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22.2.1904 Erstes Blatt
 
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Hen und den planten Denkmal n die Bewohner n- welcher bereits rkhardsselden 1 Scheunengerüste, 'd ärztliche Hilfe ) bei Albig lösten zrößere Erdmaßen ichäftigten Arbeiter lten den erlittenen

iner Meldung aud achten große Eis- Die Umgebung der ze Zahl Wohn­vernichtet. Die ke beschädigt. Der Keuschen haben

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M W 6 mb sehr intelligenter inigin Viktoria ein einer guten Gesund- mhmt worden und r- Wirtshauses, roo

sung leistete sich -irksoereins deutscher Vockag, die Rauch' ein eifriger Redner, mnt werden, wenn -ine Berlins den n werden!- -^ en auch entschieden Radler non Oberr°d Vorderrad w ba- u§ Niederrad gcra egraben stürzt- (

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Märkte.

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41/, % äussere Areentiner

Mittelarrest.

Unioersltäts-Uachrichten.

Verträge gelöst sind.

197.25

212.75

133.62

182.25

187.75

. . 101.60

. . 88.77

. . 101.55 . . 88.75 . . 100.50

Reicheanleihe do.

Konsole . do. . .

Heesen

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) W. in Grüuberg. Ja.

von chronischen Ausschlagen und Wundsern der ^nder habe mit Qbermeyer's Herba-neife sehr gute Resultate jwll. Z. h. i. all. Apoth., Trog, und Parftn. St. 50 Pfg. und 1 Mk.

3O/o Mexikaner . . 4,/afl/n Chinesen . .. Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelegee. Oeeterr. Staatsbahn . Lombarden . . « Gottbardbahn . . . Laurabütte .... Bochum.....

Harpener ....

Tendenz: ruhig.

ymann zu die juristische

BHy^nervor ragend/^

r bewährt bei

" Darmkataarrh.hoe;

Brechdurchfall etc.

dirig. Arzt d. Kinderkrankh. in L. schreibt: In Fällen

Der ordentliche Professor Dr. Ernst Heymann Königs berg i. Pr. ist in gleicher Eigenschaft m d- Fakultät der Universität Marburg versetzt morden.

. 25.70 . 83.70 . 94.50 . 100 00 . 196.60 . 180.00 . 132.10 . 142.50 . 146.30 . 182.70 . 14.00 . 185.00 . 214.50

. 179.00 . 184.60

WWW Kinder- ---- s mehl

Telephonischer KursberCchL

Frauklan a. tl.« 22. Februar.

Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 20. Februar 1904.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)

Die heutige Börse eröffnete, da keinerlei neue Nachrichten vorlagen, in ziemlich unentschiedener Haltung. Bald jedoch traten infolge umfangreicher Exekutionen in Türken und Spaniern für Rechnung eines salliten HauseS in Varis und Brüssel scharfe Rück­gänge in genannten Werten ein. Unsere Spekulation verlor voll­ständig den Kopf und warf ohne Besinnung auf sämtlichen Ge­bieten Ware auf den Markt, die nur bei wesentlich erniedrigtem Kursniveau Aufnahme fand. Nach kleinen unbedeutenden Er­holungen traten abermals größere Rückschläge ein, sodaß man auf sämtlichen Gebieten zu den niedrigsten Kursen, welche seit langer Zeit da waren, schloß. Politisch war absolut nicht neues bekannt.

Privat-Diskont 81/» Prozent.

Anfangs- xl Schlußkurse.

Schnäbel, bildet im Publikum wie

Glauchau, 22. Febr. (Segen zwölf Pastoren, welche eine Erklärung gegen die Crimmitschauer Geistlichkeit und für die Textilarbeiter unterschrieben hatten, ist vom Kultusministerium das Disziplinar­verfahren eingeleitet worden.

Crimmitschau, 22. Febr. Eine zahlreich besuchtr Textilarbeiter-Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher es heißt, die Versammlung miß­billigt da§ Vorgehen der Crimmitschauer Unter­nehmer, fortwährend noch fremde Arbeiter heran­zuziehen, obwohl noch viele heimische Arbeiter beschäftigungs­los seien, und macht die Unternehmer dafür verantwortlich, welche diese mit ben Maschinen nicht vertrauten Arbeiter an- gestellt hätten.

London, 22. Febr. Mehrere Blätter verzeichnen die immer größer iverdenden Rüstungen auf französischer und englischer Seite. Mehrere Morgenblätter veröffent- lichen pesimistische Artikel über den Pariser Börsen­krach. Sie erklären, die Ursache sei in der Befürchtung inter­nationaler Komplikationen zu suchen.

Paris, 22. Febr. Die Meldungen vom Kriegsschau-

in politischen Kreisen.

Bom Kriege.

platze treten hier völlig in den Hintergrund gegenüber dem b eispiellosen Börsenkrach. Dieser Krach, der noch weit schwerer war, als die Panik des Jahres 1887 bei der Affäre allgemein das Gesprächsthema sowohl

fo. Frankfurt a. M., 22. Febr. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpre rs e Weizen Mk. 17.0000.00, Kurhessischer Mk. 17.0017.25, La Plata Mk. 17.5018.25, Kansas Mk. 1750.18.25, Roggen (hiesiger) Mark 13.5000.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.5015.75, Franken- selder Mk. 00,0000,00, Hafer Mk. 12.7514.00, Mais Mk. 12.5012.75, Weizenmehl 0 Alk. 26.2526.75, 2. Qualität Alk. 24.25

bis Mk. 24.75, 3. Qualität Mk. 22.2522.75, Roggenmehl 0 Mk. 21.7522.25,1. Qualität Mk. 19.2519.75, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.7510.25, Maiskeime Mk. 11 bis Mk. 11.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00000.0. Alles per

Bom Geldmarkt. Der Privatdiskont ist am Samstag in Berlin bis 3 pCt. zurückgeganaen; Ultimogeld stellte sich auf 3 '/, Prozent. Die Seehandlung offerierte Geld bis zur letzten Marz- woche entsprechend billiger.

v. I. mehrere Briefe des Prinzen Salm erhalten, als Rusche nicht L$ (a_cn und vernichtet wird, -«um «uuifi«» .v I 40/. Italien Rente zum Gefreiten befördert wurde, in denen ihm die Meldung beim ^rische Rußland vor allem den unerschrockenen rcDotuho» Lt/ % Portugi6Ber ÄC* Vtate nären polnischen ,°-i°liischm Streitern für Fre.heit und L/. Po^en. .

Offizieren große Unannehmlichkeiten bereitet habe. Auch in diesem Unabhängigkeit drucken wir unsere mmgfte Sympathie auS Ln^J ken * Falle sei er vom Generalkommando auf Veranlassung des Militär- Resolution wurde mit großem Beifall ausgenommen. I 0. Grieoh Monopol kabinetts des Kaisers zum Bericht aufgefordert worden. Er hatte ... r e,ne unbekannte Frauensperson an berl - M S5^in^tbf=anS»' :L°,^Lr Lichtonstrmbrückr in Mstmördisch-r Absicht m ben Kanal

Prinz war persönlich bei dem Generalmajor Bauer und bei dem und ertrank. Der Füsilier Fricke oon ber 11. Korn Kompagniechef des Angeklagten. Ter als Zeitge und Sachver- pagn,e des 2. Garde-Regiments ist bet dem Rettungsversuch ständige vernommene Dr. Longard hat den in der ersten Instanz|eßenfQn§ ertrunken. Die Leichen sind bisher noch nicht unb Ordensbändern behängt gewesen, auch an seinem Spazierstock beging ihr 40. Stiftungsfest durch em Festmahl rni Rag h f* Hütten allerlei Gedenkmünzen mit dem Bilde des Kaisers gehangen. roarcn etwa 200 Militärärzte versammelt, welche der (Se= Bei seiner Vernehmung sei kein vernünftiges Wort aus ihm ge- angohören und ihre Ausbildung zumeist auf der

ÄSBxYäiSSK'sSre 5ll«r «°S.M Prof. A.

den Prinzen für total geisteskrank und unzurechnungsfähig, er leide ben $Qifer au§- an Altersblödsinn. Der Angeklagte habe unter dem starken « ~ -----~ ° '

Einflüsse des Prinzen gehandelt. Das Oberkriegsgericht sprach \

den Angeklagten von der Beihilfe des Vergehens der Drohung fre, Handlungen im und verurteilte ihn nur wegen Achtungsverletzung zu 14 Tagen«»-

00.00

99.40

98.90

97.00

99.10

56.00

55.50

115*00 41.50 42 30

Truppen stehen bereits in Korea.

Paris, 22. Febr. Ter Petersburger Korrespondent MTolhnnnon I desNewyork Herald" berichtet entgegen den offiziösen Ve^

lulllly^lU I ficherungen, daß in Ostasien in den letzten Tagen alles

Origiualbrah «Meldungen des Gießener Anzeigers, ruhig gewesen sei, cs mehrere heftige Bor- Berlin, 22. Febr. Zu einer^anti-ru ssUch en Kund - f^wkreV erÄste E/en und sich

gebung kam e§ in einer von den polnischen Sozia- ,^ückziehen mußten. Es heißt, die russischen Verluste hätten listen einberufenen öffentlichen Volksversammlung. Die 500 Mann belaufen. (??)

Versammlung stimmte einer Resolution zu m welcher es nach' --------

einem Protest der anti-polnischen Politik der Regierung unter

Magdeburg, 22. Febr. Die Einigungs-Ver-

' - Aerztestreik unter dem Vorsitz des.-----_ Geldlotterie zu 1 Mk. ist die Rote Kreuz.

Regierungspräsidenten sind gescheitert. Die vom Kaffen-Es kommen 3388 nur Geldgewinne mit vorstand an Stelle der Kassenärzte bclhmmten 38 Aerzte er» 44OOo Mark bar ohne Abzug zur Verlosung, wovon der klären fick mit der streikenden Aerzteschaft identisch. I Haupttreffer 15 000 Mk. ist. Die Lose kosten nur 1 Mk., 11 Lose

Leipzig. 22. Febr Die Verhandlungen der Aerzte 10 », Paria und LM-^P^^und hn^|o to mit ber Ortskrankenkasse ftnb cntguttig gescheitert, svmrm anqftr 107, und in allen Losverkaufsstellen zu haben. Die Aerzte verharren bei ihren Forderungen und sind ent- ------üi-----

schlossen, nicht eher Frieden zu schließen, als bis die zwischen

ber Ortskrankenkasse unb ben auswärtigen Aerztea geichlofsenen li 'Ä DA H

Port Arthur, 21. Febr. DieRufs. Tel.-Ag." meldet: Tie Meldung über die japanischen Torpedoangriffe am 14. ds. ist erfunden zum Zweck der Aufmunterung der japanischen Flotte. Ernzig wahr daran ist, daß Schneesturm geherrscht hat und alle früheren und späteren Versuche der Japaner nicht ohne Verlust zurückgewiesen wurden. Am 9. d. M. machte der japanische Gesandte dem Kaiser von Korea die Mitteilung, daß Korea sich von heute unter japa­nischer Verwaltung befinde. Falls der Kars er sich nicht unterwürfe, würde der Palast durch Truppen besetzt werden. Tie russische Kolonie von Soeul ist in der Gesandtschaft versammelt und diejenige von Tschemulpo mit dem Konsul an der Spitze in der

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fo. Frankfurt a. M., 22. Febr. (Telegr. Orig.-Bericht des läufige Mitteilung von dem ^^^matifchen

Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen ber heutigen Viehmarkt- Beziehungen zugegangen. Erne Nachricht aus uLtcntitn Steife. Zum Verkaufe standen: 395 Ochsen, 151 aus Oeft° besagt, daß 50M Japaner in Tschemulpo ausge- reich, 47 Bullen, 5 aus Oestreich, 745 Kühe, Fersen, Stiere und seifst wurden. Von Peking wird gemeldet, der eng- Ninder, 1 aus Oestreich, 295 Kälber, 173 Schafe und Hammel,U' amerikanische, fr anzösische, deutsche 1633 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflammer. Bez^lt italienische Gesandte überreichten gemeinsam 5R! ^3^ nnn[et6960^^t ^Söünen0Gual 62^bis I ßine Not- an bcn russischen unb j "panischen U »Km Mk°f Mh-0 Quak 60-°s Mt., 2. Qual, ©cfanbtcn, nach, welcher b-r Krieg tn ber Äaudschu. 5658 Mk. 8. Qual. 4446 Mk, 4. Qual. 4143 Mk., 5. Qual, rei begrenzt und nicht auf chinesisches ^biet 0000 Mk. Kälber: 1. Qual. 8284Pfg., Lebendgewicht 4850 Pf., hinübergespielt werden solle. Der kleine KreuzerNowir 2. CLttaL 7275 Pfg., Lebendgewicht 4244 Pfg., 3. Qual, wird repariert. t

0000 Pfg., Schlachtgewicht 0000 Pfg., Schafe: 1. Qual. 6870, Paris, 22. Febr. Aus Petersburg wird berichtet: 2. Qual. 0357 M., 3. D.uaL 00-00 «(g.; Schwem- 1. nnal morgen erhielt ber GroMrst Alexis bie Nachricht.

62-00 Ma., Sebenbgero 41 «Ig., 2. DmL50-51 Ws2ebenbgcn>i4t fca' Japaner bei Tschemulpo Verlust CM ÖÄ Hamöl-H42n7bcwt uÄn5flbÄenb; b-Lln-sterzeichnen hatten Ein Kreuzer nnd^ -in Torpebo. ! - mMelmLlg, rein U-6-rstand. b ° o^t Men star^k be.scha^ worben^ ^lben

Kirchliche Nachrichten. Dermutetb°einer S^e e^s^a chü^ ^)rei Kri^sschiffe uner-

Evangelische Gemeinde. mittelter Nationalität wurden in der Nähe von Kotuairr ge-

Montag, den 22. Februar, abends 8 Uhr: B i b e l st u n d e I sehen. Ein japanisches Scbiff, das in Schirnoiioseki landete, im Konfirmändenfaal der Johanneskirche. Text: Jak. 4, 11 ff. | berschtet von Verfolgung durch Kriegsschiffe. Der brmjctye Pfarrer Euler. unt> amerikanische Gesandte holen die Ausländer aus dem Mittwoch, den 24. Februar, abends 6 Uhr: 2. Passions- gerben Koreas nach Söul, wo Ruhe, aber Hungers­an d a ch t in der Johanneskirche. no t herrscht. Weitere Depeschen melden die Rückkehr der

Harrer Euler. > tz^gsflotte nach Fusan nach Rekognoszierungen der Wesb-

lüste Koreas und Feststellung der Rückkehr des russischen Geschwaders nach 'Wladiwostok ohne das Schiff Gromobor und das Kanonenboot Craboy. 60000 Mann japanische

mit Unrecht, weshalb deren Vertreter die Sache an die zweite Instanz brachte. Die Beweisaufnahme vor der Straf­kammer hatte folgendes Ergebnis: Der angeklagte Küfer- meister hatte eines Vormittags auf dem Seltersberg einen inzwischen verstorbenen Geschäftsfreund getroffen und, mit diesem auf der Fahrbahn stehen bleibend, ein Gespräch an- gefangen. Durch vorbeirollende Wagen wurden die zwei Leute veranlaßt, mitten im Gespräch den Platz zu ver­lassen, und sie stellten sich weiter plaudernd auf der Kante des Bürgersteiges auf. Da erschien nach^ 2 3 Minuten der Schutzmann und forderte die Leute zum Weitergehen auf, was diese auch nach Beendigung ihres Gespräches alsbald taten. Der als Zeuge vernommene Schutzmann gab zu, daß der Bürgersteig an der betreffenden Stelle ziemlich breit sei, und bemerkte, daß an dem Vormittag zwar ein lebhafter Verkehr geherrscht habe. Er erklärt, er sei von I Oest. Kredit . . . 197.75

den beiden Leuten, als er sie zum Weitergehen aufgefordert Deutsche Bank . . . 211.R0

habe, noch angelacht worden. Staatsanwalt Hoos, welcher I Darmstädter Bank . . 133.10

die Berufung zu vertreten hatte, erklärte nach dieser Beweis- Bochumer Guß . . . 179.25

aufnahrne, er wolle selbst beantragen, die Berufung zu Harpener Bergbau . .18610

verwerfen. Wenn der Angeklagte wirklich den Schutzmann Seubena. öebauptet.

ung des Schutzmanns habe der Angeklagte den Verkehr vor ber Türe stünde Die krifenartige Verstauung des

auf dem Bürg^steig nicht im geringsten gestört. Wenn Marktes, worüber wir speziell berichteten, wirkte ansteckend.

Passanten hätten ausweichen müssen, so sei dies kein Grund, Die Lage der Börse muß gegenwärtig geradezu besorgniserregend darum ein Verkehrshindernis anzunehmen, denn auszu- genannt werden. Man sieht ben Monatäabwlckelungen nicht ohne

Ä IN ber Provin. Hannover in ber ^e Ansicht wie bet Staatsanwalt unb sprach ben Angeklagten ^Orte-^oheneg^Ien^ <st man B°-Mm^en^ an, O^el wstenlos freu Q , angetroffen. Der Ort liegt an der Bahn Hildesheim-Braunschweig

Weimar, 21. Febr. Vor der Strafkammer des Land-

gerichts fand gestern die vom Reichsgertcht angeordnete er-1 - --- - -» «**

neute Verhandlung gegen den früheren ersten Bürger- < meister von Eisen ach Dr. v. Few fon statt, der bonh der Strafkammer in Eisenach wegen Amtsvergehens , zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Ter Gerichtshof erkannte gestern nach einem uns zugehenden Telegramm auf Freisprechung, da dem AngeklagtenI' in objektiver wie subjektiver Hinficht keine Sck)uld zuzu- fi schreiben sei. Die Vorgänge, die den sensationellen Prozeß herbeiführten, werden noch in Erinnerung sein. Sie seien hier kurz rekapituliert: Als oberster Beamter der städtischen Polizei sollte Fewson gegenüber den Prostituierten ber Stadt eine merkwürdige Nachsicht an ben Tag gelegt haben, bie schließlich Stadtgespräch wurde und den Oberbürgermeister zunächst zur Abgabe seiner polizeilichen Befugnisse an ben zweiten Bürgermeister und in ber Folge zu seiner völligen Amtsnieberlegung veranlaßte. Nach den sittenpolizeilichen Vorschriften war es den Dirnen unter anderem verboten, in der Dämmerstunde gewisse Straßen und Plätze, zu be­treten, ebenso war ihr Zusammenwohnen in bestimmten Straßen untersagt. Der Oberbürgermeister stellte sich dem­gegenüber auf den Standpunkl, daß diese Vorschriften ver­altet feien; er äußerte sich wiederholt dahin, daß bie Prosti­tuierten in ihrer persönlichen Freiheit nicht in dieser bra- konischen Weise beschränkt werben bürsten. Er ließ bann schließlich seinen Worten insofern bie Tat folgen, als er den Sittenbeamten einschärfte, liberaler gegen dre Timen vorzugehen unb Anzeigen möglichst zu üermeiben. Tie Folge dieser Maßnahmen war ein kolossaler Zustrom von Timen und ihres Anhanges nach Eisenach. Bei der gestrigen Ver­handlung hatte das Landgericht nach Anweisung des Reichsgerichts vor allem die Frage zu prüfen, ob sich der Angeklagte voll bewußt gewesen sei, daß er die Anzeigen an die Staatsanwaltschaft hätte weitergeben müssen, und ob er sich nicht etwa in einem entschuldbaren Irrtum befunden habe. Tas jetzige, in einen Freispruch ausgehende Urteil war in weiten Kreisen erwartet worden.

D a n z i g, 20. J-ebr. Der SchukmannHoher wurde wegen Inbrandsetzung seines Grundstücks und Ue6er- versi ch er ung zu acht Jahren Zuchthaus, 6000 Mk.! Geldstrafe, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei­aufsicht verurteilt. .

Briefe eines geisteskranken Prinzen. Erne Anklage, in welcher der Prinz Karl zu Salm-Horstmar eine Hauptrolle spielt, kam vor dem Oberkriegsgericht in Koblenz zur Verhandlung. Wegen Beihilfe zu dem Vergehen aus § 114 des Reichs-Strafgesetzbuches, Drohung und Achtungs- Verletzung ist der frühere E i n j a h r i g - F r e i w i l l i g e R u s che von der 4. Kompagnie des Fußarlillerie-Regiments Nr. 9 m Köln von dem Kriegsgericht zu 14 Tagen Mittelarrest verurteilt worden, wogegen er Berufung eingelegt hat. Im August vorigen Jahres erhielt der Regiments-Kommandeur Oberst Behrens einen aus Godesberg geschriebenen Brief, unterzeichnet: Aeltester Prinz Salm- Horstmar, Rheingraf zum Stein, ernannter Wachsoldat KWL In diesem Schreiben heißt es, daß man ihn den Prinzen zum Soldatenvater herangezogen habe, wegen seiner Position zum kaiser­lichen Hause könne er sich eine solche Rücksichtslosigkeit, wie sie ihm ......... ... , ... ,

in Köln passiert sei, nicht bieten lassen. Als Ehrenpreisrichter be§ $nb)erem heißt: Wir erklären das zarische Rußland für Johanniter-Ordens sei er gezwungen, sich Affäre anzunehmen. gefährlichen Feind des polnischen -i/»/,

8r rechne fest darauf, daß sein Schützling, der Einjährige Rusche, den sch umm tn 9 es 0 ) ü Fortschrittes.

befördert werde, um nicht gezwungen zu werden, dem Kaiser beilVolkes, jeder Fre yet I . 0 . Jp..

einem Zusammentreffen die Sache zu melden. Er stehe zwar als Mit ungeheuchelter Freude und Begeisterung haben wu 3/,/o von Gottes Gnaden über solchen Bagatellen weit erhaben da, bitte Nachricht von der Niederlage ber Ruffen un fernen Osten j/o aber um baldigste Beförd^ung ausgenommen. Unser heißester Wunsch ist es, daß das Oberhessen . . .

Angeklagte au Befehl des Prinzen Karl ®ai^^at^ef®re,reb^ I Zentum, das alle Völker, die unter seiner Herrschaft seufzen, 4% Gestern Goldrente . . Zeuge'vemommene Oberst Behrens bekundet: Er habe seit Mai mit roher Gewalt zu unterdrücken sucht, v oll ständig ge° ^7,^0^terr. 8überrente 0 «i-tJ Ä_r--«ra I. v , ------Allen Kämpfern rotber yn^.ar- »oidrento . .