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ei Vortrag über das Thema: „Deutsche Dichter und S) N*t' - in der Franzoscnzeit 1790 biß 1813*. — Eine S lziifart-Ausstellung soll in Aschaffenburg in der znsi«im Maiwoche stattfinden. Es sollen dabei die Erzeugnisie b.eMEjcffartS dem Publikum oorgeführt werden, um dafür ei im l esseren Markt zu schaffen. Mit der Ausstellung solcher S:»'i rt-Erzeugniffe wird eine solche der Speffarttrachten und ei iir.c sehr guter Kollektionen von Gemälden und Original» pl y zraphien verbunden sein. Aehnliche Ausstellungen sollen mmseibst in München und in Frankfurt a. M. veranstaltet ro'wm..
vermischte».
' Sofia, 11. April. Am Samstag Abend fanden jrtHeni 7>/, und elf Uhr einige schwache Erdstöße statt. 91 len Loonntag früh um 4 Uhr 23 Min. und Vormittag um IClDUt)x: 53 Min. wurden starke, je eine und eine halbe l’ i nte dauernde Erdstöße verspürt. Heute früh um 3 Uhr it 1.1) Uhr 18 Min. wurden weitere Erdstöße wahrgenommen. MtMpswerter Schaden ist nicht angerichtet worden.
‘ IUc5er den Gesundheitszustand deS Kaisers h vc! bci8 neue Neapeler Blatt „II Giorno“ (Herausgeberin istit)ie bekannte italienische Romanschriftstellerin Mathilde Si !;ac» bei mehreren Personen, die mit dem Kaiser in nähere Bl.ikckimmg kamen, Erkundigungen eingezogen. Während der V - divcktor des »Aquarium*, der den Kaiser auf dem Rund- gc oy imrch dieses Etablissement begleitete, die Stimme des MMcnacchen klar und rein fand und die von London und Pi-Kjs nuß verbreiteten schlimmen Nachrichten als Geschwätz ui -it.: UrHge bezeichnet, wollen einige Vertreter von Behörden aiuji benn Antlitz des Kaisers deutlich sichtbare Spuren der ülitbeficil denen Operation entdeckt haben. Der Kaiser, sagten fi« rs, jeto? leidend (?) aus und seine Stimme sei verschleiert. (? 'S?) öon besonderem Jntcreffe ist eine Aeußerung des her- v^Mgenden italienischen Kehlkopf-Spezialisten Pco- fe iKl'IIassei. Er zwe.felt nicht daran, daß e8 sich bei der armltin Kaiser vollzogenen Operation wirklich nur um einen 'liminl(änberpo(t)pen handelte. Als unanfechtbarer Beweis füisindiks!; Behauptung gilt ihm ein Brief des mit ihm eng beilwbeten Frankfurter Profess orS Schmidt. Bald ncr.ee brr Operation schrieb Professor Schmidt an Maffei: .Ä bm glücklich, meine Laufbahn mit einer so glänzend gc'tilingenien Operation beschließen zu können. Meinem hohen geht es sehr gut. In acht Tagen hoffe ich das St^sß im Potsdam verlassen zu können, um Anderen die
Handlung, Massage und Stimmübungen anzuver- tr< fi.m.* Wenn es sich wirklich um eine ernste Sache ge- ()a iinbrlt hätte, würde — so folgert Professor Massei — Pis -Mai Schmidt die Weiterbehandlung des Kaisers nicht anÄbiM: Händen vollständig überladen haben.
'Hochzeit und Scheidung in einer Woche. 3n;isd)!;iaug|ten bei Tilsit hatte sich ein junger Krugwirt ein aus Tilsit als Frau standesamtlich und kirchlich an i3cii2: lassen, jedoch auf Schwindel seinen Hausstand zu.i jiuitten versucht. Eine höhere Wechselschuld mußte die Zc.sM |^on am Tage der standesamtlichen Trauung be- ,cd.Ilm, La ihr die Unterschrift abgeschwindelt worden war. 2a im: Ium am Sonntag der Trauanzug des Bräutigams perx jpfi unter Nachnahme des Schneiderlohnes an ihre -ib i:n|e nn; er wurde eingelöst, da die Hochzeit sonst eine Be'. ;WMng erfahren hätte. Als am Aüontag die junge
Frau ihr neues Heim beziehen wollte, erfuhr sie, daß die meisten vorhandenen Sachen und Waren bereits gepfändet waren und zwei Tage später ein neuer Ve'ckaufstermin stattfinden sollte. Nun weigerte sich die junge Frau, noch mehr von ihren Ersparnissen zu opfern. Darauf wurde ihr von dem jungen Ehemann der Trauring zurückgegeb.n und ihr die Tur gezeigt; so fuhr die Betrogene nachmittags wieder nach Tilsit zurück. Freitag früh ließ sie unter Zuhilfenahme des Gerichts durch den Gerichtsvollzieher ihr Eigentum wieder hurückholen. Gegenwärtig schwebt die Scheidungsklage.
* Mord im Irren Hause. Ein schauerliches Drama spielte sich am 4. April im städtischen Jrrenhause zu Triest ab. Dort ist die 32jährige Bäuerin Lucia Coglierich aus Torre bei Parenzo interniert. Im Jahre 1899 war sie nach vorangegangener gerichtlicher Untersuchung wegen Gemeingefährlichkeit — sie leidet an Mordmanie — in die hiesige Anstalt abgegeben worden. Ta ihr Zustand sich besserte, war sie in der Folge zweimal auf Atisuchen ihres Gatten aus dem Jrrenhause entlaßen worden, mußte aber dann neuerlich interniert werden. Im vorigen Jahre tötete sie, als sie sich abermals in Freiheit befand, in üjrcm Heimats- dorse ihre Schwiegermutter durch Hackenhiebe und befand sich seither wieder im Irrenhaus. Die ärztliche Behandlung übte auch jetzt wohltätigen Einfluß auf ihren Geisteszustand aus; sie schien ruhig und von ihrer Manie geheilt, und genoß daher in der Anstalt eine gewisse Freiheit, indem sie mit häuslichen Arbeiten beschäftigt wurde. Leider sollte die Erwartung, daß fein Rückfall ein treten werde, grausam getäuscht werden. Vorgestern passierte die Coglierich anscheinend ganz ruhig einen Korridor, in dem ihr eine alte, ruhige Irre, Ines Menzel, die sich seit dem Jahre 1886 in der Anstaltspslege befand, entgegenfam. Plötzlich stürzte sich die Coglierich aus die 63jährige Frau und umklammerte mit Riesenkraft ihren Hals. Die Menzel stieß einen gellenden Hilier.s aus, doch war es, als das Wartepersonal herbeieilte, bereits zu spät: die Ueberfallene war bereits unter den Händen der Mordwütigen gestorben. Diese ließ sich dann ruhig von ihrem Opfer trennen und in ihre Zelle üb führen.
• Ein glücklicher Jäger. Ein Förster ans Kabinen erzählt in der „Dt. Jäger-Z.": Acht Füchse hatte ich bereits in dieser Saison gefangen, und damit war's vorläufig vorbei. Bei der letzten Neue jedoch spürte ich, daß sich wieder die Fuchssippe im Reviere herumtreibt. Schnell zog ich also am 3. März mit vier Grellschen Eisen, des Erfolges sicher, hinaus und legte sie auf einen etwa drei Hektar großen Sturzacker. Den Tag darauf hatte ich früh wegen Holzversteigerung, welcher ich beizuwohnen' hatte, keine Zeit, fam daher erst spät am Nachmittage zur Revision meiner Eisen. Eins davon war fort, die Spur führte nach einem Graben, diesen hatte der Fuchs angenommen und konnte, da de Graben (l1/2 Metek breit und 20 Meter lang), sehr steile Wände hatte, nicht wieder heraus, der Anker verhinderte dieses vollkommen. Einige Schläge aufs Nasenbein mit meinem Eichenen, und das Leben des Roten war dahin. Wer beschreibt aber mein Erstaunen, als ich den Platz näher besichtige, da sinde ich noch neun vollkommen entwickelte Jung- füchse, gewiß eine merkwürdige Situation, in welcher die Fähe ihr Wochenbett hat einnchten müssen. Es war eine selten starke Fähe, der Bauch war fall kahl, das Gesäiioe entwickelt und voller Milch. Die Jungfüchse waren sämtlich tot. — Seit einigen Jahren betreibe ich den Fuchssang nur nach Ernstscher Fangmethode; obwohl ich nach der Borne-
mannschen und Degenerschen Methode ebenfalls schon manchen Notrock erbeutete, ziehe ich erstgenannte Methode ihrer Einfachheit wegen doch vor. — Während der Zeit meines Hierseins — acht Jahre — sing ich 163 Füchse, 17 Dachse, 8 Otter, 21 Marder, 79 Iltisse, 54 Wiesel, 25 Hunde, 140 Katzen, 18 Hühnerhabichte; außerdem wurden teils gefangen, teils geschossen: 1 Steinadler, 87 Bussarde und Weihen, 117 Sperber unö Lerchensalken, 24 Elstern, 1560 Krähen. ,Mit Eisen und Blei springe dein Wilde bei."
yienntli^r ilrbrrfidjt brr Lobrssiillr in (Ut;;rn.
Monat Februar 1004.
Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (tnfl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeilsziffer: 16,6
nach Abzug von 15 Ortsfremden: 10,0 Ao.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr
Wochenbeitsieber Tuberkiitose der Zungen
Tuberkiitose anderer Organe
Lungenentzündinig anderen Hungen» krankhellen
Schlagslnb Herztranthelten Atrophie Hebensjihwache Neilblldullgen Altersschwache anderen Kailkheiten Veriiilgtückilng Totschlag
Summe 38 (15) 25711) 17(3) 371)
Anm.: Tie m Klammern gesehlen Ziffern geben an, wie viel der Todessalle in der betresjenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommc».
Spielplan der Bereinigten Frankfurter Ztadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch den 13. April'): „Zar und Zimmermann/ Donnerstag den 14. April: „Joseph und seine Brüder." Freitag den 15. April: „Martha" oder „Ter Markt zu Rlchmond" Samstag den 16. April: „Carmen." Sonntag den 17. April: Neu ein- ftubiert: „Der Barbier von Sevllla." Hieraus: „Phantasien im Bremer Ratskeller." Montag den 18. April, abends halb 8 Uhr: „Orpheus in der Unterwelt."
Schauspielhaus.
Mittwoch den 13. April *): „Rose Bernd." Donnerstag den 14. April, abends halb 8 Uhr: „Zapfenstreich." Freitag den 15. April: „Fedora." Samstag den 16. April: „Rose Bernd." Sonntag den 17. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Liebesmanöver." Abends 7 Uhr: „9ioje Bernd." Aiontag den 18. April: „Novella d'Andrea."
•) Anfang, wenn nicht anders bemerft, abends um 7 Uhr.
GlNgkjüliiU.
(Für Form und Jnhu^i iu-h unici Die)er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Anfrage an den Oberhessischcu GeschichtSvcrei«.
Wäre es nicht möglich, das Aluseum des Oberhessischen Ge- schichtsverems an zwei oder drei Sonntag-Nachmitiagen im Jahr jrelzugeben, damit den Angestellten hiesiger Geschäfte, denen der '-feind) durch die hier üöHdje Geschästszeit nicht möglich ist, aud) Gelegenheit geboten märe, die Sammlungen zu besuchen? G. W.
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