f aff en fei, und daß et somit ein höchst wichtiges Element tm Volksleben bilde. Deshalb dürfe der Lehrerstand auch solange nicht aus seiner Kampfstellung nbrückcn, als er nicht die völlige Gleichstellung erlangt habe. (Stürmischer Beifall.) Nicht nur Privatinteressen, sondern ein weitgehendes öffentliches Interesse fordere, daß eine offensichtliche Minderbewertung des Gymnasiallehrerstandes endlich verschwinde, weil dadurch die Ausgabe des Lehrers erschwert uni) allerlei Hemmungen und Widerstände bei Eltern und Schülern ausgelöst würden. Oberste Aufgabe des Verbandes muß es also sein, die Anerkennung der Gleichartigkeit mit anderen akademischen Berufsarten zu erstreben. (Bravo!) Dabei sollte man aber nicht vergessen, daß Lehrer Beamte feien, wenn auch aus besondere Art.
Der Lehrer ist Kulturbeamter, kein politischer Beamter. (Beifall.) Er steht im Dienste nicht irgend einer politischen Richtung, sondern der nationalen, geistigen Kultur, und darum wird er innerhalb der Beamtenschaft eine besondere Stellung einnehmen müssen. Es kann der Lehrer nicht in derselben Form regiert werden, wie es auf anderen Gebieten, des Militärwesens re. möglich ist. (Stürm. Beifall.) Es muß also der Lehrer eine mehr externe Stellung einnehmen, etwa wie sie der geistliche Stand inne hat. „Geistliche Dinge müssen geistlich gerichtet werden!" wie ein altes Sprüchwort sagt. So muß auch der Lehrerstand besonders gerichtet werden, und d es muß die vornehmste Ausgabe des Staates sein. Die Kultur der geistigen Kräfte der Menschen ist doch in jedem Falle die Hauptsache, und deshalb muß sich der Kulturtechniker, der Lehrer, auch höchster Schätzung ersreucn. Wir geben deshalb unsere Sache der wohlwollenoen amtlichen Erwägung anheim. (Lebt). Beifall.) Mr dürfen dabei nicht vergessen, daß dem Staat die Wichtigkeit dieser Aufgabe nicht sogleich und nicht in vollem Umsange einleuchten wird. Auch die Gesellschaft wird die Gleichstellung noiij nicht sofort realisieren. Militärische und politische Aemter und ihre Inhaber wird die Gesellschaft immer höher einschätzen, als etwas größeres empfinden, denn das liegt in der Natur der Sache. Die Wichtigkeit dieser Aemter ist so klar und greifbar, daß sie jedem einleuchtet, imo die lebten Schicksale großer Völker haben immer in den Händen politischer oder militärischer Führer gelegen. Demgegenüber ist der Lehrerberuf ein weniger merkbarer, weil leijer auftretender, und für die Menge nicht so verständlich, weil sie nur unsere Einwirkung aus die Fugeno sieht. Es wird wohl auch wahrscheinlich niemals anders werden. Wer aus der Schule austritt, wird immer das Gefühl haben, daß er serne Lehrer hinter und unter sich läßt, und so rückt er späterhin iveit von ihnen ab. (Heiterkeit.) Es liegt dieser Druck auf der Lehrerschaft, und niemand wird dem wehren können. Aber es ist wesentlich, daß der Staat ihn mindert durch Regelung der Rang- und T i t e l v e r h ä l t n i s s e. (Beifall.) Im übrigen hat die deutsche Lehrerschaft ihren Platz innerhalb der gelehrten, innerhalb der wisienschaft- lichen Welt, und die Wissenschaft gilt überhaupt in bezug aus die Rangstellung hors de concurs. Wer in der Wissenschaft einen Namen hat, kann aus Rang und Auszeichnung verzichten (lebh. Beisall), wenn er auch nicht oft in die Lage kommen wird, diesen Verzicht zum Ausdruck zu bringen. (Heiterkeit.) Dabei muß jedoch erwähnt werden, daß der größte deutsche Bundesstaat, Preußen, dieser Seite dec Sache neuerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit schenkt und daß er letzthin einen besonderen Posten für die Förderung wissenschaftlicher Zwecke bewilligt hat. (Beifall.)
Ich zweifle nicht daran, daß auch die anderen Bundesstaaten diesem Beispiele folgen unü daß vor allem die großen und wohlbabenden Studie sich das ad notam nehmen werden. (Beifall.) Der Redner warnte dann vor dem Ne.d aus die Erfolge anderer Kollegen auf dem Gebiete des wissenschaftlichen Fortschritts cha ja, luie bei der katholischen Kirche die guten Werke der Allgemeinheit zu gute kommen sollten, auch der Erfolg eines Kollegen dem ganzen Staude nützen würde, und schloß: Ter Lehrerstand hat feine Aufgaben zu erfüllen, wie sie kaum einem airoeren Berufsstande obliegen. An seine geistigen Klüfte, feine wissenschaftlichen Fähigkeiten werden die allerumsajsendsten und allerhöchsten Anforderungen gestellt, Anforderungen, die denen an die Universitätslehrer in nichts nachstehen. Er hat es deshalb notwendig, Fühlung mit allen Kreisen zu erhalten. Vor allem niu]|in wir Freiheit fordern, Freiheit für die persönliche Wirksamkeit, für die lintfaltung dec persönlichen Kraft. Es handelt sich bei der Lehrtätigkeit um eine freie Kunslübung, bei der der Künstler m t feinet Persönlichkeit za btt. Ter Lehrberuf ist fo auszusasftn, daß Lehrer und Schüler den Weg nicht als eme verhafte Straße gehen, deren Ende sie herbeisehnen, fonöern als einen Weg, der durch einen Weg von Wundern fuhrt. (Beifall.) Notwendig sei vor allem eme Verminderung der P^.ichtßuiiden und der Pslichtarbeilcn, wie die Herab.etzung der Schülerzahl. Das seien natürlich Forderungen, die Geld kosten, aber durch Verbreitung von Aufiläruug werde sich auch diese Schwierigkeit aus dem Wege räumen lassen. Man müsse den Eltern sagen: Wollt ihr wirklich die beste Ausbildung für eure Söhne, fo müßt ihr auch dafür zahlen. (Lebh. Zustimmung.) Bildung sei keine Mastenware, sondern bas höchste und edelste Gut der Nation. Wolle man dies erwerben, so müsse man auch die dafür berufenen Männer auch gesellschaftlich und materiell so stellen, daß sie nicht am Nötigsten zu leiden hätten. Wenn der neue Verband diese Maxime ins Volk trage, so sei der erste Darmstädter Verbandstag für alle Beru,sangehorigen ein glücklicher zu nennen. (Stürmischer, langanhaltcnder Beifall.)
Nachdem Pros. Vlock-G.eoen demVoriragenden feinen Dank ausgesprochen hatte, trat um y43 Uhr e.ne Frühstückspause ein. Darauf hielt Oberlehrer L a u t e s ch l a g e r- Darmstadt einen längeren sau)w.ssenfchaftlichen Vortrag über „Anschauung und emschauungom.Eel beim Unterricht ', Prof. Ka lisch-Stettin gab e.n längeres Referat über d.e Bedeutung des „Kuntze-Kalenders" und seine Ausdehnung auf Süddeutschland. Tie Versammlung beschließt nach eingehender Besprechung die Trennung d.s Kalenders in zwei Teile, einen für die preußischen uno einen für die füddeut- schen Schulen, zu eiiipfehlen, und dem zweiten Teil auch eine Abteilung für die deutschen, ausranbeschen Schulen hinzuzusügen. Daraus empfiehlt noch der Schatzmeister der Magdeburger allgemeinen Sterbekasse den Beitritt aller Kollegen zu derselben. Der greife, hochverdienstvolle Tr. Schröter- Kiel dankt der Versammlung für das ihm stets erwiesene Interesse und schildert, wie die mecklenburgischen Schulen noch sehr im argen lägen.
Pros. Stauding er-Mainz bespricht noch ein neu- gegründetes Institut für moderne Sprachen in London.
Damit ist die Tagesordnung in der Hauptsache erschöpft, einige kleinere Sachen sollen noch nach der Tafel erledigt werden.
Praf. Schmid t-Breslau dankt namens der auHwä- tigen Kollegen, Prof. Block und den ubr.gen Borpands-
mitglicdern für ihre große Mühewaltung und den vortrefflichen Verlauf des ersten Verbandstages.
An dem Festessen konnten wegen mangelnden Raumes viele der später Angemeldeten nicht mehr teilnehmen. Am Abend fand noch im Bahnhofshotel ein Abschiedstrunk statt. Ein großer Teil der auswärtigen Kollegen blieb auch noch am Sonntag hier, um sich an dem gemeinschaftlichen Ausflug in die Bergstraße zu beteiligen.
Dem Vorsitzenden, Prof. Block in Gießen', gingen folgende Telegramme vom Kaiser und vom Groß- Herzog zu:
Seine Majestät der Kaiser und König haben die Meldung von der Gründung eines Verbandes aller Provinzial- und Landeövereine akademisch gebildeter Lehrer int Deutschen Reiche gern entgegengenommen und lassen für den treuen Huldigungsgruß des Verbandes bestens danken.
Aus Allerhöchsten Beseht
Der Geh. Kabinetsrat v. L u c a n u s.
Se. König!. Hoheit der Großherzog lassen dem hier gegründeten Verband der Vereine akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands sür die ausmerksame Begrüßung bestens danken und wünschen ihm glückliches Gedeihen.
Röm Held, Geh. Kabinetsrat.
Aus Stadl und Land.
Gießen, den 12. April 1904.
— Per so na lien. In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Balthasar Knöß zu Göbelnrod mit Wirkung vom 1. Juli 1904 an.
** Das Amtsblatt deS Großh. Ministeriums der Justiz Nr. 8 vom 30. März d. I. enthält ein Ausschreiben an die Großh. Standesbeamten betreffend die Führung deS Meistertitels (betrifft die Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften über die Führung des Meistertitels usiv. bei Einträgen in die standesamtlichen Register).
** Silberne Hochzeit feiern am Donnerstag, der Gastwirt Louis Bourgeois und Frau.
** Orientfahrten deutscher Lehrer. Die diesjährigen vier Studienreisen nach dem Orient beginnen am 7. Juni, 5. Juli und 2. und 30. August in Triest. Jede Reise dauert ab Triest bis wieder Triest 36 Tage, die Kosten belaufen sich auf ungefähr 900 Mk., auch Nichtlehrer und Damen können sich beteiligen. Jede Reife verfolgt folgenden Weg: Trieft, Brindisi, Korfu, Patras, Korinth, Athen, Konstantinopel, Smyrna, Rhodus, Beirut, Libanon, Baalbek, Damaskus, Haifa, Karmel, Nazareth, Kana, Tiberias, See Genezareth (Bootfahrt nach Kaper- naum), Jaffa, Jerusalem, Bethlehcm,Emmaus, Bethanien, Jericho, Totes Meer, Taufstclle am Jordan, Port Said, ^uezkanal, Kairo, Memphis, Pyramiden, Alexandrien, Brindisi, Triest. Außerdem finden, wie die „Köln. Ztg." schreibt, noch zwei Sonderfahrten von je dreiwöchiger Tauer statt, die am 29. September bczw. 20. Oktober in Trieft beginnen, sich auf Egypten-Palästina beschränken und mit etwa 500 Mk. bestritten werden können. Auskunft erteilt Jul. Bolthaufen in Solingen.
'* Ueber Weinbau und Weinernte im Groß- Herzogtum Hessen im Jahre 1903 entnehmen wir einige Notizen den Mitteilungen der Großh. Zentralstelle für die Landcsslatistik. Die Anzahl der Gemeinden mit Weinbau beträgt in der Provinz Starkenburg 40, in Oberhessen 5 (in den Kreisen Büdingen und Friedberg), in Rheinhessen 178, also im Grobherzogtum zusammen 223. Die Zahl der im Ertrag stehenden ha. Weinberge ist im ganzen 13,403,0 und verteilt sich auf Starkenburg 678,7, Oberhessen 11,0 Rheinhessen 12,713,3. Der Wert des Ertrags an Wein für das ganze Großherzogtum betrug im ganzen 12,121,076 Mark bei 23,4 Mark pro Hektoliter. Von diesem Ertrag (518,482,8 Hektoliter) fallen aus Rheinhessen 11,596,680 Mk., (495,392,4 Hektoliter) aus Ober Hessen 3,600 Mk.(120Hektoliter), auf Starkenburg 520,796 Mk., (22,970,4 Hektoliter). Den größten Ertrag produzierte der Kreis Oppenheim mit 191,499,8 Hektoliter; den zweitgrößten der Kreis Worms mit 91,862,7 Hektoliter.
**D. Fl.-V. Der Jahresbericht des Deutschen Flo tte ii-Ver e ins für 19 0 3, der soeben verschickt wird, stellt ein bcmerkrnSwertes finanzielles und organisatorisches Erstarken deS Vereins fest. Tie Bilanz schließt in Einnahmen unö Ausgaben nut 541497.12 Mk.; nach dem Voranschlag für 1901 werden die laufenden Ausgaben durch die lausenden Einnahmen gedeckt, derad, daß zum Jahresabschluß cm Betriebsfonds von 68711.54 Mk. oen- bleiben soll . Außerdem verfügt der Verein über ein fcbulbenfieied Vermögen von 278597.98 Mlk. Die Gefolg- fchaft des Deutschen Floticn-VcreinS betrug am 1. Januar 1904 633 000 Kopse; die Zahl der Geschäftsstellen ist (um 150) auf 3595 gefliegen. Nachdem auch für Sachsen-Meiningen und Schwarzburg-Rudolstadt Landesverbände gegründet find, ift das Organisationsnetz in ganz Deutschland zum Abschluß gebracht. Für Seewohlfahrtszwecke wurden abermals beträchtliche Summen aasgegcbcn: aus dem Ehinafonds b.s Ende lü03 2., 413.80 Mk., baä Kapital des Fonds beläuft sich auf 142 487.45 Mk., für sonstige Zuwendungen an Seemannshetme, Seemannshäuser, See- niQnn»mif)ionen, Volksbüchereien, Lesehallen usw. bis zu dem gleichen Zeitpunkt 45000 Mk., und es steht zu erwarten, daß 1904 die Betätigung des Vereins für See- wohlfahrtspslege erheblich gesteigert werden kann, da die erste Gesellschaftslotierie, deren Ertrag ausschließlich hierfür bestimmt, nach sorgfältiger Schätzung einen Reinertrag von m.nvestens 40 000 Mk. bringen totrd.
§ Ettingshausen, 10. April. Ter Gemeinberat faßte den Beschluß, der abgebrannten Stadl Aa 1 esund in Norwegen eme Unterstützung in Höhe von einem Pfennig pro Kopf der Bevölkerung zu übersenden. Derselbe Beschluß wurde auch in einigen Nachbarorten gefaßt.
§ Friedberg, 10. April. Ein großes Sängerfest mit Gesangwettstreit findet im Juni auf der städtischen Seewiese statt. Der frühere Handwerkeroerein, jetzt Gesangverein, verbindet damit fein Fahnemveihfest. — Für ein ev angel. Vereinshaus stiftete Frl. Wortmami aus Newyvrk 500 und ein Unbekannter 100 Mk.; außerdem wurden für die Orgel und die Heizungsanlage in der Stadtkirche 16o Mk. geschenkt. — Nach erfolgter Abrechnung über den Geländ eer werb der Bahn Friedberg- Homburg hat die Stadt 24 912 Mk. zu tragen.
r. Friedberg, 10. April. Eine wertvolle alte K a st e n u h r befindet sich in dem Besitze de5 Herrn Vorbach, die cm scheinend aus dem 17. Jahrhundert stammt. Das Gehäuse ist etwa 2,25 Meter hoch und durch Beschläge zc. schön verziert. Das Werk selbst ist von Uhrmacher Burck iviederhergeftellt worden und funktioniert vorzüglich. —
Der (Babelsberger Stenographenverbandb- Main-Rheingaues und von Hessen-Nassau bäu 3. Juli hier seinen Verbandstag ab.
§ Schotten, 11. April. Gestern starb der ,> Tounstenkreisen bekannte Besitzer der Sommerfrische Gasthofes „3um Posthäuschen* Jean Merz.
t Mücke, 11. April. Die mehr und mehr aufblüh^v Station Mücke beginnt allmählich ein beträchtlicher dustrieort zu werden. Die 1903 eröffnete Vabniir^- Laubach-Mücke hat wieder großen Verkehr gebracht eine Erweiterung der Holzindustriewerke veranlaßt (&ap ‘ in artig wird von der rheinischen Bergwerksgesellschaft neues Gifenfteinbergroerr angelegt und durch eine Erahn'? r bahn mit der Station verbunden. Die reichhaltigen Gierr steinlager haben nur geringe Tiefe. Dem stets fteiaenLi Verkehr der Reisenden und Touristen wird durch Erbauur eines Hotels durch Bauunternehmer Winn-Gießen Rechnun getragen, das bis Herbst vollendet sein soll.
ch. Angersbach bei Lauterbach, 10. April gnie.. äußerst reger Wahlbeteiligung verlief am Freitaa Bürgermeisterneuwahl. Ta der seitherige Buraci- meister Kircher, welcher 18 Jahre das Bürgermeisteraw verwaltete, eine Wiederwahl ablehnte, so hatte man imn Kandidaten aufgestellt. Landwirt Moderner ging aus de- Wahl mit 14o Stimmen als Ortsoberhaupt hervor- flv1 den Gegenkandidaten Landwirt Schmidt entfielen 95 Stimmen.
----- Dutenhofen, 11. April. Die Errichtung ein., Güterverladestelle auf der hiesigen Haltestelle läßt woix immer noch eine geraume Zeit auf sich warten, da bis je-- noch fein einheitliches Verständnis mit den beteiligten Grundbesitzern erzielt werden konnte. Wie wir aber erfahren, 1 inzwischen das EnteigmmgSversahren eingeleitet worden, ai/ dessen Ausgang man allgemein gespannt ist.
Bensheim, 10. April. Unter dem Vorsitz unsere- Landtagsabgeordneten Kommerzienrats W Euler faiu gestern nachmittag im Hotel „Zum deutschen Haus- eui von über 60 Orts- und Vereinsvorständen besuchte ier. sammlung statt, welche sich mit der Frage der hebun des Fremdenverkehrs und des Zuzugs von fremder an der Bergstraße eingehend beschäftigte. Der Vorsitzen wies aus die Notwendigkeit einer umfassenden, zftlbe. wußten und durchaus reellen Reklame hin. Der Vorsixem- des Verkehrsvereins, Stadtverordneter Stemmer, legte bar daß die vielen Tausenden, die alljährlich an unsere: wunderschönen Gegend vorüberfahren, auf die Lchonheiier der Bergstraße aufmerksam gemacht würden. Dies werde am besten und billigsten erreicht durch Herausgabe einte hübsch ausgestatteten Führers, der dem in den Schnellzügen vorüberreifenden Publikum verabfolgt werden solle Eine äußerst lebhafte Diskussion schloß sich öiejen Ausiuiu- ungen an. Man wünschte einhellig, noch für dieses Hahr mit der Reklame zu beginnen, und zwar zunächst mit te: Herausgabe einer Karte der Bergstraße. Hieraus schritt man zur Bildung eines Ausschusses, der darauf seine erste Sitzung ablnelk. Er legte sich den Namen „Verkehren: schuß der Bergstraße" bei.
Mainz, 10. April. Vom Rhein schreibt man dem „M. Tgbl.": Entgegen der in früheren Jahren herrschenden Gepflogenheit, wirb es jetzt, nachdem die letzten Sinter* monate ein recht flottes Geschäft im Schleppschisi:.,.:.' betriebe gezeitigt, flau im Sch iffahrtsioesen. allgemein ift in Schifferkreifen die Klage über mangelnd-? Geschäft, und von den inederrheiniscyen, tutyriji.;; .....
den holländischen Hafen- und Verladeplätzen ltuuen d . . gnostikons für die nächste Zeit nicht besonder- nfr; - - Es wird zu wenig verladen — sogar im Kohlengejchair es langsamer — und sonach stellen sich mangels ent* sprechender Nachfrage und bei steigendem Angebot V-. Schiffsraummieten und Schlepplöhne derart niedrig, M von einem eigentlichen Verdienst wohl kaum die R.dc sein kann. Unangenehm bemerkbar macht sich auch befonßerl die mangelnoe Zufuhr russischen Getreides, das in somug-n Frühjahrszeiten ein Hauptverladearlikel in den yollandt* schen Häsen — speziell für den Mittel- und Oberrhein — bildete. — Eine gemeine Roheit ist in der Na-: auf Samstag verübt worben. In geradezu besnaU- Weise haben Bubenhänbe an dem NeubM der Fleisäiete:* berufsgenossenschast in der Rheinallee gehaust und einen Schaden von nahezu öreitaujeno Mark «uigeuchüt, mocc sie an den meisten Fenstern die Steineinsaßung bermju® beschädigten, daß die Steine herausgenonunen uno bi-- neue ersetzt werden müssen. — Die Tüncher hadcn u einer Versammlung mit 271 g.gcn 10 Skimnun b s-l h am Montag in den Au s st an 0 zu treten. Lei < ckc mr Firmen, die die Forderungen der Arbeiter genehnmft - wird weiter gearbeitet. Die Streikenden verlangen t stündige Arbeitszeit, einen Lohnzuschlag von 3 v'3 die Stmrde und dreijährige Festlegung des Vertrags, |u für jedes Jahr bi- 1l0j em.n Pfennig die ctunöi - zuschlag. Tie Mehrheit der Meister wollte d.e Hn'lu :; Arbeitszeit und 2 Psg. für die Stunde Zulage
Groß-Gerau, 11. April. Am Montag, U- «jj wurde der nach allen Forderungen der Neuzeit und Hygiene errichtete Neubau der höheren b ö , schule in feierlicher Weise eingeweihk. Tas Haus ■ v jieben Klassenraume, eine kombinierte Klafft, jn*»< nasialllassen, eine Aula, einen Turnsaal, emen nebst chemischen Kabarett- und Apparatenraum, ctE/rtri.;, zimmer mit Vorraum, ein Lehrerzimmer, ein M • zimmer, ein Bibliothekzimmer und zwei weitr ^ । N bare Räume. Zwei Kessel im Kellerraum for0cJJr;r. druckdampsheizung. Tie Fasjadenzeichnungen | s
Architekt A. Wienkoop-Darmstadt. Der Voran Mag 122000 Mk. vor; die Bautosten allein betragen aV'.x 147 000 Mk. giecljnet man di« -tosten dm 2uS>Ia mng so kommt die neue Schule etwa auf IbOOUU « -6 un> eine Summe, die für eine Gemeinde von für im Höchstfall 150 Schulkinder l
Durch ministerielle Verfügung vom lo. fqjIn)(,r|C{uju'«' ist von Ostern 1904 an die Errichtung fincr, Joß( dec klasse genehmigt worden. Lorlausig aber > .
wenigen Schüler wegen eine solche K.asft m- werden. Wer das Examen zum (rinjaOrig'd * 2arlr* machen will, muß nach wie vor noch ein o J ftfldt gehen. (D. Ztg.) Welsen und dc°
Kleine Ar i r r e i l u n g e n aus Y -1 m
Nachbarstaaten. Ein in einem Sv ,n ^n?
Hanau tätiger Fahrbursche nahm vor cmig Sublimatpasulle zu sich und mugte oem> zngeführt werden, in dem er Samstag m» 9 „arm »oin Schmerzen verstorben ist. Die Sublimatp (Ie8 P-kft Tierarzt zum äußerlichen Gebrauch f‘1C r*n 6fC verschrieben worben. — Im „Geselligen gonni«3*
liberalen Bürgerschaft" in Worms hält nüchft 17. April, Geh. Hosrat Dr. Wllhelm Onck


