Schwarzen rangieren sich -um Gefecht unter raffinierter Benutzung des Geländes stets nach demselben Schema. Sie formieren nämlich den sogenannten Ochsen ko Pf, d. h. ein sehr starkes Zentrum mit weit ausgreifenden, dünnen, nach vorn vorgebogenen Flügeln. Die ständige Wiederkehr dieser Stellung erleichtert den Angriff. Das Hauptgewicht muß auf geschickte Umgehungsmanöver gelegt werden; die Schwarzen fechten wie die Löwen, solange sie den Gegner vor der Front haben, stieben aber sofort auseinander, sowie sie den Feind im Rücken spüren. Der Ecfolg des Tages hängt von der größeren oder geringeren Geschicklichkeit und dem Glück ab, mit dem der kritische Augenblick zur Dezimierung des Gegners benutzt wird. Oberst Dürr hat nun, nach den bisher vorliegenden Nachrichten, mit Flanken- umfassung operiert. Er hat auch, wie es bei Beobachtung dieser Regel dem der gebotenen Gegenbewegungen nicht kundigen Gegner gegenüber der Fall zu sein pflegt, nur mäßige Verluste gehabt. Ob der Erfolg über das Zurück- gehen des Gegners hinausgeht, ob dieser wirklich ernstlich geschwächt ist, bleibt abzuwarten. Sachkundige Beurteiler meinen, daß auch in diesem Fall das letzte deutsche Blut in Deutsch-Südwestafrika leider noch lange nicht geflossen sein werde.
Bolitische Tagesschau.
Zn der Auarchisteustadt Barcelona
hat die Erregung über das Attentat gegen den Ministerpräsidenten Maura zu antirepublikanischen Volksdemonstrationen geführt. sand dort ein Tedeum statt als Zeichen des Protestes gegen das Attentat. Die Monarchisten veranstalteten eine Demonstration vor der radikalen Zeitung Püblioidad. Die Republikaner insultierten einige Manifestanten, worunter sich auch Offiziere befände,!, welche darauf die Redaktion stürmen wollten, was der Gouverneur indessen verhinderte. Zn republikanischen Kreisen Barcelonas herrscht große Erregung. Die Presse Barcelonas mahnt zur Ruhe und Besonnenheit. Ein Individuum, welches den Attentäter hochleben ließ, wurde von der Menge beinahe totgeschlagen. Der Verbrecher wird von den ordentlichen Gerichten abgeurteilt. Der Zustand Mau- ras ist befriedigend. Die Wunde Mauras heilt ausgezeichnet, auch die Schmerzen haben nachgelassen, sodaß die Aerzte ta*i( die Ausgabe werterer Bulletins verzichten.
Inzwischen ist in Barcelona schon wieder ein Bomben anschlag versucht worden. Am 13. d. M. platzte eine neue Petarde in der Barbarastraße ohne Schaden anzurichten. Es fanden weitere Verhaftungen von Personen statt, denen der Attentäter vorher brieflich seine Absicht anfibüü&te, etwas in anarchistischem Sinne zu unternehmen.
Kurz vor Schluß der Redaktion traf noch folgende Meldung ein: Barcelona, 14. April. Die infolge des Anschlages auf den Ministerpräsidenten Rtaura verhafteten Personen mit Ausnahme einer wurden heute wieder in Freiheit gesetzt. Der Zustand Maura's ist zufriedenstellend.
Iie Kuust im preußischen Aögeordnetenyarrse.
Am Donnerstag wurde die Eratberatung beim Kultusetat (Kapitel Kunst und Wissenschaft) fortgesetzt. Abg. Träger (srs. Vpt.) geht ausführlich aus die Haltung der Regierung gegenüber der Sezession ein. Schon im Jahre 1894 habe Kultusminister v. Goßler erklärt, die Regierung wolle der Kunst keine Bahnen setzen und sie nicht vergewaltigen. Seitdem aber sei der Karnpfrus gegen die Sezession erschollen. Unsere Kunstverwaltung habe noch nie eine Ausstellung der Sezession besucht und Gemälde von S^essiorusten nur auf Umwegen angekauft. So habe die Verwaltung Künstler wegen ihrer künstlerischen
UeLerzeugung einfach materiell geschädigt. 9hm glaube er, daß selbst ein sehr starker Mann als Minister durch solche Mittel oie Entwicklung der Kunst nicht in die bei ihm beliebten Richtungen drängen könnte. Um so vermessener erscheine der Versuch nicht nur Deutschland, sondern der ganzen Welt, selbst Amerika das Urteil eines preußischen Ministeriums aufdrängen zu wollen. Heute versuche man, nach preußischem Modell zu uniformieren, aber auch der Minister möge nicht vergessen, daß über der Nationalgallerie stehe: Der deutschen Kunst, und nicht: der preußischen Kunst. — Abg. Dr. Beumer (natl.) führt aus, er gehe von dem Standpunkte aus, daß die Minister verantwortlich seien für die Verwendung der Mittel, die das Haus für Kunstzwecke bewillige. Seine Partei wünsche, daß alle berechtigten Kunstrichtungen in gleicher Weise vom Staate unterstützt werden. Die Angriffe könnte der Minister nur dadurch widerlegen, daß er dem Hause eine jährliche Uebersicht über die Namen der Künstler, die angekauften Werke und die dafür verwendeten Summen gäbe. Tie lebenden deutschen Künstler zu fördern, müsse das Bestreben sein. Man solle es in Preußen nicht machen wie in Sachsen, wo der Künstler nach den Ansichten des Finanzministers Dr. Rüger sterben muß, ehe er erleben kann, daß eines seiner Werke angekauft wird. — Abg. Dr. Rewoldt (frf.) verteidigt zunächst den sächsischen Finanzminister Dr. Rüger. Tie Behandlung der Kunst- frage im Reichstage sei ein Vorstoß gegen Preußen gewesen. Weiter polemisiert Redner gegen die Sezession und nimmt die Kunstgenossenschaft in Schutz. Die Regierung habe die Sezession in weitgehendstem Maße berücksichtigt. Dagegen habe die Sezession eine wilde Agitation entfacht, die selbst vor dem Reichstag nicht Halt gemacht habe. Und wie nehme sich der Kamps der Sezession aus, wenn man ihn vom nationalen Standpunkt aus betrachte. Um ihre Alleinherrschaft zu konstituieren, schreien diese Künstler der Sezession in alle Welt hinaus, daß Deutschland sich in Paris blamiert habe. Redner meint, er sei Banause genug (Sehr richtig! D. Red.), um auszusprechen, daß die Siegesallee einen großen nationalen Wert für Gegenwart und Zukunft habe. — Abg. Kirsch (Ztr.): ES fei vorgeschlagen worden, daß der Landtag sich größeren Einfluß auch auf den Ankauf der Werke srchern sollte, aber wie sollte sich die Kommission des Landtages HU- sammenstellen? Rach der Stärke der Parteien? Tas wäre doch der schlechteste Maßstab. Dr. Rewoldt habe die nationalen Grenzen der Kunst betont, seine, des Redners^ Partei hebe die christliche Grundlage der Kunst hervor. Ein Kunstwerk könne noch so schön, noch so vollendet sein, seine Freunde würden es degoutieren, wenn es nicht auf christlicher Grundlage ruhe. Auch die Meinung des sächsischen Finanzministers sei so unbegründet nicht. Gewiß wollte auch seine Partei die lebenden Künstler möglichst berücksichtigen, vor allem aber dürfe das Haus und auch die Regierung keinen Zweifel darüber lassen, daß man nur Gerechtigkeit üben wolle. — Abg. Winkler (kons.) erklärt, seine Partei wünsche keine einseitige Bevorzugung und keine einseitige Unterdrückung. Bureaukratische Schranken dürsten nicht die individuelle Betätigung, die allein wahre Kunst schaffe, hemmen. Die Sezession sei nicht sowohl eine Kunstrichtung, als eine neue Organisationsform. Möge die Regierung das Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit auch auf dem (Gebiete der Kunst zur Durchführung bringen. Kultusminister Dr. Studt erklärt, er könne allen Angriffen auf die Un- terrichtsverwaltung mit gutem Gewissen und voller Ruhe gegenüberstehen. Eine gewisse Beunruhigung in Künstler- freifen ist ja vorhanden. Er unterschreibe vollkommen den Satz, daß alles wahrhaft künstlerische Bestreben gleiche Berechtigung finde, aber er lege auf das Wort „wahrhaft" besonderen Akzent. Von ihm sei niemals ein Gewisfensdruck ausgeübt worden, und mit der Landeskunst-Kom-
wäbrung von Ehrengaben an hervorragend^ Tonkünstler u. dgl. verfügt der Verein über folgende vier Stiftungen: die Beethoven-Stiftung, die Mansuroff-Stiftung, die Liszt- Stiftung und die Hermann-Stiftung. Die Einkünfte aus dem Vereinsvermögen werden ausschließlich zu künstlerischen Zwecken verwendet.
In diesem Jahre findet die 40. Tonkünstler-Versamm- lung statt, und zwar zum ersten Male in Frankfurt am Main, in den Tagen vom 28. Mai bis 1. Juni. Bereits hat sich in Frankfurt eine größere Ortskommission gebildet, welche die nötigen Vorbereitungen trifft, damit das Fest ein würdiges und erfolgreiches werde. Das musikalische Programm bringt u. a. folgende Werke, die unter persönlicher Leitung der Komponisten zur Uraufführung gelangen: Richard Strauß, „Sinfonia domestica" (Uraufführung in Deutschland, kürzlich tn Newyork aufgeführt), Siegmund von Hausegger, symphonische Dichtung „Wieland der Schmied" und „Sieben Lieder der Liebe nach Worten von Lenau" sür Tenor und Orchester, Jean Louis Nicodö, „Gloria", ein Sturm- und Sonnenlied für großes Orchester mit Schlußchvr. Für die Kammermusik-Aufführungen sind in Aussicht genommen: Violinsonate von L. Thuille, Streichquartett von 9)1. Reger, Suite für Blasinstrumente von W. Lampe, Klavierquintett von Dietrich Schäfer, sowie Gesänge von A. Scheinpflug. Als Streichquartett wird das Mufeums-Quartett miiwirten. Die mikwtrkenden Solisten sind noch nicht bestimmt. Im Opernhaus toirb als Festvorstellung die Oper „Der Bundschuh" von Wi von Baußnern aufgeführt werden.
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— Studententypen aus alter Zeit. In einer der Bühne gewidmeten Zeitschrift veröffentlicht Wilhelm Fabricius einen Aufsatz über eine Glanzrolle der Neuberin, der berühmten Leipziger Schauspielerin und Freundin Gottscheds. Es war die Darstellung einer Studentenrolle in dem possenhaften „Gespräche im Reiche der Toten", das im zweiten Beertet des 18. Jahrhunderts von Leipzig aus Furore machte. In vierfacher Verkleidung trat dann die 'Neuberin auf, als Student von Leidig, Jena, Halle und Wittenberg, und zwar je nach der traditionellen Eigentüm
lichkeit dieser vier Studententypen als Schläger, Freund der morgenländischen Sprachen, Zänker unb Galant Homme, wie Gottsched sie schildert. Seit langem waren diese charakteristischen Merkrnate den Studenten eigentümlich. Der Leipziger galt von jeher als Petit-maitre, Stutzer, als Galan, ja lasziv, wie denn auch die eigentliche Heimat der berüchtigten Schürzenstipendien Leipzig war. In Halle spielte der Pietismus eine große Rolle; viele Studenten, denen nur mit Unterstützung der Frankeschen Stiftungen das Studieren möglich war, mußten wenigstens zum Schein pietistisch auftreten: nachbarliche Medisance stempelte deshalb die tzallenfer in Bausch unb Bogen zu Heuchlern. Der Jenenser war wegen seiner Schlagfertigkeit berühmt, ober, wenn man so lieber will, berüchtigt, unb diese Nachrede war wohl in ihrer Verallgemeinerung noch am meisten zutreffend. Die Wittenberger galten als Krakehler unb hießen Guguksbrüder von dem einheimischen Bier, dem Gugttl, ber aus hohen Lasen (Henkelgefäßen) fleißig getrunken würbe. In späteren Darstellungen ist oer Wittenberger manchmal durch einen Gießener ersetzt, dem man dieselbe Liebe zum Trunk zuschrieb. In ähnlicher Weife hat ein noch zu Goethes Zeiten geläufiger Spottvers das Studenlenleben der fächsifch-thüringischen Universitäten gekennzeichnet:
Wer von Leipzig kommt ohne Weib, Von Wittenberg mit gesundem Leib Und von Jena ungeschlagen, Der kann von Glück wohl sagen.
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— Der Berliner Magistrat lehnte einen Antrag, dem Tichter Detlev v. Liliencron zum bevorstehenden 60. Geburtstage eine Ehrengabe zu bewilligen, mit großer Mehrheit ab.
-Set Umbau des Hoftheaters in Darmstadt soll nach Schluß der diesjährige» Spielzeit vorgenommen werden. Tie Ausführung wurde den bekannten Theater-Archileklen Fellner und Helmer übeurageii. Im Rahmen der jetzigen Umfassungsmauern und unter Beibehaltung des korimhljchen Saulenfchmuckes wird em neues Haus erstehen, das zu '-beginn der Spielperiode 1905/06 feruggefteUt sein fall.
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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen
Heutige Summer umfaßt 12 Seiten.
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Freitag 15. April 1904
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversttätSdruckerei. R. Sange, Gießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.V.
Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. i Anzeiger Gießen.
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■ . rt 6oi Engländern unb Suren durchgefochtenen als il iM dfenbürttge« ©eitenftüd anreihen dürfte.
wsme bisherigen Erfolge sahen, wie man ehrlich ; tat rnitz, Enttäuschungen verbammt ähnlich. Dabei rra-ui$t inan auf den unglücklichen RekognoSzierungsritt »r.t q;qi iere beS Detachements GLasenapp noch keinen be- >nMiea Wert zu legen. Aber auch bas Ostersonntags- ejt 3:1 bafeiben Abteilung ruft keine sonderliche Befriedig- nngqgM. Tannhauer, ber Berichterstatter des ,Lok.-Anz.", ipeiaAm von 42 Toten gegenüber 33 auf unserer Seite. Ma^cn Telegraphier fehler vorliegen, mag die Ziffer des >fsi ji’Uern Telegramms, bas 93 Schwarze als gefallen ■ cgniner:, richtig sein: was bebeuten ün Kolonialkrieg brei in jöiwncne auf einen europäischen Gegner! Das von Oberst lürtibem Herero gelieferte neueste Gefecht, ,chie Nieder- lagt «:<t iyauptmacht des Feinbes, als die es bezeichnet wirb, 1 :: .) noch nicht bewerten. Die beutsche Verlustziffer
i iitiaia relativ günstig, ebenso scheint Oberst Dürr eine ei eoene Taktik angeroenbet zu haben. Eine Persönlich- ; it,;"":. ben Äafferntrieg ber Buren mitgemacht hat, gibt 1 i ..il ber Situation im Gefecht mit Kiffern unb nach u/l;e m.u: fechtenden Stämmen folgende Schilderung. Die
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6» Häßt sich nicht in Abrede stellen, daß das Publikum ^rlarl-lärischen Aktion, die unter der heißen Sonne Süd- ifnatlas in ben Einöden um Mndhuk, Swakopmund unb .ätlsvvkcllreichen, unbehaltbaren kleineren Orte bes Schntz- ge fffl.iteS eingesetzt hat, nicht mit ber sympathisierenden und jyiEibischen Teilnahme folgt, die zu beobachten fein sollte, ivern tee deutschen Farben irgendwo engagiert ftnb. Deil- uü ü!ie : mit den Kriegern, die hinausziehen — ja, die m -v-. sich allenfalls wohl bemerklich. Aber dieses lei if.i auem ist nicht bas Richtige, kann nicht befriedigen do 'in. pj; ) man gern etwas wie Begeisterung, sei sie auch »0«.Lio bescheiden und diskret entsprechend dem „inneren Wiser der sübwestafrikanischen Angelegenheit unb unserer st äWc'frikanischen Interessen, sehen möchte. Diese kühle Hadding des Publikums gibt zu denken, sie verrat, daß man voim Lw Wicklung unb Stand der Dinge im Reiche Leut- ivej.T, g linbe auSgedrückt, keineswegs erbaut ist, unb sie fir :niit Ü7T Seiten stück in ber fast an Empörung streifenden iln.mMUdenheit, die in den flemen Kreisen derer herrscht, Ditts'in i|Jartarnent und Gesellschaft für die koloniale Be- tät21igun$ Deutschlands in etwas wärmeres Herz haben. Sc-.ll bu Engländer im Burenkrieg die Kaffer bewaffnet, . uiarr-npfe gegen Weiße ermutigt unb gehetzt haben, weiß riLMzin. icfen Kreisen, daß eine höchst gefährliche Bewegung vunq das farbige Element im ganzen Sübaftika geht; in miau insbesondere von dem bevorstehenden Ausstand ui sch-Sübwest", wie man in Kolonialkreisen „Deutsch- SülÄvestafrika" schlechthin nennt.
Eie eine Demonstration gegen unerbetene Warner sah 5 • üuv, als man, ohne Erjatzgeschütze vorher requiriert ,,u ; labefast die gesamte Artillerie der Schutztruppe zur j1e.4pnt.1r nach Hause schickte. Noch als die Bondelzwarts cet zitierten, ahnte das amtliche Berlin nicht, wie es int SciZchestet stand. Dabei lagen um jene Zeit ebenfalls in 1 bereits Privatbriefe vor — Briefe, die wochenlang ua-terwegs gewesen waren, unb nicht etwa Dele- Ke — die auf bas unmittelbar bevorstehende Aus-
>)es Aufstandes hinwiefen, die auch gleichzeitig be- onrG : aß die Herero vorzüglich bewaffnet seien unb zu । chic IW umd zu fechten wüßten. Das Entrüstungsstürrnchen, ’ _ zj:eü);:)e:tige Ausnahmeforderuugen für Deutsch-Sübwest- rfr..tib irn Reichstag entfesselt hätte, ist glücklich vermieden vo -Äm;. dafür sind wir jetzt mitten im Kaffemkrieg. Ein triaqi mit den Kaffem, ber sich nach Ansicht berufener ienmir : cs Landes an Schwierigkeit unb Langwierigkeit
Me 40. IonLüustler-^ersammluug.
h. Frankfurt a. M., 14. April.
lahre 1859 gab ber Musikhistoriker Franz Brendel e !L">jung Jur Bildung eines allgemeinen beut* s ch e:r: .1. ustkvereins. Ter Gebaute fanb solchen An- flan-:igrub würbe namentlich von Franz Liszt so eifrig geförtak daß am 7. August 1861 die tatsächliche ©ilbung dcs .Ibrsins in Weimar erfolgen konnte. Nach seinen < atz: mpi bezweckt der unter dem Protektorate des Groß- 3J1 on Weimar stehende Verein „die Pflege der Ton- - Förderung der Entwicklung der deutschen Musik- ’ mb Standesvertretung ber deutschen Tonkünstler", ie liiß'amtett des Vereins, der sowohl künstlerische wie Nute lj..^tngszwecke verfolgt, besteht zunächst in ber Ver- ftaltit: •; von Tonkünstler-Versammlungen, die womöglich ailjäch £ stattsinben sollen unb die außer ber Erlebigung der ' Küi isgeschäfte musikalische Aufführungen sowie Vor- luigL^b: Verhandlungen über wichtige Fragen des musi- kaiist-ü Lebens bringen. Diese Versammlungen sollen ar ße.n«. die Künstler persönlich einander näher bringen und Gemeinsamkeit ihrer Bestrebungen sowie ben Aus- tausc-tl ihner künstlerischen Gebanken fördern. In ben mit den 11 nmlungen verbundenen Aufführungen sollen Vorzugs^ neue, noch nicht aufgeführte und wenig gehörte WerkÄäer selten zur Aufführung gelangen, vorgetragen werd w
' L: Allgemeine deutsche Musiker ein besteht aus ordent- lici)cr:m . außerordentlichen Mitgliedern. Ordentliche Mitglied 88 branen rverden: Tonkünstler und Tonkünstlerinnen, v_ku.fi ituifiitfieller und Herausgeber von Musikzeitschriften, Vorst ick: von ztonzertanftalten und Gesangvereinen, Büh- nenle^i, .Oiüsitalienhändler und Instrumentenmacher. Als au (je: i3i.:k?itlia)C Vlitglieder werden ausgenommen: Musik- liedh L. und Freunde ber Tonkunst sowie Lehrer, die ihr Bcru ssj u i der ^ontunft in Berührung bringt. Der Verein /äijlt „icainuärtig nahe an tausend Mitglieder, darunter so zi» & - - alle Lonkünstler Deutschlands von Bedeutung. Zur 4 3-Jmcung musikalischer Zwecke verschiedenster Art, zur Unter-i^iung umaer Komponisten und Virtuosen, zur Ge-
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