Telephonischer Kursberichte
zu genügen.
Hochachtungsvoll
AilligSe greife. Schnelle Bedienung. Karl Sier
Bei Bestellungen von 5 Pfd. an frei ins Haus.
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Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau
3Va% 8"/r) »V.o/o 8% 3V8% 37, %
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Berlin, einer angeblich bahnverwaltung
4% Oesterr. Goldrente . 4l/6% Oesterr. Silberrente 4% linear. Goldrente, .
4°/o Italien. Rente .
4V,% Portugieser , .
80/ Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . .
Türkenloee.....
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/. % äussere Argenfiner
30/0 Mexikaner . . 4Vt% Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd , .
Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurahütte .... Bochum ..... Harpener ....
Tendenz: ruhig.
Reichsanleihe do.
Konsole do. . .
Hessen Oberhessen
„Professor" beigelegt worden. —Dem Dr. Julius Morgenrot h, wissenschaftlichen Mitgliede am Institut für exverimentelle Therapie zu Frankfurt a. M., ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. — Der Privatdozent an der Universität Berlin, Titularprofessor Dr. Heymons ist zum Professor der Zoologie an der Forstakademie in Hann. Münden und der Prviatdozent an der Forstakademie in Eberswalde, Titularprofessor Dr. Schubert zum Professor der Physik, Meteorologie und Geodäsie an dieser Akademie ernannt worden.
liehen Arbeiten noch kürzlich im Abgeordnetenhause unter ziffernmäßiger Darlegung der Erfolge ausgeführt habe, durchaus bewährt; ein Anlaß zu ihrer Aenderung liege daher nicht vor.
Gistnlnchn-Zeitung.
16. März. Gegenüber der Blättermeldung von beabsichtigten Neuorganisation der Eisen-
Suvmilstonen.
21. März. Bingen. Großh. Amtsgerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien pro 1904/05. Bedingungen ebenda. — 21. März. Gernsheim. Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien für 1904. Bedingungen daselbst. — 21. März. Grünberg. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien, Steinkohlen und sonstigen Bureaubedürsnisse pro 1904 05. Bedingungen liegen aus. — 21. März. L a u b a ch. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien, Drucksachen rc. pro 1904 05. Bedingungen ebenda. — 22. März. Lauterbach. Großb. Amtsgerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien, Drucksachen lind Buchbinderarbeiten pro 1804. Bedingungen ebenda. — 23. März. Groß-Gerau. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferungen der Schreibmaterialien im Rechnungsjahr 1904/05. Bedingungen liegen aus. — 23. März. Worms. Großh. Gerichtsschreiberei. Lieferung von Schreibmaterialien, Drucksachen und Buchbmderarbeiten sowie Kohlen für die Zeit vom 1. April er. bis 31. März 1905. Bedingungen ebenda. — 25. März. Ulrichstein. Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Lieferung von Schreibmaterialien und dergl. pro 1904 05. Bedingungen durch Obigen. — 25. März. Bürstadt. Großh. Gerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien für das Etatsjahr 1904/05. Be- dmgungen daselbst.
ZLniversttäts-Dachrichten.
— Dem Privatdozenteu in der philosophischen Fakultät und iMenten am geologisch-paläontologischen Institut und Museum iet llnioersüät zu Breslau Dr. Wilhelm Volz ist das Prädikat
. 26.10 . 87.15 . 98.95 . 105 80 . 201.70 . 184.40 . 135.20 . 148.00 . 152.75 . 136.50 . 1450 . 193 50 . 229.50 . 190.80 . 194.30
Arbeiterbewegung.
Berlin, 16. März. Ein M a s s en st r e i k der Ber- lirnie r Bäcker wird von dem Verband der Bäckergesellen ange- tobiflt. Eine öffentliche Versammlung ist für nächsten Dienstag tnhrerufen, die endgültig über den Termin des Streiks beschließen HL Den Anlaß zu dem überraschenden Vorgehen der Gesellen tilbwt der Beschluß der Bäckerinnung Konkordia, den bisherigen s!lb:eitsnachweis aufzuheben und zu dem System der Jnnungs- fieechmeister überzugehen, die Gesellen fordern dagegen die Erricht- tnifl I kostenloser Arbeitsnachweise.
. 101.30 100.40
. 99.45 . 101.70 . 60.00 . 58.95
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
R.-B. Darmstadt, 17. März. (Eigener Drahtbericht.) Die Zweite Kammer erledigte heute zuerst den Rest des Feldstrafgcsetzes, da? im wesentlichen nach den Ausschußanträgen zur Annahme gelangie. Dann folgte die Beratung des Forst st rafgefetzeS, daS mit Ausnahme einiger zurückgestellter Artikel erledigt wurde. — Am Schluß der Sitzung nahm Präsident Haas Gelegenheit, an Hand des stenographischen Berichtes den Abg. Köhler wegen seiner Angriffe auf die Presse zur Ordnung zu rufen. Auch eine Rechtfertigung Köhlers roitrbe vom Präsidenten als ungehörig zurückgcwicsen. — Die nächste Sitzung findet morgen statt.
Berlin, 17. März. Von den von der Ausweisung aus dem preußischen Staatsgebiet betroffenen russischen Studenten gedenken die meisten in Heidelberg weiter zu studieren, da sich die Ausweisung nur für Preußen versteht. Sollte man ihnen dort Schwierigkeiten machten, wollen sie sich nach Lausanne in der S ch w e i z wenden. Ter in der Rede des Reichskanzlers über den Mißbrauch des Gastrechtes erwähnte Sttrdent der Medizin Silber- f ar b ist von der Ausweisung nicht betroffen.
Wien, 16. März. Heute Abend fand eine Protestversammlung der Wiener Tschechen statt, an der über 1000 Personen teilnahmen, darunter mehrere Abgeordnete, 2 russische Redakteure und südslavische Studenten. Die Redner verurteilten die in Wien und Linz gegen die Tschechen gerichteten Demonstrationen. Rach Schluß der Versammlung traf ein Trupp über den Stefansplatz heimkehrender Tschechen den alldeutschen Abg. Stein, den sie mit Pfuirufen ver- höhnten. Es fand ein Zusammenstoß zwischen den Abgeordneten Stein, Klofac und Fersl statt. Die Polizei trennte die Streitenden. Die Tschechen zogen sich zurück. Die Ruhe wurde weiter nicht gestört.
Wien, 17. März. Im österreichischen Reichsrate gab eS neue Skandalszenen bei der Beratung einer Interpellation an den Ministerpräsidenten von Körber wegen der Demolierung des tschechischen Vereinshauscs im 15. Wiener Bezirk sowie bei einer anderen Interpellation wegen der Linzer Krawalle beim Konzert des tschechischen Geigen-Virtuosen Kubelik. Die Kundgebungen der tschechischen Abgeordneten richteten sich gegen von Körber.
Lemberg, 17. März. Ter „Reforma" wird aus Warschau von angeblich vertrauenswürdiger Seite gemeldet, Kaiser Wilhelm habe an den Zaren ein Schreib en gerichtet, in welchem er betont, daß die Entsendung der im Weichselgebict garnisoniercnden Truppen ohne Gefahr erfolgen könne, da Deutschland die Loyalität der deutschen Einwohner an der Westgrenze zu überwachen bereit sei.
PortSaid, 17.März. 32 russische Verwundete der beiden vorTschemulpo untergegangenen russischen Kriegsschiffe sind hier eingetroffen und werden nach zweitägiger Ruhe nach Odessa weiter befördert. Die hier ansässigen französischen Familien hatten Vorkehrungen für die Unterkunft und Verpflegung der Verwundeten getroffen. Für dieselben war aber schon anderweit gesorgt worden, um sie in das Hospital aufzunehmen.
Tokio, 17. März. Rach den bei der japanischen Heeresleitung eingetroffenen Nachrichten sammeln die Russen Feldartlllerie in großer Stärke am nördlichen Ufer des Ja luflusses. Auch werden dort ausgedehnte Erdwerke errichtet.
Newyork, 17. März. Die deutschen Professoren Koh- ler-Berlin, Meyer-Berlin und Delbrück-Jena sowie der Balneologe Ehrlich sind hier eingetroffen. Sie reifen nach Chicago, wo sie Ehrengäste der dortigen Universi-- tät sein werden. Tie Universität Chicago veranstaltet ihnen zu Ehren ein Festmahl, bei dem der deutsche Botschafter Speck von Sternburg den Vorsitz führen wird.
New York, 17. März. Ein Teil der gelben Presse registriert das Gerücht, Deutschland wolle für 21 Millionen Doklar San Domingo erwerben, um die Insel zu annektieren, wenigstens aber deren Annexion durch Amerika zu hintertreiben. Spanien habe ein gewilligt.
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Geschäfts-Eröffnung und -Empfehlung.
Einem geehrten Publikum von Gießen die ergebene Mitteilung, daß ich von heute ab in meinem Hause
46 Darnrnsiratze 46
neben meinem Flafchenbiergeschäft eine
Mehlhandlung en detail betreiben werde. Durch meine langjährige Tätigkeit in der Branche bin ich in der Lage, allen Ansprüchen an Güte und Backfähigkest
ist die „Nordd. Allg. Ztg.", namentlich zur Beruhigung der beteiligten zahlreichen Städte unb Beamten, zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Mitteilung in ihren Einzelheiten, wie im ganzen, jeglicher Unterlage entbehrt. Die Organisation der Staatseisenbahnen von 1895 habe sich, wie der Minister der öffent-
kanntlich zu diesem Wegbau keinen Zuschuß, wohl aber sind von der Feldbereinigungskommission 2750 Mk. in Aussicht gestellt.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. wurde der Schuhmacher Armbrüster in der Schnurgasse unter dem Verdacht verhaftet, das 3 Wochen alte uneheliche Kind seiner Geliebten, dessen Vater er war, durch Ersticken getötet iu haben. Die Mutter befindet sich als Amme in Hanau, während das Kind bei den Logisleuten Armbrüsters in Pflege gegeben war. — Die Stadtverordnetenversammlung in Worms nahm die Vorlage über die Errichtung eines neuen Wasserwerkes einstimmig an und Genehmigte für diesen Zweck einen Kredit von 1200 000 Mk.
vermischtes.
• Magdeburg, 16. März. Beim vorjährigen Kaiserpreisschießen sind Fälschungen der Schießlisten vorgekommen. Infolgedessen findet wie die „Volksstimme" meldet eine Untersuchung statt. Ein Offizier ist bereits zur Disposition gestellt worden.
• Der Opernsänger Kie nlechner in Dessau, welcher, wie wir seiner Zeit meldeten, wegen Mißhandlung de§ herzoglichen Hofkapellmeisters Mikorey tnon der dortigen Strafkammer zu einer mehrmonatlichen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, ist, sicherem Vernehmen uach, vom Herzog von Anhalt begnadigt worden. Mikorey batte sich selbst für seinen heißblütigen Gegner an zuständiger Stelle warm verwendet. Damit ist jene häßliche Prügelaffäre tndgiltig aus der Welt geschafft.
* Auge um Auge! Ueber einen grauenhaften Vorgang, der sich in Craioba in Rumänien abgespielt hat und bet dem das alttestamentarische: „Auge um Auge, Zahn um Hahn" eine wörtliche Auslegung fand, wird aus Bukarest folgendes gemeldet: Vor einigen Wochen war bei einer Schlägerei in Craiova dem Zigeuner Joan Serbarn, von riinent anderen Zigeuner Namens Jordache Miclescu ein Auge ausgeschlagen worden. Nachdem der Verletzte aus dem Spital, wohin man ihn gebracht hatte, wieder entlassen worden war, trat er an Miclescu mit der Forderung heran, ir^m für das auSgeschlagene Auge eine Entschädigung von 4'000 Frank zu zahlen. Diese Summe wollte oder konnte Miclescu nicht bezahlen, und so wurde ein Schiedsgericht unter den Genossen der beiden einberufen, das die Entschädigungssumme festsetzen sollte. Man vermochte sich jedoch auch hierbei nicht zu einigen, und Serbaru, welcher sah, daß et: nur eine viel kleinere Summe würde erhalten können, als er ursprünglich gefordert hatte, beschloß, auf eine Entschädig- iurig lieber ganz zu verzichten und dafür persönliche Vergeltung zu üben. Von seinen Freunden begleitet, erschien er in brr Wohnung MielescuS, setzte diesem einen Revolver auf biie Brust unb schrie ihm zu: „Jetzt steche ich bir ein Auge aus, wie du mir das meine ausgestochen hast, oder ich erschieße dich!" Vergebens flehte der zittternde Miclescu um Gnade, mit unbeugsamer Energie stieß Serbaru ihm daS bereit gehaltene Messer in das linke Ange, sodaß das Blut in Hellem Strahl hervorschoß und MicleScu mit gellem Schmerzensschrei zu Boden sank. Der in eigener Sache Richtende wurde samt.seinen Freunden verhaftet.
• Die Zwerge in Afrika. Der amerikanische Reisemde Mr. Adgar Geil, der nach einer Reise von 3 Jahren, möhrend deren er China, Indien, Australien, und Afrika durchquerte, in London eingetroffen ist, berichtet über die Zrvergstämme in dem Innern der großen Wälder von Zentral- afirifa. Er verbrachte einen ganzen Monat in der Gesellschaft dieser Zwerge, mit denen er sich vortrefflich vertrug. Gleich zu Beginn feiner Reise machte er die Bekanntschaft des Sul- lamS dieser Zwerge, mit dem er befreundet wurde. Tie Keinen Leute sind alle mit vergifteten Pfeilen bewaffnet, deren Giift nach wenigen Stunden tödlich wirkt. Der Reisende fomnte, auf die Freundschaft des Sultans gestützt, die ganze Le benSweise des interessanten Volkes studieren und wertvolle Photographien anfertigen. Die wirklichen Zwerge wohnen in beim Dreieck zwischen den Flüssen Semliki, Aruwimi und ftmngo. Die einzige Gefahr, die den Forscher während seines Aufenthaltes in dem Urwalde bedrohte, war das beständige Ziürzen der 100 bis 200 Fuß hohen Baumriesen. Auch roillbe Tiere gab es in großen Mengen, und die Affen traten in ganzen Kolonien auf. Die Zwerge sind die stärksten Flksischesser, denen der Reisende überhaupt begegnete. Land- wiickschaftliche Arbeiten sind ihnen verhaßt, und sie wollen nicht einmal Bananen bauen. Ihr ganzes Leben ist ein Iügerleben. Neben den Zwergen fand der Forscher übrigens auch ©tämme von natürlichen Größenverhältnissen. Diese Glimme leben merkwürdigerweise in Todesangst vor den Zwergen, und werden von diesen vollständig beherrscht und mite Sklaven zur Arbeit gezwungen. Der Forscher erklärt bi<§ damit, daß die Zwergbevölkerung offenbar die sortge- iiyritfenfte ist. Er stellte sogar Anstandsbegriffe fest und sah itftten Leute des Zwergstammes nackt gehen. Die kleinen irischen machen einen außerordentlich gewandten, aufgeklärten und energischen Eindruck. „Ich möchte sie die Japaner Afrikas nennen", erklärte Mr. Geil.
• Ein teueres Schwein. Ein origineller Schweinefi mdel kam kürzlich in einem Gasthause in Zimmern in Pagern zu Stande. Ein Schweinezüchter verkaufte ein 4 jemtner schweres Schwein um den anscheinend billigen Preis asm 2 Pf. für die erste Klaue, bann jede weitere Klaue das doppelte der vorhergegangenen. Der Käufer gab ein Hcmd- ge[ib von 5 Mk. in der Meinung, einen billigen Fang gemacht zu haben. Doch wie erstaunte er, als sich bei Be- ikchZNling der 16. Klaue die ansehnliche Kaufsumme von 656 Mk. 36 Pf. ergab.
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und dankbare L'> L*«tigen ’trb borgen in bei - !ten vermögen. Teil' tmmc herrschte, dein ° erfolgreich speit! • Mpruch finden. w.der gestrigen
von einer gtm 'gen nicht die M nden, zu denen die er weitgehendes En- estion mit den das Mkonmen getrr e oben erwähnten - *e des vorhandenen f- ffg- für Logen unb r 1 Ä Giltigkeit b-i s hingewiesen, da§. lasse entgegengeM niefize und die :n, auch für die Ich!! ärz die Abonnementt: solcher also noch bti: ü>erroenbung. - $c: rstellnng für Fil
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde.
Hottesdienft in der Synagoge (Südantage).
Samstag, den 19. März 1904.
Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Schristerkläruug.
Sabbathausgang 7.25 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft.
HottesdienK.
Sabbath'eier am 19. März 1904.
Freitagabend 6.10 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbathausgang 7.25 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 6.00 Uhr.
Tendenz: Schwächer.
Auch heute verkehrte unsere Börse in recht fester Stimmung; wenn auch Bankaktien, wie Jndustriewerte keine wesentliche Veränderung gegen gestern zeigten, so konzentrierte fich heute das allgemeine Interesse auf die von den auswärtigen Börsenplätzen abhängigen Werte. Die stramme Haltung der gestrigen New-Porker Börse veranlaßte unsere Spekulation, sich wieder für amerikanische Werte zu interessieren, und so wurden Canada und vor allem Baltimor und Ohio Shares, noch unterstützt durch festes London, wesentlich über New-Porter Parität aus dem Markt genommen. Besonders lebhaft gestaltete sich der Verkehr in unifizierien Türken und Spanischer Rente, wofür Paris andauernd als Käufer bei stramm anziehenden Kursen auftrat.
Märkte.
Limburg a. d. L., 16. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.87 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.50 Mk., Gerste 8.51 Mk., Hafer 6.76 SDlt., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 16. März 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 7a Prozent.
Anfang?- u. Schlußkurse.
ib Gie ßen buhlst am 13. Mmz in t int folgender TogMst idjte über die Äckli. :e @emeinbeiurten: i für Buchfthmz bei Bezüglich Mito? eine sseußerung jr- »atz eine Häcke l i Stapüaltenter- - rcrangezogen tMW oen über die e angelegten echt, wenn mar ffi m im Betrieb N stehm habe, noc" ommertienrat htp
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Lahnkalk-Industrie Gr.-Linden-Giessen (Inh.: Carl Haas jr., Gießen) Ringofen-Kalkwerke.
Grilll- Mh Weitz-stüikklilk,°wi- Muff stet» vorrätig. 785
Telephon: Kalkwerke Nr. 200, Kontor Nr. 282.
Kerichtssaal.
Leipzig, 16. März. Wegen Zuwiderhandlung gegen die Sperrmaßreqeln ist am 7. Oktober v. I. von der Strafkammer in Wetzlar der Viehhändler K a tz zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte im Kreise Offenbach Vieh gekauft und in seinen Stall eingestellt, ohne eine Bescheinigung des Tierarztes über den Gesundheitszustand zu haben. Er hat nicht wissentlich die Verordnung übertreten, aber fahrlässig, da er als Viehhändler sich darum kümmern mußte, ob die von ihm für ungiltig gehaltene Verordnung nicht doch giltig war. In seiner Revision rügte er Verletzung oes Grundsatzes ne bis in idem, da er wegen desselben Falles und zwar erst nach Fällung des vorliegenden Urteils rechtskräftig sreigesprochen worden sei. Das Reichsgericht mußte dies als richtig anerkennen und erklärte das vorliegende Verfahren für unzulässig, sodaß der Angeklagte nunmehr endgiltig freigesprochen ist.
Landwirtschaft.
Verteilung des Acker- und Wiesenlandes im Deutschen Reiche. Tie als Acker- und Wiesenland benutzte Bodenfläche im Deutschen Reiche umfaßt rund 23 Millionen Hektar. Fast genau ein Viertel davon entfällt auf Roggenland, ein zweites reichliches Viertel auf Heuwiesen. Mit Hafer sind 19 vom Hundert, mit Weizen 7 v. H., mit Gerste 8 v. H., mit Dinkel reichlich 1 v. H. und mit Kartoffeln 14 v. H. bestellt. Von den Getreidearten wird also der Roggen am meisten angeb'aut; er ist vorherrschend in Preußen, Bayern, Sachsen, in beiden Mecklenburg, Hessen, Oldenburg, Anhalt, in beiden Lippe, in beiden Reuß, Schwarzburg-Rudolstadt und Bremen. Die zweite Stelle nimmt Hafer ein, der in Sachfen-Weimar, Baden, Braunschweig, Sachfen-Altenburg, Sachsen-Koburg, Sachsen- Meiningen, Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Lübeck und Hamburg die vorwiegende Getreideart bildet. Tic Gerste fornntti <an dritter Stelle und bildet in keinem Bundesstaate den Hauptteil des Getreidebaues. Verhältnismäßig den meisten Weizen baut Elfaß-Lothringen, wo er nicht sehr viel weniger als die Hälfte des gesamten Getreidebaues ausmacht.


