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Erstes Blatt
Freitag 15.AprNlS04
der als
IMol Kraße 7.
KbilnA führ Depeschen: SV litigier Gießen.
FerTlntührmschluß Nr. 61.
154. Jahrgang
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und hat sich nach und nach in den Besitz ihrer gesamten Aussteuer gesetzt. Im September v. I. trat sie, um sich zu verheiraten, auS dem Geschäfte auS, die Verlobung wurde jedoch auS irgend einem Grunde aufgehoben und vor einigen Tagen kamen auch durch „gute Freundinnen", denen die Unredliche sich anvertraute, die Diebstähle zur Kenntnis des Geschäftsinhabers. Bei einer Haussuchung wurde Wäsche im Werte von 1100 Mk. beschlagnahmt. (D. Tgbl.)
Mainz, 14. April. In Gegenwart von RegierungS- Vertretern und Vertretern der preußischen und hessischen Eisenbahndirektion fand heute morgen die landespolizeiliche Abnahme der neuen Eisenbahnstrecke auf der Umgehungsbahn von Bischofsheim über die Mainbrücke durch die Gemarkungen Ginsheim, Kostheim und Kastel bis in die Mitte des RheineS statt. Die linksrheinische Strecke wird morgen abgenommen. — Für die Abgebrannten in Aalesund sind im ganzen cingegangen 9096 Mk. 72 Pfg., welche an das Zentralkomitee ausbezahlt worden sind. — In einer Versammlung hiesiger Kohlenhändler wurde angesichts des KohlenkontorS nach langer Debatte ab 20. April ein einheitlicher Preis für die verschiedenen Kohlensorten bis auf weiteres festgesetzt. Für jeden einzelnen Fall der billigeren Lieferung wurde eine Konventionalstrafe von 100 Mk. festgesetzt, die an die städtische Armenkasse zu zahlen ist.
Mainz, 14. April. Nach einer neuerlichen Bestimmung wird der Landpfeiler deS diesseitigen Brückenkopfes der neuen Eisenbahnbrücke noch einen besonderen Schmuck dadurch erhalten, daß in eigens dazu angebrachten Nischen die in Erz gegossenen Büsten des Kaisers und deS Großherzogs aufgestellt werden sollen als diejenigen Fürsten, unter deren Regierung die Brücke errichtet worden ist. Auch die Büste des Eisenbahnministers Budde findet in demselben Pfeiler Aufstellung, doch wird diese in Stein auSgehauen werden. Fast sämtliche Pfeiler der Brücke sind sehr reich in architektonischer Ausführung gehalten; auf einen ganz besonderen Wunsch des Kaisers wurde auf den Pfeilern der Brücke die ganze Entwickelungsgeschichte der Stadt Mainz von ihrer Gründung an bildnerisch dargestellt.
Alzey, 13. April. Die hiesigen Milchhändler haben eine Eingabe an die Bebörde gerichtet, wonach es
•rirlHelttt täglich Sonntags.
D^!ini k j ener Anzeiger we nlii Em Wechsel mit bemti .IrlLdftn Landwirt dic । Ivener Kamillen- MtWfc normal in der 1 8od)< beigelegt.
8tcttix.d brud u. Verlag . kt vrühl'schen Um.ll^^Buch-u.Etein- druackai. 8t Lang«.
Aus Stadt und Aaud.
Gießen, 15. April 1904.
•• Frühling. Nun also ist er plötzlich gekommen, Frühling, früher als sonst und mit wärmeren Händen gewöhnlich. Er hat in seiner siegessicheren, alles be-
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dafür, daß vir müm haben wie beide b Verlängerung der jch-ak ^ondwÄschaft nicht trnct bts Mittelstandes geffe- er Kanzler dem MfteL Erde nachgeschütÄ hat das Haus die Wew Außerdem Ttat bei l- Dttola bett. Rilin sienj.
Kassel, 14. April. Dieser Tage feierte der hier wobnende frühere Kanzler im Königreich Preußen Ober- lanveSgettchtSpräsident m Königsberg Wirkt. Geheimrat Dr. v. HoIleben fernen 90. Geburtstag rüstig und gesund.
Dresden, 13. April. Gin demonstratives Vertrauensvotum stellte dem wegen seines mit größter Peinlichkeit durchgeführten Sparsamkeitsprinzips vielfach angefochtenen sächsischen Finanzminister Dr. Rüger die zweite Deputatton der Ersten Kammer — Berichterstatter war der Kronprinz (!) — aus, indem sie ihm ihre Anerkennung für die fett Uevernahme der Geschäfte bewiesene Umsicht und die an den Tag gelegte weise Sparsamkeit aussprach. Veranlaßt war das auffällige Ver- ttauensvotum „aus hohem Munde", wie Dr. Rüger sagte, in erster Linie durch die heftigen Angriffe, welche in letzter Zeit der bekannte Leipziger Staatsrechtlehrer Professor Bin ding in der Presse gegen das Rügersche Sparsystem, das aller „Noblesse" entbehre, gerichtet hat. Es bestätigt die Feststellung, daß an einen Rücktritt des Finanzministers nicht zu denken sei.
zwingenden Weise auch sogleich von allem Besitz ergriffen. Freilich, wir glauben noch nicht so recht an die Beständigkeit des jäh eingetretenen Wechsels, aber die Natur hat ihn doch mit offenen Armen empfangen. Bäume, Sttäucher, Blumen, Gräser, alles reckt sich und dehnt sich, überall sieht man es grünen, sprossen, blühen, fast zusehends wächst das junge, frische, saftige Grün. ES ist eine Helle Freude, die Natur jetzt so in ihrem Erwachen belauschen, in ihrem „Sich schmücken" mit dem bunten prächtigen Kleid beobachten zu können. Dazu verkünden unS die gefieberten kleinen Sänger in jubilierenden Tönen, wie sehr sie sich mit uns Menschen über den Einzug deS Frühlings freuen, ob auch die Wolke den Himmel verhülle.
— Die Konfirmation der schulentlaffenen Jugend findet fast überall und besonders in bet Umgegend unserer Stadt an Ostern oder den ersten Sonntagen nach Ostern statt. Nur Allendorf a. d. Lahn macht hiervon eine Ausnahme, denn hier wird die Konfirmation noch am Pfingstfest vorgenommen. Es ist dies nicht selten für die jungen Leute mit Nachteil verbunden, da die schönsten Lehr- und Arbeitsstellen zu Pfingsten längst besetzt sind und mancher Jüngling eine weniger günstige Beschäftigung ergreifen muß. Dies empfinden häufig Eltern und Konfirmanden als änderungsbedürftig.
** Neue Bestimmnngen über den Besuch der Landesuniversi tat sind, wie wir seinerzeit mitteilten, am. 15. Februar d. I. in Kraft getreten. Die wichtigsten darin enthaltenen Aenderungen sind folgende: Jeder Studierende ist verpflichtet, zu Beginn des Semesters innerhalb
der für die Anmeldung zur Immatrikulation festgesetzten Frist die durch besondere Satzungen vorgeschriebenen Beittage zu entrichten und die Ausweiskarte umzutauschen. Jeder Studierende ist ferner verpflichtet, sich in jedem Semester für wenigstens eine Privatvorlesung einzuschreiben und sich während der für die Vorlesungen bestimmten Zeit am Ort der Hochschule aufzühalten. Der Rettor kann die Erlaubnis erteilen, auswärts Wohnung zu nehmen Er kann diejenigen beurlauben, die mit einer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sind. Wer sich an der Landesuniversität einer staatlichen Prüfung — nicht Vorprüfung — ober der Doktorprüfung unterzieht, gilt als beurlaubt. Die Studierenden haben sich persönlich bei den Dozenten spätestens bis zum 1. Juni ober 1. Dezember anzumelden und am Schluß der Vorlesungen ab^umelden. Ter Dozent bescheinigt beides im Meldungsbuch des Studierenden. Spätere Anmeldung ist nur mit Erlaubnis des Rektors gestattet. Im Fall der Verhinderung des Dozenten wird die Abmeldung vom Dekan der Fakultät bescheinigt. In das Abgangszeugnis werden nur diejenigen Vorlesungen ausgenommen, für welche der Studierende sich vorschriftsmäßig an- und abgemeldet hat. Für diejenigen, die sich der Prüfung vor einer an der Landes- Universität eingesetzten Prüfungskommission unterziehen, wird die Aufsage des akademischen Bürgerrechts in Ansehung der Berechtigung zum Besuch der Vorlesungen, der akademischen Disziplin, der Mitgliedschaft der Krankenkasse, der Versicherung gegen Unfälle, der Benutzung der Universitäts- Bibliothek, des Bezugs eines Stipendiums erst mit dem Abschluß der Prüfung wirksam. Vereine von Studierenden bedürfen der Genehmigung des Engeren Senats. Zu diesem Zweck ist die Gründung eines Vereins dem Senat binnen drei Tagen anzuzeigen. Jeder Verein hat dem Rektor zu Beginn des Semesters, spätestens bis zum 1. Juni ober L. Dezember, bie Vor- und Zunamen sämtlicher Mitglieber,
Vorstandsmitglieder, sowie Ort und Zeit der regelmäßigen Zusammenkünfte mitzuteilen. — Der Besuch einzelner Vorlesungen kann von den Dozenten auch nicht immatrikulierten Personen gestattet werben. Die Honorare unb Einschreibgebühren sind an ben Quästor zu enttichten, der die Zahlung im Meldungsbuch bescheinigt. Wer um Stundung ober um eine Zahlungsfrist für das Honorar nachgesucht hat, kann sich vorläufig einschreiben. Ter Quästor heschei- nigt dann im Meldungsbuch den Eingang des Gesuchs. Auch ettoaige Honorarienfteiheit ist im Meldungsbuch zu be- cheinrgen.
8. Usenborn, 14. April. Gestern wurde hier die neu hergettchiete Kirche der renitenten Gemeinde, bie seither ihren Gottesdienst in einem Schulsaal abgehalten hatte, feier*
ÄRtHer Ä /tev v-r «m. Bezugspreis,
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Deutsches Deich.
'HiltHin, 14. April. Man meldet aus Syrakus: 'c ? Äs er besuchte gegen mittag Van derbilt, her auf f< rrr Jacht „Northstar" eingetroffen war. Heute nach- mit 7 7 bte der Kaiser mit seinem Gefolge einen Wagen- auksli H| ruf die Höhen von Epipolae und nahm den Tee in e Ti li tenvilla des Vizekonsuls Barons Bonanno dslla Delia ~ ^remiglia. Es herrscht sehr schönes Witter. Zur beurien Mendtafel auf der „Hohenzollern" war Vander- bilt t nr -amen eingeladen. Der Kaiser beabsichtigt, den (uefigt ,7 7 fenthalt um einige Tage zu verlängern.
— > „Staatsanz." meldet, der königliche Hof re ui ierzehntägige Trauer an für die Königin i b ’ii <n von Spanien, eine achttägige für die Fürstin z u r äÄcpe.
- -t. „Staatsanz." meldet ferner: dem Direktor des Li!> i 1 Bureaus des Staatsministeriums Dr. Wy- n c l e ■ m urde der Charakter als Geh. Regierungsrat verliehen.!
---ifl dem Parteitage der sozialdemokra- i if di i2!?r' Regierten der Provinz Brandenburg fanden sich im Se^Pnucr v. I. auch Frau Ihre r und Frau Hofmau iw l" Delegierte ein. Der überwachende Beamte der Ptt'>! Behörde verlangte im Hinblick auf § 8 des Ver- einSge>'k:Z die Entfernung der Frauen. Der Bezirksans- schusi iir'.ur.nte auf Abweisung der erhobenen Mage, da § S de r ceinsgesetzes sich auf alle Versammlungen poli- tischer? ‘ trenne erstrecke. Das Oberverwaltungsgericht trat dieser rLMeidung bei mit der Begründung, der Parteitag fei al:M inte von der Agitationskommission, d. h. einem politisc i Vereine, veranstaltete Versammlung anzusehen. Ter § heu? Vereinsgesetzes müsse aber dahin ausgelegt werden.. :r.:ß das Verbot der Teilnahme von Frau öi sich auch auf solche von politischen Vereinen Der an ft ui tc n Versammlungen erstrecke, welche nicht nur für Vs'lli ^Mitglieder, sondern auch für Nichttereins-Mi> glieder i länglich seien.
W "5i: ern (Ruhr), 14. April. Die hiesigen Vereine der Gewerb «: inenden und Kaufleute beschlossen, gemeinsam vorzi-g« :c.: , .um die Stillleg ang der kleinen Zechen im K«7vüc mrevier zu verhindern.
$rt Krieg zwischen Japan rwd Außland.
Die letzten Kämpfe vor Pott Arthur bescMkibi ein englischer Bettchterstatter an Bord des ai r. cö „Hairnun" in einer über Weihaiwei beförderten DepMe folgendermaßen: Früh morgens bemerkten wir ' i Irtfeem Wetter im Zwielicht mit dem Kurs auf Port sein Geschwader von sechs japanischen u p'.:t, tfdjiffcn. Unter den sechs Kreuzern befanden sich ' di neuerworbenen „Kasuga" und „Nishin". Das Sch:U:ttsthiffgeschwader dampfte bis auf sechs Meilen an den::Kreneingang heran und eröffnete um 10 Uhr die Be- fdii Das Feuer war jedoch ziemlich lässig; i'lii mbiDte mehr den Eindruck einer Demonstration als'i Bombardements. Die Mstenbattetten antwor- letevu dpäer ebenfalls ohne besonderen Nachdruck. Mittags i' n wie 'die japanische Flotte, die im ganzen einschließlich der: Ärpedoboote 40 Schiffe stark gewesen war, süd- Wär rNs io« eder ab.
Der iBettcht deS „Daily Mail"-Korrespondenten gibt folfgynbv DarsteNung: Vor Pott Arthur fanden zwei von - getrennte Akttonen statt. Bei Tagesanbruch be- . mw innige japanische Schiffe eine Kanonade, die etwa ^ttkninden lang von dem deutschen Dampfer !-: iaronloo" au8 deutlich gehört wurde. Die russische l 'M t f.: verließ den Hafen und zwang die Angr eifer 1 1 irniüti (f juge, nachdem die japan^sckien Versuche, einen von: Client kommenden großen russischen Kreuzer abzu- tt;inii, -iit Hilfe des „Mskold" und eines Schlachtschiffes berettildt worden waren. Bald darauf jedoch nahten japa- mscljA Verstärkungen, die Admiral Makarow zur Mck- ichr. n ien Hafen nötigten. Bei dieser Gelegenbett stteß jein Cäfff „Petropa wlows^ auf eine Mine und ' litili di« bekannte furchtbare Katastrophe.
aus Petersburg amtlich mitgeteilt wird, bettägt e M iber mit dem Kriegsschiff Pettopowlowsk Unter» il - giii-ngeenen 596 ; die Besatzung bestand aus 628 Mann, m n ähcb nur 32 gerettet wurden.
Tich teiner Darstellung des „Newyork Herald" wäre der .t. Ioto8F' dreimal von japanischen Torpedos ge- ' norden. Bier russische Kreuzer seien be- sch ä;::6iq: in den Hafen zatrückgekehrt. Die Betreffcitbe De- w|cf)'e?öafi'ierte die Petersburger Zensur. Der Bruder des os ° i .in Cyttll, Großfürst Boris, telegraphiette aus Port ' an seinen Vater: „Um 2i/2 Uhr morgens nahmen "'Men ausgedehnten Flammenherd wahr, welchem te iT irtwn entsprangen. Nach zwei Minuten sank der ,..‘f>et:nn(patT>Ioto8r/.
Oe K itasttophe hat in Paris eine ttefgehende Erreg- । : 'w. rgerufen. Fast alle Blätter äußern ihre Trauer
und iiWörzung und ihre Bewunderung für Makarow. Die sur.ia.Mische Presse verweist auf den verbrecherischen a I fgiiimtn, der in der Mwendung von Untt rsee- m । nr i: l egt, und bedauett den Admiral, der ein Opfer der schl - sst«:n russischen Vorbereitungen ge»
rocrb w fri. Eiare hohe Petersburger Persönlichkeit sagte dem ". r /spondenten des „Mattn", mit Makarow und sui aeiM enreralstab seien auch die von ihm ausgearbeiteten Plän'Ärmtt?rgegangen.
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Meldung des „Daily Chronicle" aus Tokio zufolge > xgrlbt sich der bekannte japanische Staatsmann Bi- comttrttloBit nvesonderer Mission nach Deutsch- lan
t Dom 11 .April nck Feuern der Liaumiick itt wurde aus daW ich ruch schneller to. tt verdunkelte, unt ff ren Schüssen. Wie rechten User dou t«- aus die unsere LW poore den Mcbvq = des Generals M’,'1- ijchralinski meld«: r n entern Sorpofm^ er des -völfmM ier Luschkin, *; »schlagen war, W>' ues Dtrnmnbet khina.
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lich ein geweiht. Das neue Glockengeläuts namentlich wurde allgemein berounbert.
n. Fauerbach bei Nibba, 14. Apttl. Von vier Hanauer Unternehmern wirb hier eine Molkerei ins Leben gerufen. Die Errichtung ber Gebäulichkeiten soll alsbald begonnen werben.
g. Bübingen, 13. Apttl. In ber Nacht vom 11. aus 12. b. MtS. würbe ber Maurer Lißmann von 4 Personen überfallen und berartig zugerichtet, baß er im Lause beS folgenben Tags seinen Verletzungen erlag. Die Täter würben verhaftet.
R. B. Darmstadt, 14. April. Der vierte Ausschuß der zweiten Kammer erledigte heute eine Anzahl weiterer Gegenstände. Die Vorstellung der Gemeinde Ge- bern um Errichtung eines Amtsgerichts daselbst fand dre Zustimmung des Ausschusses; bezüglich des Anttags Ulrich ujnb Gen. und der Stadt Offenbach in Betreff des Hochwasserschlauches Bürgel-Offenbach erfolgte nach eingehender Beratung mit den Regierungs- Vertretern eine Verständigung dahin, daß eine neue Projektausarbeitung in Vorschlag gebracht werden soll unter der Voraussetzung, daß die dabei interessierten Gemeinden die Hälfte der Kosten dafür tragen. Gin Antrag Noack, bett, die Typhusgefahr inMombach, wurde vorerst nicht genehmigt, vielmehr die Annahme eines diesbezüglichen Regierungsvorschlags empfohlen. Bezüglich des Anttags Schönberger auf Erlaß von Vorschriften über den Milch- v er kauf soll die {Regierung ersucht werden, im Sinne des Anttags einen Gesetzentwurf mit näherer Begründung vorzulegen. Bezüglich des Antrags David auf Aufhebung der Vorschulen hat der Ausschuß im Prinzip keine Stellung genommen; die Ausschußmehrheit sprach sich aber dahin aus, daß, nachdem bereits eine ganze Anzahl von Vorschulen ohne Staatszuschuß existtetten, sich der F^rt- all eines solchen auch für die übrig en Vorschulen im Lande chon um deswillen empfehlen dürfte, damit in Zukunft )ie Zuweisung von Staatsmitteln dafür nicht noch als eine Art Privileg betrachtet werden könne, wie dies jetzt vielfach der Fall sei. Gegen bie auf eigenen Füßen stehenden Vorschulen wurden Einwendungen im Ausschuß nicht erhoben. — Die heut nachmittag stattgehaibte Sitzung der Stadtverorbneten beschlost u. a. auf Ersuchen ber Direktion ber Landeshypothekenbank, nachdem diese ihr Akttenkapttal von 4,6 auf 9 Millionen erhöht hat, den Anteil der Stadt von 5000 auf 10000 Mark ZU erhöhen. Sehr freudig zu begrüßen ist der einsttmmig gefaßte Beschluß, zur Erhaltung und Vermehrung der Singvögel in ben Stadtwaldungen die Eichhörnchen abschießen zu lassen; die Stadt zahlt 20 Pfg. Schußgelb für das Stück. Den vielfach im Publikum laut gewordenen Wünschen auf Einführung von Ermäßigungskarten für bie Straßenbahn soll insofern Rechnung getragen werden als von jetzt ab 2 Monat giftige Karten für 50 Ehrten fcu 4.50 Mark und ferner Monatskarten zur beliebig Mrftt gen Benutzung zu 8 Mark ausgegeben werden sollen.
Darmstadt, 14. April. In Haft genommen wurde ein Fräulein K., das zwei unb ein halbes Jahr lang in einem hiesigen Wäschegeschäft als Verkäuferin tätig war. DaS junge Mäbchen hat sich währenb bieser Zttt umfangreicher Diebstähle schulbig gemacht. Eie war verlobt


