1 Uhr.
ton
Parlamentarisches.
u, t'Si
de einen Antrag auf Einstellung den Städten unb auf beot SMntw.
von Schulärzten in
R u h r r c v i e r.
Schluß 6 Uhr.
Etatsberatung und I n t e r p e betreffend das Militärpensionsgesetz und Interpellation Auer betreffend Stilllegung von Zechen im
vollständigung des fun bärT
Fortsetzung bet Sattler-Oriola
bcsckneden sein möge, auf gute Diplomaten unter ihren Vorfahren zuriickblicken zu können. (Große Heiterkeit.)
Nächste Sitzung: Freitag 1 Uhr.
Haufe zu.
Stuttgart, 14. April. Die Kommission ber Mge- ottrnetenkamrner hat heute einen Antr.
>,t Krieg zwischen Japan und Pußtand.
Neber die Vorgänge bei Port Arthur
Berlin, 14. April. Die freisinnige Volks- Partei mit der deutschen Volksparter stellten gern einfam zu Titel „Reichskanzler" den Antrag, der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage alsbald den Gesetzentwurf vorzulegen, der die Reichsverfassung dahin ergänzt, daß die zu einem Reichsgesetze erforderliche Uebereinstimmung der Mehrheitsbeschlüsse des Reichstages und des Bundesrates im Laufe derselben Legislaturperiode herbeizuführen ist.
— Der Gesetzentwurf feetr. die Erweiterung unb Der» gung des Staatsbahnnetzes unb bie Se- bahnvorlage ging bent preuß. Abgeordneten-
, a» 13 b. M. telegraphiert ber Korrespondent der „Times" i r<w frb seines Tepeschenschisses: In der Nacht vom 12. i W 13 war schauderhaftes Wetter. Im dämmernden T Mgmlicht gewahrte man bas japanische Geschwader, be- ffMenb aus sechs Schlachtschiffen, gefolgt von sechs erst- lÄpn Kreuzern, bas ben Kurs auf Port Arthur nahm. ■ Är Port Arthur waren bereits zwei erstllassige unb vier jfrtitf: affige Kreuzer. Diefes Geschwader hatte einen früh tnorgemS unternommenen Torpedoangriff gegen Port s: Ufa- gedeckt. Tie Kriegsschiffe dampften ab, ungefähr f.'ck Meilen um das Vorgebirge herum. Um 10 Uhr 20 S Mi! i't’ii eröffnete die russische Hafenbatterie ein Feuer. C S Itrfnt, als ob Admiral Togo nur eine Demonstration i ml dem Bombardement beabsichtigte. Um 12 Uhr dampften t oi:j,ovanischen Schiffe, die anscheinend keine Ver- t ’t|te। erlitten, nach Süden ab.
i&n Telegramm des Fürsten U ch t o m s k i an den Zaren c M Port Arthur vom 14. April besagt: Am 13. April t o'citer.’.' in der zehnten Stunde während des Manövers d »Eschwabers auf der Reede von Port Arthur angesichts ~ ' "on einer Mine das
und machte mit seinen 23 Matrosen, die alle wie er die esthnische Sprache verstanden, die den Japanern völlig unbekannt war, einen Plan zur Ueberwältigung des fremden Kommandos auf seinem Schiffe. Auf ein gegebenes Zeichen stürzten sich die Leute auf die fapatti- schen Matrosen und warfen sie nach verzweifelter Gegenwehr über Bord. Die beiden Offiziere wurden gleichfalls überwältigt. Einer von ihnen, ber aerobe auf Deck war, wurde in Eisen gelegt und der andere in ber Kajüte eingesperrt. Bald darauf erreichte „Betty" ohne weitere Zwischenfälle mit ihren beiden Gefangenen b® Hafen von Wladiwostok."
Die Japaner und der Krieg.
Aus Tokio, 3. März, schreibt man:
Eine ganze Reihe Hilf s ge se llsch a ften sind mm ins Leben getreten, zum großen Teil unter der Führung von Prinzessinnen aus dem kaiserlichen Haufe. Ihre Bemühungen farmten in gleicher Meise dem Roten Kreuz, wie den Family» Der 'Soldaten zu gute. Japan ist kein christliches Land, aber wie stark es unter dem Einfluß des Christentums steht, zeigen alle diese Liebestaten deutlich genug. Die japanischen Frauen zeigen, daß sie hinter denen anderer Länder an Stärke des Charakters nicht znrück- steben, wenn auch ihr Ruf in der Welt ist, daß sie zart und schwach an Körper sind. Die Kaiserin geht mit gutem Beispiel voran und macht dem Ruf, den sie über 3'atitit hinaus als Unterstützerin aller Wohltätigkeit und LieveS- taten genießt, alle Ehre. ,Ln den Krieg zu gehen, ist baS Los der Männer, aber die Wunden des Krieges zu tragen, ist die Pflicht des ganzen Bolles, nicht zum wenigsten der Frauen, welche die Hälfte unseres Volkes ausmachen und am ersten darunter zu leiden haben würden, wenn die Russen ins Land kämen. Die japanische Pflegerin genießt einen guten Ruf auch unter den Ausländern, und eS war fein Mangel an ihnen, als der Krieg ausbrach.
Man muß sagen, daß die Japaner den Krieg mit großem Ernste auffassen. Ein hiesiges Blatt schrieb' zum Beispiel: „Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „daß ein General Sieg und Ruhm gewinnt, aber 10 000 Sollaten sterben dafür." Das mag in anderen Ländern richtig sein, bei uns nicht: jeder gemeine Soldat ist in dieser Beziehung gewillt, solchen Sieg zu gewinnen, ebenso gut, wie jeder Führer. Es ist ein Krieg, den das ganae Voll führt, auch wenn nur der hundertste bis tausendste Teil desselben wirklich in die Schlacht geht. Und bei solcher Stellung fragt keiner, ob Jngum (die Heeresfolge) schmerzlich oder erfreulich ist." So haben sich denn für ben Dienst auf ben fünf Dampfern, die im Hafeneingang von Port Ar thur versenkt werben sollten, nicht weniger als 2000 Mann gemeldet; einer von ihnen, so berichtet Admiral Togo, hat seine Meldung mit Blut geschrieben. Von 78 Mann sind 77 zurückgekommen, gewiß ein Zeichen auch dafür, mit welcher Kaltblütigkeit die Leute vorgegangen sind. Wer die Javaner kennt, wundert sich nicht darüber: ihre Geschichte lehrt, mit welcher Ruhe sie in den Tod zu gehen wissen. Ueber dieselbe Sache äußert sich die Kokumie am 1. März folgendermaßen: „Was ist der Grund, daß unsere Marine in so kurzer Zeit einen solchen Erfolg gewann, daß die Augen aller Welt auf fte gelenkt sind? — Der Grund liegt in dem Zusammenwirken der Zivilisation unb des Charakters unzivilisierter, wilder Menschen. Tas ist so zr verstehen, daß die Zivilisation unseren Charakter nicht Der/ weichlicht hat, — daß wir den Tod nicht fürchten und der Gefahr nicht entfliehen. Wir brauchen natürlich die besten, volllommensten Mittel der Zivilisation, aber sie recht zu gebrauchen, ist die Stärke der unzivilisierten, b. h. unverweichlichten Nation." — Na, na!
Fe Aufhebung. Können Sie sich da wundern, daß eine tiefe Er- -xnng in der evangelischen Kirche plotzgriff. Der Reichskanzler spöttisch den Abg. Sattler nach seinem Rezept, Politik zu -archen. Das ist nicht unsere Aufgabe, das ist Aufgabe der f'rnifter. Dieselbe Frage hätte der Kanzler übrigens i an die Minister der Staaten richten können, die gegen die »Hebung des § 2 gestimmt haben. Der erste Minister Sachsens gesagt: Es sei ganz selbstverständlich, daß Sachsen gegen die Smlhebung stimmen würde. Dem Anträge Müller-Meiningen werden rlt zustimmen. Die Frage der Rechtsgültigkeit der Aufhebung § 2 ist nicht so leicht abzutun, wie es Dr. Spahn gestern tat. 's ließ dock tief blicken, daß der Beschluß im Bundesrat erst durch ^.ncherlei Filtrationen hindurchgehen mußte! Wir bedauern diese orgänge, weil sie geeignet sind, den Partikularismus wieder wachrufen, und wir haben schon zu viel Partikularismus.
Wir wollen, daß Deutschland ein moderner Staat sein soll, tnb wir meinen es ernst mit der geistigen Freiheit. Herr Bebel -ubt, uns Halbheiten vorwersen zu können. Er möge doch lieber ms seine eigene Partei sehen und dafür sorgen, daß die tiefgehen- ' btn Differenzen in seiner eigenen Partei zunächst einmal beseitigt merben, ehe er hergeht und sich als Schulmeister für andere i-teicn aufspielt. Sehr interessant war mir die Prophezeiung . s künftigen Zusammengehens von Centrum und Sozialdemokratie hi den Wahlen. (Sehr gut!) In dieser Hinsicht ist er wohl kom- kit.nl als Prophet.
Ich will mich dahin resümieren, daß ich die Hoffnung auS- iüti chc : daß die Zeit immer mehr heranrückt, wo das Gefühl, daß tou Kinder eines Volkes sind, stärker ist, als die Macht der ver- ihredenen Konfessionen. (Lebhafter Beifall bei den Nat.-Lib.)
Abg. Dr. Stockmann (Rp): Die Notlage ber Landwirtschaft ha! in oer ländlichen Bevölkerung allmählich eine Stimmung her- r»;qerufen, die durch Worte nicht mehr zu beruhigen ist. Nur r'ih Taten können hier helfen. In dieser Beziehung bitte ich die ,icrung baldmöglichst vorzugehen. Zur auswärtigen Politik der c icrung haben wir aber volles Vertrauen. Redner geht hieraus air die gestrigen Ausführungen des Grafen Bernstorfs in Sachen Kriegervereine ein. Er rechtfertigt in dieser Hinsicht Vorgehen der Behörde. Zur Jefuitensrage übergehend.
Darin, daß das Zentrum in diesem hohen Hause eine beachtenswerte Minderheit darstellt, daß es einen gewissen Einfluß auSübt, und zwar einen Einfluß, der großer ist als der der nationalliberalen Partei. Noch niemals hat es ein sonderbareres Bild gegeben, als das, das die Nationalliberalen bieten. Weshalb sollte man denn die nationalliberale Partei jetzt maßgebender erachten als die nationafliberale Partei der Jahre 1893—Ü3, wo sie einen erheblich größeren Einfluß hatte? Damals trat zuerst unter Bennigsen die Majorität, dann unter Bassermann noch eine große Minorität für die Aufhebung des § 2 ein. Jetzt scheint die Partei auf Herrn Dr. Sattler zusammengeschrumpft zu sein, wenigstens ist der andere Teil vollständig mundtot. Dr. Hieber machte einen Unterschied zwischen Katholischen und Ullramontanen. Jeder Katholik ist ultramontan, sobald er sich im öffentlichen Leben betätigt. Wir lassen uns nicht in die Ecke stellen. (Lebhafte Zustimmung im Zentrum.) Die Zulassung zu den marianischen Kongregationen entsprach dem Wunsche der meisten katholischen Eltern, wenn wir die Schule dem Staate auslieferten, würde dies zu einer unerträglichen geistigen Knechtschaft führen. Auch wir wollen ebenso wie Dr. Hieber nur einen modernen Staat, aber ein moderner Staat ist nur möglich auf der Grundlage vollster Parität.
Hierauf vertagt sich das Haus.
Persönlich bemerk Graf Rcveiftlow: Ich habe dem Reichs» kanzler nur nicht geantwonet, weil der Präsident Zwiegespräche nicht duldet. Wenn aber der Reichskanzler davon sprach, daß in meiner Familie gute Diplomaten früher gewesen sind, so kann ich nur den Wunsch aussprechen, daß es auch noch anderen Familien
meint Redner, die schmerzliche Erregung in weiten Kreisen der Bevölkerung sei kein Produkt der Agitation. Dafür sei die Haltung der Bürgerschaft in Lübeck und Hamburg der beste Beweis. Die Paritätsklagen des Zentrums sind wahrhaftig unbegründet. Haben doch zwei Päpste anerkannt, daß die Katholiken es nirgends so gut hätten, wie in Deutschland. Die Herren vom Bundesrat haben nicht nur darauf zu sehen, daß ein Mehrheitsbeschluß des Reichstags vorliegt, sondern auch daraus, wie die Mehrheit des Volkes sich dazu stellt. Bei Ablehnung der Bismarck-Ehrung war die Mehrheft des Dolles ganz anderer Ansicht als die Reichstagsmehrheit.
Staatssekretär Dr. Nicberding: Es ist hier von verschiedenen Seiten gesagt worden, daß die Aushebung des § 2 wenn nicht den Bestimmungen, so doch dem Geiste der Verfassung widerspreche. Dies muß ich ganz entschieden bestreiten, ‘ der Beschluß ist auf durchaus gesetzmäßige Weise zu Stande gekommen. Zum Beweise dafür, daß der Bundesrat gesetzwidrig vorgegangen Ist, hat man nur Zweckmäßigkeitsgründe angeführt und die Besorgnis geäußert, daß Willkürlichleiten eintreten tonnten. Mit solchen Gründen kann ein Jurist natürlich nicht rechnen. Der BundeSrat hat auf die Stimmung, die in weiten Volkskreiien herrscht, leine Rücksicht zu nehmen, er hat sich nur an die Beschlüsse des Reichstags zu halten. Wenn ein Reichstagsbeschluß vorliegt, so hat. solange dem Bundesrat nicht offiziell mitgeteilt ist, daß der Beschluß aufgehoben ist, der Bundesrat mit Ja oder Nein dazu Stellung zu nehmen, eine Frist ist ihm nicht gestellt. Diese Praxis hat der BundeSrat mit Zustimmung deS Reichstags stets befolgt, seit 30 Jahren ist es das erste Mal, daß ihm solche Vorwürfe gemacht werden. Wiederholt hat der Bundesrat Gesetzen zugestimmt, die von einem Reichstag angenommen waren, der nicht mehr bestand bezw. aufgelöst war.
Abg. Dr. Bachem (Ztr.) erörtert die staatsrechtliche Stellung Elsaß-Lolhringcns. Ferner sucht er in längeren juristischen Deduktionen nachzuwcistn. daß die Aufhebung des § 2 vollkommen gesetzmäßig zu stände gekommen sei. Er begreift überhaupt nichi, wie man daran n 'ch zwcfteln könne. Herr Dr. Hieber hält die Aushebung deS § 2 deshalb für bedenklich, weil sie ein Symptom der innerpolitischen Lage sei. Worin besteht denn dieses Symptom 1
d "i: üblichen Flotte noch ber Explosi
P Lapeftchiff „Petropawlowsk", welches bie Flagge bes Kom- n nubamteTT führte. Umgekommen sinb: Der Kom- n m:ri ant ber Flotte unb Stabschef. Gerettet trimber Großfürst Cyrill Wladimirowitsch, Kommandant Ja- fi 2dm,-, bie Leutnants Unkowski, Jenisch unb Dukelski, bie T Whromen Wlabomir, Schmibt unb Schlippe unb 52 Ma- » ttllchz. Gefunden wurden bie Leichen bes Kapitäns z ndc:i Ranges Wassiliew unb ber Midshipmen Akimow n >m) Siwotschka, bes Dr. Wolkowitsch unb einiger Matrosen. T bc n am 13. auf eine nächtliche Expedition ausgesandten 1 7..-'inobooten wurde das Torpedoboot „Beßtrasch- ni-: das infolge schlechten Wetters sich von der Abteilung g :e tom.it hatte, von feindlichen Torpedobooten umzingelt u in gitn g im Kampfe mit ihnen unter. Fünf DMinm (nur) wurden gerettet. Nach dem Untergang o ökdcmzerschiffes „Petropawlowsk" übernahm ich das Amt d w&onimanbtercnben ber Flotte zeitweilig in B38itt:: e t u n g. Beim Manövrieren des Geschwaders erhielt d- w . n z e r s ch i f f „P o b e d a" durch eine Mine eine Be - s oiibiigung in der Mitte der rechten Seite. Das Panzer- sc W l ief ohne Hilfe in den Hafen ein. Niemand ist tot oi M verwundet.
tisch, daß zum Namfolger Makarows der Kommandant der Schwarzen Meerflotte, Skrydlow, ernannt wurde.
Der russische General Batianow, Mitglied des obersten Kriegsrates, erklärte in einem Interview, um den Verlust des Petropawlowsk auszuwetzen, müssen wir die Abfahrt des baltischen Geschwaders beschleunigen und es so stark wie möglich machen. — Die Nachricht wurde in Petersburg zuerst durch ein Telegramm bekannt, welches dem Großfürsten Wladimir von seinem Sohne Boris zugegangen ist. In demselben teilte Boris mit, daß er seinen Bruder Cyrill, welcher bei dem Ereignis verwundet worden fei, verpflege. — Man erwartet jeden Augenblick den Eingang von Nachrichten über ein neues Gefecht bei Port Arthur.
In der Kathedrale zu Petersburg wurde am 14. d. M von der Admiralität ein Trauergottesdienst für Admiral Makarow, die Offiziere und Mannschaften, die an Bord des „Petropawlowsk" verunglückt sind, abgehalten. Der Feier wohnten der Kaiser, die Kaiserin-Mtwe, ber Großfürst-Thronfolger, die Großfürsten und die Großfürstinnen bei. Der Kaiser richtete an die Witwe Makarows huldvolle Beileidsworte.
Nach aus Rom eingetroffenen Depeschen hat Kaiser Wilhelm an den Zaren gedrahtet: Russische Trauer sei deutsche Trauer und oer Tod Makarows sei ein Verlust für die Marinen der gan -- zenWelt.— Gleichzeitg versicherte Präsident L o u b e t den Kaiser von Rußland telegraphisch der lebhaften und aufrichtigen Anteilnahme, die Franueich für daS russische Volk und seine schwer getroffene Marine empfinde. Minister Delcasss gab dem russischen Botschafter Nelidow in Paris gegenüber ben gleichen Gefühlen Ausbruck. — Ferner zeichneten sich zahlreiche Persönlichkeiten, darunter ber Militär- gouberneur von Paris, General Dessirier, der frühere Kriegsminister Zurlinden, General Duchesne usw. auf ber russischen Botschaft ein.
In Londoner Finanzkreisen verlautet, daß die Japaner ben jetzigen Erfolg bei Port Artchur zur Aufnahme einer Anleihe in London benutzen werden. Dieselbe war seinerzeit hinausgeschoben worden bis zu dem Zeitpunkt, wo die Japaner auf dem Kriegsschauplätze einen Erfolg erringen würden, um den englischen Kapitalisten mehr Vertrauen einzuflößen. Wie es heißt, werde bie Anleihe bereits am Montag aufgelegt werden.
Admiral Makarow,
ber ben Helbentob erlitten hat, war 1848 geboren. Er stand seit 1864 int russischen Militärdienst. Im russischtürkischen Kriege kommandierte er ben Dampfer „Großfürst Konstantin", der mehrere kühne Angriffe auf türkische Häfen aus führte. Im Jahre 1881 war er im Korps des Generals Skobelew im Feldzuge gegen die Achat-Turkmenen. Später in verschiedenen Stellungen wieder der Marine angehörig, zeichnete er sich besonders durch ^Einführung zahlreicher, von ihm selbst erfundener technischer Verbesserungen aus. In weiteren Kreisen wurde er durch die von ihm angegebene Konstruktion des 'Eisbrechers ,^Jermak" bekannt, mit dem er n. a. eine Winterexpedition nach dem Franz-Josefsland unternahm. Bon dem Posten eines Oberkornmandeurs des Kronstädter Hafens wurde MU- karow bald nach Beginn des gegenwärtigen Krieges als Nachfolger des Admirals Starck zum Befehlshaber der Flotte im Stillen Ozean ernannt. Die großen Erwartungen, die man in ihn setzte, hatte er, wie unsere Leser wissen, bereits zu erfüllen begonnen; das Geschwader von Port Arthur entwickelte feit seinem Eintreffen eine wett energischere Tätigkeit als zuvor.
Ein russisches Meuteuer auf hoher See.
Von einem kühnen Handstreich weiß ber Petersbürger Kvrrespondent der „Daily Mail" feinem Blatte zu berichten. „Sange Zeit hindurch", schreibt er, „hatte man angenommen, daß ber russische Küstenbarnpfer „Bett y" in die Hände ber Japaner gefallen sei, bis eines Tages aus Wladiwostok ein Telegramm kam, des Inhalts, daß der vermißte Dampfer sicher im Hafen läge. Auf der Reise dahin, schreibt der Kapitän, ein alter Seebär, hatte ba5 Schiff folgendes Abenteuer zu bestehen. Zwei Tage bevor die diplomatischen Beziehungen abgebrochen wurden, lag „Betty" im Hafen von Nagasaki. In der Nacht wurde ein Fluchtversuch gemacht, der damit endete, daß das Schiff von einem japanischen Kreuzer gekapert wurde. Zwei Offiziere und sechs Matrosen kamen an Bord und es wurde Befehl gegeben, daß das Schiff dem Kreuzer in ben Hafen folgen solle. Das Wetter war sehr stürmisch, unb schließlich stellte sich ein dichter Nebel ein, ber die beiden hintereinander herfahrenden Schiffe manchmal verhüllte. Aus diesem Umstande zog ber Kapitän Nutzen
•ssgajV' LKW
■ Qtttiottai 'kj’foto! >-s’: TÄßI 'K'bL «njen tviff A1»®
nid&t an,;. - w,' m v. fti < PUn3 be$ K 9 L- ^ir test
rklart habe. w>
halte. Da? : W btr Beseitigt? !C .Gegenprobe aMa,-.. emgcbrM würde ar^:
dÄd- sich j8 ttge Reichstag eint S?« übrigen !e— ber Zeitpunkt für die in diesem oder jenem ig grundsätzlich richtig te- und der Gerechtigkeit % üern gemeint, es ng bes § 2 nur nd nicht auch Gründe ta fe e Gründe der Ctaatsray- n'em Kalle widerspreche-." k'raison und die Otr*.-- : Rednern, die sich geftrr - :oebens in der Frag? iübcs Argument gegen dö icbr ndrtigl) die b ie inftdn der Mehrheit li un möchte ich nur nat d- iabmmg, die er gestem c: im Lande gerickttt hat, !e •. ncigebrnde, aber reri chrigre Erregung über g drängen lassen, von bc en beider Konfessionen. Keine Konfession hat er m ausjugraben. Duc xmgftenS jedenfalls to rtigen Lrdnung der Ti? xn. daß gegen uns, in i Hatz vorhanden wäre. .■ jch nichr uniersuchen. K iebr wohl, daß eszr: uht, daß Reid M st«- ine Aufforderung tz » -eugi. daß die Rehrbw^- ein wird, daß vn m Horizonte unserer brn, den konfessiML > un§ im Innern unter.
nL): So langt bie ihre Ladung aM.; ioliti! nichts
>tntn m .1$ chi fmb
5 niemals und den wrrdm ikÄ
der io
irrt tyti- Milff
c-ch Tokio melbete ber japanische Abmival Uriu in ei i>7 flarzen Depesche, baß bie Flotte des Abrnirals Togo ' "ch morgen Port Arthur angrifl unb ein russisches P schiss, Typ „Pettopawlowsr^, unb einen Tor- p mit äger zum Sinken brachte. Japanischer- ? < ü fein Verlust, außer einem Berwunbeten. Die N i:: cht bes Abmirals Togo von bem siebenten Angriff ai u^rt Arthur unb bem Untergänge bes „Petropawlowsk" w :.. ? in Tokio erst am Morgen bes 14. burch ein Privat- te . ninrn bekannt. Sie erregte in amtlichen Kreisen höchste ? ?i igung, besonbers bezüglich bes „Pettopawlowsk". ?f i.i: so sagt wenigstens bas englische Tepeschenbureau R '0! r man sprach fein Bebauern über ben Tov des tapferen ru r- ’ n Flottenführers aus Abmiral Makarow stanb bei de r panischen Gegnern in hoher Achtung. Sie bewunberten biiiilr:!, in ber er bas ruffische Geschwader nach ben ersten A: lnLien auf Port Arthur rehabilitierte unb in ber er de m inigleichen Kamps führte.
I»;8 japanischer- Quelle verlautet ferner, baß ber 2ln- gr rr cnom Mittwoch auf Port Arthur folgendermaßen oer» i ic -|r ö'ei Tagesanbruch machten die Torpedoboote eine ®e* m. ar rtcQtion. Zu derselben Zeit legten sie Minen in deimiußeren Hafeneingang, zogen sich bann zurück unb ormqten sich mit bent Hauptgeschwader, das vorging, un an biet russische Flotte zum HerauSgehen zu bc tir?g:en. Dies geschah. Der ,,Petropawlowsk stieß auf eirM japanische Mine unb würbe zerstört.
Luch Meldungen deS in Wei-hai-wei aus Niutschwong an£|t’:nnntenen englischen Kanonenbootes „Espigle" hat es sic j'f t um einen Torpedoangriff auf Port Arthur, sondern un ine.i Jagd auf ben aus der Jalu-Mündung kommenden r i uififnef) en Kreuzer „Bajan" gehandelt, ber aber an f blüent Schutze zweier von Port Arthur kommenden StiiUwi entkam, wenn auch nicht unbeschäbigt.
Zu. der Katastrophe berichtet der Kriegskorresponbettt de S ikmrifer „Matin", daß seit bent Tode des Kommando^ Mn Stepanow nientanb wisse, an welchem Piinfftne bie Minen versenkt feien. In der 85er- müto.-ngit, welche feit bem ersten Angriff ber Japaner folgte, ha Kmm vergessen, einen Plan bieser Punkte auszu-
“Situ „Russische DelegraphenageMur" erfährt authen-


