der Großherzog den Kommerzienrat
europLncher Wirtschaftsverein gebildet, dessen Zweck! sein soll, im Anschluß an den ähnlichen Verein in Deutschland durch Annäherung der maßgebenden wirtschaftlichen Faktoren der mitteleuropäischen Staaten zur Kräftigung der gegenseitigen wirtschaftlichen Verhältnisie beizutragen.
— Der Stadthauptinann läßt mittels Mauerschlags be- /anntmachen, daß er das Publikum davor warne, sich an den | Straßendemonstrationen zu beteiligen. Die Polizei habe Be-> fehl erhalten, rücksichtslos vorzugehen. Der Zar hat eine beabsichtigte InspektionS-Reise aufgegeben, angeblich soll er Drohbriefe erhalten haben, daß gegen ihn ein Attentat geplant sei.
— Beharrlich verlautet hier, der Justizminister Murajem habe sein Abschiedsgesuch eingereicht und dieses damit begründet, daß daS Prinzip der Selbstherrschaft während seiner ganzen Dienstzeit seine leitende Basis gewesen sei. Er könne keinen Dienst mehr tun, weil sogar die Justizbeamten von anderen Ideen durchdrungen seien, avclche in vollen! Widerspruch zu den seinen ständen. „ Als getreuer Untertan könne er daher seine Tätigkeit nicht länger fortsetzen.
„Für treue Dienste
Keer und Alotte.
Petersburg, 10. Dez. Der Regierungsbote veröffentlicht einen Ukas des Zaren, demzufolge die B e st r a f u n g der tool- beten durch Ruten schlage abgeschafft ivird.
gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: verliehen.
*• Empfang. Se. Kgl. Hoheit empfingen am 10. Dezember u. a. Schirmer von Gießen.
*• Se. König!. Hoheit der
Mniversttäls-Wachrichten.
— In B r e S l a u ist Dr. Jakob Karo, o. Professor für mittlere und neue Geschichte gestorben. Karo war 1836 in Gnesen geboren. Er hat zahlreiche Schriften zur polnischen Geschichte veröffentlicht.
Aus Stadt ur:d Land.
Gießen, 12. Dezember 1904.
Bnele und Mitteilungen, welche für die Redaktion bestimmt stnd^ versehe mau, um Verzögerungen zu vermeiden, lediglich mit der Auffchrn't „Redaktion" (ohne Namen eines Redaktionsmitgliedes), Anzeigen u. dql. bitten mir dagegen ausschließlich an die ^Geschäftsstelle" zu senden. — Sprechstunden der Redaktion: 12—1 Uhr mittags, J/?7—1/38 Uhr abends.
•• Personalien. (Org.-Tel. des Gieß. Anz.) Der evangel. Pfarrer Friedrich August Röschen zu Winnerod (Dekanat Grünberg) hat vom Großherzog den Charakter eines Kirchenrats erhalten.
** Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den durch die Dekanatssynode des Dekanats Offenbach für den Rest der iin Jahre 1908 ablaufenden Wahlperiode vollzogenen Wahlen des evangelischen Pfarrers W e h s a r g zu Egelsbach zum Dekan und des evangelischen Pfarrers Schuster zu Dudenhofen zuin Stellvertreter des Dekans des Dekanats Offenbach die Bestätigung erteilt. — Der Lokomotivführer in der Heff.-Preuß. Eiscnbahngemeinschast Lorenz zu Darmstadt wurde auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung treu geleisteter Dienste in den Ruhestand versetzt. — Dem Bahnwärter Henkel zu Großen-Buseck wurde aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem CtaatSeisenbahndienst das All-
darauf die Sache weiterführen zu können, bis Carnegie gestorben sei, um dann den Gesamtbetrag der gefälschten Noten von der Erbmasse zu verlangen. Außer der Clevelander und anderen kleineren Banken ist auch ein Pittsburger und wie verlautet, ein Newyorker Institut geschädigt. Die Frau trieb einen wahnsinnigen Luxus, machte den Dienstboten Geschenke im Werte von Tausenden und belegte in New-Port in vier oder fünf Hotels eine ganze Reihe hocheleganter Zinuner, wofür sie stets volle Raten zahlte, wenngleich sie nur in einem Hotel gewohnt hatte. Infolge dieses riesigen Auf-- waudes hatte sie unbeschränkten Kredit. In Läden kaufte sie beispielsiveise für 50 000 Dollars Schmuck und erhielt die Rechnung erst drei Monate später. Frau Chadwick hatte stets 40 bis 50 000 Dollars in Tausend - Dollarsnoten bei sich, lüomit sie gelegentlich den kleineren Geschäftsleuten die Rechnungen bezahlte, sodaß sich namentlich in ihrem Heimatsort Clcvcland niärchenhaste Geschichten über ihren Reichtum Herumsprachen.
* Kleine Ta geschronik. Ein außereheliches Kind des F ü r st e n M o n t e n u o v o , des Sohnes der Kaiserin Maria Luise, eine etwa 50jährige Frau, die seit etwa 10 Jahren im Burgtheatcr zu Wien als Kehr fr au angestellt war, bat nach dein „N. Wien. Journ." plötzlich aus Ersparnisrücksichten ihre Entlassung erhalten. Tie Frau, die von der Familie Montenuovo nie einen Heller erhalten hat, hat sich seit ihrem 6. Lebensjahre durch eigene Kraft ssorthelfen müssen. Sie ist eine Halbschwester des Fürsten Alfred Montenuovo, des zweiten Ob-rhofmeisters des Kaisers Franz Josef, der die Oberleitung der kaiserlichen Theater bat. — Bor der Bahnstation Przeworsk (Oesterreich) karambolierten zwei Pcrsonenzüge. Fünf Passagiere wurden leicht, Heizer und Zugführer tödlich verletzt. — Die seit sechs Monaten ge- suchten Mörder des Mechanikers Lengefeld zu Birkenbringhauscn Kurhessen) sind gefaßt. Es sind die Gebrüder Johannes und Daniel Arnold aus Al lend orf, welche bisher in Wäldern ein Räuberleben führten. — Der 63jährige Mühlenbesitzer Metzke aus Stützkow (Bommern) wurde, nachdem man ihn seit einigen Tagen verinißt hatte, als Leiche mit dem Kopf int Wasser liegend aufgefunden. Es scheint ein Mord aus Rache vorzüliegen, nach meld)er Richtung fick) auch die gerichtliche Untersuchung bewegt. — Ter in den 70er Jahren stehende Privatmann Backhasar Beck in Oberotterbach (Pfalz) wurde mit einer Axt erschlagen. Ta und) Geld gejucht wurde, dari Raubmord angenommen werden. Tas Mordwerkzeug wurde im Zimmer vorgesunden. Vom Täter fehlt noch jede Spur. — In Düsseldorf wollte in einer Kaiu-naarnipinnerei ein Spinner eine Arbeiterin, die sich auf sein Geheiß nickst entfeinte, mit einem Gegenstand werfen. Tabei traf er eine andere Arbeiterin hinter das linke Ohr. Tie Getroffene arbeitete noch einige Zeit, brach dann aber plötzlich zusammen. Ta sie anscheinend innere Verletzungen erlitten hat, wurde sie dem evangelisckstn Krankenhaus zugeführt, von wo aus sie und) der Irrenanstalt gebracht werden mußte. Gegen den Arbeiter ist das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung.ein- i.efeitet worden. — In Bentheim erzählt man sich von einem originellen Fall von V u t t c r f ä l s ch un g ,bie in .Holland verübt wurde. Ein Gastwirt in einem dicht an der Grenze liegenden deutschen Ort bezog schon längst seine Butter aus Holland, weil er glaubte, dort billiger und reeller bedient zu werden. Und was stellte sich heraus? Ter Butter waren gekochte Kartoffeln in, ziemlick) bedeutender Menge bejgemncht.
gezündet habe.
* Die amerikanische Madame Humbert. Die amerikanische Erzschwindlerin Mr§. Chadwik aus Cleveland, über deren Millionen - Betrügereien wir schon kurz berichtet haben, ist, wie wir am SamStag gemeldet haben, in einem New-Porker Hotel verhaftet worden. Ueber die Affäre der Hochstaplerin wird berichtet: Als MrS. Chadwik am Sonntag die Waldstreet Trust Company aufsuchte, mußte sie wegen der Menschenmengen, die sich vor dem Gebäude angcsammelt hatten, über die Dächer der angrenzenden Gebäude flüchten. Eine Zeitung in Cleveland behauptet, daß Mrs. Chadwik scheinbar vollgültige Beweise über Aktien im Werte von zwei Millionen Dollars beibrachte, die angeblich von Mr. Carnegie für sie verwaltet wurden. Die angeblichen Aktien befanden sich in einem gewaltigen versiegelten Couvert bei der Wade Park Banking Company, und der Sekretär dieser Gesellschaft stellte der Mrs. Chadwick eine Quittung über fünf Millionen Dollars aus. Im Besitz dieser Quittung hatte Mrs. Chadwick leichtes Spiel. Man weiß, daß viele Banken ihre Verluste, die sie durch MrS. Chadwik hatten, verheimlichten, auS Furcht vor einem „Run". Die Banken von Cleveland sind besonders stark beteiligt. Einer der Gläubiger, ein Herr aus Boston, der MrS. Chadwick 38 000 Pfund Sterling lieh, laßt sich nicht auSreden, daß MrS. Chadwick wirklich so reich ist, I njie man glaubte. Tie Schneiderin der MrS. Chadwick hat dagegen geklagt. Mrs. Chadwick selbst stellt sich als Opfer einer Verschwörung ihrer Feinde in der Gesellschaft hin. Die Nationalbank von Oberlin ist durch die Schwindeleien der MrS. Cadwick bereits bankerott. Die Gesamtsunnnen der Schwindeleien erreichen 21 Millionen. Davon entfallen auf die Fälschungen auf Carnegies Namen Iß’/, Millionen. Die Schwindlerin baute augenblicklich
Herichtssaal.
R. S. Leipzig, 10. Tez. Weaen Urkundenfälschung wurde der Kandidat Adolf G. von Laubach am 28. Juni d. I. vom Landgericht Gießen zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen verurteilt, ein Mitangeklagter Techniker E. wurde frei- gesprochen. G. hatte Theologie studiert uni), sein Staatsexamen zwar bestanden, konnte aber infolge unliebsamer Vorkommnisie von der hessischen Landeskirche nicht angestellt werden. Er sand später Beschäftigung in einer Privatschule zu Ilmenau in Thür., wurde aber auch dort plötzlich und ohne Zeugnis entlassen, worauf er zu seiner Mutter zurückkehrte. Eines Abends, als er mit einigen Freunden zusammen zechte, erklärte er, er müsse doch seiner alten Mutter ein Zeugnis vorlegen und setzte dem E. solange zu, bis dieser ihm ein solches auSstellte. G. erklärte ausdrücklich, davon nur seiner Mutter gegenüber Gebrauch machen zu wollen und es nach drei Tagen zurückzuschicken. Mittlerweile aber fand er im „Thcol. Vakanzenanz." eine Stelle von der Herrmans- burger Mission ausgeschrieben. Er ließ deshalb, da er das.Original zurückgeben wollte, von einem Schreiber zwei Mschnften unfertigen, ging damit zum Bürgermeister von Laubach und ließ sich von diesem die. Richtigkeit der Mschiriften bestätigen. Alsdann schickte er sein Bewerbungsgesuch mit einer solchen Zeugnisabschrift an den Tirektor Haccius nach Derrmannsburg. Bieter ging jedoch sicher und erkundigte sich zuvor in Ilmenau, wo er eine wenig befriedigende Auskunft erhielt. Dadurch kam die Sache auf. In seiner Revision gegen das Urteil führte der Angeklagte zur Rechtfertigung aus, er habe sich durch die erschlichene öffentliche Beglaubigung der gefälschten Urkunde bie Mittel zu seinem besseren Fortkommen verschaffen wollen. ^>er Reichs- nnwalt hielt die Beschwerde für unbegründet, indem er ausführte: Ter Angeklagte will den § 363 St.-G.-B. angewendet wissen: das ist jedoch ausgeschlossen, da er das Zeugnis nicht ganz allgemein zum Zwecke des besseren Fortkommens hatte ansertigen lassen, vielmehr seine Absicht ganz konkret darauf gerichtet war, Haeeius zu täuschen Ter erste Strafsenat erkannte in Uebereinstimmung mit diesen Ausführungen und im Einklang mit dem Anträge des Reichsanwalts auf kostenpflichtige Verwerfung der Re-
Hamburg, 11. Dez. Der Tapeziergehilfe Sievers, der am 18. Oktober die Senator switwe D u e r f e l d beraubt und t ö d l i cb verletzt halle, wurde in der gestrigen Schwur- qerichtsverhandlunq zu 1 5 I a h r e u Z u ch t h a u s verurteilt.
Kiel, 11. Dez. Wegen Gotteslästerung erhielt der Heizer Copp des Kreuzers „Ariadne" eine zweimonatige Gefängnisstrafe. _
Märkte.
ko. Frankfurt a. M., 12. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche. Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizeu Mk. 17.00—18.00, Kurhessischer Mk. 18.00—00.00, La Plata Mk. 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.50, Roggen (hiesiger) Mark 14.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.25—17.75, Frauken- selderMk.18,00—18,75,HaferMk. 14.50—15.50, MaisMk. 12.25—12.50, Weizenmehl 0 Mk. 26.75—27.25, 2. Qualität Mk. 23.75
bis Alk. 24.25, 3. Qualität Mk. 22.75—23.25, Roggenmehl 0 Mk. 22.00—23.75,1. Qualität Mk. 19.25—20.75, Weizeukleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Roggenkleie Mk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 10.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
so. Frankfurt a. M., 5. Dez. (Telear. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe ftnnbcn: 449 Ochsen, 157 aus Oestreich, 40 Bullen, 0 auS Oestreich, 808 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oestreich, 869 Kälber, 317 Schafe und Hämmel, 1777 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pumd Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 72—74Mk., 2. Qual. 66-68 Mk., 3. Qiial. 60-62Mk.; Bullen l.Qual. 61 bis 63 Mk., 2. Qual. 57-59 All.; Kühe 1. Qual. 66—68 All., 2.Qual. 60-62 Mk., 3. Qual. 51-53 Mk, 4. Qual. 41—43 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälbei: l.Qual. 81—83Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pf., 2. Qual. 70—73 Pfg., Lebendgewicht 41—43 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg., Schlachtgeivicht 57—61 Pfg., Schale: 1. Qual. 66—67 2. Qual. —56 Vsg., 3- Qual- 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual.
Idee zu Grunde: Auf der Strecke zwischen Gießen und Rödgen hat ein Zusammenstoß zweier Personenzüge stattgefunden, wobei eine größere Anzahl von Personen Verletzungen erlitten hat. Die Bahnbehörde hat alsbald den hier stationierten Hilfszug bereitgestetlt und die Freiwillige Sanitätskolonne zur Unterstützung herangezogen. Der Hilfszug verließ 2,42 Uhr den Bahnhof und erreichte bei Kilometerstein 5 die Unfallstelle. Schon während der Zug auseindergezogen wurde, begann das Ausladen der Krankentragen und des Verbandsmaterials. Beide Kolonnen arbeiteten getrennt. Der Freiwilligen Sanitätskolonne war der schwierige Geländeteil zugesallen, da sie die Verwundeten eine recht steile Böschung von etwa 5 Meter Höhe hinunterzubringen hatte. Die Verwundungen waren durch Zettel angedeutet. Die Sanitätsmannschaften begannen sofort mit der Bergung der Verwundeten. An Ort und Stelle wurden zunächst die nach Art der Verwundung erforderlichen Verbände angelegt und die Verletzten sodann auf den Krankentragen in die dazu bestimmten. Wagen deS Hilfszugs verbracht. In 25 Minuten waren 2fr Verwundete verbunden und in die Eisenbahnwagen verladen. Die Freiwillige Sanitätskolonne hatte 16, die Eisenbahn- mannschaft 12 Verletzte geborgen. Beide Kolonnen arbeiteten! mit je sechs Krankentragen. Nachdem der Hilfszug miede'- zusammengestellt war, wurde die Rückfahrt angetreten und im Bahnhof das Ausladen der Kranken vorgenommen, was 10 Minuten m Anspruch nahm. Als Zuschauer hatten sich außer den Beamten der Eisenbahnbehörde und den Vorstandsmit- ^liedcrn hiesigen ZweigsveremS vom ,Roten Kreuz« die vercen Provinz,aldircktor Geheimrat Dc. Breidert, Oberstabs' arzt Tr. Wendel urh Polizeiamtmann Herberg eingefunden, die sich sehr lobend über die Leistungen beider Kolonnen auS- spracLen. G-heimrat Dr. Breidert nahm Veranlassung, der
Freiwilligen Sanitätskolonne und dem ausbildenden Arzt, Stabsarzt Dr. Ehrlich, seine Anerkennung für die Leistungen zum Ausdruck zu bringen, die die Kolonne nach einjährigem Bestehen aufgewiesen hat.
** Zum Raubm orde auS Heldenbergen ivird auS Braunschweig geiueldet: Wie erst jetzt hier bekannt wird, ist am 15. November ein Maim, nnf den die Beschreibung deS Hudde bis in alle Einzelheiten paßt, in lnehreren Wirtschaften der Döringstraße beobachtet worden, bei dein Versuche, eine goldene Remontoiruhr mit Sprnngdeckel und eine einfache silberne Renivntoiruhr unter der Hand z,i verkansen. Nach den Schilderungen von Leuten, denen der , Unbekannte die Objekte 511m Kaufe angeboten hat, unterliegt e§ keinem Zweifel, daß eS sich um Hudde handelt, da einige besondere Kennzeichen des steckbriestich Verfolgten von verschiedenen Personen beobachtet wurden.
c. Lich, 11. Dez. Tie Grundsteinlegung des Denkmals für den ehemaligen Fürsten Ludwig von SolniS-HohensolmS-Lich findet am hundertsten Geburtstag des Fürsten, am 23. Januar, statt. DaS Standbild fonnnt aus den Schloßplatz, ivelcher noch durch ein Stück des Schloß- gartenS vergrößert und mit gärtnerischen Anlagen versehen werden soll.
—y. Lich, 12. Dezember. Am 11. Dezember feierte der Rechner der Spar- und Leihkasse Schlossermeist^r Wilhelm Schnabel unb Marie Schnabel, geb. Lo^', hier das Fest ld er silbernen Hoch z e i t.
Friedberg, 12. Dez. (Original-Telegrainin des „Gieß. Anz."). Die Trauerfeier des Predigerseininars z,i Friedberg für beit Geh. Kirchenrat D. Diegel findet bestimmt Mittwoch, den 14. d. Mts., vormittags statt.
-ft Schotten, 10. Dez. Zwischen den Puffern erdrückt wurde heute nachmittag auf Station Oberfchmitten der Schaffner Holzhauer. Er stand seit 1. Oktober ds. Is. auf der hiesigen Nebenbahn im Dienst. Niemand war direkter ftAngenzeuge deS Unfalles; der Verunglückte befand sich in, Packwagen bei anderen Personen, und nachdem er sich kaum aus dem Wagen entfernt hatte, war auch schon das Unglück geschehen. Jedenfalls wollte er einen eben von der Maschine abgestoßenen Wagen ankuppeln, wobei ihn die Puffer erfaßten und die Brnst eindrückten. Der Tod trat auf der Stelle ein. Die junge Frau des Verstorbenen befindet sich in ihrer Heimat in der Gegend von Bebra, wo sie ihrer Entbindung entgegensieht. Sie mundete ihren Mann zu Besuch.
□ AuS dem Vogelsberg, 11. Tez. Am Samstag ivurde dem Landtagsabg. Weidner in Horchen ha in vom Kreisausschuß in Schotten die Konzession zum Betriebe einer Gastwirtschaft erteilt. Vor mehreren Jahren schon betrieb Weidner neben seinem KaufmannSgeschäst eine Wirtschaft; die damaligen Lokalitäten sind jetzt durch Umbau bedeutend erweitert. — Weidner hat seine gegen die Bürgermeisterwahl gerichtete Reklamation vor der Verhandlung durch den KreiSauSschuß zurückgezogen.
w. Mainz, 10. Dcz. Bei einem hiesigen -Oekonomcn wurden seinen Arbeitern gehörende Gegenstä),de ge- Großherzog istI stöhlen. Als vermutlicher Dieb luurbe ein Arbeiter ein- mittels Sonderzuges heute vormittag gegen 10 Uhr in gezogen Er wurde in die Arrestzelle gebracht und dort «*■ •'•«**» - !<*«> -Ich -11«. S
gefahren. . m mals ein Arrestant in die Zelle gebracht und auch er
Die gestrige GeflugelanSste llung un legte sich aus die Pritsche. 9Us der Morgen graute, faßen
Saalbau hat den besten Anklang gesunden, und sehr zahl- jie pd) einander an und zwei Brüder hatten in der
reiche Interessenten durchschritten die Reihen der zahllosen Nacht die Zelle miteinander geteilt. Der andere war wegen
aufgestellten Käfige, in denen auch der Laie wahre Pracht- eines Diebstahls in Höchst verhaftet worden.
exemplare von Hühnern oder anderem Geflügel bewundern Kleine Mitte lun gen n n 3 .Hessen iinb den konnte. Tie vielen Tiere machten natürlich viel Spektakel, so Nachbarstaaten. In Hanau wurde der Bahuschaffner daß bie Musikkapelle, bie auf bei’ Tribüne konzedierte, keine Linbenberger au§ Beerfelben von einer Lokomotive erfaßt sehr bankbare Aufgabe hatte. lieber bie Preisverteilung unb getötet. — Im RochuShospitat in Mainz fonb, kürzlich werben wir morgen ausführlich Mitteilung machen. I bie Trauung eines kürzlich tötlich uedeljten Eisenbahn-
** DieGernäld e-Aus ste llun gamBrand hatte arbeiters statt. In Gegenwad der Schwestern ber Anstalt sich gestern Sonntag eines außergewöhnlich regen Besuches unb ber Kranken würbe ber Sterbenbe mit seiner Braut ehelich zu'erfreuen, was als ein Beweis gelten darf, daß dagegen- j verbunben. Die kirchliche Trauung schloß sich sofort an. wartige Ausstellung großes Interesse findet. Morgen, ———
Dienstag, sind noch /neu ausgestellt zwei Gemälde von
R. Kaiser-München und sechs Aquarelle von G. Caspari- . Leipzig, ld.. Dez. Dem ,.L:'lpz. Tagebl." zufolge Tresden. brannte in der gestrigen Nacht in Wiedersteina bei P^ils-
•* Französische Vorträg e. Einem vielfach ge- nitz das Bauerngut des Besitzers Freudenberg nieder, üußeden Wunsche entsprechend, wird Lektor Goetschy seine Dabei sanden sieben Personen den Tod, ber Besitzer zwci letzten Vortrag nicht nn den anqeknndigtcn Tagen, Freudenberg, seine Frau zwer erwachsene Tochter, cm sondern den einen (Donnay’s Retour de Jerusalem) Dien?- 3°hr° ailter eufjn unb »mci ffinteftyber Mnnn taB, den 13. Dezember und den anderen (^^Imclc's he" /ausReq°iM°n desdmtSg-rtch's Pulsnitz uEr Monna Vanna) Dienstag, ben 20. Dezember abhalten. dem Verdachte des Mordes und der Brandstifung v erh af- ** Eine interessante Hebung führten am gestrigen (5*3 verlautet, daß Dom sch ke die ganze Familie Sonntag die hiesige Freiwillige Sanitätskolonne und meiner Rodhacke ermordet und daraus das Gut die Effenbahnsanitätskollonne ans. Der Hebung lag folgende seines Schwiegervaters um die Spuren zu v:rwisck)en, an-


