Ausgabe 
13.6.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 136

Vrschetvt ««glich außer Sonntag».

Dem Gießener Anzeige, werden im Wechsel mit dem KeMsche» Conbrotrt die Stetzener Zamiliea- Hätte, viermal in der Woche betgelegt.

Notationödruck u. Ver­lag der Brüh lachen Untverf.-Buch-u. Stein­druckerei. A. Lange. Redaktion, Trveditto« und Druckerei:

Schulpratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr. 51.

Montag 13. Juni 1904

154. Jahrgang

Erstes Blatt.

33

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GictzenerAnMgcr

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Amts- und Anzeigeblatt fiir den Meis Gießen MUZ

v zeigenteil: Hans Beck.

Sie heutige Dummer umfaßt 10 Seiten,

KeKanntmachmg.

Samstag den 18. Juni 1904, vormittags 10V2 Uhr, finbet im Sitzungssaals des RegieruugSgebaudes Brandplatz Nr. 9 in Gießen eine öffentliche Sitzung des Proviuzial- tages bet Provinz Oberhessen mit folgenber TageSorb- nung statt:

1. Prüfung bet Rechnung bet Provinzialkaffe für 1902/03.

2. Feststellung beS Voranschlags bet Provinzialkaffe für 1904.

3. Wahl eines bürgerlichen Mitgliebes unb eines Ersatz- mitgliebeS bet verstärkten Ober-Ersatzkommisston für 1905/07.

4. Wahl eines ErsatzmitgliebeS bes ProvinzialauSschusies. Gießen, ben 6. Juui 1904.

Der Vorsitzenbe beS ProvinzialtageL: Dr. Breidert.

Gießen, ben 10. Juni 1904.

Betr.: Das Gorbon-Bennet-Rennen bei Homburg v. b. H. Das GroMer)ogiiche Kreismnt Gießen an die OrtSpolizeidehörden und Gendarmerien des Kreises.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung gleichen Betreffs vom 3. b. Mts. beauftragen wir Sie, von benjenigen Besitzern eine? Automobils, für bis eine ErkennungSnummer zu beschaffen ist, ben Betrag von 1 Mk. 50 Pfg. zu erheben. __________________I. V.: Hechler.___________________

Ier Krieg zwischen Japan und Ziußland.

Pott Atthur.

Petersburg, 12.Juni, 11.30 abenbS. Hier verlautet gerüchtweise, baß vor Port Arthur eine große See­schlacht stattgefunben habe. Zwei russische unb vier japanische große Schiffe sollen untergegangen sein. Jeboch liegt bis jetzt keine amtliche Bestätigung vor.

Petersburg, 11. Juni. Hier erhält sich das Ge­rücht, daß die Außenforts Von Port Atthur tatsächlich in die Hände der Japaner gefallen seien. Die Russen sollen drei ihrer Kriegsschiffe in den Grund ge­bohrt haben, dagegen sei es den übrigen Schiffen ge­lungen, das offene Meer zu erreichen.

London, 11. Juni. Nach einer hier eingetroffenen Meld­ung läßt die japanische Regierung in Btttisch Kolum­bien und Nordcrmettka 10000 Sack Mehl ankaufen, welches in sechs Wochen in Port Arthur zu liefern ist. Tie japanischen Agenten erklären, daß bis dahin der Lie­ferung in Port Arthur keinerlei Hindernisse mehr in den Weg stehen würden.

Paris, 12. Juni. DerNewport Herold" bettchtet aus Petersburg: Nachrichten über bereits von der Landseite her erfolgte Angriffe auf Port Arthur seitens der Ja­paner seien fatsch, da letztere noch längere Zeit bedürfen werden, um die Belagerungsgeschütze aufzustellen.

London, 12. Juni. Nach hier aus Tschifu eiugelausenen Meldungen bestätigt sich die Pariser Meldung, daß die I a - paner die Außenforts von Port Arthur besetzt und drei russische Kriegsschiffe zum Sinken ge­bracht haben, nicht. Die noch brauchbare japamsche Flotte werde auf 18 größere und kleinere Kriegsschiffe sowie 17 Tor­pedoboote geschätzt. Nach einem Bericht des Admirals Stössel wurden bei der Vernichtung von Minen in der Talienwan-Bai mehrere japanische Schiffe havariert.

Berlin, 12. Juni Der Spezialberichterftatter desLok.- Anz." telegraphiett aus Tschifu unterm gestttgen Datum: Ich bin, als ich in einer Dschunke auf Pott Atthur lossteuerte, durch den japanischen TorpedobootszerstörerHayotott" in der Nähe des Einganges zum Hafen von Pott Atthur am Vor­mittag des 9. Juni gefangen genommen und nach Tschifu zurückdirigiert worden. Die meisten Korrespondenten werden augenblüllich noch in Tokio zurückgehalten.

Weiteres vom Kriegsschauplätze.

Paris, 12. Juni. Mehrere aus Petersburg eingelaufene Meldungen stimmen dattn überein, daß dort der Besetzung von Siujan und Saimatse durch die Japaner, welche sich an beiden Plätzen erheblich verstärken, ernsteste Bedeutung beigemcffen wird. Der Korrespondent desNew- Bork Herold", der mit den leitenden militättschen Kreisen Fühlung hat, spttcht sogar von der Wahrscheinlichkeit einer bevorstehen­den Konzentrierung der Kuropatkinschen Armee nach.dem Norden. Die einzige Möglichkeit, daß sich Kuro- patkin in Liaujang behaupte, wäre das rasche Eintreffen der von ihm schon längst verlangten starken Truppenzüge. Der Sisupaß, der im Besitze der Japaner ist, gilt als höchst wich- HgcT strategischer Vorteil. Die japanische Aufstellung zu um­gehen, kann Kuropatkin mit seiner jetzigen Macht nicht wagen; er nruß also darauf bedacht sein, sich nicht umgehen zu lassen. Die Nachttcht, daß das amerikanische Unterseeboot Proteetor" den Japanern überlassen wurde, er­regt großen Unwillen. Gestern abend wurde in Petersburg be­kannt, daß für Japan aus Südafrika 2000 Maultiere unter­wegs find.

Die feindlichen Heere.

Petersburg, 11. Juni. Der Zar hat verfügt, daß von den mobilisierten Armeekorps so wenig wie möglich be­rittene Truppen nach dem Kriegsschauplätze entiandt werden sollen, da die Versendung der Pferde schwierig und außerdem sehr kostspielig ist. Die Versuche, die Truppen mit aus der Mandschurei requirierten Pferden zu versehen, sind mißglückt, da einerseits Pserde in der Mandschurei selten und andererseits für den Kriegsdienst untauglich sind. Mit P o r t A r t h u r wird ein regelmäßiger Br i e f t a u b e n di en st unterhalten. Wie mitgeteilt wird, belaufen sich die Kosten des Krieges für Rußland täglich auf 1800000 Rubel.

Petersburg, 11. Juni. Im russischen Generalftabe ist mau der Ansicht, daß nunmehr die gesamte japanische Armee gelandet, oder nach dem Kriegsschauplätze unter­wegs ist. Die japanischen Streitkräfte belaufen sich mit Ausnahme der in Korea befindlichen auf 298 000 Mann, darunter 72 Schwadronen Kavallerie, 72 Kompagnien Genie­truppen mit 176 Feldgeschützen, 228 Gebirgsgeschützen und 232 Belagerungsgeschützen; ine Zahl der Maximgeschütze ist nicht bekannt.

Tote und Gefangene.

Tokio, 12. Juni. Amtlich wird berichtet: General Oku meldet, die ht der Umgebung von Nanschau von den Japanern aufgefundenen russischen Gefallenen, 10 Offiziere und 664 Mann, wurden von der japanischen Militärverwaltung sorg­sam und mit militärischen Ehren beerdigt. Außer­dem wurden in der Nachbarschaft der Lagerplätze 30 Gefallene von den Japanern beerdigt.

Petersburg, 12. Juni. Der Armee wurde ein Befehl Kuropatkins mitgeteilt, Achtung dem tapferen Gegner zu erweisen, und falls Tote, Verwundete ober Gefangene in russische Hände kommen, den Toten die militzärischenEhren zu erweisen und die Verwundeten gleich den eigenen sorgfältig zu pflegen.

Paris, 12. Juni. Zwei russische I n f a n t e r i ft e n wur­den furchtbar verstümmelt in einem Hause in Saimatse aufgefunden. Man schreibt diese Nichtachtung der Kriegsregeln dem Fanatismus zu, der angeblich in einem Teile des japanischen Heeres herrsche; doch liegen keine Beweise für die Urheberschaft der Japaner vor.

Paris, 11. Juni. Im Moskauer Sergiuskloster werden die ht der nächsten Woche erwarteten zwanzig in Korea gefangenen japanische Offiziere und 600 Mann unter­gebracht werden.

Japanische Kriegsanleihe.

Tokio, 111 Juni. Die zweite innere japanische Kriegs­anleihe ist am ersten Tage voll gezeichnet. Die Kaiser­liche Pttvatschatulle und die Bank von Japan zeichneten jebe 20 Millionen Den, eine anbere Bank 10 Millionen Den, der Rest wurde von Privaten übernommen.

Petersburg, 11. Juni. Der Minister des Innern er­teilte debPeterburgskija Wiedomosti" eine zweite Verwarnung wegen grundloser Beunruhigung der öffentlichen Meinung durch ine Meldung, die Moskauer Kapitalisten hätten sich in bedeutendem Maße an der japanischen Kttegsanleihe be- t e i t i g t.

Deutsches Reich.

Berlin, 12. Juni. Der Kaiser besichtigte gestern aus dern Bornstedter Felde das Regiment Garde du Corps und das Leibgardehusarenregiment. Nachher fand Parade­marsch der gesamten Truppen statt. Der Kaiser setzte sich an die Spitze des Regiments Garde du Corps, dessen Uni­form er trug, und führte es dur^h die Stadt nach der Kaserne, wo er am Offizierskasino das Regiment vorbei­defilieren ließ. Darauf nahm er am Frühstück des Offizier­korps teil. 9Cnt Abend speiste der Kaiser beim Ossizier- kprps des Leibgardehusarenregiments.

Im Abgeordnetenhause wurde nach längerer Debatte der Gesetzentwurf betreffend Erhöhung des Grundkapitals der Seehandlung auf 100 Millionen an die Budgetkommission verwiesen und noch einige Berichte erledigt.

DieNeue Pol. Korr." schreibt: Nachdem die hessi­schen und thüringischen Bundes st aaten in der Lotterieangelegenheit in eitle? Konferenz vor einigen Tagen zu gewissen Resultaten gekommen sind, wer­den dieserhalb Verhandlungen mit der preußi­schen Staatsregierung angeknüpft werden.

Dresden, 12. Juni. Der Hofbericht meldet: Der König verbrachte die vergangene Nacht etwas besser.

Metz, 12. Juni. Heute hielt hier der Verband für Kanalisierung der Mosel und Saar eine Ver­bandsversammlung ab. Dr. Tille hielt eine Rede, in der er an der Hand statistischen Materials die Notwendigkeit der Kanalisation der Mosel und der Saar nachwies. Nach ihm sprachen in gleichem Sinne Dr. Krenzkam und preuß. Landtagsabg. Landgerichtsrat Dr. Röchling. Es wurde schließlich einstimmig eine Resolution angenommen, in der erklärt wird, daß die Kanalisation der Mosel von Metz bis Koblenz und der Saar von Brebach bis Konz für Schiffe von 600 Tonnen aus Wirtschaftlicken und natio­nalen Gründen eine unabweisbare Notwendigkeit ist und deshalb baldigst in Angriff genommen und so gefördert werden muß, daß ihre Vollendung gleichzeitig mit der Fertigstellung des Dortmund-Rhein-Kanals erfolgt. An den Kaiser wurde ein Telegramm abgesandt._____________

Mrche und Tchute.

Stuttgart, 12. Juni. Die Regierung hatte den Kammern folgenden Gesetzentwurf vorgelegt: Die Orts- schulaufficht verbleibt den Geistlichen als Monopol, die Be­zirks aufsicht soll in vereinzelten Bezirken im Nebenamt beseitigt und der Regierung das Recht gegeben werden, in die neugeschaffenen Hauptämter dieser wenigen Be­zirke auch Fachleute (Schulmänner) zu berufen. Diese nur für einige größere Schnlkomplexe gemünzte Reform ist von der evangelischen Kirchenbehörde, von den hervor­ragendsten evangelischen Geistlichen befürwortet, aber von der katholischen Mehrheit des Herrenhauses ver­worfen worden, weil damit in das Privileg der geistlichen Aufsicht Bresche gelegt worden wäre. Mit Rücksicht auf das Scheitern der Volksschulnovelle hat jetzt der König an den Kultusminister Dr. v. Weizsäcker ein Handschreiben gerichtet, in welchem er seinem lebhaften Bedauern Ausdruck gibt, daß der mit dem Entwurf unternommene Versuch eine Ausgleichung der Gegensätze auf dem Gebiete des Verhält­nisses von Staat und Kirche zur Schule herbeizuführen, vollständig ins Stocken geraten sei. Der König sprach dem Minister für seine vielen Bemühungen in dieser Sache seinen Dank aus, sowie sein volles Vertrauen.

Aus Stadt und Sand.

Gießen, 13. Juni 1904.

Empfänge. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen am 11. Juni u. a. ben Schulrat a. D. Buß von Büdingen unb ben Oberlehrer Glaser von Butzbach.

**Generalversammlu ng beSGleibergvereinS. Am Samstag wehten tagsüber von ber Burg Gleiberg bie beutschen Farben zum Willkonunengruß ben Mitgliedern des GleibergvereinS, welche zur Burg zogen, um im Luxemburger- Raum des Nassauer-Baues die alljährliche General-Versamm- lang abzuhalten. Ueberans zahlreich war die Versammlung diesesmal besucht. Der Vorsitzende, Provinzialdirektor Dr. Breidert, begrüßte die Versammlung und sprach be­sonders dem Königlichen Landrat Dr. SartoriuS-Wetzlar für dessen Erscheinen den Dank auS. Er verwies darauf, daß in den letzten beiden Jahren vom Verein ca. 10 000 Mk. auf­gewendet worden feien, um u. a. die schönen Raume des Nassauer-BaueS und des Albettus-BaueS, deren Dächer schadhaft geworden waren, neu zu decken unb so bie Gebäude gegen bie Unbill bes Wetters zu schützen. Es sei nun die Zeit gekommen, für die Erhaltung und Ausbesserung der Ruine etwas zu tun, und in dieser Hinsicht ist Aussicht vor­handen, daß im Jahre 1905 Mittel hierzu bereit sein werdend Die Großh. Regierung hat, wie im Jahre 1903, auch für 1904 für den Gleiberg wieder 400 Mk. bewilligt. Geheim­rat Lutsch als Vertreter der preuß. Regierung hat jüngst den Gleiberg einer Besichtigung unterzogen und dabei erklärt, daß für das laufende Jahr vom preußischen Staat auf eine Bei­hilfe für die Burg nicht zu hoffen sei, daß aber vom Jahre 1905 an Preußen für Arbeiten an der Ruine, aber auch nur für solche, jährlich der gleich hohe Betrag als Bei­hilfe in Aussicht gestellt werden könne, den der Verein selbst aus eigenen Mitteln für diesen Zweck vorsehen werde. Es> sei in Aussicht genommen, sich wegen Beihilfen für diese Arbeiten an die Provinz zu wenden, ebenso an die Kreise Wetzlar, Gießen unb Biebenkopf. ES sei aber auch nötig,, neue Mitglieder für den Verein zu werben, damit dieser in; der Lage sei, sonstigen Anforderungen an feine Kasse ent­sprechen zu können. Es sei erforderlich, einmal daran zu denken, das Garten-Mobiliar zu verbessern. Im laufenden: Jahre muß man sich auS Mangel an hinlänglichen Mitteln! darauf beschränken, dringend notwendige Arbeiten, zum, Schutze der Besucher, innerhalb der Ruine herHustellen.' Der Vorsitzende gedachte am Schlüsse feiner Dar-. legungen des Ablebens zweier langjähriger treuer Mit­glieder des Vereins, nämlich des Uhrmachers Zimmer- und des Rentners Schreiber-Gießen, deren Andenken die Ver-i sammlung durch Erheben von den Platzen ehtte. Geheimer' Justizrat Schmidt erstattete darauf den Gefchäftsbericht,, wonach der Verein 137 ordentliche und 4 außerordentliches Mitglieder zählt. Im abgelaufenen Jahre vereinnahmte mam 1977 Mk. 60 Pfg., darunter 6 Eintrittsgelder ä. 20 Mk. und 416 Mk. Mitgliedsbeiträge, sowie 400 Mk. vom hessi­schen Staat. An Ausgaben stehen der Einnahme im ganzen 1167 Mk. 92 Pfg. gegenüber, darunter der Betrag von 440 Mk. Zinsen für ein Darlehen bei der Kreissparkaffe Wetzlar. Die Bautätigkeit des Vereins beschränkte sich im' letzten Jahre auf die Erhaltung alter Mauern, die dem Ein- stllrz drohten. Geheimrat Schmidt teilte mit, daß Quästor Orbig wegen Krankheit sein Amt als Rechner des Vereins, das er lange Jahre eifrig und uneigennützig innegehabt habe, habe niederlegen müssen. Ferner wird der Versammlimg Mit e'.lung gemacht, daß Graf zu Schlitz, genannt Görtz,' sowie Baron von Roeder 2 Wappenfenster gestiftet haben? (Es sind aber immer noch einige Fenster für solche Stiftungen! vorhanden). Die Rechnung 1903 unb ber Voranschlag für? 1904 werden von der Versammlung genehmigt, ebenso ist dieselbe damit einverstanden, daß der Verein eine Haftpflicht-; Versicherung abschließt. An Stelle OrbigS wird der Kreis-, kassenrechner Krauß als Rechner in den Vorstand gewählt.' Ferner wird beschlossen, zu den Vorstandssitzungen den Kreis­bauinspektor Stiehl-Wetzlar einzuladen und, sobald eine Vakanz im Vorstand vorhanden ist, Herrn Stiehl aufzu­nehmen. Ein Rundgang durch die Burg bildete ben Schluß ber Versammlung.

Der Kaufmännische Verein unternahm gestern,', etwa 80 Personen stark, einen Ausflug nach Münzenberg? Die Fahrt ging auf bem Hinweg über Butzbach. Am Bahnhof) Münzenberg würbe ber Verein von der Stadtkapelle abgcholt lind in das Restaurant Jäger geführt, wo gemcinfam der Kaffee eingenommen wurde. Dann gings hinan auf die alte Burg aus der Hohenstaufenzest, bie einer grünblichen Besich­tigung unterzogen wurde. Ein Tänzchen füllte die Pausen' dis zum Abendbrot au§. Als ber Verein gegen 9 Uhr, die Musik voran, ben Weg zur Station antrat, um über Lich-, heimwärts zu steuern, sah man lauter recht vergnügte unb. befriebigte Gesichter. Angenehm empfunben würbe das Ent­gegenkommen der Eisenbahn BlltzbachLich, welche für die' Ausflügler extra Wagen referoiert hatte.

* " Vom gestrigen Feldbergfeste ging uns heute folgender Drahtbericht zu: Es nahmen an dem Feste 51 Turnvereine mit 672 Turnern teil. In 12 Riegen wurde geturnt, unb 301 Preise waren ausgesetzt. Den 1. Preis er­hielt Hauschlld-Psorzheim (39 y, Punkte), ben 2. Preis Otto Mühl-Mainz (391/2 P»), 3. Preis Otto Jäger-Rückingen bei