gennnubnnqenbc '-berrocrrung wniut uumutm iu ßantevirtfÄft recht günstigen Zeiten entzegengingc. höchstens diejenigen Bezirke von der günstigen Lage
- In der Angelegenheit der oberhess. Viehhändler wollen wir unserem Bericht über die letzte Stadt« Verordnetensitzung noch nachtrogen, daß nur Anregung dcS Stadto. Kirch der Oberbgm. Mecum den Provinzialdirektor Dr. Brcidert bitten will, zu der demnächst in der Viehmarkt- Angelegenheit stattsindenden Besprechung auch Vertreter der
erfolgt am 26. September.
•* Die Ehrenbürger der Stadt Gießen. Neben Exzellenz Gnauth und Geheimrat Gassky hat die Stadt früher noch die Ehrenbürgerwürde verliehen vor vielen Jahren an den Kirchenrat D. Engel von hier und außerdem an den Berliner NniversitätSprofesior, bekannten Chemiker A. W. v. Hofmann, dem diese hohe Ehrung für seine Verdienste um daß Zustandekommen deß Liebig-DenkmalS Der Altreichskanzler ,var nicht Ehrenbürger
lobende Anerkennungen.
Zur Lage der Landwirtschaft iMabt die „Arbetts- markt-Korr": Die recht gute Getreideernte und Me gewinnbringende Verwertung könnte vermuten lasten, daß Oie QmthimrKrfiaft recht aünstiaen Zeiten entgegengingc. Man Nimmt
Das Urteil im Fall Witte.
Frankfurt, 16. Sept.
den Kreisdiener m BenShenn, Knopp, und den KreisdienerI m Darmstadt, H o ch, auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und I ihnen das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Kreisdiener in Oppenheim, Meyer, wurde zum Kreisdiener in Bensheim, der Kreis-1 diener in Erbach, Kayser, zum Kreisdiener in Oppenheim
und der Kreisdiener in Groß-Gerau, Schwär er, zum KceiS- diener in Erbach ernannt. — Ernannt wurde der Lehrer Hildebrand in Hochweisel zum Lehrer an dem LandeS- zuchthauS Marienschloß unter Belastung in seiner Eigenschaft als Volksschullehrer. — Dem Forst wart s Lich zu Londorf wurde aus Anlaß ferner Versetzung in den Ruhestand der Charakter als „Förster* verliehen, dem Maschinisten Rädche zu Pfungstadt daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit verliehen. — In den Ruhe« stand versetzt wurde der Schastner in der Heff.-Preuß. Eisen-1 bahngemeinschast, Buchert.
* In der vorgestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde bekannt gegeben, daß Geheime Jvstizrat Baist auS 2Lnlah seine?Jubiläums für die Stadl- armen ein Geldgeschenk gemacht hat.
- Dom Manävec deS XvTll. Armeekorps. Der
Nachbarstaaten. Auf der Bahnstrecke Frankfurt- Mannheim wurden am 16. d. Mts. zwei Streckenarbeiter auf dem Geleise zwischen Groß-Rohrheim und Gernsheim von einem Schnellzuge überfahren. Der eine blieb sofort tot, während der andere an den Beinen schwere Verletzungen davontrug. — Bei der in Nieder- Ingelheim statt- gehabten Gemeinderatswahl wurden sämtliche fünf ausgestellten Kandidaten der sozialdemokratischen Partei gewählt. — Unter dem Verdacht, den Privatier Däring am 10. Juni in Darmstadt in der Nähe der Ludwigshöhe ermordet zu haben, > wurde der 27 Jahre alte Friedrich Rupp aus Eisenach vergastet. — Dem Handelskammerpräsidenten Fritz Canthal in Hanau wurde der Charakter als Kommerzienrat verliehen.
Viehhändler einzuladen.
C. Unglücklicher S* tu Die Ehefrau des Weißbinders TL zu Hausen wurde vorgestern nachmittag, als sic im Fekde arbeitete, durch einen Schrotschuß am Auge verletzt
und mußte in die Klinik aufgenommen werden. DaS Auge mußte auf operativem Wege entfernt werden. Bon einem I hiesigen Jagdliebhaber, der auf Hühner geschostcn hatte, mar der unglückliche Schuß abgegeben worden.
- Die schnellste Fahrt nach Amerika hat nach einem Kabel-Telegramm auSNew-Pork der deutsche Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II. ‘ gemacht. Er Überholte seinen eigenen Schnelligkeitßrekord für die westliche Fahrt; er ! brauchte nur b Tage, 12 Stunden 44 Minuten. An Bord ! des Dampfers befand sich auS Gießen Prof. Dr. Hansen, der z. Zt. bekanntlich eine Forschungsreise durch Süd- und Mittelamerika macht. I
Bad-Nauheim, 16. Sept. Die Mitteilung über die Verlängerung der Kurzeit ist dahin zu berichtigen, daß von der Großh. Regierung angeordnet ist, daß daS Kurhaus mit Restaurationsbetrieb in diesem Jahre versuchsweise bis zum 15. Oktober geöffnet bleibt und Mittwochs und Sonntags Militär-Konzerte am Nachmittag und am Abend, je nach der Witterung im Saal oder auf der Terrasse statt- I finden. Bäder werden bekanntlich den ganzen Winter hindurch verabfolgt.
r. ErbeS-BüdeSheim, 16. Sept. Hebet die nächste Ursache des traurigenR o m i liendramaS in ErbeS-BüdeSheim, bei welchem der Altbürgermeister Lebert, ein Mann von 83 Jahren, sein Leben ringebüßt hat, wird jetzt allgemein bekannt, daß die Streitigkeiten zwischen Schwiegervater und Schwiegersohn ihren Hauptgrund darin hatten, daß der hoch- betagte Altbürgermeister im Begriffe stand, seine I langjährige Haushälterin zu heiraten, was dem Schwiegersohn Baron von Lengerkc nicht genehm war, der deshalb alles aufbot, daS Heiratsprojekt zum Scheitern zu bringen. Gerade an dem Tage, an welchem die gegenseitigen Schüsse gewechselt wurden, wollte Ledert die Trauringe kaufen. Die I Schüße, die von Lengerke erhalten hat, sind nicht lebensgefährlich, doch ist dieser noch nicht transportfähig, weshalb I er auch noch nicht in daS Gefängnis nach Mainz verbracht werden konnte und sich noch in der Behausung des erschoßenen I Schwiegervaters in ErbeS-Büdesheim befindet. Eigentümlich I berührt eine Todesanzeige in einem Alzeyer Blatt, in der von Lengerke „im Namen der tiestratternden Hinterbliebenen* Iben Tod seines Schwiegervaters anzeigt.
i| Kleine Mitte- tnngen aus Hessen und den
Das Oberkriegsgericht hat das Urteil des Kriegsgerichts der 21. Division Dom 30. Juli d. I., wonach Oberleutnant Witte wegen Meineids und Mißhandlung in 14 Fällen zu einem Jahr und drei Tagen Zuchthaus verurteilt worden war, aufgehoben. Der 'Angeklagte wurde von der Anklage des Meineids gänzlich freigesprochen, von der Anklage der Mißhandlung in zehn von den vierzehn Fällen. Wegen der verbleibenden vier Fälle erkannte das Gericht anf vier zehn TageStubenarrest,die durch die mehrmonatige Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Die Verkündigung bet' Urteilsgründc erfolgte nach der „Frkf. 3tg." in öffentlicher Sitzung, nachdem der Verteidiger Brnek ausgeftthrt ! hatte, daß militärdienstlickie Rücksichten nicht mehr gefährdet werden könnten, der Angeklagte aber ein großes Interesse daran habe, auch vor der Oefseutlichbeit gerechtfertigt zu werden. Während der kurzen Beratung deS Ge- v,_, ,, richts über diesen Antrag des Verteidigern wurde der An-
jDArfrfr™ bad Gefechten prrückzulegen. Jo ben Sriefen, du s geklagte von allen Seiten beglüwoimfthi. Sein, frühcrer
14 September war für die Soldaten bisher der anstrengendste Tag x? v-slähngen HerbstmanäverS, da cS galt, die bergige flkqenb Pvöchm Grimberg und HoherodSkopf in anstrengenden
Landwirtschaft.
o AuS dem Kreise Marburg, 16. Sept. Tie Herd- bnch-Gesellsckaft deS Kreises Marburg für das Vogels- berger Rind hielt am Montag in Heskem für den sog. Ebsdorfer Grund, am Mittwoch in Bürgeln für den nord- östlicken Teil und gestern in Hermershausen für den NM- lichen Teil des Steif cd Viehschmren mit Prämiierung ab. Im allgemeinen batte man dm Eindruck, daß die Zuckn oes Vogelsberger Höhenoichs, das sich besonders für die hiesige Gegend fo sehr eignet, gute Fortsck-ritte macht. Besonders in Heskem kamen prachtvolle Tiere zur Vorführung. Im Ganzen wurden 32 Geldpreise in Beträgen von 15, 10, 8 und 5 Mark au die Bescher der besten Tiere verteilt. Sieben Besitzer erhielten außerdem
die Soldaten m die Heimat sandten, liest man denn auch» gewöhnlich: „ES war die höchste Zett, daß wir inS Quartier kamen.* lieber die drei letzten Manöveriage am 22., 28. und 04 September, da« eigentliche KorpSnianöver, ist bei den Soldaten und Zivilisten nichts bekannt. DaS Oberkommando hält alles geheim, die Regimenter beziehen da Maßenquartier bezw. Btwack wo sie gerade daS Gefecht hinbringt, eß geht also vollständig kriegsmäßig. Am letzten Manöveriage, 24. September, vereinigt sich baß ganze 18. Armeekorps, um gegen einen markierten Feind zu manöverieren, der von ein-! zelnen Bataillonen oder einem Infanterie-Regiment mit Zuteilung von Kavallerie- und Artillerie-Abteilungen aufgestellt wird. Wie verlautet, soll der markierte Feind auf den Höhen um Steinbach und Garbenteich Aufstellung nehmen. Voraussichtlich findet am 23. September noch ein Biwak für baß ganze KorpS statt. Die Verladung der Jnsanterietruppen, Pioniere und Unteroffizierschule Biebrich geht im Laufe deS Nachmittags am 24. September vor sich. In Gießen gehen acht, in Lich zwei, in Butzbach vier und in Lang-Göns drei Militär-Extrazüge ab. Die Entlassung der Infanterie-Reserve
Dcrmijcbut*
• Kiel, 16. Sept. Gegenüber Gerüchten, daß daß Schulschiff „Stein" gesunken und dabei 300 Mann ertrunken seien, erklärt die Nordostseezeitung auf ®ntnb von Erkundigungen an amtlicher Stelle, daß dort von einem solchen Unglücksfall nichts bekannt sei. Das Schiff sit am 15. September wohlbehalten in den Hafen von Funchal eingelaufen.
* Königsberg, 12. Sept. Tie ,L)stpreußische Ztg schreibt: Die Ermordung des russischen nisters des Jnncttn v. Plehwe hat die Frage aw geregt, ob verwandtschaftliche Beziehungen zavischen dem russischen Hause, v. Plehwe und der preußischen Familie gleichen Namens, insbesondere nut dem Oberlandesgerichtspräsidenten v. Plehwe bestehen. ~ur haben nasch dieser Richtung Erkimdigungen eingezogen unv können die Frage bejahen. Auf dem F-amilienUrchhofe des Rittergutes der preußisiben PlehweG, Dwarischken, rnbt ocr 11788 verstorbene gemeinsame Vorfahr Joachim v. Plehwe, Offizier unter Friedrich dem Großen und Führer des sturmes gegen die Russen im siebenjährigen Kriege. Einer seiner Mhne ging nach^ Ritßland imd wurde der Begrunve der russischen Linie, der Familie v. Plelsive, die seit wen über hundert Jahren griechisch-orthodox ist. ^-er ermvr^ t I Drifter ist ein direkter Nachkomme Ioachidns v. Plehwe, des UrgrrchVaters unseres OberljandeSgerichte.Hräsldenten.^ Nähere Beziel-ungen der preusiisch<vangelisck)-en urck» dell griechisch-orthodoxen Linie der Familie haben nicht standen
• Gin „Ernbrecherskat" ist du neueste Erichemung |aur dem Gebrete der B<rllr»er Sq)rtzbubenfrechhert.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 17. September. Personalien. S. K. H. der Großherzog haben
lx, w günstigen Lage aus, die von
einer auSnahmsrveiscn Futternot betrosf^ wurden Aber tatsächlich liegen die Derhältniffe keineswegs st befrrelngmd. Wenn auch bei steigenden Getreide preisen durch den Verruf des Getreides größere Einnahmen erzielt werden, so rst doch auch befhmmt mit erhöhten Ausgaben während der nächsten Betrubs- periode zu rechnen. Mit einer ausgesprochenen Futternot 11t allerdings mir in relativ eng begrenzten Gebieten zu rechnen, aber von der starken Steigerung der Futtermtttclpreise wird die gesamte 2anbnnrtidxift betroffen. Fast in allen grol^ren Dirt- idyiftm müssen bei dem fdnvacbcu Ertrage von Ranhsutter- stossen, von Wurzln, Knollen, Grün^ und ^auenutter, ferner bei den lwHeren Maispreisen andere Futtermittel m viel stärkeren Mengen binzugekauft werden, als tm Von ah re nach den Rückständen der Oelsabrikation, der Müllerei, ^pir tu^ bremtem. der Brauerei und ^tärkewbrikatton^ist ichon ,e^ 10 lebhaft, daß seit Anfang Juli bis Anrnng^-eptember bte Meist ganz l<eträchtlich angezogen baden, Iheg Z- B. ber Wt- pro 1000 Kilmwamni Biertreber von 100 auf 105, GetreDe schlempe von 114 auf 120, Roggcnlleic von 90 ausWei-rw neic von 88 auf 95 Warf. Fast in allen Art'keln rst die tt-aae derart stark, daß die Preise noch weiter steigen können, X bau bte roefafir einer bestände .Ein-r Dre^-
firitemma fxrt fid> kn4 letzt nlncNtckerwnse bcr Markt jur tan ivirtfrf'sftrtcf* Masllnnen imb Geräte narft ent.narn. S» nflacn Ser bte erhShten «uStzal.en Mr Futter, » ” Düngemittel vollauf, um den lanbtrnrl^ftM-n Bett cb mE« zu verteueni. Dabei ist noch gainicht berücksichtigt, ^ SL'LL.
sieben, der bureb die dieswbrigen Mehreinnahmen aus der w I treibeernte kUinn zu koinpensiereu
wir buascden fie nicht. , ,,
London, 16. Sept. Aus Tokio wird berichtet, der Minister oes Auswärtigen Baron Svmura habe ein Zirkular erlaßen, wonach Japan beabsichtigt, wenn es Port Arthur erobert habe, diesen Vas und btt ganze Liautung-Halb- iwfel an China zu übergeben. Es heißt, China werde Port Arthur -n evnem offenen Hasen erklären. Rach der Besetzung von Mulden beabsichtigen die .Japaner S a ck a l i n z u n e h men und sie würden dann bereit sein, Fried en s vors chlage zu -rwägeu, die folgende Bedingungen einsMieyen münten: 1. Ein internationales Snndikat muß die mcmbicnunicDc Bahn übernehmeu und sie als streng kommerzielle Unternehmung be- treiben. 2. Rußland muß 100 Millionen Psd. Sterling ober das Aeouivulent in Rubel als Kr i e g s e n t s ck ä d i g u n g be- -ablen. 3. Rußland muß alle Schiffe in den chine- sischen Gewässern Japan übergeben. Die Javaner würden bereit sein, Sachalin an eine amerikanische Gesellschaft für 5 Millionen Pfund zu verpachten. Uns scheinen diese Angaben der verspäteten Sommer Phantasie eines Reporters entsprungen zu sein. Red.,
Bahn bau m Korea.
Paris, 16. Sept. Ter hiesigen Ausgabe des „Newvork Herald'' geht aus Söul die Nachricht zu, die Japaner würden | wahrscheinlich demnächst mit dem Bau der Bahnlinie Söul-, Gensan beymncn. Ter Bau der Bahnlinie Fusan-Ma,ampho - werde in vierzehn Tagen beginnen.
Iapauische Spioae.
Paris, 16. Sevt. Ter Generalgouverneur von IudoÄna berichtet, daß javanische Spione dos Mekongtal durchziehen. Tret japansich' Lmziere, welche als Pr reit er verkleidet das Land durchzogen, wurden verbasiet, dann aber wieder frei* gelaßen. Zwei andere iapanische Osiiziere haben in einem Hotel, wo sie abgestiegen waren, versehentlich Karten liegen laßen, dre sie von dem durchreisten Griände ausgenommen hatten.
Helsingfors, 16. Sept. Der iapanische Offizier, der in Skagen die baltische Flptle erwartete und nach der Berliner japanischen Gesanvtschasi Telegramme sandte, wurde als Spion verhaftet.
Mujor FiuhS, bic OIjcrlCTihtnntS Koch und Schott brüiftcrt itrnt fefncin «ater unb Stuber die Hände, seTbst die Dienst- ntäb<I>en der Familie Koch die als Entlastung zeug en eine ivnchUge Nolle gespielt patten, strechten dem Scrw Leutnant die Hand entgegett Di« Mgründuntz des Urteilä bauertr eine halbe Sttmdc und wav auf der cunen eine glänzende Rechtfertigung des Augeriagteu, auf bett trüberen eine Verurteilung vou Mises Roman ,^Aus einer ! kleinen Okmtifon", der den mittelbaren Auskofi diesett Berhanbluug gegeben hat. Das Mettknegsgericht istz so^sag,^ der Verhanblungsleitei', der vollen Neberzeuguug, dafi kein Verdachtsmoment ernsterer Natur erbracht worden ist. Im Ckgenteil, es ist namentlich mit Rücksicht aus die Aussageu. der weiblichen Zeugen überzeugt dafi auch nicht der leiseste Schatten vou Wiahrheit an dieser Verb ächt igimg ist, daß nmn es mit einem ^chiwätz zu tun hatte, das sich weiter verbreitete infolge der vorhandenen Gehässigkeit. Daß Frau Koch einmal tm Sckstafzimmer des Angeklagten war, l,at das Hlericht auf Grund der Aussage des Friseurs Mein alß crmicfcit cm genommen, aber es kann bar in nich.ts Verfängliches finden. Man hat den Zeugen auf sein Klopfen eingelassen, unb die Dame ist ins Nebenzimmer gegangen,, tvährenb der 'Angeklagte rasiert wurde. Nun wurde dem Au geklagten bic Frage, ob die Dame in feinem Schlafzimmer gewesen sei, mit dem .Hintergründe des verbreche- risckwu Verkehrs gestellt, und diese Frage hat er mit Empörung zurückgewicsen. Weiter hat der Angeklagte das Zusammentreffen mit Frau Koch in einer Sackgasse m W- rebe gestellt. Auch hier hat er vollstänbig korrekt gehandelt; denn 'es liegt ein Mißverständnis bezüglich der Aeußeruwg des Cberteutnantß Lindner vor. Wegen Mißhandlung ist der Slngellagte vom Kriegsgericht in vierzehn Fällen schuldig gesprochfim worden. Zehn dieser Fälle beziehen sich ans den Bnrschett Lipphart, der vor dem Oberkriegs- gericktt nenn Falle zurückgenlunmen hat, indem er erklärte^ daß ein Sckmterzgeftthl nicht eingetreten sei. Da es minder schwere Fälle sind, so erschien eine Gesamtstrafe von vierzehn Tagen Stubenarrest für ausreichend, die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Cbcrleuhiant Witte, der das Urteil stehend angehört hatte, erklärte, die erkannte Strafe annehmen zu wollen^ und wurde dann zunächst in einer Droschke durch Oberleutnant Hemrnerich in das Militärgefängnis zuruckgebracht, bis der gegen ihn erlassene Haftbefehl aufgehoben war
Svanghai, t«. Sept. Nrich sicheren Meldungen ans Japan errett das erste Milizaufgebot Befehl uct) Aum AuSmarfche bereitznbalten. Dte Miltz 'lpuiä ist dir l.-PIk -Ffrr km Kriog außer Handel
Kampfe vor Port Arthur.
Nonbo«, 16. Sept. Das Reutersihe Bureau meldet nu». Tlcdifir Ern ähmrif, der 'Port Arthur am 12. Sept, verlassen hat berichtet, daß die Japaner ztoiscben dem 8. imb 10 nn x rt aus dem Hoben Berge, tfori Meilen östticd vom Gownen Berge, erobert hätten. Die Japaner hätten sich nicht t m t z u halten vermocht infolge des f d> 1 e cb t c n 'b ii l * verec das auf dem Goldnen Berge bemißt itnirbe. Die Jalxuier versoctten ie[U. txtß F-ort zu unterminieren, alx'T MC Mmnrarberr schrotte nur langsam fort, ba sie wflbjam 'Ifb
T i d) i i u . 16. Sept. Ein (Thmefe, welcher bte ')uid>ndrt von Oer «nscden dem 8. und 10. Sept, erfolgten Eroberung ernes Fcns von Port Arthur überbraditc. erzählt, cm r u ssrs cd er rorpedodootSzerßvrer sei im Dock von uuxmtidxnt Q ia- Hain: getroffen treiben und nntergeg a n g e n , wöbet neben Seeleute getötet wurden. Tie lapanrsche Flo t t c Tomme ieM viel näher heran und werfe täglttb emrge ('ranalen in Ne Stcü>t unb den Hasen. eine Granate zerstörte mehrere <a» xdbmat «ff der Werit und tötete einen Offizier und zrmn Mann. DaS Fort, das die Jammer eroberten, nnibmdjt alS refentfid) für die Berrerdigimg der Festung bekradmt. er Angriff aus diese Stellung war. rote der Elnnne beuartet, brr ein^gv feit dem 31. "August. Tic dM a chtsch11 je Uren icbt vou geringem Nutzen: von allen rm Seifen hegenben ^cfritfcn wärm gkgmwärttg nur sechs v vl li g t m st an b t» n einem xmen Konwff trilzunehmm. Vor vier Wock^r bedrohtrn bte auf dem GoVmrn H^rel bcfinblidm Gkichutzr <-Aufcfm)m rrrrstlrw, aber je* fielen Sie Gridwsst sehr wert,von btefem Punkte auf
Effiessiche Mitteilungen riucS dnncruchen DolmetwvrS, der vom JÄnr 1897 bis Ende August des laufenden JahreS bei her
m Port Arthur Wcbfiftigt war, brnckten, int Fe-1 zu teil wurde. ,
bnurr birir? Jabers feien täglnsi 33 000 Rationen den Land- GießeuS unb bic gestrige Notiz beruhte auf einem Irrtum, ihrttkäftm geliefert worden. Ti« rnfiVdx ytottf habe rbr - dxx Angelegenheit der oberhess. Vie namd? Berpslegungswefen gehabt Ws er tne ,veünng versieß, - •- - <
frien täglich nur 15 000 Rattcerm bertedt worden, imb Zwar m bre nne Ganmon einE 'ßlich der MannscdaNen der Pvnzer- ichine. die irtzl als Besatzung der Forts oerwendet wurden.
<>4 000 Kran ke und Verwundete seien letzt m Port Ärttmr Die Mundvorräte aller Art inen sehr ge- ring und nur noch für fünf Docken fnen volle Rattonen vottbandm. Dir Garnison, auSschlietzlich der Offizrcre, wünsche die Uebergabc der Festung^
Japan? Plaue.
Paris, 16. Sept. Der Londoner Korrespondent deS „Ma- tm" harte eine Unterredung mit dem japanischen Gesandten Havafchi. Dieser sagte, man irre ftJb, roenn man glaube, »xig Japan nicht 1 o lange wie R^ ßland kaut Vi en könne Der Krieg werde vielleicht b e i d e S t a a t e n erschöpfen, aber bas werbe gewiß für Rußland furdtbarer fetn al5 Tür Japan, bas diesen Krieg einzig ujb allem um hin? Sxi stenz führe. Die nächste schlacht werbe bn T i e l i u a geschlagen werden. Der Krieg werde auch roabrenb de? Sinter« ‘fortgefühn werben Die Transportmittel bet Japaner hätten sich in letzter Zeit lehr gebcßctt, was ihren Marsch nach Norden außerordentlich erleichtere, schließlich tagte Havaickr, mir haben darauf verzichtet, Pont Arthur durch Sturmangriff zu nehmen; man wirb die Festung durchAushun g e r n :ur Uebergabe zwingen. bas wird natürlich länger dauern. Aller- bmgs würden durch "bte Ettrnahme Port Arthurs 50 COO ..i ann fm weiden, bte nam dem Norden geschickt werden könnten; aber


