154. Jahrgang
Erstes Blatt
Montag 14. März 1904
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Kirche und Schule.
Metz, 13* März. Gestern begaben sich die katholischen Pfarrer der Stadt in das bischöfliche Palais, um bei Bischof Benzler Verwahrung gegen die Angriffe einzulegen, die in der Presse, sowie jüngst im Landesausschusse für Elsaß-Lothringen gegen den Bischof gerichtet wurden. Der Erzpriester der Notre Dame-Kirche von Metz, Pfarrer Jsmert, richtete eine Ansprache an den Bischof, worin er die Treue und Ergebenheit der Pfarrer der Diözese dem Bischof gegenüber versicherte. Der Bischof dankte mit warmen Worten.
je 5000 Mk auf Nr. 8016 8183 68697, Gewinne 3000 Mk. auf Nr. 1549 18032 19114 21705 26935
befördert wurde. Als solcher war er zuletzt beim Generalstab kommandiert und wurde 1890 als Vermessungsdirigent der topographischen Abteilung der Landesaufnahme dem Nebenetat des großen Generalstabes zugeteilt. Nach dreijähriger GcneralstobStätigkeit wurde er in das Jnf.-Regt. Nr. 97 zurückversetzt, wo er zwei Jahre verblieb. Dann wurde er zum Kompagniechcf im Jnf.-Regt. Nr. 188 in Hagenau ernannt. 1896 wurde er zum Adjutanten der 16. Division ernannt und in dieser Stellung 1897 zum Major befördert. Etiva zwei Jahre spater wurde er dann Kommandeur des 1. Bataillons im Inf -Regt. Nr. 116.
** Akademische Vorträge. Der letzte der akademischen Vorträge wird morgen, Dienstag, den 15. März, stattfinden. Professor Dr. DrewS wird «lieber den Pfarrer der Aufklärungszeit" sprechen.
** Die Prüfung für Einjährig-Freiwillige hat der frühere Schuler der Gewerbeschule Gießen, Friedrich Lenz, Sohn des SchreinenneisterS Lenz hier, vor der betr. Prüfungskommission in Darmstadt mit Erfolg bestanden.
** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 47115, zwei Gewinne von je 10 000 Mk. auf Nr. 12517 65356, drei Gewinne von
Aus Stad! unb Kaub.
Gießen, den 14. Marz 1904.
•• Personalien. Se. K. H. der Großherzog haben den Assistenten der Brandversicherungsinspektoren Andr. Weber in Darmstadt auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1904 aus seinem Amte entlassen.
** Major v. Winterberger, Bataillons-Kommandeur im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessisches) Nr. 116, ist, wie wir bereits mitteilten, zum Oberstleutnant befördert worden. Oberstleutnant v. Winterberger wurde 1874 Leutnant beim Jnf.-Regt. Nr. 36, 1881 in das Jnf.-Regt. Nr. 97 versetzt, wo er 1885 zum Oberleutnant
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger
Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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koreanischem Boden gelandet sind, bilden die erste japanische Armee unter dem Oberbefehl des Generals Kuroki.
Chinesisches.
Im Bezirke der chinesisch^belgischen Bahn in der Pro- vittz S ch a n s i sind bereits ernste Unruhen ausgebrochen, die hauptsächlichsten sind in den Städten Tsechan und Lun- gan im Süden der Provinz. Ein Franzose wurde von einem Volkshaufen ergriffen und festgeholten: man fürchtet für sein Leben. Einem Italiener gelang es, sich aus der Menge herauszukämvfeu. Um das Schicksal von 20 Ausländern und der Angestellten der Babn ist man in Sorge, lieber den Ursprung der Unruhen fehlen Nachrichten, doch heißt es, sie seien dadurch entstanden, daß ein Italiener einen Chinesen erschossen hat.
KuropatkinS Abreise.
Am 12. März ist General Kuropatkin von Petersburg nach dem Kriegsschauplätze abgereist. Stundenlang vorher war die ganze Umgegend des Moskauer Bahnhofes mit einer unabsehbaren Menschenmenge angesüllt. Bei seinem Erscheinen wurde der General mit endlosem Jubel begrüßt. Alles drängte auf'dem Bahnsteige an ihn heran, sodaß einen Augenblick ein direkt gefährliches Gedränge entstand. Großfürst Nikolai Nikolajewitsch küßte Kuropatkin dreimal, ebenso Minister von Plehwe. Ueüerhaupt war der Abschied wahrhaft herzlich. Kuropatkin sagte: „Um den Japanern eine Lektion zu erteilen, werden wir nach ihrer Zerschmetterung in Korea und der Mandschurei eine Promenade durch ihre Insel unternehmen. Wenn ich mitreden darf, werden wir den Frie- dens-Vexrtrag nur in Tokio unterzeichnen." Kuropatkin soll auch erklärt haben, er werde den Krieg bis Ende Juli beendet haben.
Verbündete Opferwilligkeit.
Aus Petersburg wird gemeldet: Tie Telegraphen- Beamten von Petersburg haben eine Subskription eröffnet, deren Ergebnis zum Bau eines Torpedobootes bestimmt ist. 25 000 Rubel sind bereits gezeichnet. Tie Beamten haben sich mit ihrem Aufru f an ihre französischen Kollegen gewendet. Wie es heißt, haben die Beamten der verschiedenen Zweige auf zweibis fünfProzent ihres Gehaltes für die Tauer des Krieges verzichtet.
Jahren im März stattfindet, vereinigte geftem, Sonntag abend im Neuen Saalbau die Mitglieder des Vereins mit ihren Damen, die sehr zahlreich erschienen waren. Das reichhaltige Programm wies nur gediegene, vornehme Musik auf. Eröffnet wurde das Konzert mit einem Quartett für Klavier, Violine und Viola, und die vortragenden Künstler, Herr Bauer (Violine), Musikdirektor Krauße (Viola), Herr Ernst Krauße (Cello) und Herr Hahn (Klavier) brachten die Mozart'sche Musik entzückend zart und sein zum Vortrag. Jeder der Künstler hat im Verlauf des Abends noch mehrfach Proben seines Könnens abgelegt und die Zuhörer erfreut. Auch die Sänger selbst hatten den größten Erfolg, und ihre Leistungen stellten dem Dirigenten des Vereins, Franz Bauer, das beste Zeugnis au§. Der Männerchor erfreute besonders durch die wunderschönen Volkslieder, die er ausgezeichnet und im präzisesten Zusammenwirken vortrug. Die Vorträge der gemischten Chöre, daS „Morgengebet" von Mendelssohn und „das erste Lied" von Tschirch schienen auf das sorgfältigste einstudiert zu sein, und wenn man hört, daß garnicht einmal so viel Proben stattgefunden hatten, kommt man immer wieder zu dem Schluß, daß der Dirigent Bauer unwiderstehlich die Stimmen seiner Sänger und Sängerinnen unter seiner Gewalt hat und sie zu den schönsten, exaktesten Leistungen zusammenzuführen weiß. Der Frauenchor sang mit gleichem Erfolg wie die Männer. Frl. Margarete Mitan, ein Gast aus Frankfurt a. M., sang einige Lieder für Sopran mit wohllautender, geschulter Stimme und wurde durch den begeisterten Beifall der Zuhörer veranlaßt, das neckige Tanzlied von Nagler, das das Entzücken Aller erregt hatte, zu wiederholen. Als Solisten erfreuten ferner das Vereinsmitglied Herr Theodor Haubach, dem eine prächtige Baritonstimme zu eigen ist, sowie der Dirigent Herr Bauer und Herr Ernst Krauße, dieser ein Meister des Cello, jener der Violine, durch prächtige Vorträge. Nachdem der musikalische Teil des Abends beendet war, zeigte es sich, daß man sich sehr gut unterhalten hatte und Neigung vorhanden war, das hübsche Zusammensein bei Musik und Tanz bis in die Morgenstunden fortzusetzen.
** Bahnhofs umbau. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird mit dem Bahnhofsum- und Erweiterungsbau morgen begonnen werden. Der Wartesaal 1. und 2. Klaffe soll bis Weihnachten ds. Js. fertig gestellt sein. Nach ihrer Vollendung werden diese Wartesäle als Räume für die 3. und 4. Klasse so lange benutzt werden, bis der Umbau der Wartesäle 3. und 4. Klasse vollzogen ist. Um bett Verkehr bester aufrecht erhalten zu können, wird an der Nordseite des Bahnhofs eine provisorische Schalteranlage errichtet werden. Zwischen dieser Neuanlage und bem alten Bahnhof hindurch wird ein Verbindungsweg nach der Main-Weserbahn, der Oberhessischen und der Coblenzer Bahn geschaffen. Dadurch wird es möglich, den Personenverkehr von den Billetschaltern aus nach den verschiedenen Bahnstrecken überzuleiten.
** Nachahrnenswert. Einer unserer Mitbürger hat dem Rektor unserer Volksschulen 100 B adebillets für das Bassin des VolksbadeS zur Verfügung gestellt, mit der Bitte, diese an je 50 Knaben und Mädchen zu verteilen. Freudig haben die Kinder die Gelegenheit benutzt, sich im Master einmal nach Herzenslust tummeln zu können, und es war für die zufällig im VolkSbad anwesenden erwachsenen Personen amüsant, zuzusehen, wie sich die Buben, welche in ihrer Mehrheit vorzügliche Schwimmer waren, in bem nassen Element vergnügten.
*" Pferdemarkt. Die Anmeldungen zum Pferdemarkt, der Mittwoch vormittag stattfindet, sind von Händlern und Züchtern zahlreich eingelaufen und der Markt verspricht an Material unb Besuch besonders gut zu werden. Auch
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Der jtricfl zrrnsckcn Japan und Außtand.
Neber den Angriff auf Port Arthur
m Donerstag meldet der javanische Mmiral Togo: Hufe re beiden Torpedobootsflottillen näherten sich um 1 I1l)t nachts der Hafeneinfahrt. Da keine feindlichen Griffe zum Empfange sich bereit fanden, legte die eine ijlotktille Minen aus, was auch trotz des Feuers der feindlichen Batterien gelang. Die anbere Flottille stieß südlich bon Liautischan auf sechs feindliche Torpedoboote. Es ent- Ipum sich ein etwa halbstündiges, lebhaftes Gefecht aif kurze Schußweite. Unsere Torpedojäger „Asascaio", „Rjifumi" und „Akatsuki" waren fast in Berührung mit dem sjkinLe. Unsere Schüsse beschädigten die feind- Ii ch e n S ch'' f f e s e h r. Bei einem fenidlichen Schiffe wurde der Kessel beschädigt, auf einem anderen bemerkte mm den Ausbruch eines Feuers. Der Feind er» grifff die Flucht. Wir hatten acht Verwundete unt sieben Tote. Auf dem „Akatsuki" platzte ein 2amp frohr. VierHeizer wurden getötet. (Tas sind die ersten offiziösen japanischen Verlustzaigeständnisse!) Keines von unseren Schiffen wurde außer Gefecht gesetzt. Tie anbere Flottille sah, als sie sich von der Hafeneinfahrt entfernte, zwei russische Torpedoboote, die von der hohen See kamen. Wir griffen sie an. Der Kamps dauerte eine Stunde. Nach schwerer Beschädigung entkam eins. Unser Torpedojäger „Saza- nami" bemächtigte sich de s russischen Torpedo- dvotszerstörers „D t e r e g u s chi", der Wässer nahm. 2er „Sazanami" nahm die Mannschaft auf. während das Ess sich selbst überlassen wurde und schließlich sank. "2er „Sazanami" hatte 2 Tote. Von dem „Akatsuki" wurde ein Unterleutnant und 3 Mann verletzt. Als das Gros unseres Geschwaders vor Port Arthur eintraf, gingen unsere Kem er zum Schutze der Torpedoboote vor. Das Geschwader lltfie dann in der Nähe von Li au ti e schau fest und b e- sscho'ß das Innere des Hafens. Die Beschießung dauerte vier Stunden. Nach dem Bericht eines Kreuzers, der das Bombardement beobachtete, war it>assellbe sehr wirksam. Während der Beschießung eröff- meien die feindlichien Batterien ihrerseits das Feuer, doch hmirb$ keines von unseren Schiffen beschädigt. Gin anderer Kreuzer unseres Geschwaders begab sich nach Zfi.lcntonn und beschoß das Fort Samahantao, wo- rki verschiede neGebäudebeschädigt wurden. Der ^reu? er „Takasago" und das Torpedoboot „Chiliaya" such- Ltn b)ie Westküste der Halbinsel ab, sahen aber keine Spur Dom Feinde. Ein russischer Torpedobootszer- rtör er, welcher bei unserem dritten Angriff beschädigt mnirb.". ist vollstänbig gescheitert, nur ein Mast ragt aus ckin Wasser hervor. Um 2 Uhr stellte unser Geschwader bas 0tnc: ein ud begab sich toi eher zum Sammelplatz.
Der „Russischen Telegraphen-Agentur" wird aus Port Arthur vom 12. März gemeldet: Ein Kampf b-er russischen Torpedoboote mit den japa- - Kisch en Kreuzern begann am Morgen des 10. März ■|Lib bauerte zwei Stunden. Das Torpedoboot , ,,-£te r e g u t f (f) i" sank nach verzweifelter Gegenwehr. 'W S eh i ck s a l b er Besatzung, Offiziere unb 45 Mann, - iq u m b e f a n n t Das Torpeboboot „Reschitelnh" Itotir gleichfalls vom Feinde umzingelt, es gelang iifgin aber, sich nach Port Arthur durchzuschlagen. An Bord es zwei Verwundete. Bei der Beschießung Port Arthurs «mlonerstag vormittag wurden auch, zwei auf dem „Re t- tmsa n" arbeitende Mechaniker getötet. Am 11. März Hlf das russische Geschwader wiederum aus, der Feind war ci bet nicht sichtbar. Auch am 12. März war alles ruhig.
fln Tschifu traf ein englischer Dampfer, „Foxtonhall", t)ar ^ort Arthur ein und berichtet über das Bombardement fco 10. d. Mts.: Während des Frühmorgennebels am rstag wurde bas Linienschiff „Re t wis an" zw eimal cinte offen. Das Wohnhaus des Generals Wol- E!oo‘ s f h wurde zerstört und zwei Fortkanonen demon- t in Mehrere tausend Chinesen arbeiten an neuen Best Wun gen an der Landseite von Port Arthur. — „Daily W:!" erhält aus Tientsin nachstehendes Telegramm: In ^Ozkois kamen russische Offiziersfrauen aus Port Arthur am Sie teilten mit, daß die japanische Flotte das west- V ick Fort in der Nacht zum Donnerstag sieben ©tun» boan hinburch bombardierte. Die japanischen Geschosse ly tatet viel Schaden an gerichtet. 38 Personen tour» b n getötet, über 100 verwundet. Me russische Fpie., die im Hafen blieb, griff in das Gefecht nicht ein. Mienen Mitteilungen der Damen zufolge herrschte eine b-üllere Stimmung gegen di e Amerikaner unb Wvfl änd er. Zwischen den russischen See- und Lanb- o l]gieren seien ernste Mißhelligkeiten ausgebrochen, die Teilte en sprechen von den ersteren als Feiglingen. M argcl an Munition für kleinkalibrige Geschütze beginnt sisH fühlbar zu machen. Ein englischer Ingenieur bessert düw „Retwisan" aus; die russischen Behörden halten ihn irii ffoirt Arthur wider seinen Mllen zurück. — Wie aus Pktetes burg berichtet wird, befand sich unter den bei der $$te|iretßung Port Arthurs am 10. d. M. Getöteten auch IbteSuronin Franck.
Japaner-Landungen in Korea.
M) einer amtlichen russisckren Mitteilung meldete Ge- itrnol Jilinsky unter bem 12. März: Laut Berichten koreani- sä «a Mütter sollen in Sinampo 18000 Japaner g tl lomb e t sein und sich auf bem Marsch nach Penjan teifinieen. In Kengscha in Nordkorea sollen 500 $a* p o n?n gelandet fein unb die 2000 früher dort ein* gqhoffitnen Japaner sollen längs der Küste nach Schengja mnufMren. Koreaner, welche von den genannten Punkten ioaammein, toib< sprechen allerdings den Mlchrichten über bi.tj? 2i5OO Japaner.
' Iii:e drei japanischen Divisionen, welchie bisher auf
Deutsches Keich.
Berlin, 13. März. Ter Kaiser traf gestern morgen in Bremerbaven ein und begab sich an Bord des Tampfers „König Albert". Um 8 Uhr ging der „König Albert", begleitet von dem Panzerkreuzer , Friedrich Karl", in See. Tie Schiffe trafen heute nachmittag in Dover ein, wo eine gewaltige Menschenmenge die Quais füllte. Ter Bürgermeister unb der Vizebürgermeister, Kapitän Jron und der Hafenkapitän, welche seinerzeit bem Kaiser in Potsdam die Entwürfe ber neuen Hafenbauten vorgelegt haben unb vom Kaiser zur Frühstückstafel gezogen worden waren, begaben sich an Borb. Ter Kaiser empfing sie auf ber Kommanbobrücke unb reichte jebem bie Hand. Er unterhielt sich mit ihnen auf das freundlichste, besichtigte die neuen Hafenanlagen eingehend und bekundete besonderes Interesse für die Prinz von Wales-Pier. Nach etwa halbstündigem Aufenthalt fuhr das Schiff weiter.
— Für Samstag abend hatte bie Gemahlin des Reichskanzlers Grafen Bülow Einladungen zu ihrem ersten Empfangsabend ergehen lassen. Alle Teile ber Gesellschaft waren vertreten: der Hof, das diplomatische Korps, ber Bundesrat, bie Reichsämter, bie Staatsministerien, das Militär, bas Parlament, bie Stabt Berlin, die Universität, die Kunst, der Handel und die Industrie.
— Es bestätigt sich, baß zur Bewältigung bes Auf- tandes in Deutsch-Sudwestafrika eine Truppen- Verstärkung von etwa tausend Mann geordert jverben soll.
Trier, 13. März. Eine Versammlung von Vertretern ber Handelskammern von Trier, Koblenz, Mainz unb Saarbrücken, sowie ber wirtschaftlichen Vereinigungen des Saargebietes und Lothringens beschloß, daß die Kanalisierung der Mosel unb ber Saar als einheitliches Projekt zusammen ausgeführt unb nicht getrennt werden darf.


