit dein Ende eingesteckt werden, sodaß der Druckpunkt der Feder nach unten zeigt.
Kochtopf mit Thermometer-Einrichtung.
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kommen zu lassen, ausdrücklich sagen, daß es die unschuldigsten Gegenstände von der Welt waren: Blumen, Landschaften. Tiere und Menschen — sie vwren von solider Zeichnung und Ausführung und ruhig harmonischer Farbe — ein tiefes, sattes Grün mag vorherrscl?end gewesen sein. Ich sah ein. daß ich nicht länger in Karlsruhe bleiben durste; die Gesellschaft nannte einen gewissen Salat Tlwmasalat, ich wußte die Leichen der Zeit wohl zu deuten; wohin gehen, wußte ich—freilich jetzt wieder nicht. Sich welken gegen diese öffentlich Meinung wäre Unsinn ge.' wesen — dumm war ich gerade nie — und still ans dem Wege
*) Das Heft enthält außerdem Beiträge von Carl Adolf und Hans Cornelius, Adolf Hildebrand, Felix Mottl, Paul Marsop, Friedrich Aaum^nn, Ailluckin n. Scherfs, HenrN Thode, Wilhelni Srübner, Lervold Weber. (Jahresabonnement Mk. 12, Quartals abonnemcnt Mk. 3.50, das Cinzelheft Mk. 1.50.) Verlag der Süddeutschen Mcnatsheste (Georg Müller) in Müncl-en und Leipzig.
Die Gläser werden in der Art eingestellt, daß sie mit Deckel und Ring versehen (siehe weiter unten) derart in den Apparat gebracht werden, daß die Stellteller mit den Schlitzen ungefähr in der Höhe des Deckels vermittels des Stiftes fest- gestellt werden. Wenn nun die Federn in der oben angegebenen Weise eingesteckt waren, so werden mit der rechten Hand die gefällten Gläser unter die Federn gesetzt, so daß der Druckpunkt aus die Mitte des Deckels kommt, bei welcher Hantierung man die freibleibenden Finger der linken Hand zum Lüpfen der Federn benutzen kann.
Der in dieser Form beschickte Apparat wird dann in den Kochtopf gebracht und hier der gehörigen Erhitzung ausgesetzt. Ist die Erhitzung vorbei, so läßt man den Apparat im Kochtopf noch einige Minuten zum Abkühlen stehen, nimmt ihn dann mit den Gläsern heraus und stellt ihn zur weiteren Abkühlung an einen zugfreien Ort. Man muß vermeiden, den Apparat auf den Boden zu stellen, zumal dann, wenn der Boden mit Steinfliesen gedeckt ist, auch deshalb, weil gerade am Boden vielfach der stärkere Zug herrscht. Sind die Gläser erkaltet, so werden sie aus dem Apparat herauS- genommen und aufbewahrt.
Der Kochtopf wird, wie schon erwähnt, in Verbindung tnit dem Apparate benutzt, und dient die Thermoineter-Ein- richtung dazu, die Höhe der Erhitzung zu kontrollieren, sowie auch zur Kontrolle dafür, daß die gleiche Temperatur während der Erhitzung konstant erhalten bleibt.
Bei Benutzung des Kochtopfes fi'illt man vor dem Einstellen des Apparates Wasser in den Topf, und zwar so viel, daß nach Einstellen deS Apparates mit den Gläsern dad Wasser im Kochtopf über die Gläser reicht. Ist der Inhalt der Gläser warm, nimmt man warmes Wasser, ist er heiß, nimmt man heißes Wasser, ist er kalt, natürlich kaltes. Man muß also darauf achten, daß die Temperatur des Wassers im Kochtopf beim Einstellen nicht zu sehr verschieden ist von der Temperatur des GlaSinhaltes.
Allen Gläsern gemeinsam ist die Art ihres Verschlusses. Alle Gläser haben einen glatt geschliffenen ebenen Rand, auf welchen ein Gummiring zu liegen kommt, und auf diesem ruht dann der Deckel, welcher gleichfalls einen glatt geschliffenen Rand hat.
Die Wirkung des Verschlusses beruht auf der Ausnutzung deS äußeren Luftdrucks. ES ist ein bekanntes Naturgesetz, daß sich alle Körper bei der Erhitzung ausdehnen und beim Wiedererkalten zusammenziehen. Füllt inan also ein GlaS mit irgend einem Stoff, z. B. Wasser, und erhitzt dieses, so wird man die Beobachtung machen, daß das Wasser im Glase steigt, solange rnie die Erhitzung andauert. Läßt man jetzt daß Glas mit Inhalt erkalten, so zieht sich der Inhalt wieder
lanuv — oxc genmiermnßtm uoer mir iniwcüit um> uh uxt uv crft wieder dachte, als ich im Jahre 1899 gegen alles Erwarten und Denken als Direktor nach Karlsruhe berufen wurde.
Davon vielleicht später einmal."
Der Aar zu Kausc.
„Mein Glück ward geboren tu Naclst, -7 nur im Dmxkeln hat es geblüht, — die Freude floh meine Schritte; — nun ipanble ick müde in Dämmerung dabin. — Die Seele tastet in trüben Träumen. — Durch ungewisse Nebel hin — und ruhelos irren meine Gedanken, — sic flehen und beten, nnd leiden und klagen - nnd finden auf Erden nickt Stätte noch Ruh." Diese Verse, die Zar Nikolaus II. selbst ^escln icbeu hat nnd die auch in der Uebcrsetzuns, den Sckmerz wiedcrspiegelu, der die Seele des Herrsckn'rs erfüllt, bilden den Schluß eines feite interessanten Artikels in „Cassell'S Magazine" über den Zaren. Der Bcrsasser gibt Auffchlüsse über daS Leben nnd die Gewohnheiten deö „Herrscher« aller Reußen". Der Zar hat
n die einbehaltene Post zur Weiter- mrde, sind dieser Post zweiPackete den, die von einer deutschen ' an eine japanische Adresse zeben waren.
ung der russischen Regierung e zu der Beschlagnahme der Postsäcke iegt zur Stunde nicht vor. .'ich, daß der deutsche Botschafter in
Lambsdorff mündlich die Erklärung ff werde bei den in Frage kommenden die Angelegenhett so schnell wie mög-
.-ichteten Kreisen gilt als wahrschein- ntschen Regierung wegen der Beschlag- ke an Bord des PostdampferS ,Prinz
erhobene Beschwerde von russischer nde Lösung erhalten wird. Wie ie Durchsuchung deS deutschen Post- eutralen Zone, sondern auf hoher See
.Nowoje Wremja^ vom 21. d. M.
x Eindruck deS russischen Verfahrens öostdampfer ,Prinz Heinrichs abzu-
aus die von Rußland zu Beginn deS
<It", das überhaupt heute jemand auf bezieht aus den öffentlichen Einnahmen Millionen Mark, das in monatlichen der russischen Reichsbank für ihn ein- 'önlichcs Einkommen ist noch drei bis der Ertrag seiner Zivilliste. Er hat ScAöffern und Gütern; er hat eine sonst jemand auf der SB eit: mehr dt$ Winken, und seine Marstalle enthalten stellt gewöhnlich irm seckis Uhr auf und t Schinken und Eiern, Brot mit Butter •« nach englischem Muster von einem -t ist; dazu Tee. Das rusiische Herreine ausgesprochene Vorliebe für eng- halten^die englische Küche für die beste, ichen Sprache zur Unterhaltung, und y englischen Prinzipien erziehen lassen, et sich der Zar sogleich eine sehr schwere raucht dann fortwährend bis zum Schta- rzte ihn immer wieder aus die Schad- Kuchens aufmerksam machen. Um 7 Uhr btisch, um seine vielfachen Pflichten als kdmiral. höchster Kirckenfürst und Ricktcr okumente gehen so jeden Tag durch seine etwas reichhaltiger als daS Frühstück.
nvres; bann Suppe, eine Fleischspeise . süße Schüssel, etwa so wie die besseren Da englisch aesprochen wird und die rvon nichts versteht, so ist die Unter- wungen. Nach dem Lunch widmet deiner Erholung. .Das Diner besteht aus deren Zubereitung auch mehr Nlchrbast, ch ist, als für feinschmeckerisch vev- t. Etwa seckS bis acht Personen werden Nach dem Diner vertreibt sick> der Zar -------------.......ndem er das russische Spiel ,.8Bint" spielt und dabei beständig sehr Hohe Einsal macht. Die Zarin arrangiert auch bisweilen musikalis^ Abende, und manchmal spielt das Zare^aar vierhändig Klavier. Um 11 Uhr zieht sich daS Herrscherpaar gewolwlich zurück. Die Zarin liest auch oft ihrem O^emahl vor aus der „Time S" oder sonst einer englischen Zeitschrift, einem englischen Roman. Sem- eng begrenzt sind die Handlungen, die der Zar ohne die SShireau- kratie, die eigentlich berrlcbt. vornehmen kann. „Der Zar ist nickt wie der Deutsche Kaiser der ei;7enlliche Leiter und Lenker seines Volkes, sondern er wird beständig b^inflnßl von mächtigen Ministern und ganzen Gruppen nmt Beamten' So wird Ntv\ Friedensmanifest dem entscheidenden Einfluß des Staatsrats Bloch zugeslwieb.-n Die Vorsichtsmaßregeln ae^en Atien'ate n-.u denelt der Zar forill^hi-eud umgi-ben wird, bedrücken irnrr Stimmung und sichren zu einer solchen Umdusteruna des OV müteS, wie sic sich in den angeführten Versen au-lpricht.
(Dtsche. fc fle


