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22.2.1904 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Montag 22- Februar 1904

154. Jahrgang

Nr. 44

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siehener Zamilien- blätier viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u.Stein- druckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr. 51.

Gretzener Anzeiger w General-Anzeiger " S£

__ , den polit. und allgein.

Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MD

________________________________________________________________________ U zeigentell: HanS Beck.

Die ßtatsöeralung in der Kammer.

R. B. Darmstadt, 21. Febr.

5#ie allgemeine Freude Wer die angenehme lleberraschung, welche uns die zweite Kammer durch die in einer einzigen Sitzung abgewickelte General­debatte über den Etat bereitete, ist in der zweiten Woche der Etatsberatung wieder erheblich! getrübt worden. Trotz des wohl noch auf allen Seiten des Hauses bestehenden Bestrebens, den Voranschlag möglichst bald in der Kammer zu verabschieden, ist sie in den fünf bereits für die Spezialberatung verwendeten Sitzungen erst bei Kap. 55 angelangt, von denen noch eins der wichtigsten, die Volks­schulen, der vorgerückten Zeit wegen von der Beratung zu­rückgestellt wuroe. Tie erste Abteilung des Staatsvoran- schlags, der Verwaltungsetat, weist nun im ganzen 117 Kapitel auf, und da alsdann noch der zweite (Vermögens-) Teil mit seinen zahlreichen Anforderungen an Reu- und Umbauten 2c. zu erledigen übrig bleibt, so kann man an­nehmen, daß bisher kaum das erste Trittel der Etatsberat­ung erreicht sein wird. Tie Ursache an diesem langsamen Weiterschreiten liegt, in erster Linie darin, daß man sich nach dem Beispiel des Reichsparlaments immer mehr daran gewöhnt, das Schwergewicht ganz auf die Einzelberatung zu verlegen. Tie Generaldebatte ist von einer parlamen­tarischen Hauptschlacht zu einer Art Vorpostengeplänkel ge­worden, die Entscheidungskämpfe erfolgen mehr etappen­weise von einer Etatsposition zur anderen. Und da man bei den Geldbewilligungsgeschäften der Kämmer natürlich eher als bei anderen Gelegenbeiten auf ein geneigtes Ohr rechnen darf, so reitet hier jeder sein Steckenpferd im Pa­rademarsch vor, so gut er nur kann. Tenschneidigsten" derselben führte ohne Frage am Freitag Tr. David aus, der nach seinem im Reichstag mißglückten Versuch zur Rett­ung des Vaterlandes auf schnellen Dampfesflügeln herbei­geeilt war, um seinem übervollen Herzen über verrottete Schul- und Erziehungsverhältnisse in Hessen einmal Luft zu machen und mit dem Brustton eines er­fahrenen Schulfachmannes zu konstatieren, daß das hessische Schulwesen nicht auf der Höhe der Zeit stehe. Vom Regier- unastisch aus schien man aber schon darauf gewartet zu haben, denn als er geendet, erteilte ihm Ministerialrat Tr. Gisenhuth mit derber Ironie eine so treffende Antwort auf seineStrafpredigt", daß von den verschiedensten Seiten des Hauses wiederholt lautes Bravo ertönte. Wohl jeder unparteiische Zuhörer dieser schürfen Philippika hatte die Empfindung, daß Tr. David mit seinerSchulmeisterei" diesmal an den Unrechten gekommen und abgeführt worden war.

Etwas glücklicher, als er, hatte vorher sein Fraktions- genosse Ulrich gegen die militärische Organisation des hessischen Gendarmeriekorps operiert. Ihm kann der preußische Trill bei der Gendarmerie nicht behagen, obwohl doch diese in ihrem ganzen Verhalten nicht den geringsten Anlaß zur Entfachung des sog.Blaukollers" gibt, von dem die Genossen in Berlin so viel zu erzählen wissen. Herrn Ulrich wurde zwar von den Herren Staats­minister Rotbe und Ministerialrat Best ein entschiedenes Nein" auf sein Verlangen entgegengerufen, aber er hatte doch wenigstens bei der Abstimmung die Freude, daß auf seinen Antrag die drei obersten Chargen des Gendarmerie- korps nur icuuf den Inhaber bewilligt wurden.

Sehr reich an Wünschen und Klagen war die Beratung über das Kapitel Ministerium des Innern. Hier hatte der Zentrumsabg. Molthan die Aufmerksamkeit des Hauses auf den Weinbau in Rheinhessen hingelenkt und er darf auf diesem Gebiete zweifellos eine größere Jachkenntnis für sich in Anspruch nehmen, als sein Mainzer Parlamentskollege für die Schule. Er hatte freilich auch

einen leichteren Standpunkt/denn er tadelte und kritisierte weniger, sondern lobte viel mehr und dankte der Regierung für ihre, den Weinbau fördeimde vorbildliche Tätigkeit. Daneben stellte er das durchaus berechtigte Verlangen, daß das neue Weingesetz, das in Hessen so scharf gehandhabt werde, endlich auch in den anderen Bundesstaaten und namentlich in Preußen energisch zur Turchführung gebracht werden müsse. Ministerialrat Braun, der in der glück­lichen Lage war, als Tezernent für dies Ressort die wohl­verdiente Anerkennung entgegenzunehmen, konnte in bezug auf die verschiedenen Anregungen und Wünsche durchweg entsprechende Erklärungen abgeben und auch seine Erläuter­ungen über die bei dem Mainzer Weinpantschprozeß des Tr. Schlamp zu Nierstein geäußerten Sachverständigenurteile schienen die rheinhessischen Vertreter ganz zu befriedigen; nicht minder auch die Bemerkung, daß die Regierung der nickt immer ganz lauteren Konkurrenz der Moselwein-Pro­dukte ihre volle Beachtung widmen werde. Ueber die von den Abgg. Pennrich und v. Brentano angeregte Frage einer Schankgerechtigkeitserweiterung der Straußwirtschaften blieben die Meinungen geteilt. Tie Regierung hegt anscheinend nicht unerhebliche Bedenken gegen die Erweiterung, will aber den Vorschlag einer Be­weglichkeit in der jetzt auf die drei letzten Monate im Jähre festgelegten Ausschanksfrist oder deren Verlängerung bis 1. Februar in Erwägung ziehen.

Bei demselben Kapitel fanden auch noch Erörterungen statt über das Wohnungsgesetz und die Veränderung der Bauordnung, über bessere Jugendfürsorge, über Krankenkassen- und Versicherungswesen, die Submisstonsvergebungen (wobei Abg. Cramer den sehr gerechtfertigten Wunsck aussprach, daß die Behörden bei Vergebung der Arbeiten nur solche Unternehmer berück­sichtigen möchten, die bei der Preisstellung eine Gewähr für angemessene Bezahlung ihrer Arbeiter böten), ferner über die Gebühren oer Tierärzte u. a. m. Taß bei dem vorhergegangenen Kapitel über Eisenbahnen allerlei Klagen und Beschwerden über mangelhafte Bahnverbind­ung oder Lohnreduzierung, Beschränkung des Koalitions­rechts der Eisenbähnarbeiter 2C. erhoben wurden, ist ebenso selbstverständlich, wie Herrn Ulrichs Verlangen nach Be- seittgung der hohen Stempelgebühren und Einführung hoher progressiver Steuern für große Vermögen. Bis ;etzt hat er aber weder in der Kämmer, noch bei der Regierung große Gegenliebe gefunden.

Der Krieg zwischen Japan nvd Rußland.

Kriegsereigniffe.

Wie nachträglich bekannt wird, haben die japani­schen KreuzerAma" undTakachcho" bei dem Kampf vor Tschemulpo bedeutende Havarien erlitten. Der letztere soll kampfunfähig sein.

Einem Telegramm desNewyork Herald" aus Tschle- mulpo zufolge hatte der bei der Explosion untergegangene Jenissei" bereits 385 Minen im Hafen von Dalny ge­legt, als eine Mine explodierte. Der Explosion folgte ein Sprudel, der zahlreiche Minen an die Oberfläche brachte. Ter KreuzerBegatyr" wurde beauftragt, die schwimmen­den Minen an Bord zu nehmen, um weitere Unglücksfälle zu verhüten.

In Tokio trafen Nachrichten ein, wonach die russischen Linienschiffe Sewastopol und Petropawlewsk schwer b eschä di gt seien. Man glaubt jedoch, daß diese Meldung nicht richtig sei und daß die Russen sie verbreit teten, um die Japaner zu täuschen.

Zahlreiche englische Offiziere schifften sich in Wei-hai-wei nach Korea ein, angeblich zu Studienzwecken.

Als das englische PacketbootMongolin" 460

Meilen nördlich von Aden am zT2. ö. M. nachm. einem russischen Panzer und 4 Torpedojägern begegnete, versuchte eines der letzteren Fahrzeuge, es abzufangen. Ter Versuch blieb erfolglos. Tas Geschwader begann als­dann eine Jagd auf dieMongolin", ohne sie zu erreichen. Als das Geschwader Halt signalisierte, stoppte dieMon­golin". Nach einer Untersuchung signalisierte ein Torpedo­jäger :Bitte, zu entschuldigen". Tas Geschwader hoffte augenscheinlich, ein japanisches Schiff abzufangen.

Tas Reutersche Bureau meldet aus Pengkau vom 20. d. M.: Der Reutersche Kerwespondeut besuchte mit beson­derer Erlaubnis des russischen Generals Pflug unter offi­zieller Begleitung Port Arthur, wo, wie,er berichtet, weniger als '3 0 Proz. der Einwohner zurück­geblieben sind. Auch von den Zurückgebliebenen beab­sichtigen noch viele, fortzugehen. Tie Beförderung auf der Eisenbahn geht sehr gut von statten. Die Brücken und Kanäle werden stark bewacht. Die Lebensbedingungen in Port Arthur werden! dadurch gemildert, daß die Behörden die Preise der Nahrungsmittel festgesetzt und eine Menge Nahrungsmittel nach Port Arthur geschickt haben, welche nach Aussagen der-Russen für 2 Jahre versorgt. Ob­wohl die Liaotungshäfen wieder geöffnet sind, werden weitere Ankünfte nicht erwartet, da die Japaner den Meerbusen beherrschen und die Russen jeden Fremden als Spion behandeln. Das 11. Regiment habe am 16. Februar Niutschwang verlassen und sei am 17. Februar in Taschitschao angefommfti. Wenn das 10. Regiment in der Nähe von Niaochcm, das 9. in der Gegend von Laicheng und das 12. in Liaojang angelangt seien, beab­sichtige man gleichzetiig einen parallelen Aufmarsch gegen den Jalu vorzunehmen. Auch von Mvkden aus schiebe General Pflug Truppen gegen den Jalu vor. In­zwischen bersike er alles vor, um die Eisenbahn und die nördliche Küste des Liaotungbusens in Verteidigungsberett- schaft zu setzen. Währenddessen würden eiligst Verstärk­ungen herangezogen. Wie es heiße, sei Artillerie in großer Zahl auf dem Wege von Rußland nach dem fernen Osten.

China.

,Giornale d'Jtalia" meldet aus Peking, unter der italie­nischen Gesandtschaftswache seien schwere Unruhen ausge- brochcn. Zahlreiche Soldaten hätten den Gehorsam ver­weigert.

An Pariser amtlicher Stelle hatte man längere Zeit Besorgnisse über die Haltung Chinas im jetzigen Konflikt. Man hat in Erfahrung gebracht, daß sich eine Mandarinen- Partei gebildet, die bezwecke, einen Feldzug gegen Rußland zu organisieren. Nunmehr hat die Fried en s- partei die Oberhand gewonnen.

Nach einer Meldung aus Shanghai depeschierte der chinesische General Ma dorthin, die chinesischen Truppen in Sinminting seien täglich schwerer von der Ueberschreitung des Lajo und Angriffen auf die russische Eisen­bahnschutztruppe abzuhallen.

Vorbereitungen.

Tie Schützen, die soeben von Petersburg nach dem Kriegsschauplätze abgegangen sind, werden drei Wochen auf der Fahrt sein. Tie Volksmenge bereitete ihnen warme Kundgebungen. Tie Wagen sind so eingerichtet, daß die Mannschaften auch schlafen können. Alle drei Tage wird der Zug anhalten, um den Mannschaften einen Ruhetag zu gchtatten. Auf diese Weise hofft man die Mannschaften frisch und kampfbereit auf den Kriegsschauplatz zu brrngen.

Aschkenasi richtete an den russ. Minister des JUnern das Ersuchen, ihm zu gestatten, auf seine Kästen eine aus Juden bestehende Sanitätskolonne nach dem Kriegsschauplatz zu senden. Tie Abteilung soll aus vier Aerzten, 10 Wärterinnen, zwei Lazarettgehülfen und zwei

Gießener Stadttyeater.

Wilhelm Tell.

Wilhelm Tell" ist das volkstümlichste Stück der deut­schen Bühne. Es hat den Lauf der 100 Jahre seines Da­seins in immer gleicher Beliebtheit durchaemacht, zu allen Zeiten zum Herzen des deutschen Volkes sprechend, in manchen Tagen nationaler Bewegung die Vaterlandsliebe immer wieder von neuem entzündend. Für uns ist es heute nicht nur darum ein Quell der Erhebung und des Genusses, weil der Kampf des Schweizervolkes gegen seine Unterdrücker für alle Zeit fortleben wird als das Vorbild des Patriotismus, sondern weil das moderne Empfinden vor der gewaltigen Sprache des Schpranengesanges unseres größten Dramatikers Anregungen aller Art empfängt, die von der Kunst der Schjauspieler ganz besonderes Verständnis und Entgegenkommen erwarten lassen. Die Aufführung des Dramas war für die Beurteilung unseres Theater­ensembles höchst interessant. Für fast alle Rollen ist Raum für individuelle Auffassung, der Personen des Stückes so­wohl als auch des Schiller'schen Pathos in der sprach? lichen Verwirklichung, deren Möglichkeit den Darsteller mit Freude und Begeisterung für seine Aufgabe erfüllen muß.

Tie Aufführung gestern abend ergab die Bestätigung alter Wahrnehmungen. Die Besetzung der Rollen bot, wie an anderen Theatern auch, Schwierigkeiten, die nicht leicht überwunden worden sind. Wo, in welchem Theater, findet man einen Attinghausen, einen Stauffacher, einen Walther Fürst, einen Baumgarten u. s. f., die alle gleicher­maßen gut und einwandfrei in ihren Rollen stehen? Die Aufführung gestern hatte aber einen unbestrittenen Erfolg, und das kam daher, weil sich wieder bestätigte, daß sich unser Theater guter künstlerischer Talente erfreut.

Der Wilhelm Tell des Herrn Sand orf war, was

Auffassung und Bewältigung der Sprache anlangt, eine recht gute Leistung. Mit größter Sicherheit überwand er die Schwierigkeiten, gutes Studium in allen Einzelheiten mit lebensvoller Darstellung zu verbinden, und der Beifall, den er jedesmal nach Aktschluß hatte, war 'groß. Sein äußeres Aussehen hätte ein wenig mehr dem eines Alpen­jägers entsprechen können, und in einigen seiner Aeußer- ungen war er zu wenig rauher Mann der Natur. So schien es, als hätte, nach der Verkündigung seiner Gefangennahme durch den Landvogt, die Be­merkung zu seinem Sohne Walter:Dort oben ist Dein Vater, den fleh' an", mehr die Ruhe des Entschlusses, des Unabänderlichen, als den Ausdruck der Weichheit uno Rühr­ung an sich haben müssen. Der MonologDurch diese hohle Gasse muß er kommen" war prächtig gesprochen, und man konnte seine Freude daran haben, wenn auch Herr Sandorf in seinen Bewegungen auf der Bühne nicht voll­kommen ist. Hoch anzurechnen ist ihm, daß er in seinem Monologe Pausen machte und nicht, wie man das sonst häufig zu hören bekommt, um der kürzeren Erledigung der Aufführung Rechnung zu tragen, zu rasch sprach.

Eine andere gute Leistung war die des Melchthal von Herrn Achterberg. Er überraschte durch ein Feuer und Temperament, das ihm bei guter Regie eine schöne Zu­kunft bringen kann. Tenn das, erste, was wir von einem guten Schauspieler verlangen müssen, ist innerliches, über­zeugendes Spiel. Freilich stehen Auffassung und Studium gleich nebenan, woran es Herr Achterberg ja auch nicht fehlen läßt. Die Szene, in der Melchthal um den geblen­deten Vater klagt, ist, gerade weil sie zum Schönsten zählt, was unsere dramatisch^ Kunst hervorgebracht hat, unend­lich schwer. Hier die richttge Verbindung eines sicheren Erkennens des psychologischen Vorganges in der edlen Jüng­lingsseele mit all der natürlichen Leidenschaftlichkeit in der Tarstellnng herzustellen, dazu bedarf es großer Kunst. Herr

Achterberg hielt wacker Schritt und bot eine Darstellung, die sehr große Befähigung und Bemühung erfordert. Darum ist ihm nicht allzu nachteilig anzurechnen, daß seine Schmerzensäußerungen teilweise etwas übertrieben waren und die Sprache an den späteren Stellen von etwas mehr edler Ruhe überhaucht werden konnte.

Herr L i n z e n hatte in der Rolle des Werner Stauffacher einen vollen Erfolg. Tiefe biedere, markige Erscheinung stand ihm ganz vorzüglich Weniger glücklich mußte sich Herr Conradi in der Rolle des Walter Fürst fühlen; der auf dem Gebiete der Komik sick sonst sicher bewegende Dar­steller konnte dem alten, ernsten Teilnehmer an der Ver­schwörung die unumgänglich nötige Würde nicht voll geben. Ihm an die Seite zu stellen sind der Baumgarten des Herrn Pichler, dem die Rolle ebenfalls ungewohnt war, und Herr Gronert als Ruodi, der aus dem ängstlichen Fischer eine komische Figur machte, tgerrn Da mke fehlte für die ihm nicht gelegene Rolle des Rudenz die von Herzen kommende Leidenschaft.

Herr Teleky war die richtige Erscheinung für beit Landvogt, Herr Haag spielte feinen Attinghausen, be­sonders in der Sterb eszene, mit großer Ueberlegung und dem besten Erfolg. Tas so viel gehörte ZitatAns Vater­land, ans teure, schließ biuj an", sprach er mit richtigem Empfinben mit leiser, eindringlicher Stimme, nicht mit hervorbrechendem Pathos, was in der Tarstellung unerträg­lich wäre.

Von Irl. Hohl ist nur Gutes zu setzen; das Meder- sehen mit dem kleinen Walter war echt empfunden. Frau Kellermann wußte an die Ueberlegenhert der Gertrud, des Stauffachers mutiges Weib, nicht ganz heranzukommen. Tie Armgard des Frl. Hellberg war gut.

Tas ziemlich gut besetzte Haus zollte der Aufführung dankbaren Beifall. A &