Ausgabe 
17.10.1904 Zweites Blatt
 
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Aus der Mandschurei

Berichten der Divisionen zufolge kommt bem gestrigen Siege

Reuters bei der cnn 13. Oktober ausführlicheren

liegen folgende Nachrichten vor:

London, 15. Ott. Der Korrespondent Armee Okuö meldet nach einem in Fasan angekonanenen Telegramm: Eingegangenen

zage bis hinter Schah e. Tokio, 15. Okt. C

9 Uhr morgens bemerkt wurde, daß feindliche Kolonnen ziemlich offen in der Richtung auf unsere Stellungen aus der großen Mandarinenstratzc vorrückten. Unsere Entterinr eröffneten das Feuer auf diese Kolonnen. Der Mfeyks- haber des linken Flügels meldet, daß der Feind dort bedeutende Verstärkungen erhält. Wie dies aua> bei Liaujang der Fall war, brach gestern infolge der vielen Schüsse ein starkes Gewitter aus. Heftiger Regen ging hernieder. Die Straßen sind schlecht geworden. Die Flüsse gestiegen. Die Gcneralordre für alle Truppen blewr dieselbe:Hartnäckigsten Widerstand leistem Soeben wird gemeldet, daß bedeutende Streitmächte der Ja­paner die Eisenbahn von Westen nach Osten überschNrre^

Z)kr Krieg zwischen Japan und Rußland.

Tie Folgen der großen Schlacht bei Jentai.

Man darf heute von einem neuen großen Siege der japanischen Armee bei Jentai sprechen, denn alle drei Armeen wiesen den russischen Angriff ab und sind seit dem 12. Oktober im Vormarsche auf Mukden, d. h. sie

15 Okt. Der plattdeutsche Volksdichter Johann Meyer ist im Mer von 76 Jahren gestorben.

verfolgen energisch die auf der ganzen Linie zurilckgchenden der linken Armee eine höhere Bedeutung zu al^ man Russen. Der AuSgang des Kampfes ist keine Unterbrechung bisher angenommen hat. Als die Russen den Rnckzug be- des nissifchcn Angriffes, nicht ein blosses Stocken, er ist auf gönnen. waren vierundzwanzig russische Geschütze allen Piiukten entschieden abgcwicsen. Die bisherigen Tele- und viele Gewehre von den Japanern erbeutet. graphen-Berichte melden nur den AuSgang, weniger über Die Russen erlitten bei ihren Gegenangriffen schwere den Verlauf der großen Schlacht, die sich in drei Einzel- Verluste. Die Verluste der Japaner sind viel schlachten nach dem Gelände und der Truppeneinteilung kleiner. Der japanische Vormarsch dauert den ganzen Tag gliederte: am Hunho, bei Jentai, an den Furten deS Taitzeho fort. Die Ruffen geben zurück.

bei Pensihu. Ueberall greifen die Russen die japanischen Petersburg 1b. Ott. Der Korrespondent der Birshe- Stellungen mit großer Entschlosienheit an und wiederholen wlja Wjedomostl" telegraphiert auS Mukden. Nach Besicht!- die Angriffe nach dem ersten Mißlingen. Beide Gegner gung unserer ganzen rechten Flankenlime bin ich hier em- kämpsen mit einer Entschlossenheit, welche die Haltung der getroffen. Am 12. Oktober war unsere rechte flanke ge- Truppen in der ersten Schlacht bei Liaujang noch übertroffen zwungen, sich nach Norden zurack-nzrehen uvd die haben soll. Wenn den Russen Erfolge versagt Station Schatze aufzugeben. Die Veranlassung des Rück- b lieben, so trägt die nicht auf der Höhe stehende zuges ist darin zu suchen, daß der Femd mit überlegenen und eine zurückgebliebene Streitkräften einen überaus heftigen Angriff hierher richtete. " " Leib gegen Leib kämpften die Soldaten. Die Artillerie suchte

die schwachen Punkte auf, um sie zu beschießen. Die Schützen­ketten der Gegner rückten gegen einander. Die Artillerie er­hielt Befehl, den Angriff vorzubereiten: sofort eröffnete sie lebhaftes Feuer gegen die feindlichen Laufgräben, und die Infanterie stürmte vor; einen Augenblick später waren die Laufgräben genommen. Man erwartete einen Gegenangriff, doch ließ das Feuer bei Einbruch der Nacht nach und ver­stummte dann ganz. Hierauf erfolgte der Befehl zum Rück-

14. Oktober abends kamen die ersten Verwundeten an. Das Gefecht dauert noch fort. Die erste Abteilung der vierten Don'schen Kosakendivision ist eingetroffen.

Petersburg, 16. Okt. Kuropatkin meldet dem Kaiser von gestern: Ju ber Nacht auf den 14. Oktober machten die Japaner mit großen Streitkräften einen Ueberfall auf das Korps, welches sich beim Schahefluß auf der großen Mandarinenstraße befand. Mehrere Angriffe wurden zurückgeschlagen. Der l e tz te An­griff der Japaner war von Erfolg gjekroni und das Zentrum dieses Korps wurde durch­brochen. Gleichzeitig entbrannte ein Kampf auf dem rechten Flügel der benachbarten Abteilung. Der wahrschein­liche Durchbruch des Zentrums unserer ganzen Stellung brachte die benachbarten Truppenteile in Ge­fahr und konnte sie zum Rückzüge nötigen. Um die AD- teilungen aus der großen Mandarinenstraße au unterstützen, wurden rasch einige Bataillone dorthin gesandt. Von diesen

ügt jetzt über Truppen, die fünf Wochen mehr oder weniger Ruhe genoffen; kein Hindernis wie der Taitseho erschwert nach dem ersten Siege die unmittelbare Verfolgung des Feindes. Die japanischen Truppen stehen in unmittelbarer Berührung mit den Russen, die auf allen Punkten geschlagen worden sind. Der Rückzug deS starken russischen CLlllUB .............

linken Flügels führt durch ein unwegsames Gebirgsland,!^^^...^ gingen unsere Truppen zum Anriss vor deffen Pässe und Engwege die beste Gelegenheit bieten, ben imb gelang ihnen, das Dorf Schahepu zurück^ Rückzug unmöglich zu machen. So sollen drei bis vier , uerobern und die früheren Stellungen wie er Divisionen bei Pensihu äußerst gefährdet sein einzunehmen. Die Japaner, durch' Reserven ver- und ihre Artillere schon verloren haben. Ja, es stärkt, verdrängten uns wiederum m

scheint sogar, als hätten die Japaner bereits den H u n h o- D o r f Schahepu. Sa

Fluß Übertritten. Dieser Fluß soll eine Breite hoben Unsere Truppen gmgen Mm ckugr.s^ b

wie der Rhein bei Düsseldorf. Heber diesen Teil des Flusses nach einem hartnäckigen K ^pf. S Fg^ner bis auf zwei führen nur drei brauchbare Brücken bei Matstapu, die Bahn- i von diesem Dorf zurü ck zu d r ä n ge n. Auf unserM brücke und die Brücke der Kaiserstraßc nördlich Hunhoku. . ' toar t)ie Lage eine Zeit lang äußerst auf-

Obcrhalb derselben soll erst 40 Km. entfernt bei Fuschunschön I. ^nd Sic Truppen wurden in der Front angegriffen ein für den linken russischen Flügel geeigneter Uebergang fein. untcr gleichzeitiger Umgehung des rechten Flügels Em Rach Tokioer Meldungen folgen alle drei japanische Armeen Abteilungschef schob Truppenteile vor, die .staffelformig den Russen auf dem Fuße. Für die 1. rechte Flügelarmee hinter der Front aufgestellt waren und nun ihrerseits di

fitfian entsandt um den russischen Truppen den Rückzug von en von^u Schahcfluß. Die Stellungen der Truppen Pensihu zu verlegen. Drangen die ,apa>uschen Slrmeen schnell Zentrums Warrn im Vergleich mit denen veränderen

und rücksichtslos den zurückmarschlerenden Russen nach, so I der Gesamtstellung bedeutend vorgeschoben. Des"

steht eine neue Kata strophe schwerster Art für bie maren schon vorher die Stellungen in gleicher Linie russische Armee zu befürchten. Tie japanische Heeres- ^gnt rechten Flügel ausgewählt und zum Teil befestigt, leitung ist sich ihrer Aufgabe wohl bewußt und voll Eifer, I^gch einem erbitterten Kampf gingen unsere Truppen aus sie zu erfüllen. Alle Maßregeln deS japanischen Generalstabes diese Stellungen zurück. Unsere Truppen kämpftett zielten schon bei der Veranlagung der ersten Schlacht bei seit drei Tagen. Viele Regimenter haben drei Nachte

durch eine energische Verfolgung den vernichtenden Schlag zu versetzen, und man darf annehnien, daß Marschall Oyama in dieser Erkenntnis alles daransetzen wirb, um den Zweck seiner Operation /Vernichtung des Feindes" durch-

versönliches Verdienst zu überkommen Pflegt. König Fried- ; rieb August wird stier teilweise auf neuem Grunde zu bauen - bnben. Voller Entsagung inmitten einer Umgebung, aus ; her Weichheit und Anmut geflohen sind, ist die Aufgabe ( des neuen Königs trotzdem schön und groß. (Zk!nz Deutsch­land ist mit Sachsen einig in dem l)erzlichen Wunsche, daß es dern jüngsten Könige in deutschen Landen mt dew starken Dillen dazu und an Segen nicht fehlen möge.

Die ersten Kundgebungen des neuen Königs.

Der König erließ eine Proklamation an sein Kolk, in der er seines verstorbenen Vaters pietätvoll ge­denkt und die er also schließt:

Der edle, bis zum letzten Augenblicke für des Landes Wohl rastlos tätige verewigte Fürst bat während seiner Regierung viel Schweres durchlebt. Vielleicht ntfre ein w eni '.er Hochherziger Monarch verzweifelt. Er hat aber, selbst in schwersten Augenblicken, nicht daS Vertrauen 3 um Volke verloren. Diesem großen Beispiele folgend, bringe auch ich meinem Volke das vollste Ver­trauen entgegen. Es wird mein stetes Bestreben scm, des Landes und des Volkes Wohl zu fördern und jebcn, auch ben letzten meiner Untertanen glitcklich und zu­frieden zu machen. _ .. r . , .

Das sächsische Militärverordnungsblatt bringt einen Armeebefehl des Königs zur Kenntnis. Auch stier spricht er in Liebe und.Verehrung von seinem Vater und schließt:

Von meiner ftühesten Jugend mt nxrr die Armee meine ganze Liebe. Wie ick bis jetzt in jedem Dienstgrade nur Freude an ihr erlebt stabe, so hoffe ich auch, daß die Arnree unter mir, wie unter meinen Vorgängern, getreu ihrer glor­reichen Vergangenheit, im Kriege wie im Frieden ihren ehren­vollen Platz im groken bcittf(bcn Heere behaupten wird.

DasDr. I." veröffentlicht einen von den Mintstern gegengezeichneten Erlaß des Königs betreffend die Uebernahme der Regierung durch ihn. Darin heißt es:

W'r versehen uns zu imfercn getreuen Ständen, unseren könig­lichen und sonstigen in öffentlichen Diensten angestellten geisilickien und weltlichen Beamten icnd Dienern, auch zu allen Untertanen und Einwohnern unseres Königreichs, daß sie uns, als ihrem rechtmäßigen, angestammten Landesherrii, schuldige Di e n st- vflicht, Treue und Gehorsam so willig alo vflicht- maßig leisten werden. Dagegen versichern wir sie unsrer auf Hmidstabung von Recht, Gerechtigkeit und Förderung der Wohlfahrt und des Besten unseres Landes unausgesetzt gerichteten landesväterlichen Fürsorge, werden auch die Ver­fassung des Landes in allen Bestimmungen während unserer Regierung beachten, aufrechterhalten und beschützen Damit der Gang der Staatsgeschäfte nickt unterbrochen werde, ist unser Wille, daß sämtliche Behorchen ihre Verrick?tung bis aus unsere weitere Bestimmung pffichtmäßig fortsetzen.

Wilhelm II. und Friedrich August HI.

DasDr. I." deröffeiitlicht folgeuden D e p e s ch e n w e ch s e l zwischen Kaiser Wilhelm und König Friedrich August: . ., .

Mit aufrichtiger Trauer empfange ub die Nachricht von dem Ableben Deines von mir hochverehrten Vaters, der mir, meinem Vater und meinem Großvater so nahestand, einer der letzten aus der großen Zeit, in der er treu an der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes mitwirkte! Die Kaiserin und ich senden Dir und Deinen Geschwistern den Ausdruck inniger herzlick^r Teilnahme. Gleichzeitig sprecbe ich Dir zu Deiner Thronbesteig­ung die besten Glück- und Segenswünsche aus in der Ucber- zeugung, daß die guten traditionellen Beziehungen zwischen uns, unseren Häusern und Ländern unverändert fortbestehen werden. Wilhelm"

Der König antwortete:

Kaiser, Hubertusstock. Herzlichsten Dank für Dein herz­liches Telegramm, das mir in meinem tiefen Schmerz sehr wohl getan hat. Dank auch für den Ausdruck persönlicher und bundesfreundlicher Gesinnung, die ick aus ganzem Herzen erwidere. Friedrich August."

Kronprinz

ist nunmehr das älteste Kind des jetzigen Königs, Georg, geb. anr 15. Januar 1893. Seine jüngeren Geschwister sind Prinz Fri-drich Christian, <7*6. 31. Dezember 1893, Ernst Heinrich, geb. 9 Dezember 1896, Prinzessin Margarete, geb. 24. Januar 1900, Maria Mir, geb. 27. September 1901, Anna Monika, geb. 4. Mai 1903.

Des König? geschiedene Gemahlin.

Gräfin Montignoso, die ehemalige Kroiwrinzessin, lebt zur Zeit vollständig zurückgezogen mit ihrem jüngsten Töchterchen in einem äußerst einfach eingericksteten Häuschen im Schweizer- Al, das zur Villa Wartegg bei Staad am B-odensee gehört. Sie bat nur wenige Begleiterinnen und geringe Dienerschäft bei sich. Ueber ihre ferneren Ansichten ist noch nichts entschieden Die für die nächste Zeit beabsichtigte Reise nach Florenz ist aufgeschoben. Sie bleibt vorläufig in ihrem Landbaus wohnen und wird ie nach den Nacknichten aus Dresden ihre weiteren Reisevläne fassen. In ihrer Umgebung hält man eine Rückkehr nach Dresden für nickt ausgeschlossen. (?^ Sie selbst äußert sich darüber nickt. Ihr Aussehen ist sehr gut.

GcfechtSleitung und eine _

KampfeSform, namentlich der Infanterie, die Schuld. Wiederum tritt die Verwendung der Kavallerie ganz zurück. Entweder tut sie den Dienst einer berittenen Infanterie, oder den einer schlecht angesetzten Schlachtenka va l lerie, denn der einzige Reiterangriff gegen die japanischen Stellungen bei Pensihu scheiterie gerade im entscheidenden Augenblicke. Eine rühmliche Ausnahme macht die russische Artillerie, die von Freund und Feind bn6 höchste Lob erntet. Sie brachte in dieser Schlacht zum erstenmal die ncueingcführtcn Rohr- rücklausSgeschütze in daS Gcsccht. Wenn nach einigen Mel- ,

düngen 3 4, nach anderen sogar 7 0 russische Geschütze Tokio, 15. Okt. General Oku berichtet, daß seme während der Schlacht in die Hand her Japaner Armee an den drei Schlachttagen vom 10. bis 12. Oktober fielen, so ist auS bem Verlust weniger der Waffe selbst als an Offizieren vier Tote unb 31 Verwunbete der zugehörigen Infanterie ober Kavallerie ein Vorwurf zu verloren habe. Zwei weitere Offiziere würben vermißt, machen. Tokio, 15. Okt. Marschall Oyamas Bericht übet

Es ist nicht der Zweck bieser Zeilen, die GefechtsleitungGefechte am 14. Oktober lautet: Die Kolonne unter unb Kampfweise in ber zweiten Schlacht von Liaujang zu Kanin kämpft jetzt auf bem linken Ufer bes Tait- besprechen, fonbern auf den letzten Akt bieser kriegerischen gehen Meilen östlich von Penhsilio. Die Angriffe und Unternehmung, auf den Rückmarsch ber Russen unb auf die ^cr Pormarsch schreiten befriebigenb auf ber ganzen Front Verfolgung ber Japaner hinznweisen. Die japanischeDie linke Armee eroberte weitere zehn Armeeleitung kennt sehr gut den Vorwurf, baß sie dis- Geschütze.

hernach keinem Siege eine erfolgreiche Verfol- Tokio, 15. Okt. Marschall Oyama schätzt in seinem aung e inznl eiten vermochte. Nach ihrem Siege bei Bericht bie Verluste ber Russen aus 30,000 Wascmgu, Telessu schien ber Rückzug des geschlagenen KorpS a n Die Schlacht bauert fort. Die Russen treten ben des General Steckelberg den Petersburger militärischen Kreisen Rückzug an. Augenscheinlich erlitt Kuropatkin eine erdrückende äußerst gefährdet, nicht nur durch daS unmittelbare Nach- Niederlage.

drängen des General Oku, sondern viel bedenklicher durch den Tokio, 15. Okt. Nach einer Depesche deS Marschalls möglichen raschen Vormarsch eines HeeresleileS deS General Nodzu 0 a vom ^.Oktober wurde der Feind in ber ganzen von Takuschan über Hsmyen in ber Richtung auf Kaypmg. r 0 n t ber japanischen Armeen auf baS DaS zu Erwartende geschah nicht und Stackclberg konnte bei U f e r d e S S ch a h o ** zu-

Kayping ungehindert wieder Front machen. Nach keiner bcr L ü q c ro 0 r ; e n. Sein AugriffSplan ist mithin völlig ge- hierauf folgenden Schlachten setzte der japanische Generalstab eme .^ Man nimmt an, daß die feindlichen V er- wirksame Verfolgung an. Am schärfsten tadelte man blclc ( u c mchc a[§ 30,000 Mann betragen. Unsere Unterlaffung einer Verfolgung nach dem erpen Sicflc uon Lg 0 ( b n t c n bcaruben am Donnerstag 2000 Mann. Liaujang, sie hatte zur Folge, daß die taktisch voltfonnncn U c b c u t e t TOUrben eine große Anzahl Gewehre, Munition, geschlagene russische Armee trotz der Niederlage ihre Verbände unb bie bereits gemeldeten Geschütze.

bcwnhrtc und feine nennenSroerte Trophäen m ^cinbeSljonb J - ~rt ,nra ro;rb

ließ. In diesem Falle aber läßt sich da? Unterbleiben einer P°t"Sburg 15. O t Der Muss T ..Ag. w,rd Verfolgunq entschuldiqen^ Die Japaner hatten ben ersten »uS Charbm von heute gemelbet ES «rlau^, d-e panze Sieg bei Liaujang nicht durch Ueberzahl ertämpft. Sie be- Schwere des Gefechtes vom 14 O ober fiel d m 17 K°rp saßen umsoweniger eine frische Reserve, welche die Verfolgung welches dank redEjtaeittgcr ^*^2 ^72 ungesäumt und nachdrücklich ausnehmen konnte, als sie in den Korps alle SteMmgen behauptete Dem /-rnehmen nach

achttägigen Kämpsen den lehten Mann c.ugesetzt hatten und sch W» unsere Truppen echsAnqnffe i ^ek ,.p.n sich

die Truppen bis auf das äußerste erschüttert und erschäpft Arttllene mußte dreuual ,hr Feuer -mstellen Un,.

aus dem Feuerbereiche waren. Der Mangel an Kavallerie macht sich der japanischen Heeresleitung überall sehr empsind- lich geltend, sei c8 beim AusklarungS- unb Sichcrungsbicnste, sei es zu ihrer Verwendung, um zu verfolgen. Im ersteren Falle ist ihr Mangel mit eine der Ursachen ber auffälligen Langsamkeit ihrer Märsche, im letzteren erschwert ber Ausfall ber Kavallerie bic Verfolgung im höchsten Maße.

Nach bent zweiten Siege bei Liaujang sind bie Vor- bebingungen zu einer wirksamen Verfolgung für bic japanische Heeresleitung günstiger als vorbem. Marschall Oyama ver-

Briefe König Ludwiqs l. an Wilhelm v. Kaulbach enthält das eben erscheinende bayrische Spezialheft ber Süddeutschen Monatshefte. Fran Justizrat Dürck, eine Tochtn des Ma­lers, teilt einige Billette mit, die er von feinem königlichen Auf­traggeber erhielt, und die in gleicher Weise charakteristisch sind für die Art, wie Ludwig I. mit seinen Künstlern verkehrte und für seine originelle Schreibweise. Wir teilen im folgenden zwei dieser Billette mit:

Tie Bildnisse dieser 14 Künstler hier alphabetisch ange­geben, sind aus der Nordseile der Pinakothek in ganzer Gestalt zu malen, mit dem am längsten gebohrenen beginnend von der linken zur rechten, von da anfangend von wo die die Pforte enthaltende Schmalseite am nächsten ist. Tie nicht da abge- bildeten Künstler sotten es nicht als Geringschätzung betrachten. Ter Raum gestattet nur 14 Bildnisse.

München, 12. November 1851. Ludwig.

ES wurden diejenigen von mir bezeichnet, die durck ihr

Wirken vorzüglich mit mir verbunden. Ludwig."

München, 23. Jan. 1852.

Werther Kaulbach!

Meine Antwort betteffend . . .*) Entwurf zu einem ber Gemälde an der neuen Pinakothek. Tie Krönung meines Standbildes in einem von mir malen gelassen werdenden Bist^ wäre so entschieden wieder meine Art und Weise. Lassen Sie solche weg, alles übrige dieser tresslicken Zusammenstellung Komposition! ^trefflich ist Jede Kaulbachs hätte zu bleiben.

Ter Ihr großes Talent zu schätzen w! ' nder Ludwig.

Auch des Standbildes

kann füglich bleiben."

*) Unleserliches Wort. *

Erste Rheinische Kunst au sito l l u u g in Köln. Man schreibt uns' Tas Preisgericht sprach dem Entwurf von Pros.-'--r Dilling in Karlsruhe die Ausführung der Ausstelb