Totto, 16. Oft. (Amtlich.) Marschall Oharna berichtet vom 15. Oktober: Die Zahl der bisher auf dem Schlachtfelde vor der Front der rechten Armee tot aufgefundenen Russen beträgt 450 0. Biel wettere sind noch nicht gezählt. Hundert neue Gefangene wurden gemacht. Der Gesamtverlust der Russen auf diesem Teile des Schlachtfeldes wird allein auf mehr als 20000 geschätzt. Die russischen Verluste vor der mittleren und der linken Armee werden festgestellt.
Muk den, 16. Oft. (Reuter.) Heute^nahm der Kampf auf dem rechten Flügel der Armee, zehn Meilen südwestlich von hier, seinen Fortgang. Es ist jetzt sicher, daß di e russische Armee im stände sein wird, sich aus ihrer schwierigen Lage zu retten. Die gegenwärtige Schlacht ist gewaltiger als die bei Liaujang. Die Russen greisen heute auf dem rechten Flügel an.
Tokio, 15. Oft, abends 8 Uhr. (Reuter.) Die hier eingclaufenen Depeschen OHamas geben eine bis ins einzelne gehende Darstellung der letzten Kämpfe. In denselben wird eine große Zahl Orte, welche auf den Karten nicht zu finden sind, aufgeführt. Oyama schließt mit der Mitteilung, daß das Ergebnis des vom 10. bis 14. tobenden unaufhörlichen Kampfes nach jeder Richtung hin günstig war. Der Feind war an Truppenstärke der unserigen überlegen. Er wurde nicht nur geschlagen, sondern auch tatkräftig verfolgt. Wir treiben die Russen gegen das linke Ufer des Hunho und bringen ihm große Verl u st e bei. Mehr als 30 Kanonen wurden erbeutet. Tie Zahl der Gefangenen beträgt mehrere hundert. Der Plan des Feindes ist vollständig'fehlgeschlagen, seine Ofsensivbewegung gescheitert. An Kriegstrophäen wurden außer den Kanonen eine ungeheuere Menge Munitionswagen und eine sehr große Zahl Gewehre erbeutet Tie japanischen Verluste in den Kämpfen vom 11. und 12. belaufen sich auf 1250 Mann, .außerdem sind 15 Offiziere tot, 46 verwundet
Tokio, 16. Okt, 11 Uhr vormittags. (Reuter.) Fortwährend laufen von der Front Meldungen eilt. Aus der Zahl der aufgefundenen Leichen ist zu schließen, daß die Verluste der Russen am 14. und 15. über 40000 Mann betrugen. Meldungen über die Verluste der Japaner sind lückenhaft, aber jedenfalls gering im Vergleich zu denen der Russen. Tie Verluste Okus vom 10. bis 14. betragen an Toten und Verwundeten 2500 einschließlich der Offiziere.
Moskau, 16. Okt. Der russische Konsul in Mutschwang, Grosse, ist hier eingetroffen und berichtet: Fünf Stunden, nachdem die Russen Mutschwang geräumt hatten, sind die Japaner eingerückt. Sie benahmen sich zurückhaltend und luden die Konsuln, auch Grosse, zu einer Beratung über die Lage ein. Grosse nahm diese Einladung nicht an. Die japanische Verwaltung verbot den Japanern das Haus Grosses. Auf dem Zollamte wurde die russische Flagge gegen die japanische vertauscht.
Eharbin, 16. Okt (Rufs. Tel.-Ag.) Statthalter Alexejew ist nach Eharbin zurückgekehrt
Port Arthur.
London, 15. Okt. Nach Meldungen aus Dschifu soll dort ein drahtloses Telegramm Stössels einaetroffen sein, welches dem dortigen russischen Konsul meldet, daß in Port Arthur die Vorräte an Kohlen und Munition ausgegangen seien.
Petersburg, 15. Okt. Nach einer Meldung aus Dschifu ist die Verbindungmit Port Arthur jetzt fast vollkommen abgeschnitten. Tie Beschädigung des Retwisan durch das Bombardement ist unbedeutend. Dagegen wurde auf dem Kanonenboot „Gitta?" der Kommandant und viele Matrosen getötet. Tie Japaner befestigen jetzt besonders die Höhen bei Takuschan im Osten. AugenscheiMch wird ein neuer Sturm angriff vorbereitet
Das baltische Geschwader.
hat am Samstag den Hafen Libau verlassen und am Sonntag Bornholm passiert.
Der Ausstand in Deuisch-Südwestasrika.
Die Kriegserklärung Witbois.
Die Meldung von dem Abfall Hendrik Witbois läßt über den Ernst der Lage im Süden des Schutzgebiets keinen Zweifel. Nicht nur, daß die Witbois, der kriegstüchtigste der Hottentottenstämme, sich erhoben haben, es muß schon jetzt als ziemlich sicher gelten, daß der Aufruhr den größten Teil der Hottentottenstämme ergreifen wird, worauf die Ansammlungen im Süden von Gibeon bereits Hinweisen. Ein besonderer Anlaß zum Aufstand der Hottentotten scheint, abgesehen von der bei ihnen vermuteten Neigung, im günstigen Augenblick noch einmal den Versuch zu machen, die deutsche Herrschaft abzuschütteln, nicht vorzuliegen. Der Treubruch Hendrik Witbois kommt trotz der Kriegshilfe, die er unserer Schutztruppe seit Beginn des He- rerofeldzuges geleistet hat, nicht überraschend. Seine Unterwerfung unter die deutsche Verwaltung wurde van Kennern des Landes vielfach als eine Art persönlichen Abkommens zwischen ihm und dem Gouverneur Leutwein betrachtet. Daß sie eine so schwere Belastungsprobe aushalten könnte, wie sie sie durch unsere Beherrschung des Schutzgebietes gewiß durchzumachen hat, galt von vornherein als ziemlich ausgeschlossen. Trotzdem wird er den letzten entscheidenden Schritt nicht aus eigener Initiative unternommen haben, denn er ist viel zu gut unterrichtet, um sticht von vornherein zu wissen, welchen Ausgang dieser neue Feldzug schließlich nehmen muß. Seine vielfach antideutsch gesinnten Großleute werden ihn mit sich fortgerissen und zur Abgabe der Kriegserklärung gezwungen haben. Sie werden vielleicht im Anfang, solange die deutsche Truppe ihre militärischen Kräfte nicht zur vollen Entfaltung bringen kann, vereinzelte Erfolge erringen, aber ihrem Schicksal werden sie auf die Dauer doch nicht entgehen können. Freilich müssen wir uns auch darüber klar sein, daß die Bekämpfung der Witbois und der übrigen Hott en - itottenstämme nicht wieder mit so geringen Mitteln wird ausgeführt werden können, rote sie nior 10 Jahren Oberst Leutroein zur Verfügung Banden. Die Gefahr ist ungleich größer als damals, die Kriegstüchtigkeit des Feindes ist in der Zwischenzeit systematisch gesteigert worden und die Nähe Ler britischen Grenze sichert ihnen Herbeischaffung von Gewehren und Munition, worin sie kaum von irgend einer Seite behindert werden dürften. Schon heißt e§, daß ein Regiment und zwei Batterien nach Südwestafrika entsandt uoerden sollen; danut wird jedoch da§ letzte Wort kaum gesprochen sein.
Die Kriegserklärung Hendrik Witbois ist, wie der Kapitän in einem Briese erklärt, veranlaßt worden durch die
Furcht, daß die Entwaffnung der Witbois bevorstehe. Nach einem in Berlin eingetroffenen Telegramm des stellvertretenden Gouverneurs von Windhuk ist diesem au: telegraphischem Wege vom Gouverneur Leutwein aus Rehoboth die Nachricht zugegangen, daß Gouverneur Leutwein in Rehoboth eingetrossen sei und von dem Briefe Hendrik Witbois an den Kapitän von Rehoboth Kenntnis genommen habe. Ein Brief Witbois an den Kapitän von Hoakhanas besagt, daß eS wegen des deutschen Vorhabens der Entwaffnung geschehen sei.
Die Rückwirkung des Aufstandes auf die Herero.
Daß wir schließlich mit Witbois, BondelzwartS und Konsorten fertig werden müssen, ist selbstverständlich; ganz enorme Unannehmlichkeiten dürften uns aber erwachsen, wenn, wie alte Afrikaner behaupten, unser bei den deutschen Schutztruppen (als Ochsenführer, Bam- busen usw.) tätiges schwarzes Personal nun auch von uns ab fällt. Die einzigen, die da helfen könnten, wären Buren, die man (ohne irgendwie mit dem Gelde zu knausern) sofort engagieren müßte und die verpflichtet werden müßten, gleich eigenes schwarzes Unterpersonal mitzubringen. Was nach der Kriegserklärung Hendriks unsererseits mit den bisherigen Verwundeten, den verschiedenen deutschen Abteilungen zugeteilten Witboireitern geschehen ist, darüber liegt noch keine Meldung vor; zum mindesten müssen sie jedoch sofort irgendwo in ein sicheres Gewahrsam genommen worden sein. Etwas Besonderes haben diese Reiterin den Gefechten niemals geleistet; ihr ganzes Streben ging dahin, Vieh einzubringen, da ihnen für jedes Stück Großvieh eine hohe Geldprämie gezahlt wurde.
Die Offiziere des letzten Gefechts.
Der leichtverwundete Führer der an dem Gefecht vom 5. Oktober beteiligt gewesenen Kompagnie, Hauptmann Wehle, wurde 1965 geboren. Er trat 1884 bei dem Infanterieregiment »Graf Werder" Nr. 30 ein. Seine Ernennung zum Oberleutnant erfolgte 1893. 1900 zum Hauptmann befördert, trat er in das Infanterieregiment Nr. 176 über, dem er auch bis zu seinem Uebertritt zur Schutztruppe angehörte. — Der im Gefecht gefallene Leutnant Eick wurde 1876 in Steinbehr geboren. Eick trat 1896 als Fahnenjunker bei dem 2. Thür. Jns.-Regiment Nr. 32 ein und hat dem Regiment, in dem er 1897 zum Offizier ernannt wurde, bis zu seinem Uebertritt zur kaiserlichen Schutztruppe angehört. — Der in einem Patrouillengefecht am 21. September schwer verwundete Oberleutnant Schultze, der Sohn des berühmten Gynäkologen Wirkt. Geh. Rats Prof. Dr. B. S. Schultze in Jena, steh im 81. Lebensjahre. Er trat 1893 in das Feldartillerie- Regiment Nr. 15 und wurde in diesem Regiment 1894 Leutnant. Den Feldzug gegen China machte er bei dein ostasiatischen Feldartillerie-Regiment mit.
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine allerhöchste Ermächtigung an den Reichskanzler, innerhalb Deutsch-Süd- westafrikaS auch dort, wo eine allgemeine Steuerfreiheit besteht, Sonderberechtigungen zur ausschließlichen Aufsuchung oder Gewinnung von Mineralien für den Bereich bestimmter Gebiete zu gewähren. Der „ReichSanz." veröffentlicht ferner eine Konzession zur Aufsuchung und Gewinnung von Edelsteinen innerhalb des Bezirkes Gibeon in Deutsch-Südwestafrika für die Giben-Schürf- und Handelsgesellschaft m. b. H.
Gefreiter Mallack hat sich am 21. Sept, bei Dtjekongo von seiner Kolonne entfernt und ist bis jetzt dahin noch nicht zurückgekehrt. Nachforschung wird fortgesetzt.
parlamentarisches ans Kessen.
Ter vierte Ausschuß der zweiten Hess. Kammer hat über den Antrag des' Mitgliedes der ersten Kammer der Stände Frhrn. Hehl zu Herrnsheim, betreffend: Einstellung der Korbflechterei in den Gefangenen an st alten Berichts erstattet. Tieser Hehl'sche Antrag wurde im März dem Ministerium der Justiz zur Meinungsäußerung unterbreitet und von diesem im April beantwortet. In dieser Antwort wird darauf hingewiesen, daß ftir das Gefängnis in Darmstadt die allmähliche Einstellung der Korbflechterei angeordnet sei, daß aber für die Zellenstrafanstalt Bußbach die gleiche Maßnahme mit Rücksicht auf. eine angemessene Beschäftigung der Gefangenen in Einzelhaft nicht in Aussicht gestellt werden könne. Die vollständige Einstellung der Korbflechterei in den hessischen Ge- fangenenanstalten würde übrigens der Hammer Korbindustrie doch nicht zu gute kommen, so lange die Korbflechterei in einer Reihe von nichthessischen Strafanstalten aufrecht erhalten werde, wie dies tatsächlich der Fall sei. Tie Regierung stellt aber Maßnahmen in Aussicht, die eher geeignet sein dürften, der notleidenden Korbindustrie in Hamm aufzuhelfen, als das beantragte Verfahren, nämlich: bessere Gestaltung der Weidcnkultur, insbesondere durch Bekämpfung des in den letzten Jahren verheerend aufgetretenen Meidenbohrers, sowie Anbahnung eines Ueberganges zu feineren Flechtarbeiten anstelle dcw jetzt fast ausschließlich betriebenen Anfertigung einfacher Körbe. Tie erste Kammer versprach sich von diesen Anregungen guten Erfolg und erklärte den Antrag des Frhrn. Heyl vorläusig für erledigt.
Ter 4. Ausschuß der zweiten Kammer gelangte ebenfalls einstimmig zu der Ansicht, dem Beschluß der ersten Kammer beizutreten und beantragte daher, die Kammer wolle den Antrag des Frhrn. Hehl vorläufig für erledigt erklären.
Volitilche Tagesschau.
Das Branntwemsteuergesetz und die Notlage auf dem Spiritusmarkt.
Bekanntlich ist unser Branntweinsteuergesetz nebst allen Novellen darauf zugeschnitten, den ärmeren Gegenden die Möglichkeit einer entsprechenden Verwertung des Kartoffelanbaues zu sichern. Dem gleichen Zweck hat auch die Konzentration des SpiriülSgewerbes in der Zentrale für SpirituSverwertung dienen sollen. In dem Bestreben nun, den landwirtschaftlichen Kartoffelbrennereien unter allen Umständen den Vorrang und den Markt zu sichern, ist die Gesetzgebung an mehreren Stellen über das Ziel hinausgeschossen. DieS ist insbesondere bezüglich der steuerlichen Behandlung der gewerblichen Brennereien der Fall gewesen. Diese und speziell die Melassebrennerei sollten sich nicht „ins Angemessene" ausdehnen können, und sie wurden deshalb in ganz besonders enge steuerliche Fesseln gelegt. Man hat diese gesetzlichen Bestimmungen erlassen zu einer Zeit, in der der Spirituskonsum noch verhältnismäßig gering und stets ausreichende Warenmengen am Markte waren; man ging von der Voraussetzung aus, daß der Spirituspreis bei dem reichen Angebot der Kartoffelbrennereien unter die Grenze der Rentablität sinken könne. Heute findet sich nun demgegenüber ein völlig ver
ändertes Bild. Die Verwertung des Spiritus insbesondere zu technischen Zwecken hat sich enorm vergrößert. Der heutige Konsum erfordert eine Produktion von mindestens 4 Millionen Hektoliter Spiritus, einem solchen Bedürfnis aber vermögen die landwirtschaftlichen Kartoffelbrennereien in den Jahren nicht zu entsprechen, in denen eine Mißernte der Kartoffel zu verzeichnen ist. Ein solches Jahr liegt augenblicklich vor. Die Folge ist eine noch nie dagewesene Knappheit verkäuflicher Ware auf dem'Spiritusmarkt und in Verbindung damit noch nie dagewesene hohe Preise. Diese hohen Preise bedeuten aber eine Gefahr. Der Spiritus als Brennmaterial, als das er die große Nachfrage verursacht, hat bekanntlich scharfe Konkurrenz in Petroleum und anderen Leuchtstoffen. Steigt sein Preis über einen gewissen Satz hinaus, so ist er technisch nicht mehr verwertbar und man muß befürchten, daß die ganze neue, auf die Spiritus- beleuchtungstechnik gerichtete Bewegung zurückgeht. Träte aber ein wesentlicher Rückgang ein, so wären wiederum unlohnende Preise auch für die Kartoffelbrennereien die Folge. Die Fehler, welche man seiner Zeit in der Gesetzgebung gemacht hat, indem man die gewerblichen Brennereien knebelte, rächen sich jetzt; die Melassebrennerei, welche nun seit langer Zeit unter den Beschränkungen des Gesetzes gestanden hat, bat ihre Betriebe nicht entwickeln können und war nicht in der Lage, Einrichtungen aufrechtzuerhalten, welche eine rasche Vergrößerung der Produktion im Bedarfsfälle ermöglichten.
Die Grundprodukte der gewerblichen Brennereien sind bekanntlich nicht an den Ernteausfall gebunden; die gewerblichen Brennereien wären deshalb jeden Augenblick in der Lage, der entstandenen Spiritusnot abzuhelfen, wenn sie heute nicht eingeschnürt und auf kleine Verhältnisse festgelegt wären. In einer sehr scharf pointierten Eingabe an den Reichskanzler und die Bundes-Regierungen legt der Verein deutscher Melassespiritusfabrikanten diese Verhältnisse dar. Er weist darauf hin, daß sich der heutige Zustand wiederholen und bei Gelegenheit empfindlich verschärfen könne, daß es deshalb dringend ratsam sei, in eine Abänderung der bestehenden Gesetzgebung insofern einzutreten, als man den gewerblichen Brennereien die Möglichkeit geben könne, in geeigneten Momenten für den Spiritusmarkt als Sicherheitsventil aufzutreten. Es ist übrigens zu erwarten, daß die Berliner Regierung derartigen Anregungen nicht ablehnend gegenübertreten wird. Müssen doch die landwirtschaftlichen Kartoffelbrenner selbst eingesehen haben, daß sie andernfalls eine schwere Gefahr laufen. Bekanntlich hat ja auch das Zentrum schon wiederholt Veranlaffung genommen, auf eine Neuregelung der Branntweinsteuergesetzgebung hinzuarbeiten.
Krmst und Wissenschaft.
— Schillers' hundertster Todestag in der Schweiz. Eine großartige Kundgebung ist, wie aus Bern gemeldet wird, vom eidgenössischen Departement des Innern auf den hundertjährigen Todestag Schillers geplant. Während der letzten Tagung der schweizerischen Bundesversammlung wurde im Nationalrat die Anregung gemacht, es möchte auf diesen Tag, 9. Mai 1905, vom Bunde jedem Schüler und jeder Schülerin der schweizerischen Volksschulen Schillers „Wilhelm Dell" .als Geschenk verabfolgt werden. Bundesrat Forrer hatte die Anregung zur Prüfung entgegengenommen und berief eine Kommission von Fachmännern ein, um über das Vorgehen Beratung zu pflegen. Tie Kommission empfahl grundsätzlich die Ausführung der Anregung; das Departement wird aber noch eine Berechnung der Kosten, die sich wohl um die 100 000 Fr. bewegen dürften, vornehmen lassen, bevor es dem Bundesrat seinen Antrag unterbreitet. Ta? gesamte Schweizervolk wird tat der geplanten Verteilung die schönste Ehrung des Dichters sehen und eine würdige Gegengabe an die schweizerische SchulsugMd, die seinerzeit dem Bund das Rütli schenkte.
---1 ' ■■■■" ■■■" ■■■ K Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 18. Oktobers: „Das Rheingold/ Mittwoch den 19. Oktober: „Das Veilchenmädel/ Donnerstag den 20. Oktober, abends halb 7 Uhr: „Die Walküre/ Freitag den 21. Oktober: »Die lustsgen Werber von Windsor." Samstag den 22. Oktober, abends halb 7 Uhr: „Siegfried." Sonntag den 28. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Die Regimentstochter." Abends 7 Uhr: Neu einstridiert: „Der Trompeter von Säkkingen."
Schauspielhaus.
Dienstag den 18. Oktober*): „Der Pfarrer von Kirchfeld/ Mittwoch den 19. Oktober: „Traumulus." Donnerstag den 20. Oktober: „Hamlet." Freitag den 21. Oktober: „Traumulus." Samstag den 22. Oktober: „Die Welt, in der man sich langweilt." Somrtag den 23. Oktober, nachmittags halb 4 Uhr: „Im bunten Rock." Abends 7 Uhr: „Die Räuber." Morrtag den 24. Oktober: „Traumulus."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends nnt 7- Uhr.
Kandel und WerKehr. Molkswrrtschaft.
Frankfurt a. M., 15. Okt. In der heutigen Generalversammlung der Höchster Farbwerke vormals Meister L u e i u s u. Brüning waren 15,200 Aktien vertreten. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig die Vorlagen, sodaß das Abkommen mit der Frankfurter Firma Leovold Caffella u. Co. nunmehr perfekt ist. Als Vertreter dieser Firma wurden folgende drei Herren in den Aussichtsrat der Höchster Farbwerke gewählt: Geh. Kommerzienrat Dr. Leo Galis, Generalkonsul Karl Weinberg, Dr. Arthur Weinberg; außerdem wurde noch Geh. Kommerzienrat Wessel von den deutschen Solvaywcrken in Bern- bürg in den Aufsichtsrat der Höchster Farbwerke gewählt. Es wurde ferner mitgeteilt, daß die Bilanzen der Firma Leopold Cassella u. Co. genau geprüft worden seien. Danach hätte die Firma bei Zugrundelegung der gleichen Abschreibungen, wie sie die Höchster Farbwerke vornehmen, in den letzten drei Jahren 30 bis 35 pCt. Dividende auf das in Betracht kommend« Gesellschaftskapital vertcilen^köunen.
Kohlenkontor. Soviel allch darüber geklagt wird, so dehnt das Kohlenkontor seine Macht doch imrner weiter aus. Nun haben auch die Anthraeitkohlen- uild Kokswerke G. m. b. H. zu Nheiliau-Dtanilheiin, die bisher gegenüber dem Kohlensyndikat und dem Kohlenkontor ihre Selbständigkeit gewahrt hatten, dlese auf- gegeben und sind,durch Kauf in den Besitz deS Kohlenkontors über- gegangen. Der Hauptbeteiligte dieser, für den süddeutschen Kohlen- marlt wichtigen Gesellschaft, war die Firma Wulff u. Co. in Düsseldorf.
Die Russische N o t e n p r e s s e. Petersburger Meldun- jen zufolge arbeitet die russische Notenpreffe fleißiger Senn je. Es ind nach dem letzten Auslveis der Russifeben Staatsbank ilunmehr bereits 860 Mill. Rbl. KredilbillctS geschaffen worden. Die Ver- chlechterrulg des StatlltS der Bailk nimmt zu.
Hausfrauen gebrauchet
Kondensierte Älpenmikh
Kiest 8 e
I Voller Rahmgehalt.überall käuflich.


