Ausgabe 
12.11.1904 Viertes Blatt
 
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Morgen (Sonntag)

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Ä- StaMncrorimetrniniilil!

Wähler! Börger, Arbeiter!

Bei den diesmaligen Stadtverordneten-Wahlen sind nicht weniger als sechszehn Mandate zu vergeben. Die zahlreichste Klasse der Gießener Einwohnerschaft, die der kleinen Gewerbetreibenden, unteren Beamten und Arbeiter, war bisher nur durch zwei Mann im Stadtrat vertreten. Von 30 Stadtverordneten waren 28 Vertreter der bürger­lichen Parteien, der besitzenden Klaffe! Der sozialdemokratischen Partei und den von ihr -vertretenen BevölkerungSschichten gehört eine stärkere Vertretung.

Die sozialdemokratische Partei hat sich für ihre Tätigkeit auf kommunalem Gebiete ein Programm geschaffen, das in unserem allgemeinen Flugblatt näher dargelegt ist. Die dort aufgestellten Forderungen und Grundsätze sind für mindestens neun Zehntel der Einwohner­schaft nützlich und vorteilhaft und sie werden von unseren Kandidaten im Falle ihrer Wahl mit Energie verfochten werden. Keiner der bürgerlichen Kandidaten hat verraten, was er als Gemeindevertreter will. * .

Wir schlagen nun acht unserer Parteigenoffen vor und zwar:

Georg Beckmann, Kontrolleur. 06849

Heinrich Bamn, Glaser.

z Johann Diehl, Schneidermeister.

/ Heinrich Fourier, Geschäftsführer.

( Eduard Krumm, Kaufmann.

Karl Muhl, Friseur.

' Chr. Petersen, Schneider.

Friedrich Vetters, Redakteur.

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Götz IM

Die Geschichte einer Jugend in vier Romanbänden von Edward Stilgebauer Band Ig Mit tausend Masten

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Soeben erschien der

zweite Band

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In ähnlichem Sinne urteilen viele Hunderte von Zeitungen

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Im Strom der Welt

Auflage 30 Tausend

Neue Züricher Zeitung. Glän­zend rethorisch ist Stilgebauers Stil, dessen Schwung mancher Szene mitreißenden Stimmungs­glanz verleiht.

Urteile über Band 1

Berliner Tageblatt. Berlin. Das alles ist plastisch greifbar, in guter deutscher Sprache erzählt und trefflich komponiert Der Dichter, denn d«, ist der Schilderer, hat alles in Lokalfarbe getaucht. Er bildet lebenswahre Rund- Eestalten. . . . Lange noch zittern die ichtstrahlen nach, die ihre Erscheinung in unsere Seele geworfen.

Voesleche Zeitung, Berlin. ... Völlig frei von Frivolität, würdig und ein­drucksvoll sind die mächtigen Ver­suchungen geschildert, die dem jungen Manne nicht erspart bleiben; die Vor­gänge, die ihn den schweren Sieg über sich selbst gewinnen lassen, sind mit so viel Meisterschaft kombiniert und erzählt, daß sic die Leser bis zur letzten Seite in Spannung halten.

Neue Freie Freese, Wien. Edward Stilgebauer ist kein bloßer Roman- Schreiber. Wer eine so berauschende Liebesszene, wie man sie im Kapitel 12 vor eich hat, darstellen kann, ist ein Dichter. HamburgerFremdenbiÄtt. Ein hoher Zug von jugendlichem Idealismus durch­weht das Buch, läßt uns die Gestalt des Götz Krafft liebgewinnen und mit leb­haftem Interesse den weiteren Lebens- schickselen dieses Vertreters unserer heutigen Jugend entgegensehen.

Neues Münchener Tagblatt. In Wahrheit haben wir es in Götz Krafft mit einem Werke zu tun, das psycholo­gisch gut durchgcführt Ist und einen jung. Mann vorführt, der sich selbst über­lassen jm Kampf mit döm Leben, ringend um Erkenntnis, kämpfend um Tugend und Bewahrung sittlicher Reinheit.

Hannoverscher Courier. So gewinnt das Buch die Bedeutung einer patrio­tischen Tat,indem es Protest erhebt ^egen alles Unreine, Streberhafte, Egoistische, Engherzige, was d. Entwickelung unserer Jugcndzum Edclmenschentum entgegen­wirkt.

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Df Thompson s \ eeifanpulver) v ist das beste. 7

Ferner empfehlen wir folgende Männer au§ bürgerlichen Kreisen, von welchen wir annehmen, daß sie unseren Forderungen nicht so schroff und einseitig gcgcnüberstehen, nämlich: Dr. Karl Ebel, Univtts.-Mlisthckr. Dr. Egid Gntfleiscb, ReWinimlt.

Kari Loos, Iircüor bei* titnictMunf.

I 23a^)rt be9^aI& ®uere Jntereffen, geht alle zur Wahl und gebt ÄlVlUll den unveränderten sozialdemokratischen Stimmzettel ab. _____________Ins soMlhtoicklilistk WaWomittt.

Hicht Zentrum! Nicht Herd-Ost! Nicht Seltersberg! Wähler d. Kenstadt-Bahnhofstrasse ! und angrenzendes Stadtteile!

Laßt uns ruhig den Zettel der politischen Parteien wählen, nur setzt an die

Stelle des Herrn Max Friedberger

einen Interessenten aus unserem Bezirk und zwar

Herrn Georg Scmosa, Landwirt

Grabenstraße

Neben den seitherigen Stadtverordneten wählt also die Herren:

Heran. Eichenauer, Fabrikant Med.-Rat8l.MrKhes-hoL°n,Kreisarzt Frieelr. ~~

ahenicht, Kaufmann

West-Anlage

FriecEricli EIcBm, Weinhändler

Georg; Simon, Landwirt

Ur.Mimrnenaner.Universitäts-

Professor

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