Ausgabe 
15.4.1904 Zweites Blatt
 
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Mission arbeite er in bester

von

Im Jahre 1895 war der

Briefkasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt..

Kirche und schule.

Frankfurt a. M., 14. April. Die Jahrhundert­feier des Philanthropins wurde heute vormittag durch eine akademische Festfeier eingeleitet, zu der die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden erschienen waren. Der Vorsitzende des Zentralausschusses, Herr Fritz Auerbach, be­grüßte die Festversammlung; Direktor Dr. Adler hielt die Festrede, in der er die Bestrebungen des Philanthropins dar­legt, das stets getreu seiner Devise für Humanität und Auf- klärung gewirkt habe. Prooinzialschulrat Dr. Kayser über- brachte die Glückwünsche des Provinzialschulkollegiums, Ober­bürgermeister Adickes diejenigen des Magistrats der Stadt Frankfurt. Aus Anlaß der Jahrhundertfeier wurden folgende Auszeichnungen verliehen: Dem Vorsitzenden des Schulrates des Philantropins Stadtrats a. D. Anton Horkheimer und dem stellvertretenden Vorsitzenden Alfred Dann den Kronen­orden 4. Klasse, Direktor Dr. Adler und Oberlehrer Dr. Epstein der Rote Adlerorden 4. Klaffe, Vorschullehrer Scherer der Kronenorden 4. Klasse, Schuldiener Olesch das Allgemeine Ehrenzelchen.

W. Z. tu Lich. Ein Grundstück mit Sladjeitrah! riedigen, i|t keineswegs verboten. Der Besitzer ifi iu: '.'raiöa:, wenn er die sür den Verkehr - läßt oder em zum Schutze Gesetz verletzt.

parlamentarisches.

Berlin, 14. April. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Beratung des Kultus-Etats bei dem Titel Kunst und Wissenschaft fort. Die Beratung wurde nicht zu Ende geführt. Das Herrenhaus beriet heute Peti­tionen.

Die Wahlprüfungskommission des Reichstages er­klärte die Wahl des ALg. Himburg (kons.) sür giltig.

damit verbundenen Majoratsbesitz streitig zu machen. Der Hauptkläger, Prinz Friedrich von Schönburg-Waldenburg, heiratete bekanntlich die zweitälteste Tochter des spanischen Thronprätendenten Don Carlos.

Ter Besitzer ifi tut üraibut, erforderliche tiomiaü äugt: W Personen und tadw twM

zur katholischen Kirche übergetreten. Di- x

' mit großem Pomp gefeiett; der Patriarch S Ä* 4 Pap« P'US X., vollzog selbst bi- T-a.mng Di- Eb'' am 26. April 1897 so glänzend geschloffen worden ' wohl schon im Mai recht trübe aus, und jetzt ist in die Brüche gegangen. Schon im Jahre 1903 ira<t ' den Ehegatten eine Entfremdung ein, angeblich desbau Pnnzeffm Alice Jldefonia Margherita im Juni iw ' lhrem Kutscher Emilio von Schloß Stadelhof aus ein­tägige Fahrt, angeblich nach Wien, unternommen - übler Nachrede vielfachen Anlaß bot. Anfang dieses *- wurde dann die fürstliche Ehe geschieden, als Be-ie^'" der Prinzessin zu einem Kavalier bekannt geworden ? * Der der Ehe entsprochene Sohn der Prinzeffin Alie ' Bourbon, welcher sich zurzeit bei den Verwandten der * m Venedig aufhält, soll nun, wie in der Klage beb',' wrrd, den Prinzen Friedrich von Schönburg-Waldenbur« ' als Vater haben, und dec letztere bestreitet die : semeS Sohnes". Das Gericht hat umfangreiche "Ben>- hebungen über die Legitimität des jugendlichen Primer ' gestellt, auch den vermeintlichen Vater, einen Obedeutna^ dieserhalb vernommen und ist, wie wir aus guter -" vernehmen, zu der Ansicht gelangt, daß absolut nichts' zu zweifeln ist, daß Prinz Friedrich von Schönburq.^.' bürg der Vater des um Majorat und Prinzentitel rin-k ' Kindes ist. Wenn der also vorauszusehende UrteilSsprucL Dresdener Landgerichts gefällt sein wird, beabsichtig Haupt des Hauses Schönburg, der auf Schloß Gm - residierende alte Fürst Ulrich von Schönburg-Waldais: seinen jugendlichen Enkel zu reklamieren und zu üf 1 nehmen.

Eine russische Kassandra. Ueber ein kc- glaubliches Beispiel von Volksbarbarei, das Ljebisko im Gouvernement Pollawa zugetragen Hain ­aus Moskau berichtet. Das Dorf Ljebisko war seit lär Zeit als Wohnort eines schönen Mädchens namens Aki r Petroko w bekannt, einer Wahrsagerin von großer i/c Berühmtheit. Seit dem Ausbruch des Krieges hau/ , mehrere langandauernde Trancezustände, die damit enM daß sie erklärte, sie wäre in Port Arthur gewesen unt entsetzt über die schlechte Behandlung und die ©ntbebru- y der Soldaten. Endlich erklärte sie auch, daß alle oldatcn aus dem Distrikt infolgedessen entweder toi oder im Sterben lägen. Diese Aussage verursachte so gl / Erregung unter den Bauern, daß Nachfragen angeßelll ic-.^ mußten, die natürlich ergaben, daß nichts von dec SJuSnc! auf Tatsachen beruhte. Das versetzte die Dorsbewchna olche Wut gegen die unglückliche Kaffandra, die |i< ihre Unheiloerkündigungen umsonst geängstigt Halle, daß i das Haus derHexe" niederbrannten und das Mädchen; ' die Straße zerrten. Dann rissen sie ihr die Üleidec c?. banden sie an den Schweif eines Pferdes und sagten sie.« das Dorf, bis sie dem Tode nahe war.

* Aachen, 14. April. DerAach. Volksfr." erhält aus Walhorn (Rhld.) die Meldung, daß auf einem dem Landrat Gülcher gehörenden Gute unter eigentüm­lichen Erscheinungen das das Gut verwaltende Ehe­paar erkrankte und alsbald verstarb. Desgleichen wurden die dreizehnjährige Tochter sowie zwei erwachsene Kinder des Ehepaares von der Krankheit befallen. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Die Art der Erkrankung ist ärzt­licherseits noch ttidjt festgestellt.

* Bremen, 14. Ap t. Ein geheimnisvoller Mord wurde am Freihafen entdeckt. Im Wasser fand man einen notdürftig bekleideten Mann, der in der linken Brustseite zwei tiefe Stichwunden hatte. Die Kleidungs­stücke waren unversehrt, also offenbar erst nach Ausführ­ung der Stiche der Leiche übergezogen. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Personalien der Leiche festzustellen. Allem Anscheine nach war der Ermordete ein Fischer.

* Durch Tabakrauch getötet. Einen eigentüm­lichen Tod fand in London eine alte Dame, die einen ver­heirateten Sohn besuchen wollte. Die Dame leidet an Asthma, und als sie das Zimmer betrat, in dem ihr Sohn mit einigen Freunden rauchend saß, erlitt sie infolge des Rauches einen so heftigen Anfall, daß sie sofort zusammen­brach, und, bevor ärztliche Hilfe zur Stelle sein konnte, verschied.

* Ein Prinz im Kampfe um Majorat und Prinzentitel. Vor der 11. Zivilkammer des Landgerichts zu Dresden kämpft ein jungendlicher Prinz, der Sohn der Tochter des Don Carlos, Prinz Friedrich von Schönburg- Waldenburg, um sein Majorat und seinen ihm strittig ge­machten Prinzentitel, und er bleibt in diesem Kampfe vor­aussichtlich Sieger auf der Wahlstatt. Nachdem vor der 11. Zivilkammer bereits mehrere Termine unter vollständigem Ausschluß der Oeffentlichkeit stattgefunden haben, ist der Ge­richtshof nunmehr zur Beweisaufnahme geschritten. Die Agnaten des prinzlich Schönburg-Waldenburgischen Hauses, an ihrer Spitze der geschiedene Ehegatte der Prinzessin Alice von Bourbon, Prinz Friedrich von Schönburg-Waldenburg, haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dem vierjährigen Sohne der Prinzessin Alice seinen ererbten Namen und den

Mission arWte er in bester Harmonie. Dafür lege schon tzer Umstand Zeugnis ab, daß auch Sezessionisten in der Nationalgalerie vertreten sind. Ganz falsch ausgelegt sei sein Besuch in Weimar; er hatte lediglich zum Zweck die Errichtung eines Kaiserin Augusta-Denkmals und einer Kaiserin Augusta-Gedächttriskirche. Auf Konstituierung des Künstlerbundes in Weimar habe er auf keine Weise Ein­fluß auszuüben versucht. Er habe von dessen Konstituier­ung erst nach der Rückkehr aus Weimar gehört. Den An­griffen der Presse sehe er ruhig entgegen und dies umso­mehr, als er durchaus vorurteilslos alles für die deutsche Kunst tue. Abg. Münsterberg (frs. Vgg.) schließt sich dem Abg. Winkler an und dankt für die Aufklärungen des Ministers. Abg. v. Neumann- Großenborau (kons.) meint, die Kunst sei nicht frei, sie sei es nie ge­wesen und werde es nie jein. Die Kunst sei abhängig von Augustus und Mäcenas. Der Augustus habe aber dafür so sorgen, daß der Staat nicht einseitig Schaden erleidet. Redner beklagt insbesondere die unsittlichen Aus­lagen in den Berliner Schaufenstern und den freien Berkau: unsittlicher Schriften in Berlin. Er schließt mit einem Danke an die Kunstverwaltung für die sorgfältige Aus­wahl der Gemälde für die öffentlichen Galerien. Abg. Träger (frs. Vpt.) nimmt die Sezessionisten gegenüber den Angriffen Dr. Rewoldts in SchuP und spielt gegen ihn die Ausführungen seines Fraktionskollegen v. Kar- dorff im Reichstage aus. Kultusminister Dr. Studt konstatiert, daß Abg. Träger jetzt nicht einmal versucht habe, die früher gegen das Ressort des Kultus erhobenen Beschuldigungen zu beweisen. Dann bricht das Haus die Sitzung ab.

Vermischtes.

* Berlin, 14. April. Wegen schlechten Ge­schäftsganges haben der Kaufmann Paul Pirlag in der Großbeeren st raße 93 und seine Frau sich in der letzten Nacht durch Einatmen von Leuchtgas das Leben genommen.

* H alle, 14. April. Durch ein Versehen des früheren Stadtrats, jetzigen Geheimrats Pütter in Berlin war der hiesigen Stadtkasse ein Schaden zugefügt worden. Dieser­halb hat das Stadtverordnetenkollegium tnf Beschluß der Finanzkommission dem Magisttat ein Ta­dels v otum ausgesprochen. Der Magisttat will aber den Tadel nicht einstecken, und behauptet, das Rügerecht stehe nur der vorgesetzten Behörde zu llm Klarheit über die Sache zu schaffen, wurden die juristischen Mitglieder des Kollegiums mit der Prüfung der Angelegenheit betraut.

* Insterburg, 14. April. Bei einem Feuer, das in der vergangenen Nacht in einem Hause in der Kasernen- straße ausbrach, fanden ein Hoboist, ein Eisenbahn- arbeiter und ein Friseurgehilfe den Tod in den Flammen.

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