Nr. 29Ä
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Dem (Siebener Anzeiger »erben im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Giehener Familien- Hättet viermal ui bet Woche beigelegt.
SlotationSdruck u. Verlag bet Brü h l 'ichen Unweri.-Bnch-u. Stein« brudetei. 9L Bange, flebaftitm, Erpeditt« unb Tmrferei:
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ZernsprechawchlutzNr 51
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Montag 12. Dezember 1904
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger
Amts- «Kd Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
ve»n g-pretAr mona 111(67 5 viertel-
jährlich uRL 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch vtePost Mr.L.- *teicle(- jährl ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie TageSnunnner bis vormittags 10 Uhr. ßetlenpreifl lokal I2Pf^
LuSwärtS 20 Pfg. verantwortlich ffit den polit und allgem. Teil P. Witiko: für .Stadl und öanb' unb .(Äenchlsfaal'. August Goetz für den Anzeigenteil £>nn§ Beck.
Dis LeuLrgs Nummer umfaßt 10 Seiten
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Gießener HiaMYealer
General b. Brockdorff, auf Omike zu auf 30 von Ost sie nach einem
Front in den Scharmützeln zwei Mann ge-
Port Arthur
Der Kriea.
Aus der Mandschurei.
Petersburg, 11. Dez. Wie Generalleutnant Ssacha- 5ow dem Generalstabe unterm 10. Dezember meldet, rückten am 10. Dezember um zwei Ufa früh mehrere japanische Abteil-
Zer Krristand in Acutsch-Südwstiafriiia.
Zur Lage.
Meister (4. und 5. Komp, und 5. Batterie) die Witbois bis Kaltfontein, das er am 8. Dez. erreichte. Die Abteilung Kleist (2. Komp. Regt. 1 und Gebirgsbatterie) besetzte Nietmpnt und klärt auf Gochas und Roib auf. Tie 7. Komp, soll demnächst zur Abteilung Meister, die Halbbatterie Stuhlmann soll zur Abteilung Kleist treten. Die feindlichen Verluste bei Naris waren verhältnismäßig bedeutend. Henrik-Wi tb oi ließ bei seiner panikartigen Flucht aus Rietmout seine Briefschaften zurück. Wagen, Gewehre und Munition wurden in Riet- mont und in Mariental gefunden. Die ZahldesVeute- viehes wird auf 120Ö0 geschäht. Die Spuren des Feindes gehen von Kalk'ontein in östlicher und südöstlicher Richtung auseinander. Oberst Deimling will Major Meister mit der weiteren Verfolgung der Witbois beauftragen und selbst mit der Abteilung Kleist nalch Süden marschieren, um zusammen mit der Abteilung Lengerke Morens a anzugreifen. Die schlechten Weideverhältnisse des Südens bedingen einen starken H a f e r u a ch s ch u b, der bei den schwierigen Wegeverhältnisseu und dem Wassermangel große Anforderungen an die Kolonnen des Trains stellt und die Verfolgung ungünstig b e i n f l u ß t.
Am 5. Dez. im Gefecht bei Naris sind gefallen: Sergeant Karl Litt, geb. 7. Juni 1878 in Obbornhofen, früher Füsilier-Regt. Nr. 80; Sergeant Adolf Voigt, geboren 1878 in Diesdorf; s ch w e r v e r w u n d e t : Unteroffizier Kleeberg; leichtverwundet: Unteroffizier Erdmann, Sergeant Wendler, Gefreiter Kunisch, Reiter Koch.
Im Gefecht bei Nietmont
am 2. Dez. Gefallen : Kriegsfreiwilliger Jakob Geißler, geb. 5. Dez. 1870 in Neustadt (Odenwald).
Am Typhus verstorben:
Sanitäts-Unteroffizier Geßmann, Sergeant Schleßmann, Leutnant Gustav Er Hardt, geb. 1877 zu Simmersfeld, Gefreiter Gustav Hauser, geb. 1882 zu Mengen, Reiter Wilhelm Kropp, geb. 28. Juni 1883 zu Darmstadt, Tschen, geb, zu Raubten.
sprechend vermehrt, natürlich unter gleichzeitiger Vermehrung des Kapitals und der Gewinne. Für den Ausfall, der in beiden Staaten durch das Eingehen ihrer bisherigen Lotterien erwächst, zahlt die preußische Regierung eine reichlich bemessene jährliche Rente.
AusLaud.
London, 10. Dez. Premierminister Balfour empfing heute im Auswärtigen Amte eine Abordnung des „Imperial Federation (Defence) Committee". In seiner Ansprache führte der Premierminister aus: Soweit es sich beurteilen lasse, zeige sich die Tendenz dec Zeit, in der wir eine unglückliche Veränderung in der Verteilung der Rüstungen in der ganzen Welt erlebten, nicht weniger bedrohlich für die Sicherheit des Reiches, als es früher der Fall war. Balfour betonte Den verhältnismäßig geringen Anteil an der Verteidigung des Reiches, den Kolonien trügen, und daß es ihre Pflicht sei, einen größeren Anteil an der gemeinsamen Last des Reiches zu übernehmen. Sollte eine Kolonialkonferenz, die er wünsche, einberufen werden, so dürfe sie ihre Besprechungen nicht auf Fragen der engeren kommerziellen Union beschränken.
Paris, 11. Dez. Rach der Beisetzung SyvetonS kam es vor dem Kirchhofe zu einem Zwischenfall. Mehrere junge Leute riefen: „Mörder!" Die Polizei intervenierte und nahm mehrere Verhaftungen vor, unter anderen nahm sie auch den Vicomte de Montesquiau fest. Nach einem Verhör wurde er jedoch wieder freigelassen.
— Abg. Sternberg ließ den Abg. Wolf wegen eines Zwischenrufs in der gestrigen Sitzung be§ Abgeordnetenhauses fordern und schrieb, er schieße sich mit jedem Schweinehund, also auch mit Wolf und sandte ihm zwei jüdische Dien st männer als Sekundanten.
Budapest, 10. Dez. Auf Veranlassung des früheren Ministerpräsidenten Wekerlc wurde hier ein mittel»
stellende Entwurf wegen Abänderung der Strasprozeßordnung die Einführung der Berufung enthalten werde.
— Die deutsche und die freisinnige Volkspartet haben zum Etat des Reichsjustizamtes folgende Resolution eingebracht: Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dafür zu sorgen, 1. daß die Gegenseitigkeit gemäß §§ 102 und 103 des Reichs st ras- gesetzbuchs a) nur nach ordnungsmäßig veröffentlichten und genehmigten Staatsverträgen (Artikel 11 der deutschen Reichsverfassung) und b) nur solchen Staaten gewährt wird, welche nach ihrer eigenen inneren Verfassung und ihren sonstigen Rechtseinrichtungen eine „Verbürgung" der Gegenseitigkeit im Sinne der ermähnten Bestimmungen gewährleisten können, 2. daß über! die Auslieferung fremder Staatsangehöriger nur Staatsoerträge gemäß Artikel 11 der Reichsverfassung zwischen dem Deutschen Reiche und den auswärtigen Regierungen abgeschlossen werden, 3. daß die bisher zwischen einzelnen Bundesstaaten und auswärtigen Regierungen über die Auslieferung abgeschlossenen Verträge alsbald gekündigt werden.
— Die freis. Parteien des Reichstages haben mit dec deutschen Volkspartei gemeinsam folgende Interpellation ein* gebracht: „Welche Stellung nimmt der Herr Reichskanzler ein, gegenüber der im preußischen Abgeordnetenhause beantragten und von dem Vertreter der preußischen Staatsregierung gebilligten Einführung von Gebühren aus den natürlichen Binnenschiffahrts st raßen?"
— lieber die neuen Lotterieverträge berichtet der „B. L. A.": Die Lübecker und Mecklenburger Lotterie gehen ein; in beiden Staaten wurden preußische Lotteriekollekteure etabliert, die dort den Verkauf von Losen der Preußischen Lotterie nach Bedarf übernehmen. Die Lose der preußischen Lotterie werden ent*
Deutsches Merch.
Berlin, 11. Dez. Man meldet aus Schwedt: An- 1 läßlich des vierzigjährigen Jubiläums des Prinzen Albrecht von Preußen als Chef der Schwedier Dragoner traf der Kaiser gestern nachmittag hier ein und begab sich zu dem Regiment, dessen Kommandeur ihn und den Chef bewillkommnete. Die Musik intonierte die Nationalhymne respektive den Siegesmarsch, komponiert vom Prinzen Albrecht. Nachdem der Kaiser den Parademarsch der Truppen abgenommen hatte, begab er sich nach dem Offizierskasino des Regiments. Der Kaiser hörte aus der Fahrt hierher den Vortrag des Chefs des Marinekabinetts, von Senden-Bibran.
— Reichskanzler Graf Bülow hatte gestern nachmittag eine ausgedehnte Unterredung mit dem österreichisch-ungarischen Botschafter v. Szögy^ny-Marich. Gegen 6 Uhr fuhr der Kaiser bei dem Kanzler vor und verblieb längere Zeit in dessen Palais.
— Die „Post" dementiert die in auswärtigen Blättern verbreitete Nachricht, wonach der Kaiser einen Test des Winters an den Gestaden des Adriatischen Meeres verbringen, während die Kaiserin gleichzeitig in Abbazia verweilen werde.
— Wie das „B. T." hört, gebt aufs neue das Gerücht, daß der kommandierende General des 1. Armeekorps, General der Infanterie Freiherr v. d. Goltz, seinen Abschied eingereicht habe und nach Genehmigung desselben (im Januar kommenden Jahres) seinen Wohnsitz in Berlin zu nehmen gedenke.
— Nach dem bisherigen Verlauf der Beratungen der Neichskommission zur Vorprüfung von Fragen der Revision des Strafprozesses ist mit Sicherheit zu erwarten, daß der nach Abschluß der Sachverständigen-Beratungen aufzu-1
Trotha meldete unter dem 9. d. M.: der Befehl hatte, von Naidaus und Otawi marschieren, stieß unterwegs am 6. Dez. nach West ziehende Hereros und warf kurzen Gefecht zurück. Nach zuverlässigen Nachrichten hat der O v am b a-H üuptslin g Nechale im Odongagebiet zahlreiche Hereros ausgenommen, die von Osten kommend, Vieh, Pferde und Wagen verloren haben. Wie bereits früher aus Kapstadt gemeldet wurde, sollen 400 unbewaffnete Hereros die Betschuana- grenze überschritten haben. Ter Rest der Orlogleute soll noch im ganzen auf deutschem Gebiete, hart an der Grenze sitzen, weil die Betschuanen ihnen den Uebertritt verweigern. Ter mit großer Energie und übermenschlichen Anstrengungen durchgesührte Vorstoß der Abteilung K l e i n von Otjimanangombe, auf Rietfontein, der etwa 130* Kilometer östlich von Jtjimanangombe sein Ende erreichte, hat von neuem gezeigt, daß ein Vordringen bis zur Grenze vor dem Beginv der Regenzeit unmöglich ist. zt „
London, 10. Dez. Reuters Bureau meldet aus Port Dolloth: Baron von Busche, der mit 20 Mann auf dem Wege nach Warmbad war, wurde von den Aufständischen angegriffen und verlor 14 Mann. Wegen des Aufstandes hört der Transport zwischen Romansdrrst und Warmbad auf. Auf beiden Seiten des Oran;eflusses werden große Vorräte von Proviant gesammelt, und man befürchtet einen Hottentotten -Raub zkag.
Gefecht bei Naris itnb Erbeutung von Vieh.
General u. Trotha meldet ferner aus D-mdhuk vom 10. Tez.: Oberst Deimling verfolgte mit der Abteilung
Schillers poetische Bestimmung, und wir können den großen Traniatiter und Tragödiendichter unschwer schon in den „Räubern" erkennen. * ,
Bewundernswert ist, wie der junge Schiller beisprels- weise die Figur des Franz Moor einzig mit dem Auge des Tragödiendichters ansah. Trotz seiner Untaten, die sich offen vor uns abspielen, sehen wir Franz auf die Höhe des Inhalts der Tragödie erhoben; er ist nicht das Mittel, sondern mit Karl Moor ein Held des Trauerspiels. Daß Schiller schon in so jugendlichem Alter das hohe Gleichmaß der künstlerischen Tragödie innewohnte, ist erstaunlich. Die Selbstgespräche des verbrecherischen Sohnes eines edelmütigen Vaters, geben wie zur Versöhnung die Erklärung seiner Handlungen und seines traurigen Geschickes.
Wie die Darstellung zu erfolgen habe, ist kaum zweisel- haft. Herr de Giorgi schloß sich gestern abend ganz der Auffassung an, daß der Schauspieler nicht den Abscheu vor dem entarteten Sohne, sondern das Interesse für desten Seelenzustand und die Teilnahme insbesondere an der stiefmütterlichen Behandlung, von der Franz von der Natur und von seinem Vater sich bedrückt fühlt, zu erwecken habe. Herr de Giorgi war für diese Charakterrolle ganz der geeignete Darsteller. Er hatte eine sehr gute Maske anzulegen verstanden und hatte besonders in den Schlußszenen, in denen Franz von feinem Gewissen und von der Angst gepeinigt wird, großen Erfolg. Ein etwas finstereres Spiel in den ersten Akten hätte seine richtige Auffassung von der Rolle in der Wirkung vielleicht noch etwas unterstützt.
Sierr Sandorfs als Karl Moor befriedigte die Er- wartüngen, die man von ihm gehegt halte. Sein umfang-
London, 10. Dez. Aus Shanghai wird gemeldet: Die Truppen von Port Arthur hatten sich mit Ausnahme der Besatzungen der Forts auf die Halbinsel Liautischänzu- rückgezogen. Tic japanischen Arbeiten für den Angriff der Fortslinie bei Sungtschuschan gingen sehr schnell vor sicb. Die Forts bei Taiganhan werden vom 203 Meter-Hügel beherrscht. Nach Tokioer Meldungen ist es noch unsicher, ob die „Sewastopol" beschädigt wurde. Torpedobootszerstörer hat man nicht gesehen und man glaubt, daß sie einen Ausfall unternehmen werde. Es verlautet, daß Togos Flotte an dem Bombardement auf die niss'sche Flotte teilnahm.
Die baltische Flotte.
London, 10. Dez. Ein Petersburger Berichterstatter des „Daily Expreß" will wissen, der Zar sandte dem Admiral Roschd- j e st w e n s k i besondere Weisungen, mit der b a l t i s ch e n Flotte nicht in die chinesischen Gewässer einzulaufen. Tie Flotte werde indes nicht so bald nach Rußland zurückkehren. (Vgl. die hei'ts^e politische Wochenschau.)
Ein Eisenbahnunfall.
Petersburg, 10. Dez. Am Donnerstag Aeß auf der Baikalringbahn der Sonderzug des kommandierenden Generals der ersten Mandscfaireiarmee Baron Kaulbars mit einem Güter- zug zusammen. Der Sonderzug blieb unbeschädigt, der Maschinisl des Güterzuges erlitt einen Rippenbruch.
Japanische Spionage.
Mukden, 10. Der. Aus Wladiwostok wird gemeldet: Tie hiesige Polizei hat dieser Tage eine Japanerin verhaftet, die dringend der Spionage verdächtig ist. Bei derselben wurden 22 000 Rubel bares Geld gefunden, die wahrscheinlich Bestechiungs- zwecken dienen sollten. ,
reiches Organ kam ihm in dieser Rolle sehr zu stattens aber es verleitete ihn auch zu einigen Flüchtigkeiten, und Wofalaut ist nicht immer gleichbedeutend mit verständnisvoller, schlichter Sprache. Die leidenschaftlichen und. kraftvollen Stellen wirkten bei ihm am besten, obgleich üti solchen Augenblicken seine Haltung nicht nifag und straff genug war.
Der alte Graf von Moor erfuhr von Herrn Lippert eine recht gute Wiedergabe, sowohl was die Maske als die zitternde Sprache und Haltung des Alters anlangt.
Frl. Treuer als LUnalie trat mit zu scharfer Betonung der Energie und des Llbscheus Franz gegenüber auf, wodurch die stille Weiblichkeit, die eigentlich doch in diesem Mädchen lebt, zu kurz kam. In den leidenschaftlichen Momenten schuf Frl. Treuer, die noch nicht sehr lange der Bühnenkunst sich widmet, indessen eine durchaus achtungswerte Leistling. Man überreichte ihr übrigens aus denk Publikum einen Blumenkorb.
Die übrigen Mitwirkenden haben im allgemeinen ihre Aufgabe gut gelöst. Herr Eckhardt lvar ein lebhaft bramarbasierender Spiegelberg, Heer Linzen ein treuer und biederer Schweizer, Herr Andreas ein guter Roller. Auch Herr Lüttjlvha n n^als Kosinsch und .Herr Kn a b e als Hermann brachten sehr anerkennenswerle Leistungen. Nur Herr Conradi ließ sich durch sein sonst willkommenes humoristisches Talent ui einigen Uebertteibungen verleiten, die nicht am Platze waren. ,
Das sehr gut bejndite Haus kargte nicht mit Beifall für die im ganzen recht erfolgreiche Ausführung. Ä» G.
Die Rärr-er. _ __ r Trauerspiel in 5 Akten von Frredr.
In diesen Tagen, da die Persönlichkeit Schrllers irrt Vordergrunoe des Interesses steht und zu seinem.10 . Todestag zahlreiche biographische Schriften neu^ erscheinen, ist die Ausführung der „Räuber" em d^ukenswertes Unternehmen. In diesem Erstlingswerk haben wir die Geisteswelt des jungen Dichters vor uns liegen, die außergewöhnliche Schöpfung eines Neunzehnjährigen, dessen gefeierte Lebensarbeit in ihrer innersten Anlage alles das de tätigt, was dieses erste Trauerspiel über das Geisteschaffen des großen deutschen Dichters uns zu sagen vermag. Schiller beschäftigte sich nicht mit dem Selbsterlebten, aus dessen dichterischer Verklärung und Nmgestaltung andere Poeten uns so manches Meisterwerk hintertasjen haben; seine JünglingSträume zeigten ihm ideale, große Gestalten, nach denen er im ungestümen Drang seiner Phantasie jagte und die seinem Erstlingswerk jene Mischung von Reife der Anschauung und Nngebändigtheit des Lebensaußdruckes verleihen die uns in eine gedachte und fabulierte, in Wahrheit unmögliche Welt. einsührt. Mwia lyrische und warm empfundene Tine werden da angeschlagen; nur dw Wucht der Ereignisse, das ungestüme Vorwärtsdrängen macht sich fühlbar ' Fast möchten wir an Michelangelo denken; der ist auch ruhelos seinen Gestalten nachgejagt und hat ihnen die körperliche Form in seiner Bildhauerkunst so meisterhaft ausgeprägt, wie Schiller seine Menschen mit fam Werk- Aa der dramatischen Kunst VW Tenn das Drama war
ungen vor, von denen jede etwa 30 Mann stark war. Bei Linschinpu wurde der Feind mit Gewefafeuer empfangen. Er zog sich unter Verlusten zurück. — Am 8. Dezember wurden auf der ganzen russischen '
tötet, zehn verwundet.


