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20.1.1904 Erstes Blatt
 
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154. Jahrgang

Erstes Blatt

Mittwoch 20. Januar 1904

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in

zu erzielen". Lage der La

heiter in die

in Aussicht. Mutmaßlich würden die Eisenbahnen ein Mehr von 100 Millivne n ergeben. Frhr. v. Rhein-

ostpreußischen Dialekt, indem er sich ticnriUyte, nachzuweisen, daß die russische Polizei in Deutschland bezw. Preußen nach Belieben schalten und walten könne, da die preußische Polizei ihr in die Hände arbeite. Ter Vortrag enthielt interessante Einzelheiten über die scharfe Kontrolle der russi­schen Regierung gegenüber den im Ausland studierenden Russen und entfesselte bei der äußersten Linken wiederholt das unparlamentarischePfui!" Die im Auslände tätigen russischen Spitzel bezeichnete Abg. Haase alsgemeine Lumpen". Frhr. v. Richthofens Antwort befrie­digte die Interpellanten nur wenig, da der Staats­sekretär u. a. erklärte, es liege für den Reichskanzler keine Veranlassung vor, den bestehenden Zustand zu beseitigen. Sämtliche Regierungen hätten ein gemeinsames Interesse an der Observierung vonAnarchisten", und wenn Ausländer in Deutschland unbequem werden, dann werden wir sie über die Grenze bringen, die wir für die richtige halten." Tumultuarischer Widerspruch derFraktion Bebel", Zurufe:Es sind ja keine An­archisten !" Nur mit Mühe vermochte der Präsident Ruhe zu schaffen, doch der Unmut grollte aus der folgen­den Rede Bebels heraus, der sich zum Anwalt auch der russischen Studenten aufwarf und die schärfsten Angriffe gegen die ,chis auf die Knochen blami erte, bar­barische" Reichsregie rung richtete, unterstützt durch den kräftigen Chor derGenossen". Im kritischen Sinne äußerten sich auch die Abgg. Schrader (fr. Vg.), Dr. Müller-Sagan (fr. Volksp.) und Dr. Spahn (ZtrI, während Abg. v. Normann (kons.) dem Staatssekretär uneingeschränkten Beifall zollte.

Kekauntmachuug.

Äetr.: Rauschbrand zu Watzenborn.

Bei einem Schaf des Joh. Gg. Philipp V. LVatzenborn ist Rauschbrand festgestellt worden.

Gießen, den 18. Januar 1904.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. Kranzbühler.

ringes Entgelt für die unserem hiesigen Theater geleisteten publizistischen Dienste d a r st e l l t, (Eine auffallende Bemerkung, die von andern Dheaterkritikern kaum anerkannt werden dürste. Im all­gemeinen betrachitet vielmehr der Theaterrezensent die ihm zugesandte Eintrittskarte nur als Einladung zum Be­suche der Theatervorstellungen im Interesse der Oeffent- lichkeit. JederEntgelt" wäre von feiten der Stihf stets rundweg abzulehnen. D. Red. d. Gieß. Anz) ist geeignet die Auffassung zu erwecken, als ob das sogen. Freibillet ein selbstverständliches Lob der Aufführung durch die Theaterrezensenten be­dingen könnte. Wir erheben dagegen entschieden Ein­spruch und weisen es als eine Zumutung zurück, daß man solcherart ein anderes Maß der Beurteilung bei der Kritik erzwingen zu können glaubt. Wir werden uns auch ferner bei der Besprechung der Aufführungen im Festipiel- haus vom rein künstlerischen Standpunkt leiten lassen unter selbstverständlicher Berücksichtigung der räum­lichen und stnanziellen Vcrhältn-ss' unseres F^stsp'^auses Worms, 15. Januar 1904. Redaktion derNachrichten". Redaktion desTageblatt". Redaktton derVolkszeitung . Die ,Wormser Zeitung" war zu der gemeinsamen Be­sprechung, in der dieser Protest verfaßt wurde, eingeladen, aber nicht e .chienen. ,

Moritz von Schwind ist mit 1 enterSchonen Melusine" und demMärchen von den sieben

Deutsches Keich.

Berlin, 19. Ian. Heute unternahm der Kaiser seinen gewohnten Spaziergang im Tiergarten, machte einen Besuch beim Reichskanzler Grafen v. Bülow und hörte im königl. Schlosse die Erträge des Chefs des Miltttür- kabinetts und des Cbefs des Ddmialstabes der Marine. Ter Kaiser besichtigte ferner die von dem Maler Barlvesins geschaffenen Entwürfe für den neu zu errichtenden Repräsentationssaal im alten Dom- vrobsteigebäude zu Halberstadt und genehmigte die Ausführung.

Gestern abend fand ein Tiner beim Kultusminister Tr. Studt statt, an dem der Kaiser und der Reichs­kanzler teilnahmen. Nach der Tafel hielt der Tirektor des Kastnarschen Museums in Hannover, Professor Schuchsardt, einen Vortrag über römische Aus­grabungen bei Haltern a. d. Lippe.

In militärischen Kreisen erzählt man sich, daß eine Kabinettsordre über die schriftstellerische Be­tätigung der O ffiziere, und zwar auch der ver­abschiedeten, ergangen sei, die in sehr scharfen Ausdrücken die kaiserliche Mißbilligung über manche Angriffe und Veröffentlichungen der jüngsten Monate ausspreche und jedenfalls für die Zukunft eine wesentliche Einschränkung in der öffent­lichen Besprechung von Heeresangelegen- hetten durch aktive oder inaktive Offiziere zur Folge haben werde.

KönigCbristian von Dänemark, der gestern abend aus Gmunden auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin eingetroffen war, hat heute morgen in Begleitung der Herzogin von Cumberland und des Prinzen Waldemar die Heimreise über Warnemünde angetreten.

TieVoss. Ztg." berichtet, daß dem Fürsten Ferdi­nand Radziwill in polnischen Kreisen übel gen om- men wird, daß er am Ordensfeste teilgenommen hatte. Tie Weigerung des Abg. Szuman, als Alters­präsident zu fungieren, wird als nationale Tat bezeichnet. Tie Polenfraktiou gab Tr. Szuman zu Ehren ein Festmahl.

Wie oieKrankenkassen-Ztg." mitteilt, plant der Staatssekretär des Innern, Graf Pvsadvwsky, die Ein­richtung von Kursen für Wvhnun gshygiene.

TieNationallib. Korr." bestätigt, daß eine Ver­einheitlichung des Arzneitaxwesens vvM Reiche erstrebt wird. Sie könne jedoch nicht auf deut

R a b e n" in die billigen ,,Kunstwart"-Mappen aufgenommen worden. DieSchöne Melusine" ist Schwinds Schwanen­gesang, ein Aquarellen-ZhklUs, der seine bleibende Stätte int kunsthistorischen Museum zu Wien gefunden hat. Das Märchen von den sieben Raben" rührt noch aus der Jugend des Meisters her. Heute befinden sie sich int weimarischen Museum, für das sie der Großherzog von Sachsen erworben hat. Tie beiden Mappen, die Georg D. W. Callweys Verlag in München soeben herausgegeben hat, zeichnen sich durch die Sauberkeit und Eleganz der technischen Ausführung wiederum aus und kosten nur 2, respektiv li/> Mk. Ferdinand Avenarius hat einen knappen erläuternden Text zur Einführung geschrieben. Es gibt kaum Merke, von deren Schönheit sowohl wie Volkstümlich­keit so viel gesagt worden ist, wie von den Schwindschen Märchenzyklen. Und dennoch sind sie noch so wenig in Nachbildungen verbreitet! Es ist kaum zweifelhaft, daß die Ausgaben desKunstwart" schnell in jedes schönheits- fteudige deutsche Haus bringen werden. Mir wünschen es wenigstens herzlich

Babel und Bibel. In der ersten Februarwoche erscheint bei der Deutschen Verlagsanstalt zu Stuttgart: Babel und Bibel. Ein Rückblick und Ausblick von Friedrich Delitzsch Tie kleine Schrift, in der sich der Verfasser mit seinen Kritikern eingehend auseinander- sctzt, darf des ttefsten unb nachhaltigsten Eindrucks bei allen, die sich für religiöse Tinge interessieren, sicher fein.

Feuilleton.

Die Wormser Stadtverordneten und hie Theaterkritik. In der Wormser Stadtverord­netenversammlung hatten sich jüngst zwei Stadtverordnete, Eller und Prof. Becker, dazu hinreißen lassen, den schlechten Besuch des dorttgen Theaters auf die Theaterkritiken der treffe zurückzuführen und mit Entziehung derFreiplatze 2U drohen. Hierzu erlassen die Wormser Blätter jetzt folgende Protesterklärung:Gegenüber den rn der Donnerstags-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung seitens der Herrn: Eller und Professor Becker gegen dre Theaterkritik der hiesigen Presse erhobenen Anschuldrg- nngen sehen sich die Unterzeichneten zu folgendem Protest veranlaßt: Ter Versuch den zurückgegangenen Befinl)! der Aufführungen im hiesigen Festspielhaus aitf^ bie kritischen Besprechen der hiesigen Presse znrückWsuhren ist ebenso NN a er echt fertigt, wie er eine vo ll st n n d r ge Ver­kennung der tatsächlichen Verhältnisse be- deutet Tic Untersiellrnrg, als ob die Kritik der UnterMch- ncten nicht »en Gerechtigkeit diktiert und unzutrcs'end >ei, müssen wir um so entschiedener zurchchuegen, °l . dch, Herren Eller und Becker hier «einerlei fach'und soch- gemäßes Urteil zu5Uge,tehen feilt durfte Tre Trohung mit der Entziehung des sogen Freibtlletts LoL taHü^tidj doch nur ein unverhältnismäßig ge

baben wurde bei Erwähnung dieses Mats humoristisch. Er meinte, das frühere Schmerzenskind, die Eis'" bahnen, habe sich dank der guten Erziehung ourch den23 a t e r", den Ersenbahnminister, und der guten Rat­schläge desOnkels", des Finanzministers, vortreff­lich entwickelt. Ein Teil der Hörer bezeigte für diesen Scherz kein Verständnis und riefA u!" Im übrigen wurde die ebenso gewandte wie klare Tarlegung des Ministers, der ein au^^eichneter Redner ist, mit Beifall ausgenom­men. Ausfällig knapp war die Bemerkung über die Ka- nalvorlage. ,Lch hoffe, daß es diesm-cck geringen1 wird, über diese so wichtige Vorlage eine Verständigung zu erzielen".' Breiteren Raum nahm die Schilderung der Lage der Landwirtscha f t ein.W i r könnennicht heiter in die Zukunft schauen", sagte Frhr. von Rheinbaben, indem er weiterhin die Notwendigkeit be­tonte, der Landwirtschaft einen ausreichenden Zollschutz zu gewähren, wofür die Rechte mit Beifall dankte. Mit ,Lört, hört!" unterstrichen die Agrarier die Feststellung von den erheblichen Minder ertragen bei der Tomänen- verpachtung, den nicht erfüllten Ernte Hoff­nungen und den sinkenden Kornpreisen. Ta­gegen entwarf der Minister von Jndusttie und Handel ein günstiges Bild. Nur verhehlte er nicht die Besorgnis über die wachsende Konkurrenz, der unsere Ausfuhr stand- zuhalten hat. Ter inländische Markt müsse mehr gepflegt werden. An dem Kvhlensyndikat rühmte der Mi­nister die Weisheit der Leitung, das vernünftige Maß-

Nr. 16

rlftetnt iSgttch außer Sonntag»

Dem Gießener Anzeiger «»erden im Wechsel mit dem Setflschen Landwirt die Siebener Familien, diüner viermal in der

Woche betgelegL Stotatumtontd n. Ver­lag bet Brüh l sschrn Nnweri^Buch- u. Stein» Nrudrtti (Pieüch (irben) Rtbaftüm. ftrpebttton und Druckerei:

Gchalstraße 7.

Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen.

AerniprrchanildtuhAr 6L

Preußisches Abgeordnetenhaus.

Tas Haus wählte wieder den Abg. v. Kröcher zmn Präsidenten, den Abg. Tr. Porsch zum 1. Vizepräsidenten und den Abg. Tr. Krause (natt) zum 2. Vizepräsidenten. Tie Gewühlten nahmen die Wahl an. Bor der Wahl des 2. Vizepräsideitten verließ ein Teil der Rechten unter großer Heiterkeit der Linken den Saal. Es folgte der Etat für 19 0 4, den Finanz Minister v. Rheinbaben dem Hanse unterbreitete. Ter Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß, nachdem der wirtschaftliche Aufschwung wieder eingesetzt hat, das Defizit von 31 Mil­lionen für 1903 b eseitigt werden hfirb. Außerdem sei iroch auf einen Ueb er schuß von nicht unter 22 Millionen zu rechnen, welcher rn den neu geschaffenen Ausgleichsfonds fließen soll, dessen Grundstock damit geschaffen wird. Im Etat für 1904 sind die Ausgaben vor­sichtig bemessen, trotzdem out allen Gebieten neue Ausgaben eingesetzt sind. Ter Etat balanciert mit einem Betrage von nahezu 3 Milliarden. Indem der Redner zu der vor­aussichtlichen Eittwicklung des Jahres 1904 übergeht, betont er, daß die Erneuerung des Kohlen-Shndikats gelungen ist, wodurch hoffentlich die Kohlenpreise in angemessenen Grenzen gehalten würden, und daß das Zustandekommen des Stahlwerks-Ver­bandes unerläßlich sei im Interesse der deusscksen In- buftric. Ter Minister bespriast dann in längeren Ausführ­ungen die Verhältnisse und Ausgaben der deutschen In­dustrie und gäbt dann der Hoffnung Ausdruck, daß es ge­lingen werde, über die große wasserwirtschaftliche Vorla ge diesmal eine Verständigung herbeizufuhren. Ter neue Etat für 1904 ergibt eine Mehreinnahme von 120 Millionen Mark. Tavon sollen u. a. die Eisenbahnen einen M eh rüber schuß von 83 Millionen bringen, notzdem erhebliche Mehrausgaben durch Erhöhung der Be­züge der Beamten, Beschaffung von Material usw. entstanden jinb. Der Redner führt dann noch eine große Reihe ein­zelner Positionen des Etats an und schließt, die wrrt- schafrliche Krise sei schneller überwunden worden, als erwartet werden konnte, und es stehe zu hoffen, daß auch das Jahr 1904 eine günstige wirt­schaftliche Entwicklung bringen werde. (Lebhaftes Bravo.)

Tie dem Landtage yt gegangene Novelle betr. Erhöhung der Richtergehälter hängt mit dem zweiten Gesetz- euftvurf zusammen, wonach die auffichtssiihrenden Richter an einer Anzahl großer Amtsgerichte den Titel ,Fmts- g e r i ch t s - T i r e k t v r e n" fthren und den ersten Beamten einiger besonders bedeutenden landgerichtlichen Staats­anwaltschaften eine pensionsfähige Gehaltszu­lage von je 900 Mk. gewährt werben soll. Die Stetten sollen in Ansehung des Tiensteinkommens denen der O b er* regier ungsräte beider Regierung gleichgestellt werden.

Man schreibt uns aus Berlin, 19. Januar:

Tas Ereignis des Tages war heute int preußischen Abgeordnetenhaus die Einbringung des Etats. Ten Finanz­minister sieht man gern heiteren, befriedigten Antlitzes. Menn es oem Fiskus gut geht, dann darf man hoffen, daß die Steuerschraube nicht allzusehr ange- s, © o, e n wird. Im vorigen Jahre war Frhr. v. Rhembaden von düsterer Besorgnis erfüllt. Er hiett eine weitere Steigerung des Fehlbetrages, durch den Rückgang der Eisen- Halme innahmen, für unvermeidlich. Jetzt aber scheinen die maacren Jahre" vorüber: nicht nur das ganze Defizit von 71 Millionen dürfte im ^laufenden Etats- iabr beseitigt werden, es steht sogar,nach vor- sichttger Schätzung" ein Heberschuß von 22 Millionen

GlehenerAnzelgerW

w General-Anzeiger ** SS

v bta pottt arrv aflflcm.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KWZ

teiaenletl Pan« Veck.

halten.

Volitische Tagesschau.

Aus dem Reichstage.

Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 19. Januar:

Südwestafr ika steht im Vordergrund des öffent­lichen Interesses. Das zeigte sich in der starken Nachfra^ nach Tribünenkarten für die heutige Reichstagssitzung, in der über dieKriegsvorlage" in Höhe von zwei­siebenachtel Millionen Mark verhandelt wurde. .Kolonialdirektor Dr. Stuebel teilte incher einleitenden Rede das gesamte, der Regierung ^gegangene Material mit und zeigte an der Hand der Stattstik die Grüße der den deutschen Interessen drohenden Gefahr. Tie Absicht der Hereros, zu revoltieren, möge ja seit geraumer Zeit be­standen haben, aber sie sei so sorgsälttg geheimgehalten worden, daß selbst die langjährigen Kenner der Einge­borenen durch den Ausstand überrascht seien.

Bei diesem Punkt setzte, wie vorauszusehen war, die parlamentarische Krittk ein. Abg. Dr. Spahn (Ztr.) be­schränkte sich allerdings auf wenige Bemerkungen, Abg. Bebel (Soz.) aber schlug scharfe Töne an. Er meinte, die Hereros seien von den Weißen so wenig gut be­handelt und in ihrer Existen z bedrückt, daß der Ausstand kommen mußte, daß er sich als Verzweif­lungskampf charakterisiere. Die Hereros werden also von Herrn Bebel in Schutz genommen wie seinerzeit die chinesischen Boxer, ein StaÄpunkt, den kein Mitglied einer bürgerlichen Partei teilt. ,

Mit Ausnahme der Sozialdemokraten, die sich der Absttmmung über die Kriegsvorlage enthalten wollen, erklärten sich die Vertreter sämtlicher Par­teien für die Bewilligung der geforderten Mittel und für die beschleunigte geschäftliche Behandlung der Vorlage. Tie Erwarttmg der Regierung, daß der Reichstag das Seinige zur Durchfiihrung der Hilfsaktton tun werde, hat sich alstv erfüllt. Graf Bülow, der der Verhandlung beiwohnte, war der Notwendigkeit überhoben, nochmals das Wort zu ergreifen.

Tie Vertretung der Regierung. beim folgenden Gegen­stand der Tagesordnung, der sozialdemokratischen Interpellation über die Tätigkeit russischer Po­lizeibeamter in Deutschland, übernahm der Staatssekretär des Auswärttgen Fchr. v. Richthofen. Abg. Haase (Soz.) begründete die Anfrage im breiten