Ausgabe 
14.11.1904 Viertes Blatt
 
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Zur Berichtigung

Das sozialdemokratische Flugblatt vom gestrigen Tage gibt uns Veranlassung zu folgender Er-

Wähler! Ihr könnt keinen geeigneteren Männern Eure Stimme geben als den Herren: . d

Eduard Krumm

klärung:

1. Die Krankenkassen, der Sanitätsverein und Innungen hatten vom Bestehen des Volksbades an 50 pCt. Ermäßigung auf Wannen- und Heilbäder für ihre Mitglieder.

2. Mit dieser Begünstigung ist Mißbrauch getrieben worden, indem Karten an Nichtbcrechtigtc, Gut­situierte abgegeben wurden. Wir mußten uns deshalb entschließen, die Vergünstigung aufzuheben, gewähren aber nach wie vor auf Anweisung eines Arztes an wirklich Bedürftige Karten zu obigem Nachlaß.

Der Vorstand

o der Aktiengesellschaft Gießener Volksbad.

Handwerker,

Gewerbetreibende

Von heute ab fast täglich (frisch) stillste geriiillherte Fraiikf. M

in bekannter Güte. 7020

Schreines4

Seltersweg 65.

Professor Wimmenauer

August Faber Theodor Haubach Hermann Eichenauer.

Earl Loos August Gabriel

...

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> x:

KommerzienratHeichelheim Wilhelm Hornberger M Jean Kirch

Alle möglichen Jnteressentengruppen machen uns Vorschläge zur Stadtverordnetenwahl. Betrachten wir"uns diese Vorschläge, so werden wir finden, daß keiner derselben aus unseren Kreisen entstammt. Es ist allbekannte Tatsache, daß gerade in unseren Kreisen eine Einigung über geeignete Vertreter im Stadtverordneten-Kollegium so schwer zu Stande zu bringen ist. Schon von jeher hab Konkurrenzneid, die Unterstellung, als wenn die aufgestellten Kan­didaten Streber seien u. a. ein Zustandekounnen geeigneter einmütiger Wahlvorschläge ver­hindert, lvas tief zu bedauern ist. Noch mehr zu bedauern ist, daß wir unsere Stimmen dadurch so sehr für die Kandidaten anderer Jnteressentengruppen vergeuden, anstatt in erster Linie für uns zu sorgen. 06875

Laßt deshalb alle Mißgunst, allen Neid, alle Vorurteile fallen und zeigt einmütig, daß wir uns von keinen politischen, Bezirks- oder Stammtischgruppen bevormunden lassen. Laßt uns in erster Linie den Männern unsere Stimmen geben, die dafür bekannt sind, daß sie allch wirklich in erster Linie unsere Interessen vertreten. Laßt uns die uns präsentierten Stimmzettel richtig prüfen und zu allererst solche Namen auf dieselben setzen, die obige Gewähr bieten. Laßt uns diesmal im Gegensatz zu früheren Jahren zeigen, daß wir auch eine Macht sind, und daß wir uns nicht von politischen, Stamm- tischpruppen re. beirren lassen.

Daß diese Gruppen für die Vertretung unserer Kreise, die doch einen sehr großen Teil der Bewohner Gießens ausmachen, nichts übrig haben, geht daraus hervor, daß sie z. B. die Herren

Martin

Dörr

und

Klavier-

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viele Wähler.

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Stadtverordnetenwahl

Georg Sinnen

wenig oder gar nicht vorgeschlagen haben. Wir haben deshalb umso größere Verpflichtung, diese Namen in erster Linie auf unseren Stimmzettel zu setzen.

Jetzt können wir zeigen, daß wir uns nicht von einer handvoll Leute solche Kan­didaten aufoktroieren lassen, deren Namen nur genannt werden, um ihnen eine besondere Ehre aus verwandtschaftlichen oder sonstigen Gründen anzutun.

Mitbürger!

Von dem lebhaften Wunsche beseelt, an die Wähler nur mit solchen Vorschlägen heranzutreten, welche die Billigung aller Unparteiischen finden können, hat der unter* zeichnete Bezirk eine Versammlung einberufen, die überaus zahlreich besucht war.

Nach eingehender, durchaus sachlicher Aussprache hat man alle Sonderwünsche zurück- .gestellt und die folgenden Herren, welche den verschiedensten Berufszweigen angehören und deren Aufstellung allen Stadtteilen Rechnung trägt, einstimmig nominiert.

Indem wir nunmehr diesen Vorschlag der Oeffentlichkeit unterbreiten, bitten wir die verehrliche Wählerschaft, allseitig die Stimmen vereinigen zu wollen auf die Herren:

MehrereHandwerlierBcwkrbetreldende und Landwirte.

Bürger

der Neustadt-Bahnhofstraße

haben in ihrem Aufrufe:

JOckt (entrinn! Ml Hort-Ost! Wicht Seite*}!

dargetan, daß die politischen Parteien vorsichtig nieder Wahl der Kandidaten waren.

Möchten nur alle Wähler dem Mahnrufe dieser $Cl

folgen, die auch anerkennen, daß die Universität durch einen ordentlichen Professor m der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein muß. «

D,3/ll ßmer für Wele.

Hermann Eichenauer

August Gabriel

Br. Gutfleisch, Ackvemdilkttt

MckzillM Dr. Haberkorn

Th. Haubach, Mhicroriiiicter

Georg Hebstreit

Fritz 'Helm

KomerzieUllt S. Heichelheim, AMmMeter

Wilhelm Hornberger

Jean Kirch, StMlimckieter

Ed. Krumm, SWtoriindcr 831

Carl Loos, Achivtkttkttcr

Louis Petri II., Stotororiiiictcr

Georg Simon

Wilhelm Wallenfels, AMvmcklettt

Pl'Wr Dr. Wimmenauer.

Her MHezilk Seltersberg uiih Riegelchi.