Zur Berichtigung
Das sozialdemokratische Flugblatt vom gestrigen Tage gibt uns Veranlassung zu folgender Er-
Wähler! Ihr könnt keinen geeigneteren Männern Eure Stimme geben als den Herren: . d
Eduard Krumm
klärung:
1. Die Krankenkassen, der Sanitätsverein und Innungen hatten vom Bestehen des Volksbades an 50 pCt. Ermäßigung auf Wannen- und Heilbäder für ihre Mitglieder.
2. Mit dieser Begünstigung ist Mißbrauch getrieben worden, indem Karten an Nichtbcrechtigtc, Gutsituierte abgegeben wurden. Wir mußten uns deshalb entschließen, die Vergünstigung aufzuheben, gewähren aber nach wie vor auf Anweisung eines Arztes an wirklich Bedürftige Karten zu obigem Nachlaß.
Der Vorstand
o der Aktiengesellschaft Gießener Volksbad.
Handwerker,
Gewerbetreibende
Von heute ab fast täglich (frisch) stillste geriiillherte Fraiikf. M
in bekannter Güte. 7020
Schreines4
Seltersweg 65.
Professor Wimmenauer
August Faber Theodor Haubach Hermann Eichenauer.
Earl Loos August Gabriel
...
% ■':
■ > x:
KommerzienratHeichelheim Wilhelm Hornberger M Jean Kirch
Alle möglichen Jnteressentengruppen machen uns Vorschläge zur Stadtverordnetenwahl. Betrachten wir"uns diese Vorschläge, so werden wir finden, daß keiner derselben aus unseren Kreisen entstammt. Es ist allbekannte Tatsache, daß gerade in unseren Kreisen eine Einigung über geeignete Vertreter im Stadtverordneten-Kollegium so schwer zu Stande zu bringen ist. Schon von jeher hab Konkurrenzneid, die Unterstellung, als wenn die aufgestellten Kandidaten Streber seien u. a. ein Zustandekounnen geeigneter einmütiger Wahlvorschläge verhindert, lvas tief zu bedauern ist. Noch mehr zu bedauern ist, daß wir unsere Stimmen dadurch so sehr für die Kandidaten anderer Jnteressentengruppen vergeuden, anstatt in erster Linie für uns zu sorgen. 06875
Laßt deshalb alle Mißgunst, allen Neid, alle Vorurteile fallen und zeigt einmütig, daß wir uns von keinen politischen, Bezirks- oder Stammtischgruppen bevormunden lassen. Laßt uns in erster Linie den Männern unsere Stimmen geben, die dafür bekannt sind, daß sie allch wirklich in erster Linie unsere Interessen vertreten. Laßt uns die uns präsentierten Stimmzettel richtig prüfen und zu allererst solche Namen auf dieselben setzen, die obige Gewähr bieten. Laßt uns diesmal — im Gegensatz zu früheren Jahren — zeigen, daß wir auch eine Macht sind, und daß wir uns nicht von politischen, Stamm- tischpruppen re. beirren lassen.
Daß diese Gruppen für die Vertretung unserer Kreise, die doch einen sehr großen Teil der Bewohner Gießens ausmachen, nichts übrig haben, geht daraus hervor, daß sie z. B. die Herren
Martin
Dörr
und
Klavier-
in
Willi. Melph
Pianohandlg. u. Reparaturwerkstätte, Selters weg 91.
Stimmen
Reparieren
Polieren
tadelloser Ausführung durch D1 /8
Hygienische ss23/6 BkiMsslilMl Großart. Neuheit Preisliste gratis.
Ad.Arras,lflannbtiml2.
Militmmtcl ausrangierte, übersende, so lange Vorrat reicht, gegen Nachnahme ä Mk. 3.00, 4.50 und 6.00. [8348 F. W. Kinkel, Mainz.
viele Wähler.
8283
Krokodil.
Dienstag abend: Spansau«
06896
Couverts mit Hirma billigst
SrW'sche Universitäts-Druckerei.
SAUGGASMOTORE!
Billigste Kraft!
ca. 8/4 bis P/8 Pfennige pro Pferdekraft und Stunde« Motorenfabrik Oberursel Frankfbuer't a M.
Stadtverordnetenwahl
Georg Sinnen
wenig oder gar nicht vorgeschlagen haben. Wir haben deshalb umso größere Verpflichtung, diese Namen in erster Linie auf unseren Stimmzettel zu setzen.
Jetzt können wir zeigen, daß wir uns nicht von einer handvoll Leute solche Kandidaten aufoktroieren lassen, deren Namen nur genannt werden, um ihnen eine besondere Ehre aus verwandtschaftlichen oder sonstigen Gründen anzutun.
Mitbürger!
Von dem lebhaften Wunsche beseelt, an die Wähler nur mit solchen Vorschlägen heranzutreten, welche die Billigung aller Unparteiischen finden können, hat der unter* zeichnete Bezirk eine Versammlung einberufen, die überaus zahlreich besucht war.
Nach eingehender, durchaus sachlicher Aussprache hat man alle Sonderwünsche zurück- .gestellt und die folgenden Herren, welche den verschiedensten Berufszweigen angehören und deren Aufstellung allen Stadtteilen Rechnung trägt, einstimmig nominiert.
Indem wir nunmehr diesen Vorschlag der Oeffentlichkeit unterbreiten, bitten wir die verehrliche Wählerschaft, allseitig die Stimmen vereinigen zu wollen auf die Herren:
MehrereHandwerlierBcwkrbetreldende und Landwirte.
Bürger
der Neustadt-Bahnhofstraße
haben in ihrem Aufrufe:
JOckt (entrinn! Ml Hort-Ost! Wicht Seite*}!“
dargetan, daß die politischen Parteien vorsichtig nieder Wahl der Kandidaten waren.
Möchten nur alle Wähler dem Mahnrufe dieser $Cl
folgen, die auch anerkennen, daß die Universität durch einen ordentlichen Professor m der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein muß. «
D,3/ll ßmer für Wele.
Hermann Eichenauer
August Gabriel
Br. Gutfleisch, Ackvemdilkttt
MckzillM Dr. Haberkorn
Th. Haubach, Mhicroriiiicter
Georg Hebstreit
Fritz 'Helm
KomerzieUllt S. Heichelheim, AMmMeter
Wilhelm Hornberger
Jean Kirch, StMlimckieter
Ed. Krumm, SWtoriindcr 831
Carl Loos, Achivtkttkttcr
Louis Petri II., Stotororiiiictcr
Georg Simon
Wilhelm Wallenfels, AMvmcklettt
Pl'Wr Dr. Wimmenauer.
Her MHezilk Seltersberg uiih Riegelchi.


