Ausgabe 
22.2.1904 Erstes Blatt
 
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Ausland

wohl diese Gelegenheit nicht vorübergeyen lassen, sich> in diese Zeit zurückzuversetzen, wo sie heldenmütig dem Baterlande gedient haben. Aber auch' das Herz der jüngeren Generation wird höher schlagen bei dem Anblick der Heldentaten ihrer

entschädigungen im Verhältnis zu der gezahlten Brandsteuer in den einzelnen Kreisen bezw. Städten steht die Stadt Mar­burg mit 8,65°/0 an erster Stelle, während an letzter Stelle der Kreis Schmalkalden ohne die Stadt mit 415,59% steht. Die Stadt Schmalkalden ist mit 127,24% verzeichnet, der Kreis Marburg ohne die Stadt mit 31,O8°/-o Diese nach den verschiedensten Richtungen hin interessante Zusammen­stellung wird den Mitgliedern des morgen in Kassel zu­sammentretenden Kommunallandtags für den Reg.-Bez. Cassel zugehen und die Unterlage für einen Antrag auf Aufheb­ung des Versicherungszwangs bei der Hessischen Brandkasse bilden.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Zu dem in Lieh geplanten Denkmal für den verstorbenen Fürsten Ludwig ist an die Bewohner des Solmser Ländchens ein Aufruf ergangen, welcher bereits ca. 1200 Mk. ergeben hat. In Burkhardsfelden stürzte die Witwe Steup so unglücklich vom Scheunengerüste, daß sie schwere Verletzungen davontrug und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Im Steinbruch beiAlbig lösten sich infolge des mehrtägigen Regenwetters größere Erbmassen los und trafen einen in dem Steinbruch beschäftigten Arbeiter so unglücklich, daß er nach wenigen Minuten den erlittenen Kopf- und Rückgratsverletzungen erlag.

Brüssel, 20. Febr. DemSoir" zufolge wird Kaiser Wilhelm auf seiner Mittelmeerreise den Ant­werpener Hafen anlaufen, um König Leopold

Deutsches Reich.

Berlin, 20. Febr. Gestern machte der Kaiser die gewohnte Promenade, sprach beim Reichskanzler Grafen v. Bülow vor und besichtigte dann in der Bildergalerie des königl. SchlosieS eine Anzahl Fahnen von Landwehr-Regi­mentern. Später hörte der Kaiser die Vorträge des Staats­sekretärs des Reichs-Marineamts und des Ctsess des Marine- kabinets.

Vermischtes.

"Petersburg, 21. Febr. Nach einer Meldung autz Petro-Alexandrowsk vom 18. ds. verursachten große Eis­massen das Austreten des Armur Darja. Die Umgebung der Stadt ist überschwemmt. Eine große Zahl Wohn­häuser ist zerstört, viel Vieh ist vernichtet. Die Telegraphenlinie ist auf einer großen Strecke beschädigt. Der Verkehr auf dem Fluß ist unterbrochen. Menschen haben ihr Leben eingebüßt.

" Der schwerste Mann der Welt. Thomas Longley ist nach einem englischen Blatte der schwerste Mann nicht nur Englands, sondern der ganzen Welt. Er wurde im Jahre 1848 in Dover geboren; seine Eltern waren Menschen von normaler Statur. Er wiegt 282 Kilogramm und mißt um die Brust 70 Zoll, um den Gürtel 83 Zoll, seine Wade hat einen Umfang von 23 Zoll; feine Größe ist 6 l Fuß 1 Zoll. Longley ist ein gebildeter und sehr intelligenter Mensch. Im Jubiläumsjahr ließ die Königin Viktoria em Telegramm an ihn senden, was ihn zu seiner guten Gesund­heit beglückwünschte; der Brief ist eingerahmt worden und hängt in dem Restaurationssaal des Star - Wirtshauses, wo Longley lebt.

" Folgende stilistische Entgleisung leistete sich m der letzten Versammlung des Berliner Bezirksvereins deutscher Ingenieure in der Diskussion über einen Vortrag, die Rauch- belästigung der großen Städte betreffend, ein eifriger Redner: Es muß ein schreiendes Unrecht genannt werden, wenn sämtliche qualmenden Schornsteine Berlins den IH ei z ern in die Schuhe geschoben werden!' Der Mann hat Recht, und die Heizer würden auch entschieden I gegen so etwas prostetieren!

"Wasi st peinlich? Wenn aus Radler von Oberrab auf seinem Niederrad radelt, mit dem Vorderrad in das Hinterrad eines Fahrrad-Fabrikanten aus Niederrad gerät und radlos wie gerädert in den Chauffeegraben stürzt. (Aus der Frkf. Karnevalsztg. "Micke".)

Kunst und Wissenschaft.

D i e W i r k u n g des Tabaks auf den Organik mus hat ein iranzösifcher Arzt Dr. Petit studiert. Ter ^.abat verdankt seine Giftigkeit mehreren Stoffen, von denen das Nikotm am besten bekannt ist. Das Nikotin, dessen Menge tm Tabak je nach der Kultur desselben zwischen 2 und 8 v. H. schwankt, ist eine? Ker stärksten Gifte, von welchen schon zwei Tropfen, auf die Zunge debracht, genügen, um ein Tier zu töten, Die tätliche Menge pro ailo beträgt bei Tieren 20-21 Milligramm. Belm Menschen be­wirkt schon ein einzelner Tropfen schwere Erscheinungen; 8 Tropfen würden ein Pferd töten. Ein Teil des Nikotiils geht m den Tabaks­rauch über, während der andere durch Verbrennung zersetzt wird. Der Tabaksrauch tötet aus dem Grunde nicht, weil das Nikotin destilliert in Dampfform in den Mund gelangt. Es wird durch die warme Atmungsluit verdünnt »«nd nur fast unsichtbare peuchen kommen mit der warmen Mundschleimhaut in Berühriing, die, auch ! noch warm, sie nicht kondensiert. Wäre der Mund kalt, dann würde das Nikotin kondensiert werden rmd so tätlich aut den Menschen wirken, wie auf die Kaltblütler, Schlangen, Frosche, Eidech en, die man durch Hineinblasen von Tabakrauch in den Rachen töten kann. Dr. Petit bezeichnet den -^bak als em Güt, welches durch Vermittlung des Nervensystems, nach Art des Opiums und Alkohols, auf den Organismlls wirkt, ohne irgend welche Spuren an den Eintrittsstellen zu hinterlassen. Dabei Yt e» nach I Dr Petit gleichqiltig, ob der Tabakmißbrauch m Form von Zigarren oder Zigaretten ausgeübt wird. Der Zigareltenraucher isl nach seiner Ansicht nicht schlechter daran als Ser Zigarrenraucher, weil I das Zigarettenpapier nur unbedeutende und unschädliche Mengen I von Zellulose enthält. _______

bot des Terminhandels in Montanpapieren habe die Spekulation eingeschränkt. Die Ausführungen des Ministers über die Börsen-Novelle hätten seine, des Redners, volle Zustimmung gefunden. Die Ausführungen der Linken be­weisen vielfach nur, daß das Börsengesetz so gewirkt Hat, wie es wirken sollte. Mg. Frhr. v. Zedlitz (frk.) halt das Verbot des Terminhandels für Getreide ebenfalls für sehr nützlich und wünscht seine Aufrechterhaltung, dagegen bestreite er die Behauptung des Dr. Arendt, daß das Ver­bot des Terminhandels in Montanwerken die Spekulation eingeschränkt habe. Die Zahl der kleinen Bankiers sei rapid zurückgegangen. Alle diese Mißstände würden dringend eine Reform der Börsengesetzgebung heischien. Der Titel wird

Preutzisches Abgeordnetenhaus. Äuü Ltüdt Ulli Iflllil.

(Ausführlicher Bericht.)

Berlin, 20. Febr. Gießen, den 22. Februar 1904.

zweite Beratung des Etats der H andels-und ** (Stabttlje ater. Job ba| Stenommec bcr Ws Gewerbeordnung wird fortgesetzt beim TitelStaats- Bühne in Fachkreifenim WaMenbegrrffenrst, geht daraus kommissar bei der Berliner Börse" Abg. Funck (Frs. hervor daß jetzt häufiger Letter auswärtiger Buhnen Vv)' Die Gesetzgebung habe die unlauteren Elemente an hierherkommen. So wohnte den beidengestrigen Vorstell- die Oberfläche gelockt. Das Verbot des Terminhandels habe ungen Hofrat Bassermann, der Intendant des Mmtn- so viele Mißstände gezeitigt, daß es unbedingt wieder auf- Heimer Hoftheaters, mit Gemahlin bet, um einige Mit- aehoben weroen müsse. Der Minister habe die Pflicht, den glieder unseres Stadttheaters kennen zu lernen.

Gründen der Berliner Börsenpanik bei Ausbruch des russisch- ** K a i s e r p a n o r a m a. Jeder, der diese Woche das japanischen Krieges eingehend nachzuforschen. Wenn der Kaiserpanorama besucht, wird überrascht fern s icher diese! Entwuiss der Börsen-Novelle bereits vorliege, so müsse er Darbietungen. Man sollte es nicht für möglich halten, n^ch einmal dahin geprüft werden, ob er auch solchen SchlachtenLilder so darzustellen, daß man mernt sich mi t^ Ev^itualitäten vorbeugt, wie sie jetzt eingetreten sind. Abg. im Getümmel zu befinden. Zuerst erblicken wir die Ankunft | v Epnern (natl.) führt aus, wie bei der Kanalvorlage, Kaiser Wilhelms in Saarbrücken. Die heinmütige Er- so weiche auch beim Börsengesetz die Regierung vor den stürmung des Gaisberges, der Hohe von Spichern und Agrarimi mutig zurück. Der jetzige Zustand hindere die die Schlacht bei Wörth. Ferner die Gardeschutzen im. Ge- deutschen Kapitalisten, ihr Geld im Inland anzulegen und fecht bei St. Privat und vor allem das

führe viele Millionen dem Auslande zu. Abg. Graf Lim- regiment bei Gravelotte^ Sehr ergreifend ist d^Wschr^. burg-Stirum (kons.) hält die Schwächung des kleinen Kriegsgefangener von Frau und Kind, xie Schlacht bei Bankers nicht für eine Folge des Börfenaesetzes, sondern Sedan wird uns in £erf$eb^ für ein Symptom unserer ganzen wirt, Gastlichen Entwick-s unter: hing. Seine Partei werde die Vorlage der Regierung prüfen und keine Parteisache daraus machen. Das Verbot des Terminhandels habe nach Ansicht seiner Freunde einen wohltätigen Einfluß gehabt. 2lbg. Dr. Arendt (frk.) ist der Ansicht, daß das Verbot des Terminhandels für Getreide außerordentlich günstig unbedingt aufrecht erhalten werden muß. Auch das Ver-

- An d-n zuständigen Reichsstellen finden Erwägungen 1 cgenbesuch abzustatten.' Das Datum d-s Besuches . darüber statt, ob es sich ermöglichen ließe, durch em beson» noch nicht fest.

dereS Gesetz die Ueberwachung deS Verkehrs mit Madrid, 21. Febr. Pariser Meldungen, wonach -

NahrungS- und Genußmitte n auf Grund der be-K b ben roeiterec Verwickelungen eine Be­stehenden Reichsgesetze nach einheitlichen Grundsätzen und . » spanischen Gebietes bei Gibraltar und

durch Bestellung besonderer Beamten hierfür zu regeln kQ r vorbereite, rief an der gestrigen Börse eine Panik

- Die Kaiseryacht -Hohenzollern verlaßt nach Pie innere Rente sank auf 70.50, die amortisable

neuester Bestimmung Kiel am nächsten Dienstag und dampft L* & bie Aktien der Bank für Spanien 3, die nach dem Mittelmeer ab. Das Begleitschiff, der Panzer- Tabakmonopolgesellschast 4 Punkte nach. Ministerpräsident kreuzer ^Prinz Heinrich", folgt am Freitag. Der Grafte- ^^a erklärte die umlaufenden Gerüchte als unbegründet, zustand deS erkrankten Sohnes des Prinzen Heinrich Wien, 20. Febr. Großes Aufsehen erregt in war heute weniger gut, sonst ist das Befinden un- diplomatischen Kreisen eine Verfügung der russischen »«rändert. , . Armeeleitung, wodurch jene serbischen Offiziere,

Detmold, 20. Febr. In einer der letzten Sitzungen ,n Mch gegen die Königsmörder verschworen und

des lippischen Landtages wurde an die Regierung die Frage! ^laffung aus dem serbischen Heere bestraft worden

gerichtet, wie west die Ausarbeitung eines neuen, in bie russische Armee eintreten können. In W a h l g e s e tz e 8 für den Landtag gediehen sei Der Staats- Qb erblickt man darin eine nicht mißzuoerstehende

Minister erklärte, daß die Regierung zwar die bestehenden Demonstration gegen Serbien und namentlich am Hofe herrscht Mängel anerkenne, daß aber bie Aenderung einen wichtigen Erregung. - Bei dem gestrigen Hofdiner sprach der Schritt bedeute, der nicht ohne weiteres getan werden könne; mit bem ^ba. Kaftan über die Errichtung einer

er könne also die Ausarbeitung emes neuen Gesetzentwurfs für Hen tschechischen Universität, wobei er auf eine die nächste Zeit nicht in Aussicht stellen. Bemerkung, daß die tschechischen Studenten nach Wien gehen

- Eine Mißstimmung gegen Preußen machte, verantwortete:Nun, das ist kein Unglück, die jungen sich dieser Tage tm Landtage bemerkbar. feiten oct- ßeute sollen ja deutsch lernen." schiedener Abgeordneter wurde darüber Klage geführt, daß die Belgrad, 20. Febr. Zwischen hier sich aufhaltenden kleineren Staaten insofern wesentlich ungünstiger gegenüber Komitatsches kam es auf offener Straße zu einem Preußen daständen, well sie infolge unglücklicher Eisen- Kampf, was wahrscheinlich die Ausweisung

bahnverträge mit Preußen auf Einnahmen au§ römtIiÄcc Mazedonier aus Serbien zur Folge haben wird. Bahnen ganz ver zicht en müßten. Der Vorteil, den Preußen Konstantinopel, 20. Febr. Die Angaben über die dadurch, daß eS die gesamten Ueberschüffe aus den Bahnen BErluste bei Babuscha, 17 Km. nordwestlich von Djakowa, für sich verwende und die kleineren Staaten, die in sein Bah- I b ^uten sehr widersprechend. Die beiderseitigen netz einbezogen worden sind, daran mcht teilnehmen lasse, ^b .^^^lls sthx groß. Nach den letzten Meldungen führe mit Notwendigkeit dahin, daß früher oder später bie ^sküb sinb 1 Major, ber Abjutant Schemsi Paschas, Kleinstaaten, insbesonbere wieberum Lippe, sich vor bie Frage, go Mann getötet unb auf ber Seite ber Albanesen gestellt sähen, ob es nicht richtiger sei, die Selbständig- ^oo Mann getötet. Durch die Besatzung von Djakowa feit im Interesse der gedeihlichen Weiterentwickelung allerI b mif ^^fe der heranrückenden Truppenverstärkungen er- Verhältniffe aufzugeben. Schon jetzt litten bie kulturellen I, eine bQ(bige ©inbämmung ber Bewegung als wahr- Aufgaben ber kleinen Bunbesstaaten ganz bebenklich unter J dem Gebiet an ber serbischen Grenze macht

bem bestehenben Ntchverhältnis, unb wenn z. B. für Lippe -n jcu|et ^nter ben Mohammedanern und Christen die Steuerkraft feiner Bevölkerung in den nächsten 3a^ren cine beunruhigende Stimmung bemerkbar.

nicht eminent wachse, dann werde hier bie ernste Frage schon Petersburg, 21. Febr. Einem polnischen Blatte zu- sehr halb praktisch entschieben werben müssen. f0[qe soll Graf Lamsborf in Ungnabe gefallen sein.

Dresben, 20. Febr. Unter ben im letzten Jahre zur Konstantinopel, 20. Febr. In biplomatischen Kreisen katholischen Kirche Ucbergetretenen befinben sich blautet, Rußland sei fest entschlossen, es in der Tibet- 7 Angehörige einer adligen Familie. Uebergetreten ist emL e eventuell auf einen Konflikt mit England an- Freiherr mit seinen 6 Kindern. Es ist ein Anfang ber neun- kommen zu lassen

ziger Jahre verabschiebeter Ulanenoffizier, ber jetzt er- Bombay, 21. Febr. Der russische Oberst Kor- blinbet ist. , niloff ist nach Oetta abgereift. Man verweigerte ihm

Karlsruhe, 20. Febr. Fmanzmimster Dr. Buchen- Erlaubnis, nach Chaman an ber afhangischen berger ist heute nachmittag gestorbem Dr. Aböls renze zu gehen. Man glaubt, baß er bie Eisenbahn von Buchenberger würbe 1848 m Mosbach in Baben geboren, @ibi ^ch Chaman boppelgleisig umbauen wolle. Der Haupt- ftubierte in Freiburg i. Br. unb München unb würbe 1878 funne( b^. Eisenbahn in Muschki ist schon burchgeschlagen unb Ministerialassessor im Babischen Handelsministerium. in einem Monat fertig fein. Das gegenwärtig vor

verschiedentlichen Beförderungen wurde er 1893 zum Prasi- Dzibuti liegende russische Geschwader besteht aus 1 Panzer, deuten des Finanzministeriums ernannt, 1899 zum Finanz- Kreuzern, 1 Kanonenboot und 11 Torpedobootzerstörern. Minister. Dr. Buchenberger galt in Finanzfragen als eine, Kapstadt, 21. Febr. Das Ministerinm ist nunmehr ber größten Kapazitäten unter seinen beutschen Kollegen. qeblIbet Premierminister ist Dr. Jameson.

Vorgänger.

h. Hungen, 21. Febr. Seit einigen Wochen gafften hier eine Theatergesellschaft, deren Darbietungen den Hungener Kunstverständigen mancherlei Anregungen und Genüsse bietet. Hiesige Kunstmäcene tragen sich mit dem Plan, einen neuen besseren Theatersaal für die Auf­führungen zu beschaffen, da der Besuch seither immer über­aus zahlreich war und das bisherige Lokal dafür sich als zu klein erwiesen hat. (Nach dieser Mitteilung unseres Hungener Korrespondenten müssen wir neidisch auf die emporblühende Stadt in der Nachbarschaft blicken, denn danach würde ja Hungen eher einen Theaterneubau erhalten als (Äeßen! Red. d. Gieß. Anz.)

a. Marburg, 21. Febr. Nach seiner von Kaufmann

Dienern bestehen. - Die Rigaer Börsenkaufmannschaft be- sHloß eine Sanitätskolonne von hundert Betten der: russ. Sanitätsverwaltung zur Verfügung zu steNen. Graf Orlow Tavidow, Oberstallmeister des Zaren, spendete der Roten Kreuzgesellschasr eine Million Rubel.

Frankreich.

In einer Versammlung der republikanischen Vereinigung rn Soissons hielt M4line eine Rede, in der er ausfuhrte, Frankreich müsse eine Armee ersten Ranges, eine starke, disziplinierte Armee haben, sowie eine mächtige Marine. Ter russisch-japanische Krieg drohe gawz Europa in Brand zu stecken. Wünschen wir von ganzem Herzen, daß die russischen Truppen triumphieren.

Tie Pariser Subskription für die russischen Verwundeten hat bisher 204 000 Francs ergeben. Unter dem Vorsitz der Gattin des russischen Bosschafters in Paris hat sich ein Komitee russischer Damen gebildet, welches die Entgegen­nahme der Spenden und deren Verteilung bewirken will. Ter japanischen Gesandtswaft in Paris sind vom Hilfs­komitee zwei Feld-Hospitäler des Roten Kreuzes zur Ver­fügung gesteNt worden.

bewilligt.

Abg. Funck (Frs. Vp.) wünscht beim KapitelGewerb­liches Unterrichtswesen" die Errichtung einer Ban­ge werkschu le und einer Maschinenbauschule in Frankfurt a. M. Mg. Wolgast (Hospit. der frei, _ _ ..

Vp.) begründet einen Antrag seiner Parteifreunde, die Karl Dietrich hier zusammengestellten Uedersicht über bie im Staatsregierung zu ersuchen, in jeder Provinz Meister- Bezirk ber Hessischen Branbversicherungsanstalt in kurse einzurichten und Ausstellungen von im Meinge* bcn Jahren 1886 bis einschließlich 1902 gezahlten Brand- werbe verwendbaren Maschinen und Werkzeugen zu veran­stalten. Handelsminister Möller will eine Erhöhung der jetzt 100 000 Mk. betragenden Unterstützung für Ver­anstaltungen der Handwerkskammern eintreten lassen. Mg. Dr. Arendt (frk.) wünscht eine Vermehr­ung der sogenannten Arbeitersekretariate.

Kriegsgefangener von ^rau unv

Sedan wird uns in verschiedenen Bildern vorgefuhrt, dar- Q5^riU|l5|lIUL

unter:General Reille überbringt den NapoleoiEbrief an 6 9f) ^ebr Unsere Strafkammer ver-

Ä Mch°lL°KEEsjuÄ: fianbeite in ihrer lctzten^ng °lz ^ufungzinsi-mzwegen

Sn WZ auf auT übrigenSilber no-Z eingehen eines Falles °°n. Ueber- der^ol^e^^. minhandels S"ÄÄ"'ffaiferfrton^W* M«ge e?Ku-?«°

taten-' «ürgrftnS f daß «

breit fei, gefl® ben betden ien habe, nofr bie$ä er wolkig auftahme, ber j üerttjerfen- 4- diese

angelacht b - st s° 'n " MA,

Pasfanten ha«» ,;, Sn Pbe mm H Ansicht wieder ew» kostenlos frei- &

Weimar, SLS-L

in Lwei Monaten Gerichtshof ertantM' Telearamm aus syu in objektiver wie subff schreiben sei. De.arg herbeisührten, werden ' hier kurz rekapitubert. Polizei sollteffewsange eine merkwürdige Ach schließlich Stadtgespraa zunächst zur Abgabe se zweiten Bürgermeister Amtsniederlegung verc Vorschriften war es d« in der Tämmerstunde treten, ebenso war ih Straßen untersagt. % gegenüber auf den St altet seien; er äußerte tuierten in ihrer pers> konischen Weise beschr schließlich seinen Wor den Sittenbeamten vorzugehen und Nnzeiss dieser Maßnahmen war und ihres Anhanges na fjanblung Hatte das l KeichsgerW vor allem Ängellagte voll bewußt an die StaatsanMÜscho ob er sich nicht etwa befunden habe. Tas setz Urteil war in weiten S

Danzig,20. Febr wegen Jnbrandseh versicherungzuaci «strafe, 10 Jahren E aufsicht verurteilt.

Briefe eines -Unklage, in welcher der fs eme Hauptrolle spielt, fort "oblenz zur Verband. °us § 114 des Reichs°Tti Verletzung ist dersrühere 6 von der 4. Kompagnie de- von dem Knegsgericht zu wogegen er Beruiuug emp L der Regiments.«! Godesberg geschriebenen V

Säk» Wanjuer-CTbenä'i1*

SK Zeuge vernommen O?- mehrere Bries?^! zum Gefreiten beiÖrL^ Kaiser qebroht « liieren groß- j be erf «falle fei er AQnnel)i labinetis be§ Jt®eneTal1 ° bst die Anklo '^ium hört, bQ6 Bfle «legen t ?d"l w°r

als qL^^mene drin,, fei9- °ernomnien'e Md OrüensbA°^ar.zu ist? allerlei behch ?.ct keiner Verne^"^ün !°nnnen. D ^ebmung t?)>;ep f??n« leid' &J» fei

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