Ausgabe 
17.3.1904 Erstes Blatt
 
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innen 167.

TieNorddeutsche" schreibt: In Berlin werden demnächst folgende Verstarkungstransporte für die Schutztruppe in Südwestafrika zusammen­gestellt: Am 24. März der erste Transport, 400 Mann einschließlich Unteroffiziere: am 29. März ein zweiter Trans­port 250 Mann: am 6. April ein dritter Transport, 400 Mann. Tie Abfahrt erfolgt an den gleichen Tagen abends nach Hamburg. c <

Aus Südwestafrika wird gemeldet: Oberleut­nant Eggers mit 90 Reitern fand die Gegend zwischen Cpikuro und dem Ciseb-Fluß von den Hereros verlassen. 3n Otjiarna wird eine größere Herero ab teilung vermutet.

Stendal,. 16. März. Wie derAltmärker" meldet, haben die Stadtverordneten in geheimer Sitzung beschlossen,! die Ernennung des Oberpräsidenten v. Bötticher zum Ehrenbürger der Stadt Stendal nicht zu vollziehen, weil v. Bötticher seinerzeit zum Sturz des Fürsten Bismarck beigetragen hat. _

Karlsruhe, 16. März Bon hier wird derStraßb. Post" gemeldet, daß die badische Regierung bezüglich der Erweiterung des Budgetrechts der ersten Kammer nicht nach­geben wird, und daher falls die zweite Kammer stierin kein weiteres Entgegenkommen zeigt, die Wahlrechts­vorlage als gescheitert angesehen werden muß.

Mecum, RcgierungSrat Dr. Heinrichs und als Vertreter des LandespferdezuchtoereinS Rittmeister a. D. Raegele au§ Darmstadt beiwohnten.

Um l1/, Uhr vereinigten sich die Preisrichter, Stadt- verordnete und Mitglieder der Pferdemarkt-Kommistion zu einem Festmahl im HotelGroßherzog von Hessen", bei welchem der Vorsitzende allen Mitwirkenden und Förderern des Unternehmens namens der Stadt dankte und dem Wunsche Ausdruck gab, daß der Markt, der sich als Bedürfnis erwiesen ! habe, auch fernerhin von Erfolg begleitet sein möge. Die Verlosung, die öffentlich ist, findet heute nachmittag in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt.

Preis = 20 ®tf. , ,

In Abteilung Vb Arbeitsschlage, emzeln: Konrad Häuser XX.-Riederweisel 1. Preis -- 30 Mk., Georg Bill-Nredev- weisel 2. Preis = 20 Mk., Wilhelm Georg Straßheim-Griedel 3. Preis = 10 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel, Hermann Wilhelm Straßheim-Griedel, Ludwig Keßler-Großenlmden, Friedrich Viant- Münckholchausen, ehrende Anerkennung = 10 Mk.

In Abteilung VIsDreijährigeFohlen: August Heinz- Riederweisel 1. Preis = 50 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel 2. Preis 40 Mk., Philipp Müller-Oberhörgern 3. Preis = 30 Mk., Kon­rad Volp-Riederweisel 5. Preis 20 Mk.

In Abteilung VI b Zweijährige Fohlen: vemrich- Walther-Reichelsheim 1. Preis = 40 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel i2. Preis = 30 Mk., Konrad Waitz IV.-Dorigill 3. Preis -- 30Mk., Otto Rudloff-Merlau 4. Preis = 20 Mk., Heinrich Becker VI.- Muschenheim 5. Preis 10 Mk., Karl Hofmann-Wetterseld 6. Preis = 10 Mk.

In Abteilung VII Z u ch t st u t e n : Wilb. Hermann Schäker. Reichelsheim 1. Preis -- 75 Mk., Heinrich Marx I.-Riederwersel 2. Preis = 50 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel 3. Preis = 50 Mk., Hermann Wilh. Straßheim-Griedel 4. Preis 40^Rt., 9hlton Diem VII.-Langqöns 5. Preis = 30 Mk., Heinrich Wilh. Muller- Griedel 6. Preis = 30 Mk., Konrad Waitz lV.-Dorkg,N 7. Preis I 20 Mk., Theodor Stein-Grimberg 8. Preis 20 Mk.

Außerdem erhielten Besitzer von nicht um Geldpreise I konkurrierenden Reit- und Wagenpferden geschmackvolle Ehren­preise, und zwar für Reitpferde unter dem Reiter: ! Brauereibesitzer Georg Bichler und Kaufmann Karl Bieler; für Arbeitspferde, paarweise: Bauunternehmer Hein- rich Winn und Martin Abermann; für Arbeitspferde, «einzeln: Bauunternehmer Wilhelm Seipp III.

Unter Mitwirkung der hiesigen Regimentsmusik und der I Teilnahme einer großen Zahl von Zuschauern fand nach 12 Uhr die Preisocrteilung statt, der u. a. Oberst und Regi- I ments - Kommandeur von Grävenitz, Oberbürgermeister

Zrühjahrs-Fferdc- nnb JoSlenmarLt 1904.

Gießen, 17. März.

Der am gestrigen Mittwoch aus den Marktanlagen an der Rodheimerstraße abgehaltene Pferde- und Fohlenmarkt war vom schönsten Wetter begünstigt und von Händlern, Züchtern und Käufern außerordentlich gut besucht; eS waren nahezu 400 Pferde und Fohlen zum Verkauf und zur Prä- miierung aufgestellt worden und der Umsatz und Handel soll recht flott gewesen sein. Namentlich an Arbeitspferden war, wie schon im Frühblatt erwähnt wurde, ein ganz vorzügliches und ausgiebige? Material vorhanden. Zur Prämiierung waren 1585 Mk. zur Verfügung; als .ehrende Anerkennung" gelangten noch zweckentsprechende Ehrendiplome zur Ver­teilung. Das Preisrichterkollegium arbeitete von früh 8'/, Uhr bis 12 Uhr mittags. Wir geben nachstehend das Resultat der Prämiierung:

In Abteilung I R e i t p k e r d e: Gg. Konrad Straßheim- Griedel 2. Preis = 20 Mk» Konrad Dolp-Niederweisel ehrende Anerkennung. .. .

In Abteilung II Wagenschlage, paarweise: S. Mlchel- Gießen 1. Preis 80 Mk., Salomon Lamm-Kirtorf 3. Preis--- 40 Mk., Friedrich Hartmannsen-Brandoberndork 4. Pryis = 30 Mk.

In Abteilung' Illa Schwere Arbeit? schlag e, paar­weise: A. Frensdork-Gießen 1. Preis = 80 Mk., S-Michel-Gießen 2. Preis 60 Mk.. S. Kaufmann-Riederweisel 3. Preis

Aus Stadt and Saad.

Gießen, 17. März 1904.

L. Ü. Se. Kgl. Hoheit der Großhcrzog haben dem Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt das Ehrenkreuz des Ver­dienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, in Anerkennung dafür, daß er die Berufung nach Königsberg abgelehnt hat.

Hessisch-Thüringische StaatSlotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 150 000 Mk. auf Nr. 51282, ein Gewinn von 20 000, Mk. auf Nr. 74207, ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 65886, zwei Gewinne von je 5000 Mk aus Nr. 70697 3668, Gewinne von je 3000 Mk. auf Nr. 1231 6066 6224 7444 15847 30548 49023 52683 57723 58650 72322 76591 81750 83063. (Ohne Gewähr.)

40 Mk.

In Abteilung III b Leichte Arbeit S s ch l a g e paar- weise : S. Michel-Gießen 1. Preis = 60 Mk., S. Kaufmann-Meder- wei el 2. Preis 40 M., A. Frensdorf-Gießen 3. Preis 20 Mk.

In Abteilung IVaSchwereArbeitSschl ä g e, emzeln: S. Michel-Gießen 1. Preis 30 Mk., S. Kaufmann-Riederweisel 2. Preis = 20 Mk., derselbe 3. Preis = 15 Mk., A. Frensdorf- Gießen 4. Preis = 10 Mk. ,

In Abteilung IV b Leichte ArbeitSfchlage, emzeln: A. Frensdorf-Gießen 1. Preis = 30 Mk., Ed. Kaufmann-Rieder- wei el 2. Preis 20 Mk., S. Kaufmann-Riederweisel 3. Prei? 15 Mk., Isidor Meyer-Obermockstadt 4. Drei? = 10 Mk., A. Bmg- | Sich ehrende Anerkennung 10 Mk.

In Abteilung Va Arbeitsschlage, paarweise: Wilhelm Aug. Dietz-Riederweisel 1. Preis = 50 Mk., Gg. Konrad Straß- beim-Griedel 2. Preis = 30 Mk., Georg Kraus III.-Wetterfeld 3.

ldeS Urteil: ES wtirbe erkannt gegen Oberleutnant Krohn wegen Zweikampfes in drei Fällen auf vier Mo­nate Festungshaft; gegen Oberleutnant Sulzberger wegen Kartelltragens in drei Fällen auf zwei Tage Fest, ungshaft: gegen Leutnant Bax auf sechs Monate Festung-, haft; gegen Gerlach auf zwei Iah re Festungshaft; gegen Korn auf 1 Jahr 3 Monate Festungshaft.

Ausland.

London, 16. März. Das Unterhaus nahm einen Beschlußantrag zu Gunsten der Ausdehnung des Stimm- rechts auf Frauen mit 182 gegen 68 Stimmen an.

Paris, 16. März. DasReutersche Bureau" meldet aus Paris: Mit Bezug auf die verschiedenen.Mitteilungen, die über einen neuen englisch-französischen Ver-I trag veröffentlicht werden, wird aus gut unterrichteten Kreisen versichert, daß die Verhandlungen, die seit so langer | Zeit zwischen der französischen und englischen Regierung! geschwebt haben, nunmehr tatsächlich abgeschlossen sind. Es! wurde eine gute Verständigung erzielt in allen Kolo­nial- und anderen Fragen, die seit langer Zeit brennend I waren und zwischen beiden Nationen schwebten. Der Re-l gelung unterliegen nur noch die Einzelfragen. Auch soll noch über die Formulierung der einzelnen Fragen Be-I schluß gefaßt werden, sodaß die Unterzeichnung des oder! der Abkommen, je nachdem, in ein'gen Tagen unmöglich rst. I Im Prinzip sind alle Fragen geregelt. I

Wien, 16. März. Der Vermittlungsversuch der Polen bei den Tschechen ist insofern gescheitert, als die letzteren erklärten, sie würden die Obstruktion nur gegen die von ihnen angestrebte Reform der Geschäfts-! ordnung:Bewilligung der tschechischen Amtssprache in be-! stimmten Bezirken oder Errichtung einer zweiten tsche-I chischen Universität aufgeben.

Linz a. D., 16. März. Bei den gestrigen Demonstra­tionen gegen den tschechischen Violinvirtuosen Kubelik sind mehrere Unbeteiligte verletzt worden. Der Statthaltereirat Baron A i ch e l b u r g, der in seinem Wagen fuhr, ist durch einen Steinwurf im Auge verletzt worden. Die Baronin Doering wurde aus ihrem Wagen geworfen. Die Menge zog dann noch einmal nach dem Hotel Krebs, dort fand ein Fest des Herrenklubs statt, an welchem die Frau des Statthalters, Gräfin Dy-! land mit ihren Töchtern teilnahm. Die Mtznge, welche die erleuchteten Fenster sah, glaubte, das Fest finde zu Ehren Kubeliks statt, und warf auch hier die Fenster ein. Der Landtagsabg. Jaeger klärte dann die Demonstranten über ihren Irrtum auf, welche sich hierauf ruhiy zerstreuten.

Budapest, 16. März. Der volkswirtschaftliche Aus­schuß des Abgeordnetenhauses nahm den Gesetzentwurf betr. Eröffnung von Verhandlungen zur Regelung des Han- delsvertragsverhältnisses mit Deutschland und Italien an. ,.r .. ,

Petersburg, 16. März. Eine größere Verstärk- ang der Garnisonen von Reval und Libau steht unmittelbar bevor. In Riga sind Armierungsbauten i.n Ganae.

Der Pirnaer Duellprozeh.

Pirna, 16. März.

DaS gerichtliche Nachspiel zu der bekannten Affäre des Oberleutnants Krohn vom 64. Feldartillerie-Regi­ment hat heute nachmittag vor dem Kriegsgericht der 3. Division stattgefunden. Tie Anklage vertrat KriegsgerichtS- rat Dr. Meiß. Geh. KriegSrat Sturm vom Kriegsministe­rium wohnte der Verhandlung bei. Zu verantworten hatten sich 1. Oberleutnant und Regimentsadjutant Krohn, geboren 1873, 2. Oberleutnant Sulzberger, geboren 1874, 3. Leutnant Bax, geboren 18«2, 4. Gerlach, geboren 1883 und 5. Korn, geboren 1880. Leutnant Bax ist 1902 zum 78. Feldartillerieregiment versetzt worden, Gerlach und Korn gehören der Armee seit kurzem nicht mehr an.

Tie Anklage war erhoben worden gegen Krohn wegen Zweikampfes mit tötlichen Waffen in drei Fällen, gegen Bax, Gerlach und Kvrn wegen desselben Deliktes in je ! einem Falle, gegen Sulzberger, welcher die Forderungen im Auftrage Krohns überbracht hatte, wegen Kartelltra­gens. Einem nach Eintritt in die Verhandlung vom Ver>- treter der Anklage gestellten Anträge, die Öffentlichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit und ferner wegen Ge­fährdung der Disziplin und dienstlicher Interessen auSzu- schließen, wurde nur teilweise stattgegeben. Oberleutnant Krohn gab zu, daß er am 6. Januar 1904 den Oberleutnant Sulzberger beauftragt habe, die Forderungen zu über­bringen. Sie lauteten auf dreimaligen Kugelwechsel, glatte Pistolen und zehn Schritt Distanz. Nach ehrenrätlicher Ge­nehmigung fanden die Duelle statt, und zwar am 7. Ja­nuar gegen Gerlach im Kottaer Dusch, am 9. Januar gegen Bax am selben Orte, am 10. Januar gegen Korn im Pill­nitz er Tännicht.

Ter Ehrenrat war nicht in der Lage gewesen, die Sache zu schlichten. Gerlach erhielt beim ersten Kugelwechsel einen Schuß in den rechten Arm. Die Kugel blieb in der Schulter sitzen. Der Kampf war damit beendet. Tie Wunde ist ge­heilt, doch ist der Arm zurzeit noch nicht wieder gebrauchs­fähig. Die beiden anderen Duelle verliefen unblutig.

I Nack längerer Beratung fällte der Gerichtshof folgen­

wiegenden Apparate. . , ..

- Eine juristische Kalendermerkwürdigr-ll. Nach § 565 des B. G.-B. muß bei Grundstücken und Woyn räumen (§ 580) die Kündigung de§ MietverhaltnisseS - mangels einer besonderen vertraglichen Bestimmung 1° der Mietzins mindestens vierteljährlich entrichtet w , spätestens am dritten Werktage deS Vierteljahrs "fo^en, ' dem das Mietverhältnis endigen soll. Ein eigentümlicher ö fall hat eS gefügt, so bemerkt die ,Deutsche Juristen-Ze: u > daß der dritte Werktag deS bevorstehenden Quartals der sechste Tag (6. April) ist. Denn am 1. Apnl fft * freitag, mithin der 2. April der erste Werktag, dann die beiden Osterfesttage (3. und 4. April), so daß er z Werktag der 5. und der dritte Werktag der 6. Apm Besonders günstig gestaltet sich in diesem aua? P-°t-stsrist füt ben W-chselschuldne- Angm-mm-, der 31. März ist der ZahlungStag, so wahrt der Glau g noch die Frist, wenn er am 5. April den Protest erhe^ denn dieser Tag ist erst der zweite Werktag »ach ZahlungStag.f16 Marz. Die Arbeiten für dieGra^ legung der Straße Krofdorf-Greß .^stelle rüstig vorwärts. Diese führt vom Viadukt der Halt Krofdorf-Gleiberg in gerier Richtung nach. Hieße» Schützenstraße. Durch diese Anlage tovcb ta^ bedeutend näher zu erreichen sein. Die unun

kavo" löste 21 Schuß, die JachtGiralda folgte dem DampferKönig Albert" langsam. Hinter demGrraldck fuhrFriedrich Karl". Tas Kaiserschiff dampfte zwischen zwei Reihen von Tampfern, auf denen die ^nsafien dem Kuiser, der, vom Gefolge umgeben, auf Teck stand, Ovationen bereiteten. Tie Mehrzahl der spanischen Zeitungen ver­öffentlicht Artikel, die mit überaus warmen Worten Kaiser Wilhelm begrüßen. TerHeraldo" schloßt lernen Artckel mit folgenden Worten: Ehre dem Volke Kants. Aufrichtige Huldigung dem Fürsten aus dem Geschlechte der großen Souveräne Teutschlands! Spanien entbietet ihm fernen I Friedensgruß! , , _

Tie Nachricht, daß Graf Bulow in L-an Remo eine Villa für seine Osterferien gemietet habe, wird an unterrichteter Stelle für eine Bäderreklame erklärt.

Tie Stiftung einesK o l o n i a l o r d e n s steht, wie eine hiesige Korrespondenz erfahren haben will, unmittelbar bevor. Ter Orden soll in zwei Staffen, eine I Kriegs- und Friedensklasse zerfallen und ist zur Auszeich­nung für Verdienste in unseren Kolonien bestimmt. I

In der Wahlprüfunaskommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg Fürsten Bismarck (3. Magdeburg-Jerichow) für giltig erklärt.

Tie Entscheidung über den §2 des Jesuitengesetzes ist, wie sich nunmehr endgiltig fest­stellen läßt, in folgendem Stimmenverhältnis gefallen: Für die Aufhebung des § 2 haben gestimmt: Preußen mit 17, Bayern mit 6, Baden mit 3, Waldeck, Reuß a. L. und Hamburg mit je einer Stimme, zusammen 29, wahrend die übrigen Staaten mit insgesamt 25 Stimmen den Antrag auf Aushebung des § 2 ablehnten, ^er Abstimmung enthielten sich mit je einer Stimme: 23remen, Lübeck, Anhalt und Schaumburg-Lippe. (Ta-, nach hätte also Hessen sich unter den G e gn e r n der, Aufhebung befunden! T. Red.)

Tas Personal der sozialdemokratischen Presse beträgt insgesamt 3281 Mann, darunter 151 Redak­teure die wohl alle insaesamt noch nebenbei aoitatorisch tätig sind; es kommen hinzu 124 Expedienten und 54 Per­sonen als Hilfskräfte. Geschäftsführer und Faktoren hat die sozialdemokratische Presse 41 Mann, Setzer 865, Setzer- Lehrlinge 58, Trucker 107, Trucker-Lehrlmge 12, -Stereo­typeure 40, Buchbinder 28, Hilfsarbeiter 158, Hilssarbeiter-

**DasBenefizdesHerrnAchterberg morgen, Freitag abend verspricht den Theaterbesuchern einen genuß» reichen Abend.I u g e n d v o n h e u te" ist hier seit Tanger Seit nicht gegeben worden, und Herr Dchterberg, der uns in dieser Saison nicht nur viel hübsche und dankbare Rollen nähergerückt hat, sondern auck aus eigenartigen Charakter­rollen etwas zu machen wußte, wird morgen in der Rolle des Hermann sicher Gutes zu leisten vermögen. Ter Dar­steller, der, worüber nur eine Stimme herrschte, den Leut­nant Laufen imZapfenstreich" so erfolgreich spielte, wird zu seinem Benefiz gewiß großen Zuspruch finden. In Erwiderung auf dasEingesandt" in der gestrigen Nummer konstatiert die Theaterdirektion, daß von einer geringen Zahl von Abonnementsvorstellungen nicht die Rede sein kann, da 48 Vorstellungen stattfanden, zu denen die20er- Blocks" Giltigkeit hatten. Um aber weitgehendes Entgegen­kommen zu zeigen, hat die Tirektion Mit den Inhabern der noch ausstehenden Benefize das Abkommen getroffen, daß an den Benefizabenden die oben erwähnten Block- abonnementsbillets nach Maßgabe des vorhandenen Plade? aegen eine Aufzahlung von 50 Pfg. für Logen und Sperr­te und 30 Pfg. für die übrigen Plätze Giltigkeit besitzen. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dig» Abonnements nur an der A b e n d k a s s e entgegengenommen werden können. Ta noch drei Benefize und die Dienstags- Abonnementsvorstellung ausstehen, auch für die letzte Bor- stellung am Sonntag den 27. März die Abonnementsblocks gelten, so haben die Inhaber solcher also noch bei fünf Vorstellungen Gelegenheit zur Verwendung. Nächsten Sonntag kommt als Benefizvorstellung für Frl Hohl ,Heimat" zur Aufführung.

** Der Bezirksverband Gre ßen der Hessi­schen Gewerbevereine hielt am 13. März im Hotel Schütz hier eine Ausschußsitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Entgegennahme bei Berichte über die Schulverhölt- nisse des Bezirks, 2. Gesek, die Gemeindeumlagen betr., 3. Einrichtung von Sonderkursen für Buchführung bei den Meisterprüfungsvorbereitungen. Bezüglich des 2. Punktes, worüber tne Großh. Zentralstelle eine Aeußerung gewünscht hatte, war man darin einig, daß eine Härte Darin zu erblicken sei, wenn man neben der Kapitalrentensteuer noch­mals zu einer Vermögenssteuer herangezogen würde. Ferner wurde einstimmig Protest erhoben über die Heranzrehung zur Besteuerung des im Gewerbe angelegten Bruttokapitals. Es sei unzweifelhaft nicht gerecht, wenn man einem ge­werbetreibenden, der auf seinem im Betrieb nötigen An­lagekapital eine Schuldenlast stehen habe, noch zumuten wolle, diese mitzuversteuern. Kommerzienrat Heyligenitaedt bezieht sich auf Art. 35 Abs. 3 des Entwurfes und spricht sich dahin aus, daß auch diejenigen Personen, die unter 900 Mk. Einkommen haben, der Konsequenz halber zur «er- anlagung herangeezogen werden sollten, weil sie Ansprüche an die Ausführungen der Gemeinden stellen. Diesen Darlegungen schloß man sich einstimmig an. Iw übrigen war man mit den Beschlüssen des Hess. Handets- kammertages vom 6. März l. I. voll und ganz einverstanven.

Feuerlöschprobe. Der Hand-Feuerlösch- ApparatMini max"lieferte am Dienstag vormittag vor dem Oberbürgermeister, Branddirektor und mehreren Mit­gliedern der Stadtverordneten-Versammlung einen neuen Beweis seiner Leistungen. Auf dem Hose der Aktienbrauere« war ein Scheiterhaufen aus Brettern und Holzscheiten er­richtet. innen mit Hobelspänen, Spalierlatten und Pech ge­füllt, alles noch mit Petroleum getränkt. Das Feuer ent­wickelte sich deshalb im Nu zu einem koloffalen Brand m undurchdringlicher schwarzer Rauchsäule, ein schwieriges Löschobjekt darstellend, aber innerhalb 1 -j '* nute, nachdem der Oberbürgermeister das Zeichen zum Beginn gegeben hatte, war das Feuer gelöscht mit nut einem un­gefähr 6 Liter Flüssigkeit enthaltendenMinimax . Rauchentwickelung hatte sofort aufgehört. Die Herren waren recht befriedigt von dem Erfolg und überzeugten l noch selbst von der Handlichkeit der gefüllt nur ca.

Yartamcntarisches.

Berlin, 16. März. Tie Abgg. Dr. Lotichius und Wolfs-Biebrich veranstalteten gestern im Abgeordneten- house eine Ausstellung von Rheinwein. Ter Ein­ladung derselben folgten zahlreiche Gäste, unter anderen die Minister Frhr. v. Hammerstein, Studt und Budde.