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denn sonst würde e? borfc im höchsten Grade ungerecht fein.
Pflicht vor dem Feinde ectan haben, der Anerkennung und ttr Dankbarkeit und des Vertrauens des Landes sicher sein können.
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at für Oslasien und n a t i o n a I •
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(Lebhafter Beiiall.)
Darauf vertagt das Haus die Beratung auf Mittfood 1 Uhr. Tagesordnung: Etat des N e i ch s k a n z l cr-Z, Aus.
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hörigen seiner Fran (dortige Eingeborene) hätten ibn red'?. Zeitig gewarnt, während seine Nachbarn fnfr iömi!:h et« mordet worden seien. Schwalm versieht seit dem 15. Januar in Gobabis Garnisondienst.
der Fall so erinnert mich Herr Dr Sattler an die bekannte Anekdote, die der oexewigte Fürst Bismarcl in ‘einen „Gedaitie und Erinnerungen"' an enter Stelle erzählt, von dem Kleiufürsten, der feinen Minister beauftragt, er modrte fein Volt glücklich machen: wie er aber das Volk glnck.ich machen soll, daS sagt Serenissimus dem Minister nicht. (Heiterkeit.)
Dann ist der Abg. Dr. Sattler eingegangen auf die Haltung der national-liberalen Fraktion gegenüber der Aufhebung de-s ■? 2 des Jesuitengesetzes. Ich gebe zu, daß ein Teil der national-liberalen Partei der Beseitigung des t- 2 nicht zugestimnn hat. AberderdissentierendeTeilhatdieseHaltungdochsowenig acccpt’cit, und auch Herr Dr. Sattler wird mir zugeben, daß, ausgenomi! . ben Herrn Dr. Sattler die ührenden Geisler der natioiial-liberalen Partei (Heiterkeit) so ausnahmslos auf der anderen Seite standen, daß diese Dissens nicht weiter an die ßeffentlirbteit betreten ist.
iPHttel und heraus mii dem Rezept'.
Wir gedenken mit Anerkennung den Heldenmut, Beifall), und es anszusprechen, daß
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 13. April 1904.
** Personalien. Ernannt wurde am 8. April d. I. der Johann Spaar auS Reiskirchen zum Schreibgehilfen an dem Landeszuchthaus Marienschloß mit Wirkung vom 1. Mai 1904.
? Gedern, 12. April. Der Verwalter der hiesigen 4. Schulstelle, Herrmann, ist mit Beginn des neuen Schul- jahres nach Wixhausen, Kreis Darmstadt, versetzt worden. Die hiesige Stelle wurde dem Schuloerwalter Göbel von Treis a. d. L. übertragen.
)( Merlau, 11. April. Mit Beginn des neuen Schul- jahres wurde hier eine zweite Lehrstelle errichtet, welche Lehrer Erdmann aus Ruttershausen übertragen wurde.
)( Weickartshain, 11. April. An Stelle des von hier nach Queckborn berufenen Lehrers Knöpper wurde heute Lehrer Zipp aus Frankfurt a. M. durch den Schulvor- stand in sein neues Amt' eingeführt.
Darmstadt, 12. April. Wie die ,5). Ztg.« mitteilt, f)at S. Königl. Hoh. der Großherzog dem vor kurzem eingeweihten Hessischen Lehrerinnenheim durch lieber- endung Seines Porträts einen neuen Gnadenbeweis zu Teil werden lasten.
Frankfurt a. M, 12. Dlpril. Das Bankhaus B. Metzler sei. Sohn u. Co. hier teilt mit, daß ein seit 36 Jahren in seinen Diensten stehender Beamter größere Unterschlagungen begangen hat und verschwunden ist.
(.) Marburg, 12. April. Der von hier gebürtige, 'eit zehn Jahren in Deutsch-Südwestafrika wohnende frühere Schutztruppen-Reiter und jetzige Farmer Frsg Scsiwalm teilt heute seinen Eltern mit, daß er sich und feint Familie nach Gobabis in Sicherheit gebracht habe. Tie Ange-
/mzuwenden, denn ein gespanntes Verhältnis zwischen England und Frankreich brauchen wir schon deshalb nicht zu wünschen, weil ein colches eine Gefährdung des Weltfriedens märe, dessen Aufrecht- rhaltung wir aufrichtig wünschen. Was speziell den Tenor des Abkommens über Marokko angeht, so sind wir, wie im Mittelmeer überhaupt, so speziell in Marokko wesentlich wirtschaftlich inter- stsiert. Wir haben dort vor allem kommerzielle Interessen; deshalb haben mir auch ein erhebliches Interesse daran, daß in Marokko Ruhe und Ordnung herrscht. Wir haben keinen Grund zu Besorgnissen, daß von Seiten irgend einer andern Macht unsere wirtschaftlichen Interessen in Marokko mißachtet oder verletzt werden können.
Was den r ; e fl in O st a s i e n angeht, so ist unsere Haltung gegenüber diesem Kriege eine sehr einfache. Nachdem es leider nicht gelungen ist, den Frieden aufrecht zu erhalten, tun wir. was uns möglich ift, damit aus dem Duell im fernen Esten sich kein Weltftieg entwickelt. Das ist ein Hauvtgrund für nm er lopale und ehrliche Neutralität Diese Neutralität gebt allerdings schon daraus hervor, daß wir keinen Grund haben, uns in einen Krieg einzumischen, welcher bte deutschen Intereü n nicht direkt be-
drohunq der Sicherbeit der in China lebenden Europäer nach sich gezogen haben würde. Also auch in dieser Richtung glauben wir durch unser Eintreten für die Neutralisierung von China, die außerdem der beste Beweis war, daß die vielfachen gegen uns verbreiteten Verleumdungen, wir wollten den Krieg benutzen, um uns Stücke von China auzueignen — also auch durch dieses Eintreten glauben wir vielmehr dem allgemeinen Frieden als auch speziell unseren Interessen am besten gedient zu haben.
Was die Ausführungen des Abg. Dr. Sattler über kirchenpolitische Fragen angebt, so will ich gern anerkennen, daß sich Dr. Sattler in dieser Beziehung in einer vorsichtigen Weile ausgedrückt hat. Ich will ihm auch zugeben, daß ich den ersten Teil seiner Ausführungen über die Notwendigkeit des konfessionellen Friedens fast Wort für Wort unterschreiben kann Die Geschichte lehrt — und grade Dr. Sattler als Historiker wird mir das zngeben —, daß kein Land unter dem konfessionellen Hader 'chioerer gelitten bat als Teutichland Kein anderes Volk als daS deuticke bat io großen Anlaß rote das deutsche, konfessionellen Streit zu vermeiden.
Wer auch als verantwortlicher Leiter der Poltti! an dieser Stelle sieben möge, er wird, wenn anders er das Wohl des Ganzen über Parteiriicksickuen über fubjeltiDt Empfindungen, über populäre Strömungen stellt in erster Linie bemüht fern, durch eine Politik, die fich ,;ber dem Hader der Konfessionen hält, den fonfcfiioneQeit Frieden und damit die Geschlossenheit der Nation au'recht zu er-
liberale Interpellation über das Militär- pensionswe n.
Schluß €■ Uhr.
Reibe von Angriffen gerichtet gegen das Verbalten der Reichs- regierunn und der kgl. preußischen Negierung auf kirchenpolitischem Gebier. Er hat and' wieder von 3nceftänbniffcn gesprochen. Ich kann nur mein Bedauern darüber ausdrücken, daß er sich i-t dieser cheziebuug auch wieder mehr in Wendungen allgemeiner Natur er« aanien hat als daß er seine Vorwürfe spezialisiert hätte. Iw würde ibm dankbar fein, wenn er mir lagen wollte welche Zugeständnisse ich an den llltramontauismus gemacht haben soll auf Kosten der Interessen des Reiches. Fch glaube nicht daß er in der Lage ist, mir ein solches Zuges ändnis zu nennen Ich bestreite jedenfalls auf das allerentfchieoenste daß ich in dieser Beziehung irgend eine Konzession gemacht hatte zum Nachteil des Ne'chtt die ein Unrecht wäre gegenüber der evaugeli'chen Kirche. Wenn aber der Abg. Dr Sattler ein Milte' weiß, wie ich die Geschäfte des Reiches in verfaüungsmäßiger — iw unterschreibe dreimal das Work ver- 'asfungc-iuäßjger — in verfassungsmässiger und eriprießlicher Weise 'ühreu kann, ohne jede Nückuchtnabme auf die führende Partei desHauses. bann foUre er die Güte haben, mir dieses Mittel zu sagen. (Sehr richtig!) Ein solches Rezept muß et doch in der Tasche haben.
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mit W< l mut der Toten, aber auch für ihr.: Bravour, mit Anerkennung für den sie an den Tag gelegt beten ist mir ein Bedürfnis, an bicicr Stelle unsere Landsleute drüben, die so tnp'er ihre
Nach einet soll Deutschm gemacht habet Wna? im H beunruhigt, \\ Offiziere mb digungen in artigen deutsd könne im Ern sein. $ ungen anschlir tat Cbincs ge
rührt. Und endlich ift das auch das sick.-rffe Mittel, um unseren Handel, um unser wirtsch tätliches Leben tunlichst vor Schäden zu bewahren. Tann, meine Herren, ift gegen uns der Vorwurf hoben worden — ein Fraktionsgenosse des Herrn Sattler hat erst kürzlich in einem andern hoben Hause erhoben — daß
daß ich mit den
An Kroßhnzog uni) Kerr Ulrich.
Zu diesem üftet alle Gebühr von verschiedenen Seiten ausgebauschten Thema schreibt uns heute Herr Dr. jur. Fritz Wahl, Korrespondent der „Frkf. Ztg." in Darmstadt:
Die von der „Osfenb. Ztg." gegebene, angeblich authentische Darlegung der Vorgänge auf dem parlamentarischen Abend zu Darmstadt enthält tatsächliche Unrichtigkeiten. Es ist nicht wahr, daß der Korrespondent der „Frkf. Ztg." Herrn Ulrich nach beendeter Gesellschaft in einem „bekannten Darmstädter Cafe" in Empfang nahm und über den Verlauf des Abends interviewte. Weder ich habe mit Herrn Abg. Ulrich noch hat dieser mit mir am bewußten Abend auch nur mit einem Worte von jenen Vorgängen gesprochen. Meine Informationen über den Verlauf des Llbends habe ich vielmehr von einem Abgeordneten lder nationalliberalen und einem Mitgliede der freisinnigen Fraktion erhalten. Ferner ist unwahr, daß die „Frkf. Ztg." sich gehütet hätte, davon Notiz zu nehmen, daß sich der Großherzog auch mit einer ganzen Anzahl Abgeordneter aller Parteien unterhalten habe. — Es heißt nämlich in der aus Darmstadt, 23. März, nachts 1 Uhr 45 Min , datierten telegraphischen Meldung lvgl. 3. Morgenblatt vom 24. März) ausdrücklich wörtlich: „Auch der Großherzog war erschienen, unterhielt sich zwanglos mit Mitgliedern aller Parteien und zog den Sozialdemokraten Ulrich in ein längeres Gespräch."
wenn die Provinzen Brandenburg und Pommern, sowie die zu bildenden Deichverbände rechtsverbindlich die ent- wurflicken Verpflichtungen zu angesetzten Fristen übernommen haben, wovon erstens die Provinzen Brandenburg und Pommern bis 5111000 Mk. bei tragen, zweitens wenn die Teichverbände für die den Grundeigentümern entstehenden Wirtschaftserschwernisse auftommen, den Baukostenanteil bis 4109 000 Mk. jährlich mit drei Prozent verzinsen und mit Vs Prozent und den ersparten Zinsbeträgen tilgen, die Deiche mit den zugehörigen Anlagen übernehmen und unterhalten. Die Teichverbände des Ober- urrd Niederoderbruch finden für die staatsseitige Unterhaltung des Vorflutkanals Hohen- saathen-Stützkow-Schwedt die Staatskasse mit 30 000 Mk. ab, davon der Oberoderbruch 10 000 Mk. einmalig und der Niederoderbruch 190 000 Mk. in 15 Jahresraten. An den zweiten Verbesserungen der Unterhavel abzüglich des als Schiffahrtsverbesserungen staatlich ganz übernommenen Anteils sind beteiligt die Provinzen Brandenburg und Sachsen mit einem Fünftel bis zu 1555 000 Mk., Brandenburg mit 85 Prozent und Sachsen mit 15 Prozent. Zu den Baukosten des Spreeausbaues abzüglich des als Schiffahrtsverbesserung staatlich ganz übernommenen Anteils tragen Brandenburg und Schlesien ein Fünftel bis zu 1329 800 Mark bei, davon Schlesien 39 000 Mk. und den Rest Brandenburg. Die Bauausführungen sind nur dann vorzunehmen, wenn die Vorflutanlagen gesetzlich geregelt sind.
Nr.87 „
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^artameularisches,
Derlin, 12. April. Die Nationalliberalen brachten im Reichstag eine Interpellation ein, ob der Reichskanzler bereit ist, Auskunft darüber zu erteilen, wann die Gesetzentwürfe betr. Neuregelung der Versorgungs-Ansprüche der Offiziere und Mannschaften des Heeres, der Marine und der Schuhtruppen an den Reichstag gelangen. Tie Interpellation ist bereits auf die Tagesordnung vom 13. April gesetzt.
— Durch die erste wasserwirtschaftliche Vorlage betr. die Verminderung der Hochwassergefahren und die Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder, Havel und Spree wird der Staat zu der Beteiligung ermächtigt, erstens an der Verbesserung der Vorflut in oer unteren Oder bis zu 41865 000 Mk., zweitens an der Verbesserung der Vorflut und der Schiffahrtsverhältnisse an der unteren Havel bis 9 835000 Mi, drittens am Ausbau der Spree bis'9119 000 Mark, zusammen zur Verwendung bis 60 820 000 Mk. Erstere Arbeiten an der unteren Oder sind nur dann auszuführen,
durch den Ausbruch de? firiege? überrafdit worden wären Ich habe sogar gelesen, daß wir durch einen übertriebenen C. mi?ntt: andere in unbegründete Sicherheit aewiectt hätten. kenn:
ich erwidern, daß die leitenden Minister in Berlin Va>'?, in Petersburg und selbst die ianariüfer *-frcter in Parts m Petersburg durch Den Ausbruch des tatsächlich n'"' afrf
worden zu fein scheinen, könnte auch beton "n, ^aß selbst die ienigen nichtjavanifchen Staatsmänner, die der Ansicht rramr dal der stark geheilte savanifck'e siesfel bald Damvf neben irür'v. den- die nicht borau§gefehen haben und nicht vortirsfeben fonr-rr. da^ die Regierung in Tokio für die Abbrechung der dinlomatn' • Be Ziehungen gerade den Augenblick wählen würde, den sie sich tatsächlich ausgesucht bat.
Ich will aber hier einmal darauf Hinweisen, daß in solchen Zritifchen Augenblicken die Regierung enfad' die großen auswärtigen Interessen des Landes wahrrunehmen und vor allem dafür zu sorgen Hat, daß bei auffteigendem Sturm das Schiff d--? Landes nicht auf Klippen und Untiefen gerät. Würden wir damals Ausbruch des Krieges eine pessimistische Svracke geführt haben, vefsi miftifdier als sie anderswo geführt wurde, to würden wir in Si Petersburg nicht mit Unrecht in das Licht der Kriegsweil-erei ge bracht sein, und nur Mißtrauen erregt haben. Andererseits hatten wir keine Veranlassung, bei der spanischen Regierung kriegerische Absichten vorauszufetzen, so lange Iavan den sirieg uocki nicht erklär: Hatte. Wir mußten ebenso ruhig bleiben wie die anderen zentral europäischen Staaten, vielleicht sogar nod) etwas ruhiger, da wir weniger interessiert waren als die anderen.
Da ich einmal dieses Thema berührt habe, so möchte ich mich auch gegen den Vorwurf r.fiten, der uns daraus gemacht worden ist, daß wir uns interessiert haben für die Neutralisierung Chinas Unsere Haltung in die,er Beziehung geht aus einwandssreien Motiven hervor. ES lag und es liegt im Interesse aller Mächte und auch im Interessi der deutschen Politik, daß aus dem firieg in Sst- afien sich nicht em Weltkrieg entwickelt. Dazu trägt wesentlich der Umstand bet, daß das große chinesische Reich vom Kriege ausgenommen wird
Die Neutralisierung von China trägt aber auch weiter bei zur Beruhigung des chinesischen Ho'es und der chinesischen Negieriuw. Die Furcht, in den Krieg hineingezogen zu werden, hätte den cbine- pschenHofveranlassenkönnen,Pekingzuverlassen,waSwiederumeineBe-1
gebenen Verhältnissen rechnen muß. Also heraus mit diesem
einen Vorwurf daraus zu madjen.
Der Abg. Dr. Sattler hat zwar theoretisch die Notwendigkeit den? unter den Konfessionen betont, er hat aber doch eine
Arbeiterbewegung.
Mannheim, 18. April. Der Schn e i d e r it r eij, 4 V, Monate gedauert hat, ist gestern von den Streike^ erfolglos aufgegeben worden. Die Streikenden heute die Arbeit wieder ausgenommen.
Tourcoing, 12. April. Gestern sind hier an venw Stellen Feuersbrünste ausgebrochen, welche , tfen Streikenden zur Last legt. Eine Anzahl AuSstandq einen schweren Zusammenstoß mit der Gendarrnene. Lte versuchten, die Arbeitswilligen zu stören. .—■
Vermischte».
• Bochum, 12. April. Wie der ,9J?ärf. 6prttn* meldet, kamen drei neue Pockenfälle, sowie ein porfen* verdächtiger Fall vor. Das Generalkommando orbntt füt den Stadt- und den Landkreis Bochum den Ausfall da Kontrollverfammlungen an.
Herne, 12. April. Die Blättermeldungen über ma Brandschaden auf einer angeblich der BergwerkSgesell'La'i Hibernia gehörenden Zeche ist, soweit sie die genannt: Gesellschaft betrifft, laut Mitteilung von zuständiger 6iih vollständig unbegründet.
Berlin, 12. April. Gras Wolf von Baudi's:" (Freiherr von Schlicht), der Verfasser des pamphletistifie« Romans „Erstklassige Menschen", versendet eme Zuschrift, in welcher er ausführt, daß er auf einer Orient' reise begriffen, von dem schweren beleidigenden Zwischenruf in der Reichstagssihung dem ' März Kenntnis erhalten habe. Auf eine Bitte an otn Präsidenten Grafen Ballestrem, ihm den Namen be* > geordneten zu nennen, der diesen beleidigenden Zwisiren- ruf fallen ließ, habe Ballestrem geantwortet, die Aeschat:.' ordnung des Reichstags gebe ihm keine Handhab?, da vom amtlichen Stenogramm nicht wiedergc geben en M schemeuf der Ermittelung durch Verlesung der Hna^ Baudissins entgegenzuführen. Dieser erklärt nun, er n. selbstverständlich jetzt sofort die weiteren ihm geeizm erscheinenden Schritte getan.
• Trient, 12. April. In Mezzana im wurden durch eine Feuersbrunst 2 Kirchen und . Häuser zerstört. Zwei Menschen büßten dabk' das Leben ein.
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Ich muß mich also nochmals dagegen verwahren, daß mir hna als Verleugnung der Staatsuiteresien, als Schädiguna Protestantismus, als Gang nach Kanossa, als Kuhhandel und die Schlagworte alle heißen, in der dem Abg. Sattler nahe neben den Presse vorgeworfen wird, was alle Parteien gefordert und auch die Partei der der Abg. Sattler angehört Nun r? der Abg. Dr. Sattler auch Anipielungcn' gemacht £r Vorgänge im BundeSrate. Daß ich über Vorgänge im Bundesr/, keine Auskunft erteile, brauche ich nicht ausdrücklich hervorruhe nr wenn et aber angebeutet hat, es wären tiefe Gegensätze herier getreten, es wäre da überstimmt und es wäre da vcrae waltigt worden, so erkläre ich auf da? allerbestimmt-st.
daß die vertrauensvollen Beziehungen zwischen den . unde- ftaaten und den Bundesregierungen in keiner Weife oerlctt ode' erschüttert worden sind. Daß 25 Regierungen nicht immer und nidit in allen Fragen derselben Ansicht sein können, das i 'iemlick natürlich: aber weder haben Preußen und Bayern es irgend einei anderen Regierung verargt, daß sie gegen die Beseitige g de« S « gestimmt habe, noefi ist es von irgend einer anderen Seite Preu'cn und Bayern verargt, daß sie dafür ihr Votum abgeiden haben
Daß ein Teil des Bundesrats sicki dem andern Hai füacn müssen, ist schon früher vorgekommen, ich erinnere nur an d c Errichtung des Reichsgerichts in Leipzig. Jedenfalls is von ter Notwendigkeit vertrauensvoller Beziehungen unter den Bundesregierungen niemand mehr durchdrungen, als ick. Das habe ich bewiesen, seitdem ich an dieser Stelle stehe, und von meiner Seite ist niemals etwa? geschehen, was Irgend wie eine Verletzung wie eine Vergewaltigung der Bundesstaaten hc tte auSsehen kennen Alle diesbezüglichen Vorwürfe muß ic. mit Enischicdenheit zurückwcisen.
End.ich hat der Abg. Sattler auch die oraänge in Südwest, a'rika berührt.' Ich glaube, daß wir unS damit besser befassi" bei der Beratung deS Alolonialctat-?. Ich w l mich aber gern schon heute all dem anschließen, wo? Dr. Sattler über ticen Punll gesagt hat, insbesondere über die Notwendigleit, duß wir alles tun, um Südwestafrika zu l alten. Wir denken gar nidit daran, von diesem Boden, auf den wir unfern Fuß gesetzt haben, auf dem das deutsche Blut gestossen ist, auch nur einen Jun breit auszugeben. Wir werden alles tun. um die Aufnihricr tte sich gegen unjere Autorität erhoben hab n, in ihre Schranken znriilk. zuweilen. Wir werden auch alles tun, um derWiederkehr solcherVm kmnm- nisie für die Zulun t vorzubeugen. Wir werden auch, das hoffe ich aus diesen gemachten Erfahrungen lernen. Wir werden c-> boffent« li fi dahin bringen, daß die gegenwärtige Krisis für Südwestatrika der Beginn einer neuen besseren cra sein wird. Vor allem aber schließe ick) mich allem an. w.is Rühmliches gesagt ist über die Offiziere und die Mannschaften, t ie in den letzten Tagen in Lüd- westa'rika in den Tod gegangen sind.
gen Dotbetei reieti Tagen, fr ln d/r ltftm «R. revolti ff vnären 0 Maura mai auch den? zum ßefät '°nden zahlreiä nt-hm das Tolck rauses, iD0 „ CfT verließ den «ne bessere < taute l-"d Uch!
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Ein Anschlag gegen den spanischen Winiüerprästdenten.
Wir erhielten gestern abend folgendes Telegramm:
Barcelona, 11. April. Gegen den Ministerpräsidenten Maura wurde beim Verlassen des Generalratsgebäudes ein Anschlag verübt. Maura wurde durch einen Dolchstich verwundet.
Nach weiteren Meldungen aus Barcelona hat der Vorfall fich wie folgt abgespielt: Ein junger, gut gekleideter Mann stiirzte sich mit geballter sfirust auf den Wagen des Ministerpräsidenten und versuchte diesen zu treffen. Er wurde sofort verhaftet.
Kerichtssaal.
Berlin, 12. April. Der wegen Betruges uno kundenfälschung angeklagte frühere Beamte der . städter Bank, Paltzer, witrde heute von de kannner des Landgerichts zu IVr kJ abr Ges an g urteilt unter Anrechnung von 2 Monaten Uuun ungshaft. n Sä ipieltt
Dresden, 12. April. Vor dem hiesigen Lan0g> ich heute ein Buchmacher-Prozeß ab, m , t. f n
klagte, ein Handelsmann, Fritsch, sich wegen g e w e " Glückspielens und Stempel-Hinterztehnng. ,,
hatte. Fritsch, der zur Zeit hier eine emiahng |llCl Jn'iifi- verbüßt, schädigte viele kleine Leute, trrwn^ Geldsnase vc-- träfe von 6 Monaten Gefängnis und 300 M.
urteilt.


