Ausgabe 
15.9.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

und zu seiner Ehrung für heute nachmittag eine anßerordent-

dringling geäußert haben, der sie davon abhält, ihre Mutter zu sehen, so daß sie sich eine ernsthafte Rüge zugezogen hat.

* Tic 11. Generalversammlung der deut­schen Gesellschaft r christliche Kunst in Trier; steht vor der Tür. -Wie Vorbereitungen sind getroffen, um den Gästen, welche die alte Treviris in den Tagen vom 2. bis 4. Oktober in ihren Mauern beherbergen wird, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Fast alle größeren Vereine der Stadt werden bei dem Fest Mitwirken. Zu allen Sehenswürdigkeiten Triers steht den Teilnehmern an der Generalversammlung der Zutritt un­entgeltlich offen. Eine besondere Anziehungskraft dürstet voraussichtlich das neu eröffnete Diözesanmuseum im ; Kreuzgang des Domes ausüben. Eine Fülle von Kunst- | nvrTcn aller Zeiten, die bisher im Verborgenen ruhten-, ersteuen hier das Äuge des Kunstfreundes.

schwer verletzt.

Ein Dopp elmord ist in KottbnS von dem Weber Trautmann verübt worden, der seine Schwiegermutter, die verehelichte Invalide Rex und ein vierjähriges Kind erdrosselt hat. Die Reichen Eheleute hatten den vier- jährigen außerehelichen Sohn lhrer in Berlin in Stellung befindlichen Tochter bei sich in Psteqe. Vor einiger Zeit soll her Vater deS KindeS eine einmalige Abfindungssumme für das Kind in Höhe von 300 Mk. an die Großeltern auS- t gezahlt haben. Von dieser Zahlung erhielt der Schwieger- sohn Trautmann Kenntnis. Nachdem mehrfache Versuche, in den Besitz deS Geldes zu gelangen, erfolglos waren, begab | er sich, als der alte Rex sich in einem Restaurant befand, nach desien Wohnung, wo er die Frau und daS Kind antraf. Er forderte von der Frau nochmals die Herausgabe deS Geldes, und als ihm dies wiederum verweigert wurde, siel er über die Frau her und würgte sie biS zur BcsinnungS- losigkeit am Halse, woraus er sie in Gegenwart deS Knaben kalten Blutes erstach. Hierauf legte er dem Kleinen, der der einzige Augenzeuge der Greueltat war, eine Biese um den .hals und erwürgte ihn. Nachdem er die Leiche der Frau unter dem Bett versteckt hatte, begab er sich nach dem Restail- rant zurück und setzte sich an den Tisch seines Schwieger- vaterS. Als dieser am Abend seine Wohnung aussuchte, ent­deckte er den Doppelmord. Der Verdacht lenkte sich sofort auf Trautmann, der noch in derselben Nacht, in fideler Ge­sellschaft sitzend, im benachbarten Ströbitz festgenommen werden konnte. Seine Hände und Arme, auch daS Gesicht wiesen zahlreiche Kratzwunden auf, woraus zu schließen ist, daß der Ermordung der Frau Rex ein Kampf vorauSgegangen ist. Trautmann setzte bei seiner Verhaftung den Polizei- beamten heftigen Widerstand entgegen. Als er überwältigt worden war, räumte er die Tat ein. Er ist verheiratet und

Vater zweier minorenner Kinder.

Dem Automobilunfall auf der Leipziger Straße bei Altenburg ist außer dem sofort nach dem heftigen Anprall cm den Baum verstorbenen Fräulein Drechsel noch ein zweites Menschenleben zum Opfer gefallen. Der Motorwagenhändler Arnold ans Leipzig ist gestern früh seinen Verletzungen erlegen. Der Bedauernswerte hatte sich bei dem Sturz aus dem Wagen nicht nur eine Gehirn­erschütterung, sondern auch einen derartig komplizierten ! Schädelbruch zugezogen, daß fein Wiederaufkommen schon gestern stark in Frage gestellt war. Der zweite männliche Insasse deS Wagens, Hucke, dürste mit dem Leben davon­kommen. , , ,

An der Wiege deS kleinen Zarewitsch^ hat, I wie ein englischer Korrespondent berichtet, eine seltsame Feier- l chkeit stattgefunden. In der Familie der Zarin ist 23 die z GlückSiahl. An dem 23. eines Monats sah sie zum ersten

liche Sitzung anberaumt.

[] Marburg, 14. Sept. Die Immatrikulati on für das am 15. Oktober beginnende Wintersemester an hiesiger

Gästen wurde niemand verletzt.

^.Büdingen, 14. Sept. Einer großen Anzahl von Gemeinden unseres Kreises, darunter auch unserer Stadt, sind von Großh. Ministerium namhafte Beiträge zu den Kosten von Aufforstungen von Oedungen und Hutweiden für daS Wirtschaftsjahr 1904 bewilligt worden. Vom 12. ds. MtS. ab ist im hiesigen Gymnasium der Nach­mittagsunterricht in Fortfall gekommen.

K B. Darmstadt, 14. Sept. Der vierte Aus­schuß der zweiten Kammer hielt heute wieder eine umfang­reiche Sitzung ab, an der die Ministerialräte Braun und Wilbrand teilnahmen. Neben zahlreichen kleineren An- trägen wurde eingehend über den Antrag Weidner be­raten, der dahin geht, den unteren Forstbeamten die Anteilnahme an Privatjagden auf Grund ihrer stempel-

15. ds. MtS. ab wird der Großherzog von Romrod aus am. Manöver teilnehmen. Bei Sich ist dieser Tage eine Feld- bäcferei eingetroffen, die Ende der Woche und nächste Woche in Tättgkeir treten wird, da sich die letzten Manövertage zwischen Grünberg, Lich und Butzbach abspielen.

4- Frankenbach (b. Rodheim a. d. B.), 14. Sept. Gestern nachmittag kurz nach 5 Uhr zog ein Gewitter von Süd-West her über unser Dorf, wobei sich em Wirbel­sturm bildete, der an Gebäuden und Obstbäumen einen beträchtlichen Schaden anrichtete. Ganze Dächer sind ab­gedeckt. Tie Obstbäume liegen geknickt am Boden. Dem Schuhmacher und Landwirt Heinrich Wack wurde ein Wagen mit Grummet vom Hofe auf die Straße geschleudert, so daß die Räder nach oben gekehrt waren. Auch wurde ihm ein Stück vom Scheunendach mitsamt den Sparren weggefegt. Der ganze Schaden war in einem Zeittaum von 2 Minuten angerichtet.

b. Friedberg, 14. Sept. Seit acht Tagen waren 41 Damen hier anwesend, um daS Examen im hiesigen Lehrerseminar zu machen. 26 waren protestantisch und 15 katholisch. Sämtliche Damen bestanden die Prüfung als Lehrerin gut.

v. Friedberg, 15. Sept. Vom 29. September bis 2. Oktober findet im Saalbau hier eine ObstauSstellung deS Oberhess. Obstba uvereinS für die Kreise Fried- berg, Gießen, AtSfeld und Lauterbach statt. Die Beschickung; mit großen Posten Obst wird eine sehr reiche. Bei der Schön­heit deS diesjährigen ObsteS und der vollkommenen Reife wird die Ausstellung einen prächtigen Anblick barbieten, zu­mal auch die Dekoration viel neues bieten dürste und all die herrlichen Früchte, welche für die internationale CbftauS- slellung in Düsseldorf bestimmt sind, vorgeführt werden.

4- Usenborn, 14. Sept. Bei dem gestern von Süd- westen aufziehenden Gewitter schlug mit fürchterlichem Krachen der Blitz in das Hauß des Gastwirts Müller ein. Am Schornstein ging der Sttahl ein, verwüstete die oberen Teile des Hauses, Dach, Giebel usw. und nahm seinen AuSgang durch die Küche. Von den anwesenden Jamiliengliedern und

Dcrmifd)tet«

* Berlin, 14. Sept. Die Kriminal-Polizei verhaftete heute den 22 jährigen Fleischergesellen Otto Zufall, der seiner Geliebten, einer 24 jähngen Näherin, welche wegen seiner vielen Geldfordcrungen nichts mehr von ihm wissen wollte, auf einem Spaziergänge eine mit Gift gemischte Simonabe gereicht hatte, an deren Folgen sie starb.

Paris, 14. Sept. Mattachich erklärt sich für er-1 mächttgt, im Namen der Prinzessin Luise zu erhören, daß diese jeden Wiener Antrag ablehne, der die Absonderimg ihrer Angelegenheit von der ,einigen zur Vor- auSsetzung habe.

Budapest, 15. Sept. Während einer Suftballon- Uebung einer Abteilung deS FestungSartillerie-RegimentS Nr. 1 bet HajmaSker in der Nähe von Veßprem ereignete sich gestern ein schwerer Unfall. Bei dem herrschenden Sturmwind wurde der Ballon plötzlich in die Höhe gerissen. Der größte Teil der die Feffelseile haltenden Soldaten ließ los, während acht Soldaten mitgerissen wurden, welche nacheinander in ziemlicher Höhe abstürzten. Einer blieb mit zerschmetterndem Kopf, einer von feinem eigenen Bajonett durchbohrt, tot liegen. Die anderen sechs sind

Aks LtM und Lmld.

Gießen, den 14. September 1904.

- Vom Manöver. Am 14. d. M. nachmittag« bat da« dreitägige Gefecht innerhalb der 49. und der ist In- fanterie-Drigade seinen Abschliiß gesunden. Die 49. Brigade hatte früh morgens ihre Gefechtsstellung zwischen Gründern und Wetterfeld; die 116er hielten den Queckborner Berg und die um Grünberg liegenden Höhen besetzt, ihr Groß lag in I Grünberg und Atzenhain, die Feldwachen in Lauter und Neumühle. Die 115er hatten ihre Stellung an der Strafe HeffenbrückerhammerLaubach, daS Gros lag in Laubach. Die 168er waren den 116em zugeteilt. Die beiden kleinen Landstädtchen Grünberg und Laubach bildeten ein rechtes KnegLlager, beide hatten über 1200 Mann Einquartierung. Der Brigadestab lag in Laubach, während der DivtstonS- kommandeur Frhr. 'd. Gall mit seinen Adjutanten Graf Waldersee und Graf KönigLniark im .Hirsch* zu Grünberg Quartier bezogen batte. Die Stäbe der 116er und 23. Dragoner lagen in Grünberg. Am 14. dS. MtS. früh begannen dte Vorposten-Gefechte, in die alsbald daS Groß eingnff, die! H5er gaben ihre Stellungen um Laubach auf unbjourben zurückgedrängt über Ruppertsburg, Gonterskirchen, Schotten, das Gerecht ging am Fuße des BilsteinS und HoherodSkopfeL an«. Zwei anstrengende Tage haben dte Truppen gehabt nnb eS gab viel , SchlappeDie 115er sind in Schotten, Usenborn. BräungeShain, Michelbach, die 116er in EichelS- borf, Erchelsachsen, Rainrob, Wingershausen, bic 168er m Saubach und Umgegend einquartiert. Laubach bat heute 1350 Mann Einquartierung; hier liegt der 25. Kavallerie- Brigadestab, in Schotten der Jnfanterie-Brigadestab. Die 61er Artillerie liegt in Nidda. Die 49. Infanterie-Brigade bat ebenfalls ihr Manöver beendet und zwar auf den Höhen zwischen Alsfeld, Romrod und Ober-Gleen. In Alsfeld liegen die Stäbe der 50. Jnfanterie-Brigade, der 25. Artillene- Vrigade, der 117er, 118er, der 24er Dragoner und der 25er Artillerie. Alsfeld ist von ca. 1800 Mann belegt. Dom

freien Waffenkarte zu versagen. Der ^KegierungSvertreter wandte sich gegen diesen Anttag im allgemeinen, gab aber »u, daß er insofern eine Berechtigung habe, als durch die Anteilnahme der Forstwarte in größerer Zahl an den Jagden ber-n Dienstbezirk leicht dem Jagdfrevel ausgesetzt werbe. Der RemerungSoertreter sagte zu, in dieser Hinsicht für Abhilfe ,n sorgen. Mit dem Antrag Köhler, betr. die Errichtung -ner landwirtschaftlichen Wetterstation in Ober- >ij,n erklärte sich die Regierung nicht einoer-l rauben, ba eine Regelung der Wetterdienstbericht-

<stattunq für das innze Reich in Vorbereitung Gies -n könne al, öauptftation dafür nicht in

^.mmen, weil eS zu nahe bei der preußischen Wetter- Uauaa .aüwa QtUya fcu man halte auch in Fachkreisen

Darmstadt als geeigneter dafür, lieber bic meisten ber heute I mal ihren zukünftigen Gatten, unb ein Dutzenb glückliche mit den RegicrungSvcrtretern gemeinschaftlich beratenen Gegen-1 Ereignisse ihres LedcnS sind danach auf jenen Glücks tag ge- ftänbe soll erst in ber nächsten, am 28. September statt- fallen. Die Kaiserin beftimmte beShalb, baß ber 23. Tag tm findenden Sitzung Beschluß gefaßt werben. Leben beS KinbeS durch eine besondere Feier ausgezeichnet

Hanau, 14. Sept Einer der besten Söhne unsererIwerden sollte. In Begleitilng ihres Gemahls unb des Paters Stabt, ber frühere Vizebürgermeister, Rentier Wilhelm Gleb ZagorSky, ber in ber letzten Zeit viel in Peterhos iveilte, HeraenS, Seniorches ber Firma W. E. Heraeus, Ehren- ging sie an bie Wiege beß KinbeS unb sprach Gebete für bürger unserer Stabt, würbe hochbetagt vom Tobe ereilt, sein zukünftiges Wohl. Dann band sie ein kleines mit In- 30 Jahre hinburch gehörte er den städtischen Körperschaften welen besetztes Heiligenbild an daß Fußende der Wiege, nahm an, und zivar wurde er 1868 durch daS Vertrauen seiner baß Kind auf den Schoß, und der Zar bot ihm feierlich Mitbürger in den GemeindcauSschuß, 1874 in den Stadrat Brot und Salz, in der Art wie eS der russische Muschik tut... unb 1879 zum Vizebürgermeister gewählt. Am 1. April Die Zarin verläßt bad Kinb selten, und jeben Morgen vor 11898, bei Inkrafttreten der neuen Städtcorbnung unb ber dem Ankleiben klopft der Zar an die Tur beß Zimmers, in Auflösung ber bis dahin in Dienst befindlichen städtischen Be- dem daS Kind in seiner blauen Wiege ruht, imb fragt:Wie Hürden schied er auß dem Amte und in Anerkennung seiner geht eS Aljoscha heute?" Nikolaus II. nimmt naturgemäß hervorragenden Verdienste um die Stabt Hanau beschlossen bas lebhafteste Intereffe an der Entwicklung des KinbeS unb bie städtischen Körperschaften, ihn zum Ehrenbürger zu er- hält ihm besonders gern verschiedene Gegenstände hm, um nennen. An dem Gedeihen, dem Aufblühen seiner Vater- zu sehen, was am festesten im Händchen halten wird. ftnbt hat er in der langen Spanne seiner Tätigkeit im Dienste Als ber Kaiser ihm eine große emaillierte Kosakenpfeife hin- ber Stabt reichlichen Anteil gehabt. Der Magistrat ber Stabt hielt unb baß Kinb nach bem Rohr griff, sagte die Zarin, Hanau hat zum Andenken an den verstorbenen Ehrenbürger wie erzählt wird:Mein Kind wird ein Kosak werdend In L ' Peterhof ist alles bem Wohlbefinden Aljoschas untergeordnet, unb seine jungen Schwestern fühlen sich zurückgeseht. Die Großfürstin Olga soll sich bereits mißliebig über den Ein-

Cdtxwre 'Tlufattbe unb es u>g süb »u dem Dm^e Sikumgn zurück. Da unfen- Tnuxpcn. bie tue Stellungen bet dem Dorfe teinnvan- hm iunebarten auf mehtv sich brr rechte Flügel brr üorrilcfenben Srmrt stüdte. in brr vom 2. Mm 3. Septrmbrr diese nnebtigen Stellungen zu räumen gezwungen nuiren, so bcfroloB » mich auf '^ulb'n -''.rrückzrizieben imb brachte bie# bis zum 7 ^ph*:nbvr ;ur Aussübnmg. Die Räumung KianiangS begann am 3. Sx'ptemhT uirb tnrr am Morgen des 4. SeptemImt beerbet, »nie Vorräte N*r Truppen wurden vollständig fortgeschnfit, nur die m den Intend^inturdepotS befindlichen konnten riebt wrt- geschafft narben unb wurden Voiiäte für ungcfäln acht Tage nenmbtet . Die Tnippen zogen sich in voller Ordnung zurück. Eine vom Feinde bx^nmnene Veriolgung würbe abgetvefrrt.

Die Svitznamen ber gewerbsmäßigen Verbrecher sind oft originell: in diesen Tagen erfolgte in Berlin die Verhaftung eines jungen Verbrechers, dem von seinen Standesgenoffen wegen seiner Verschwiegenheit das Epitheton ornansDie tote Sünde" beigelegt worden war. AuS dem reichen Namensver^eichnisse ber Berliner Verbrecherwelt seien einige Titnlatu' en, deren Kenntnis für die Polizei von höchster Wichtigkeit ist, ausgewahlt: sie sind besonders charakteristisch und in den teilten Jahrzehnten in Gebrauch gewesen. Da finden wir: der ^Affe", das Dalange", derDktienbudiker", derDtechkopf", das Eiterauge" Ta sind ferner derNegierungsrat",$*1- mcrbing , derGefreite", derOpernsänger",Äold- schnlieds Töchterlein" (seines Mädchengesichts uxgen so gc- nffnnt), desSängers derglatte Adolf",Wald-- tenfel", .Lötkolben",Kononni-August" undSchluck- ?lugns^', derglibbrige Lehmann",G-ueralslabs.Heinrich", dieTutte Hundenase aus Stettin", derSountagsreiter", derschöne Eduard", derschiele Hannes",Jule mit der Spule", derModrenckönig", dasSchiefmaul", dasPlatt- 5ein", derVindmiiller", der , Pf-rdefutz", der . steife ikl)- manu", dieKvgnalnase", derTürlen^sultan", derlange Tde", derleinene Anion", der , Mostren-Schmred", der Duckel-Kondiw^, derKoichsstudent", derRecht-sanwalt", derPlatzmajor^', der .Milmerblinde", dieLeuchtlugel", der<?reu»soldat", dieSpitznraus", derKirschen",Gy'r* (5de", derrote §>al)n", derKustlopf", derKomödien- Ernst", derStrippen.slriedrich", derGalerie«lilln", der Vesenbinde^, derPolzaffe", derSchmifslige", der Güterschuppen", derStanqenspargel",Donlanqer'. ,Rot- Schaumschlaqer", dieSpickqans", derRaleteiEillielm und endlich7vilnfnmrt". - Auch die weiblichen Verbrecher trauen solche Namenszier, Unter ihnen stlänzen dieSchlack- murst,Berta", dieDreck-Male", dieBlnbber-Iuste'', die schiefe Laterne", dieKakao-Anua" ,md dieSchokoladeu- Minna", dieKvpseluhr", dieExvNenz,". derLackstresel , dielange Charlotte", diestirau shommandeur", btcsrotn- merzienrätin", dieKrller-Jette", dielanqe Anna, we lanssnasikie Pauline",Servus", dierussisch« Gräfin , die Anis-Berta", dieKiste", dieschottische M-rrre,, der Douillonlopf", dasPfeffer-Rösel", die - Sekreteuse , du- Aalbaut", dasTelglicht", dieSoren-Marre , dre ^Neun sinaeriae", dieRosen-Inna", dasCisbein , di. , juicn» -Berta", dieKvnichn der Rächt", dieButterblume , dre Fettgans", dieTrapez-Amalie", dieDanrpchval^, die Banlierwitwe", dieFrau Feldmarschall die^ck.lcy^ sahne", dieNeger-Kürriffin",orlanzkattun ,Trommel Anna" und dieQuadrillen-Marie^. fftne ansehnlick)«:

' Wie Ameisen Toilette machen, lieber dre ftrage, wie Ameisen Toilette machen, schreibt eru amenla- nischer Gelehrter in Harpers ,^ontl)tt) Magazrue : Es mag vielleicht etnws gewagt erschernen, gerade in di sn Jahreszeit die Behm,Ptung m, zustellen, daß dre Amersen sehr reinliche Tiere sind, die ihre Haare täglich mehrmal. bürsten, aber nichtsdestoweniger rst das doch der Fall Mit unseren mangelhaften Augen kann man das allerdin^ nicht errennen, aber, wenn man 0>elegenheit hat, dre kleme'i fleistigen Tiere durch ein gutes Vergrößerungsglas n beobachten, bann kann man sich leicht überzeugen, van dieselben viele Zeit darauf zu veyvenden Pflegen, dieser Weise Toilette z-n machen. Dor ganze Körper oct Tiere ist nämlich mit kleinen Haren bewachsen, sooav dieselben eigentlich eine Art Pelz bilden. Zwischen bi cf en Heinen feinen Haaren stehen größere, die sich den feme^ gegenüber wie Borsten ausnehmen, unb deren Zwen zweifellos darin besteht, allen Schmutz möglichst von ber Haut deS Tieres fernzuhalten. Das erteichtert es. bei Insekten ungeheuer, sich nein KU halten^ da die kleine Staub- und Schnmtzteilchen so leicht zu beseitigen sm - Die Toilette der Insekten besteht nun darin, daß sie btq Haare durch Stämmen und Dürsten reinigen. , Sbte o Katzen imd Hunden spielt die Zurrge babei J*1110 Rolle. Bei genauer Untersuchung ergibt es sich, oatz kleinen Zimgen der Ameisen auf beiden -eiten r *) Stellen Itaben, mit denen dann leicht dte Wirkung üU^fll.d werden kann, die eine gewöhnliche Bürste auSubt. - 1 ) zeitig läßt sich die Zunge wie eine Art Sck)wamm gc lwauchen. Uebefihaupt hat dte Toilette ber ckmeist K) viel mit der des Hundes oder der Katze 0«; ® kann man sehen, wie dte Ameisen mitten tn ihrer plötzlich einhalten, auf einem befttmmten Platz g bleiben und bann mit ihrer ^ollette be^nncn ' mal sieht man das eine ober andere Tier, da^ 10 mit bei BauLtcheiten beschäMlt anS der iMigen M

Universität sind wie folgt festgesetzt: Theologen am 17., 21., 27. Oktober unb 2. November, Juristen am 18., 24., 28. Oktober unb 3. November, Mediziner am 19., 25., 31. Oktober imb 4. November, Philosophen am 20. unbl 26. Oktober, sowie 1. unb 7. November. Die enbgiltige Immatrikulation findet am Samßtag dem 12. November statt. Bis zum 14. November müssen die Vorlesungen be­legt sein.

Kirchhain, 14. Sept. Ein Landwirt auß der Umgegend, der gestern zum Marburger Pferdemarkt wollte, verlor auf dem Wege durch daS Manövergelände einen 1000-Mark-Schein.

Kleine 'Pitt 11 v n g e n aus Hessen unb den Nachbarstaaten. In Villingeu wurde ein Kind von (einem Fuhrwerk überfahren und erheblich verletzt. In Bretzenheim wurde die Konstituierung einer gemeinnützigen Baugenoffenschaft unter zahlreicher Betelligung vorgenommen.